Kleinigkeiten schnell geklärt (Magie, Zauberei und Hexenwerk, DSA 5)

  • Vielleicht eine etwas abstruse Frage, aber ist es möglich ein Artefakt aus versehen auszulösen? Also wenn ich das Artefakt in der Hand halte, aber nicht weiß dass es eins ist und ausversehen die Formel spreche oder Geste ausführe, könnte dann plötzlich ein Ignifaxius fliegen, ohne dass ich das will?

    Wie Natan und Sachse schon gesagt haben. Wenn der Auslöser auslöst, löst er aus.

    "gute" (TM) Magier kombinieren daher Auslöser sinnvoll, wie: Drehen des Ringes und das Wort "Monster-Kraft" sagen (KK-Artefakt).

    So löst das Artefakt nur aus, wenn es wirklich auslösen soll. Also weder ein Wort, noch eine Geste, sondern die Kombination von beidem.


    Hmm ok, ich hätte halt gedacht, dass zumindest der Wille noch notwendig wäre, schon allein weil ich ja meistens eine Zielkategorie brauche. Aber ja, das steht nirgends im Regelwerk, deshalb wollte ich mal nachfragen wie das andere sehen. Dankeschön :)

    Nein. Eher nicht. Es gitb mehrere Artefakte, die alleine durch "Anlegen" funktionieren. Oft zum Leidwesen der "Benutzer"... ein Wille war/ ist da nicht nötig.

    Danke Tiro für die harmlos, lustigen Ideen...

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Zielauswahl ist beim Artefakt Auch ein bisschen relativ. Im Grunde gibt es drei Möglichkeiten die stark vom verankerten Zauber und den Umständen der Erschaffung abhängig sind.

    Möglichkeit 1 das Artefakt wirkt auf den Träger, also Zauber mit Zielkategorie selbst. Der Zauber löst ganz normal aus.

    Möglichkeit 2 wenn der ausgelöst Zauber kein Ziel hat misslingt der Zauber einfach.

    Möglichkeit 3 wenn das Artefakt bei der Erschaffung Dämonisch beseelt wurde könnte das Artefakt auch den Auslöser als Ziel wählen. Das der ignifaxius dem Besitzer ins Bein schießt.

    Lustiges Beispiel nach einem Gespräch hier über Märchen und Artefakte habe ich den Knüppel aus dem Sack gebaut. also einen Knüppel in einem Beutel auf dem "Knüppel aus dem Sack" gestickt war. Selbst aufladendes Dämonisch besseltes Artefakt mit einem Radau. Der Auslöser ist das Laute aussprechen eben jenes spruches. Nun wie es der Zufall so wollte hat der finder in einer unbeobachtetn Situation den Spruch laut gelesen. Hat das Abenteuer und das Heldenleben fast beendet.

  • Aktuell kannst Du meines Erachtens auch definieren, wenn Hans am 5. Tag des Monats Hesinde im Jahre 2072BF bei Regen eine rote Kutte trägt und auf orkisch die Formel 2+2 löst, entfaltet sich ein Ignifaxius gegen ein Ziel seiner Wahl.

  • Ich habe gerade die Sonderfertigkeit Blutbaum bei den Dolchritualen entdeckt. Wie geht das mit der Elementaraffinität der druidischen Repräsentation/Philosophie in Einklang? Ich meine mal etwas gelesen zu haben, dass Druiden, im Gegensatz zu Hexen, nicht ganz so gut belesen sind, was die Dämonologie angeht, aber eine kleine Blutorgie zu veranstalten, um daraus Kraft für die eigene Zauberei in einen Baum zu stecken, sollte doch schon offensichtlich "dämonisch" sein, oder? Im Prinzip könnte er damit dann auch noch verbilligt ein Elementar beschwören. 8| Habe ich da etwas falsch verstanden oder wurde der Hintergrund in DSA5 dahingehend verändert?

  • Allzu viele Probleme hatten die Druiden ja noch nie mit Blut. Schon zu DSA4 Zeiten wurd ja geritzt und geschnibbelt, was das Zeug hielt. Der bekannteste Druidenzauber "Druidenrache" ist ja nichts anderes als selbstzerstörerische Blutmagie... Auch verbotene Pforten bekam man teilweise für umsonst mit.

    Die Erschwernisse bei durch Blut beschworenen Elementaren habe ich in den Grundregeln tatsächlich nicht mehr gefunden, das könnte aber auch an der Vereinfachung liegen, vielleicht haben sie im Elementarium ein revival erhalten, den Band habe ich leider nicht.

    Von der Weltsicht her würde ich Blut bei den Druiden als "notwendiges Opfer" bzw. "Teil des Großen Ganzen" einordnen. Wenn ich ein Tier opfere, um dadurch besser zaubern zu können, nehme ich einen Teil von Sumus Kraft, um ihren Willen zu vollbringen. Wenn alles, was lebt ein Aspekt Sumus ist, ist es letztendlich egal, ob ich meine Kraft aus meinen AsP, meinem Blut oder dem Blut von diesem Schaf da ziehe.... Ich würde sagen, Druiden sehen sich da auch als die "Vernünftige." So nach dem Motto "Natürlich ist mit Blut zaubern gefährlich. Deshalb mache auch ich, der Typ mit der eisernen Selbstdisziplin das, wenn es nötig ist und nicht die Trottel aus dem Dorf auf der Lichtung."

    Dass das bestenfalls problematisch ist, versteht sich von selber...Druiden können ganz schön finstere Gesellen sein...Und dass in Tobrien ein Großteil zu den Borbaradianern übergelaufen ist, kommt sicher nicht von ungefähr.


    Edit: Und so, wie der Blutaum beschrieben ist, kann ich ihm mir auch als eine letzte Reserve für sehr verzweifelte Druiden vorstellen. Durch das stationäre wirkt er sehr defensiv. Wenn man z.B. seinen heiligen Hain vor der Abholzung verteidigen möchte....

    Recherchewütiger Historiker, der diese Sucht auch bei DSA schlecht ablegen kann. :confused2:

    Unverbesserlicher DSA 4.1 Regelwust-Apologet und bekennender Hartwurst-Spieler. :iek:

    "Eine Information ist Silber, eine Quellenangabe ist Gold." :idee:

    "Be critical about the media that you love." :lol2:

    Edited once, last by Seldrakon ().

  • Das stimmt schon, die Verwendung von Eigenblut ist häufig bei den Dolchritualen dabei. Das Einsetzen von Fremdblut scheint mir da aber nochmal eine andere Kategorie zu sein. Wobei Elementare sich ja nun auch nicht an den menschlichen Moralvorstellungen reiben. Ich finde zwar die Kraft aus Erde nicht so toll, weil der Balsam da bessere Ergebnisse erzielt, aber auf dem Weg zu einem Energiesparbaum ist das nun mal notwendig. =D

  • Es gibt ja leider noch nciht so viel Druiden-Lore für DSA5, aber ich würden den Blutbaum jetzt auch nicht als etwas deuten, was alle Druiden machen... Der nette schrullige Waldonkel sicher nicht... Aber ein wirklich wütender Druide in Tobrien, dessen Wald schrittweise in den Schmieden von Yol-Ghurmack verfeuert wird... Ich kann mir schon vorstellen, dass der irgendwann mal zwei Borbaradianer schnappt, auf seinen Stein bindet und ihnen die Kehlen durchschneidet, während der Dritte zuschauen und es nacher seinen Herren erzählen muss.

    Und auch die Trollzacker und Ferkinas haben ja Druiden (und sogar ihre eigene Druidenprofession in DSA5), die haben ja sowieso eine andere Vorstellung davon, inwieweit leute aufschnibbeln ethisch ist ;)


    Und ja, mir gefällt auch nicht, was sie aus dem "Kraft aus der Erde" gemacht haben, aber ich finde Balsam immer so super langweilig :)

    Recherchewütiger Historiker, der diese Sucht auch bei DSA schlecht ablegen kann. :confused2:

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  • Man muss auch sagen das Blutmagie erstmal nichts mit Dämonen oder dämonischem Wirken zu tun hat.

    Auch wenn der Praiot es gerne bei einer Anklageschrift so darstellt.

    Im übrigen bin ich der Meinung ,dass wir ein zweites Aventurisches Elementarium benötigen... :)


    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Und ja, mir gefällt auch nicht, was sie aus dem "Kraft aus der Erde" gemacht haben, aber ich finde Balsam immer so super langweilig :)

    Wie war er denn vorher? Druiden waren bisher nie so mein Spezialgebiet...

  • Du musstest ihn relativ aufwendig nach dem Erlernen für 21 AsP mittels einer Probe auf deinen Dolch zaubern.

    Dann aber hat dich die Aktivierung einen LeP gekostet (ritueller Schnitt in die Hand), sonst nichts, du hast deine Ritualprobe geworfe und die Hälfte der übrig gebliebenen Punkte als Bonus LeP bekommen.

    Ich verstehe, dass man vom "Ich zaubere einmal und nutze dann nur noch den Effekt" wegkommen wollte, aber ich fand das einfach ein cooleres Spielgefühl. (und wesentlich effektiver).

    Ich mochte die Idee, dass du Sumu erst etwas von deinem Blut gibst, bevor sie dir etwas vom ihrem gibt.

    Recherchewütiger Historiker, der diese Sucht auch bei DSA schlecht ablegen kann. :confused2:

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  • Ich denke, weil die QS essentielle Auswirkungen auf die Zauber haben. Und es nicht nur um ein schaffen geht. :/

    "Schick doch die Maraskaner, die werden wiedergeboren"

    Ausspruch Helme Haffax bei der Eroberung Medenas im Efferd 1029 BF

  • Ich denke, weil die QS essentielle Auswirkungen auf die Zauber haben. Und es nicht nur um ein schaffen geht. :/

    Das ist ja auch bei den Talenten so. Die QS wäre bei der Routineprobe dann ja auch entsprechend durchschnittlich (FW/2) so dass man sich auch bei den Zaubern überlegen könnte, ob man eine hohe QS braucht oder sich mit einem durchschnittlichen Routinezauber zufriedengeben kann.

  • Ich denke der primäre Grund ist, dass sich die Regelmacher gedacht haben: Zauber sind immer außergewöhnlich und daher immer eine Probe Wert.


    Ich würde in den meisten Fällen aber auch bei Zaubern Routine zulassen.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir einen zweiten Eisenhower benötigen... :)

    Edamus meridiem!

    Jetzt wird Rom zurückgetrieben...

  • Bei Talenten reicht manchmal auch ein Geschafft und hier nutzen wir dann meist die Routineproben. Wenn ich bei einer Recherche oder einem Handwerk QS sammeln möchte, würde ich keine Routineprobe machen.


    Wenn ihr für Eure Gruppe hier auch Routineproben als sinnvoll erachtet könnt ihr das ja ein zu eins von den Talenten übernehmen, denke ich.

    "Schick doch die Maraskaner, die werden wiedergeboren"

    Ausspruch Helme Haffax bei der Eroberung Medenas im Efferd 1029 BF

  • Wobei man hier auch wieder die Frage stellen muss, ob die Redaktion ihre Definitionen von Talenten und Fertigkeiten konsistent verwendet. Zauber sind Fertigkeiten, aber keine Talente, deshalb gehen keine Routineproben, aber grundsätzlich spricht nichts dagegen Routineproben bei Zaubern/Liturgien zuzulassen.

    Eher im Gegenteil, denn es wird ja explizit als Begründung genannt, dass es nicht immer spaßig ist zu würfeln, wenn klar ist, dass man die Probe schafft und wenn es nur darum geht, dass der Zauber klappt und man sich eh Zeit lassen kann, ist es auch nicht weiter schlimm, wenn man das ganze dann als "Routine" abhakt.

  • Hallo die 12e zum Gruße.


    Ich habe eine kleine Frage über Untote. Es steht oft geschrieben das Untote die keine Aufgabe haben nach der Lebensenergie von lebenden trachten. Doch was ist damit gemeint? Töten sie einfach nur lebende und lassen sie dann liegen? Oder können Untote diese Lebensenergie irgendwie aufsaugen und dafür bleiben sie länger bei den Leichen?


    Hab leider vergessen wie diese Energie heißt, glaub die hat in dsa einen Namen :/.


    Vielen Dank und noch einen schönen Tag.

  • Distelforscher die Energie heißt Sekarian und Untote können die nicht aufnehmen. Ausnahme hier sind Vampire die es brauchen da sie sonst zu minderen Vampiren werden und einen Großteil ihrer Stärken einbüßen.

    Die Energie heißt Sikaryan. Richtig sprechen ist vor allem bei Zaubern wichtig, geht sonst verdammt in die Hose, wenn plötzlich kein Hash-dot (#.) vor dir steht....

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.