Kleinigkeiten schnell geklärt (Geweihte, Götter und Dämonen, DSA 4.1, DSA 4)

  • Wenn man Bier und Schnaps unter Nahrung subsumiert, kann Travia regional die Göttin der Alkoholherstellung sein. Als Göttin der Gastfreundschaft gehören alle Arten von Schänken, Kneipen und Kaschemmen in ihre Zuständigkeit. Also fällt Komasaufen tatsächlich in ihr Ressort.


    Traviageweihte sind die Geweihte für das Alltagsgeschäft. Wenn sie ihre Runde durch ihr Viertel machen müssen sie sich immer einladen lassen. Eins, zwei, viele Begrüsungschnäppse, hier ein keinen Umtrunk zur Taufe, dort etwas auf die Initiationsfeier, dann nochmal auf das Hochzeitsjubiläum anstoßen und danach die Teilnahme an einem kleinen Trösterrich, Nachmittags ein paar Bier um mit den Gossenbettlern ein Missionsgespräch zu führen und vorm Feierabend noch schnell die Bierqualität der Schänken prüfen.


    Daneben ist Zechen auch das Talent für alle Arten von Rauschkräuter, da sehe ich aber bei Travia so gar keinen Bezug.

    In allen Edition die ich hier rumliegen habe, sind die Traviageweihte Spitzenreiter in Trinkfreudigkeit. Die Rahjageweihten sind maximal gleichauf.

  • Ah, der Begrüßungsschnaps. Stimmt, das ergäbe Sinn. Zumindest im Bornland könnte das Usus sein. :/

    Da ist man natürlich, nachdem man alle seine Schäfchen besucht hat, schon tüchtig angeheitert, wenn nicht mehr.


    Ich war davon ausgegangen, dass das konsumierte Bier dem des europäischen Mittelalters entspricht, das einen weit geringeren Alkoholgehalt hatte als heute üblich. Das würde dem Traviageweihten wohl keinen höheren Zechenwert verschaffen als der Allgemeinbevölkerung.

    Wenn natürlich alle finden, dass man dem Geweihten aus Höflichkeit was Stärkeres anbieten muss, dann ...


    Was mich etwas stutzig machte, ist die Tatsache, dass Travias Ideale eigentlich mit dem Zustand des Betrunkenseins nicht gut zu vereinbaren sind. (Nicht umsonst lehnen viele irdische Religionen den übermäßigen Alkoholkonsum stark ab oder predigen gar völlige Abstinenz.)


    Als Pegeltrinker, der nie im eigentlichen Sinne betrunken ist, aber immer wieder was nachtrinkt, kann man sich den Traviageweihten schon eher vorstellen. :/


    Das könnte auch erklären, warum die Rahjanis nicht so einen hohen Wert haben: Die trinken nur zu besonderen Anlässen. (Und wollen vielleicht auch gar keine Resistenz gegen Gifte (Spezialisierung Alkohol) entwickeln.)

  • Ich habe gerade erfahren, dass die Bannstrahler ein Feldzeichen des Theaterordens in ihrer Burg Auraleth aufbewahren. Dabei wird explizit erwähnt, dass es nicht im Trophäenraum aufbewahrt wird, sondern in den Koschbasaltkammern des geheimen Securitums.


    Welche Eigenschaften könnte das Feldzeichen haben, dass die Bannstrahler es in ihrem Giftschrank aufbewahren?

  • Also prinzipiell hätt ich jetzt gesagt, es muss magischer Natur sein, aber die Rondrianer sind ja Magie im Kampf eher reserviert eingestellt, daher kann ich mir nicht vorstellen dass ein Feldzeichen der Theaterritter eine magische Eigenschaft besitzt.

  • In "Orden und Bündnisse", S. 18 wird das Feldzeichen nur allgemein als in der Burg aufbewahrt erwähnt: "Die Bannstrahler verwahren auch viele gefährliche Objekte vornehmlich auf Burg Auraleth, darunter beispielsweise die Bücher Die Angst, Arachnoides Almagest, Die XIII Lobpreisungen des Namenlosen und die Philosophica Magica. Zudem werden dort das Feldzeichen des Theaterordens, Götzenbilder fremder Kulte und – das bedeutendste Artefakt des Ordens – der Eisenkragen des Blakharaz, ein Teil des Frevlergewandes, gesichert."


    Magie dürfte wirklich rausfallen, wobei es eine Menge magischer Wirkungen gibt, die auch nicht des Giftschranks bedürfen.

    Dämonische Einwirkungen (im Weiteren ebenfalls Magie) auch.

    Geweihte Wirkungen, die ich mir am ehesten vorstellen kann, gehören aber wohl auch nicht in den Giftschrank, denn der ist Koschbasalt auch egal.

  • Ich nehme an, weil sie auch irdisch einen schlechten Ruf haben, oft als eklig empfunden werden, in Kanalisationen leben und Krankheiten (mit) übertragen können, und in Aventurien ist das ebenso.


    Auch wenn in Gesamt-Aventurien die Ratte nicht nur das Tier des Namenlosen ist, sondern im tulamidischen Raum auch das heilige Tier des Phex (vermutlich, weil sie ja auch sehr klug ist und ein Überlebenskünstler).

  • Ja, ist auch meine Gedanke dazu. Dachte nur vielleicht gibt es irgendeine ingame Sage wo sich z.B. der Rattenkönig vom Namenlosen verführen ließ oder sonst etwas in die Richtung.

  • Ja, ist auch meine Gedanke dazu. Dachte nur vielleicht gibt es irgendeine ingame Sage wo sich z.B. der Rattenkönig vom Namenlosen verführen ließ oder sonst etwas in die Richtung.

    Ja, genau dies wird irgendwo erwähnt, soweit ich mich erinnere.

    Ist, glaube ich, eine Erzählung bei den Elfen.


    Tante Edit hat geguckt: ALuT S. 30

    Edited once, last by Tharex ().

  • Tagchen, kurze Frage zum Thema Vampirismus und Resistenzen:


    Warum sind Vampire (WdG 293) nicht auch gegen Dämonischen Schaden (WdZ 57f). resistent?

    Ist das einfach ein Oversight, weil die wenigsten Heldengruppen mit Dämonenschwertern durch die Welt ziehen, oder gibt es im Kosmologischen Symptom 'Vampir' einfach nen Loch?

    Aus Teilweise verwandten Gründen: Dämonen machen nicht automatisch dämonischen Schaden, so wie er in WdZ 57f. definiert ist, sondern 'generell' profanen + ggf. ein bisschen extra Umpf, aye?

  • In WdG 294 wird ja gesagt, dass "die Verwundbarkeiten sind die einzige Möglichkeit [sind], einen Vampir effektiv zu verletzen." Das ist eindeutig und einfacher als eine Aufzählung, wodurch sie nicht zu verletzen sind.


    Es wird dort ja auf WdZ 235 verwiesen. "Resistenz gegen dämonischen Schaden" gibt es dort schlicht nicht.


    In WdZ 57 wird gesagt, wogegen dämonische Waffen wirken. Vampire gehören nicht dazu.

  • In WdG 294 wird ja gesagt, dass "die Verwundbarkeiten sind die einzige Möglichkeit [sind], einen Vampir effektiv zu verletzen." Das ist eindeutig und einfacher als eine Aufzählung, wodurch sie nicht zu verletzen sind.

    Da aber genau eine halbe Zeilen drüber "Ein Vampir ist resistent (TP halbiert) gegen profane, elementare, magische und geweihte Angriffe (WdZ 235) und vollständig immun gegen alle Gifte und Krankheiten.", also genau die Auflistung von allem von dem sie nicht zu verletzen sind steht, wunderte mich das ganze ja so. :)

  • In WdG 294 wird ja gesagt, dass "die Verwundbarkeiten sind die einzige Möglichkeit [sind], einen Vampir effektiv zu verletzen." Das ist eindeutig und einfacher als eine Aufzählung, wodurch sie nicht zu verletzen sind.

    Da aber genau eine halbe Zeilen drüber "Ein Vampir ist resistent (TP halbiert) gegen profane, elementare, magische und geweihte Angriffe (WdZ 235) und vollständig immun gegen alle Gifte und Krankheiten.", also genau die Auflistung von allem von dem sie nicht zu verletzen sind steht, wunderte mich das ganze ja so. :)

    Dämonisch wird idR unter magisch Subsumiert.

    Hier trennt DSA leider nicht ganz sauber...

    Vielleicht war es ja nie ganz so gedacht, das dämonsich und magisch 2 paar Schuh sind... Aber aus irgendeinem Grund wurden es dann doch 2.

  • Ich überlege meinem Magier eine Spätweihe (bei Hesinde) angedeihen zu lassen. Ich habe also eine kurze Recherche zur Wechselwirkung zwischen Geweihtendasein und zaubern durchgeführt. Hab ich da was übersehen oder falsch verstanden?


    Entrückung:

    - Behindert nicht bei Zaubern und Ritualen (da weder Gabe noch Talent)

    - Verringert AsP Regeneration

    - Kann in seltenen Fällen sogar nützlich sein (Hesinde entrückter Exorzist mit erhöhter Magiekunde beim Pentagramma)


    Mirakel:

    - Können keinen ZfW oder RkW erhöhen

    - Können eine Eigenschaft (oder ein Talent) für eine Zauber- oder Ritualprobe erhöhen


    Die Wirkung von Liturgien und Zaubern ist stapelbar. (Z.B. gleichzeitig MR mit Psychostabilis und Weisheitssegen steigern)

  • Ebenso geht damit einher (im Falle Hesinde- und Nandus-Weihe), dass etwaige Gildenämter niedergelegt werden müssen.


    Entrückung mindert die die AsP-Regeneration um ein Zehntel, und während man meditiert/betet, zum KP regenerieren, darf man gleichzeitig weder AsP noch LeP regenerieren (WdG, S. 241).



    Die Wirkung von Liturgien und Zaubern ist stapelbar. (Z.B. gleichzeitig MR mit Psychostabilis und Weisheitssegen steigern)

    Das nicht, meinem Verständnis nach.

    "Es ist nicht möglich, dass ein Lebewesen oder ein Objekt gleichzeitig von zwei gleichartigen Zaubern gleichzeitig profitiert." (WdZ, S. 16). Liturgie ist kein Zauber, das stimmt, aber es sind zwei gleichartige Wirkungsweisen.

    Für geweihte und verzauberte Objekte gilt: "Sollte es dazu kommen, dass eine Waffe auf zwei oder mehr Arten Schaden verursachen kann, ist dieser nicht kumulativ. Es wird dann immer der im Durchschnitt höchste Wert angenommen", (WdZ, S. 56)

  • Ebenso geht damit einher (im Falle Hesinde- und Nandus-Weihe), dass etwaige Gildenämter niedergelegt werden müssen.


    Entrückung mindert die die AsP-Regeneration um ein Zehntel, und während man meditiert/betet, zum KP regenerieren, darf man gleichzeitig weder AsP noch LeP regenerieren (WdG, S. 241).

    Beim beten nicht schlafen. :lol2:


    Das nicht, meinem Verständnis nach.

    "Es ist nicht möglich, dass ein Lebewesen oder ein Objekt gleichzeitig von zwei gleichartigen Zaubern gleichzeitig profitiert." (WdZ, S. 16). Liturgie ist kein Zuaber, das stimmt, aber es sind zwei gleichartige Wirkungsweise.

    Für geweihte und verzauberte Objekte gilt: "Sollte es dazu kommen, dass eine Waffe auf zwei oder mehr Arten Schaden verursachen kann, ist dieser nicht kumulativ. Es wird dann immer der im Durchschnitt höchste Wert angenommen", (WdZ, S. 56)


    Das Stapeln verbuche ich dann mal unter "unklar und mit der Runde klären".

    Der Satz zu den Waffen soll aber wohl nur verhindern, dass der Ronni mit seinem Rondrakamm auf den Dämon haut und sagt "Ich mach dem Heshtot jetzt 2w6+2 profanen und weil meine Waffe geweiht ist zusätzlich 2w6+2 geweihten Schaden."

  • Der Satz zu den Waffen soll aber wohl nur verhindern, dass der Ronni mit seinem Rondrakamm auf den Dämon haut und sagt "Ich mach dem Heshtot jetzt 2w6+2 profanen und weil meine Waffe geweiht ist zusätzlich 2w6+2 geweihten Schaden."

    Das wären keine unterschiedlichen Arten, Schaden zu machen, denn eine Weihe sorgt dafür, dass der Waffenschaden gegenüber einem Dämon zu echtem Schaden wird, bzw. zu verdoppelten Schaden wird (bei Gegendomäne). Diese Mechanismen werden auch an anderen Stellen im Regelwerk erklärt. Die Stelle auf S. 56, aus der das Zitat stammt, bezieht sich auf geweihte, magische oder dämonische Objekte. In dem Kontext macht es in meinen Augen Sinn, daraufhinzuweisen, dass nur eine Wirkungsweise zählt (die jeweils stärkste)

  • Moin,


    ich brauche mal wieder die geballte Fachkompentenz :)

    Es geht diesmal um ein paar Fragen zu Dämonen, ich konnte leider nichts in den Regelwerken dazu finden. Es gibt ja sicherlich auch "versteckte" Dämonen. Sei es weil sie in einem Menschen gefahren sind, unsichtbar oder was weiss ich was. Ich will auch nicht genau nachlesen was es alles für Dämonen gibt zwecks Spoiler und so. Dennoch kamen folgende Fragen auf:


    - Bemerken normale Charaktäre die Anwesendheit eines Dämons?

    - Bemerken geweihte Charaktäre die Anwesendheit eines Dämons? Und falls ein, wie sieht es aus wenn es die direkte Gegendomäne ist?


    Und das Ganze auch umgekehrt. Bemerken also Dämonen die Anwesenheit eines Geweihten? Insbesondere wenn es z.B. ein versteckter Phexi ist?


    Vielen Dank schonmal :)

    Gruß
    Nessy