Vinsalt: Das tote Schneiderlein

  • In den Straßen von Vinsalt - Raffayel


    Mit einen Seufzen, das eindeutig zwischen genervtheit und Resignation liegt, schüttelt Raffayel den Kopf und schaut zu dem Affen, der ein paar Schritte weiter auf der Straße hockt und ihn mit einem schwer zu deutenden Ausdruck ansieht. "Weiber....", murmelt er und dreht sich doch noch mal kurz zu Madalea um, die schon in der Menge verschwindet. Noch mal Kopfschütteln und dann an Dschingis gewandt: "Und wo ist jetzt dieses Haus, wo du das Ding verloren hast?"

  • Alricio, Elaysa und Kerry auf der Straße unterwegs


    Alricio beschaut sich den Dazugekommenen ersteinmal genauer, vermutlich hatte er mit einem korrupten Miethai gerechnet, auf jeden Fall schaut er nun ertsmal verdutzt drein, denn so hatte er sich Boraccio nicht vorgestellt. Als er die Fassung zurück erlangt grüßt er den Mann freundlich mit: "Die Zwölfe zum Gruß."

  • Alricio, Elaysa und Kerry auf der Straße unterwegs


    Auch Elaysa hat sich diesen Signor Borracio anders vorgestellt - so das der gesuchte denn ist. Aber Etikette wurde ihr viel zu sehr eingebläut, als dass sie sie vergessen könnte.

    "Ingerimm und seine Geschwister mit Euch.", grüßt sie und nickt ihm freundlich zu.

  • In den Straßen von Vinsalt - Raffayel


    Dschingis lässt es sich nicht nehmen, das Gewedele von Madalea nachzuäffen, bis er sie nicht mehr sehen kann. Dann springt er Raffayel auf die Schulter und lässt sich tragen. Auf Raffayels Frage hin kratzt er sich am kleinen Kopf. Woran er sich erinnert: Das Haus ist rot. Wie es allerdings von der Seite aussieht, da ist er sich nicht sicher. Und es tut ihm ja wirklich Leid, aber dieses Katzentier hat ihn nunmal auf hinterhältigste Weise aufgelauert, auf einem Schornstein versteckt und ihn dann mit der Sonne im Rücken frontal angesprungen. Da hätte sich Raffayel sicher auch erschrocken, da ist sich Dschingis ziemlich sicher.



    In den Straßen von Vinsalt - Madalea


    Ein paar Male nachfragen muss Madalea schon, denn gar so bekannt ist die Schneiderzunft dann auch nicht. Die junge Gehilfin des Schmiedemeisters, die sie am Morgen kennengelernt hatte, weiß ihr allerdings zu helfen: Auf der anderen Seite der Altstadt, in der Nähe des Ingerimmtempels. Ein gutes Stück zu Fuß, aber Madalea macht sich tapfer auf den Weg. Immerhin wird ihr nun eher der Weg gewiesen, da sie nach dem Tempel des Himmlischen Schmiedes fragt. Schließlich steht sie vor einem Gebäude, über dessen Tür eine übergroße Schere prangt. Der Tempel ist tatsächlich in Sichtweite, und beim Anstieg auf den Tempelhügel ist ihr warm geworden, aber sie ist da.



    Alricio, Elaysa und Kerry vor der Schmie

    Etwas enttäuscht geht der Blick des Schmiedes zurück zu den Besuchern, die wohl doch nichts für ihn zu tun haben. "Nää, der ist im Haus, glaub ich… oder? Pavel?" Der junge Mann am Amboss blickt auf. "Ist zu mittags heimgekommen." - "Ja – also, dann geht man rüber, er müsste da sein." Er nickt zur Tür neben der Schmiede, macht aber selbst keine Anstalten, hinüberzugehen.

  • Alricio, Elaysa und Kerry vor der Schmiede


    "Danke", sagt Kerry und hält wie angewiesen auf die Türe zu. Gegen die klopft sie mit ihrer nicht gerade großen Faust kräftig gegen die Tür, um ihre Anwesenheit kundzutun.

  • In den Straßen von Vinsalt - Raffayel


    "Ich weiß doch, daß du das nicht mit Absicht gemacht hast. Ich nehms dir auch nicht übel und wenn ich dieses Katzenvieh treffe, geb ich ihm einen Tritt.", sagt Raffayel leise krault dem Affen den Bauch. "Es ist nur... Warum hast du das Ding eigentlich mitgenommen? Das macht nur alles noch komplizierter..." Er seufzt leise. In was bin ich da nur reingezogen worden? Das bringt mir alles durcheinander.... Und das Mittagessen mit Tristan hab ich auch verpasst...

    Raffayel achtet jetzt mehr auf seine Umgebung, falls das Blatt heruntergeweht wurde und ob er irgendwo das rote Haus entdeckt.

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  • In den Straßen von Vinsalt - Madalea


    Der "Spaziergang" hier herauf hat gut getan. Einmal atmet sie gut durch, als sie gerade am Ingerimmtempel vorbeikommt und sie einen anderen Einfall hat. Madalea begibt sich in den Tempel selbst, noch nicht zur Schneiderzunft, zieht für die Gelegenheiten ihren mitgebrachten transparenten Schleier über das Gesicht und spendet erst einmal am Opferstock einen Silbertaler. Dann betritt sie den Tempel und begibt sich anständig und züchtig ins Gebet, um dann einen Novizen danach zu fragen, ob er ihr jemanden empfehlen kann, der ihr sagen könnte, aus was für einem Material ein bestimmter Gegenstand ist. Es ginge um eine Mordermittlung, mehr dürfe sie aber nur einem Priester sagen. Madalea versucht sogar, ein wenig ihren Charme spielen zu lassen. Heute hat sie ja einiges über Männer gelernt.....

  • Alricio, Elaysa und Kerry vor der Schmiede


    Es bedarf mehr als ein Klopfen von Kerry, bis sich im Hause etwas tut. Dann öffnet sich die Tür, und ein älterer, etwas hagerer Mann steht vor ihnen und wirkt in Körperhaltung und Mimik nicht so, als ob er (im Moment?) gern besucht wird. "Ja? Was ist denn? Die Schmiede ist da drüben." Er sieht verärgert zu ebenjener hinüber. "Du liebe Hesinde, Karol, kümmer dich doch um die Leute, wenn du sie schon kommen siehst!" Der Schmied grinst und winkt ab. "Die wollen tatsächlich zu dir." Dann wendet er sich wieder seiner Arbeit zu. Der Mann aus der Tür sieht wieder die Besuchergruppe an. "Zu mir? Warum das denn?"



    Madalea im Ingerimmtempel


    Der Novize legt den Kopf schief und sieht die Gläubige mit einem gewinnenden Lächeln an. "Dafür braucht ihr keinen Priester, Signora. Es kommt natürlich auf den Gegenstand an: Bei einem Kleid wird euch ein Schneider oder ein Tuchmacher helfen können, bei einem Schrank wird es ein Schreiner sein, bei einem Schmuckstück ein Feinschmied oder ein Edelsteinschleifer – na, und so weiter und so fort. Darf ich fragen, um welche Art Gegenstand es geht?"

  • Alricio, Elaysa und Kerry vor der Schmiede


    "In der Tat", erklärt Kerry dem Mann, der öffnete, der ihnen Fragen stellte, ohne die Antworten abzuwarten, sie weiter verweisen wollte und sie dann doch noch mal fragte, und diesmal wohl tatsächlich eine Antwort abwartet. "Wenn Ihr Signor Boraccio seid, würden wir gerne mit Euch sprechen. Im Haus und ungestört, wenn es möglich wäre." Das sagt sie zwar höflich, aber es endet nicht als Frage.

  • Madalea im Ingerimmtempel


    Dann lächelt Madalea mal nicht weniger gewinnend zurück: "Es geht um eine Schere aus Metall. Aus einem Metall, das magisch verändert wurde. Darum wäre mir ein Priester des Schmiedegottes ehrlich gesagt lieber ..... und auch vertrauenswürdiger."

  • Alricio, Elaysa und Kerry vor der Schmiede


    Elaysa zieht ein wenig die Brauen zusammen, als der Mann so offensichtlich wenig Lust auf ihre Anwesenheit zeigt. Aber sie bemüht sich um einen neutralen Gesichtsausdruck, nicht zu freundlich, um Kerrys Aussage zu unterstreichen. Direkt und abwartend blickt Elaysa ihr Gegenüber an.

  • In den Straßen von Vinsalt - Raffayel


    Nachdenklich stapfte Raffayel in Richtung der Schneiderei. Ein rotes Haus kann er bei besten Willen nicht entdecken. Überhaupt sind das alles ganz normale unspektakulär Fachwerkhäuser. Er schaut mal nach oben... Hm, Ziegeldächer... "OH mann...", sagt er u d schlägt die Hand or die Stirn, "Du meintest ein Haus mit roten Dach, oder?" Na, da hätte er aber auch wirklich früher drauf kommen können. "Das schränkt die Auswahl ja nicht gerade ein..." Seufzen...

    Na gut...denk mal Richtig nach... Dschingis ist heut vormittag in Richtung Sonne gelaufen... Also Richtung... Süden? Oder eher Südosten?

    Aber er hat gesagt, in der Nähe der Schneiderei... Das kann also nicht soweit sein...

  • Alricio, Elaysa und Kerry vor der Schmiede


    Unwirsch sieht der Mann Kerry an. "Warum? Was ist denn los?" Aus den Augenwinkeln sieht man, wie der Schmied wohl etwas zu seinem Gehilfen oder Lehrling sagt und der kurz zur Tür sieht.



    Raffayel auf dem Weg zur Schneiderei


    Dschingis nickt eifrig ob Raffayels Erkenntnis. Und da er mittlerweile verstanden hat, dass dieses Papierding wohl von Interesse war, sieht er sich – undabhängig davon, ob sie schon in der Nähe der Schneiderei sind oder nicht – beständig um, sieht unter Marktständen und im Stroh der Gossen nach, allerdings vorerst ohne Erfolg. Schließlich biegen die beiden in die Straße mit der Schneiderei ein.



    Madalea im Ingerimmtempel


    Kurz runzelt der Novize die Stirn, als Madalea ihm das Vertrauen abspricht, entschließt sich dann aber wohl, es nicht persönlich zu nehmen. "Magisch? Und ihr… könnt das nicht feststellen?" Blick auf Madaleas gildenmagische Erscheinung. "Aber wenn ihr es wünscht, könnt ihr vielleicht mit Frater Ambrosius sprechen. Kommt, folgt mir." Er führt Madalea in einen Nebenraum, in dem ein junger Mann, nicht viel älter als Madalea, an einem Tisch sitzt und Papiere sortiert. "Bitte verzeiht die Störung, Frater, die Signora Adepta möchte gern mit euch sprechen." Der Angesprochene sieht Madalea überrascht an, dreht dann die Papiere um und erhebt sich. "Ingerimm zum Gruße, Adepta. Ich bin Frater Ambrosius. Was führt euch in den Tempel? - Geh nur, Wenzel, ich kann ohnehin eine kurze Pause brauchen." Mit einem Zwinkern wird der Novize verabschiedet.

  • Madalea im Ingerimmtempel


    "Dieses Werkzeug ist magisch, so viel konnte ich bereits feststellen," erwidert Madalea. Wieso das Stirnrunzeln? "Wenn ihr mir auch etwas zu dem Metall sagen könnt, ist mir das so gut wie die Aussage eines Priesters. Ich möchte nur nicht mit diesem Ding durch die Stadt zu einem Handwerker ......" Naja, da waren sie schon unterwegs, also bricht sie ab.


    "Vielen Dank," schickt sie Wenzel noch nach, ehe sich Madalea an Frater Ambrosius wendet. "Es war .... wieder einmal Zeit, einen Tempel zu besuchen. Es war .... ein anstrengender Tag, sagen wir so...." Bilder im Kopf..... "Es geht aber auch um dieses Ding hier." Madalea holt die blutige Schere aus ihrer Tasche heraus und legt sie vorsichtig auf den Tisch. "Bitte nicht erschrecken," sagt Madalea selbst erschrocken, als sie merkt, wie das aussehen muss. "Sie ist ein Beweisstück in einem Mordfall, mit dessen Aufklärung wir.... die Connetablia und auch ich ... beauftragt wurden. Ich weiss bereits, dass diese Schere magisch ist und dass sie ....." *schluck ...."wohl das Opfer getötet hat. Sie wurde magisch so verändert, dass sie wohl selbst zugestochen hat, als ein bestimmter Auslöser wirksam wurde. Ich würde gerne wissen, aus welchem Metall sie besteht und wo man dieses Metall hier in der Stadt bekommen kann. Vielleicht findet Ihr sogar irgendein Zeichen auf der Schere, was uns weiterhelfen könnte. Ein Schmiedezeichen vielleicht, was Euch bekannt vorkommt?"

  • Alricio, Elaysa und Kerry vor der Schmiede


    Aus persönlicher Warte hält Kerry die Frage für überflüssig, immerhin hat sie schon gesagt, dass sie mit ihm reden wollen. "Wir hoffen, dass Ihr uns weiter helft auf unserer Suche nach einer Bekannten von Euch, Signor." Sie schenkt ihm ein sehr freundliches Lächeln, das aber schnell wieder verblasst und einem ernsten Gesichtsausdruck Platz macht. "Es ist zu befürchten, dass sie in ein Verbrechen verwickelt ist, daher müssen wir sie sprechen."

    Da er sie nicht herein bittet, spricht sie in normaler Gesprächslautstärke mit ihm vor seiner Tür.

  • Raffayel auf dem Weg zur Schneiderei


    "bist ein guter Freund, Dschingis.", meint Raffayel leise und schaut dem Affen unglücklich hinterher. Er hätte gar nicht daran gedacht, dass die Briefseite auch heruntergeweht sein könnte... Toll, jetzt ist sogar der Affe schlauer als ich.

    Er schüttelt kurz frustriert den Kopf und versucht herauszufinden wie der Wind heute weht. War das heute Morgen auch schon so? Daran kann er sich beim besten Willen nicht erinnern. Naja, aber als er heute vormittag die Schneiderei verlassen hatte, war er ja auch in ein deutlich erfreulicheres Gespräch mit der Magierin vertieft gewesen.

    Was der wohl über die Leber gelaufen ist? Weiber eben... Aber die wird sich schon wieder fangen. Obwohl... Vielleicht hätte ich sie nicht so anfahren sollen...

    An den Marktständen kauft Raffayel sich ein Brötchen und eine Hand voll getrockneter Aprikosen, die Dschingis so liebt. Von denen kriegt er auch gleich eine.

    "Wir sind jetzt gleich bei der Schneiderei. Da musst du dann alleine losziehen.", erklärte Raffayel, während Dschingis noch am kauen ist, "Geh du bitte wieder auf das Dach und schau, ob das Blatt noch in der Regenrinbe hängt. Ich suche hier auf dem Boden danach. Aber pass auf, dass du nicht zu weit von mir wegläufst"

  • Alricio, Elaysa und Kerry vor der Schmiede


    Als Boraccio die Türe öffnet, versucht Alricio sich zunächst einmal eine Fragestrategie zurechtzulegen, als Kerry direkt das Verbrechen zu Sprache bringt, wirkt er allerdings etwas überrumpelt. Er fügt Kerrys letztem Satz noch hinzu: "Vielleicht wäre es wirklich besser das nicht auf offener Straße zu besprechen Signor."

  • Alricio, Elaysa und Kerry vor der Schmiede


    "Und das Gespräch wird sicher schnell erledigt sein, wenn wir erst einmal angefangen haben, Signor.", mischt sich auch Elaysa ein und schenkt dem Mann ein höfliches Lächeln, während sie ihn eindringlich und direkt anblickt.