Falkenherz

  • Prolog


    „Es hat mir an dem Herzen gar manchmal weh getan,
    dass mich so sehr gelüstete, was mein nicht werden kann.
    Doch keiner mag gewinnen, lieber lass ich dich los;
    nicht mein ich Gold noch Silber, von Menschen red ich bloß.


    Ich zog mir einen Falken,länger als ein Jahr;
    und als er nun gezähmt nach
    meinen Willen war
    und ich ihm sein Gefieder mit Golde wohl bewand,
    hob er sich in die Lüfte und flog in ein anderes Land


    Fortan sah ich den Falken weite Kreise fliegen,

    auf goldrotem Gefieder sah ich ihn sich wiegen,

    er führt an seinem Fuß seidne Riemen fein;
    Travia, führe zusammen, die gerne sich treu möchten sein.“


    Gehört in einer Gaststätte an einer großen Straße im Weidenschen Land. Ein fahrender Ritter sang, mit seiner Laute begleitend, dieses Lied.


  • In den Gassen der Südstadt von Baliho weht ein kühler Wind, der die letzten Wolken vor sich hertreibt und das kleiner werdende Madamal zum Vorschein bringt. Tagsüber hat es lange und ausgiebig geregnet. Doch nun zur Abendämmerung kommen die Tagelöhner und die Handwerker trockenen Hauptes nach Hause, oder begeben sich zu ihrer Stammschenke, um ihr wohlverdientes Bräu, vielleicht auch einen Bärentod und ein bischen was zu Essen einzunehmen. Auf die Füße müssen sie dagegen Acht geben – auf den Straßen versinken sie im Schlamm. Da ist es ein Glück, dass viele Häuser hölzerne Gehsteige besitzen.

    Für andere beginnt erst jetzt der Tag. Dicht an schützende Wände gedrängt stehen viel zu leicht bekleidete Jünglinge und Mädchen. Johlende Viehburschen und Viehweiber ziehen durch die Straße, um ihren letzten Lohn zu verprassen. Bettler und zwielichtiges Gesindel sind allgegenwärtig. Die grünberockten Stadtgardisten dagegen sind nur selten zu erblicken.



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  • Straßen Balihos


    Ein Zwerg in langem Kettenmantel stapft missmutig durch die Straßen Balihos, die Kapuze seines Umhangs tief ins Gesicht gezogen. Darunter hört man ein unverständliches Brummen und Murmeln, welches sich im langen und geflochtenen Bart verliert. Er scheint den Tag über schon unterwegs gewesen zu sein, denn im Gegensatz zu den Handwerkern, ist er komplett durchnässt. Schließlich schlägt er die Kapuze zurück und spricht einen vorbeilaufenden Handwerker an: "Angrosch zum Gruße. Das Spielhas Nordstern?" Er bedankt sich nach der kurzen Wegbeschreibung und lenkt seine Schritte in Richtung des Gasthauses. Dort angekommen betritt er den großen Saal. Zum ersten Mal an dem heutigen Tag lässt sich ein Lächeln auf seinem Gesicht erkennen. Bei Angroschs heiligem Barte! Das nenne ich mal zwergische Baukunst. Zufrieden fährt er sich mit einer Hand durch den Bart und befreit seine Stiefel am Eingang von dem gröbsten Dreck. Auf dem Weg zum Tresen hält er nach dem Zwerg Ausschau, welcher dieses Spielhaus leiten soll.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Im geräumigen Saal des Spielhaus befindet sich eine große Bühne. Neben dieser ist ein Nebenraum, welcher durch einen filigranen Vorhang verdeckt ist. Hin und wieder spitzelt am Rand des Vorhangs eine Person hindurch, um zu sehen wie sich das Spielhaus füllt. Je mehr Leute das Spielhaus betreten, umso zufriedener wird ihr Gesichtsausdruck.

  • Ein wenig irritiert folgt Ildha Mutter Linai durch die Straßen. In ihren orange-gelben Roben fallen die beiden auf. Sicher werden sie oft von Bettlern aufgehalten,wo sie nur kann verteilt die junge Geweihte kleinere Almosen, aufmunternde Worte oder zumindest ein Lächeln. Schließlich stehen sie vor dem beeindruckenden Bauwerk. Ein wunderschöner Bau, aber...eine Spielhalle? Was in Travias Namen..?, denkt sie.

    Ildha streicht sich eine rot-blonde Haarsträhne, die sich unter ihrem Kopftuch gelöst hat aus dem Gesicht und dreht sich zu Mutter Linai um. „Ich verstehe nicht ganz. Was wollen wir hier? Das ist sicher nicht der richtige Ortfür uns,oder?“

  • Nicht, dass Uljew Regen fremd wäre, oder die Kälte die damit oft einhergeht, aber so richtig etwas abgewinnen konnte er dem Ganzen nie. Umso freudiger ist er bei dem Gedanken an ein Spielhaus. Etwas gutes zu trinken, ein paar aufregende Spiele und vielleicht die eine oder andere nette Bekanntschaft für den Abend. Auf jeden Fall aber ein schöner Kontrast zum Wetter draußen. Uljew ist Feuer und Flamme.
    Bei Lares ist er sich da nicht so sicher. Fragend schaut er seinen Reisegefährten an.
    "Kommt Ihr mit oder wollt Ihr lieber den Abend hier im Gasthaus verbringen? Ich denke ein bisschen Trubel täte Euch ganz gut."
    So oder so, Uljew macht sich auf den Weg zum Spielhaus, in freudiger Erwartung, was der Abend bringen mag.

  • Mhadul nutz die Hölzernen Gehsteige am Weg zu Nordstern, die Kaputze seiner schwarzen Robe Tief ins Gesicht gezogen. Unterwegs bedauert er das er sich noch nichts Wetterfestes gekauft hat. Während dem Gehen pocht sein Spazierstock, bei genauerer Betrachtung erkennt man die Arkanen Symbole daraufm, regelmäßig auf den Boden auf. Er trift gerade beim Nordsteren ein als die beiden Geweihten vor der Tür stehen. "Entschuldigt die Damen es ist recht ungemütlich hier Heraußen, könnte ich wohl durch." Anscheinend dürften ihm die Roben der Geweihten entgangen sein als er seinen Blick kurz heb sieht er sein Missverdtändniss. "Oh entschuldigt Euer Gnaden."

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.

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  • Ildha dreht sich zu dem Magier um und tritt so angesprochen einen Schritt zur Seite. "Natürlich, wir sollten wirklich nicht so die Tür blockieren", sagt sie mit einem entschuldigenden Lächeln und mustert ihn kurz.

  • Der Wind ist wie ein Sturzbach in der beginnenden Dunkelheit zwischen den vom kühlen Wind leicht bewegten Bäumen. Das aufgehende Madamal segelt wie eine geisterhafte Galeone auf dem Meer von Regenwolken. Wie ein Band aus Mondlicht führt die Straße durch die dämmrige Landschaft, auf der ein Reiter nach Baliho reitet.


    Er kommt von Norden, ohne Eile, aber auch nicht langsam, im Wechsel von stetem Schritten und ausdauerndem Trab läuft das Pferd auf die Stadt zu.

    Der Reiter ist eigentlich kein kleiner Mann, doch seine etwas zusammengesunkene Gestalt und die leicht hängenden Schultern lassen ihn kleiner wirken, als er ist, da ihm tatsächlich kaum 2 Finger bis zu einem Schritt und viereinhalb Spann fehlen. Sein schwarzes Haar berührt mit den längsten Strähnen im Nacken die Schultern, vereinzelt blitzen graue Haare und kleine Strähnen im Licht des Madamales auf. Sein Alter ist auf etwa Anfang oder Mitte der dreißig Götterläufe zu schätzen. Er hat einen dunklen Teint, der ihn zusammen mit dem schwarzen Haar und den braunen Augen südländisch wirken lassen kann, obwohl spätestens ein zweiter Blick nahe legt, dass seine Gesichtszüge nicht darauf schließen lassen.

    Er war einst ein gutaussehender Mann gewesen und dies zeichnet sich auch jetzt noch (oder wieder) ab, doch die Spuren der Nöte und Entbehrungen, die sich auf seinem Gesicht, in seiner Haltung und dem Ausdruck seiner Augen eingegraben haben, sind unzweifelhaft vorhanden und auch wenn er nicht als abgezehrt bezeichnet werden kann, würden ihm einige Stein mehr Fleisch auf den Rippen sicherlich gut tun.

    Er verfügt allerdings über eine gewisse Ausstrahlung, die ihn zwar aus keiner Menschenmenge tatsächlich herausragen lässt, aber in kleinem Kreise bemerkt werden könnte.

    Seine Kleidung ist getragen, aber nicht abgetragen, und von einfacher, robuster Machart. Hemd und Hose (nach weidener Art über der Hüfte geschnürt und an den Seiten geschlitzt, mit Hilfe der durchgezogenen Bändchen kann man so die Hosenbeine zuziehen oder etwas aufstehen lassen je nach persönlicher Präferenz. In der abendlichen Herbstkühle sind sie eng zugeschnürt.) sind aus Wolle und wurden vorhin frisch angezogen, die viel getragenen Lederstiefel wurden vor kurzem gefettet, und darüber wird einer jener weidener Mäntel, die aus gewachstem Balihoer Leinen gemacht sind, getragen. Hell und weiß sticht von dem braunen Leinen eine schneeweiße Seerosenblüte ab, die oben an der rechten Schulter festgesteckt ist. Frisch und weiß, ohne Beschädigungen oder Anzeichen von Vertrocknung sieht sie aus, als wäre sie höchstens vor wenigen Stunden noch gepflückt worden.


    Das Pferd ist ein Rappe, ein Warunker Wallach ohne ein weißes Haar am Leibe, das ohne aufschäumendes Temperament geruhsam unter seinem Reiter geht und jetzt gerade entspannt an der Gebissstange kaut.


    Als er Baliho erreicht, schreitet der Rappe im steten Gang an der Straßenseite weiter, sein Reiter hat ein festes Ziel, das erst in der Südstadt erreicht ist.

    An einem Haus nahe des Tores zur Grafenstadt, an der Hauptstraße gelegen, zügelt er den Rappen und steigt ab. Er übergibt sein Pferd an einen herbei eilenden Stallburschen, klopft an die Tür und tritt seine Stiefel sorgfältig ab, bevor in das Haus tritt, als ihm geöffnet wird.


    Es dauert nicht lange, bis der Mann wieder heraus kommt, als letzter einer Gruppe von insgesamt fünf Männern und Frauen. Der vorderste Mann hat die 60 Götterläufe hinter sich gelassen, graues Haar und ein hageres Gesicht. Ihm folgen eine Frau, der die linke Hand fehlt, ein dicker und ein weiterer Mann. Alle fünf tragen sie breitrandige Hüte, wie sie bei den berittenen Rinderhirten Weidens so verbreitet sind.


    Ein trockener Husten kommt von dem letzten Mann, dessen Gesicht nun im Schatten des Hutes liegt, während die kleine Gruppe zu Fuß den Weg zum "Nordstern" einschlägt.

  • Vor dem Spielhaus Nordstern

    Das Gebäude liegt direkt am Ufer des vom vielen Regen dahinschäumenden Rotwassers. Das Gebäude ist mit weißem Marmor verklinkert. Aus den Dachfenstern scheint bläuliches Licht. Luxoriös blinken die Mesingbeschläge an den Fenstern und an den Fackelhalter, deren brennender Inhalt eine warme, einladendende Stimmung verbreiten.


    Am überdachten Einlassportal steht ein ein kleiner tulamidisch wirkender Mann mit Glatze, Altersfalten und mit einem edlen, roten Uniformrock. Hinter ihm stehen zwei ebenfalls rotberockte kräftige Frauen mit Hellebarde in der Hand.

    Dorboloschs Plan in das Spielhaus reinzuschreiten ist zunächst am Portier gescheitert.

    "Sehr geerne können der verehrte Herr Angroschim unserr eedles Haus betreten, nachdem er sich vom Dreeck der Strraße befreiet hat. Leiderr sind in unserren Halleen kein Langwaffen errlaubt und ich würde höfflichst bitten eurren Hammer in unserre gesicherte Garderobe zu hinterlassen."


    Hinter diesen staut sich etwas der Einlass. Mutter Linai wollte gerade zur Antwort ansetzen. Die korpulente 55-jährige in orange-gelber Robe und deutlich angegrauten braunen Haaren lächelt verschmitzt. "Weist du meine Liebe, viele der Leute sind heimatlos, treiben von Ort zu Ort und nicht immer finden sie den Weg in unseren heimeligen Tempel. Denn auch hier in solchen Häusern befindet sich ein Herdfeuer, welches Trost für diese Menschen spendet. Und ich glaube, gerade an solchen Plätzen sollten wir uns hin und wieder zeigen. Außerdem, haben sie hier einen erstklassigen Wein und die Aufführung der Scharlartanin soll auch ganz unterhaltsam sein."

    Und dann zum Magier gewandt: "Immer ruhig mit den jungen Pferden -seht ihr nicht, das es gerade nicht weitergeht?

  • Dorbolosch mustert den Portier von oben bis unten. "Mein Lieber, das ist nicht einfach ein Hammer. Das ist ein erzwergischer Schmiedehammer, wie ihn nur Geweihte des Angrosch tragen." Dabei zieht er einen kleinen silbernen Anhänger an seiner Halskette hervor, der wie eine Miniaturausgabe der Waffe wirkt. "Sehen Sie? Den Hammer hat der Vetter meines Vaters geschmiedet. So wie den Hammer für meinen Vater und den Lindwurmschläger meiner Mutter. Und Vetter Andrasch ist ein überaus fähiger Schmied! Sehen Sie die feinen Gravuren?" Als der Portier ihn unterbrechen will winkt Dorbolosch unwillig ab: "Ach womit verschwende ich meine Zeit. Ihr Menschen habt doch eh kein Auge für solche Handwerkskunst. Ja nehmt den Schmiedehammer meinetwegen. Aber bei dem Barte meines Großvaters, ich will euch raten gut darauf aufzupassen." Das anschwellende Gemurmel der Wartenden hatte Dorbolosch bis dahin ignoriert. Nun wendet er sich den restlichen Wartenden zu: "Man wird ja wohl noch den Versuch unternehmen dürfen hier etwas Wissen zu verbreiten.." Er legt den Hammer auf dem Tisch vor dem Portier ab und tätschelt ihm im gehen zärtlich den Kopf und spricht auf Rogolan:

    Dann betritt er endlich den Saal und sieht auch nach einem freien Tisch um, während er im vorbeigehen bei einer Schankmagd einen großen Krug Ferdorker bestellt.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Uljew kann aus einiger Entfernung schon erkennen, dass sich eine kleine Schlange vor seinem Ziel für heute Abend gebildet hat. Offenbar scheint es einen kleinen Disput zwischen dem Portier und einem Zwergen zu geben. Ich hoffe nur, dass es nicht all zu lange dauern wird. denkt er sich und stellt sich noch und stellt sich am Ende der Schlange der an. Vor ihm stehen offenbar zwei Geweihte der Travia, in ihren auffallend orange-gelben Roben kaum zu übersehen, die sich miteinander unterhalten. Und direkt hinter ihnen, wer hätte es gedacht, allem Anschein nach ein Magierkollege.
    Ein bunter Haufen scheint das hier zu sein. Wenn das drinnen so weitergeht, dann verspricht es unterhaltsam zu werden.
    Nachdem Uljew sich den Schmutz von den Stiefeln geklopft hat und eingelassen wird bestellt er sich bei erster Gelegenheit einen süßen Wein. Er lässt den Blick durch den großen Saal schweifen und lässt sich in die richtige, entspannte Stimmung bringen, die er sich von diesem Abend versprochen hat. Bald fällt sein Blick wieder auf den gelehrten Herren aus noch unbekannter Lehrstätte und Uljew beschließt den Abend bei ihm zu beginnen.
    Er bahnt sich einen Weg durch die Gäste zum Platz des Magiers:
    "Hesinde zum Gruße. Was dagegen, wenn ich mich dazugesellen?" fragt Uljew lächelnd.

  • Ildha zieht auf die Worte Mutter Linais hin skeptisch-oder vielleicht doch ein klein wenig tadelnd?- eine Augenbraue hoch. Nach kurzem Zögern lenkt sie ein: " Ihr meint das Metaphorisch, oder?"

    Dann lässt sie den Blick über die anderen Anstehenden schweifen. Bei der flammenden Rede des Zwerges schmunzelt sie.

    Auch Uljew entdeckt sie und winkt ihm zu.

  • Mhadul neigt nocheinmal kurz das Haupt "Dann bitte entschuldigt ich dachte nicht das ihr dieses Etablismaunt betreten wolltet. Erlaubt mir das ich euch als Entschuldigung auf ein Getränk einlade." Dann wartet er hinter den Damen bis er hinein kann.

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.

  • Lares zieht sich seine Kapuze noch ein Stück tiefer ins Gesicht. Der Regen hätte ihn nicht gestört, wenn er sich selber nicht so nackt vorkommen würd.

    Der Magier hatte ihm schon wieder verboten, seinen Bogen mitzunehmen. Und seinen Köcher.

    Und jetzt sollte er sich auch noch in einem Spielhaus treffen und das ganze Geld, das ihm der Händler bezahlt hatte, für etwas ausgeben, bei dem er sich nicht mal sicher war, was er gerade kaufte.


    Er findet Uljew wieder, wie er mit der Geweihten plauderte, die sie unterwegs schon mal getroffen hatte, und noch einer. Er stellt sich einfach dazu und hebt die Hand grüßend zu den beiden mit ihren orangen Roben.


    "Zwölfe.


    Was das denn für ein Gedränge vor der Tür? 's Haus sieht doch groß genug aus, da passen wir sicher alle rein."

  • Im Hinterzimmer

    Dela hört die Musik und den Gesang der Musikanten, die auch sie später begleiten sollen. Der Vorhang öffnet sich und ein Zwerg schaut herein, dessen grauen langen Haare und der Gabelbart mit goldenen Ringen durchwirkt ist. Er trägt fliederfarbenen Wams und Hose, dazu Spangenschuhe weißes Hemd und Socken: Dugobalosch Sohn des Darbasch, der Besitzer des Nordsterns. "Geehrte Dame, ich hoffe es geht euch gut und ihr langweilt euch nicht zu sehr? Darf ich etwas zum Trinken vorbeibringen lassen?


    Im Großen Saal

    Der erste Blick fällt auf die 3 Spann hohe Bühne, bei der 3 Musikanten (Flötistin, Trommlerin und Sänger mit Laute) ein Trinklied anspielen. Davor stehen große Tische, die sich langsam füllen.

    Der Raum ist 7 Schritt hoch, in der Decke befinden sich blaue Butzenscheiben. Rechts und Links ist auf dreieinhalb Schritt eine hölzerne Empore auf denen sich Spieltische befinden, ebenso wie unter der Empore. Rotberockte Bedienstete leiten die Spiele, geben die Karten aus, lassen Kugeln rollen, teilen Gewinne aus und nehmen noch mehr Geld ein.

    Die Zauberstäbe als Standessymbol waren für die Magier tatsächlich kein Hindernis für den Eintritt in das Lokal. Mutter Linai nimmt die Einladung von Mhadul gerne an. "Das ist doch eine wirklich feundliche Geste von diesem kundigen Herren aus einm scheinbar fernen Lande. Setzen wir uns doch an meinen Stammtisch. Dann könnt ihr uns gerne eine Yaquirtaler anbieten und uns euren Namen verraten." Sie führt Ihlda und Mhadul an einen Tisch direkt vor der Bühne.

    Kurz danach erscheint dann ein weiterer Magier (Ulljew), der von Ihlda herangewunken wurde und später auch ein Halbelf mit feuerroten Haaren, der ebenfalls wohl schon ein Bekannter von Ildha und Ulljew ist.

    Eine dunkelhäutige Schankmaid tritt an den Tisch heran: "Den Zwölfen zum Gruße, willkommen im Nordstern. Was darf ich Ihnen zum Trinken bringen?


    Der Zwerg sitzt zunächst alleine an einem Tisch und bekommt relativ bald schon sein Ferdorker von einem nivesischen Schankjungen mit kupferroten Haaren gereicht: "Wohl bekommt's Väterchen. Wir wünschen Euch einen schönen Abend im Nordstern."

  • Auf dem Weg zum 'Nordstern' (Talon)


    Im Schatten des Hutes liegend ist auf Talons Gesicht nicht zu erkennen, dass er weder den Hut gerne trägt, noch dem Abend im 'Nordstern' gerne entgegen sieht.

    Aber wenn der Rinderbaron befiehlt, dann folgen seine Leute, schließlich bezahlt er sie. Und Talon ist durchaus bewusst, dass die an ihn ergangene Einladung, heute Abend mitzugehen, durchaus als Auszeichnung zu verstehen ist, wenn auch nicht unbedingt als arbeitsfreier Abend.

    Da es ihn voraussichtlich davon abhalten wird, auch nur so tun, als würde er gerne in ein Spielhaus gehen, kommt dies Talon wiederum entgegen.


    "Liegt heute etwas Bestimmtes an?", erkundigt er sich allgemein nach vorne, "soll'n wer auf wen Bestimmtes achten?"

  • Im Großen Saal


    Mhadul wartet bis sich die Damen gesetzt haben, dann setzt auch er sich, und schlägt die Kaputze zurück. "Mhadul ibn Mordai aus Fasar." Stellt er sich knapp vor. Als sich mehr Leute zu dem Tisch gesellen nickt er diesen höflich zu. Als es um die Bestellungen geht wartet er bis die Damen gewählt haben.

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.

  • "Ich bin Schwester Ildha aus Trallop, Dienerin der gütigen Mutter. Ich danke Euch für die Einladung.", erwidert sie auf Mhaduls Vorstellung hin." Ihr seid sehr weit weg von Zuhaus, was treibt euch hierher?"

    Sobald er dazu tritt, begrüßt sie Uljew: " Wie schön euch wiederzusehen. Ich hätte nicht erwartet euch so bald schon wieder zu begegnen. "Mit einem schalkhaften Lächeln fügt sie hinzu: "Und nicht an einem solchen Ort. Setzt euch!" Ganz selbstverständlich übernimmt sie es auch Mutter Linai und Mhadul mit den Neuankömmling bekannt zumachen:" Dies Ist Uljew Brinnske, wir haben einander auf dem Weg von Trallop kennengelernt. Er stammt aus...Riva, nicht wahr?

    Mutter Linai war einige Zeit Vorsteherin des hiesigen Tempels. Und Mhadul ibn Mordai haben wir selbst gerade erst kennengelernt." Ihre anfängliche Skepsis dem Spielhaus gegenüber scheint sie zumindest für den Moment zur Seite geschoben zu haben.

    Auch Lares begrüßt sie erfreut.

    Wenn es ums bestellen geht begnügt sie sich mit einem lokalen Bier.

  • Im großen Saal


    "Besten Dank, mein Junge!", Dorbolosch genehmigt sich einen kräftigen Zug und schaut sich im Saal um. Nur wenige Tische weiter erblickt er die zwei Frauen und den Magier, die hinter ihm in der Schlange standen. Auch den weiteren Mann, der sich zu ihnen gesellt bemerkt er. Schließlich entdeckt er auch den Zwerg, der kurz hinter den Vorhang lugt. Dorbolosch erhebt sich, den Bierkurg in der Hand und geht zur Seite der Bühne herüber, wenn der Zwerg sich wieder vom Vorhang entfernt, tritt Dorbolosch zu ihm und spricht mit ihm auf Rogolan:

    Das Leben ist ein Spiel!