Alte AB mit Relevanz zum Metaplot

  • (Du solltest dir mal die damaligen D&D-Abenteuer dazulegen ... gewisse Ähnlichkeiten sind da noch vorhanden ;))


    Das war noch vor 1990 ... zudem hatte Kurkum danach noch zwei Auftritte - unverändert. Nur das in einem Abenteuer so viele (seltene!) SA vorkamen, passierte nicht wieder. ^^

    Ich habe kaum (A)DnD-Abenteuer, und von denen, die ich kenne, bin ich auch nicht wirklich begeistert. Um genau zu sein, empfinde ich insbesondere die Abenteuer von DSA als eines der besonderen Alleinstellungsmerkmale des Systems, fast noch wichtiger als Welt und Metaplot - die meisten anderen Systeme sind da eher knausrig, was dazu führt, dass die Rollenspielerfahrung mit der Fähigkeit des Spielleiters, gute Abenteuerplots zu ersinnen, steht und fällt.


    SA?

  • (A)D&D ist auch immer schon von der klassischen Oldschool-Herangehensweise ausgegangen, dass jeder SL erst mal der kreative Autor und Schöpfer seiner eigenen Kampagnenwelten ist.

    (Dazu hat AD&D2e sehr viele sehr gute Spielhilfen.)

    Dazu kann man dann alternativ fertige Kampagnensettings wie die Forgotten Realms erwerben und bespielen in denen aber wiederum davon ausgegangen wird, dass jeder SL erst mal seine eigenen Abenteuer und seine eigene Kampagne kreiert in die er Kauf-Module ggfs. einbaut.

    Und erst dazu kann man dann alternativ oder zusätzlich gut ausgearbeitete Story-Abenteuer und Abenteuer-Kampagnen bespielen.


    DSA geht das ja seit jeher völlig anders an und gibt Aventurien und in Kaufabenteuern erzählten intensiven vorgefertigten Geschichten einen ganz anderen Stellenwert.

    Man kann da das eine mit dem anderen nicht wirklich vergleichen.

  • Für mich gehören in die mittlere Zeit der Orkensturm (Jahr des Greifen) und der Khomkrieg. Die Answinkrise fühlt sich da tatsächlich wie ein Schwellenereignis der beiden 'Epochen' an.

    Eigentlich war die Veröffentlichung der GMuG-Box das erste trennnde Ereignis, denn damit wurde schon die 7G-Kampagne vorbereitet.

    Ansonsten hast Du recht. Mit dem Khomkrieg wurde der Meta-Plot wirklich gestartet. Es gab zwar vorher schon wichtige Abenteuer, die die Geschichte Aventuriens beeinflussten (Verschwörung von Gareth, Phileason-Saga, Mehr als 1000 Oger) aber esrt mit dem Khomkrieg veränderte sich Aventurien auch außerhalb der Abenteuer. Daher folgende Einteilung:

    1. bis zum Khômkrieg (bis 1008 BF)
    2. vom Khômkrieg bis Anfang der 7G-Kampagne (1008-1015 BF)
    3. 7G-Kampagne (1015-1021 BF)
    4. Zwischen 7G und JdF (1021-1027 BF)
    5. von JdF bis bis zum Ende von DSA4 (1027-1040 BF)
    6. DSA5-Metaplot (ab 1040 BF)

    Jedesmal änderte sich meist auch die Atmosphäre Aventuriens. Es wurde immer düsterer.

  • Gewiß - die alten Abenteuer jedoch auch - wobei D&D ganz selten aus den Dungeons herauskam, abgesehen diese Dino-Insel ... Vorbild für unsere Südsee-Insel-Geschichte?


    SA = Schwarze Augen, angeblich sehr selten. Tauchten dafür -damals- recht oft in Abenteuern auf; überschlug sich mit ganzen zwei (kaum verborgenen Augen) im Amazonen-Abenteuer. Bedenkt, die erste Beschreibung der Amazonen war bereits im Boten 9 (1987) - und entstammte aus einem Fanprodukt inkl. Beilunkbeschreibung (Fantasywelt von Stefan Schulz). Im Boten 30 tauchte dann eine überarbeitete Beschreibung auf, inkl. der Heldenfigur Amazone - Artikel ist nach dem Abenteuer.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Jedesmal änderte sich meist auch die Atmosphäre Aventuriens. Es wurde immer düsterer.

    Das interessante ist ja, dass das dem ursprünglichen DSA-Setting viel näher kommt als das, was man so zwischen 1988 und Post 7G hatte: In den 1984er Quellen wird ja sehr deutlich betont, wie sehr das MR unter Hal suckt, dass alles gerade dabei ist vor die Hunde zu gehen, die öffentliche Ordnung am zusammenbrechen ist etc.


    Das wurde dann aber in den nächsten Jahren wieder einkassiert... und durch das Ende des elften Zeitalters wieder zurückgedreht.

    SA = Schwarze Augen, angeblich sehr selten. Tauchten dafür -damals- recht oft in Abenteuern auf; überschlug sich mit ganzen zwei (kaum verborgenen Augen) im Amazonen-Abenteuer. Bedenkt, die erste Beschreibung der Amazonen war bereits im Boten 9 (1987) - und entstammte aus einem Fanprodukt inkl. Beilunkbeschreibung (Fantasywelt von Stefan Schulz). Im Boten 30 tauchte dann eine überarbeitete Beschreibung auf, inkl. der Heldenfigur Amazone - Artikel ist nach dem Abenteuer.

    Aaaaaaah Danke.


    Stimmt, aber vermutlich wollte man die Benamsung des Systems irgendwo rechtfertigen.

  • Aber wenn man sich das ganze mal bei Licht betrachtet, hat man es de facto mit einem Abenteuer zu tun, das aus einer langen Reise inklusive Zwischenstop in einem Kaff besteht, und einem Castle-Crawl - alles in allem ein eher dünner Story-Arc, mit ebensolchem Spannungsbogen.

    So sind die alten Schätzchen aber in der Regel: Reisen, auf denen Kämpfe um des Kämpfen willens eingebaut (für die Krönung halte ich "Der Streuner soll sterben" in dieser Hinsicht mit seiner Häufung an völlig sinnfreien und teilweise sehr exotischen Kampfbegegnungen unterwegs), einen Dungeon (in diesem Fall halt mal eine Burg mit Amöben im Keller und Baumdrachen auf den Burgzinnen und Schlangen in der Abstellkammer - Hauptsache moschen) und zum Ende hin noch mal finales Gemosche, und zusätzlich Kohle in jeder Schublade finden noch zusätzlich nackten Frauen zuschauen. Die Handlungen sind in der Regel in den alten Dingen nicht dolle, und die Raumbeschreibungen immer so ausführlich (ist halt der Dungeon, und Raumgrößen und an welchen Stellen man wie viel Dukaten finden kann, ist da auch Standard).

    Außerdem haben zum "Großband" sicherlich auch beigetragen, dass da mehrere doppelseitige Bilder drin sind mehrere halbseitige.


    Immerhin bot es Gelegenheit, quasi rückwirkend einen der größten Schurkengestalten einzuführen.


    Auch der erwähnte "Der Streuner soll sterben" ist zwar nicht wichtig für den Metaplot, am rückwirkend eben auch Ursprung für die heutigen regierende Familie in Khunchom gestaltete, die ja mit Hasrabal verbandelt ist.


    Dafür sind die alten Dinger gut:immens viele NSC hatten dadurch schon irgendwo irgendwie etwas Hintergrund und mit Glück Agenda und waren der Spielerschaft nicht unbekannt, und daher sind sie halt mit Aufkommen der lebendigen Geschichte wieder- und weiter verwendet worden.

    (Ach ja, als Rohal noch Rohan in "Borbarads Fluch" hieß.^^)

  • So sind die alten Schätzchen aber in der Regel: Reisen, auf denen Kämpfe um des Kämpfen willens eingebaut (für die Krönung halte ich "Der Streuner soll sterben" in dieser Hinsicht mit seiner Häufung an völlig sinnfreien und teilweise sehr exotischen Kampfbegegnungen unterwegs), einen Dungeon (in diesem Fall halt mal eine Burg mit Amöben im Keller und Baumdrachen auf den Burgzinnen und Schlangen in der Abstellkammer - Hauptsache moschen) und zum Ende hin noch mal finales Gemosche, und zusätzlich Kohle in jeder Schublade finden noch zusätzlich nackten Frauen zuschauen. Die Handlungen sind in der Regel in den alten Dingen nicht dolle, und die Raumbeschreibungen immer so ausführlich (ist halt der Dungeon, und Raumgrößen und an welchen Stellen man wie viel Dukaten finden kann, ist da auch Standard).

    Und jetzt muss man sich noch ins Gedächtnis rufen, dass reine Dungeoncrawler (also wirklich reine reine Dungeoncrawler, wo man ohne viel Kontext in ein Verließ mit einer Ökologie gestoßen wurde, die einzig auf Herausforderung ausgerichtet war und nicht etwa auf interne Konsistenz - da war DSA mit seinen Abenteuern, die immerhin so etwas wie einen ausgeprägten Rahmen hatten, schon etwas besonderes.

    Wobei man aber auch erwähnen sollte, dass Ulrich Kiesow jetzt auch kein überwältigender Abenteuerautor war: Viele dieser Abenteuer, um die es geht, sind ja auf seinen Mist gewachsen; und gerade in der Anfangsphase musste sich die Spielerclique wohl auch erst zusammenfinden und auf einen Stil einigen - während die Kiesow-Frühwerke bei aller Schlichtheit immer noch zum Hintergrund passen, würde so etwas wie Verschollen in Al'Anfa oder In den Fängen des Dämons heute nicht mal mehr mit übelster Überarbeitung durchgehen.


    Die guten Abenteuer gab es auch erst zu dem Zeitpunkt, als DSA erwachsen wurde - so auf halber Strecke zwischen DSA 2 und DSA 3, wie etwa die Drachenhals-Tetralogie oder Der Zorn des Bären (schade, dass Ina Kramer sonst keine Abenteuer geschrieben hat).


    Quote

    Auch der erwähnte "Der Streuner soll sterben" ist zwar nicht wichtig für den Metaplot, am rückwirkend eben auch Ursprung für die heutigen regierende Familie in Khunchom gestaltete, die ja mit Hasrabal verbandelt ist.

    Ist Ansichtssache. Für mich waren damals alle Abenteuer "metaplotrelevant", nach denen man mit Hochadeligen und Thronfolgern quasi per du war (Verschwörung, Streuner, Rastullahs Hand etc.)

  • Die Aarenstein-Kampagne könnte noch interessant sein? Unter dem Adlerbanner und Shafirs Schwur. Ist eine Nebenlinie von G7.

  • Und noch viele mehr, aber:

    Ich denke den Cut würde ich bei 1015BF ansiedeln... Alles was danach kommt, geht dann in die G7 und läuft Gefahr, das ich es dann doch mal spielen will.

    So einige, die mir einfallen, habe ich danach gedanklich wieder abgehakt, sie hier zu nennen, weil sie einfach danach angesiedelt sind.

    Mit 1015 BF ist ja bereits mehr als die Hälfte der aventurischen Zeit ausgeschlossen, in der AB angesiedelt sind.

  • Aber er hat recht, nach 1015 BF beziehen sich viele Abenteuer auf die 7G.