Arroganz eines Magiers aus Fasar

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  • Hallo meine lieben Orkis


    Derzeit arbeite ich an einem neuen Helden in DSA 5 den ich korrekt ausspielen möchte.

    Zum groben Plot steht der Kern eigentlich schon im Titel, es handelt sich um einen Magier der Akademie zu Fasar der keinem bestimmten der beiden vorhandenen Zauberstiele folgt. Er legt besonderes Augenmerk auf die Einflussmagie.

    Nun wird bei der Kultur (Aranie) und bei Magiern dieser Akademie speziell der Nachteil "Persönlichkeitsschwäche: Arroganz" empfohlen und ich kann ihn mir bei der Herkunft auch sehr gut vorstellen.


    Gerade in Verbindung mit der Einfluss Magie, mit welcher man sich die einfachen Leute untertan machen kann wenn es einem beliebt.

    Auf dieser Grundlage kann ich einen Aspekt der Arroganz erklären für mich, auch wenn ich als Spieler/Person damit nicht so ganz konform gehen kann.


    Ich wollte allerdings den Charakter mit etwas mehr kulturellem Einfluss ausspielen, man spielt die Helden ja gerne wie man die Dinge selbst sieht und dann wird es zu einer Art von mittelländischem Einheitsbrei. Bei diesem Charakter habe ich da etwas andere Ansprüche und meine Frage zielt genau darauf ab (wie zu erwarten):


    Was ist "typisch Aranisch" - da es sich ja hier um einen mix aus Mittelland und Tulamidenlanden handelt, kann das ja sehr interessant werden und ich habe bislang nur die Informationen aus dem Grundwerk von DSA 5.

    Und was sind demnach typisch aranische arrogante Merkmale (wenn das nicht zu komplex ausgedrückt ist) die man gut mit einbauen kann.


    Und gibt es noch bestimmte Einflüsse aus der Bruderschaft des Wissens, die mit einfließen lassen kann/sollte. Es sind ja nicht alle perse böse Nekromanten, wie es auch bei der Professionsbeschreibung bei steht.


    Ich freue mich schon auf Eure Gedanken und Hilfen.:thumbsup:

  • Die aranisches Kultur ist eine andere als die in Fasar, auch wenn beide tulamidische sind.


    Fasar ist die älteste Stadt des Kontinents. Stand schon 1000 Jahre als die ersten Siedler aus dem Glüdenland kamen. Nicht-Tulamiden also Gharbistani sind Neu-Bürger und Einwanderer, deren Reich wieder zerfallen ist und das erst der Tulamide Ra'ul wieder einte zu Glanz führte. Alles muss man selber machen. Du bist also einfach der bessere Mensch, weil ihr habt die Echsen vertrieben und das Land gewonnen. Ihr habt Badehäuser, Hammam und Thermen, während die anderen in Holzzubern sitzen, wenn überhaupt. Außerdem bist Du Magier und damit sowieso ausgewählt zu herrschen. Auch ohne Einflussmagie. In Tulamidistan gibt es Sklaverei und wer ist nicht schafft dieses Joch abzuwerfen, der hat es auch nicht besser verdient. Außerdem ist Sklaverei nicht schlecht, schließlich werden gute Sklaven auch gut versorgt, ne?


    In Aranien herrschen die Frauen. Das Familienoberhaupt ist die Frau, man findet in höheren Ämtern (Kirche, weltliche Macht, Militär) nur vereinzelt Männer. Die sollen die Arbeiten machen für die sich die Damenwelt zu schade ist, so grundsätzlich sind sie ja auch mal praktisch, aber verantwortungsvolle Arbeiten übergibt man lieber einer Frau.
    Auch in Aranien mag man eine gewisse Abneigung gegenüber Gharbistani haben, schließlich haben sie das Land lange Zeit fremd beherrscht und ausgebeutet sowie sich selbst aus die Herrenrasse dargestellt.


    Falls Dir selbst das zu arrogante Arschloch nicht liegt. Kannst Du das Ganze auch über die väterliche Schiene ziehen. Du als Magier-Tulamide musst den Kindern schlicht erklären wie es geht und was gut für sie ist. Um sie von Dummheiten abzuhalten darf es auch mal Einflussmagie sein. Ist ja für ihre eigene Sicherheit.

    Von meinem 104-Tasten Desktop PC gesendet.

  • Zudem, eine besonders selten Form der Arroganz (von hexe erwähnte Form sollte Hauptaugenmerk sein) wäre der Blick auf Borbardianismus/Schwarze Lande. Fasar verabscheut seit fast 50 Jahren diese Form der Magie abgrundtief, auch wenn die Akademie selbst mal die Hochburg dieser Spielart ist. Es ist ein einfacher Frevel, und gehört getilgt. Das sich diese Menschen "anmaßen" herrschen zu wollen ist absolut verwerflich, ist man doch selbst ausgewählt dafür (besonders, weil die meisten Borbadianer nichtmal mit der Gabe der Magie geboren wurden).

    Per noctem ad lucem.
    Durch die Nacht zum Licht.
    ____


    Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

  • Wenn du nicht das arrogante A... sein willst, spiele den Nachteil gegen andere Magier aus. Die vor Praios winselnden Dummköpfe der Weißen Gilde, die naiven Graumagier und überhaupt ist Beherrschungsmagie DIE Magieschule schlechthin. Kampfmagie ist was für grobschlächtige Andergaster, Verständigung ist sentimentaler Elfenquatsch usw.

    Ein typischer Fasarer Macho wird es wohl nicht sein, wenn aus Aranien kommend. Und auch die Güldenländer sind dir ja nicht fremd, möglicherweise hast du ja selbst mittelreichische Verwandte.

    Vielleicht hälst du ja sogar deine Kollegen und Lehrmeister insgeheim für Stümper, der Thomeg, der notgeile Bock, dieser arrogante Angeber hält sich für nen Mogiermogul, dass du nicht lachst.

  • Die aranisches Kultur ist eine andere als die in Fasar, auch wenn beide tulamidische sind.

    Zu welchem Herrschaftsgebiet gehört Fasar den? Laut der Karte im DSA5-GW ist das eine "freie" Zone und so dachte ich einfach daran die aranische Abstammung zu nehmen, da diese Region gleich nebenan liegt. Zudem bin ich nicht sonderlich bewandert in tulamidischer Geschichte und Kultur, deswegen wollte ich diese durch die aranisch-mittelländischen Einflüsse etwas abschwächen.


    Alles muss man selber machen

    Das finde ich einen sehr interessanten und guten Ansatz für eine Herangehensweise an Probleme die auch zu einem Magier aus Fasar passen würde.


    Du als Magier-Tulamide musst den Kindern schlicht erklären wie es geht und was gut für sie ist. Um sie von Dummheiten abzuhalten darf es auch mal Einflussmagie sein

    Dieser Ansatz hat mir sogar noch am besten gefallen! Ich bin so und auch im Spiel ein sehr neugieriger typus Mensch - man könnte mich als Lore-Whore bezeichnen da ich gerne ganz tief in die Materie abtauche. Vllt kann man das über einen solchen Ansatz auch super mit einbringen.

    Schließlich muss ich die andere ja vor Dummheiten schützen und das auch in magischer Hinsicht, und das kann ich ja nur, wenn ich selber mehr und immer mehr als Sie oder alle anderen weiß.

    Wäre das ein verständlich/arroganter Anreiz für den Helden? Kann man dann ja auch super als Motivation ausspielen/auslegen.



    Blick auf Borbardianismus/Schwarze Lande.

    Das habe ich mir auch bereits gedacht und wollte das etwas weiter auslegen gegen die Borbaradianer welche ihre Packte nicht gebrochen haben und sich kontrollieren lassen und weiter gefasst dann gegen "Halbmagier" und jene, welche das Geschek Madas verschwenden. Sprich eine Abneigung gegen zB Scharlatane und Magiedeletanten. Besonders gegen zweitere, da diese ein Art von Überrest von Borbarads versuchen darstellen, allen Menschen die Magie zu geben. Sie sind so eine Art magische Missgeburt welche das Geschenk nicht durch Mada erhalten haben, sondern von einer falschen Macht.

    Klingt das irgendwie logisch und in Einklang bringbar?


    Famburasch  
    Das ist ein sehr guter und interessanter Denkansatz der mir auch logisch erscheinen würde, gerade gegen die Weißmagier. Die Grauen gehen noch da sie schon freier denken aber man muss sie noch auf den richtigen Weg bringen.

    Und die Elfen... da weiß ich noch nicht wie ich zu denen stehe aber "dieser sentimentale Elfenquatsch" finde ich schon mal sehr gut! xD

  • Fasar ist nicht Aranien, sondern zählt zu den tulamidischen Stadtstaaten. Du kannst natürlich einen in Aranien aufgewachsenen Magier spielen, aber an sich ist Fasar ganz anders.


    Als Arroganter Magier aus der Al' Achami in Fasar bist du eingentlich direkter geistiger Nachfolger der Kophtanim - also der Magiermogule von Fasar. Du kannst ihm ja ein Szepter statt einen langen Magierstab verpassen, damit er damit seine geistige Herkunft noch weiter unterstreichen kann. Dein Hauptgebiet ist Einfluss und Herrschaft - wenn du so willst eigentlich die Definition der Magie selbst: Illusionsmagie ist die Herrschaft über die Sinne deiner Untergebenen, Elementarmagie ist die Herrschaft über die Elemente, und ist es nicht genau das, was die Magier mit den Djinnim und den Ifriidi anstellen, wenn sie diese herbeirufen und Beherrschen?

    Dein Wort wiegt mehr als das der anderen, schon alleine, weil es dank der Magie möglich für dich ist, dass dein Wort zu einem magischen Befehl wird, dem sich niemand außer die Willensstärksten entziehen können. Und sie haben es auch nicht besser verdient als von dir beherrscht zu werden, da sie nicht Willensstark genug sind, überhaupt abschätzen zu können, was eigentlich ihr eigener Wille ist und was nicht.


    Das alles sollte so ein bisschen in dem Hirn deines Magiers herumspuken, auch wenn er schlau genug sein sollte, dass nicht immer so auszusprechen. Dies kann dazu führen, dass er aus Prinzip die Meinung anderer herunterredet und zerpflückt, auch wenn der Vorschlag eventuell nicht falsch war. Zudem tut sollte es ihm schwer fallen, Fehler einzugestehen und führt dazu, dass er sich des Öfteren selbst überschätzt.

    Schatten - wie du möcht' ich tanzen zwischen Licht und Dunkelheit
    Täuscher - lehr' mich zu verbinden Wahrheit und Lüge
    Spieler - durch dich erhalt' ich, was mein ist - Alles und Nichts

  • Zu welchem Herrschaftsgebiet gehört Fasar den?

    Das ist sehr kompliziert, über Fasar herrschen mehrere Erhabene, die bestimmte Viertel regieren. Es gibt zwar einen Fürsten von Fasar, der über alle herrscht, aber das ist naja so lala. Bei DSA5 wäre die Kultur wohl 'Mhanadistani'. Aber ich habe nur das Regelwiki - warum da allerdings steht, dass Praiosgeweihte üblich sind, aber Radschageweihte nicht, ist mir schleierhaft. Das ist sehr wahrscheinlich Quatsch.;)

    Von meinem 104-Tasten Desktop PC gesendet.

  • Die Kulturen und damit die Zuordnung der üblichen Professionen stammen (hauptsächlich) aus dem DSA5 Regelwerk. Da gab es noch keine Radschageweihte und damit "können" die nicht in der Zuordnung auftauchen.


    (Auch wenn an anderer Stelle schon gewünscht wurde als Feedback oder Kritik, eine Aktualisierung findet nicht statt nach meinem Wissen. Auch eine zusage/Absichtserklärung das irgendwie/irgendwann zu machen kenne ich nicht.)

  • @Tiro

    Danke für die Aufklärung. Aber das erklärt nicht, was Praiosgeweihte in der Gegend zu suchen haben. Es gibt keinen einzigen Tempel in den genannten Großstädten und die anderen (mir fallen spontan zwei ein) in Dörfern lassen sich an einer Hand zählen. Unter 'üblich' stelle ich mir doch etwas anders vor.;)

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  • hexe

    Da muss ich spekulieren, aber ich glaube die haben einfach alle 6 Geweihten-Professionen genannt, Die Mhanadistani haben den 12-Götter-Glauben nach meinem Wissen und da gehört Praios dazu - auch wenn da evtl die Aspekte anders priorisiert werden könnten. (Ist nicht mein liebster unter den Göttern und müsste da genauer nachsehen...)

  • "Praios? Jaja, was auch immer. Dieser Lutz von was-weiß-ich, oder wie der hieß, der letzte Erhabene des Praios, war ja auch ein komischer Kautz. Und Dann reden die immer von "Keine Magie verwenden"... IN UNSEREN LANDEN! Bei Feqz, was ein Unsinn. Seit Jahrtausenden herrschen die Magier von Fasar, die Trödler von Khunchom und die Elementaristen von Rashdul über diese Länder. Und warum sollten wir das ändern? Das Auge Praios scheint ja doch immer jeden Tag, ohne das wir dran glauben, unharmherzig warm und hell."
    - so gehört in einer Teestube Fasars.

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    Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?