Ewige Schätze

  • Fiora registriert zufrieden, dass doch einige mithelfen. Und schließlich sieht es sogar so aus, als ob Woodward vielleicht doch eine Chance haben könnte. Ob er allerdings hier die entsprechende Ruhe, die er zu seiner vollständigen Genesung benötigen würde, bekommt, hält sie für eher unwahrscheinlich.


    Sie ist gerade dabei die Wunden zu versorgen, als die anderen beiden Kundschafter zurück kommen. Sie wirft eigentlich nur einen kurzen Blick zu den beiden, da ihre Aufmerksamkeit noch bei Woodward liegt, aber selbst das reicht, um zu sehen, dass Taylor eine Verletzung hat.

    "Legt Taylor dort", sie deutet auf eine möglichst gerades Stück Boden in Woodwards Nähe, "auf den Rücken. Winkelt seine Beine an und legt ihm etwas unter die Knie. Ich komme sofort." Dann versucht sie Woodwards Wunden soweit zu versorgen, dass zumindest kein Dreck mehr hinein kommen kann, bis sie sich später weiter darum kümmern kann. Taylors Verletzung hat im Moment in ihren Augen erst einmal Vorrang.


  • Fiora



    Morgaine


    "Na ja, wir sind dem Dschungel entlang gegangen, genau wie befohlen", fährt Reinhard fort. "Irgendwann hatten wir die Scheißdinger umrundet ... die Türme, meine ich. Die schlechte Nachricht ist: die hintere Seite des linken Turms ist genauso dicht, wie alle anderen. Die gute Nachricht: der hintere Teil des Turms ist es nicht. Irgendwie haben es die Castillier geschafft, da ein mannsgroßes Loch reinzuhauen. Da kommt ein normalgroßer Mensch durch, ein großer auch, wenn auch gebückt. Wir müssten nur im Gänsemarsch da rein und dann an der Wächterin vorbei."


    Der Eisenländer seufzt. "Das war eine Frau in dicker Rüstung. Zumindest trägt sie einen dieser Insektenköpfe als Helm. Sie hat bedrohlich mit dem Ding gewackelt und Taylor ist vorgestürmt. Woodward auch, allerdings in die andere Richtung. Ich konnte Taylor irgendwie packen und abhauen. Sie hat uns nicht angegriffen, nur sich verteidigt. Es kann gut sein, dass uns hinter der Öffnung noch zwei Freunde von ihr erwarten, aber wenn wir nicht klettern wollen, ist das der schnellste Weg in den Turm."

    Das Leben ist hart, unnachgiebig, brutal, langweilig, kurz, tränenreich, gefühllos,
    arm an Freude und Wundern, aus kosmischer Sicht nutzlos und schlichtweg schön.
    Gibt es einen besseren Grund um zu lächeln?

  • Da sich um Woodward gekümmert wird und dann auch um Taylor, gehört Morgaines Aufmerksamkeit Reinhards Bericht. Der Teil über die Öffnung im Turm ist eine gute Nachricht. Als gesagt wird, dass Taylors vorgestürmt ist, presst sie die Lippen aufeinander. Sie hatte ausdrücklich befohlen, nur zu kundschaften, Abstand zu halten und sonst nichts zu tun.

    "Gut, dass Ihr Taylor gepackt hat. Mehr sollte nicht getan werden. Aber gut, jetzt wissen wir um den Eingang." Um den gekämpft werden muss. Und drinnen sind noch einige mehr, wie der Beschuss aus den Fenster zeigt. Und die, die jetzt angreifen, sind, wenigsten zum Teil, wohl eben jene Castillier.


    "Wir warten, bis unsere beiden Verletzten versorgt sind", tut sie vernehmlich kund. "Unsere besten Schützen werden gleich zu tun bekommen, also seht nach den Feuerwaffen. Zwei Leute bleiben hier, um die Verwundeten zu beschützen."

    Vermutlich wird es Zeit, Angus und Thorgrimm ihre Waffen wieder zu geben, wie sie es für Gefahrensituationen angekündigt hatte. Sicher ist sie sich nicht, ob ihnen vertraut werden darf und kann.

    Ihre meerblauen Augen wandern wieder einmal zu den beiden Männern, um ihren derzeitigen Eindruck und Zustand einzuschätzen.

  • Angus bemüht sich nach Kräften, den Verletzten zu helfen. Er hofft, dass er diese Besessenheit endgültig abschütteln konnte, aber ein Zweifel bleibt. Er schaut etwas unsicher zu Morgaine, als diese die neuen Befehle verkündet, und wendet sich schnell wieder seiner Aufgabe zu, als er ihren Blick bemerkt.

  • Fiora schüttelt leicht den Kopf, um den lärm abzuschütteln, während sie Woodward fertig versorgt und sich dann zu Taylor wendet. Da bisher niemand ihrer Anweisung gefolgt ist, macht sie es eben selbst und bereitet den Matrosen soweit vor, dass sie sich die Wunde ansehen kann. Erst danach kann sie entscheiden, ob und was sie jetzt im Moment überhaupt für den Mann tun kann. Und das beansprucht im Moment auch so viel von ihrer Konzentration, dass sie sich nicht nebenbei noch um weitere Dinge kümmern kann.

  • Als Thorgrimm wieder die Augen öffnet, trifft sein Blick den von Morgaine. Schaute diese ihn schon die ganze Zeit an, oder erst seit eben und es war bloß Zufall? Hat er womöglich während er so in seinen Erinnerungen gewühlt hat, etwas gesagt oder getan von dem er nicht wusste das er es getan hat? Verliert womöglich nicht nur die Kontrolle über seine Erinnerungen, sondern auch langsam über sein Handeln? Jedenfalls fühlt er sich durch den Blick der Inin sichtlich verunsichert. Was für diese und sicherlich auch für jeden Anderen ungewöhnlich sein müsste. Vor Allem da er sonst vor Selbstbewusstsein nur so strotzt.


    Er blickt sich um, sich erst einmal wieder zu orientieren. Hatte er das am Rande so richtig verstanden, dass Reinhard etwas von einem mannsgroßen Loch im Turm erzählt hat? Das ginge vermutlich schneller, als über den anderen Weg zu gehen der er kannte.

    Und was sagte Captain O´Hara noch? Zwei Leute bleiben bei den Verletzten? Ob er einer derjenigen sein würde die hier blieben? Immerhin hatte er seine Waffen ja abgegeben. Der Captain sollte schließlich genug Gründe dafür haben, ihm noch nicht seine Waffen wieder zu geben. Er traute sich selbst noch nicht einmal, wie sollte es dann jemand anderes tun? Auch wenn er zunehmend das Gefühl hatte mit den Erinnerungen des Anderen zu harmonisieren.


    Die Tatsache das der Captain die Verletzten bewachen lassen wollte machte auch noch etwas anderes deutlich. Die Medica schien den armen Woodward wohl doch irgendwie gerettet zu haben. Andernfalls ware nur von einem Verletzten die Rede. Und tote bewachen zu lassen, machte keinen Sinn. Womöglich hat er die Fähigkeiten der Frau aus Vodacce unterschätzt. Umso besser für sie alle.


    Schließlich schaut er Morgaine weiterhin an und wartet auf einen Befehl. Denn weder hat sie die Beiden Wachen noch nicht benannt, noch hat er eine Schusswaffe, geschweige denn überhaupt eine Waffe.

    Bongobongo! Erbgut .... hallooo?

  • Morgaines Augen treffen erst die Angus', dann Thorgrimms. Angus wirkt verunsichert, Thorgrimm unsicher, und vielleicht auch etwas abwesend, gerade, als er sich dann umschaut.

    Angus kam gerade mit, Woodward zu holen, das rechnet sie ihm an. Überzeugt allerdings, dass es eine gute Idee ist, die beiden Männer zu bewaffnen, ist sie nicht. Aber sie weiß auch, dass die beiden mit die besten Nahkämpfer sind.

    Sie fährt sich noch einmal mit dem Unterarm über die Stirn und nimmt einen tiefen Atemzug. Der schwache Geruch ist wohltuend, aber reicht dennoch nicht aus, ihre Erschöpfung zu bekämpfen. Je eher sie hier fertig werden, desto eher können sie zurückkehren.

    Als Fiora mit der Versorgung der beiden Verletzten fertig ist, tritt sie wieder näher an Woodward heran, ob er vielleicht ansprechbar ist, und eventuell Details, die wichtig für ihr nächstes Vorgehen sein könnten, nennen kann.

  • Morgaine bekommt nur das eine oder andere "Argh" aus Woodward heraus, da er trotz der Behandlung immer noch halluziniert. Er murmelt etwas, das nur sie hören kann:



    Taylor dagegen ist mit seinen Flüchen nicht zu überhören, vor allem als er erzählt was er von Castilliern hält und was er jetzt gerne mit ihnen anrichten würde. Er hält sich auch nicht zurück, als er merkt, dass es Fiora ist, die um sich kümmert.


    "Abschlachten sollten wir sie alle", murmelt er und verzieht das Gesicht. "Das sind doch keine Menschen mehr. Mit der Irren sollten wir anfangen", knurrt er versucht seinen Oberkörper wohl in Richtung der Gefangenen zu drehen, was einen weiteren Fluch hervorbringt. Wenn er sich nicht bewegt, sollte er sich erholen können, auch wenn er aussieht als hätte sich die Hälfte seines Blutes über die Kleidung verteilt. Im Gegensatz zu Woodward schwebt er jedoch nicht in Lebensgefahr.


    Reinhard versucht die Matrosen anzustacheln, aber diese scheinen eher mit Pflichtgefühl, als mit dem Herzen dabei zu sein, als sie ihre Waffen überprüfen. Der Eisenländer zögert als es daran geht Thorgrimm und Angus ihre Waffen zurückzugeben. Er wartet noch ab.

    Das Leben ist hart, unnachgiebig, brutal, langweilig, kurz, tränenreich, gefühllos,
    arm an Freude und Wundern, aus kosmischer Sicht nutzlos und schlichtweg schön.
    Gibt es einen besseren Grund um zu lächeln?

  • Morgaine verzieht bei Woodwards das Gesicht, als hätte sie auf etwas Saures gebissen. Aber gut, er halluziniert, und er war auch derjenige, der weglief, statt näher heranzugehen.

    Daher wendet sie sich Taylor zu, berührt ihn vorsichtig an der Schulter, um sowohl seine Aufmerksamkeit zu erringen, als auch, um ihn ruhig zu halten, und spricht ihn mit seinem Namen an. Doch der Mann murmelt weiter vor ich hin.

    "Taylor", spricht sie ihn erneut an, "hast du etwas am Eingang gesehen? Bei der Frau in Rüstung im Eingang?"

    Taylor murmelt etwas von "Rüstung mit Frau drin ... Speer ... im Gänsemarsch durch den Eingang", und mehr ist nicht zu erfahren.

    Sie klopft ihm sacht auf die Schulter. "Bleib ruhig liegen."


    Dann steht sie auf. Reinhard hat sich bereits um Überprüfung der Feuerwaffen gekümmert, gut so.

    "Die Frau hatte einen Speer. Waren auch andere Waffe bei ihr zu sehen? Waren hinter ihr noch mehr Leute zu sehen? War irgendwas von den Räumlichkeiten hinter ihr in dem engen Eingang auszumachen?", erkundigt sie sich bei dem Eisenländer.

  • "Fürchte ich kann nichts davon beantworten, Captain. Wie gesagt, durch den Gang passte nur eine Person und die breitschultrige Dame in der Rüstung hat alles gut blockiert. Wenn sie da Freunde hat, haben die sich zurückgehalten. Nicht, dass sie welche brauchte, mit dem Speer kann sie eine Menge Leute auf Abstand halten", erwidert Reinhard und hält noch mal inne. "Wahrscheinlich wartet dahinter mindestens ein Freund von ihr mit einem weiteren Speer. So würde man es Zuhause machen, die Ecke lässt sich gut nur mit einer Person verteidigen."

    Das Leben ist hart, unnachgiebig, brutal, langweilig, kurz, tränenreich, gefühllos,
    arm an Freude und Wundern, aus kosmischer Sicht nutzlos und schlichtweg schön.
    Gibt es einen besseren Grund um zu lächeln?

  • Aye, anzunehmen ist so etwas. Genauere Eindrücke im Vorfeld zu haben wäre besser. Doch Zeit, sich über etwas den Kopf zu zerbrechen, ist ohnehin nicht.


    Morgaine wendet sich den beiden zu und tritt auf sie zu, auf eine übliche Gesprächsreichweite, also nah genug, um mit ausgestrecktem Arm sie leicht erreichen zu können, oder sogar zuzuschlagen: "Mr. MacIntosh und Mr. Ragnarsson - ich bin gewillt, euch die Waffen wiederzugeben, denn wir brauchen nun jeden Mann und Frau. Wir alle hier verlassen uns auf euch", sagt sie und schaut jedem einige Herzschläge in die Augen, "dass ihr nicht Kontrolle über euch verliert, Befehle befolgt und den Bordkameraden und mir die Rücken stärkt und Seite an Seite mit uns steht. Könnt ihr das tun?"

    Sie ist durchaus bereit, zurückzuspringen, sollte einer von beiden vorsetzen, achtet aber darauf, diese Anspannung nicht zu offenbar sein zu lassen, und steht ruhig vor den beiden, ihnen ohne vorsätzliche Provokation, aber fest ins Gesicht schauend.

  • Thorgrimm erwidert denBlick Morgaines standhaft. Währned sie so zu Ihnen spricht, zeigt seine Miene Entschlossenheit. Dann steht er auf.

    "Ay Captain. Wenn die Mannschaft mich braucht steh ich zur Verfügung."

    Bongobongo! Erbgut .... hallooo?

  • Angus braucht einen Moment, um sich voll auf Morgaines Ansprache zu konzentrieren. Er stellt sich betont aufrecht hin, atmet tief an, während sie spricht, und schaut sie an. Er wartet Thorgrimms Antwort ab, bevor er dann selbst antwortet: "Aye, Captain. Ihr könnt Euch auf mich verlassen." Dabei nickt er kurz, um das Gesagte zu bekräftigen.

  • Nun gut .... "Nun gut", sagt Morgaine fest, und nickt, "dann bekommt ihr eure Waffen zurück."

    Während dies getan wird, bestimmt sie zwei Leute, die zurück bei den beiden Verletzten zurück bleiben.

    Dann aber sind sie so weit. "Wir gehen im Bogen, außer Schussweite ihrer Bögen, links herum, und gehen dann zu dieser Öffnung in der Rückseite. Dort gilt es dann unseren Schützen, oder unseren Nahkämpfern, den Weg freizumachen."

  • Fiora verfolgt die Planungen mit halbem Ohr, während sie Taylor soweit versorgt, dass er für die nächste Zeit stabil und bedingt transportfähig ist. Sie wird nachher wohl noch einmal etwas tun müssen und dann auf dem Schiff sowieso. Aber für den Moment sollte es reichen.


    Dann wendet sie sich der weiteren Planung zu. Den beiden, die abgestellt werden, um die Verletzten zu sichern, erklärt sie kurz, was sie in besonderen Fällen tun können. Material für diese Notfälle kann sie ihnen aber keines da lassen. Das braucht sie womöglich selbst in nächster Zeit.

    Bereits im Gespräch mit den beiden Männern sinkt ihre nach außen sichtbare Souveränität wieder ab, die sie während der Behandlung gezeigt hat. Aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ihr das Kommende wohl nicht gefallen wird.


    Trotzdem reiht sie sich schließlich wieder zwischen die anderen Matrosen ein und versucht nicht allzu nervös zu wirken.

  • Thorgrimm ergreif seine Waffen und wiegt diese in seinen Händen. Ein wohl bekanntes Gefühl. Er behält seine große Axt in den Händen, kampfbereit, aber natürlich nicht erhoben. Er wurde vermutlich eh schon misstrauisch genug beäugt. "Captain, bitte um Erlaubnis ganz Vorne mitmischen zu dürfen."

    Bongobongo! Erbgut .... hallooo?

  • Angus nimmt seine Waffen entgegen und prüft die Schusswaffen in Ruhe und routiniert auf ihre Funktionsfähigkeit, bevor er sicherstellt, dass die Klinge so in der Scheide sitzt, dass er sie schnell ziehen kann, wenn es erforderlich ist. Das alles so, dass alle, die es interessiert, dies beobachten können. Dann reiht er sich dort ein, wo ihm ein Platz zugewiesen wird.

  • Morgaine sieht wenig andere Möglichkeiten - Thorgrimm ist einer ihrer besten Kämpfer, und wenn er ihr vor ihr ist, muss sie sich wenig Gedanken machen, ob er sie im nächsten Moment von hinten anspringt. Ähnliches gilt auch für Angus.

    Sie nicht. "Auch Ihr, Mr. MacIntosh, geht mit nach vorne."

    Sie geht mit ihnen voran.