Kleinigkeiten schnell geklärt (Geweihte, Götter und Dämonen, DSA 4.1, DSA 4)

  • Ab welchem Alter kann man Inquisitor werden?


    Ich bin DSA-Wiedereinsteigerin und als mein SL mich fragte, was die Geschwister meines Charakters denn beruflich so machen, sagte ich in meiner Naivität, dass der Älteste Inquisitor ist (weil es irgendwie dazu passte, wie ich ihn mir vorstelle) - und jetzt fällt mir auf, dass der Gute mit Anfang 20 womöglich noch gar nicht alt genug dafür ist. Und nachdem ich vergeblich das halbe Internet durchgelesen und auch im WdG keine konkreten Angaben gefunden habe, frag ich mal nach ...

    Wir spielen übrigens im Jahr 1022, falls das relevant ist.

  • Nach dem Roma "Der letzte wird Inquisitor" und dem Lebenslauf von Dexter Nemrod wird jemand zum Inquisitor ernannt - muß laos die "richtige" Erfahrung mitbringen ... de Vanya war auch ein junger Inquistor ... aber hat isch bereits in Praioskreisen einen Namen gemacht.

    Zwanzig ist für mich zu Jung - als möglicher Anwärter (da begeisteter Hexenjäger in Nordmarken) - aber möglich.

    https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Amando_Laconda_da_Vanya

    https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Dexter_Nemrod

    Hm, ich verwechsle die Erennung wohl mit dem Großinquisitor.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Wer der Inquisition angehört, ist einer von 132 Ordentlichen Inquisitionsräten, einer von denen vorgesetzten Geheimen Inquisitionsräten, oder der Großinquisitor.

    Den Großinquisitor kann man ausschließen, da offiziell besetzt und die letzten paar Mal (und davor vermutlich auch nicht) waren das keine halbwegs junge Männer.

    Auch bei nur 12 Geheimen Inquisitionsräten nehme ich nichts an, was sich nicht vorher als Ordentlicher Inquisitionsrat sich umfassend lange bewiesen hat (allzuoft dürfte man auch nicht zu einem von nur 12 benannt werden).

    Blieben Ordentliche Inquisitionsräte. Unter der Prämisse, dass ein ordentlicher Inquisitionsrat werden kann, der ein Geweihter des Praios ist, ist man bei Erhalt der Weihe 16-18 + 3 Jahre (zeitaufwendig) alt. Ich nehme aber nicht an, dass man nach der Weihe als unbeschriebenes Blatt zum Ordentlichen Inquisitionsrat berufen wird, und da erst über Beziehungen und/oder bewiesene Befähigung hinkommt.


    Mit Anfang 20 würde ich daher keinen Ordentlichen Inquisitionsrat annehmen, nicht mal bei einem talentierten, interessierten Anwärter mit guten Beziehungen, wenn man mit 19-21 Jahren erst seine Weihe hat. Aber natürlich kann der Jung-Geweihte ambitioniert sein und schon seit Jahr und Tag als Ziel haben, Mitglied der Inquisition zu werden und da gezielt draufhin arbeiten.


    EDIT: Der oben erwähnte da Vanya wurde mit 39 ordentlicher Inquisitionsrat und mit fast 80 Großinquisitor. Von Eslamshagen war jedoch mit 48 Großinquisitor und hat die unteren Ränge davor sicherlich auch durchlaufen. Also man muss nicht zwingend erst im mittleren Alter in der Inquisition anfangen.

  • Es kann ja durchaus ein junger Geweihter sein, dessen Potential erkannt wurde und der als "Assistent" die ersten Hilfsarbeiten für die Inquisition erledigen darf.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • ("Halt mal das Brenneisen. Richtig. Bis es zischt!" Meinst du so etwas ... lese gerade die "Befragung" aus Der Scharlatan. ;))

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Es mag eine blöde Frage sein, aber ich habe dazu bisher keine Info finden können:

    Wie lange verweilen Dämonen (ohne konkreten Auftrag) auf Dere/in der dritten(?) Sphäre? Und gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen DSA4(.x) und DSA5?

    Das sind keine Augenringe. Das sind Schatten großer Taten!

  • Ohne Auftrag gar nicht. Sie hassen die dritte Sphäre, und verschwinden so schnell sie können.

  • Es mag eine blöde Frage sein, aber ich habe dazu bisher keine Info finden können:

    Wie lange verweilen Dämonen (ohne konkreten Auftrag) auf Dere/in der dritten(?) Sphäre? Und gibt es diesbezüglich Unterschiede zwischen DSA4(.x) und DSA5?

    Solange der Meister das will/ für den Plot benötigt.


    Theoretich hat Pack_master recht: Die dritte Sphaere zwingt den Dämonen eine Form auf. Das ist ihnen unangenehm.


    Das Verhalten von Dämonen ist und bleibt aber unberechenbar und chaotisch:


    Einige verziehen sich sobald sie es vermögen. Andere harren aus und genießen das eigene Leiden. Ganz selten tut ein Dämon sogar gutes... Schubst z.B. mal die Wiege mit dem weinenden Kind an... gaaaanz selten. Meistens versuchen sie noch Leid, Tot und Schmerz. Verwirrung und Chaos zu stiften.


    Eine schöne Szene ist ein einem DSA Buch (Königslarfe? k.a. aber ein KHW Buch allemale): Hier zerfetzt der Shruuf ein kleines Hündchen und wirft die Hautfetzen dem zitternden Herrchen ins Gesicht.

    Wie durch ein Wunder lebt das Hündchen aber. Seitdem herrscht Unfriede in der Gruppe und es kommt oft zu Streit... Später entpuppt sich das Hündchen als Shruuf... es war wohl doch schon tot und er hat nur die Gestalt angenommen....

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Für welche Verbrechen droht denn der Scheiterhaufen. Mein Praiosgeweihter steht gerade um ein paar Leichen und zum Tode verurteilte herum, ein Nekromant treibt sein Unwesen und ich hab keine KarmaPunkte mehr für den Grabsegen. Verbrennen wäre jetzt mein erster Gedanke, auch wenns nicht ideal ist. Aber erst hängen, dann brennen? Lebendig verbrennen (wäre nicht meine erste Wahl)? Gar nicht verbrennen?


    Und wenn das abgehandelt ist noch mal die Eingangsfrage, für was würde dein Praiot denn einen Straftäter lebendig auf den Scheiterhaufen bringen?

  • Paktierer etwa werden von Praioten im Rahmen der Seelenrettung dem reinigenden Feuer überantwortet. Ansonsten sind spiegelnde Strafen durchaus nicht unüblich. An einem Brandstifter etwa würde das (so gut wie unausweichliche) Todesurteil in der Regel mit Feuer vollstreckt.

  • Wenn es Beweise gibt für einen Nekromanten würde ich die anderen Toten verbrennen wenn du die Möglichkeiten hast. Ansonsten der Kirche melden das dort nekromantische Aktivitäten sind und man dort viele Grabsegen benötigt. Vielleicht weiht dann eher ein Boroni die Fläche statt viele einzelne Grabsegen

  • Wenn kein sicheres Grab möglich ist, akzeptiert sogar die Boronkirche murrend das Verbrennen von Leichen. In den Schwarzen Landen war das für Gläubige die einzige Möglichkeit zu verhindern, dass Tote erhoben wurden.

  • Kommt drauf an ob der Anger geweiht wurde mit der "letzten Ruhestätte" (keine Ahnung wie die Liturgie richtig heisst hab grad kein Buch bei mir.). Bei DSA5 ist der Grabsegen auch schon zur Zone aufgewertet worden.

  • Ein Boronanger ist selbst im kleinsten Kaff perment zweifach geweiht durch besagte Letzte Ruhestatt.

  • Und wenn das abgehandelt ist noch mal die Eingangsfrage, für was würde dein Praiot denn einen Straftäter lebendig auf den Scheiterhaufen bringen?

    Ein Priot? Typischerweise garnicht. Sie sind Geweihte und keine Richter, jedenfalls Üblicherweise, und wissen das auch.

    Anders sieht es bei Kirchengerichten aus, wo sie das durchaus sein können. Und zeitgleich findet sich hier auch der einzige Fall, in dem jemand letztlich zum Tod durch im Feuer verurteilt wird: Der EXORZISMUS eines (überführten und Verurteilten) Paktires.

    Im Ramen dieser Liturgie, wird der "vom Packt zu Befreiende" nämlich idT lebendig verbrannt.

    In keinem anderem Fall, wird in den Zivilisierten Laden Aventuriens eine solche Strafe ausgesprochen (und strenggenommen ist das selbst beim EXORZISMUS keine Strafe...).

    Das die Leiche verbrannt wird, kommt schon mal als Straferstärkung dazu. Aber beim lebendigen Leib verbrennen... Das ist Paktieren vorbehalten.

    (und wütenden Mobs mit Mistgabeln und Fakeln ;) )

  • Das die Leiche verbrannt wird, kommt schon mal als Straferstärkung dazu. Aber beim lebendigen Leib verbrennen... Das ist Paktieren vorbehalten.

    Oder Hexen, oder anderen Leuten die der Praoiskirche nicht so ganz passen. Sicherlich alles eine Frage des Extremismus des einzelnen Geweihten. Schließlich sind die Geweihten auch nur Menschen und nicht unfehlbar oder von eigenen Interessen befreit (*sich vorsichtig umguck*).



    Ein Beispiel für die Arbeitsweise der Inquisition findet sich im Hintergrund von Marcian im "Jahr des Greifen" - im Roman noch etwas besser ausgeschmückt was seine persönlichen Gefühle zur Hexenverbrennung sind.

  • Das die Leiche verbrannt wird, kommt schon mal als Straferstärkung dazu. Aber beim lebendigen Leib verbrennen... Das ist Paktieren vorbehalten.

    Oder Hexen, oder anderen Leuten die der Praoiskirche nicht so ganz passen. Sicherlich alles eine Frage des Extremismus des einzelnen Geweihten. Schließlich sind die Geweihten auch nur Menschen und nicht unfehlbar oder von eigenen Interessen befreit (*sich vorsichtig umguck*).

    Ehrlich gesagt, haben selbst die Extremsten den Hang dazu, die Gesetzte zu achten.

    Ein Peraiot, der nicht grade vom Weg abgekommen ist, wird also kaum eine Hexen verbrennen, oder jemanden anderen der ihm / seiner Sekte, nicht passt.

    Sie mögen möglicherweise schneller dabei sein, "PAKTIERER!" zu rufen. Das kann sein. Aber auch für sie gilt: Es gibt ein Abhandlung dazu, was für welches Delikt angemessen ist. Und daran halten sie sich.


    (und über Romane denken wir de Mantel des Schweigens ;) )

  • Ich könnte mir vorstellen, dass gefährliche Ketzer (Ilaristen / Namenlose) oder magisch Begabte, die Schadensmagie gewirkt haben, zum Scheiterhaufen verurteilt werden. Hochverrat würde die Enthauptung nach sich ziehen, Raub / Mord / Brandstiftung wohl den Galgen (das Richtschwert, wenn der Delinquent adelig war).