Kleinigkeiten schnell geklärt (Magie, Zauberei und Hexenwerk, DSA 5)

  • Wo finde ich im Grundregelwerk die Regel für das Limit von 14 für Zauber? Zumindest sagt unser Meister es wäre 14.

    Welches Limit für 14 meinst du?

    (je nachdem siehe die Quellenangaben in den jeweiligen verlinkten Seiten)

  • Danke für die schnelle Antwort.

    Bezieht sich wohl auf Erfahrung.

    Dein link zur Regelwiki war genau was ich gesucht hab.

    Maximalwerte oder maximaler Zukauf

    Lebensenergiepunkte KO
    Astralenergiepunkte Leiteigenschaft
    Karmaenergiepunkte Leiteigenschaft
    Fertigkeiten höchste beteiligte Eigenschaft +2
    Kampftechnikwert Leiteigenschaft +2
    Zauber und Rituale (ohne Merkmalskenntnis) 14
    Liturgien und Zeremonien (ohne Aspektkenntnis) 14

    :thumbsup:

  • Beim Exposami gibt es die FW 14 Erweiterung Reinheit der Aura

    #Reinheit der Aura ( FW 14, 2 AP ):

    Der Zauberer kann erkennen, ob ein Wesen gesund oder krank oder von dämonischer Macht erfüllt ist. Er kann keine spezifischen Angaben zu dem Zustand machen (also welche Krankheit oder welche Besessenheit).

    Was genau bedeutet in diesem Kontex dämonische Macht? Besessenheit, Paktierer/Minderpaktierer oder von Zaubern des Merkmals dämonisch erfüllt? Eventuell sogar alle diese Dinge?

  • Ohne handfeste Argumente bin ich bisher von Besessenheit ausgegangen. Über Paktierer hatte ich bishern icht drüber nachgedacht, würde ich aber auch anzeigen, wenn sie gerade eine Kraft aktiv nutzen, weil ich die Idee cool finde, aber zum allgemeinen Detektieren zu langweilig. Zauber mit Merkmal dämonisch würde ich vielleicht auch zugestehen.

    Jeder Mensch ein Magier, jedes Wort ein Vorurteil

  • Für mich wäre dämonische Macht:

    • Opfer einer Besessenheit
    • Ziel eines Zaubers der Tradition dämonisch
    • Wesen der Kategorie "Dämonen"
    • Jeder Kreis der Verdammnis

    Wenn ein Hellsichtzauber ZE Reinheit der Aura diese Aspekte nicht enthüllen könnte, fände ich das sehr seltsam und ein despektierliches Mißachten der AP-Investition. Exposami auf dem Niveau sollte in dieser speziellen Fragestellung eher auf Augenhöhe mit dem Analys mitspielen (tut er aber nicht, weil er ja nur 'irgend etwas dämonisches' in der Aura anzeigt.)

    Gegenfrage: Da Exposami mit der ZE neben krank auch gesund anzeigt: würdet ihr 'vergiftet' sichtbar machen?

  • Ich hoffe, ich bin hier richtig! Ich wollte fragen, ob es irgendwo Infos dazu gibt, ob Geoden Schriften nutzen, oder ob die Sammlung sowie Weitergabe von Wissen rein mündlich verläuft?

  • Ich hoffe, ich bin hier richtig! Ich wollte fragen, ob es irgendwo Infos dazu gibt, ob Geoden Schriften nutzen, oder ob die Sammlung sowie Weitergabe von Wissen rein mündlich verläuft?

    "Wie auch bei den Druiden üblich, wird magisches Wissen bei den Geoden nicht schriftlich festgehalten, sondern mündlich weitergegeben." Kodex der Magie S. 70

  • Eine Frage zu Beschwörungen in DSA 5. Wenn ich einen Dämonen beschwöre, dann unterliegt dieser ja meiner Kontrolle und wird solange ich Dienste hab meine Befehle erfüllen sogut er kann. Hat jetzt allerdings der Dämon bei ungenauen Formulierungen viel Freiheit ansonsten noch Dinge zu tun, die mir schaden könnten? Also so im Sinne von: "Ich befehle dir meine Feinde auszuspähen", aber dann bringt er diese auch direkt um, weil ich das ganze nicht verboten habe, oder wird der Dämon wirklich nur das tun was ich ihm befehle und sonst nichts anderes was irgendeine Form von freier Handlungsmöglichkeit erfordert?

  • Das obliegt zu allererst natürlich erstmal eurem Worldbuilding und dem Meister.

    Dämonen sind das Abbild des Chaos und genau so wenig berechenbar. Der ein Dämon führt deinen Befehl vielleicht genau nach deiner Vorstellung aus, der nächste sucht Schlupflöcher in der Formulierung und ein anderer pervertiert deine Formulierung womöglich bis aufs übelste.

    "Verfolge den Mann, bis er Zuhause ist und dann kehre sofort um."... Am nächsten Morgen wird der Mann mit seinen Organen von Innen nach Außen gedreht aufgefunden. "Als er Zuhause war, habe ich ihn sofort umgekehrt"

    Schlussendlich soll es der Runde Spaß machen, weshalb man hier in der Runde auf einen Nenner kommen sollte.

  • Ich handhabe das mit etwas mehr Freiraum, denn ich betrachte es so, dass jemand der in Aventurien die Dämonenbeschwörung studiert hat, auch den Umgang mit Dämonen studierte. Etwas das ich von meiner Spielerschaft nicht erwarten kann.

    Wenn der Spieler also sagt:

    "Verfolge den Mann, bis er Zuhause ist und dann kehre sofort um."

    Würde ich dem Dämon nicht die Verdrehung der Worte erlauben in:

    "Verfolge den Mann, bis er Zuhause ist und dann kehre ihn sofort um."

    Der Charakter hätte seine Intention eindeutiger ausgedrückt:

    "Verfolge den Mann, bis er Zuhause ist und kehre dann zu mir zurück."

    Allerdings gebe ich Dämonen kein umfangreiches Verständnis Aventuriens in die Wiege, wenn besagter Mann also in eine Taverne einkehrt, kann der Dämon, das für das Zuhause des Mannes halten.

    Deshalb wäre wohl der eigentliche Befehl des Charakters:

    "Verfolge den Mann bis er sich zur Nachtruhe bettet und kehre dann sofort zurück."

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

  • Wenn ich einen Dämonen beschwöre, dann unterliegt dieser ja meiner Kontrolle und wird solange ich Dienste hab meine Befehle erfüllen sogut er kann. Hat jetzt allerdings der Dämon bei ungenauen Formulierungen viel Freiheit ansonsten noch Dinge zu tun, die mir schaden könnten?

    Extrem wichtige und ziemlich schwierige Frage. (nicht nur bei Dämonen, auch bei Elementaren, etwas anders auch bei Feen, Geistern etc.)

    Ein Blick zurück: DSA4.1 verlangte vom Beschwörer eine Beschwörungsprobe und eine separate Kontrollprobe. Misslang die Kontrollprobe, war vom nun ganz freiwilligen Dienst bis zum wütenden Angriff gegen den Beschwörer alles möglich. In meinen Augen ist ein nicht beherrschter, evtl. wütender Dämon eine derartige Katastrophe, dass ich sie eher dem Bereich Patzer zuordnen würde, weniger dem Bereich der normalen arkanen Fehlversuche. In DSA5 wurde die Situation des anwesenden aber nicht beherrschten dämonischen Wesens in der Tabelle KdM S.22f im Falle einer misslungenen aber nicht gepatzten Beschwörungsprobe mit 10% festgesetzt (19,20 auf W20). Das erscheint mir ausreichend wenig, um mein Patzerempfinden zu bedienen, ausreichend viel, um die Empfehlung zu zusätzlich Schutzmaßnahmen zu untermauern. In jedem Fall spielen IMHO in diesem Bereich die Geschichten von Dämonen, die plötzlich ganz unerfreuliche Dinge getan haben.

    Für die erfolgreich beschworenen Wesen betrachte ich die Textstelle aus dem Beginn des Invokationskapitels als Ausschlag gebend:

    Manche Zauberkundigen haben gelernt, diese Kreaturen nicht nur aus der siebten Sphäre heraus nach Dere zu beschwören, sondern sie auch ihrem Willen zu unterwerfen1 und für ihre Zwecke zu nutzen2.

    Obwohl ich das Haar gar nicht würde spalten wollen, ist hier sogar Kontrolle1 und Dienst2 nebeneinander genannt. Anderes würde auch keinen Sinn machen, denn wenn ein Dämon wählen könnte, neben der Verrichtung eines Dienstes frei zu agieren, dann wäre der Bannkreis nicht eine fakultative Empfehlung sondern die absolut einzige Überlebenschance des Beschwörers.

    Also, relativ klares Votum: die Dämonen müssen sich so verhalten, wie ihr Beschwörer es verlangt - die Elementare sind bereit sich so zu verhalten, wie ihr Beschwörer es wünscht. Das schließt Handlungen gegen die Interessen des Beschwörers aus.

    In den Händen der Spielleitung liegt meines Erachtens nur die Frage, wie Dämonen und Elementare sich zwischenmenschlich,... ähm... wie sie sich gegenüber ihrem Beschwörer und ihrer gemeinsamen Umwelt artikulieren. Denn neben dem regeltechnisch festgelegten Gehorsam bleiben die Wesen Charaktere mit einer eigenen Meinung und Agenda. "Belästige mich nicht mit Deiner bedeutungslosen Meinung!" funktionierte, würde an meinem Tisch aber einen Dienst 'Beratung' kosten.

  • E.C.D. Danke für die ausführliche Antwort. Dann hat mich mein Gefühl gar nicht so sehr getäuscht. Ich hatte halt immer mal wieder von anderen gehört, dass wenn man bei Dämonen, die man gerufen hat nur etwas falsche sagen muss und sofort die Konsequenzen spürt in Richtung "Du hast nur gesagt, dass ich dir diesen Gegenstand holen soll, aber nicht, dass ich auf dem Weg nicht einen Abstecher machen darf, um ein paar Menschen umzubringen" und halt, dass ein "Tu nur das und sonst nichts" vorm Befehl ein Muss ist.

    Das klang für mich halt nicht wirklich sinnhaftig beim Beschwören, deshalb danke für den Verweis auf den Kodex und die Stelle mit der Kontrolle.

  • Pass aber auf, WizardNemo andere Spielleiter können diese Passage, im gesamten Kontext auch anders interpretieren.

    Die aufgezwungene Form der Dienste, ist ja schon eine Form von: "ihrem Willen unterwerfen"

    Es war auch in den voherigen Editionen so, dass selbst ein kontrollierter Dämon, noch seiner chaotischen Natur und seinem eigenen Willen folgen konnte.
    In DSA4.1 wurde eine Kontrollprobe NACH jedem Auftrag zum Dienst (oder Diensten) abgelegt, die Beherrschungsprobe war mehr eine Entsprechung der LO-Probe.

    Spielleiter können ein stetiges 'sich Aufbäumen' und Widerspenstigkeit durchaus bei Dämonen ins Spiel einfließen lassen.

    Kläre am besten immer im Vorfeld wie der Meister das handhaben möchte, wenn du schon einen Dämonenbeschwörer spielen möchtest oder in deiner Runde zulassen willst.

    Zur Kontrolle schreibt WdZ S.178:

    Quote

    Geister und Elementare entscheiden anhand ihres Eindrucks des Beschwörers, ob sie ihm den Dienst erfüllen,alle anderen Wesen werden durch die Macht des Beschwörungszaubers dazu gebracht, dem Befehl folge zu leisten.

    Damals war der Dienst noch an die Invokation geknüpft, man hatte keinen Underling der X Dienste in Zeitraum Y erfüllen musste, sondern man beschwor den Underling explizit für Dienst X (oder X, Y, Z...).

    Nerdismus trifft auf Boomer trifft auf Flachwitz-Humor

    Ergebnis 'Ich'

  • Moin!

    Wie kommt man in die Pentagramm-Akademie in Rashdul?

    Man braucht Magie, um sie zu betreten, das weiß ich. Aber was heißt das?

    Gibt es ein Tor, das sich nur öffnet, wenn man Gildenmagier ist? Braucht man einen Dschinn, der die Tore öffnet? Muss man den Transversalis beherrschen, oder von jemandem mit Transversalis mitgenommen werden?

    Und: Wie kommt man dann als Besucher in die Akademie? Die wissen ja nicht, dass da jemand vor der Tür steht, oder doch?


    Ich möchte demnächst das Abenteuer "Diebische Träumerei" meistern, und da müssen meine Spielies ja in die Akademie. Im Abenteuer selbst wird das aber komplett übergangen.

  • Erkennt ein Magier, der einen Klarum Purum wirkt, welches Gift er gerade aus dem Patienten entfernt?

    Nein, da es nicht im Regeltext steht (und auch nicht in der Beschreibung afaik).

    Jeder Mensch ein Magier, jedes Wort ein Vorurteil

  • Wie kommt man in die Pentagramm-Akademie in Rashdul?

    Heute kann man sie wieder durch Tore betreten und verlassen.

    Wegen einer angekündigten Inspektion von den Priesterkaisern wurden ca. 400BF alle Tore und Außenfenster von einem Erzelementar verschlossen, man konnte nur noch magisch in die Akademie gelangen - oder heraus, was zum Teil der Abschlussprüfung wurde. Tatsächlich ist das auch nicht ganz zutreffend, denn die phexgefällige Überwindung der Mauern war theoretisch ebenfalls möglich. Ob das eine gute Idee war oder ist, sei dahingestellt: Elementare und Dämonen sind als Wachen für Räume, Gänge, Bereiche u.a.m. gebunden, sodass in der ganzen Akademie Herumstöbern ohne orts- (und parolen-)-kundige Begleitung ein Risiko birgt.

    Die elementarmagisch verschlossenen Tore gehören derweil der Vergangenheit an: Hasrabal hat sie nach der (Rück-)Eroberung der Akademie von Belizeth Dschelefsunni 1022BF wieder öffnen lassen.

    [Horte magischen Wissens, S.153ff]

    Der Brauch des magischen Transports hat sich erstaunlicher und überflüssiger Weise gehalten: Besucher nehmen dafür gern den Dienst des greisen Djoha in Anspruch, der Besucher für einen Marawedi mit seinem flinken Teppich Sahaba in den Empfangshof der Pandjashtra fliegt. Dort werden sie vom Sahib al’Babim (‘Meister der Tore’) empfangen, dem imposanten Erzdschinn Ramanlyr, der seit Jahrhunderten den Großmeistern der Akademie dient. (Eben jener, der die Tore auch zu- und wieder aufgemacht hat).

    [Land der Ersten Sonne, S.86]

  • Erkennt ein Magier, der einen Klarum Purum wirkt, welches Gift er gerade aus dem Patienten entfernt?

    Nein, da es nicht im Regeltext steht (und auch nicht in der Beschreibung afaik).

    Zumindest die Giftstufe ist bei der Zaubererweiterung "Tadelloser Entgifter" insofern "spürbar", da der Magier ja weiter AsP in den Zauber fließen lassen kann, bis die Giftstufe erreicht ist. Insofern könnte man dies auch ein bisschen weiter auslegen: Der Magier erkennt das Gift und weiß deswegen, wieviele AsP er für diese Giftstufe aufzuwenden hat.

  • aludd das interpretierst du da rein, aber regeltechnisch heißt das nur, dass du die QS erhöhen kannst für je 4 AsP .

    Als Meister würde ich das aber die benötigten QS dann aber meistens sagen, weil's sonst uncool ist. Ich würde aber nicht die Giftkunde komplett durch nen B Zauber ersetzen. Kannst du anders sehen und dann haben wir geteilte Meinungen. RAW ist deine Meinung mMn. nicht.

    Jeder Mensch ein Magier, jedes Wort ein Vorurteil

  • aludd KLARUMPURUM Der Zauber wird bis zum Ende gezaubert, einschließlich der Entscheidung mit AsP die QS zu verbessern. Anschließend wird geprüft, ob das reicht oder ob der Zauber misslingt. Da würde ich KLARUMPURUM nicht besser stellen, als SK/ZK-Zauber, bei denen die Anforderung in der Erschwernis abgebildet wird. Für die Entscheidung, ob man's probiert, plädiere ich für eine Heilkunde-Probe vor dem Zauber.