Vinsalt: Das tote Schneiderlein

  • Haus der Treublatts – Alricio, Elaysa und Kerry


    Wieder muss Dabbert kurz überlegen. "Zurückgekommen ist er nicht nochmal, also, jedenfalls nicht, wenn ich da war. Aber ich hab gehört, wie der Meister über ihn geflucht und mir Meister Arolax darüber gesprochen hat. Aber was, weiß ich nicht mehr. Und die Frau… pfff… blonde Haare, so mittelgroß, und gekleidet in so eine Art Arbeitskleid. Also schon gut und sauber, aber keine Seide." Er sieht kurz zu Elaysas Kleid. "Was sie genau gesagt hatte, daran kann ich mich nicht erinnern, aber sie hatte ein Papier dabei, das hatte der Meister kurz angesehen, und dann sollte ich das Gewand einpacken."

  • Haus der Treublatts – Alricio, Elaysa und Kerry



    Für Kerry läuft es gerade besonders auf eine Sache hinaus: Mit Arolax sprechen.

    Was sie daran erinnert, was sie ganz zu Beginn hatte fragen wollen, bevor Dabbert hin aus geschickt wurde. Sie nickt also einmal zu Dabberts Antworten, und fragt: "Wann bist du heute morgen an der Schneiderei angekommen? Wie genau lief das ab, als du wieder zurück geschickt wurdest?"

  • Haus der Treublatts - Alricio, Elaysa und Kerry


    Auch Elaysa hat das Bedürfnis mit Meister Arolax zu sprechen.

    Wenn der Junge auf Kerrys Frage geantwortet hat, fügt sie an: "Wen hast du dort an bekannten Gesichtern gesehen?"

  • Im Theater- Raffayel und Madalea


    Zuerst öffnet sich die Tür im Flur nur einen Spalt breit. Aber auf dem Gang ist niemand zu sehen, nur aus Richtung der Bühne sind leise Stimmen und Musik zu hören. Natürlich, es wird wieder geprobt.

    Schließlich schlüpft Raffayel aus der Tür und bedeutet Madalea hinter sich, ihm zu folgen. "Wir gehen hoch!", meint er schlicht und steuert auf die Stiege zu. Er versucht noch einmal seine Haare wieder zu sortieren. Ohe Kamm wahrscheinlich ein hoffnungsloses Unterfangen... Naja, und Dschingis der wieder auf seiner Schulter hockt ist dabei auch nicht besonders hilfreich.

  • Haus der Treublatts - Alricio, Elaysa und Kerry


    Alricio der sich bis dahin darauf konzentriert hatte alles möglichst genau in seinem schwarzen Notizbuch zu erfassen, räuspert sich und lehnt die Ellbogen auf den Tisch, sein Gesicht schiebt er soweit über den Tisch wie sein ausladender Bauch dies zulässt, er sieht Dappert direckt in die Augen. "Weißt du Junge, wer immer das war hat deinen Meister mit einer Schere erstochen, und diese Schere kam gestern Vormittag in einem Bündel das ein Musiker zusammen mit Kostümen des Variete Barocco zur Schneiderei brachte. Seltsamerweise trug die Schere aber die Initialen von Meister Kötter, was mich glauben lässt das die Schere nicht erst seit gesten in seinem Besitz ist, vielleicht könnt ihr uns ja mehr darüber erzählen. Hier habe ich eine Skizze der Schere falls ihr sie euch ansehen wollt." Als er auf die Antwort, wartet lässt Alricio sich wieder nach hinten auf seinen Stuhl gleiten.

  • Im Theater- Raffayel und Madalea

    Hinter Raffayel bleibt Madalea erst stehen, um ihn den Flur ausspähen zu lassen. Da haben wir aber Glück gehabt, denkt Madalea, als sie Stimmen und Musik hört, und ihr bleibt schier das Herz stehen, als ihr der Gedanke kommt, wenn jemand .... Oh bei Hesindes gütigen Gaben! Für einen Augenblick will Madalea nach Raffayels Hand suchen, lässt es dann aber. "Ja, geh voran," flüstert sie stattdessen von hinten, Dschingis Rück ungefähr vor dem Gesicht. Noch eine Sekunde, und wir sind hier raus..... Madalea folgt ihm, erst auf Zehenspitzen, bis ihr einfällt, wie albern und auffällig das ist, und benimmt sich dann ganz normal wie jemand, der ein Theater betritt. Betont interessiert schaut sie sich hier unten um und geht einfach Raffayel zur Stiege hinterher.

  • Haus der Treublatts - Alricio, Elaysa und Kerry


    "Ich war ein bisschen spät, darum hatte ich mich beeilt. Bei dem Haus der Schneiderei waren verschiedene Leute, und Meister Arolax ist direkt zu mir gekommen, als er mich gesehen hat, und hat gesagt, dass ich heute frei hätte und nach Hause gehen soll. Ich glaube, er wollte nicht, dass ich reingehe." Dabbert dreht den Becher in seiner Hand und will ihn gerade auf den Tisch stellen, als Alricio sich an ihn wendet. Der Becher kippt und rollt über den Tisch, Dabbert wird schlagartig blass. "Mit der… Schere?" Es ist fraglich, ob er den Rest noch komplett aufgenommen hat.



    Im Theater- Raffayel und Madalea

    Dschingis dreht sich zu Madalea um. Können Affen lachen? "Huu, huu, huu…" Dieser kommt zumindest sehr nahe dran.

  • Im Theater- Raffayel und Madalea

    "Mach nur so weiter und Du landest in irgendeinem Kopftoch.... oder ich seziere Dich auf meinem Tisch...." zischt Madalea dem Affen leise zu.

  • Haus der Treublatts - Alricio, Elaysa und Kerry


    Kerry bemerkt natürlich auch Dabberts Reaktion, wie sie schon die ganze Zeit auf auch kleine, unauffällige Reaktionen bei Mutter und Sohn achtet. Sie kann Dabbert durchaus verstehen, nachdem er gerade schon so getroffen wurde auf die Nachricht, sein Meister sei ermordet worden. Sie fühlt sich bei der Erwähnung auch wieder an den Anblick des Toten erinnert, was wiederum andere Bilder auslösen möchte. Sie schluckt einmal, kneift unter der Tischplatte in ihr Bein, um sich durch den kleinen Schmerz so abzulenken, und beugt sich nun ihrerseits vor, die Unterarme auf dem Tisch abstützend. "Ja", bestätigt sie mit gesenkter Stimme, so, dass Dabbert und seine Mutter sie gut hören könne, aber mitfühlend-leise sprechend. "So war es leider. Und wir suchen den Mörder, um ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen. Dafür sind wir hier, Dabbert, um mehr herauszufinden, und so auf die Spur zu kommen. Dabei brauchen wir auch deine Unterstützung, verstehst du, Dabbert?"

  • Alricio sieht durchaus wie verstört Dappert auf die Frage reagiert, doch Ausflüchte oder gar Schweigen lässt er

    in diesem Fall in keiner Weise gelten. Seine Augen verengen sich, seine Stirn wirft sich in Falten. "Es ist wirklich

    wichtig das wir den Weg dieser Schere genau nachvollziehen können, nur so können wir dem Mörder seine gerechte

    Strafe zukommen lassen." Alricio schibt die Zeichnung der Schere über den Tisch in richtung Dappert. Ein leichtes

    Kopfnicken richtet er anerkennend an Kerry.

  • Im Theater- Raffayel und Madalea

    Auch wenn Dschingis ein aufgeweckter Affe ist, der menschlichen Sprache ist er dann doch nicht mächtig, sodass ihm sowohl Madaleas Drohung als auch ihr Lapsus entgeht. Nach einem letzten langgezogenen "Huuuuuu…" wendet er sich von ihr ab und hält sich bei Raffayels Richtungsänderung an dessen Haar fest.


    Im Fundus ist es, wie üblich, staubig und düster. Letzteres liegt vor allem an den kleinen, verhängten Fenstern und an den deckenhohen Regalen und Stangen. Der Boden knarzt an manchen Stellen, selbst bei Madaleas geringem Gewicht.



    Haus der Treublatts - Alricio, Elaysa und Kerry


    Jetzt erkennen auch Alricio und Kerry, was zuvor in Nuancen bereits Elaysa sehen konnte: Das ist nicht nur Schrecken in dem Gesicht des Jungen – bei der Erwähnung der Schere und gerechter Strafe wird er zum einen noch blasser, und zum anderen schuldbewusst, als ob er ein schlechtes Gewissen habe. Er sieht nun Kerry flehend an, gleich einem gehetzten Reh. "Bitte… ich… ich wusste nicht…" Verwundert wendet sich nun auch Frau Treublatt zu ihrem Sohn, überrascht von dessen Reaktion. Sie setzt bereits zum Sprechen an, ist aber auf diese Situation selbst nicht recht vorbereitet.

  • Haus der Treublatts - Alricio, Elaysa und Kerry


    "Ja?" Kerry hebt ihre Stimme nicht, lässt das Wort erwartungsvoll-fragend offen, bevor sie fortfährt: "Was wusstest du nicht, Dabbert? Sprich mit uns, dann ist es gut und richtig", spricht die eher kleine und zierliche Albernierin ruhig auf den Jungen ein, während sie innerlich mit gespannter Erwartung auf die weiteren Worte erfüllt und entschlossen ist, von dem Jungen alles zu erfahren. Oder auch von seiner Mutter, was das angeht, weshalb ein kurzer, aber scharfer Blick aus grünen Augen kurzer zu Mutter Treublatt geht.

  • Im Theater- Raffayel und Madalea


    Auch wenn Dschingis die Drohung nicht versteht...oder zumindest nicht kümmert, Raffayel ist sie nicht entgangen. Ohne sich zu umzudrehen sagt er: "Madalea, ich wäre dir sehr dankbar wenn du die Todesdrohungen an meinen Affen, mir überlassen würdest"

    Er hat zwar weiterhin in lockerem Plauderton gesprochen, aber ein wenig angespannt ist seine Haltung doch geworden. Als Dschingis ihm so am Haar ziept, entwischt ihm ein "Autsch!" und er schüttelt unwirsch den Kopf, greift aber gleichzeitig nach dem Affen, damit der nicht runterfällt, krault ihm kurz zwischen den Schultern, wo er es am liebsten hat.


    Im Fundus angekommen zögert Raffayel kurz und tritt dann zwischen den Regalen hindurch, zu der Ecke wo er sich häuslich eingerichtet hat. Bei genauem hinsehen könnte Madalea auffallen, dass seine Wangen und Ohren sich gerötet haben.

    In der Ecke liegt eine dünne Strohmatratze samt Wolldecke und ein hölzerner Instrumentenkoffer dient als Tisch für einen Wasserkrug und, dem pergament und Kohlestiften nach zu urteilen, auch als Schreibunterlage. Eine Tasche ist achtlos daneben geschmissen und ein paar Notenblätter liegen auch herum.

    "Setz dich!", meint Raffayel, während er den Vorhang vom nächstgelegenen Fenster zieht. Immerhin wird das Licht ein wenig besser.

  • Im Theater- Raffayel und Madalea

    "Dann sollte er nicht zu frech werden," erwidert Madalea, schon etwas besänftigter. Rote Ohren und Wangen? Dass hier kann wohl kaum peinlicher sein als das, was da unten gewesen ist..... Aber Madalea übergeht es. "Hier wohnst Du?" fragt sie stattdessen. Es klingt nicht abwertend, nur interessiert, wie sie sich so umschaut. "Und Du komponierst?" Madalea bückt sich nach einem Notenblatt und hebt es auf. Nicht, dass sie viel von Musik verstehen würde, ausser dem, was sie interessiert. Die Einladung zum Setzen hat Madalea noch nicht angenommen, sie schaut sich aber nach einer Sitzgelegenheit um.

  • Im Theater- Raffayel und Madalea


    "Hm-Mh", macht Raffayel bestätigend und reckt den Arm, damit Dschingis daran nach oben ins Gebälk klettern kann. "Vorübergehend. Bis ich ein Zimmer gefunden habe.. Beziehungsweise..." Er hält inne und deutet auf eine Kiste. Seine Probleme gehen Madalea ja nichts an... Trotzdem würde er ihr lieber eine...weniger schäbige Bleibe präsentieren. Egal, ist nicht zu ändern.

    Aber als sie auf die Noten zu sprechen kommt, breitet sich ein ehrliches Lächeln auf dem Gesicht aus. "Ah Naja...", tut er bescheiden, "Nichts großartiges. Balladen hauptsächlich... manchmal Trinklieder...Sowas. Wenns dich interessiert, spiele ich später etwas für dich.Aber wir sollten uns erst mal um unsere Ermittlungen kümmern, oder?"

  • Im Theater- Raffayel und Madalea


    Ich verstehe.... nunja, Gaukler und Barden.... ya Strozzas sind sie nicht gerade. Es ist ihm unangenehm, verständlich. Madalea übergeht auch das und setzt sich auf die Kiste, immer noch das Blatt in der Hand, das sie nun weglegt. "Ich würde gerne etwas von Dir hören.... ein Trinklied ... hier ... hm... vielleicht eher etwas Ernsteres wie eine Ballade. Aber wirklich nachher oder heute Abend. Jetzt müssen wir....." sie wickelt die Schere aus ".... uns um das hier kümmern." Madalea legt die Schere vorsichtig auf den Boden. "L`instrument de meurtre. .... Das Instrument des Mordes."

  • Im Theater- Raffayel und Madalea


    Raffayel lässt sich im Schneidersitzt auf seinem Bett nieder und legt die zweite Schere zu der anderen. Nachdenklich stützt er das Kinn auf die Hand und schaut sich beide noch einmal genauer an. "Und du sagst, diese hier..." Er deutet auf die blutige Schere "Zeigt Spuren von einem Hexenfluch."

    Er zögert. "Ich weiß ein wenig über Hexen"


  • Im Theater- Raffayel und Madalea

    "Auf einen Hexenfluch möchte ich mich nicht festlegen," erwidert Madalea vorsichtig. "Aber in der Struktur hat sie mich an einen Fluch erinnert. Und die satuarische Repräsentation kennt solche Flüche .... aber auch die borbaradianische, möglicherweise. Was weißt Du denn über Hexen?" fragt sie dann noch vorsichtiger nach. Ihr Blick fällt auf Dschingis. "Bist Du eine männliche Hexe?" setzt Madalea amüsiert nach. "Ich finde es ohnehin heraus.... wenn ich wollte."

  • Im Theater- Raffayel und Madalea

    "Hm...ich könnte mir vorstellen, dass ich in dieser Sache mehr weiß als du. Ich weiß ein paar Sachen über Flüche, die Art, wie sie zaubern...die Zauber selber...und wie manche von ihnen denken." Er folgt Madaleas Blick zu Dschingis und klopft sich mit der flachen Hand auf den Schenkel, damit dieser zu ihm auf den Schoß kommt. Und schaut dann wieder Madalea an, ruhig, ernst. Versucht ihre Reaktion abzuschätzen

  • Im Theater- Raffayel und Madalea

    Madalea hält den Blick, ruhig. "Nun gut.... belassen wir es dabei. Könntest Du denn erkennen, ob auf dieser Schere ein Zauber mit satuarischer Struktur liegt?" Wenn er eine männliche Hexe ist.... er hat seine Gründe, es nicht zu verraten.