Schicksalsfäden [WoD - Scion]

  • Und Sophie ist um die nächste Ecke verschwunden. Sie ist frustriert und über ihr eigenes Verhalten enttäuscht. Als Opfer muss der Briefkasten herhalten, der neben ihr auftaucht. Ihre Faust findet das gelbe Blech und drückt es bitterböse ein. Der Obdachlose Bettler, der hier über einem Metroschacht schläft, fällt aus allen Wolken und schreckt hoch. Aber sophie beachtet ihn nicht, geht einfach weiter und hofft, dass ihre Wut sich legt. Sie googled etwas herum und sucht sich einen Ort in Paris, der verlassen genug ist, damit sie dort randalieren kann. Sie bevorzugt zwar friedliche Methoden und vor allem intelligente noch dazu, aber manchmal geht ihr Temperament einfach mit ihr durch.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • "Herzchen, ich trete nicht auf. Für was hältst du mich bitte? Wir gehen uns ein bisschen amüsieren." meint er mit einem ungläubigen Lachen. Auftreten, also wirklich. Als Model tritt man nicht auf. "Aufreizend ist da genau die richtige Art, hier 'herumzuspazieren', wie du es nennst. Als wäre das etwas Verwerfliches." Offenbar findet Sasha den Gedanken ziemlich erheiternd, dass an seinem Verhalten oder seinem Aussehen irgendetwas unpassend sein könnte. Was für eine absurde Vorstellung.

    ‘Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?’ he asked.
    Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.’

    [quote]
    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • Salvatore del Hernandez ist als das zu kennen was man heutzutage als Nerd bezeichnen würde, Dicke große Brille, schmal gebaut und nicht gerade sportlich und ein Außenseiter. Früher wurde immer nur gemobbt und gehänselt und das nicht nur weil er ein Waisenkind ist das auch noch einen Migrationshintergrund hat, auch wenn niemand dies genau bestimmen kann woher er eigentlich stammt. Seiner Hautfarbe und seinen Gesichtszügen hat man Mexiko vermutet allerdings ist er in Deutschland aufgwachsen, einem Land in dem der Rassenhass gerade wieder im Vordergrund gerät. Darum ist es nicht all zu verwunderlich das er dann in eine Fantasiewelt eingetaucht ist in der die Außenseiter die stärkeren sind, wenn die Mutanten die Guten sind und das Böse bekämpfen, Böses das überall in der Welt verteilt ist. Ja Comics haben es ihm angetan, so sehr dass er selber anfing Comics zu zeichnen und gar regelrechte Geschichten zu schreiben, ähnlich wie seinem Vorbild Stan Lee oder Neil Gaiman. Aber er hat auch gemerkt das überall wo Schatten ist auch Licht sein muss, nach jedem Regen irgendwann wieder die Sonne scheint und das Pech und Glück sich immer wieder wiederholen. All die Wut und den Hass den er ertragen hat kann er nun endlich bekämpfen und sich rächen, die Welt besser machen. Auch wenn er nun immer ein Außenseiter sein wird, aber er ist ein mächtiger Außenseiter nun. Zumindest seit ihn sein Vater auf einer Comic Con gefunden hat, er hat selber ein Comic Buch entworfen, welches genau das Leben von Salvatore darstellt bis ins kleinste Detail, allerdings waren die letzten Seiten leer und er solle sie selber weiter zeichnen wurde ihm gesagt, er solle das Buch mit seiner eigenen Geschichte füllen, einer Geschichte eines Sohnes eines alten vergessenen Gottes. Inzwischen ist er in Paris da dort ebenfalls eine Comic Con stattgefunden hat und er dadurch Werbung für seinen eigenen Comic machen kann, Ideen sammeln und vorallem weil er dort unter gleichgesinnten ist, abgesehen von seinen göttlichen Fähigkeiten.


    Die Messe ist vorbei und er verlässt glücklich das Gelände und fährt dann mit dem Bus wieder in Richtung seines Hotels. In seinem Rucksack befinden sich einige Bücher seiner Sammlung, welche nun mit Autogrammen beschrieben sind, teils von Schauspielern teils von Autoren. Ja die Marvel und DC Reihe hat sich ganz schön gemacht, die Filme laufen sehr gut und sprechen nun auch deutlich mehr Menschen an als früher. Wobei er Spiderman immer noch scheisse findet da ihm dies zu kindlich ist, allerdings kann er mit den X-Men und Cpt. America aber auch nichts anfangen. Batman ist cool allerdings war der Cat Woman FIlm schlecht auch wenn Frauen in Lack immer gut ankommen eigentlich. Ah ja Frauen... mit denen klappt es als schüchterner junger Mann mit mitte 20 auch nicht so richtig. Er ist einfach zu still, weiss nicht was er mit ihnen reden soll und so. Allerdings kann er mit seinen Gaben die Frauen dennoch kontrollieren, mit Hilfe seiner Augen. Allerdings mag er mehr die reiferen älteren Frauen, welche mit Erfahrung, Ecken und Kanten und Falten im Gesicht die eine eigene Geschichte erzählen und Augen in denen man sich verlieren kann. Ja Slavatore hat einen Augenfetisch könnte man so sagen. Und das nicht nur weil er immer einige Augen dabei hat sondern weil er findet das Augen etwas mystisches haben, man kann sich in sie verlieren wie in einem großen Blauen Meer oder direkt einem in die Seele blicken ob jemand gut oder böse ist. Durch die Mimik der Augen kann man lieb wirken aber auch Böse und gemein aber auch geheimnisvoll. Während der Fahrt beobachtet er gerne die anderen Menschen die mit ihm mitfahren, schaut ihre Augen an, denkt sich Geschichten aus über ihr Leben und was sie den Tag über gemacht haben. Er spinnt seine eigenen Geschichten zusammen, baut seine eigene Welt auf und verläuft sich dann in dieser. Seine Augen fallen zu.


    Als er wieder aufwacht merkt er das der Bus schon zu weit gefahren ist. Schnell springt er auf die Straße und schaut sich um. Er weiss nicht wo er ist, er kann auch kaum französisch und vorallem ist er schwach und angreifbar. Auch wenn er etwas mächtiges ist so hat er dennoch Angst, Angst die er nicht hat wenn er der Sandmann ist, Sein Alter Ego aus seinem Comicbuch, ausgerüstet mit der Macht seiner geschlachteten und blutgetränkten Vorfahren die ihm nun helfen. Er wandert auf dem Fußweg entlang und versucht im Licht zu bleiben, sein Rucksack schnürt er enger an seinen Rücken, vor Angst das ihm dieser geklaut wird. Ihm kommen viele Menschen entgegen teils betrunken teils sehr freizügig angezogen, er vermutet das er nun in der Nähe einiger Clubs sein wird. Allerdings hat er auf diese Art von Party keine Lust, seine Musik wird hier vermutlich eh nicht gespielt. Und auf Konversationen und Alkohol hat er auch wenig Lust. Hunger hat er ja, er würde am liebsten ein blutiges Steak gegrillt verspeisen so blutig das es beim Reinbeissen an seinen Zähnen entlang läuft. Ja so mag er ein Steak schön lutig und außen eine schwarze Kruste vom Feuer und dem Rauch. Allerdings wird er dieses hier nicht bekommen wie er vermutet.


    Er läuft die Straßen weiter entlang. Überall laute Geräusche und Dreck der hier achtlos weggeworfen wurde.

  • Nach weiteren kalten Atemzügen hat sich die junge Frau beruhigt und sich gefangen. Sie beschließt, lieber ihrer Natur freien Lauf zu lassen, statt Dinge zu tun, die sie später bereuen würde. Sachschaden zum Beispiel. Alles nicht so im Sinne ihrer Mom. Tiefe, schwere Atemzüge glätten ihre Temperament-Wogen und sie beruhigt sich. Einfach neue Probleme angehen und neue Lösungen finden. Darin war sie schon immer ziemlich gut. Unkonventionelles Denken hat ihr schon so manches Lob eingefahren. Und am besten kann sie sich darin austoben, wenn sie das tut, was sie am besten kann: Fantasievoll zeichnen. Zum Glück hat sie einen Block, einen Stift und genug Zeit und Kreativität im Gepäck. Der Louvre ist auf den ersten Seiten gezeichnet, naturalistisch, so wie sie ihn wahrgenommen hat. Jetzt wird es Zeit, was abgefahrenes zu machen, was total verrücktes. Schätzchen, dieses Wort regt sie noch immer auf, aber sie nimmt diese Wut und steckt sie in ein fiktives Bild, das sie sich im Gedächtnis einspeichert. Nun gut, Sophie ist gekonnt genug es auch sofort aufs Papier zu bringen. Wieso eigentlich nicht?


    Was niemand weiß, ist, dass sie im Internet eine sehr große Präsenz aufgebaut hat. Sie ist Künstlerin und veröffentlich auf diversen Plattformen ihre Kunst, ja sie nimmt sogar Auftragsarbeiten an und verdient somit ihren Lebensunterhalt. Sie braucht nur ein paar Stichpunkte und schon hat sie ein Bild im Kopf und am ende ist es meist besser, als der Auftraggeber erwartet hat. So hat sie vermutlich auch dem ein oder anderen Web-Comic-Zeichner unter die Arme gegriffen. Allerdings das wahrscheinlich schon vor Monaten und sie hat nur im Hinterkopf etwas von einer Convention im Kopf. Gedankenverloren wie sie ist schlendert sie mit ihrem Block auf dem Unterarm, den Stift in der anderen Hand voran und zeichnet ein skurriles Bild. Für diese Art der Grafik wurde sie in der Szene bekannt: Sich im Bild verformende 3-Dimensionale Blickwinkelverschiebung. Unglücklicherweise hat sie dabei auch Musik im Ohr und vergisst ihre Umgebung, was durchaus dazu führen kann, dass sie manches mal ein Straßenschild schneidet oder einen Passanten fast umrempelt. Nicht ihre Sinne sind es, die Schlimmeres verhindern, mehr ihre Reflexe, die sie shcnell reagieren lassen. Und immer entschuldigt sie sich geistesabwesend.


    Doch irgendwas stimmt mit ihrem Bild nicht und da in ihr auch so etwas wie eine Perfektionistin steckt, reißt sie das Blatt ab und wirt es in einen Mülleimer, der am Straßenrand steht und sie beginnt ein neues Bild. Sie kann Wochen mit dieser Arbeit zubringen, ohne auch nur einen Augenblick zu schlafen.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • "Ich kenn mich mit sowas nicht aus, ich habe keine Ahnung wer oder was du bist, Schneeweißchen. Immerhin arbeite ich für meinen Lebensunterhalt und verdiene meine Brötchen nicht als Influencer für Teenage-Hungerkünstler."

    Zumindest wenn der Chef sie läßt, ein geordnetes Arbeitsverhältnis ist ja in ihrem Job immer so eine Sache, gerade wenn man den 'Nebenjob' noch mit einbezieht. Nicht, daß sie sich mit Models wirklich auskennt, aber wirkliche Arbeit ist das für sie nicht. Sie taxiert ihr gegenüber noch einmal und ist sich sicher, daß Madame in ihrem Leben noch keinen Monat mit den Händen gearbeitet hat. Oder das so gut verstecken kann, daß sie's selber vergessen hat. Ach ja, Vorurteile sind was schönes !


    "


    ROMANES EUNT DOMUS !

  • Es findet ein zusammenstoß statt zwischen Söavatore und der Frau. Er wird wie üblich keines blickes gewürdigt. Eine abwesende Entschuldigung kam zwar aber das ist alles. Er sieht noch wie sie einen Zettel zerknüllt und in den Müll wirft. Neugierig wie er ist sammelt er das Papier auf und schut es an, es ist eine Zeichnung, eigentlich sogar eine gute. Ihr Stil gefällt ihr, und sammler wie er ist läuft er ihr schüchtern hinterher.


    Irgendwann hat er sie eingeholt und tippt ihr schüchtern auf die Schulter. "Entschuldigung aber sie haben da was schönes Verloren" sagt er ihr als sie sich umdreht. Er starrt ihr in dem Moment der stille tief in die Augen und wartet auf eine Antwort.

  • Braune Augen, voller Temperament und Feuer kommt aus ihrem Traum und schauen auf Salvatore. Egal in welcher Sprache er spricht, Sophie kann darauf antworten. "Bitte? Ach das Bild. Nein, es war fehlerhaft. Hier ist die aktuelle Version." Sophie hat keine Berührungsängste und nimmt die Menschen erstmal ganz normal hin, wie sie eben sind. Sollte man sich respektlos verhalten oder aber ihren Idealen etwas entgegenlaufen, dann kann sie dennoch sehr wütend werden. Und sie ist ehrlich. Ihre Augen zeigen eine tiefe Ehrlichkeit, die so selten zu finden ist. Sophie muss nicht lügen. Sie ist charmant. Vielleicht nicht die Art Frau, die Salvatore attraktiv finden würde - und umgekehrt ist es sehr wahrscheinlich genauso - aber sie hat eine charmante Art die einen irgendwie aufheitern kann; ungefähr wie ein feuriger Sonnenaufgang im Frühling. "Wenn du magst, dann behalte es."

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  • "Honey, für seinen Lebensunterhalt arbeiten zu müssen ist keine besondere Leistung. Ich arbeite auch, der Unterschied ist, dass ich besser bezahlt werde als du. Und in besseren Kreisen verkehre." Ahhh, immer diese Proletarier, die so stolz auf ihre Arbeitsmoral sind. Was finden die nur daran, sich Tag für Tag in einem schlecht bezahlten Job abrackern zu müssen und dann noch nicht mal ordentlich Spaß haben zu können, weil allein das passende Outfit darüf mehr kostet als ein Kleinwagen? Wie kann man so glücklich sein? Das ist eine Sache, die Sasha wohl für immer unverständlich sein wird. Was meint die überhaupt mit 'ich habe keine Ahnung wer oder was du bist'? Wohnt die unter einem Stein oder was? "Aber da du ja offensichtlich nicht weißt, wer ich bin, will ich dich armes, unwissendes Ding mal aufklären. In der Modebranche kennt man mich als Sasha."

    ‘Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?’ he asked.
    Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.’

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    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

  • Still nickt er und steckt dann das Bild wieder ein und antwortet noch "Danke" auf Französisch. Auch wenn er sonst nur deutsch oder Englisch spricht. Allerdings ist ihm diese nähe schon etwas zu sehr unangenehm ist. Wird Zeit dad er wieder in Ruhe zu seinem Hotel kommt. Schüchtern fragt er sie auf Englisch "magst du dann ein Bild von mir haben?" Er geht einen kleinen Schritt nach hinten. Nein attraktiv würde er sie nicht finden dafür ist sie ihm zu jung aber selbst er weiss das man sowas keiner Frau sagt. Er wühl dann in seinem Rucksack herum und hält ihr dann ein Bild hin.

  • Wie, als wenn ein Schalter umgelegt wird, weicht jede Wärme aus Sophies Augen. Eiskalte Wut macht sich breit. Sie ist sonst immer sehr schnell jähzornig und voller Feuer, diesmal aber ist es anders, schlimmer, grausamer. Sie schließt die Augen und atmet durch. Als hätte er es nicht besser machen können, um DEN wunden Punkt zu treffen, den andere längst nicht mehr anpeilen, weil sie ihre Rache fürchten. Was ein Bild alles auslösen kann... "Ein gutes Bild... Aber es ist... Ich kann es nicht annehmen." Sie hasst Zeus. Mehr als alles andere auf der Welt. Er ist der Grund, wieso ihr Leben den Großteil der Zeit nicht das Beste war. Er ist der Grund, wieso ihre Mutter sich... Und er wird es sein, der ihren Zorn abbekommen wird. Wer auch nur einen Hauch von Menschenkenntnis aufbringt und ein wenig nachdenken kann, merkt, wie sehr ihr allein die Erwähnung und das Bild an die Nieren geht. Ihre Faust scholießt sich um den Bleistift und bricht ihn wie einen trockenen Ast entzwei. Und sie zittert, nicht vor Kälte...

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  • "Verstehe wenn es dir nicht gefällt." Er nimmt das Bild zurück und steckt es wieder weg. Er weiss nicht was er falsch gemacht hat aber er hat wenig mit anderen Personen zu tun gehabt. Also macht er sich wieder auf den Weg ins Hotel.

  • Jetzt tut er ihr irgendwie ja leid. "Aber du kannst gut zeichnen. Du hast Talent...", ruft sie noch nach. Und Sophie steht da und fühlt sich wütend und scheiße zugleich.

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  • Er dreht sich nochmal zu ihr als er ihre Worte hörte. Und läuft sehr langsam und ängstlich zu ihr hin."findest du? Was ist dann das Problem?" Fragt er nun sehr ängstlich

  • "Das Motiv... Ich mag es nicht. Ich mag IHN nicht. Also zeus. Wusstest du, dass er ein Massenvergewaltiger ist?"

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  • Er schaut sie etwas sehr seltsam an. "Ja mir ist sein Mythos durchaus bekannt." Er vermutet nun das sie vielleicht selber durch eine Vergewaltigung entstanden ist.

  • "Bleiben wir dabei, ich hasse ihn. Wenn du ein anderes Bild hast, das du mir geben möchtest, nehm ich es gerne an. Ich pack es auch gern auf meine Seiten. Wenn du möchtest." gut, das ganze hatte sich doch etwas entspannt. Zeus nicht zu sehen ist irgendwie schon ausreichend, um sie wieder etwas menschlicher zu machen.

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  • Langsam öffnet er seinen Rucksack und denkt sich wie man nur eine Zeichnung eines nicht existierenden Gottes hassen kann. Wer weiss wie viel davon wirklich stimmt aus den Geschichten. Dann blickt er sie traurig an. "Nein alle anderen Zeichnungen sind schon weg durch die Autogramme die ich gegeben habe." Er ist nun sehr zurückhaltender vielleicht sogar etwas noch ängstlicher als zuvor.

  • "In anderen Kreisen. Ob die wirklich besser sind, ist ganz klar Auslegungssache."

    Sie verzieht etwas geringschätzig das Gesicht, als Sasha sich ebenso vorstellt, als wäre damit alles geklärt und als ob sie deshalb sofort wissen müßte, wer ihr gegenüber jetzt eigentlich genau ist. Was ganz klar nicht der Fall ist. Helena hat immer noch keine Ahnung, wer das da jetzt ist, und so richtig interessiert sie das auch nicht. Ist nicht ihre Welt und wird es auch nie sein. Gerade auch weil Schneewittchen dort ihrer Meinung nach keinen wirklich produktiven Beitrag zur Gesellschaft leistet. Das einzige, was sie offenbar gemeinsam haben, ist wohl, daß ihnen beiden ziemlich egal ist, was andere über sie denken, und selbst da ist sie sich nicht völlig sicher. Sie täuscht nicht einmal vor, überlegen zu müssen.

    "Übrigens, Sweetness, sich nach zwei Minuten der Bekanntschaft bereits ein Urteil über jemandes Intelligenz erlauben zu wollen, spricht nicht gerade von eben selbiger. Hab ich mal irgendwo aufgeschneppt. Dein kleiner Heimvorteil in allen Ehren, aber das ist kein grund, hier wie auf einer Wolke der Halbgöttlichkeit durch die Straße zu schweben. Würden wir uns hier über Benzodiazepine unterhalten, denke ich kämst du schnell ins Schwimmen, aber damit dir so eine Verlegenheit nicht passiert, bügelst du Leute lieber schnell ab, oder ?"

    Obwohl ihr Englisch recht brauchbar ist, merkt man gerade bei den Benzodiazepinen schnell, daß dies nicht ihre Muttersprache ist, da sie das Wort zwar schnell auf die Reihe bekommt, es aber recht eigenwillig ausspricht.


    ROMANES EUNT DOMUS !

  • "Macht nichts. Schick mir einfach eins per Mail." Sophie nimmt den halben Bleistift und schreibt auf einen Zettel ihre Mail Adresse. Ein Kanadischer Host und vor dem AT steht brightfirebird. "Schreib einfach in den Betreff, dass es von dir kommt, sonst landet es in meinem Spam. Wie heißt du eigentlich? Sonst macht das ganze ja keinen Sinn." Sophie hasst sich dafür, dass sie immer so schnell wütend wird, aber auch dafür, schnell wieder runterzukommen. Nie kann sie was auf lange durchhalten. Selbst wenn sie es sich vornimmt.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Beim Wort Halbgöttlichkeit stiehlt sich ein ziemlich amüsiertes Lächeln auf Sashas volle Lippen. Wenn die nur wüsste, wie recht sie damit hat... "Touché, Darling. Allerdings würde ich mir doch nie ein Urteil über die Intelligenz eines fleißigen Arbeitsbienchens erlauben. Dein Wissen über Chemie ist schön und gut, aber weder mein Metier noch Teil meiner Interessen. Du würdest dich mit mir ja auch nicht über Freud und Rorschach unterhalten wollen, oder liege ich da falsch?" erwidert er süßlich. Anscheinend ist er ihren Angriffsversuchen gegenüber völlig unempfindlich.

    ‘Are you deliberately collecting animated heads, Johannes?’ he asked.
    Cabal frowned, then accepted the point. 'Not deliberately. It just happens.’

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    The Brothers Cabal, Jonathan L. Howard

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