Mord durch Helden, welche Konsequenzen?

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  • BardDM :


    Prinzipiell haben wir vor Jahren schon beschlossen, dass wir versuchen, die meisten Situationen konsequent durchzuspielen. Der Helden-Status an sich schützt also nicht vor dem Funktionieren der Dinge in der aventurischen Wirklichkeit. Das muss den Spielern natürlich klar sein, sonst kann es frustrierend werden.


    Zwischen der "Katastrophe" und dem "Nachspiel" war fast ein Monat Pause. Ich habe jedem Spieler einen kurzen Überblick gegeben, was aus aventurisch-rechtlicher Sicht zu erwarten ist und die Spieler gebeten, sich demnach vorzubereiten.


    8 Stunden lang wurde dann in der Folgesitzung das Nachspiel gespielt!

    Bei einem Charakter war die Sache recht schnell klar (Hexer). Der Spieler wusste auch schon nach direkt nach der Katastrophe, was geschehen würde. Bei ihm ging es weniger um das Ausscheiden des Charakters aus der Gruppe, sondern um eine mögliche Flucht, um den Charakter zumindest als NPC irgendwann noch einmal auftauchen zu lassen. Dafür hat er sich aber dann zu dumm angestellt (bzw. war wieder zu impulsiv - IT!!!)


    Der Spieler des Kor-Geweihten hat noch versucht, sich auf seinen Söldnervertrag zu berufen. Ihm war aber klar, was das alles für Folgen haben konnte und als dann der externe Kor-Geweihte, der in solchen Fällen ja anwesend sein muss, noch seinen Respekt für den guten Kampf geäußert hat (der Blick des Herzogs war vermutlich Dukaten wert, als das geschehen ist), war dem Spieler eigentlich endgültig klar, was geschehen wird. Und er entschied sich, den Kor-Geweihten konsequent zu spielen - er ist lachend in den Tod gegangen.


    Der letzte Spieler hat wohl bis zuletzt versucht, sich herauszureden. Dabei hat er bzw. der Charakter sich immer weiter in Lügen verstrickt und ist letzten Endes an der Folter gebrochen. Er hat um 3 Uhr morgens (OT) gestanden. Seine Hinrichtung war dann wohl ein Paukenschlag, der auch am Spieltisch die wohl größte Wirkung hatte. Aber in einem Gespräch danach hat sich ergeben: im positiven Sinne. Sie hätten es wohl (trotz unseres Anspruches eben genau diesbezüglich) nicht für möglich gehalten, dass ich es durchziehe. Das 8 Stunden lange Exempel war dann Tage lang noch Gespräch in der Whatsapp-Gruppe bzw. in Einzelgesprächen. Frust kam eigentlich nicht auf, eher Faszination wegen der Wirkung der letzten Sitzung.

  • Respekt wers selber macht....

    Nietsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sahe ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.