Vinsalt: Das tote Schneiderlein

  • Das tote Schneiderlein

    (nach einem Szenario aus dem Aventurischen Boten, Copyright liegt bei Ulisses)


    Es bricht ein neuer Tag in der interessantesten Stadt des Universums an: Vinsalt. Jetzt im späten Phexmond ist es noch ein wenig frisch, aber der Frühling bricht sich unübersehbar langsam Bahn – der Winter war ja auch lang genug. Vielleicht liegt es auch daran, dass es zur Zeit recht ruhig ist in der Stadt. Es gab ein paar Ruhestörungen wegen trunkener Jungpatrizier, die das Frühjahr auf ihre Weise begrüßen wollten, ein paar Unruhen zwischen Handwerksgilden, die üblichen kleinen Diebstähle und Gaunereien, aber ansonsten geht es anscheinend den meisten gut genug. Zumindest scheint es doch ganz so…



    Kerry Cinneídi


    Es ist so früh, dass es noch ganz schön kalt ist. Noch nichtmal richtig hell ist es, und auf den Straßen ist noch nicht viel los. Also im Grunde genau wie geplant. Schließlich sollen ja Clarina, Yesabella und Signora di Ravazzo nicht sehen, dass Kerry ihr Kleid bei Schneider Kötter selbst abholt, statt einen Dienstboten zu schicken. Diese Versteckspiele sind auf Dauer ganz schön ermüdend, aber bis jetzt ist sie damit gut durchgekommen. Die Freunde am Palazzo-Hotel verabschieden und dann, nach einer kleinen Pause, durch die Gassen zur kleinen Herberge. Immerhin ist das alte Paar, das die Zimmer vermietet, nicht daran interessiert, was ihre Gäste tun und lassen, solange sie ruhig sind und die Miete zahlen. Ja- wobei das auch früher oder später ein Problem geben könnte. Unwillkürlich tastet sie nach dem Geldsäckel unter ihrer Bluse. Anstelle einer Anzahlung hatte sie ihr Amulett dortgelassen, widerwillg zwar, aber vermutlich hatte Schneidermeister es nur deswegen erst als Pfand akzeptiert. Wirklich ganz schön kalt, fröstelnd zieht sie die Schultern zusammen. Immerhin ist es jetzt nicht mehr weit.


    Gerade Kerry in die Gasse einbiegen will, stößt sie mit einem Kerl zusammen, der sie glatt um einen Kopf überragt. Den Hut tief ins Gesicht gezogen dreht der sich kurz zu ihr um und für einen Augenblick sieht er tatsächlich aus, als würde er auf sie losgehen wollen – als ob es ihre Schuld gewesen sei! – aber da besinnt er sich eines Besseren, dreht sich um und geht ohne ein Wort zügig von dannen.



    Alricio Scarpone


    Es ist nicht mehr ganz so früh, aber es geht immernoch als morgens durch. Wie immer ist Alricio weit vor Beginn seiner Schicht bei der Wache. Es passier derzeit nicht viel, und da er sich dazu freiwillig gemeldet hat, ordnet er aktuell das Archiv der Wache neu. Nicht zu spannend und teilweise recht haarsträubend, was da in den vergangenen Jahren aufgezeichnet wurde, aber auf der anderen Seite auch lehrreich. In der Stube sitzt der alte Hunsker, grüßt hustend und schließt eine Schublade, die, in der er seinen Schnaps versteckt natürlich. Ganz schön früh am Tag, eigentlich. Routinemäßig hängt Alricio seinen Mantel auf und will gerade seine Uniform aus dem Spind holen, als der alte seine Stimme wiedergefunden hat und ihn zu sich winkt. „Lass mal, Junge, komm man rüber, gibt heut was anderes. Komm, setz dich mal.“ Noch so eine Angewohnheit. Hunsker duzt jeden, der nicht mindestens eine Dekade gedient hat. Aber auf der anderen Seite hat er sich seine Seniorität auch mehr als verdient, wenn man den Geschichten Glauben schenken darf.



    Raffayel Spinola


    Es ist ein lauer Sommerabend im kaiserlichen Hoftheater, und Raffayel betritt die Bühne. Szenenapplaus, das Orchester spielt eine Schleife, noch eine, er kostet den Augenblick aus und setzt erst beim dritten Mal ein. Die Arie aus dem „Wellenreiter“ gelingt ihm famos, für einen Herzschlag ist Ruhe, dann bricht der tosende Applaus los. Rosen und Herzen fliegen ihm zu, er sieht die Prinzessin, die vornehm errötet und – hat sie ihm gerade zugezwinkert? Sie gehen im kerzenbeleuchteten Park spazieren, finden Unterschlupf in einer kleinen Pagode, sie schmilzt dahin, küsst ihn und tritt ihm in die Seite. Es schmerzt ein wenig. Sie tritt noch einmal zu, fester. Und wieder. Der nachtblaue Himmel reißt ein, Prinzessin wie Pagode schwinden dahin, und er sieht eine wütende Lehrtochter der Schmiede ein paar Häuser weiter.


    Es ist spät am Morgen, Raffayel liegt zwischen verschiedenen Kostümen im Umkleidebereich des Hammertheaters. Der eigentliche Name ist „Varieté Barroco“, aber da just in der Straße gleich zwei Schmieden ansässig sind, hat sich der durchaus anerkennend ausgesprochene Spitzname so weit durchgesetzt, dass er selbst von den Künstlern genutzt wird – solange Signor Barroco nicht in der Nähe ist, versteht sich. Aber weshalb ist Yulia so wütend? „Weißt du, was ich deinetwegen für einen Ärger gekriegt habe? Natürlich nehm ich die Schere mit, hast du gesagt! Und ich blöde Kuh hab mich auf dich verlassen. Na schönen Dank, jetzt soll ich einen Boten zahlen. Von wegen! Los, hoch mit dir!“ Autsch, der Tritt war jetzt wirklich schmerzhaft. Was Raffayel wundert: Er hat die Schere doch wie verabredet mit zum Schneider genommen, als er die Kostüme abgeben war. Sie lag sogar verpackt auf dem Stapel hier im Theater, er musste sie nichtmal abholen wie eigentlich verabredet. Was ihm ganz gut gepasst hatte, der alte Schmied mit dem einen Auge war ihm irgendwie unheimlich.



    Madalea Mazarin


    Kann ein Tag, der mit Leichenwaschen beginnt, noch gut werden? Aber Madalea weiß, dass nicht jede Absolventin ins gerichtsmedizinische Institut übernommen wird, also tut sie ihre Arbeit ohne zu murren. Und immerhin scheint es heute Abwechslung zu geben. „Madalena, nach dem lass mal gut sein für heut, das schaff ich schon.“ Oha, so großzügig ist Magistra Nacantia sonst nicht. „Ich habe nichts von Aufhören gesagt. Wenn du fertig bist, dann geh zu Meister Ganter, die Bestellung der Skalpelle überprüfen. Hier im Paket sind die Muster und die Liste, er soll uns bloß keine krummen Brotmesser unterjubeln.“ Immerhin, ein wenig frische Luft. Und da sie heute Frühschicht hat, könnte sie auf dem Rückweg noch in der Stadt vorbei. Aber erstmal ist der junge Unbekannte dran, der gestern am Flussufer gefunden wurde und nun vermutlich als Anschauungsmaterial für den Unterricht gedacht ist. Sofern ihn niemand rechtzeitig für sich beansprucht.

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  • Kerry


    Es ist eine frühe Stunde, oder späte, je nach Betrachtungsweise. Für Kerry ist sie jedenfalls richtig, um ungesehen zu Schneider Kötter zu gelangen, um das Kleid abzuholen. Eine weitere kleine Unbille in Kerrys Augen, so sie nur dieses Kleid bekommt und damit auf dem Ball glänzen kann. Auf den freut sie sich bereits ganz ungeniert. Leider musste sie das Amulett beim Schneider versetzen, das sie immer so gerne gut sichtbar getragen hat, weil es ein echter Augenfänger ist. Aber sie zweifelt nicht daran, es spätestens nach dem Ball auslösen zu können. Tiara würde es bestimmt verstehen, wenn sie es begreifen könnte. Aber das Kleid ...

    Es wird schon, da ist sich die eher kleine Albernierin sicher. Schließlich tat es das bislang immer.


    Ganz schön frisch zu dieser Stunde. Kerry fröstelt und zieht kurz die nicht gerade breiten Schultern hoch. Vielleicht hätte sie ihren Umhang umlegen sollen.

    Kerrian Bridgit Cinnéidi ist keine besonders große Frau mit einem Schritt und kaum dreieinhalb Spann Größe. Hellbraunes Haar fällt glatt bis auf ihre Rückenmitte, sie hat grüne Augen, die lebhaft und meist etwas keck in die Welt sehen und ihr schlanker Körper, der gerade nicht ganz mehr als zierlich zu bezeichnen ist, zeugt von Beweglichkeit und Geschmeidigkeit. Sie ist auf um die 20 Götterläufe alt zu schätzen. Die Albernierin hat ein gut geschnittenes Gesicht, das schon Viele angesprochen hat, dazu kann sie sehr einnehmend lächeln, was ihr ihre durchaus vorhandene Ausstrahlung unterstützt.

    Gekleidet ist sie ein naturfarbene, saubere Bluse aus Leinen und engsitzende braune Hosen, ebenfalls aus Leinen, die Stiefel sind sauber geputzt und nicht rissig oder offensichtlich abgetragen. Auf ihr Aussehen und ihre Kleidung achtet sie.

    Sie trägt einen Degen und einen Hakendolch zusammen mit einer Gürteltasche und einem Beutel am Gürtel, einen braunen Achat mit grünen Einsprengseln mit Hesinde- und Boronzeichen um den Hals und auf den Kopf einen Hut mit einer eleganten Feder.


    Kerry biegt um eine Ecke, um die aus der anderen Richtung auch gerade jemand kommt, und es gibt einen kurzen, unvermeidlichen Zusammenstoß. Ein Mann, größer als sie, was auf sehr viele Menschen zutrifft.

    Mit einem "Hoppsa" möchte sie an ihm vorbei, als sie seinen finsteren Gesichtsausdruck sieht und macht sich schon bereit, zurückzukeifen, als er vernünftigerweise beschließt, dass es diesen kurzen Zusammenstoß doch nicht wert ist, und seinen Weg fortsetzt.

    Was sie auch macht, schließlich gilt es, dieses wundervolle Kleid abzuholen.

  • Alricio Scarpone


    Ein wenig hat er ja noch bis zu seiner Schicht als Alricio sich auf den Weg zur Wache macht.

    Alricio Scarpone 182 halbfinger groß, mit seinem ausladenden Bauch und 143 Stein Gewicht wirkt er Träger als er warscheinlich ist.. Das schwarze Haar militärisch kurz geschnitten und blaue Augen. Gekleiden in robuste Kleidung Mantel und Lederhose dazu Schwere Lederdtiefel.

    Viel ist noch nicht los also kommt er auch gut Vorran, unterwegs Kauft er sich noch einen Apfel den er ist. Bevor er dann die Wache betritt Wirft er den Abgenagten Stumpf in die nächste Ecke. "Morgen" Antwortet er Hunsker 'Der fängt doch auch jedes mal früher an' Denkt er sich und begibt sich zu seinem Spind , als er auch schon wieder zurückgerufen wird. "Hm." Brummt er dann dreht er sich um und geht zu ihm. "Was gibt es denn Korporal. " Dann setzt er sich und sieht Hunsker gespannt an.

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.

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  • Raffayel Spinola


    Ein wenig benommen rappelt sich Spinola zum sitzen auf und reibt sich mit beiden Händen das Gesicht. Sein Kopf schmerzt. Zu viel Wein vermutlich...oder eher zu billiger Wein „Was willst du, Prinzessin? Ich hab dem Schneider die Schere doch gebracht!“ Prinzessin? Wo kam das denn auf einmal her? Er streicht sich die Schulterlangen schwarzen Haare aus dem Gesicht, dann seufzt er leise und kommt schließlich auf die Beine. Sie wird wohl kaum zulassen, dass er sich noch mal hinlegt.

    Raffayel Spinola ist eigentlich ein ziemlich ansehnlicher Mann und sich dessen auch bewusst, schließlich hat er es oft genug von den unterschiedlichsten Damen und Mädchen gesagt bekommen. Er ist schlank und alles an ihm wirkt auf angenehme Weise lang. Lange Beine, Lange Finger, lange Nase. Er hat ein gut geschnittenes Gesicht mit markanten Wangenknochen und einem sonst sehr gepflegtem Kinnbart. Aber jetzt um diese „frühe“ Stunde wirkt er ein wenig zerknautscht und die graublauen Augen sind rot gerändert. Nunja... das ist nichts, was sich nicht durch eine gründliche Wäsche und etwas Zeit beseitigen lässt.

    Zwischen den ganzen verstreuten Kostümen müssen irgendwo auch seine Kleider sein. Mit dem Fuß stößt er eine ausladende Robe beiseite. Sein Hemd, dass ist ein guter Anfang. Während er es anzieht führt er die Unterhaltung fort: „ Du hast sie doch gestern noch hier vorbeigebracht, oder nicht? Muss so gegen Mittag gewesen sein,sonst hätt ich dich ja gesehn.“ Verstehe einer die Weiber. Sie müsste es doch eigentlich am besten wissen, denkt er kopfschüttelnd und klaubt seine Hose vom Boden auf. „Jedenfalls hab ich sie wie besprochen mitgenommen und abgegeben.“

    Sein Blick wandert nach oben in das Gebälk des Theaters. Da irgendwo muss Dschingis noch rumklettern, auch wenn Spinola das Äffchen gerade nicht entdecken kann. Normalerweise schläft er zusammengerollt in seinem Barett, aber das liegt leer auf einem Hocker. Wahrscheinlich immer noch beleidigt.

  • Madalea Mazarin


    Madalea, nicht Madalena .... wieso kann sie sich meinen Namen nicht merken? "Videlicet, Magistra!" erwidert Madalea mit der festen Stimme der Absolventin und wissenschaftlich kurz angebunden, halb über die Leiche gebeugt und auch da mit wissenschaftlichem Interesse. Allerdings klingt Madalea wegen der Kräuterstopfen in ihrer Nase und dem Tuch vor Mund und Nase sehr gedämpft und leicht nasal. "Ich kann gerade nicht.....", deutet sie an, indem sie ihre Hände mit dem Waschtuch hebt. "Könntet Ihr es einfach da ablegen? Ich kümmere mich dann natürlich sofort darum. Lange brauche ich nicht mehr hier, dann breche ich stante pede auf. Ich nehme an, es haben sich noch keine Verwandten gemeldet, die Anspruch auf den Leichnam erheben?" Madalea hat gelernt, Tote immer erst als "Dinge" zu betrachten. Leiber, die ihrer Seele beraubt worden sind, aber keine Individuen mehr. Bei ihrer ersten Leiche hatte sie sich noch gefragt, wie der Mensch gelebt hat, wer ihn vermisst, welche Träume er gehabt hat ..... Aber das liegt schon ziemlich lange zurück. Mindestens genau so lange wie ihr letzter Brechreiz beim Leichenwaschen. Und gerade jetzt bemüht sie sich, vor der Magistra nicht mehr als Scholarin dazustehen, die sie vor kurzem noch gewesen ist. Auch daran musste man sich erst einmal gewöhnen.

  • Die Straßen von Vinsalt – Kerry


    Kerry schenkt dem finsteren Kerl keine weitere Aufmerksamkeit, und schon ist er um die nächste Ecke verschwunden. Das Haus der Werkstatt ist bereits in Sichtweite, und sie kann die junge Gesellin, die bei ihrem letzten Besuch auch hier war, aus der anderen Richtung kommen und in den Hof einbiegen sehen – Malina oder Maline heißt sie, wenn Kerry sich recht entsinnt. Doch viel Zeit zum Grübeln bleibt ihr nicht, denn sogleich hört sie einen lauten Schrei. Aus genau der Richtung, in die sie geht, und es klingt nach der Gesellin, Schrecken und Panik.



    Die Wache – Alricio


    Hunsker mustert Alricio erst einmal, nachdem der sich gesetzt hat und beginnt, mit dem Griffel auf dem Tisch zu spielen. "Es gibt anscheinend Ärger bei den Zünften. Meister Ferdoccio, der Zunftmeister der Schneider, also, wir kennen uns von früher, darum hat er mich angesprochen. Er will die Wache nicht offiziell beauftragen und hat mich gefragt, ob ich einen Privatinspector empfehlen könnte. Ich halte nicht viel davon, solche Sachen Amateuren zu überlassen, zumal heute früh wohl jemand zu Tode gekommen ist, andererseits will ich ihn nicht allein lassen." Er knetet den Griffel jetzt ziemlich durch. "Du hattest im Winter ziemlich gute Arbeit bei dem Schmugglerring geleistet. Ich hätte gern, dass du der Sache bei den Schneidern mal nachgehst. Ohne Uniform. Verstanden?" Er lässt dem Griffel eine Atempause und sieht Alricio an. "Um deine Freistellung hier kümmere ich mich. Es steht dir frei, die Untersuchung abzulehnen."



    Das Hammertheater – Raffayel


    "Prinzessin Schminzessin!" Das ist wohl nicht so gut angekommen. Allein durch das Aufstehen entgeht Raffayel einem weiteren Tritt. "Was glaubst du wohl, was das hier ist?!" Sie hält ein Paket hoch. Den Umrissen nach eindeutig eine Schere, und Yulia beherrscht sich augenscheinlich gerade so, sie nicht nach ihm zu werfen. Was ihn allerdings trifft, ist ein Kajalstift von schräg oben. Dschingis ist von dem Lärm offenkundig nicht begeistert.

  • Hammertheater- Raffayel Spinola


    „Autsch!“ Ärgerlich reibt sich Spinola die Stirn, wo der Stift ihn getroffen hat und schickt dem grinsenden Äffchen einen strengen Blick.

    Dann wendet er sich wieder Yulia zu. „Willst du mich veralbern? Sieht genau so aus, wie das Päckchen, das ich gestern dem Schneider mitgenommen habe! “ Kann ein Tag eigentlich noch frustrierender beginnen?

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  • Die Straßen von Vinsalt – Kerry


    Da ist auch schon die Schneiderei, und Kerry geht ein wenig schneller. Bald wird sie dieses Kleid in Händen halten, und sich dann noch etwas hinlegen können ... Sie sieht die Gehilfin in den Hof einbiegen. Sehr gut, dann wird ihr auch sofort aufgemacht.

    Da schrillt ein Schrei auf, Kerry zuckt unwillkürlich zusammen, von einer Frau ... aus dem Hof der Schneiderei?! Was ...?! Kerry rennt los, um in den Hof zu eilen.

  • Die Wache – Alricio


    Alricio hört Hunsker zu während dieser berichtet. "Ich werd mich darum kümmern." Dann steht er kurz auf und Holt sein kleines schwarzes Buch aus seinem Spind. Als er wieder bei Hunsker sitzt schlägt er es auf. "Was muss ich Wissen?" Während er das sagt schreibt er schon auf eine neue Seite in Sauberer Handschrift: Schneidergilde. Um darunter mit den ersten Informationen zu ergänzen.

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  • Universität – Madalea


    Ja, das mit dem Namen würde die gute Magistra wohl nie so recht lernen. "Nein, noch nicht. Und von den Schwarzen hat sich vorzüglicherweise auch noch niemand gemeldet." Ja, die Priesterschaft Borons war nicht immer gut auf die Universität zu sprechen. Auch wenn selbstverständlich jeder Leichnam dem Tempel überstellt wird – beizeiten, versteht sich. "Nur nicht hudeln." Ja, aus der Rolle als Studiosa kommt man so schnell nicht heraus. Aber der Gedanke an die frische Luft beflügelt Madalea, und schon bald ist sie fertig und nimmt das Paket auf. Die Schmiede von Meister Efferdan, hinter vorgehaltener Hand auch 'Zyklop' genannt, hatte sich seit geraumer Zeit auf Messer und Scheren spezialisiert, Degen wurden nur noch in Ausnahmefällen gefertigt. Sie ist schon einmal dort gewesen, es ist ein gutes Stück zu Fuß, sodass es kaum auffallen würde, wenn sie einen kleinen Umweg einschlägt. Oder begibt sie sich direkt in einer Droschke dorthin?



    Hammertheater – Raffayel


    Yulia sieht ganz eindeutig nicht nach Albernheiten aus, mehr fuchsdämonenwild. Es ist genau jetzt vermutlich kein guter Zeitpunkt, das auszudiskutieren. "Ich habe keine Ahnung, was du gestern dem Schneider gegeben hast, aber DIESE Schere, die wie abgesprochen in der Schmieder lag, war es nicht! Geh in die Schmiede, links um die Ecke, das Paket auf dem Tisch. Dreimal hab ichs wiederholt, ich glaube, das hat jeder der gerade im Laden war mitbekommen. Außer dir! Los, hoch mit dir! Du machst dich sofort auf den Weg! Oder noch besser, du kommst einmal mit rüber und bestätigst dem Meister, dass du es verpennt hast und nicht ich, und dann machst du dich auf den Weg!"


    Dschingis springt derweil aus dem Gebälk nach unten und verkriecht sich unter einem zusammengefalteten Vorhang. Immerhin ist Raffayel nicht der einzige, dessen Tag nicht ganz nach Plan beginnt.



    Schneiderei Kötter – Kerry


    Auf dem Hof angekommen sieht Kerry die Gesellin aus dem Tür laufen, die Augen vor Schrecken geweitet. "Meister Kötter! Meister Kötter! Ihr Götter, er ist…" Statt fortzufahren, fängt sie an zu weinen und hält sich an Kerrys Arm fest. "Er ist…" Sie kommt kaum aus dem Schluchzen. Was Kerry von hier aus sehen kann, ist ein zerbrochenes Fenster und die offene Tür. Und dem Verhalten der Gesellin nach zu urteilen, ist dem Meister wohl etwas zugestoßen – falls sie um die Ecke lugt, sieht sie ein paar Füße, er liegt wohl auf dem Boden.



    Wache – Alricio


    Hunsker nickt. "Das habe ich gehofft. Ich kann dir nicht viel sagen, Junge, außer dass dich der Zunftmeister im Ingerimmtempel erwartet. Du kannst ihm sagen, dass ich dich empfohlen habe, aber nicht, dass du von der Wache bist. Und lass dich nicht zu gering abspeisen. Wenn du es brauchst, hol dir Hilfe. Wenn du schon ex Uniform ermittelst, dann steht dir das schließlich frei. Und vergiss nicht, mich auf dem Laufenden zu halten, ich kümmere mich um den Constabel."

  • Schneiderei Kötter – Kerry


    Als Kerry in den Hof rennt, kommt ihr die tränenüberströmte Gesellin entgegen. Wie heißt sie noch mal? Irgendwas mit Ma- am Anfang. Aber Zeit, darüber nachzudenken, hat Kerry nicht. Aus dem entsetzten Gestotter entnimmt sie, dass irgendetwas dem Schneider geschehen sein muss. Zerbrochenes Fenster, ist etwa eingebrochen worden? Ein Schreck durchfährt sie: Ihr Kleid und das Amulett!

    Die Gesellin klammert sich an ihren Arm, als wäre Kerrys Körper in der Lage, ihr Stütze zu geben.

    "Ist ja - was ist denn geschehen?", fragt sie, tritt aber näher an die offene Tür, um hineinzublicken. Sie sieht ein paar Füße auf dem Boden. Hatte der Einbrecher den Schneidermeister nieder geschlagen? Oder ...?

    Kerry fühlt den ersten Hauch eines kalten Schauers in ihrem Nacken, der nichts mit der kühlen Morgenluft zu tun hat.

    Vorsichtig tritt sie ein, um mehr zu sehen.

  • Wache – Alricio

    "Alles klar." Alricio klappt sein Buch zu. "Dann mach ich mich gleich auf den weg." Steht auf und geht sich seinen Mantel anziehen. Am weg zur Tür nickt er Hunsker noch einmal zu und verschwindet in die Straßen Vinsalts.


    Am weg zum Tempel


    Am weg zum Ingerimtempel geht er noch kurz bei einem Bäcker rein sich etwas für unterwegs zu Kaufen. Als er beim Tempel ankommt ist er noch schnell fertig ehe er hineingeht.

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  • Hammertheater- Raffayel


    Einen Augenblick lang ist Spinola versucht, doch noch etwas zu erwidern vielleicht sogar in einem schärferen Tonfall. Aber auf der anderen Seite, was würde das schon bringen? Mit Frauen allgemein und ganz besonders mit wütenden lässt sich einfach nicht gut diskutieren. Ein kleiner Seufzer entweicht ihm, dann nickt er. „In Ordnung. Darf ich mich bitte noch fertig anziehen?“, fragt er, dann schlüpft er in Weste und Jacke, „ Oder soll ich lieber halb nackt das Haus verlassen, damit dein Meister sieht, wie leid mir das ganze tut?“

    Schließlich ist er fertig. „Komm, Dschingis. Wenn wir das hinter uns gebracht haben, suchen wir dir was zu naschen.“, verspricht er und geht schon mal Richtung Tür.

  • Universität – Madalea -> Stadt


    Noch vor ein paar Monaten hätte Madalea nicht lange gezögert und den direkten, schnellen Weg genommen, um ihre Arbeit schnell zu erledigen und schnell wieder zurück an der nächsten Arbeit zu sein. Nicht so heute, nicht mehr..... Sie streift sich die Schürze von der Leichenwäsche ab, die Handschuhe, legt das Mundtuch ab und zieht dann erst die Kräuterbündelchen aus der Nase ..... wie man das eben so lernt an der Akademie. Ordentlich Hände und Gesicht waschen, umziehen, Dolch und Zauberstab und das Paket mit den Skalpellmustern samt Beschreibung und Liste gegriffen, es dauert bei ihr nicht lange. Dann macht sich Madalea zu Fuss durch die Stadt auf und geniesst die freie Zeit. Gegen die Frische hat sie sich noch einen grünen Umhang umgeworfen, aber die Frühlingssonne ist herrlich. Ein richtig guter, schöner Tag!

  • Hammertheater – Raffayel und Madalea


    Kurz, ganz kurz, blitzt bei Raffayels Vorschlag ein Anflug eines Lachens über Yulias Gesicht, aber dann setzt sie wieder ihre strenge Miene auf. "Beeil dich, ich warte unten." Dschingis hat sich damit abgefunden, dass die Schlafenszeit vorbei ist und folgt ihr bereits, wobei er ihre drohende Geste mit der Schere hinter ihr nachäfft.


    In der Schmiede hat sich derweil eine Kundin eingefunden, der Kleidung nach eine hochgelehrte Dame, die mit dem Schmiedemeister einen Satz kleine Messer inspiziert. Entsprechend müssen die beiden einen Moment warten, bis der Meister zu ihnen kommt und sie anspricht. "Was ist denn los?!" Yulia sieht Raffayel auffordernd an.


    Madalea ist mittlerweile auf mehr oder weniger geradem Wege durch die Stadt flaniert und in der Schmiede angekommen. Der Meister hat sie standesgemäß begrüßt und bereitwillig die bereits hergestellten Werkzeuge auf der Werkbank ausgebreitet. Sie sortiert also Skalpelle und chirurgisches Besteck in gut (das meiste), schlecht (nur eines) und nachbessern (wenige), insgesamt sieht die Arbeit recht gut aus. Wenn sie zwischendurch aufblickt, sieht sie, dass das Lehrmädchen hereingekommen ist und wohl noch ein Kunde. Und er sieht aus wie dieser hübsche Sänger, der mit zwei Lautenspielern am Wochenende im Park gesungen hat! Sogar seinen Affen hat er dabei. Der Tag wird immer besser.



    Schneiderei Kötter – Kerry


    Als Kerry in die Schneiderstube hineinlugt, sieht sie, wem die Füße gehören. Es ist Schneidermeister Kötter, er liegt neben seinem Werktisch in einer Blutlache. In seiner Brust steckt eine Schere. Es sieht fast so aus, als ob er geradewegs rückwärts von der Bank gefallen sei. Von draußen hört sie die Gesellin greinen. "Oh, möge Ingerimm uns beistehen. Arolax, gut dass du hier bist! Der Meister ist… ist…" Der Rest geht in Geschluchze unter. "Maline! Was ist passiert? Ein Einbruch?" Maline! Das war der Name! Kerry muss sich nicht lange wundern, wem die andere Stimme gehört, denn kurz darauf betritt ein Zwerg die Stube, taxiert die Situation und sieht dann Kerry etwas argwöhnisch an. "Wer seid ihr?" - "Das ist Singorina Kerrianna, sie war letze Woche hier." Immerhin lässt Maline sie nicht im Regen stehen, auch wenn sie ihren Namen immer noch nicht richtig ausspricht. Dem Zwerg scheint das fürs erste zu reichen, jedenfalls nickt er ihr kurz zu. "Wir haben geschlossen," stellt er fest. "Maline, du gehst Zunftmeister und machst Meldung, ich gehe den Borontempel informieren." Er sieht noch einmal kurz zu dem Toten, und endlich schleicht sich so etwas wie Bedauern in seine Mimik. Er sieht nun wieder Kerry an. "Es tut mir Leid, werte Dame, ihr werdet euch gedulden müssen." Maline hat sich indessen wieder Kerrys Arm geschnappt und schluchzt vor sich hin.



    Beim Ingerimmsgtempel – Elaysa dil Cordori und Alricio


    Wenn etwas gut werden soll, dann mach es selbst, hatte ihre Großmutter stets gesagt. Und Elaysa hat stets versucht, ihren Rat zu beherzigen, und so ist sie am späten Morgen dieses Tages selbst unterwegs zum Ingerimmstempel, um dort mit dem Zunftmeister der Schneidergilde über den Auftrag für die neuen Uniformen der Dienerschaft zu sprechen. Es ist freilich noch etwas zeitig, bist zum nächsten gesellschaftlichen Großereignis gehen noch ein paar Monde ins Land, aber sie kümmert sich lieber früher als später um diese Dinge – man weiß ja nie, was passiert. Gerade heute zum Beispiel war der Zunftmeister nicht im Zunfthaus anzutreffen, sondern hält sich gerade im Tempel auf. Immerhin ist es nicht weit dorthin, und so weiist sie Emilio an, sich selbst und dem Kutschpferd eine Pause zu gönnen und geht die letzen Schritte zu Fuß.


    Ist das nicht dieser junge Gardist, der sie vor kurzem zu später Stunde nach Hause eskortiert hatte? So ohne Uniform hätte sie ihn fast nicht erkannt. Doch, das müsste er sein. Wie es aussieht, kaut er gerade – dass sich die Leute nicht Zeit nehmen können für ihre Mahlzeiten…


    Als Alricio am Tempel ankommt, isst er schnell noch seinen Schmalzkringel, bevor er hineingehen will. Als er sich gerade den letzten Bissen in den Mund gesteckt hat und sich nach einem Brunnen zum Händewaschen umsieht, sieht er eine junge Frau, gutgekleidet, die auf den Tempelvorplatz tritt. Sie sieht ihn an. Und irgendwie kommt sie ihm bekannt vor.

    2 Mal editiert, zuletzt von Lir () aus folgendem Grund: Raffayel richtig benannt

  • Schneiderei Kötter – Kerry


    Entsetzt starrt Kerry auf die Leiche des Schneidermeisters, die Schere, das Blut, und ungebeten kommen schreckliche Erinnerungen an die Dinge, die Dagon Lolonna seinen Passagieren antat. Schrecken und aufsteigendes Würgen schnüren ihr für einen Moment den Hals zu und sie steht reglos da, die grünen Augen aufgerissen und gar nicht mehr munter dreinschauend.

    Dass draußen eine andere Stimme zu hören ist, dass Maline Maline heißt und nicht mehr an ihrem Arm hängt, das bekommt sie kaum mit. Selbst der falsch ausgesprochene Name und der weggelassene Nachname perlen in diesem Moment an ihr ab.

    Kerry schluckt, atmet tief ein, aus, schluckt noch mal. Sie blinzelt.

    Der Zwerg kommt herein, Kerry dreht sich zu ihm um, und nimmt willkommen die Gelegenheit wahr, etwas anderes zu sehen als den toten Schneider. Ja, bedient wird hier heute wohl niemand.

    Maline hängt wieder an ihrem Arm, und eigentlich ist Kerry sehr froh darüber, selbst wenn Maline eigentlich selber Trost und Stütze sucht und nichts davon weiß, dass es Kerry gerade ebenso geht.

    Sie fängt sich wieder etwas mehr. Lolonna und seine grausamen Schandtaten sind weit weg. Der ermordete Schneider ist eine unerwartete Tragödie.

    Wieder atmet sie tief ein und aus.


    "Habt Ihr ...", sie muss sich räuspern, um ihre etwas belegte Stimme frei zu bekommen. "Wisst Ihr, wer das gewesen sein kann?", fragt sie Maline. Etwas reden lenkt sie beide sicherlich ab.

    Ihre Augen wandern, als sie sich wieder etwas wendet, abseits der Leiche, durch den Raum, um zu sehen, ob er offensichtlich durchsucht wurde, oder erkennbar etwas fehlt.

  • Beim Ingerimmsgtempel – Elaysa dil Cordori und Alricio


    Alrikio sieht die junge Dame an 'Ob sie in den Tempel will.' Denkt er sich. Dann wäscht er sich schnell im Brunnen die Hände, als er fertig ist sieht er das die junge Dame fast den weg bis zu ihm zurückgelegt hat. 'Wie hieß sie denn noch gleich, zum nachsehen ist es wohl zu spät.' Als sie bei ihm ankommt verneigt er sich knapp. "Seniorina Cordori schön euch wieder zu sehen."

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  • Beim Ingerimmtempel - Elaysa dil Cordori und Alricio


    Elaysa hat Alricio interessiert gemustert und kommt dann ruhigen Schrittes auf ihn zu. Sie trägt ein hellgraues Kleid, beinahe silbrig und mit sorgfältig gleichmäßiger Farbe. Darüber einen dunkelgrauen Überwurf, der gegen die kühle Frühlingsluft wärmt. Die langen Haare mit einer Farbe zwischen hellem rot und braun, hat sie sorgfältig nach oben gesteckt, so dass ihr nur ein paar Strähnen ins Gesicht fallen.

    Lächelnd beobachtet sie Alricios Verbeugung. "Die Zwölfe zum Gruße. Es freut mich ebenso, beinahe hätte ich Euch nicht erkannt, ohne Eure schicke Uniform. Aber ich wollte mich ohnehin noch einmal bedanken, dass Ihr mich nach Hause begleitet habt, als es doch so spät geworden war. Wie geht es Euch? Ich hoffe, Ihr habt keinen Ärger wegen des Umwegs bekommen?"

  • Raffayel-> Schmiede


    Raffyael grinst zufrieden, denn natürlich ist ihm Yulias kleines Lachen nicht entgangen. Die wird sich schon wieder fangen, allerdings müsste er sie vielleicht mal irgendwohin ausführen...Nein, unmöglich. Viel zu teuer.

    Naja, erst mal diese leidige Geschichte mit der Schere klären.

    Er wartet geduldig bis der Schmied sich Zeit für ihn nimmt. Wenn Madalea zu ihm rüberschaut schenkt er ihr ein charmantes Lächeln- allerdings ohne sichtliches Wiedererkennen.

    DAnn antwortet er dem Schmied nach einer knappen Verbeugung " Meister Efferdan, ich fürchte es gab ein Missverständnis, was diese Schere angeht. Und ich würde mich entsetzlich fühlen, wenn Ihr eure brave Yulia wegen meiner Dummheit belangen würdet. Darum bin ich hier um meinen Fehler wieder gut zumachen."


  • Beim Ingerimmtempel - Elaysa dil Cordori und Alricio


    "Das ist doch nicht der Rede wert." Antwortet er auf ihren Dank. "Ganz gut bin heute einmal Privat unterwegs." Dabei zwinkert er ihr zu. "Nein gab keinen Ärger man erwartet ja von mir langsam zu sein." Dabei grinst er etwas verlegen und hält sich den Bauch.

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