Schicksalsfäden [WoD - Scion]

  • "Würde ich nicht, alles was man bei Rorschach diskutieren kann ist was wer sieht und was das heißt. Und über Freud diskutiere ich nicht, weil ich ihn für jemanden halte, der zwar Grundlagen geliefert hat, aber alleine schon deshalb überbewertet ist, weil jeder, der denkt, daß das mit Genitalien und Eltern zu tun hat, glaubt, daß er Freud verstanden hat. Aber das ist ja auch kein wirkliches Partythema, außer man will nach vier Bier entweder an die Eltern oder die Genitalien des Gegenübers. Oder beides."

    Sie zieht an der Zigarette und verzieht abschätzig das Gesicht. Nein, ihr ist das Hemd näher als die Jacke und sie schätzt Freud nicht wirklich, gerade auch, weil sie beruflich ziemlich wenig mit dem alten Vogel zu tun hat. Zum Glück.

    "Lustiges Hobby, Partygag, Autodidakt oder tatsächlich ein paar Semester an einer richtigen Uni ?"

    ROMANES EUNT DOMUS !

  • "Honey, Freud nur auf seine Aussagen zur ödipalen Phase zu beschränken, ist schon eine sehr eindimensionale Sicht. Jeder, der seine Triebtheorie tatsächlich gelesen hat, wird dir erklären können, dass es eben nicht nur um Genitalien geht. Aber wenn wir dieses Gespräch noch fortführen wollen, dann doch bitte unterwegs, ich hab schließlich nicht die ganze Nacht Zeit." Außerdem will er nicht von ihr vollgequalmt werden. Um den Geruch aus seinem Mantel wieder raus zu bekommen, müsste er ihn reinigen lassen, und da hat er nun wirklich keine Lust zu.

    ‘Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?’ he asked.
    Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.’

    [quote]
    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • "Ich weiß das. Du weißt das anscheinend auch. Aber für 9 von 10 Leuten auf der Straße ist das eben Freud."

    Sie zuckt mit den Schultern. Ist ja nicht ihr Problem, nur eben nervig. Sie macht eine Geste vor sich.

    "Immer voran, eure Divinität !"

    ROMANES EUNT DOMUS !

  • BrightFireBird klingt wie ein Künstlername ja schon richtig professionell."Salvatore, zumindest hat man mich damals irgendwann do genannt." Er steckt das Papier ein. Und bedankt sich bei ihr und wünscht ihr dann noch eine "Buena Noche, pájaro de fuego!" Und rennt dann weiter da er gerade einen Bus vorbei fahren sieht.

  • Dass Helena das wahrscheinlich überhaupt nicht ernst meint, kratzt nicht im Mindesten an Sashas Selbstbewusstsein. Er istimmerhin das Kind einer Göttin. Das würde er ihr in nächster Zeit zwar nicht unbedingt auf die Nase binden, aber dennoch geht damit ein mehr oder weniger gerechtfertigtes Überlegenheitsgefühl einher, dass sich durch so ein paar spitze Bemerkungen auch nicht so einfach revidieren lässt. "да (ja), wirklich eine Schande. Felix, Sweetie, wir können dann jetzt." meint er daraufhin, macht auf dem Absatz kehrt und hakt sich wieder bei seinem schweigsamen Beschützer ein, während er sich klackenden Schrittes auf den Weg Richtung Hauptstraße macht. Felix nickt nur zustimmend und geleitet seinen Boss den gepflasterten Weg entlang. Warum Sasha sich jetzt eigentlich noch weiter mit Helena unterhält, wo sie doch noch nicht einmal genügend Manieren an den Tag legt, sich vorzustellen, ist ihm zwar selbst völlig schleierhaft, aber naja. In den VIP-Room würde man sie wahrscheinlich eh nicht reinlassen.

    ‘Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?’ he asked.
    Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.’

    [quote]
    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • Leider hat er den Bus nicht erwischt, dieses Mal scheint er kein Glück gehabt zu haben also wird es wohl woanders auf ihn warten. Sein Schritt wird langsamer, wohin soll er nur gehen in einer fremden Stadt dessen Sprache er nicht spricht. Er hat nun lust auf etwas Spaß um seine Fähigkeiten zu trainieren, allerdings sind ihm zu viele Leute gerade unterwegs. Wobei hier in solch einer großen Stadt sicher auch genug Gewalt zu finden ist und sicher genug Sünder welche geläutert werden müssen.

  • Auch in Paris gibt es Problemviertel und Bandenkriminalität. Vor allem in den Armenvierteln im Norden ist dies deutlich zu spüren. Nach einer kurzen Suche findet man diese Vietel aber recht schnell und kann dort sicher Probleme finden oder lösen, je nach Sichtweise.

    Aber auch im Stadtzentrum gibt es Verbrechen. Geldwäscher, Mafia-Clubs oder Zwangsprostitution sind mit etwas genauerem Hinsehen zu finden.

    Sophie indes bemerkt davon erstmal nicht viel. Sie ist so direkt, dass sie nur offensichtliche Aggressionen und Gesetzesüberstretungen wahrnimmt. sie kann zwar nut nachforschen und bei Interesse auch sicher Geldspuren verfolgen und Verbrecher ausfindig machen, aber noch mehr Ärger möchte sie sich heute nicht aufhalsen. Sie sieht dem jungen Mann nach. Salvatore, ein junger Künstler. Sie sollte seine Karriere verfolgen. Er könnte interessant werden. "Dann ab zurück ins Hotel." Und da Sophie nicht müde wird und auch keine ERschöpfung verspürt, läuft sie die 14 Kilometer einfach zurück. Auch wenn es bis spät in die Nacht dauert.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Maeve kommt gerade aus einem dieser gemütlichen Bistros und zieht sich ihren Blazer an, als sie die Straße betritt. Die roten Locken nach hinten und unter dem Blazer herausstreichend sieht sie sich kurz auf der Straße um und versucht sich etwas zu orientieren. Sie war zwar nicht das erste Mal in der Stadt, aber in dieser Ecke war sie davor noch nicht gewesen. Irgendwo musste es doch zur Metro gehen. Suchend schaut sie auf die Straßenschilder, bevor sie kopfschüttelnd aufgibt und in Richtung der zwei erstbesten Leute steuert, die sie gerade sieht. Natürlich war ihrem Smartphone schon heute Nachmittag der Akku ausgegangen und sie hatte es erst heute Abend geschafft einen Adapter zu kaufen. Woher sollte man denn auch immer wissen, dass die Europäer einfach andere Stecker besaßen. Gut vielleicht hatte sie ihn einfach auch vergessen, aber das spielte schlussendlich auch keine Rolle. Glücklicherweise hatte sie sich von den Kollegen entschuldigen können, denen es nur darum ging mit ihre wissenschaftlichen Ergebnissen oder noch schlimmer ihrem Reichtum zu protzen.

    Der junge Mann rannte plötzlich los und die Frau ging in die andere Richtung davon, so dass Maeve schon abdrehen wollte. Glücklicherweise hat er jedoch den Bus verpasst.


    So geht sie auf den jungen Mann zu, der gerade den Bus verpasst hat, das Namenschild, das immer noch am Blazer steckt, weist sie als Dr. O’Callaghan aus. Das Symbol darauf, deutet darauf hin, dass es sich um irgendein medizinisches Treffen gehandelt haben muss, auf dem sie das Namensschild bekommen hat. Ihre Absätze kündigen sie schon ein paar Schritte vorher an, bevor sie auch nur die Bushaltestelle erreicht hat. Vor Salvatore steht nun eine recht hübsche junge Frau, Mitte zwanzig und schenkt ihm ein freundliches Lachen.

    „Excusez moi, monsieur,“ begrüßt sie den Mann mit einem leichten Akzent.

    Fear cuts deeper than swords.

  • Zu seinen Schuhen gebäugt und noch heftig am atmen merkt Salvatore nicht das er gemeint ist. Er versteht zwar kein Französisch aber er hört es heraus das dies wohl eine Frage oder eine höfliche Anrede sein muss. Als er sich aufrichtet und merkt wie nahe die junge hübsche Frau ist macht er einen kleinen Schritt zurück. Keuchend fragt er sie "English? No French please." Er bemerkt ihr Namensschild, vielleicht eine Amerikanerin, irische Wurzeln vielleicht, sicher eine Flüchtlingsfamalie damals so wie es heute noch die Mexikaner sind für die Amis. Er bemerkt ihre roten Haare und ihm fällt ein das noch keine Frau in seinen Comics rote Haare hat, dabei kommt heutzutage in jedem Anime eine heisse feurige Frau mit solch Haaren vor.

  • Maeve wirkt für einen Moment irritiert. Konnte man nach 20 Metern außer Atem sein? In dem Alter? Sie selbst wirkt aus der Nähe definitiv durchtrainiert, nicht muskulös im engeren Sinne, eher wie eine Leichtathletin oder Läuferin.



    Dann nickt sie und lächelt und wechselt ohne Probleme ins Englische. Für jemanden, der die Sprache besser kennt definitiv Amerikanisch mit einem Bostoner Einschlag.

    "Ahh Entschuldigung. Ich hatte sie für einen Franzosen gehalten und wollte eigentlich nur fragen, ob sie sich hier etwas auskennen. Mein Akku ist leer und ich suche die nächste Metro. Oder altenativ eine ehrliche Bar ohne Medizinergerede. Sie können mir nicht durch Zufall mit einem von beiden aushelfen?"

    Fear cuts deeper than swords.

  • Also für einen Franzosen ist er noch nie gehalten worden. Er schüttelt nur den Kopf. "Bin heute zum ersten mal in Frankreich und habe mich im Bus verfahren. Muss nun wieder irgendwie zurückfinden. Kenne also auch keine Bar hier. Eine Metrostation habe ich hier in der nähe noch nicht gesehen. Tut mir leid." Die Entschuldigung hört sich sehr wehmütig an, so als ob er sich dafür die Schuld gibt.

  • Jetzt muss Maeve lachen, ein ansteckendes volles Lachen. "Das nenne ich jetzt Schicksal. Sie sind also Tourist und haben sich verfahren? Wo wollten sie denn hin?" Sie deutet mit dem Kopf auf die Bushaltestelle und den dort aushängenden Plan. "Hier zu warten macht wenig Sinn, der nächste Bus komm in einer Stunde..."

    Fear cuts deeper than swords.

  • Salvatore nickt schüchtern. "Das Schicksal meint es selten gut mit mir aber selbst im dunkelsten Schatten muss es Licht geben. Ich kam gerade von einer Messe und bin im Bus eingeschlafen, wollte eigentlich nur in ein Hotel oder ähnliches." Dann schaut er sich hier etwas um, überall viele Menschen die weggehen wollen, sich besaufen, tanzen, die Nacht zum Tage machen und er mitten drin doch er hat eine ganz andere Art etwas actin zu erledigen. Immerhin muss er auch weitere Ideen für seine Comics sammeln.

  • Jetzt muss Maeve den schmunzeln. "Bei uns sagt man, dass man an seinem Schicksal wächst. Wenn man keine Herausforderungen bekommt, dann kann man sich beweisen. Wer würde denn die Geschichten von Cuchulain hören wollen, wenn er keine Hindernisse hätte überwinden müssen." Sie legt den Kopf leicht schief und betrachtet ihn aus ihren grünen Augen, bevor sie lächelt. "Aber manchmal können wir dem Schicksal ein Schnippchen schlagen. Haben sie Lust mich auf einen Drink zu begleiten? Manchmal soll das Schicksal ja auch interessante Bekanntschaften ermöglichen..."

    Fear cuts deeper than swords.

  • "Cuchu...wer?" Vermutlich irgendein französischer Held wie König Arthur oder dem Nikolaus, denkt sich Slvatore. Da er nichts anderes vor hat nickt er ihr wortlos zu. Ein "gerne" kommt dann nach einer Weile aus seinem Mund heraus. Er lässt ihr den Vortritt und lässt sie vorauslaufen.

  • "Ich würde vorschlagen, wir gehen einfach in diese Richtung. Irgendwann wird schon eine nette Bar oder ein Taxi auftauchen, das uns zu einer netten Bar fahren kann. Ich bin übrigens Maeve O'Callaghan" meint sie mit guter Laune auch wenn sie wohl etwas irritiert ist, dass er Cuchulain gar nicht kennt.

    "Cuchulain war ein großer, irischer Held, der von den Tuatha mit unfassbaren Gaben ausgestattet wurde und mehr Heldentaten vollbrachte, als Herkules," erklärt sie kurz wer diser ist oder besser war.

    "Auf welchem Kongress waren sie denn," fragt sie dann nach, während sie scheinbar zielsicher in eine Seitengasse abbiegt, die ihr zumindest von der Richtung her verspricht sie näher an ihr Hotel zu bringen.

    Fear cuts deeper than swords.

  • "Tustha? Sind das die Irischen Götter ähnlich wie die im Olymp bei den Griechen?" Fragt er und zeigt damit das er keine Ahnung von der irischen Mythologie hat. "Ich war auf einer Comic Convention, ich bin Comic Buch Zeichner, ähnlich wie Marvel oder DC." Jetzt merkt man eher das dies sein Fachbereich ist. Allerdings ist sowas nicht jedermanns Sache.

  • "Wie die griechischen Götter? DieTúatha Dé Danann?" Sie schüttelt den Kopf. "Nein. Es gibt vielleicht auf den ersten Blick Ähnlichkeiten. Schon der Begriff Gott ist nicht immer zutreffend, auch wenn sie Kinder einer Göttin sind," erklärt sie weiter. Gut Irland war nun nicht das Zentrum der Welt, aber die beiden gleichsetzen war dann doch ein wenig... mutig.

    "Sie sind also Zeichner? Sie zeichnen so etwas wie Superman, oder?" nennt sie den erstbesten und wenn sie ehrlich ist auch einen der wenigen SUperhelden von dem sie mehr als den Namen kennt. Auch wenn der Film wirklich scheußlich war, bei dem er sich mit Batman geprügelt hat...

    Fear cuts deeper than swords.

  • "Also eher sowas wie Robin Hood oder Sankt Patrick der Irland von den Schlangen befreite?" Salvtore hat echt keine Ahnung von den Iren sonst. "Ja so in der Art kann man sagen ja." Auch wenn Salvtore überhaupt kein Fan von Superman ist weil er so ein Klischeeheld ist, genauso wie Cpt. America. Beiden gehen weiter durch die dinklen Straßen und gelangen dann nach ekner Weile an ein kleines Restaurant mit einer Bar und einer Barista.

  • Sie schüttelt den Kopf. "Nein, das trifft es noch weniger. Es sind die alten Helden und Götter des Landes. Es sind Krieger, Barden, Druiden und Weise des Landes. Aber sie sind auch den Menschen näher als es die Götter des Dodekatheon je waren." Irgendwie klingt das bei ihr, als glaube sie wirklich daran, dass diese Sagengestalten existieren...



    Bei seiner Antwort legt sie den Kopf schief. "Hmm, was zeichnen sie denn dann? Das klang ja eher so, als läge ich meilenweit daneben?" fragt sie, während sie sich einen Platz in der Bar geben lässt. "Einen Rotwein für mich und für ihn...", würde sie ihn einladen.

    Fear cuts deeper than swords.