Ewige Schätze

  • Thorgrimm erwidert auf Morgaines Frage, dass es im Innern der Türme zwar übersichtlich angeordnet ist, aber für es für Menschen eigentlich unmöglich ist, sich darin fortzubewegen, da es nicht für Menschen entworfen wurde: man müsste mehr oder weniger an den Wänden heraufklettern können oder fliegen, um nach oben zu gelangen. Es gibt nur diese Einkerbungen als Steighilfe. Das einzige Versteck, was ihm einfällt, wäre die Schatzkammer. Was Morgaine jedoch zu denken gibt, ist seine Ergänzung, dass seinen 'Erinnerungen' nach eigentlich niemand mehr von diesen Wesen da sein dürfte oder vermutlich wäre - immerhin hatten sie und auch Fiora, wenn sie das richtig verstand, Kontakt mit ihm gehabt und auch die armen Castillier standen unter seinem Einfluss.

    "Wir fangen mit diesem Raum im Gang unten an", beschließt sie, "und dann durchsuchen wir noch alles, was für uns erreichbar ist."

    Sie wendet sich noch an Fiora: "Was lässt Euch annehmen, dass es mehrere sind?"

  • Fiora


    Die Mannschaft murrt und knurrt folgt, aber Morgaine nach unten. Angus, der die Tür oben schon geöffnet hat, bietet an auch diese zu öffnen, da ihm der Mechanismus bekannt vorkommt.


    Morgaine


    Das Leben ist hart, unnachgiebig, brutal, langweilig, kurz, tränenreich, gefühllos,
    arm an Freude und Wundern, aus kosmischer Sicht nutzlos und schlichtweg schön.
    Gibt es einen besseren Grund um zu lächeln?

  • Fiora braucht einen Moment, um die verschiedenen Sinneseindrücke zu sortieren, ehe sie Morgaines Frage wahr nimmt. Sie blinzelt kurz mit den Augen, um wieder zu einer normalen Sicht zurück zu kehren. Sie schluckt schwer, ehe sie antwortet.


    "Ich weiß es nicht. Es ist eher ein Gefühl. Die Wesen sprechen immer von sich in der Mehrzahl. Außerdem lässt die Ähnlichkeit mit Insekten mich an mehrere Wesen denken. Und irgendwie..." sie senkt die Stimme leicht, "ist es keine Einzelstimme, die mit mir spricht, sondern es klingt eher nach... vielen." Sie weiß wirklich nicht genau, wie sie diese seltsame Stimme beschreiben soll. Aber wenn Morgaine die gleiche Stimme hört, dann wird sie wissen, was sie meint.

    Vor allem aber kann sie ihre Unsicherheit in der Beschreibung der Stimme vorschieben, um die Stimme noch weiter zu senken, so dass hoffentlich nur Morgaine sie noch hört. "Captain, ich fürchte die Mannschaft steht kurz vor einer Meuterei. Bis auf Reinhard sind alle durch Konflikt mit euch und uns verbunden." Sie hofft, dass diese kurze Beschreibung ausreicht, damit die Kapitänin versteht, worauf sie hinaus will.

  • Morgaine wiegt kurz den Kopf. Dass in der Mehrzahl gesprochen wird stimmt schon, für sie war es immer das Gefühl, es handle sich um eines. Womöglich sähe eines für sie aus wie das andere, aber aufgrund der lästigen, störenden und unangenehmen Dauerpräsenz ist es für sie nur ein Wesen, mit dem sie Kontakt hat.

    Zu den letzten, kurzen Sätzen, nickt sie nur. Ihr ist der Zustand der Mannschaft bewusst, diese Entwicklung wurde auf dem Weg hierher ja immer deutlicher.

    Doch sieht sie in einem nachgeben keine echte Option, eher die Wahrscheinlichkeit, dass ihre Befehlsgewalt dadurch für die Zukunft geschwächt werden würde.

    "Wir gehen!"


    Durch das Loch in der Wand geht es mit den vielen Leuten einfacher und schneller, als durch den Zugang im Baum.


    Eigentlich hatte Morgaine vor, die Stimme in ihrem Kopf so gut wie möglich zu ignorieren, aber:

  • Angus fummelt an der Einbuchtung in der Seite herum und grinst triumphierend, als die Tür sich bewegt.


    Morgaine, Angus, Thorgrimm und Fiora


    Der Raum dahinter ist in rotes Licht gehüllt, das von drei Edelsteinen ausgeht, die genauso aussehen wie der Stein,den die Mannschaft auf dem Wrack der Larranaga fanden. Morgaine schüttelt sich instinktiv, als sie die Streifen kalt schimmernden Metall sieht, die sich durch den ganzen Raum ziehen. Und in der Mitte liegen sie: drei Dutzend Diamanten, so groß wie Kochtöpfe, gut versteckt für die Ewigkeit. Einer der Matrosen, der hinter Angus stand dreht sich zu den anderen um und berichtet aufgeregt vom Fund. Die Mannschaft jubelt. Zum ersten Mal seit langem, scheint sich die Lage zu entspannen.

    Das Leben ist hart, unnachgiebig, brutal, langweilig, kurz, tränenreich, gefühllos,
    arm an Freude und Wundern, aus kosmischer Sicht nutzlos und schlichtweg schön.
    Gibt es einen besseren Grund um zu lächeln?

  • Morgaine schüttelt den Kopf, wie um den Kopf zu klären, weniger als Verneinung, als die letzten Bilder schwinden, und fährt sich fahrig mit einer Hand über die Stirn, aber das schiebt nur einige gelöste Haare zur Seite, nicht die Erinnerungen und Eindrücke. Das war seltsam, einfach seltsam, und alles verstanden hat sie auch nicht.

    Aber - der Schmerz im Unterleib ist weg, das merkt sie als nächstes, und dann, dass der ungebetene Besucher in ihrem Kopf fort ist. Das ist gut, auch wenn sie noch immer sucht zu begreifen und zu ordnen, was ihr da gerade gezeigt worden ist. Morgan, aye, wie es ihr erster Gedanke gewesen war, als Thorgrimm vor Stunden von dem rothaarigen Monster, das er für Morgaine gehalten hatte in seinen 'Erinnerungen', gesprochen hatte.


    Doch die Tür ist auf und ihr wird bewusst, was sie nun mit ihrem tatsächlich eigenen Augen sieht, und was auch ihre Leute sehen, wie der aufkommende Jubel zeigt.

    Instinktiv spürt sie etwas, weiß sie darum, obwohl es ihr früher nichts bedeutete, und ebenso instinktiv weiß sie auch, worin die Gefahr liegt.

    Und diese Diamanten ... Sie sind keine Diamanten, nicht wie sie Diamanten kennt, aber bei Theus und den Propheten, auch sie kann sich der Wirkung des Anblicks natürlich nicht entziehen. Sind die riesig. Ein Vermögen, auch nur ein einzelner von ihnen.


    Und sie weiß, was drin ist. Sie keift die Augen zusammen, noch immer mit den drei anderen vorne stehend und den Weg hinein versperrend. Ihre Gedanken rasen, Pro und Contra verschiedener Betrachtungen einschätzend. Das geht nicht bei allen Dingen, und es ist auch zu wenig zum Zeit gemäßigten Abschätzen.

    "Wartet! Wir müssen erst sehen, ob es keine Fallen gibt!", ruft sie befehlend, um zumindest etwas Zeit zu verschaffen. "Mr. MarcIntosh, seht Euch vorsichtig darin um. Fasst nichts an, schaut nur, ob es etwas gibt, auf das wir achten müssen. Und achtet darauf, wohin Ihr Eure Füße setzt."


    Wenn Angus hinein geht, wendet sie sich an die beiden anderen, die Stimme senkend, nicht flüsternd, mit einem Auge Angus' Bewegungen verfolgend: "Ich hatte gerade ... so eine Art Erinnerung, darüber", mit der rechten, behandschuhten Hand macht sie eine kurze Bewegung in das Rauminnere. "Dass es", nun senkt sie ihre Stimme weiter, in der Hoffnung, dass es endgültig in den Geräusche der freudigen Mannschaft untergeht, die obendrein hoffentlich alle auf Angus und den Inhalt des Raumes konzentriert sind, "sich da nicht einzig um riesengroße Edelsteine handelt."

  • Mit einem "Aye, Captain" macht sich Angus ganz vorsichtig daran, den Raum zu erkunden. Zuerst ein Blick zur Decke, dann auf den Boden, ob irgendwas seltsam aussieht, und auch die Wände werden angeschaut. Dann erst mit einer Fußspitze einen tastenden Schritt hinein, bereit, den Fuß sofort zurückzuziehen, falls der Boden nachgibt. Die Last auf dem Fuß wird dann langsam gesteigert, bis etwas passiert oder die volle Last auf dem vorderen Fuß liegt.

  • Welch ein Anblick! So schön! Und doch will ihm seine Erinnerung nicht aus dem Kopf gehen. Immer wieder sieht er die großen Reihen scharfer Haizähne vor seinem inneren Auge aublitzen... dann muss er an die angenagten Knochen der Matrosen vom Strand denken. Ob hier ein Zusammenhang besteht? Er folgt Angus vorsichtigen Schritten ins Innere des Raums, während er flüsternd Morgaine antwortet. "Eier?"

    Bongobongo! Erbgut .... hallooo?

  • Das weiß er? Morgaine ist überrascht, hatte sie doch angenommen, dass nur sie das gesehen hatte. Sie nickt unwillkürlich bei Thorgrimms ein-Wort-Antwort, was Thorgrimm womöglich nicht mehr sieht, da er bereits in den Raum hinein geht. Kurz möchte sie ihn zurückrufen, denn es sollte nur Angus gehen, aber dann lässt sie es durchgehen und rückt nur etwas weiter in den Durchgang (nicht in den Raum selber), um den Weg zu versperren.

    Im Raum drin sind die Männer dann eh zu weit weg für eine Unterhaltung. Ihr Blick wandert wieder zu den Diamanten, und wieder setzt sie an, den Kopf zu schütteln, wie man es manchmal macht bei Dingen, die einem unglaublich erscheinen, unterdrückt diese Geste dann aber.

    Statt dessen blickt sie zu Firora. "Habt Ihr das auch gesehen?", erkundigt sie sich leise, "Wisst Ihr auch darum? Diese Wesen müssen uralt sein, ich habe noch nie von ihnen gehört."

  • Fiora starrt in den Raum, als die Tür sich öffnet. Das war eindeutig ein Schatz, wenn auch anscheinend je nach Auslegung von sehr unterschiedlicher Natur. Und die Mannschaft hinter ihnen scheint eine sehr eindeutige Auslegung zu haben. Aber was meinen die Wesen mit den "Schöpfern"? Sind sie womöglich doch nicht die, für die sie Fiora hält? Andererseits haben sie auch nicht direkt widersprochen, als sie sie dessen beschuldigt hat. Wahrscheinlich sollten sie besser auf Nummer sicher gehen.


    Sie ist etwas überrascht, als auch Angus plötzlich von Eiern spricht. Anscheinend ist sie nicht die einzige, der diese Erinnerung gezeigt wurde. Und Morgaines Frage legt das gleiche nahe. "Ja, ich habe es auch gesehen", antwortet sie auf die erste Frage. Die zweite ist dagegen schon schwieriger zu beantworten. Aber sie würde vermutlich sowieso noch Ärger bekommen, weil sie bereits zuvor Dinge verschwiegen hat. Schlimmer würde es also jetzt wahrscheinlich auch nicht mehr werden.

    "Ich weiß nicht genau. Ich habe einmal in einem Buch über Wesen gelesen, die früher existiert haben. Vielleicht mit uns, vielleicht vor uns. Aber ich habe das für Märchen gehalten", antwortet sie ebenso leise.

  • "Ach?" Morgaines Aufmerksamkeit ist für den Moment ganz bei Fiora und diese riesigen Steine und die beiden Männer in dem Raum treten kurz in den Hintergrund. Wie oft hat sie heute schon danach gefragt, ob alles gesagt wurde, was von Belang sein kann und noch irgend etwas einfällt, das helfen kann? Daher trifft nicht zum ersten Mal heute Fiora ein scharfer Blick aus meerblauen Augen, und Morgaine Lippen pressen sich kurz zusammen mit den Zähnen aufeinander.

    "Und es könnte sich dabei um diese Insektenwesen gehandelt haben? Was steht denn darin, ob Märchen oder nicht, über sie?"

  • Da Fiora damit gerechnet hat, zuckt sie nicht zurück, sondern erwidert Morgaines Blick ruhig. "Nichts, was uns weiter hilft. Es ist lange her und ich hätte das Buch eigentlich auch nie lesen dürfen. Passagen, die offensichtlich keine Relevanz haben, habe ich nur kurz überflogen. Ich bin mir nicht einmal sicher, dass es Insektenwesen waren. Mir ist nur in Erinnerung geblieben, dass sie über Magie verfügt haben sollen. Aber das wissen wir über diese Wesen ja bereits seit längerem." Sie blickt kurz zu den beiden Männern in dem Raum und zum Rest der Mannschaft. "In einem ruhigen Umfeld könnte ich mich vielleicht an mehr erinnern, aber hier fehlt mir dafür wirklich die Konzentration."

    Kann es wirklich sein, dass Morgaine als Adelstochter über Magie verfügt, aber keine Ahnung, woher sie stammt? Dass man den Frauen in Vodacce solche Informationen nicht gegeben hat, verwundert sie nicht, aber weiß denn kein Adliger, wie die Magie in die Welt kam?

  • Aye, Magie. Morgaine nickt dazu. Von Gedankensprache, Beeinflussung mittels eines Steines, und Übertragung von Erinnerungen hat sie allerdings noch nie gehört, aber das heisst natürlich nichts bei einer Rasse, die womöglich seit Jahrhunderten, wenn nicht noch länger ausgestorben ist. Sie blickt auf die Eier aus Diamant. Fast ausgestorben.


    'Eine Welt ohne Grausamkeit'. Das hat etwas, es trägt eine große Verheißung in sich. Dann denkt sie an die geistig versklavten Castillier, über die Beeinflussung nach, über die Wut und Hass von Angus, die nicht die seinen waren, dass sie ständig das Abbild eines dieser Wesen - lebt es noch, irgendwo auf der Insel? Auf dem Archipel? Irgendwo auf Thea? Dass es sich über Raum und Zeit mit ihr unterhalten haben soll, kann sie sich nur schwerlich vorstellen - vor ihrem inneren Auge und in ihren Gedanken trug, an dessen übermittelten Worte und damit verbundenen Bedeutungen, Einstellungen und Emotionen nach.


    Es wäre eine Welt ohne Grausamkeit - weil es keine Menschen mehr geben würde, oder wenigstens keine freien mit eigenem Willen, Gedanken, Gefühlen und Leben. Weil sie als unwürdig, unbedeutend und gefährlich eingestuft würden, als 'Primaten' und wilde, blutrünstige Barbaren, die es zu dezimieren und einzuschränken gelten würde. Weil sie anders sind, andere Vorstellungen, moralische Prinzipien und Überzeugungen haben.

    Und das beruht ganz auf Gegenseitigkeit. Menschen würden diese Insektenwesen schon beim Anblick meist widerwärtig finden (wie es Morgaine ja auch tat), als gefährlich auch wegen ihrer Größe, und sie würden niemals gleiche Vorstellungen teilen und ein Miteinander finden können, so lange gegenseitig aufeinander herabgeschaut wird und im anderen jeweils nur etwas Niederes und Gefährliches gesehen wird.

    So, wie es umgekehrt auch der Fall ist.

    Es tut ihr in gewisser Hinsicht aufrecht leid, denn Eier mit Ungeborenen einer fremden Rase zu zerstören ist in der Tat nicht das, was für Menschen spricht, aber Morgaine glaubt nicht, dass diese Geste etwas für ein zukünftiges Miteinander bewirken würde - außer einer größer werdenden Bedrohung für die Menschen, wenn diese Kreaturen schlüpfen und groß werden.


    "Mr. MacIntosh, Mr. Ragnarsson - wie sieht es aus? Ist es sicher dort drin? Kiene Fallen zu entdecken?"

    Morgaines Entschluss steht, und sie ist bereit, zur Seite zu treten.

  • Thorgrimm und Angus entdecken in der Tat keine Fallen. Der Mechanismus scheint die einzige Verteidigung gewesen zu sein. Die Freibeuter können eintreten.

    Das Leben ist hart, unnachgiebig, brutal, langweilig, kurz, tränenreich, gefühllos,
    arm an Freude und Wundern, aus kosmischer Sicht nutzlos und schlichtweg schön.
    Gibt es einen besseren Grund um zu lächeln?

  • "Mr. Ragnarsson, nehmt doch die drei kleinen Steine, schaut nicht hinein und gebt sie mir."

    Wenn das getan ist:


    So tritt denn Morgaine zur Seite, um ihre begeisterte Mannschaft hinein zu lassen - durchaus mit einem etwas schalem Gefühl, aber in der Überzeugung, dass sie ihrer eigenen Rasse damit den größeren Dienst erweist, und dem, dass es mehr als schwierig geworden wäre, hier irgend wen von diesem unglaublichen Reichtum fernzuhalten, und ohnehin danach irgendwann noch einmal eine Mannschaft für eine Kaperfahrt zusammenzubekommen.

  • Die Mannschaft stürzt lachend hinein und greift sich die Eier.


    Während das geschieht hören Morgaine, Fiora, Thorgrimm und Angus


    Im nächsten Moment erlöschen die Edelsteine, werden zu matten Steinen aus Glas. Auch die Diamanten verändern sich plötzlich. Sie verlieren ihren Glanz, manche bekommen Risse und fauliges Sekret fließt aus ihnen heraus. Jemand schreit, als einer der Edelsteinen platzt und eine insektenartige Kreatur sich kreischend aus ihm bewegt. Sie geht auf vier Beinen, erinnert an eine Mischung aus einem Hirschkäfer und einem menschlichen Neugeborenen und ist mindestens halb so groß wie eines. Die Matrosen treten schnell darauf, die Kreatur bricht nach drei Tritten entzwei, vor Schmerzend schreiend. Danach beginnen die Seeleute alles zu zerschlagen. Weitere Insekten folgen. Sie erleiden dasselbe Schicksal.


    Ein Schatz für die Ewigkeit wurde in wenigen Augenblicken zerstört.


    Die Stimmung ist nicht gut, aber die Seeleute sind zu erschöpft, um aufmüpfig zu werden. Mit der Stillung der Blutlust ihrer Untergebenen, ist der brüchige Frieden auf der Dubh für kurze Zeit wiederhergestellt.

    Schließlich haben andere den Preis bezahlt.


    ENDE

    Das Leben ist hart, unnachgiebig, brutal, langweilig, kurz, tränenreich, gefühllos,
    arm an Freude und Wundern, aus kosmischer Sicht nutzlos und schlichtweg schön.
    Gibt es einen besseren Grund um zu lächeln?

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  • Morgaine beißt die Zähne erneut zusammen, als die Stimme schon wieder in ihrem Kopf ist, um eine Antwort, auch eine gedankliche Antwort, zu unterdrücken. Natürlich, etwas anderes war nicht zu erwarten, verdient dazu auch in einem gewissen rahmen, da ändert auch die Überzeugung nichts dran, dass es umgekehrt genauso wäre.

    Die gerade noch wunderbaren und unglaublich aussehenden Steine verwandeln sich und enthüllen die Brut, die darin herangewachsen war, und die auch ihr Schicksal findet. Ein mehr als unangenehmer Anblick, in mehrfacher Hinsicht.

    Es wird keine angenehme oder einfache weitere Fahrt in diesen Gewässern.

  • Fiora betrachtet Morgaine, während diese anscheinend eine Entscheidung trifft. Erleichtert atmet sie auf, als Morgaine dann die Entscheidung verkündet, die einzige richtige Entscheidung aus Fioras Sicht.

    Auch sie tritt zur Seite, als die Mannschaft den Raum 'stürmt'. Die Veränderung der Steine und das Hervorbrechen der Insekten überrascht sie etwas, aber sie beobachtet das Massaker der Mannschaft mit entschlossener Miene. Haben diese Wesen Recht mit ihrem Urteil über die Menschen? Ja, natürlich. Sind sie selbst besser? Wohl kaum. Zumindest entnimmt sie das aus der, hoffentlich, letzten Reaktion. Und sie zumindest zieht ein Leben in Freiheit in dieser Welt eindeutig einem Leben in einer friedlichen Welt mit versklavten Menschen vor. Und als wahrscheinlich einzige der Offiziere, weiß sie, wovon sie spricht.



    Finanziell betrachtet hat sich die Fahrt bisher nicht gelohnt, aber zumindest hat sie die Gewissheit an den richtigen Ort geschickt worden zu sein. Dafür nimmt sie alle weiteren Konsequenzen in Kauf.