Kleinigkeiten schnell geklärt (Geweihte, Götter und Dämonen, DSA 4.1, DSA 4)

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  • Es ergibt wenig sinn diese Aura stapelbar zu machen, denn du bist von DEINER Gottheit so sehr durchdrungen und ENTRÜCKT von der Welt das andere Effekte anderer Götter dich nicht noch weiter beinflussen sollten. Und alle anderen profitieren davon das jemand in ihrer nähe ein Bollwerk der göttlichen Ordnung darstellt, aber ich sehe keinen Mehrwert darin von einer "Gruppe" von göttlich Erwählten umgeben zu sein ... das könnte im extremen Fall sogar gegenteiligen Effekt haben (-MU) durch die spürbare eigene verwundbarkeit und ferne zu den Göttern.

    Wenn alle in der Gruppe "Herrausragendes Aussehen" haben und man selber der einzige ist ohne, dann wirkt man im vergleich als hätte man "Unansehnlich". (man hat es nicht wirklich,aber es wird subjektiv so wahrgenommen)
    Bsp. die Gruppe kommt in eine Taverne -> man setzt sich und die Damen/Herren am Nachbartisch fangen an zu flirten und sich dazuzusetzen ... wer ist wohl derjenige der die geringsten Chancen hat auf einen Flirtpartner?^^ ... selbst bei gleichen Taw auf Betören und co. hat derjenige immer schlechtere ergebnisse im durchschnitt im vergleich zu seinen "Mithelden".


    Aber zurück zur Gegenwart eines Fanatischen Entrückten Streiters der Götter (Entrückung 50+ ist reiner Fanatismus) der hat eine Beispielwirkung und dadurch inspiriert er andere, aber wenn nun alle bis auf wenige/einen diesen Zustand der göttlichen gefälligkeit und Weltentfremdung erleben, dann ist das für denjenigen der es nicht ist schon fast ein Grund zu zweifeln ... oder zumindest gibt es das Gefühl das man selbst nicht von den Göttern geschützt wird ... wenn es denn "hässlich" wird in der nächsten Schlacht.

  • Wenn alle in der Gruppe "Herrausragendes Aussehen" haben und man selber der einzige ist ohne, dann wirkt man im vergleich als hätte man "Unansehnlich". (man hat es nicht wirklich,aber es wird subjektiv so wahrgenommen)
    Bsp. die Gruppe kommt in eine Taverne -> man setzt sich und die Damen/Herren am Nachbartisch fangen an zu flirten und sich dazuzusetzen ... wer ist wohl derjenige der die geringsten Chancen hat auf einen Flirtpartner?^^ ... selbst bei gleichen Taw auf Betören und co. hat derjenige immer schlechtere ergebnisse im durchschnitt im vergleich zu seinen "Mithelden".


    Da muss ich wiedersprechen: Cheerleader-Effekt zumindest was dein Genanntes Beispiel angeht.


    Ansonsten stimme ich zu. Eine Aura sollte nicht gestapelt werden, das schaukelt sich sonst hoch, ich würde maximal einen Doppelten Effekt akzeptieren.

    Sprich, der Geweihte erhält den Boni durch seinen "Streiter der Götter" und den der Aura maximal von 1 anderen Geweihten.


    Boron zum Gruße


    Rupes

    "Regeln sind Werkzeuge

    Wenn dir bestimmte Regeln nicht gefallen und du sie

    entweder ganz streichen oder durch deine eigene Idee

    ersetzen möchtest: tu es!"


    DSA 5 GRW S. 384

  • ich widerspreche deinem Widerspruch, denn es geht beim Cheerleader-Effekt um die subjektive Wahrnehmung eines Einzelindividuums in einer Gruppe verglichen mit der Wahrnehmung als Einzelperson. Es hat aber keinen Einfluss auf den vergleich der Personen in der Gruppe untereinander, denn wenn der Cheerleadereffekt eintritt, begünstigt das alle Mitglieder der Gruppe gleichermaßen -> Resultat ist das die Differenz der Attraktivitätsstufen nicht Kompensiert wird, sondern alle als eine zusätzliche Stufe besser Aussehend Wahrgenommen werden. Derjenige mit der geringsten Stufe guten Aussehens hat weiterhin im direkten vergleich zu seinen Gruppenmitgliedern einen "Nachteil", da alle Gleichermaßen vom Cheerleader-Effekt profitieren.


    Entweder hast du die Aussage des Cheerleader-Effektes falsch verstanden oder mein Beispiel nicht korrekt durchgelesen/nachvollzogen ... wie es auch sei, ich möchte lediglich den möglichen Entstehenden Irrglauben bezüglich des Cheerleader-Effektes im Bezug auf vorliegendes Beispiel richtig stellen. Es ist keine Persönliche Kritik an dir.

  • Kurze Frage zur Kor-Spätweihe.

    Dort steht als Voraussetzung das 1000 AP in Kampf-Sonderfertigkeiten geflossen sein müssen. Ist damit der "Wert" der SF gemeint oder der tatsächlich gezahlte AP Betrag (der ja durchaus durch Profession oder verbilligte SF erheblich kleiner sein kann) ?

  • Ich nehme an, dass, wie beim Waffenmeister auch, der eigentliche Wert ohne etwaige Verbilligungen gemeint ist.

    "Er hat die Grenzen der Unwissenheit erweitert. Im Kosmos gibt es vieles, von dem wir überhaupt nichts ahnen."
    Die beiden Männer sonnten sich in dem herrlichen Gefühl, weitaus weniger zu wissen als gewöhnliche Leute, die nur von gewöhnlichen Dingen nichts wussten.

  • Sehe ich genauso. Das HELDEN-Programm ist auch demnach programmiert. Außerdem würde es m.E. keinen Sinn machen, da sonst Berufskämpfer (mit SFs und Verbilligungen von Haus aus) erst nach deutlich mehr Mühe Kor-Geweihte werden könnten.

  • Sehe ich genauso. Das HELDEN-Programm ist auch demnach programmiert. Außerdem würde es m.E. keinen Sinn machen, da sonst Berufskämpfer (mit SFs und Verbilligungen von Haus aus) erst nach deutlich mehr Mühe Kor-Geweihte werden könnten.

    Sehe ich auch so, ist auch beim http://heldenblatt.ch/ so umgesetzt.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Hallo liebe Orkis,


    bei uns kam gestern die Frage nach dem Bruchfaktor geweihter Waffen auf. Meine Rondrageweihte hätte gestern auf ihren Rondrakamm mehrere Bruchfaktorwürfe machen müssen.

    In der Liturgie Objektweihe steht ja, dass die geweihte Waffe so lange unzerstörbar ist, wie sich der/die Geweihte an die Prinzipien der jeweiligen Gottheit hält. Theoretisch müsste dann ja eine Art Schattenrechnung geführt werden. Dabei würde man den Bruchfaktor normal behandeln, und sobald ich die Gunst meiner Göttin verlieren würde könnte es sein, dass mein Schwert dann zerbröselt.


    Wie seht ihr das?

    "Lache, und die ganze Welt lacht mir dir. Weine, und du weinst allein"
    Oh Dae-su

  • In der Liturgie Objektweihe steht ja, dass die geweihte Waffe so lange unzerstörbar ist, wie sich der/die Geweihte an die Prinzipien der jeweiligen Gottheit hält.

    WdG, Seite 257 schrieb:

    Generell gilt, dass der Gegenstand für die Dauer der Weihe durch profane Gewalteinwirkung unzerbrechlich ist.

    [...]

    Wirkungsdauer: solange sich die Trägerin der segnenden Gottheit gefällig verhält, maximal LkP* Wochen bzw. permanent.


    Ich gehe davon aus, dass der Rondrakamm, das Sonnenszepter, der Rabenschnabel und vergleichbare kirchliche Waffen und Standessymbole steht eine Objektweihe auf Grad V erfahren bzw. permanent oder bis spätestens der Versündigung des Trägers gegenüber der Gottheit einfach geweiht sind sowie in dieser Zeit durch profane Gewalteinwirkung unzerbrechlich.


    Diese Unzerbrechlichkeit interpretiere ich als vollkommene Unempfindlichkeit. Der Rondrakamm wird folglich nicht über Jahrzehnte hinweg in kleine Brocken geschlagen, die allein durch die göttliche Macht in Form gehalten werden, sondern direkt durch diese göttliche Macht vor profanen Schaden bewahrt. Erstere Interpretation ist zwar möglich und ein dramatisch zu Staub zerfallender Rondrakamm bei einem sündhaften Geweihten bestimmt recht stimmungsvoll, erfordert jedoch einen deutlich größeren Buchhaltungsaufwand. Wenn ich dies möchte, kann ich beim Sündenfall die Waffe auch einfach so zu Staub zerfallen lassen.


    Hinsichtlich der Unzerbrechlichkeit bzw. Unzerstörbarkeit sind vor allem zu beachten:

    1. Das Objekt wird allein vor profanem Schaden bewahrt, nicht vor magischem, dämonischen, geweihten oder elementaren Schaden. Beispielsweise könnten eine geweihte Rüstung unter dem Feuer eines Ignifaxius schmelzen, eine geweihter Schild von dämonischer Säure zerfressen oder eine geweihte Klinge vom Eisenrost-Zauber zerstört werden. Allerdings würde ein geweihtes Handbuch eines Hesindegeweihten selbst heißestes, aber profanes Schmiedefeuer unbeschadet überstehen.
    2. Während WdG besagte Unzerbrechlichkeit nennt und auch die Errata aus dem Jahr 2009 diese unberührt lässt, wird sie mit der Errata aus dem Jahr 2015 von Alex Spohr aufgehoben; dort steht nämlich:

    Seite 257; Objektweihe: rechte Spalte oben, streiche den Satz: Generell gilt, dass der Gegenstand für die Dauer durch profane Gewalteinwirkung unzerbrechlich ist.

    Meiner Runde hat dieser Teil der letzten Errata nicht gefallen und daher nie Einzug in unser Aventurien gefunden.



    Anbei liegt der reguläre Bruchfaktor eines Rondrakamms bei 1; siehe AA, Seite 58, oder WdS, Seite 123. Ausnahme ist die Fertigung in Arivor, welche den Regeln aus WdS, Seite 185, folgend, u.a. den BF auf 0 verbessert.

  • Willkommen auf dem Orki, Aristeas. :)


    Ich gehe davon aus, dass der Rondrakamm als reguläre Dienstwaffe Diener Geweihte mit der Grad V Liturgie-Variante geweiht ist (und nicht als Ersatzweise letzte tagen fix selber mit dem niedrigeren Grad zeitweilig geweiht wurde), und die wirkt soweit permanent (wobei auch da vermutlich theoretisch Vergehen möglich sind, die das aufheben, aber das dürfte bei weitem nicht so leicht sein wie bei der schwächeren und nur zeitlich sehr begrenzt wirkenden Weihe (die auch z.B. nicht den doppelten Schaden gegen Dämonen der Gegendomäne macht), bei der eben das sich nicht dran halten als klares vorzeitiges Ende der Weihe gilt.

    So lange die Weihe wirkt, sind profane Bf-Teste in der Tat nicht nötig (Ausnahmen wurden genannt - wobei wir z.B. auch seit jeher damit spielen, dass eine permanente Weihe (Grad V, kostet pKP) auch von Magie nicht übertrumpft werden kann), weil durch mit richtig Wumms drauf hauen oder pariert werden keine zerstörende Wirkung haben kann.


    Meiner Runde hat dieser Teil der letzten Errata nicht gefallen und daher nie Einzug in unser Aventurien gefunden.

    Dito. Es ist ein regeltechnisch teures regeltechnisches Vergnügen.

  • Willkommen auf dem Orki, Aristeas. :)

    Danke :)


    wobei auch da vermutlich theoretisch Vergehen möglich sind, die das aufheben, aber das dürfte bei weitem nicht so leicht sein wie bei der schwächeren und nur zeitlich sehr begrenzt wirkenden Weihe

    Tatsächlich ist im konkreten Einzelfall nicht immer ganz leicht festzustellen, ob ein Verstoß vorliegt oder nicht oder ob ein Verstoß zu vergeben ist. Dabei würde ich mich jedoch eher an der Absicht des Geweihten orientieren als an der Stufe der Objektweihe.

    Ein Beispiel, welches vor einigen Spielabenden bei uns vorkam: Die Gruppe verfolgte eine kleinere Gruppe marodierender Orks. Da sich diese in der Gegend deutlich besser auskannten, waren sie stets einen Schritt voraus. So geschah es, dass unsere Gruppe mit ansehen musste, wie die Orks nur durch einen Fluss von ihr getrennt, eine Gruppe Zahori, Männer, Frauen und Kinder, überfiel und dabei nicht gerade zimperlich vorging. Den Fluss rechtzeitig zu überwinden, war aussichtslos. Als die Orks, um den Widerstand gegen ihre Forderungen zu ahnden und da sie versteckte Schätze in den Planwagen vermuteten, begannen, einige der Kinder hinzurichten, befahl der Rondrageweihte unserem Jäger, den orkischen Henker über den Fluss hinweg zu erschießen, und dem Magier, falls der Jäger verfehlen sollte, ggf. noch eine Flammenlanze hinterher zu schicken. War dies nun sündhaft? Einerseits sollte der Rondrageweihte sowohl Magie als auch Fernkampfwaffen meiden, andererseits ist seine Pflicht die schwachen und unschuldigen Opfer vor Schaden zu bewahren, zudem war er zwar Befehlsgeber, aber nicht ausführend, und auch die geweihten Amazonen verwenden Bögen im Kampf, sogar in der ehrenhaften Schlacht.

    In unserer Runde waren die grundlegend reine Motivation und die recht aussichtslose Lage entscheidend, dem Geweihten zwar ein schlechtes Gewissen zu verpassen, aber vor göttlichem Zorn zu bewahren; der Grad der Weihe kam hingegen nicht einmal zur Sprache.

  • Ob man den einen Aspekt des Ehrenkodex' bricht zu Gunsten eines anderen Aspektes, ist in meinen Augen etwas anderes, als die Auflagen ganz allgemein willentlich brechen, oder eben vorsätzlich den einen Aspekt, weil es gerade praktisch ist, nicht etwa zu Gunsten eines anderen.

    Der z.B. Söldner mit einer zeitweilig geweihten Waffe, der auf seinen ausgerutschten Gegner einschlägt, weil er es immer so gehalten hat und einfach eine als gute Gelegenheit empfindet, sehe ich anders gewichtet als das Handeln Deines Geweihten oben im Fallbeispiel. Schlechtes Gewissen, ja, mehr sehe ich da ebenfalls nicht.

    Solcherlei Aspekte dieser Thematik (Was gehört zum Kodex, wann bricht man ihn oder auch nicht) wiederum werden auch in z.B. diesem Thread diskutiert, und passen in ihrer potenziellen Länge keinesfalls in die Kleinigkeiten, falls die Diskussion aufgenommen werden möchte, wann oder wann nicht eine Weihe einer permanenten Weihe im Einzelnen verfliegt.