Offenbarung des Himmels

  • "Weil es im Wald vielleicht doch die eine oder andere giftige Pflanze gibt, und sei es nur den ordinären Fliegenpilz. Und auch das will behandelt sein." antwortet Garulf ruhig auf Daradorias wütenden Ausbruch.

  • "Flora sei es denn!", nickt er der Elfe zu.

    Seine Wut schien ebenso schnell verflogen wie sie gekommen war.

    "Hm, zu diesem Schnikschnak morgen früh werden doch wohl alle erscheinen? Nun, dann haben wir gleich alle beisammen und müssen sie nicht einzeln ablaufen, das ist wohl wahr. Mir ists einerlei."

  • Großartig.. Zwei gegen zwei und sie war wohl das Zünglein an der Waage. Sie erinnert sich an die Führung ihres alten Weibels zurück: Vertraue deinen Leuten, dann vertrauen sie dir."Flora, Korgrimm. Seid ihr euch sicher, dass ihr uns sicher durch den Wald führen könnt? Wenn es sich tatsächlich um Meteoreisen handelt, habe ich ein ganz ungutes Gefühl bei diesem Diebstahl. Aber es hilft uns nicht, wenn wir uns im Wald verlaufen." Ihr Blick ruht ruhig auf den beiden ungleichen Geschöpfen an der Tür.


    Autoritätsglaube fehlgeschlagen

    Das Leben ist ein Spiel!

  • "Wenn die Dunkelheit Euer Problem sein sollte, ein paar gute Laternen und es sollte keines mehr sein. Aber so dunkel scheint es mir doch noch gar nicht? Gut, die Nacht bricht bald herein, aber man sieht doch noch ganz gut? Wenn diese Elfe... Flora sich in den Wäldern so gut auskennt, wie ein Zwerg in den Stollen, sehe ich da kein Problem! Für alles weitere... ", er tätschelt lächelnd seine Axt und lässt den Satz unbeendet.

  • Garulf versucht, ruhig weiter zu reden. "Es geht mir nicht um den Weg. Der sollte nicht das Problem sein. Sondern es geht mir um das Handeln vor Ort. Das Licht von einer Laterne ist was anderes als natürliches Sonnenlicht. Ich mag nicht etwas übersehen, nur weil ich mit der Laterne nicht hinleuchte. Verstehst Du?"

  • "Das ist ein gutes Argument, Garulf.", erleichtert senkt Lana ihren Kopf in Richtung des Magiers. "Ziehen wir also morgen nach dem Praiosdienst los."

    Sie legt einen Arm um Floras Schultern: "Komm, eine Nacht Schlaf tut uns allen gut."

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Nach all dem Gerede darum erst am nächsten Morgen loszuziehen, ist sich auch die Elfe nicht mehr ganz so sicher. Als dann auch noch lana ihren Arm um floras Schulter wirft und meint, dass eine Mütze Schlaf die bessere Alternative wäre, hat sie nichts mehr entgegenzusetzen.

    "Du wirst wohl recht haben.", meint die junge Frau zur Soldatin. 'Vielleicht ist es auch besser so.', denkt sie sich. 'So wie die letzten Stunden dieses Tages für mich gelaufen sind kann es gut sein das ich mein Glück für diesen Tag bereits aufgebraucht habe.'

  • 26. Rahja

    Abends in der Taverne


    Gesagt getan, geht es dann in die Taverne, die schon recht voll ist. Anscheinend hat sich das halbe Dorf hier versammelt, nachdem es nun doch keine Drachenjagd gibt – vorerst. Irgendjemand macht ganz leidlich Musik, was allerdings für Floras Ohren eher angestrengt klingt. An einem der Tische wird gewürfelt, was Mijeskos Interesse weckt. Aus der Küche dringt das Klappern der Töpfe und Pfannen, gemischt mit lautem Fluchen, was Korgrimm bei genauem Hinhören als heimatliche Laute erkennen kann.

    Die Schankmagd Ulmina bewegt trotz der schweren Last der vielen Bierhumpen mit erstaunlicher Eleganz durch die Schankstube, was ihr – ihren langen blonden Haaren und dem Schmollmund – einige Anzüglichkeiten der Dorfbewohner, vor allem der jüngeren einbringt. Herrlich duftet der Hasenbraten mit Kloß und auch das Wildbret auf Gemüsebett ist nicht zu verachten. Die Stimmung ist gut, wozu der Angbarer Zwergenbock wohl genau so viel beiträgt, wie der Brücklbräu.


    Garulf hört nebenbei auf Geschichten, die hier vor allem im Moment von der abgesagten Drachenjagd erzählen – natürlich wird der Drache dabei immer größer und furchteinflößender, je weiter der Abend fortschreitet. In Bezug auf euer Ansinnen, hört man momentan nichts.


    (Nebenplot – nicht offiziell) So nebenbei geht die Tür immer wieder auf und der aufziehende Wind weht eine unauffällige Frau herein, die sich an einen noch freien Tisch in einer nicht ganz so gut beleuchteten Ecke setzt. – War der Tisch eigentlich vorher auch schon leer? Genau könnt ihr es jetzt nicht sagen. – Die Schankmagd serviert auch dort Trinken, doch vielleicht eine winzige Spur zu schnell. – Die Frau schaut sich im Raum um und zieht dann aus ihrem Beutel, der an ihrem Gürtel hängt, ein Kartenspiel heraus und beginnt sie ganz unaufgeregt zu mischen. Fast schon gleicht das Mischen der Karten einer Art Meditation ….. dann blickt sie auf und fixiert Flora mit einem Lächeln und einem Kopfnicken – an Garulf bleibt der Blick etwas länger hängen …

    Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche. (Ernesto Guevara)

  • 26. Rahja – Abends in der Taverne


    Den Abend über verbringt man dann bei Bier und angeregtem Geschichtenerzählen, wobei nicht wirklich klar wird, wer da wen unter den Tisch trinken will. Aber als der Wind weht und diese unscheinbare Frau die Tavere betritt, stutzt Garulf doch, da gibt es etwas das sich ihm die Nackenhaare aufstellen lässt. 'Das Gefühl habe ich oft, wenn etwas passieren wird, zum guten oder schlechten. Klar, so manches mal habe ich auch daneben gelegen und mich blamiert, aber manchmal lag ich auch richtig.' "Flora, ich kann mich täuschen, aber ich glaube, irgendetwas ist los mit dieser Frau. Was meinst Du, Dich hat sie ja ausch angeschaut." Dann zu den anderen "Nein, ich bin nicht paranoid und verdächtige jetzt jeden, der in die Taverne kommt. Aber manchmal scheint es, das ich einen Blick für Menschen habe. Einfach so."

  • 26. Rahja

    Abends in der Taverne


    Nachdem Flora doch nicht dazu gekommen war zu singen, immerhin hörte sich das musikalische arrangement mehr an wie eine gequälte Katze, blieb sie bei den anderen sitzen.

    Nun ist sie doch ganz froh nicht noch draußen rumzulaufen. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

    Als die seltsame Dame die Taverne betritt fällt auch der Blick der Elfe auf eben jene. 'Merkwürdig das zu dieser Stunde noch jemand draußen unterwegs ist.' wundert sich Flora, ihr nächster Gedanke erinnert sie dann jedoch daran, das auch der Zwerg und sie noch im dunklen hätten unterwegs sein können.

    Auf das Kopfnicken der Frau hin schnappt sich die junge Elfe dann den Magier. "Wenn dir dein Gefühl das auch sagt dann kommem wir wohl nicht drum herum sie zu begrüßen, meinst du nicht?" Flora lächelt Garulf einmal zu und zieht denn Herrn hinter sich her. "Was meinst du? Ist sie auch ein magisches Wesen?", fragt sie Garulf aufgeregt. "Hast du gesehen wie sie die Karten mischt? Beinahe so als müsste sie diese gar nicht berühren!" In ihrer Aufregung versucht Flora nicht allzu laut zu rufen, auch wenn das in ihrer Neugierde etwas schwierig ist.

    Bei der Dame angekommen übernimmt ausnahmsweise einmal die Elfe die Initiative.

    " Seid gegrüßt Herrin.", beginnt Flora. "Mein Name ist Flora Halbmond und dies hier ist Herr Garulf. Sagt, seid ihr eine Magierin?" Die Augen der Elfe fangen an zu leuchten. "Die Art wie ihr mit euren Karten umzugehen vermagt ist faszinierend." Während sie spricht kann sie die Augen nicht von besagten Karten lösen.

  • 26. Rahja

    Abends in der Taverne


    Das Essen riecht so ausgezeichnet, dass Korgrimm sich gleich beides bestellt. Und es riecht nicht nur ausgezeichnet! Das Bier läuft eben so schmackhaft wie häufig die Kehle herunter - in Garulf scheint er einen angemessenen Trinkpartner gefunden zu haben. Man könnte glatt die Ungemach der letzten Stunden vergessen, ja man könnte fast den Eindruck haben, Korgrimm sei ein kleines bisschen weniger mürrisch.

    Wenn Garulf nachfragt, wird Korgrimm einige Zwergengeschichten zum besten geben. Ganz in der Tradition der Zwerge ist es dabei gleich, ob es ein naher Verwandter oder ein Ururururahn ist - die Geschichte klingt immer recht lebendig, als sei Korgrimm selbst dabei gewesen, was zum Teil doch recht merkwürdig wirkt.

    Als Garulf und die Elfe zu der neu hinzu gekommenen Dame eilen, schüttelt Korgrimm nur den Kopf. Ja, auch er hat ein merkwürdiges Gefühl bei der Dame, aber normal hält man sich doch von Ärger fort und läuft nicht drauf zu.

    "Ich geh mal die Küche loben!", sagt der Zwerg in die Runde und steht auf um besagtes zu tun. Unterwegs klopft er auf den Tisch mit den Jungspunden, die die anzüglichen Sprüche über die Kellnerin reißen.

    "Mit dummen Sprüchen und Bier saufen hat noch keiner eine Dame gewonnen! Heldentaten gewinnen Frauenherzen!" Mit den Worten lässt er sie sitzen und klopft an den Türrahmen zur Küche "Garoschem! Wen darf man denn hier für die ausgezeichnete Küche loben?"

  • Während sich Flora und Garulf bei der Fremden aufhalten lässt Daradoria diese Kartentrickserin nicht aus den Augen. Solche Leute machen oft Ärger, geht das Glücksspiel doch oft mit dem Falschspiel - dem Betrug und der Lüge - einher. Noch mehr Schwierigkeiten können wir wirklich nicht gebrauchen sagt sie leise zu sich selbst.

  • Taverne


    Mjiesko stiehlt sich nach einer kleinen Weile in der Taverne davon in Richtung der Schlafräume, nach dem Geschwätz über Drachen ist ihm nicht wirklich nach irgendwelchen Späßen oder Glücksspielen. Und so ist es auch keineswegs verwunderlich, das der ansonsten stets lächelnde junge Mann nun eine Miene wie zehn Tage Regenwetter zur Schau stellte.

    An seinem Bett angekommen würfelte er noch ein paar Mal mit seinen Metallwürfeln vor sich hin, die Ergebnisse glichen sich immer wieder, alles war im Fluß. Und dennoch konnte er sich nun wirklich nicht vorstellen mit dieser Bande dort unten auf "Drachenjagd" zu gehen, besonders der Zwerg schien mehr als begierig darauf.

    Mjiesko zuckte schließlich mit den Schultern und beschloss drüber zu schlafen, sich morgen dann zu entscheiden ob er einfach weiter zöge, oder noch bliebe. Er war keinem hier etwas schuldig.

  • 26. Rahja

    Abends in der Taverne


    Lana genießt die ausgelassene Stimmung, die insbesondere Garulf und Korgrimm verbreiten. Froh darüber, dass zumindest für heute keine Verantwortung mehr auf ihr lastet, lässt sie sich das Bier und Wildbret schmecken und auch die Geschichten des Zwerges finden bei ihr Anklang. Die seltsame Dame in der Ecke der Schenke bemerkt sie erst durch Flora und muss aufgrund der kindlichen Neugier grinsen. Noch hat sie aber auf Taschenspielertricks keine Lust, sondern schließt sich Korgrimm an: "Eine gute Idee, Korgrimm! Das Essen ist wirklich ausgezeichnet."

    'Und wir müssen uns über deinen Eifer unterhalten gegen den Drachen zu kämpfen...', fügt sie im Stillen an.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • 26. Rahja - Abends


    Während Mijesko sich ins Bett verkrümelt und Daradoria alle und alles im Auge behält, stapfen in die Küche hinter der Theke und Flora und Garulf zu der ‚Kartenfrau‘.


    Lana und Korgrimm


    Die Türe schwingt auf und plötzlich herrscht Stille und dann tönt Korgrimm ein dunkles „Garoschem groscho.“ entgegen. Die Sprecherin der Worte ist eine dicke, mütterliche, 88 Götterläufe alte Zwergin und anscheinend die Köchin hier. „Was kann ich für euch tun.“


    Flora und Garulf


    Die Frau ist vergleichsweise alt für menschliche Begriffe und blickt amüsiert aus ihren grauen Augen, als die Elfe den Thorwaler so hinter sich herzieht. „Setzt euch meine Kinder. Ihr habt Interesse an dem, was eure Zukunft bringen mag.“ Eine Feststellung und keine Frage. „Wer möchte denn als erster was wissen?“ Währenddessen legt sie die Karten als Stapel vor sich hin.

    Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche. (Ernesto Guevara)

  • 26. Rahja – Abends in der Taverne - Flora und Garulf


    'Na, da bin ich ja mal gespannt. Manche dieser Kartenleger haben wirklich das Talent, wie man so schön sagt, und manche tun nur so.' Garulf schmunzelt. "Ich glaube, die junge Dame hier möchte den Anfang machen." 'Vielleicht kann ich ja erkennen, ob sie nur so tut als ob.' dabei zeigt er kurz zu Flora hinüber.

  • 26. Rahja - Abends

    Taverne

    Lana und Korgrimm


    "Ahhh! Na das erklärt die ausgezeichnete Küche natürlich!", ein tatsächliches Lächeln hat sich auf Korgrimms Gesicht hervor gekämpft. "Wir wollten die gute Köchin loben! Dies ist Lana, eine Soldatin, die ich hier traf. Ich bin Korgrimm, Sohn des Kagrim. Ein Vetter von Robosch! Und ich muss gestehen, Euer Essen ist einfach wundervoll!" Korgrimm scheint mit einem Mal wie ausgetauscht, als er anfängt mit warmen Worten und freundlich von dem Essen zu schwärmen.

  • 26. Rahja - Abends

    Taverne

    Lana und Korgrimm


    "Wirklich ein hervorragendes Essen!", bestätigt die Soldatin, "Euer Volk ist immer nur für das Bier und den Schnaps bekannt. Das Essen scheint man zu verkennen Zu unrecht, wie ich festgestellt habe." Sie reicht der Köchin die Hand, wenn sie nicht gerade eben diese voll zu tun hat.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • 26. Rahja – Abends in der Taverne - Flora und Garulf


    Flora lässt sich nicht zweimal bitten. "Ihr könnt also wirklich in die Zukunft blicken?", fragt die Elfe neugierig. Sie überlegt ein wenig. "Sagt..", beginnt Flora vorsichtig. "Ich bin auf der Suche nach jemandem." Sie schaut der Dame direkt in die Augen. "Ich weiß nur nicht wen und wo. Könnt ihr etwas sehen? Vielleicht auch nur das kleinste bisschen." Ob sie damit nun ihre leiblichen Eltern oder aber den Dieb dieses Abenteuers meint kann ja keiner wissen.