Passierschläge durch Zauber-Bewegung möglich?

  • EDIT Schattenkatze: Dieses Thema wurde aus den Kleinigkeiten ausgegliedert.


    Löst unfreiwillige Bewegung durch z.B. die Zauber Aeolito, Motoricus usw. oder SF wie Schildstoß oder Wurf, Passierschläge aus wenn das Ziel dabei aus der Angriffsdistanz seines Gegner herausbefördert wird, es dabei Angriffdistanzen neuer Gegner durchquert?

  • Nein. Dafür gibt es keinen Hinweis in den Regeln und so eine Regel würde zu schnell in den Bereich "exploid" fallen. Außerdem Beträgt die Angriffsdistanz 2m/Schritt, nur der Aeolito hat überhaupt die Möglichkeit die zu überwinden (das Hineinbewegen in eine Angriffsdistanz löst keine Passierschlag aus, nur das komplette Durchqueren - um zu verhindern, Wachen etc einfach durch vorbeilaufen nutzlos zu machen - sowie das Lösen aus einem bestehenden Nahkampf).


    Der Motoricus ist ist wohl die Ausnahme, da das Objekt eine GS bekommt (2+QS) und damit den normalen Regeln unterliegt, wenn also jemand die vorbeifliegende Salatschüssel schlagen möchte, darf er das tun. Dabei ist zu beachten, dass das Gewicht des Trägers der Rüstung (um diesen Expliod geht es wohl - den Ritter mit samt der Rüstung weg schieben/ziehen) zu den Zauberkosten zählt und bei Gegenständen die gehalten werden - also auch die Rüstung - eine Kraftaktprobe erlaubt ist, um den Zauber zu kontern. (Nur zur Sicherheit Golems, Untote etc. sind KEINE Objekte sondern Unbelebte, auf die wirkt der Zauber nicht).

  • Ritter in Rüstung wäre wohl zu schwer für den Motoricus, aber ein Leichtgewicht in Lederrüstung sollte wohl 3m in die Luft gehoben werden können, und den Kraftakt bekommt er nur wenn er sich in irgendwas festhalten kann.

    Und schon 1m würden reichen um jemanden aus einem Nahkampf zu befördern (in die richtige Richtung wenn jemand eine lange Waffe führt), das kriegen alle Methoden hin. Der Hinweis den ich sehe ist dass der Bewegte keine Körperbeherrschung(Kampfmanöver) Probe ablegt wenn er sich aus dem Nahkampf löst.


    Aber ja, ich habe mir nochmal andere Situationen angesehen bei denen es zum Passierschlag kommt, und man hat wirklich volle Kontrolle darüber ob man sich dem Risiko eines Passierschlags aussetzt oder nicht (immer nur als Reaktion auf eine eigene Aktion), und die genannten Beispiele würden dem Prinzip zuwiderlaufen.

  • Die Kraftaktprobe steht zu, um den Gegenstand festzuhalten. Punkt. Kraffakt gelungen, Gegenstand gestoppt, egal ob die Bewegung vertikal oder horizontal ist, da der Zauber NICHT das Lebewesen in/am Gegenstand betrifft, auf den also keine Kraft ausüben kann. Wenn deine Gruppe das anders Hausregeln will, ist das euer Bier, aber nicht, was im Zauber steht. Klingt nach Exploid Wird aber albern, wenn man regelt, das man ein horizonal wegfliegendes Schwert festhalten kann, ein nach oben steigendes aber nicht,wenn nicht zufällig ein Haltegriff für einen selbst da ist.

    Man sollte auch nicht vergessen, dass ein "Leichtgewicht" an Mensch minimal 45 Kilo wiegt, was schon QS 3 erfordert und damit auch eine um 3 erschwerte Kraftaktprobe. Einen i-win-effekt hat der Zauber wirklich nicht nötig,eher eine Klarstellung, ob dass generell von der Redaktion gewollt und erlaubt ist, Kleidung/bereits festgehaltene Gegenstände damit zu bewegen, für den Moment sehe ich jedenfalls nicht, dass was dagegen spricht. Der Charakterkann sich nur wehren. Ein Schwert aus der Scheide ziehen ist leichter als mit dem Zauber zu entwaffnen, dass muss auch für die Rüstung gelten.

    PS: fallen lassen geht mit dem Zauber nicht, wenn man nicht die Sonderfähigkeit Zauber abbrechen hat, da man das Objekt nur bewegt, nicht wirklich festhält oder wirft. Ich würde auch absichtliches aus der Reichweite schieben bzw aus Reichweite laufen nicht zulassen, man hat dann nur keine Kontrolle mehr über das Objekt und es verhart in der Position bis der Zauberer leer ist oder Bewußtlos wird.

  • Motoricus: ich würde sagen, die Kraftakt beim Hochheben geht nur, wenn weniger als das Körpergewicht samt Ausrüstung beim Zauber bezahlt wird. Womit soll sich der Bezauberte auch sonst wehren?


    Zauber abbrechen: Das sollte nicht für aufrechterhaltende Zauber gelten. Hier muss der Magier nur die Konzentration schwinden lassen. Meiner Meinung nach würde also Hochheben und Motoricus abbrechen funktionieren.


    Passierschlag: Schwierige Sache, ich würde es glaube ich zulassen, wenn ein Kämpfer aus der Nahkampfreichweite gezogen wird. Ist aber definitiv Gruppenentscheid.

  • Auch wenn mich etliche RAW-Fanatiker dafür auf den Scheiterhaufen zerren wollen werden, aber imho würde der Motoricus wegen falscher Zielkategorie scheitern. Es geht ja in erster Linie darum den Träger der Rüstung zu bewegen und nicht die Rüstung selbst.

  • Quote from GRW S. 258

    Ein Zauberspruch wirkt so lange, wie unter Wirkungsdauer

    angegeben ist. Ein vorzeitiger Abbruch des Zauberspruchs

    durch den Zauberer ist nicht möglich.

    Wirkung: Der Zaubernde kann unbelebte Gegenstände telekinetisch anheben und bewegen. Sie bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von maximal QS + 2 Schritt pro Aktion und dürfen maximal QS x 20 Stein wiegen. Pro 5 Stein Gewicht muss der Zaubernde dafür 1 AsP aufbringen. Befinden sich andere Objekte auf dem zu bewegenden Gegenstand, zählt deren Gewicht mit hinzu. Die Bewegungen des Objekts sind träge, weshalb sie für Angriffe oder Paraden ungeeignet sind. Um ein so bewegtes Objekt durch Festhalten oder Drücken aufzuhalten, ist eine um QS erschwerte Probe auf Kraftakt (Ziehen & Zerren) nötig.


    Diskutieren wir die RAW, RAI oder Hausregeln für pimp-my-mage? Zauber abbrechen kostet 12 AP, vertretbar. Was im meinem letzten Beitrahg nicht stimmt ist lediglich, dass der Magier jederzeit aufhören Kann AsP aufzuwenden, dann endet der Zauber nach dem letzten bezahlten Intervall, also 5 min im Fall des Motoricus.

    Wenn ein Ziel sich nicht gegen das Hochheben wehren kann, würde sowas gravierendes nicht direkt nach dem Satz mit dem Kraftakt stehen?


    Nachtrag:

    Ardrad weiß ich ja wie wir das handhaben ^^


    Zum Thema hoch heben und Fallen lassen: Kein Abzug für SK/ZK, keine Kraftprobe, B Zauber, mit zweiter Erweiterung und 12er Wert bis zu 80 kg Gegner für 9 AsP (6 für Gewicht und 3 für ersten Intervall), mit Verkürzter Zauberzeit in 1 Runde und mit verdoppelter Reichweite 10-16 m anheben und dann für 10-16W6 (-/+4 TP je nach Untergrund) - je nach Meisterentscheid komplett ohne RS stürzen - lassen und auch noch die SF sparen dürfen ... für was war nochmal der Ignifaxius gut?

    Edited 2 times, last by Ubrot ().

  • Motoricus: ich würde sagen, die Kraftakt beim Hochheben geht nur, wenn weniger als das Körpergewicht samt Ausrüstung beim Zauber bezahlt wird. Womit soll sich der Bezauberte auch sonst wehren?

    Schon mal ein Kind hochgehoben, dass den Körper gestrafft hält, und eines, das wild herumzappelt? Das zweite ist weitaus schwerer hochzuhalten.

    Die Kraftakt-Probe in diesem Fall prüft ja gerade, ob der Charakter es geschafft hat durch geschicktes Wuchten des eigenen Körpers kurzzeitig ein vielfaches des eigenen Gewichts auf den Gegenstand wirkt.

    Kalkulationstabelle für Schadenberechung - Link

  • Diskutieren wir die RAW, RAI oder Hausregeln für pimp-my-mage? Zauber abbrechen kostet 12 AP, vertretbar. Was im meinem letzten Beitrahg nicht stimmt ist lediglich, dass der Magier jederzeit aufhören Kann AsP aufzuwenden, dann endet der Zauber nach dem letzten bezahlten Intervall, also 5 min im Fall des Motoricus.

    Wenn ein Ziel sich nicht gegen das Hochheben wehren kann, würde sowas gravierendes nicht direkt nach dem Satz mit dem Kraftakt stehen?

    Auch wenn es zu einer Grundsatzdiskussion ausarten könnte, die ausgelagert werden muss: Ich sehe es nicht so. Warum hat man beim Aufrechterhalten von Zaubern eine Erschwernis von 1? Weil man sich die ganze Zeit darauf konzentrieren muss. Ist die Konzentration weg, dann endet der Spruch. Warum sollte man das nicht willentlich tun können? Die Sf Zauber abbrechen ist für Zauber gedacht, die eine feste Wirkungsdauer haben.

    Auch wenn mich etliche RAW-Fanatiker dafür auf den Scheiterhaufen zerren wollen werden, aber imho würde der Motoricus wegen falscher Zielkategorie scheitern. Es geht ja in erster Linie darum den Träger der Rüstung zu bewegen und nicht die Rüstung selbst.

    Ja stimmt, aber es wird ja die Rüstung mit "zufällig" darin steckendem Inhalt hochgehoben. ;)

    Schon mal ein Kind hochgehoben, dass den Körper gestrafft hält, und eines, das wild herumzappelt? Das zweite ist weitaus schwerer hochzuhalten.

    Die Kraftakt-Probe in diesem Fall prüft ja gerade, ob der Charakter es geschafft hat durch geschicktes Wuchten des eigenen Körpers kurzzeitig ein vielfaches des eigenen Gewichts auf den Gegenstand wirkt.

    Damit würde ich mich evtl. überzeugen lassen. Wobei ich zu bedenken geben würde, dass das Festhalten eines zappelnden Kindes am ehesten am schlechten Griff scheitert und nicht am hin- und herwinden. Zumindest meiner Erfahrung nach. Das sollte beim Motoricus nicht das Problem sein.

  • Es wurde bestimmt schonmal in der Magieschiene irgendwo diskutiert aber man könnte auch noch anführen, dass die Tatsache, dass das Berühren der Kleidung ausreicht, um einen Zauber mit Zielkategorie Lebewesen und Reichweite Berührung durchzuführen impliziert, dass getragene Kleidung für die Zielkategorie Gegenstand gar nicht in Frage kommt...

    "Nie. Ohne. Seife... Nie. Ohne. Seife... Nie. Ohne. Seife..."
    "WESTEN IST LINKS, MANN!"

  • Es wurde bestimmt schonmal in der Magieschiene irgendwo diskutiert aber man könnte auch noch anführen, dass die Tatsache, dass das Berühren der Kleidung ausreicht, um einen Zauber mit Zielkategorie Lebewesen und Reichweite Berührung durchzuführen impliziert, dass getragene Kleidung für die Zielkategorie Gegenstand gar nicht in Frage kommt...

    Ja, sie könnte dann in die Aura des Lebewesens übergehen.

  • Es wurde bestimmt schonmal in der Magieschiene irgendwo diskutiert aber man könnte auch noch anführen, dass die Tatsache, dass das Berühren der Kleidung ausreicht, um einen Zauber mit Zielkategorie Lebewesen und Reichweite Berührung durchzuführen impliziert, dass getragene Kleidung für die Zielkategorie Gegenstand gar nicht in Frage kommt...

    Das wäre auch eine mögliche Interpretation der Regeln, auch wenn ich sie bisher für unwahrscheinlich halte.

  • Da die Diskussion für meinen Helden relevant ist, habe ich einmal nachgefragt. Hier die Antworten von Alex:


    Frage: Kann eine Person anhand seiner Kleidung mit einem Motoricus hochgehoben werden oder zählt die Kleidung zur erweiterten Aura und daher nicht als Objekt?

    Antwort: Man kann Kleidung als Ziel auswählen. Das Gewicht des Trägers zählt jedoch in den meisten Fällen mit.


    Frage: Hat die hochgehobene Person die Möglichkeit, sich mit einer Kraftakt-Probe dagegen zu wehren, auch wenn er sich nirgendwo festhalten kann?

    Antwort: Ja, man kann sich mit einer solchen probe dagegen wehren.


    Frage: Kann ein aufrechterhaltender Zauber wie der Motoricus jederzeit abgebrochen werden? Oder braucht man dafür die Sf Zauber abbrechen?

    Antwort: Ein aufrechterhaltener Zauber kann nur mit der SZ Zauber abbrechen sofort beendet werden, ansonsten muss man warten, bis das Intervall endet.

    Nachfrage: Bei aufrecht erhaltenen Zaubern steht, dass der Zauber "etwas Aufmerksamkeit" benötigt, um bestehen zu bleiben. Was hindert den Zauberer daran, sich einfach nicht mehr zu konzentrieren und damit den Zauber effektiv zu beenden?

    Antwort: Korrekter wäre sicherlich gewesen, wenn wir geschrieben hätten: Er muss sich zwangsweise bis zum Ende auf den Zauber konzentrieren. Konzentriert er sich nicht mehr willentlich, hört weder der Zauber auf, noch kann er der Ablenkung der astralen Flüsse entgehen. Die Regelung ist natürlich vor allem aus Balance-gründen gewählt worden. Fest steht: Ein Held kann nicht einfach den Zauber abbrechen und die Erschwernis so umgehen.


    Damit ist wohl etwas mehr Klarheit gegeben :)