Jungfräulichkeit durch Balsam o.ä. wieder herstellen?

  • Hmm denke mal das die in Andergast eher auf das Recht der Ersten Nacht bestehen als auf die Jungfräulichkeit Perse (also weniger wegen dem "schaden") sondern eher wie wenn ein Gütesiegel noch unverletzt ist.


    Allerdings wird in Andergast eher ein Druide oder eine Hexe aufgesucht die dann dafür sorgt das etwas Blut entsteht bei der Hochzeitsnacht als eine wirlliche Heilung.


    Stelle mir den Hexenspeichel an dieser stelle auch etwas sehr seltsam dar.

  • Zitat

    Stelle mir den Hexenspeichel an dieser stelle auch etwas sehr seltsam dar.

    Es gibt da diverse "Erwachsenen-Literatur" und Verfilmungen, die auf derartige Praktiken ihren Fokus richten. Bei Bedarf kann ich dir einige "Quellen" und Recherchematerial empfehlen ... nachdem ein Altersnachweis getätigt wurde, versteht sich ;)

  • Sexuelle Gewalt halte ich für einen extrem fragwürdigen Spielinhalt. Allein aus reiner Sorglosigkeit jemand Betroffenen ist aufgrund der extrem hohen Dunkelziffer solcher Übergriffe nicht gering. Empathie und Rücksichtnahme inspirieren dazu, von der Behandlung solcher Verbrechen abzusehen, da der narrative Gewinn gering ist (s.u.) und die Gefahr groß ist, unwissentlich wie ungefragt ein irgenwie geartetes Trauma anzusprechen - bei einem Hobby, das Freude bringen soll. Ich kann mir genauso wenig ausmalen, dass diese Bespielung irgendetwas sinn- oder wertvolles zu dem Thema beitragen kann.


    Denn andererseits ist die Erniedrigung, Verletzung und Ermordung von Frauen ein abgenutztes und sexistisches Erzählmotiv, das billig für Feindbilder bei Zuschauenden und "Motivation" bei männlichen Figuren sorgen soll. Öde und nervig.

  • Ich würde das auch nicht direkt thematisieren, aber hier geht es ja mehr um die Folgen.


    Davon abgesehen ist es gerade in einem mittelalterlich angesiedelten Rollenspiel nahezu unmöglich, jegliche Situation zu eliminieren, die potenziell schlimme Erinnerungen triggern könnte, wie z. B. Krieg, Suizid, Seuchen, Folter, Mord, Flucht und Vertreibung. Zumindest indirekt wird man immer auch schreckliche Dinge thematisieren.

    "Age is an issue of mind over matter: If you don't mind, it doesn't matter." (Mark Twain)

  • Denke jeder gestaltet sein Aventurieren eh anders. Und denke in einem dunkleren DSA mit mehr Dämonen, Krankheiten, Seuchen und ähnlichem wäre einiges anders so würde es auch viel mehr PeraineGeweihte geben zb

  • Sexuelle Gewalt halte ich für einen extrem fragwürdigen Spielinhalt. Allein aus reiner Sorglosigkeit jemand Betroffenen ist aufgrund der extrem hohen Dunkelziffer solcher Übergriffe nicht gering. Empathie und Rücksichtnahme inspirieren dazu, von der Behandlung solcher Verbrechen abzusehen, da der narrative Gewinn gering ist (s.u.) und die Gefahr groß ist, unwissentlich wie ungefragt ein irgenwie geartetes Trauma anzusprechen - bei einem Hobby, das Freude bringen soll. Ich kann mir genauso wenig ausmalen, dass diese Bespielung irgendetwas sinn- oder wertvolles zu dem Thema beitragen kann.


    Denn andererseits ist die Erniedrigung, Verletzung und Ermordung von Frauen ein abgenutztes und sexistisches Erzählmotiv, das billig für Feindbilder bei Zuschauenden und "Motivation" bei männlichen Figuren sorgen soll. Öde und nervig.

    Aus solchen Gründen gibt es Gruppenverträge, die festlegen, was nicht angespielt werden soll, da Spieler sich dabei unwohl fühlen. Und das muss niemand begründen mit "Ich wurde mal vergewaltigt", sondern kann einfach sagen "Nee du, hab ich keine Lust drauf". Und selbst wenn etwas als "ok" vereinbart ist, merkt man eigentlich wenn es einem Spieler zu unangenehm ist und lässt es dann sein. Oder gibt es etwa keinen gegenseitigen Respekt in anderen Gruppen? :/


    Ich finde das Verschweigen solcher Verbrechen viel schlimmer. Ist fast so, als würde man behaupten, soetwas passiere nicht... und was sagt das wiederum über das Bild der Betroffenen aus? Übrigens existiert sexuelle Gewalt - und GERADE in Umfeldern wie Elburum - nicht nur gegen Frauen. Und wird auch nicht nur für männliche Figuren genutzt. Die Aussage finde ich wiederum relativ abgenutzt und sexistisch.


    In einer Welt, die (prä-WdV) selbst solche Dinge thematisiert (ein ganzer zugehöriger Dämon der sexuellen Gewalt und Erniedrigung, der meist weiblich dargestellt wird) und in Abenteuern verbaut hat (Minotaurus in Orkengold, sicherlich auch anderswo), kann man schlecht sagen "gibts nicht, weil kein narrativer Mehrwert".


    Wenn du persönlich es nicht bespielt haben willst, ist das völlig in Ordnung. Aber es kann durchaus genutzt werden, um auch auf Probleme hinzuweisen. Es kommt vor allem darauf an, wie es eingesetzt wird - in meiner Runde würde ich soetwas nie für "amüsante" Szenen erlauben, es ist aber (mit parallel verlaufenden OT-Absprachen) schon vorgekommen, und das nachfolgende Trauma wurde ebenso behandelt. Denn man kann nicht das eine ohne das andere haben.


    EDIT: Lasst ihr auch den Zauber Levthans Feuer weg? Sind Betörenproben (als Überreden zu sexuellen Handlungen) erlaubt?

  • *Grumbrak beendet sein kratzen und wartet darauf betört zu werden... erst als es Mittagszeit ist und immernoch keine Hexe vor ihm tanzt beschließt er aufzustehen und sucht in den Gassen Tuzaks nach essbaren Abfällen und weiterer Erleuchtung*


    Edith sagt im Gehen zu Grumbrak: "Grundsätzlich ist sexualisierte Gewalt mit Fingerspitzengefühl zu bespielen, nicht jeder Meister beherrscht das ausreichend" *sie schüttelt sich bei einer Erinnerung und trotz des feuchtwarmen Wetters läuft ihr eine Gänsehaut den Rücken runter*

    "Aber was viele auch vergessen ist, dass Kämpfe blutig und grausam sind, da stibt der Feind nicht, wie vom Würfel gefällt" *sie schmunzelt bei diesem Wortspiel* "sondern hält sich das Gekröse, aus dem Scheiße austritt, jammert der über 30 Götterläufe alte Räuber nach seiner Mammi und erbricht sich so mancher alte Recke, wenn sein Blick zum ersten Mal darauf fällt! Sterben dauert lange!

    Esst lieber anständig, statt zu kämpfen! wenn ihr Essen habt" *dann folgt sie Grumbrak auf den Tuzaker Markt, geht an zwei glotzenden Maraskanern vorbei, die ihr zuhörten und seit dem Wort "Gekröse" versonnen lächeln und sucht ihrerseits verwertbare Abfälle*

    Nietsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sahe ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.