Kleinigkeiten schnell geklärt (Kampfregeln, DSA 5)

  • Zu bedenken ist, dass sich mit einer Waffe mein "Volumen" vergrößert, die Sphäre in der ich interagiere. Mein Platzbedarf ist größer und je mehr der eingeschränkt wird desto begrenzter wird mein Handlungsfreiraum.


    Zur Erinnerung: Eine misslungene AT bedeutet nicht, dass ich daneben geschlagen haben muss, sondern, dass es auch zum Beispiel keine Gelegenheit gab.


    Kann sein, dass der Stuhl in der Taverne (beengte Umgebung) mir die Gelegenheit genommen hat einen Hieb von unten rechts zu setzen. Als Rechtshänder fehlen mir so 1/3 meiner Angriffswinkel.

    Ebenso kann das aber auch für eine Parade gelten. Der Stuhl rechts von mir zwingt mich den Arm leicht anders anzuwinkeln um die Klinge hochziehen zu können. Das dauert eine halbe Sekunde länger; zu lange. Ich wurde getroffen.


    Ohne Hilfsmittel ist meine Handlungssphäre aber sehr viel kleiner und ich muss schon quasi fixiert sein um nicht ausweichen zu können.


    Wenn ich spieltechnisch schon so eingeschränkt bin, dass ich nicht mehr unbehindert ausweichen kann (klebriger Morast, sehr schmale Passage, Drahtseil, enge Menschenmenge, ...) sollte man eher überlegen ob man nicht schon den Status Fixiert hat ehe man mit einer neuen Regel um die Ecke kommt. Eingeengt und Fixiert schließen sich nicht gegenseitig aus.

    Lieber die vorhandenen Regeln anwenden.

  • Hallo,


    eine Frage. Im Aventurischen Kompendium 2 S.144 steht beim Machtvollen Sturmangriff der Zusatz " Der maximale Bonus, der durch das Addieren der (halben) GS entstehen kann, ist die volle natürliche GS des Angreifers." Dieser Zusatz steht aber nicht beim Sturmangriff im Basisregelwerk dabei. Einer meiner Spieler beharrt nun darauf, dass der Zusatz nur beim Machtvollen Sturmangriff gilt, ich denke da anders. Gibt es irgendwo eine eindeutige Quelle?

  • Einer meiner Spieler beharrt nun darauf, dass der Zusatz nur beim Machtvollen Sturmangriff gilt, ich denke da anders. Gibt es irgendwo eine eindeutige Quelle?

    Es ist natürlich so gemeint, dass das für jede Art von Schadenserhöhung durch hohe Geschwindigkeit, max. die volle natürliche GS des Angreifers gilt.

    Sonst wäre es keine Anmerkung, sondern ständ in der SF. Auch würde "halbe" GS nicht in Klammern stehen - da es in der SF ja immer um halbe GS geht.


    Anmerkungen sind allgemeingültig.


    ABER...

    es ist eben nicht wirklich eindeutig. Hier kommt es immer darauf an, wie Spieler Regeln auslegen. Versucht man sie so auszulegen, wie sie gemeint sein sollen... ist die Sache klar. (Niemand glaubt wirklich, dass es Sinn des Sturmangriffs gewesen ist, mittels AXXELERATUS 25 TP mehr zu machen... Durch die Anmerkung wollte man dieser Sache einen Riegel vorschieben)


    Besteht man aber darauf, dass immer nur das gilt, was geschrieben ist - und versucht so möglichst große Vorteile aus den Schwächen der Autoren zu ziehen... wird dein Spieler wohl Recht behalten. Hier geht es wieder um die Kultur innerhalb der Spielrunde.


    [infobox]Schattenkatze: Die Diskussion um Beidhändigkeit und Beidhändiger Kampf wurde ausgegliedert.[/infobox]

  • Hmmm, den Regeln nach kannst du das so handhaben.

    Ich glaube ich würde das aber anders. Entweder erst lernbar nach Wirbelangriff II oder so, dass der Machtvolle Wirbelangriff nur so viele Ziele treffen kann wie man den Wirbelangriff beherrscht. (I oder II)

  • Machtvoller Wirbelangriff wiederholt den Fehler von Mächtiger Rundumschlag: das sollten von der Funktion her passive Fähigkeiten sein, welche die Manöver verbessern (leichter machen) und keine eigenen Manöver. Beim M.Rundumschlag paßt aber zumindest die Beschreibung, dass man die dritte AT nur mit Rundumschlag II bekommt.

  • Für mich ist mächtiger Wirbelangriff eine plausible Alternative zum Wirbelangriff II

    Wirbelangriff II mächtiger Wirbelangriff
    AP 35 25
    Voraussetzungen Wirbelangriff I, GE 17

    Wirbelangriff (mind. I),

    passende Kampfstilsonderfertigkeit

    Waffentechniken Dolche, Fächer, Fechtwaffen, Raufen Dolche, Fächer, Raufen
    AT-Abzüge

    -2 / -4 / -6 (Fehler in Wiki "Erschwernis":

    Dort steht zweimal "zweite AT")

    0 / -4 / -6
    TP-Abzüge

    -2

    0


    Unterm Strich ist mächtiger Wirbelangriff die billigere, leichtere und effizientere Variante,

    die einige Kampfstile für den Kampf ohne Fechtwaffen vorhalten.

  • Tiere parieren eigentlich nicht und wenn es nicht grade ein Wesen mit einem Schild oder vergleichbarem ist geht das auch garnicht bei Schusswaffen. Also würde ich sagen ja, denn Ausweichen gegen Schusswaffen ist nicht auf Helden beschränkt und entsprechend erschwert

  • War es nicht so daß ein Verteidigungswert immer gleich bleibt?


    Hat nichts mit einer Parade oder Ausweichen zu tun, wo mehrmaliges nutzen erschwert wird.

  • Vielen Dank für eure Antworten! Ich habe mir jetzt das GRW nochmal genauer angeschaut. Dort steht weiter hinten eine Definition vom Verteidigungswert:


    Heißt also, dass Erschwernisse, die für PA oder AW gelten, auch den VW senken können!

  • War es nicht so daß ein Verteidigungswert immer gleich bleibt?


    Hat nichts mit einer Parade oder Ausweichen zu tun, wo mehrmaliges nutzen erschwert wird.

    Erastäus hat das passende Zitat.

    Wenn deine Annahme wahr wäre würde es keinen unterschied machen ein Wesen mit VW im Nahkampf, mit Wurfwaffe oder mit Schusswaffe anzugreifen, Finte wäre bei solchen Wesen nutzlos, alle SF die die gegnerische PA/AW erschweren ... Warum sollte ich Humanoiden ihre Verteidigung erschweren können aber zb Tieren, Elementaren usw nicht? Es ist ja kein magisches Klimbimm das hier vonstatten geht sondern man sorgt einfach dafür das es dem Gegner schwerer fällt dem eigenen Angriff zu entgehen.


    Quote

    Sonstige

    Erschwernisse von Paraden oder Ausweichen senken

    ihn aber wie üblich.

    Da stellt sich mir noch die Frage: wenn ein Gegner mit VW irgendwie -2AW bekommt und durch eine Finte II nochmal -4 auf die PA, beträgt der Malus auf VW dann -4 (höherer Wert) oder -6 (Kombination).

    Persönlich wäre ich für den höheren Wert statt der Kombination.

  • Ist richtig, ich habe es nicht richtig gelesen. Ich meinte beim mehrmaligen Verteidigen in der gleichen KR. Aber das war gar nicht gefragt.

  • Ich verstand das immer so: Wenn irgend etwas eine Parade senkt, dann senkt es NUR Paraden, keine Ausweichen und kein Verteidigungswert. Wenn etwas aber die Verteidigung senkt, dann senkt das ALLES, also: Parade, Ausweichen, Verteidigungswert.

  • Es gibt eigentlich keine Fähigkeiten die nur eines Erschweren soweit ich weiß. Und wenn doch geht eh nur diese eine Möglichkeit (Wie etwas die/das Schildparade/Ausweichen bei Schuss- und Wurfwaffen. Eine Finte funktioniert aber immer so, dass sie PA und AW gleichermaßen beeinflusst und gegen Tiere geht die glaub eh nicht. Wäre mir also neu, dass etwas nur PA oder AW beeinflusst und im Zweifelsfall würde ich das von der Logik abhängig machen. Parieren braucht immerhin auch etwas freiraum, genau wie Attacken und Ausweichen, letzteres nur halt etwas mehr als die vorigen beiden Möglichkeiten

  • Quote from Regelwerk S.354 u.a.

    VW: Bei Nichthumanoiden ist statt PA und AW nur ein Verteidigungswert angegeben. Bei Verteidigungen zählt immer dieser Wert. Er wird auch nicht durch mehrfaches verteidigen in der KR gesenkt. Sonstige Erschwernisse von Paraden oder Ausweichen senken ihn aber wie üblich.

    Mehrfach Verteidigung senkt den VW nicht.

    Alle andere Erschwernisse (durch SF z.B.)

    senken ihn aber schon.

  • Es gibt eigentlich keine Fähigkeiten die nur eines Erschweren soweit ich weiß.

    Direkt bei Fähigkeiten, erinnere ich mich auch nicht daran. Indirekt durch verursachte Zustände (z.B.: Fixiert oder evtl auch Eingeengt) kann dies aber nach Regeln auch speziell nur Ausweichen oder Parade einschränken.

  • Kurze Frage für kurze Antwort: Gibt es in DSA 5 noch die Möglichkeit, eine Waffe über ein anderes Talent zu führen (etwa: Zweihandschwert über Zweihandhiebwaffe) und dabei nur entsprechende Abzüge zu erhalten? Falls ja, wo sind dazu die Regeln?