Kompendium II

  • keine große Sache, aber:


    Seite 20. Rahjalieb: "Person mit Vagina" ….echt jetzt? :rolleyes:

  • keine große Sache, aber:


    Seite 20. Rahjalieb: "Person mit Vagina" ….echt jetzt? :rolleyes:


    Ja, mit WdV wurde entschieden, dass man so niemanden ausschließt, da man ja eventuell einen Penis oder eine Vagina haben kann, sich aber nicht als Frau oder Mann identifiziert oder doppelgeschlechtlich ist. Daher wird das in Zukunft so beschrieben werden.

  • Ja. Ok. So langsam reicht`s mir. Ich hatte so was genderpolitisches schon vermutet. Ich glaub, da hab ich absolut keinen Bock drauf. Was für ein Blödsinn!!! Was ist denn dann ein Mann? Eine Person ohne Vagina oder eine Person mit Penis? Ich komm mir langsam vor wie im "Leben des Brian"...

  • Müsste es nicht Person mit Gebärmutter heißen? *kopfkratz*


    Edit: Ich finde es gut, dass DSA sich um freie Geschlechtsidentität bemüht und empfehle jedem Kritiker, sich mal damit auseinanderzusetzen. In jeder größeren Stadt gibt es Selbsthilfegruppen von Intersexuellen. Einfach mal vorbeischauen. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Faras Damion ()

  • Du sagtest bereits, es ist keine große Sache und ich glaube, wenn dieses Gender-Thema denn überhaupt ein Thema ist, zu dem sinnvolle Diskussionen geführt werden können, dann nicht in diesem Thread. :-)

    Julian Härtl und sein Blog.
    Leichen pflastern seinen Weg - Nekromant lässt Einfahrt verschönern.

  • Es gibt doch einen Baukasten. Einfach selbst basteln. Eigenschaften, Talente, LE, AT und VW steigern sich nach C (Seite 24).

    Komme 4AP

    Platz 3 Ap

    Sitz 5 AP

    In -2: -6 AP

    Körperbeherrschung -2: -6 AP

    --------

    Summe 0 AP


    "Natürliches Verhalten" würde ich nicht mit AP verrechnen. GS weiss ich nicht, wie man dass rechnet.


    Edit: Rechtschreibung...

    Machen die Kosten für Möblierung auf Seite 57 Sinn, oder ist das ein Fehler (Hausbaukosten x2)? Mir kommt das ein wenig viel vor …


    RL-Historisch gesehen waren Möbel sehr teuer.

    - Viele Herrscher haben daher Möbel regelmäßig mitgenommen in Sommer- und Winterquartier (auch wegen Heizkosten und Schimmel) aber auch wegen der Kosten. Teilweise wurden sie auch auf Reisen mittransportiert.

    - In Räumen standen viel weniger Möbel als heute.

    - Möbel waren Statussymbole.

    - Dabei ging es um Materialkosten, Arbeitszeit eines guten Handwerkers (Arbeitszeit von Trägern waren dagegen gering) und Berufsgeheimnisse.

    - Es gibt witzige weil toternste Erbstreitigkeiten um Möbel.

    ...


    Ob das in Aventurien Sinn macht, kann ich nicht gut einschätzen. Im Regelwerk sind Möbel recht günstig, z.B. die Truhe mit 18 ST. (Regelwerk 376) Und die Arbeitszeit ist auch überschaubar.

    "Eine Truhe oder einen Schrank aus Brettern anfertigen" hat ein Zeitintervall von 2 Stunden (Regelwerk 210).


    Mmh, ...



    Edit Schattenkatze: Bei kurzzeitigen Nachträgen bitte die Editierfunktion nutzen, zwei Beiträge statt dessen sind nicht gestattet.


    2 Mal editiert, zuletzt von Faras Damion ()

  • Ja. Ok. So langsam reicht`s mir. Ich hatte so was genderpolitisches schon vermutet. Ich glaub, da hab ich absolut keinen Bock drauf. Was für ein Blödsinn!!! Was ist denn dann ein Mann? Eine Person ohne Vagina oder eine Person mit Penis? Ich komm mir langsam vor wie im "Leben des Brian"...

    Naja, bei Liturgien und Zaubern die das zeitweise wechseln des Geschlechts ermöglichen, is das glaub ich schon sinnvoll. Wirst ja keine Frau nur weil n Zauber dich für einen Tag deines Penis beraubt.

  • Vielleicht habe ich bei den Hausbauregeln ja etwas überlesen, aber wie lange dauert denn so ein Bau? Ich nehme jetzt einmal an, dass er über Sammelproben abgehalten wird, auch wenn ich das Wort nirgendwo entdeckt habe. Was bietet sich da als Probenintervall an? ggf. eine Staffelung nach Komplexität?

  • Abgesehen von Spieleffekten ist es nie falsch die enorme biologische Vielfalt der realen Welt im Rollenspiel abzubilden - ein binäres männlich oder weiblich ist wissenschaftlich einfach falsch. Genauso ist es bei der selbst gewählten, gelebten Geschlechtsrolle.

    Auch wenn es kein Zentrum meiner Kampagnen ist: Ich freue mich, wenn DSA die positive Vielfalt der Welt unverkrampft in seine Welt integriert. Von einer Buchsprache, die empathisch diese Vielfalt berücksichtigt, sollte auch niemandem der Spielspaß abhanden kommen. ;)


    Edit: D-Rex1987 Sorry, zu spät gepostet. Ja, es gibt keine Regeln für die Dauer, was für mich völlig okay ist. Wer Regeln braucht, sollte vermutlich Sammelproben mit hohem Intervall benutzen. Bei nur einer Probe 1-3 Monate vielleicht. :)

    Einmal editiert, zuletzt von Uli ()

  • keine große Sache

    Ja. Ok. So langsam reicht`s mir. Ich hatte so was genderpolitisches schon vermutet. Ich glaub, da hab ich absolut keinen Bock drauf. Was für ein Blödsinn!!! Was ist denn dann ein Mann? Eine Person ohne Vagina oder eine Person mit Penis? Ich komm mir langsam vor wie im "Leben des Brian"...


    Irgendwie passen diese beiden Aussagen innerhalb weniger Minuten zum gleichen Sachverhalt nicht zusammen...


    Und da es jetzt mit dem WdV eben nunmal klare regeltechnische Möglichkeiten gibt in die Genitalanatomie einzugreifen finde ich es schon in Ordnung, sich da präzise auszudrücken. Findest du denn irgendwas an der Formulierung missverständlich?

  • Warum sind die Materialkosten für Purpurblitz auf Seite 15 in der Box? Und warum gibt es bei den Kosten für Ingredienzien QS, und bei den Kaufkosten keine …

  • Da es Inhalt des Produkts ist, finde ich schon, dass es hierher gehört. Ansonsten kann ich Uli voll umfänglich zustimmen und möchte seinen sehr schönen Satz gleich nochmal zitieren:

    Ich freue mich, wenn DSA die positive Vielfalt der Welt unverkrampft in seine Welt integriert. Von einer Buchsprache, die empathisch diese Vielfalt berücksichtigt, sollte auch niemandem der Spielspaß abhanden kommen.

    Reicher Mann und armer Mann

    standen da und sah'n sich an.
    Und der Arme sagte bleich:
    "Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich."
    (Bertolt Brecht)


  • Können wir das bitte Auslagern? Ich würde hier gerne das Produkt diskutieren und kritisieren.


    Das tun wir doch? Er kritisiert das Produkt (ziemlich unsachlich, zugegebenermaßen) und ich diskutiere seine Kritik?

  • Ich bin überrascht und erfreut, dass echt noch jemand über die Bauregeln gestolpert ist :)


    @ Möbelpreise: Mag sein, dass die realhistorischen Preise vergleichsweise hoch waren, aber in einer Welt von CALDOFRIGO-Wasserkochern bin ich für eine Reduzierung. Bei mir kostet ein stinknormaler Schreibtisch, wie man ihn heute bei IKEA kaufen könnte (nur eben massiv) etwa einen Dukat. Von dort ausgehend habe ich inzwischen einen kleinen Katalog für unsere VeG-Runde angelegt, der sich für meine Verhältnisse richtig anfühlt. Und da liege ich für die Einrichtung eines ordentlichen Junkerguts mit Haupthaus, Gesindehütte und Stall (Baukosten ohne Lehnsherrenbonus 4.188 D) bei ca. 320 Dukaten. Irgendwo zwischen 5 und 10 % von den Baukosten (exklusive Wehrmauern) sollte eine vernünftige Hauseinrichtung liegen. Für Bürgerliche eher 5 %, für Hochadlige eher 10 % und darüber. Ansonsten lägen wir für besagten Junkersitz bei 4.200 Dukaten für eine Hauseinrichtung. Das sind, selbst, wenn die Münze schummelt, 100 Stein Gold. Ich bin weder Maler noch Chemiker, aber wenn man das pulverisiert und in Farbe umsetzt, könnte man die Butze wahrscheinlich von innen und außen gleich komplett golden anstreichen und sich allabendlich hochzufrieden und voller Dekadenz auf die blanken Dielen legen.


    @ Bauzeiten: Meine extrem unzufriedenstellenden (weil nicht mit Quellen unterfütterten), aber halbwegs spieltauglichen Ansätze sind:

    • 30 Rechtschritt Bretterbau pro Tag und Kolonne
    • 10 Rechtschritt Fachwerkhaus pro Tag und Kolonne
    • 5 Rechtschritt Steinbau pro Tag und Kolonne
    • 1 Rechtschritt Wehrbau pro Tag und Kolonne

    Obergeschosse jeweils etwas langsamer, Keller ca. 4 Rechtschritt pro Tag, je nach Boden und verfügbarer Arbeitskraft.


    Ich gehe dabei davon aus, dass Baumaterial konstant angeliefert wird und ausreichend Personal vor Ort ist, um den Kram auch zeitnah zu verbauen. Spielansätze für die Helden-Bauherren wären hier z.B. die Sicherung des Nachschubs und die Gewinnung zusätzlicher Baukolonnen.

  • Einen Dukaten für einen Tisch finde ich definitiv zu wenig. Der Handwerker der den Tisch macht verdient zwischen 15 und 50 DU im Monat, und so ein Tisch ist halt nicht an einem Tag gemacht. Mal ganz unabhängig von den Materialkosten.


    Das problem, was ich sehe, ist eher, das Häuser sehr viel weniger eingerichtet waren. Betten, zwei Tischen, ein paar Truhen, Stühle, ein, zwei Wandteppiche ist für ein bürgerliches Haus oder für den Haushalt eines Handwerkers normal bis viel.

    @ Bauzeiten: Meine extrem unzufriedenstellenden (weil nicht mit Quellen unterfütterten), aber halbwegs spieltauglichen Ansätze sind:

    • 30 Rechtschritt Bretterbau pro Tag und Kolonne
    • 10 Rechtschritt Fachwerkhaus pro Tag und Kolonne
    • 5 Rechtschritt Steinbau pro Tag und Kolonne
    • 1 Rechtschritt Wehrbau pro Tag und Kolonne

    Die ersten beiden Bauzeiten kommen mir sehr schnell vor. Scheunen und andere Nutzbauten werden ja teilweise noch traditionell gebaut (bzw. wieder aufgebaut), und da von Tagen auszugehen finde ich unrealistisch.

  • Einen Dukaten für einen Tisch finde ich definitiv zu wenig. Der Handwerker der den Tisch macht verdient zwischen 15 und 50 DU im Monat, und so ein Tisch ist halt nicht an einem Tag gemacht. Mal ganz unabhängig von den Materialkosten.


    Das problem, was ich sehe, ist eher, das Häuser sehr viel weniger eingerichtet waren. Betten, zwei Tischen, ein paar Truhen, Stühle, ein, zwei Wandteppiche ist für ein bürgerliches Haus oder für den Haushalt eines Handwerkers normal bis viel.

    Gut, vielleicht habe ich auch noch viel zu sehr die alte Maßgabe im Kopf, dass die meisten Aventurier noch nie nen Dukaten gesehen haben. Das dürfte inzwischen echt hinfällig sein. Aber ob sich nun gerade ein Handwerksmeister noch mit 0815-Möbeln wie Tischen und Stühlen beschäftigt, wenn er Gesellen hat, weiß ich jetzt auch nicht. Gut, ich bin auch kein Tischler.


    Die ersten beiden Bauzeiten kommen mir sehr schnell vor. Scheunen und andere Nutzbauten werden ja teilweise noch traditionell gebaut (bzw. wieder aufgebaut), und da von Tagen auszugehen finde ich unrealistisch.

    Wobei ich mich zu der Behauptung hinreißen lassen würde, dass viel Wissen um Fachwerk inzwischen verloren gegangen ist. Im Gegensatz zu heute dürften aventurische Handwerker, die tagein, tagaus nur mit Holz und Fachwerk zu tun haben, deutlich schneller arbeiten als Rekonstrukteure heutzutage. Wenn man sich Videos von Barnraisings in den USA anguckt (gut, das Holz dafür wurde schon vorbereitet), wo ganze Scheunen innerhalb eines Tages hochgezogen werden, sind 30 m² geradezu lachhaft.

  • Wobei ich mich zu der Behauptung hinreißen lassen würde, dass viel Wissen um Fachwerk inzwischen verloren gegangen ist. Im Gegensatz zu heute dürften aventurische Handwerker, die tagein, tagaus nur mit Holz und Fachwerk zu tun haben, deutlich schneller arbeiten als Rekonstrukteure heutzutage. Wenn man sich Videos von Barnraisings in den USA anguckt (gut, das Holz dafür wurde schon vorbereitet), wo ganze Scheunen innerhalb eines Tages hochgezogen werden, sind 30 m² geradezu lachhaft.

    Vorbereiten der Balken ist ein sehr umfangreicher Teil der Arbeit, das Zusammenrufen der Nachbarn ist ja nur der Teil, wo man wirklich nicht ohne viel Helfer weiter kommt. Und auch das Dach decken ist im Mittleren-Westen sehr viel schneller gemacht, als dies historisch der Fall war.


    Und auch bei Fachwerk ist das Flechten, verputzen usw. aufwendig.