Michael Masberg schreibt Schmiede des Verderbens nicht zuende

  • Ich weiß nicht, ob es hier schon erwähnt wurde, aber Herr Masberg will sich in den nächsten Tagen auf seinem Blog äußern. "DSANews" wollen das Statement dann auch auf ihrer Seite veröffentlichen.

  • Der erste Teil hatte mir sehr gut gefallen und dementsprechend groß war meine Vorfreude auf Teil 2. Die 5te Edition sollte doch kein Grund sein, nicht fertig zu schreiben, es sein denn die Rollenspielpolizei hat MM verboten seine Charaktere nach 4.1 im Roman zu gestalten.Warum MM nicht usw. wird er uns sicher noch mitteilen. Abgesehen davon, warum kein Abenteuer daraus machen? Den zweiten Teil von jemand anderem schreiben lassen ist immer ein Stilbruch, ein AB würde sich doch anbieten.

  • Erst nen langen Text dazu geschrieben, aber ihn gelöscht vor dem weg schicken.


    Am Ende ist du Zusammenfassung. Wenn er klug ist würde er sich das anders überlegen. Nichts mehr dazu sagen und fertig. Ulisses und er sind getrennte Leute Buch kommt nicht raus. Ende der Geschichte. Alles was nun noch kommen mag von beiden Seiten kostet zu 90% nur Würde und lässt beide Parteien am Ende nur selber schlechter da stehen, als es jetzt schon der Fall ist.

  • Abgesehen davon, warum kein Abenteuer daraus machen? Den zweiten Teil von jemand anderem schreiben lassen ist immer ein Stilbruch, ein AB würde sich doch anbieten.

    Du meinst ein Abenteuer zu einem Roman schreiben lassen, den man statt eines Abenteuers schreiben lassen wollte (vermutlich weil man keine Kapazität für ein weiteres AB im Umfang der Splitterdämmerungs-ABs hatte)?


    Abgesehen davon natürlich schrecklich schade, aber um ehrlich zu sein, ist das so ungefähr das was ich schon erwartet habe. *seufz* ;(

  • Du meinst ein Abenteuer zu einem Roman schreiben lassen, den man statt eines Abenteuers schreiben lassen wollte (vermutlich weil man keine Kapazität für ein weiteres AB im Umfang der Splitterdämmerungs-ABs hatte)?


    Naja wie schon gesagt, der Zeitpunkt spielte da ja damals eine nicht unerhebliche Rolle, man wollte halt kein DSA4-Abenteuer mehr machen das erst rauskommen würde wenn 5 schon da ist. Inzwischen ist 5 da und mit einem Haufen Regelwerke unterfüttert so dass ein Agrimoth-Splitter-AB für 5 inzwischen schon eine plausible Option wäre.

  • Bashing: Also ich finde es nicht nur traurig, was Michael Masberg da abzieht... Seine Bücher hatten unter allen DSA Romanen einen ganz besonderen Wert für mich. Ich kenne nicht den genauen Grund, warum er nicht weiter schreibt und kann nur Vermutungen anstellen. Aber ich hätte mir gewünscht, wenn er das zu Ende geschrieben hätte und ggf. im Buch seine Statements gezielt unterbringt, z.B. wenn er mit DSA5 nicht ganz zufrieden ist. Ich hätte es ihm definitiv zugetraut sich mit einem zwinkernden Buchinhalt zu verabschieden - aber doch nicht so! Geschichten müssen zu Ende erzählt werden! Wenn es durch ein gutes Abenteuer geschieht, ist das nur noch grade so möglich. Gorodez hätte es auch nicht so gewollt! Obwohl?

  • soll er ruhig tun. Wird eh wieder nur n Bashing.

    fanboy von ulisses, hm ?


    Naja ich würde sagen die richtig guten Leute verlassen DSA gefühlt. Andere machen weiter. Aus meiner persönlichen Sicht lässt die Qualität nach. Aber das ist natürlich subjektiv.


    So long and thanks for all the fish!

  • 1) das kommt auf die Definition von Fanboy an. Ich mag ihre Produkte, auch wenn ich immer wieder mal Kritik habe. Ich bin männlich und n Fan. Ich hasse einfach sinnloses Bashing, welches viele ewig gestrige betreiben. Ulisses kann es denen nicht Recht machen, ausser sie publizieren jede DSA Edition nochmal neu, für weniger Geld als es vorher gekostet hat.


    2) ja das ist sehr subjektiv was du da von dir gibst. Ich finde DSA5 hat im großen und ganzen eine wesentlich höhere Qualität als 4.1. bin zb absolut kein Fan von WdV, aber auch das wird qualitativ hochwertig. Und was die guten angeht... Es gibt nicht nur 5 gute Autoren auf dieser Welt. Jeden Tag wird ein neuer guter Autor geboren. Bei Ulisses sitzen nur gute Leute. So zumindest mein persönlicher Eindruck von den Menschen dort, die ich schon kennenlernen durfte. Ok zugegeben: der Mingers dürfte mal öfter Lachen :D

  • Ach, gute Leute, das ist wohl alles Ansichtssache. Michael Masberg war in der Tat einer von den Guten für mich persönlich. Nicht weil ich alles aus seiner Feder toll fand, sondern weil er sich damit auseinandergesetzt hat, wenn jemand nicht seine Meinung teilte, er hat Kritik gehört und ist damit umgegangen. Und das kann ich echt respektieren. Wir waren uns in einigen Dingen was z.B. sein Splitterdämmerungs-AB betraf nicht einig und auch meine Sympathie zu Gorrodez war nie wirklich groß und meine Kritik an der Figur generell ebenso, aber er hatte echt eine gute Art die Dinge anzugehen und damit umzugehen.


    Abseits davon schuldet er uns als Fans natürlich rein gar nichts und wenn er keine Lust mehr auf die Geschichte hat, dann ist es eben vorbei mit der Geschichte. Bedauerlich, aber so ist das Leben.

    - zensiert -

  • Es gibt nicht nur 5 gute Autoren auf dieser Welt. Jeden Tag wird ein neuer guter Autor geboren.

    Stimmt. Nur würden die meisten guten Autoren für das was man bei einem kleinen Verlag wie Ulisses an Vergütungen erwarten kann (da gabe s vor ein paar Jahren ja mal einen Blog-Artikel der das thematisiert hat) wohl nicht mal eine Antwort auf eine entsprechende Anfrage ob sie was schreiben wollen in die Tasten klopfen (damit das anders wäre, müssten die Auflagen zwei bis drei Größenordnungen größer sein).


    Und wenns nicht das Geld ist, für das man schreibt, dann muss es ja fast eine Herzensangelegenheit sein. Und das Herzblut, mit dem man an einer Sache sein kann, kann auch erkalten, wenn man sich von dem Projekt entfremdet oder wenn man auch schlicht und einfach ausgebrannt ist.

  • Sollte man nur bedenken, bevor man einen Vertrag unterschreibt, denke ich. Das ist ja durchaus eine bewusste Sache, ein Entschluss, den man trifft. In Anbetracht der bisherigen Arbeitszeit von Michael ja auch ein auf vielen Informationen basierender Entschluss.

    Julian Härtl und sein Blog.
    Leichen pflastern seinen Weg - Nekromant lässt Einfahrt verschönern.

  • Der Mann hat gesagt das er keinen Bock mehr hat ein Buch zu schreiben das in einer Welt spielt die ihm seit einer Weile wohl nicht mehr liegt.


    Er hat nicht die Scheune angezündet, den Esel geschändet, das Feld gesalzen, das Weib in die Sklaverei verkauft, die Alten in den Wald getrieben und den Ogern das Stadttor geöffnet.


    Michael Masberg kommt nicht ab sofort jeden Samstag einmal vorbei um euer Aventurien anzuzünden und er hat auch niemandem nachhaltig in irgendeiner Weise geschadet. Es werden laufend Projekte eingestellt die vielversprechend hätten werden können. Und es ist völlig normal das Leute oft zu spät sagen das es doch nichts wird. Besonders im Kreativbereich ist das recht häufig so, weil es direkt zusammenhängt mit der Problemverleugnung und Hoffnung der Schaffenden selbst. Ich glaube Michael Masberg, wenn er sagt das er das fertig machen wollte. Und ich denke das er glaubte das er das auch kann, als er sagte das er das auf jeden Fall tun würde. Nur musste er wohl für sich realisieren, dass er es schlicht nicht kann. Egal aus welchen Gründen auch immer. Dann die Reißleine zu ziehen ist besser als irgendeinen Mist abzuliefern, der nur de jure die Definition des ursprünglichen Ziels erfüllt.


    Es ist schlicht unnötig den Autor dafür mit Häme zu überschütten und es hat weder etwas mit mangelnder Intelligenz zu tun, noch damit das irgendwer ewig gestrig wäre, eh nur irgendwas bashen würde, ein Lügner wäre und ohnehin treulos, oder kein Talent hätte. Vielleicht sollte man ihn auch gleich noch aus alten Fotos retuschieren und seinen Namen aus den Ahnentafeln tilgen?


    Es ist was es ist: Schade. Aber auch nicht mehr als das.

    Wenn meine Posts dir nicht lang genug sind gibt es hier noch viel mehr.

    Allergiewarnung: Im gleichen Betrieb werden auch Überzeugungen und Ansichten verarbeitet.

  • Ok, Häme - wo siehst du hier Häme? Ehrliche Frage.

    Und zweite Frage: Kritisieren wird man eine solche Aktion aber schon noch dürfen, oder ist das in deinen Augen gar nicht erlaubt?

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen. -- Peter Ustinov

  • Nein, es ist ja ein Anti-Ulisses-Rebell, den darf man nicht kritisieren. :rolleyes:


    Ich denke, du hast das jetzt sehr überdramatisiert, Rattazustra .


    Es ist schade und enttäuschend. Mehr wurde im Thread bisher nicht erwähnt oder übersehe ich etwas?

    Julian Härtl und sein Blog.
    Leichen pflastern seinen Weg - Nekromant lässt Einfahrt verschönern.

    • Hilfreich

    Wer ein bisschen Quellenrecherche betreibt (bzw. es zur jeweiligen Zeit live mitbekommen hat), kann übrigens durchaus begründet vermuten, dass Michael WdV als letztendlichen Stein des Anstoßes gesehen hat.


    Am 30. Januar schrieb Michael noch hier im Orkenspalter:

    „Die Neuigkeit ist in der Tat, dass es keine Neuigkeit gibt. Salaza fasst es richtig zusammen: Das Buch ist noch nicht fertig, ich kann leider keine Zusage machen, wann es fertig sein wird, aber ich fühle mich verpflichtet, es zu beenden.“


    Gerade mal zwei Wochen später, am 14. Februar, startet das WdV-Crowdfunding, und Michael zeigt sich u. a. bei Facebook und im DSAForum sehr verärgert:
    „Erst peinlich-verklemmte Videos und dann mit Titten werben. Man lernt es nicht … Aber hey, nacktes Fleisch und peinliche Inhalte funktionieren ja auch anderswo.

    Ich vermisse das DSA der Geschichten. Für Unterhosenwitze und verregelten Sex bin ich zu alt.“ […]

    „Und würde es die Sache wenigstens intelligent und nicht so peinlich angehen – ich hätte kein Problem damit. Ich würde es sogar begrüßen. Aber in den Videos alleine wurden schon so viele Vorurteile bedient, dass es ein unerträgliches Maß erreicht hat.“


    Am 15. Februar schreibt er eine Nachricht bei Facebook, die man im Nachhinein wohl als seine Entscheidung, den Roman nicht zu beenden, verstehen kann.


    Dass er mit DSA5 und der Verlagspolitik und WdV so gar nicht einverstanden war, ist ja nichts Neues. Das sind Sachen, die man ihm meiner Meinung nach definitiv nicht vorwerfen kann, denn das ist einfach seine eigene Entscheidung. Aber mit seiner Entscheidung, den Roman nicht zu schreiben, lässt er jetzt letztendlich die Fans im Regen stehen. Auch wer seine Beweggründe versteht, wird an diesem Punkt, zumindest meiner Meinung nach, nicht vorbei kommen. Und wenn der entscheidende Punkt dafür ist, dass er sich wegen WdV nicht mehr in der Lage dazu fühlte, den Roman zu schreiben, nachdem er sich vorher, trotz der Entfremdung von DSA(5) noch in der Lage sah, da der Roman ja u. a. auch ein "altes Stück DSA sei" (siehe seinen Beitrag im Orkenspalter hinter obigem Link), dann empfinde ich das nicht als eine Entscheidung, die ich für akzeptabel halte.

    Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen. -- Peter Ustinov

  • Also mich hat er nicht im Regen stehen lassen. Ich habe weder Geld investiert noch sonst etwas verloren durch seine Entscheidung. Und ich denke, dass es letztlich vollkommen egal ist, ob jemand außer Michael diese Entscheidung für akzeptabel hält. Ich finde die Wortwahl schon krass. Es ist nicht akzeptabel ein kreatives Projekt aus persönlichen Gründen abzubrechen? Was ist das denn für ein seltsames Verständnis von Selbstbestimmung?


    Es ist vollkommen akzeptabel aus jedem Grund seine kreative Arbeit an etwas abzubrechen. Welchen Anspruch haben wir denn auf Michaels Zeit und Kreativität? Gar keinen.

    - zensiert -

  • Selbstverständlich ist sowas akzeptabel. Aber es mutet vor dem Hintergrund von WdV, welches ich selber ablehne, schon so an, als sei nur noch eine "Ausrede" zum Abbruch des Projekts gesucht worden.

    Was wirklich intern zwischen Ulisses und Autor abgelaufen ist, entzieht sich ja unserer Kenntnis.

    Ich mutmaße es werden andere Gründe hinter dem Rückzug aus dem Buchprojekt stecken.


    Schade nur, dass diese wahrscheinlich nicht transparent gemacht werden.

  • Aber es mutet vor dem Hintergrund von WdV, welches ich selber ablehne, schon so an, als sei nur noch eine "Ausrede" zum Abbruch des Projekts gesucht worden.

    Das mutet vielleicht so an, aber vermutlich auch nur, weil man sich heutzutage viel zu oft nicht die Mühe macht darüber nachzudenken was der Funke war und was das Pulverfaß, das sich womöglich schon seit längerem Schippe für Schippe gefüllt hat ... Irgendwann ist einfach Schluss. Aus. Punkt. Das Fass ist voll.

    empfinde ich das nicht als eine Entscheidung, die ich für akzeptabel halte

    Da schließe ich mich mal Sumaro an, vor allem der letzten Zeile in seinem Beitrag. Da klingt bei manchen Beiträgen ob gewollt oder nicht, in meinen Ohren, ein Maß an Entitlement durch, bei dem bei mir die Augenbraue zu zucken beginnt.