Kleinigkeiten schnell geklärt (Geweihte, Götter und Dämonen, DSA 5)

  • ich habe mal die Entrückung eines Roondrageweihten ausgespielt indem ich im Sprechgesang Verse aus dem Rondra Vandemecum zitiert habe während es über den Schlachtfeld ging.


    Passenderweise habe ich sämtliche Sinnesschärfe Proben wegen Hinterhalt nicht bestanden und bin dennoch nur mit einen LP Verlust aus den Kampf gagangen, den ich mit einem kleinen Heilsegen wegegewischt habe.

  • Die Tarisharim werden im AGW2 ja als Verehrer elementarer Mächte sowie Riesen und geistlich-transzendenter Orden beschrieben. In ihren Baukastenwerten spiegelt sich das leider überhaupt nicht wieder, finde ich. Gibt es dazu vielleicht irgendwelche Informationen, die sie etwas mystischer machen?

  • Ich habe zu DSA 4 Zeiten einen Tarisharim versucht zu spielen. Um meinen Helden etwas mystister zu machen, habe ich die Gebote und (angelehnt am Glauben in Drakonia) den Göttern ebenfals den Elementen (als unsterbliche Wirker der Elementarherrn) zugeordnet:


    Hawa(Luft) gebietet jeden Kampf Ehrenhaft zu führen und wer dies verletzt wird ihren Stürme, Blitz und Donner strafen.

    Haz(Feuer) achtet auf Treue und Gehorsamkeit, sein allsehendes Auge wacht darüber.

    Ramlih (Erz) gebietet die Beharrlichkeit, nichts soll einem von seinem Vorhaben ablenken.

    Djialihd(Eis) lehrt uns unsere Härte zu finden und dies auch von all den anderen zu verlangen.

    Zumuh(Humus) hingegen gebietet Milde gegen unterlegene, wie aus sie uns mit milden Gaben beschenkt.

    Mavy(Wasser) ermahnt uns unseren Körper und Geist rein zu halten, nehme nichts Berauschendes zu dir und beschmutze keinen anderen mit Giften.“


    Kurzgefasst:

    Luft – Rondra - Ehrenhaftigkeit

    Wasser - Efferd - Verzicht auf Rauschmittel und Giften

    Feuer – Praios - Treue und Gehorsamkeit

    Erz - Ingerimm - Beharrlichkeit

    Humus - Peraine - Milde gegenüber Unterlegene

    Eis – Firun - Härte gegenüber sich selbst und dem Feind

  • Kann ein Geweihter weiter eine Liturgie wirken, während er in einer freien Aktion z.B. etwas sagt?

    Ich kenne jetzt keine Regel, die explizit dagegen spricht. Allerdings, wenn ein Gebet dazugehört, dann stelle ich mir "zwischendurch mal kurz was sagen" schwierig vor.

  • Praios, segne die Waffen dieser Recken, auf dass sie die Widersacher der Schöpfung vom Anglitz Deres fegen und in deinem Namen Gutes vollbringen können. Schaue dabei nicht auf ihre Schwächen und vergieb ihnen ihren Übergriff auf den Tempelschatz, schaut den Kleptomanen an, denn sie haben noch viel zu lernen. Bei Praios lass ihre Klingen in deinem Glanz erleuchten.


    Geht für mich ganz gut. Ich hab jetzt nicht nachgeschaut, aber ich würde das in meiner Gruppe meistens recht locker zulassen. Unter Umständen aber eben auch nur mit den wenigen Worten, die eine freie Aktion erlaubt und natürlich eingebunden in die eigentliche Liturgie.


    Ich hatte auch schonmal eine Liturgie, wo der Praiosgeweihte mitten in der Ausbrennung kurz innehalte musste und den Spieler unter der Hand fragte: Wie hieß er nochmal? War auch ein guter Lacher :P

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir einen zweiten Eisenhower benötigen... :)

    Edamus meridiem!

    Jetzt wird Rom zurückgetrieben...

    Edited once, last by Natan ().

  • Also laut GRW S229 können während länger dauernden Handlungen freie Aktionen genutzt werden, ohne das sie unterbrochen wird. Ausser der Meister sagt was anderes.

  • RAW hilft er auch gegen Schaden durch Liturgien, selbst wenn es sich um Elemente handelt.


    Zudem gibt's es noch Dinge wie Telekineseschlag oder Hexenholz 2. Und 3. Erweiterung.


    Aber ja, wirklich gut ist die SF nicht. :/

  • Hiho!

    Bin in der neuen Achaz-SH über die Eidechse, das kleine bindbare Vertrautentier einer Zsahh-Geweihten gestolpert - finde da keine weiteren Erläuterungen dazu. Gibt es noch andere Geweihte, die bei DSA5 ein Vertrautentier haben? Und falls ja, wo fänd ich Genaueres darüber?

    Danke im Voraus,

    R

  • Gibt es noch andere Geweihte, die bei DSA5 ein Vertrautentier haben?

    Meines Wissens nach nicht, obwohl es nicht unmöglich scheint, bei der Vertrautenbindung steht ja "Tradition Hexe (gegebenfalls andere Tradition)".

    Problem ist aber gegebenfalls die magische Natur des Vertrautenwesens. Kann ein nicht-magischer Geweihter eine magische Bindung zu einem Tier erzeugen? Fraglich.


    Übrigens deutet sich das ähnlich bei dem H’Szint-Priester an.

  • "Tradition Hexe (gegebenfalls andere Tradition)".

    Gibt's vielleicht die inzwischen karmalisierten Goblin-Schamaninnen mit Frettchen?

    Nein und Ja. Es gibt eine Goblinschamanin, aber als Zauberin und sie kann ein Vertrautentier (traditionell Frettchen) haben. Hier habe ich mal meine Eindruck hinterlassen.

  • Ist der Vorteil "Zäher Hund" mit der passiven Eigenschaft der Kor-Tradition stapelbar? Oder gilt hier "gleicher Effekt, es wirkt der stärkere"?

  • AlexBrosto

    Vorteile und Sonderfertigkeiten sind keine übernatürlichen Effekte. Wenn nicht anders angegeben kann man sie also stapeln. Und sogar noch den Effekt eines Zaubers oder einer Liturgie oben drauf packen.


    Aber hier ist die Formulierung etwas unglücklich. Weil beide nicht sagen er kann eine Stufe Schmerz ignorieren sondern beide sagen er kann die höchste Stufe ignorieren.


    Es ist also eine Grauzone. Sagt man das damit die höchste wirkende Stufe ignoriert werden kann ist es stapelbar. Sagt man das damit die höchste Stufe gemeint ist die man hat ist es rein nach Text nicht stapelbar.


    Ich würde es als Meister vermutlich erlauben.

    Im übrigen bin ich der Meinung ,dass wir ein zweites Aventurisches Elementarium benötigen... :)


    Nuc est bibendum!


    Jetzt hat es Rom zuweit getrieben....

  • Ich füge noch hinzu:

    Dadurch, dass https://ulisses-regelwiki.de/S…zenunterdr%C3%BCcken.html existiert, ist der Traditionsbonus und der Vorteil auch relativ schwach. Sie stapeln zu lassen, kostet dich als Meister daher nicht viel. Das ist definitiv kein Balancing-Problem, solange Schmerzen unterdrücken existiert.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir einen zweiten Eisenhower benötigen... :)

    Edamus meridiem!

    Jetzt wird Rom zurückgetrieben...

  • Ja sehe es auch so. zudem sollte ein Vorteil an sich niemals eine andere Möglichkeit negieren, das ist nicht wie Vorteile sein sollten.

    "Ohne DSA5 hätte es Herr der Ringe nie gegeben" - H.P.Lovecraft

  • Ich hätte mal ne Frage zur Kirchenprägung Moderne Sichtweise. Diese sagt:


    Aufgeschlossen für Neues: Ein Geweihter kann bei Zeremonien Gebet oder Geste verändern, ohne dass dies für ihn regeltechnische Auswirkungen mit sich bringt. Bei Liturgien kann er dies ebenfalls tun und die Erschwernis, die dabei entsteht, um insgesamt 1 reduzieren.

    Anstrengende Zeremonien: Zeremonien sind für Geweihte einer modernen Sichtweise anstrengend auszuführen. Sie erleiden dabei eine zusätzliche Erschwernis von –1.

    Voraussetzungen: Der Held verfügt nicht über die Kirchenprägung Traditionelle Denkrichtung.

    Der erste Satz bedeutet, dass ich bei Zeremonien Geste und Formel immer frei variieren kann, aber das ganze zählt nicht als Modifikation im Sinne der Regeln, richtig? Denn bei den möglichen Modifikationen für Zeremonien sind, im Gegensatz zu Liturgien, eben Geste und Gebet weglassen nicht aufgeführt( s. GRW S. 312ff.).

    Ist das quasi ein Fehler und man sollte eigentlich auch bei Zeremonien in der Lage sein, Gebete und Gesten weglassen zu können oder ist die Prägung so gemeint, dass ich einfach ein anderes Gebet nutzen kann, aber es eben nicht weglassen kann?

  • WizardNemo Nein, der erste Satz von "Aufgeschlossen für Neues" macht 0 Sinn, da es zwar festgelegt wird, dass Zeremonien einer bestimmten Technik und Gebeten folgen müssen, doch weder legen die einzelnen Zeremonien oder Strömungen eine Technik fest (außer oberflächlich in den Vademecums), noch wird eine regeltechnische Konsequenz beschrieben, falls man der Technik nicht folgt oder die Gebete abwandelt, regeltechnisch ist dies einfach nicht möglich... aber was soll man darüber großen Aufriss machen, wenn nirgendwo festgelegt wird, wie die Gebete lauten oder welche sakralen Hilfsmittel benötigt (Weihwasser, Weihrauch usw.) werden oder wie der Zeremonie-Ablauf aus zu sehen hat.


    Der Vorteil ist also reiner Fluff!