Western!

  • Heute abend kommt der Western aller Western auf Kabel: \"The Searchers\" \"Der Schwarze Falke (nie gab es einen mehr bei den Haaren herbeigezogenen Filmtitel!).
    Er hat mehr Tiefgang als die Titanic, auch wenn er defintiv nicht zu meinen Favoriten zählt. Der Roman ist noch empfehlenswerter (wird als Roman wie auch als Film zu den besten Western überhaupt gezählt, und die Verfilmung wird zu den besten Filmen (nicht nur Western, sondern überhaupt Filme) gezählt), da im Film der Schluß abgeändert wurde.

  • LOL


    Ja, klar... Duel in the Sun... DOH
    Irgendwo hab ich den Irrtum mal gemacht in letzter Zeit und den werd ich nicht mehr los. :)
    Und ja, ich geb Dir recht: er ist definitiv überrufen.

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    Sinjoor Elegast Vandervenga, ehem. Kuslik-Galahan
    Oberst des Ordens des zweifach geheiligten Famerlors.


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  • Naja, Selznick hatte große Ambitionen mit diesem Film, er wollte wohl etwas ähnlich Großes schaffen wie \"Gone with the Wind\" .... alles Bombastische in dem Film hat Selznick verbrochen.

  • Red River...
    Klasse Western der staunen lässt. Interessante Geschichte ohne viel Ballerei. Es geht um einen Rinder-Trek von Texas nach Missouri.
    Schwarz weiss aber die Schauspieler sehen dreckig und sogar teilweise unrasiert (!) aus.


    Aber das Feinste war, dass es herrliches Wetter war. 22:30 - 0:30. Hatte nur ein T-Shirt an und fror nicht... und es war eine FREILUFTVORSTELLUNG!!!
    DAS war genial!!!


    Und jetzt hofft Schattenkätzchen von ganzem Herzen dass in zwei Wochen astreines Wetter ist :D

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    Sinjoor Elegast Vandervenga, ehem. Kuslik-Galahan
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  • \" Red River \" gehört zu meinen Lieblingswestern.
    Ich erinnere mich noch gut an die Szene bevor die Stampede losbricht.
    Ich glaube es war die Naschhaftigkeit eines Cowboys ?
    Und am Schluss die Prügelei von Vater und Sohn.............


    Einen Western den ich ebenfall mag ist : \" McKennahs Gold \" .
    Kennt den jemand ? Originaltitel weiß ich leider nicht .

    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

  • Ja, daß schönes Wetter ist, hoffe ich wirklich. Zum einen, weil wir mit dem Motorrad fahren, zum zweiten: open-air Kino und Western, was will ich mehr? :D


    \"Mackennas Gold\" (Mackkennah\'s gold\") ist gemeint.
    Kann sein, daß ich den schon mal gesehen habe, aber besonders doll soll er nicht sein.


    Eigentlich könnten wir hier mal ein Western-Quiz aufziehen! :D

  • Das mit dem Quiz ist eine schöne Idee .Ich denke aber , dass immer nur Kennin oder du die Fragen richtig beantworten werden.
    Eventuell kommt noch das ein oder andere Mal Turajin dazu.
    # pssst . Betrachte doch einfach mal den prozentualen Anteil der Posts in diesem thread welche von dir und Kennin stammen 8) #


    Oft ist es ein sehr subjektives Gefühl , ob einem ein Film gefällt oder gar nicht zusagt. Es kommt viel darauf an in welcher Stimmung , in welcher zwischenmenschlichen Situation man sich gerade befindet .
    Ist man z.B. gerade verliebt und schaut sich den Film mit der Angebeteten an und küsst sich anschließend das erste Mal , dann hinterlässt er sicher einen anderen Eindruck , als wenn man gerade mal sehr wütend auf sich und die Welt ist.


    Ich nehme an , dass es bei mir ähnlich war , als ich \" Mackennahs Gold \" sah. Was aber davon auf mich zutraf , oder ob es ganz was anderes war , das sei hier verschwiegen.

    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

  • Ich werde nicht nachforschen! :wink:


    Psssst!!! Ich weiß! Gerade deswegen habe ich es ja vorgeschlagen. Es wäre sozusagen ein sehr elitäres Quiz! 8) :wink: :lol:
    Schließlich kann man auch \"Trivial\" sehr gut nur zu zweit, zu dritt oder zu viert spielen. :D


    Eigentlich gehe ich mit Smileys eher sparsam um, aber hier überkommt es mich gerade ... ich werde mich wieder bessern ... und den \"ooops\"-Smiley verkneife ich mir doch noch.

  • Hmmm... gestern mal wieder ewig vor der Glotze gewesen:


    Es lief \"Gettysburg\". Ziemlich guter Film (meiner Meinung nach), auch wenn er teilweise das (nicht völlig richtige) Bild des \"wir Nordstaatler Kämpfen für die Sklavenbefreiung\" erzeugt.

  • Und ich habe ihn zumindest mal aufgenommen, nachdem ich in den letzten Jahren aufgrund fehlenden Videorecorders und Schule am nächsten Tag immer mittendrin abbrechen musste :D


    Aber ist von dem was ich bisher gesehen habe wirklich ein ganz netter Film, obwohl mir eine etwas straffere Inszenierung besser gefallen würde.
    *videorecorderwiederanschmeiß* ;)

  • Hab ihn auch mal gesehen. (Aber nicht gestern, ich kannte nämlich \"Good Will Hunting\" nicht, der ebenfalls gut sein sollte, und als solcher auch von mir befunden wurde.) Die Romanvorlage soll sehr gut sein (Pulitzerpreis, wenn ich mich richtig erinnere?)


    Wechselbalg, auch Du? Hihi, hier kommen die dunklen, geheimen Seiten zum Vorschein. Immer mehr enttarnen sich als Westerngucker! :D

  • Tja, auf Good Will Hunting hatte ich grad keinen Bock (obwohl der Film auch genial ist - hab in ca. 8-10 mal gesehen).


    Für \"Gettysburg\" gibts ne Romanvorlage?


    Achja, der Film hat ja ein tolles Staraufgebot. Nur erkennt man die viele aufgrund dieser \"Walross\"-Schnautzer kaum...

  • Quote


    Wechselbalg, auch Du? Hihi, hier kommen die dunklen, geheimen Seiten zum Vorschein. Immer mehr enttarnen sich als Westerngucker! :D


    Hmm. Ich glaube meine Westernkentnisse als rudimentär zu bezeichnen wäre noch extrem geschmeichelt, aber ab und an gucke ich mir schonmal einen an :)


    Good Will Hunting ist aber auch wirklich gut, aber nachdem ich einige Szenen im unseren Englischunterricht ca. 30 mal angucken musste brauchte ich auch erst einmal etwas Abstand von dem Film :D


    Quote

    Nur erkennt man die viele aufgrund dieser \"Walross\"-Schnautzer kaum...


    Jup. War auch erstaunt als ich all die bekannten Namen las, aber trotzdem Niemanden erkannte :D

  • Turajin : \"The Killing Angels\" von Michael Shaara. Er hat dafür den Pulitzerpreis bekommen.
    Ich hätte mal beinahe in einem Seminar gesessen, in dem auch dieses Buch gelesen worden wäre. Tja, es hat nicht sollen sein ... :cry:

  • Gestern war\'s \"Fort Apache\" im Filmmuseum. Und jaja, wegen herrlichem Wetter war\'s wieder mit Gartenmöbel und ein herrliches Bier unter dem Sternenhimmel... hmmmmmmm... was für ein FEELING!


    Den Film selber kannte ich sogar noch gar nicht! Ich dachte an nem anderen Streifen.


    FA war mit Abstand der Beste der drei Western die ich in dieser Themenreihe gesehen habe. Gute story, gute schauspielerische Leistung und die Indianer waren NICHT die Übeltäter sondern Henry Fonda, ein Paragrafenreiter der höchsten Kategorie. Er will zeigen wie überlegen die Armee ist und... naja schaut ihn Euch selber einmal an, wenn Ihr die Gelegenheit habt.

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  • Ich kenne Fort Apache, ich kenne Fort Apache ...!!


    Dann sorg mal bitte dafür, daß nächste Woche ebenfalls so ein Wetter is! :D:D Bier will ich nicht, aber wenn es auch etwas anderes gibt zu trinken, will ich nicht meckern. :D *sing:freufreufreufreu* *oh,ichvergaßdenRefrain:freufreu*


    Ich habe statt dessen gestern \"Crazy Horse\" gesehen, eine Verfilmung seines Lebens als Spielfilm. War ziemlich neu, Ende der 90er glaube ich, ganz im Trend mit echten indianischen Darsteller, war sogar recht authentisch, soweit ich die Zusammenhänge noch auf die Kette kriege, auch wenn ich da nicht für die Details sprechen kann ... obwohl, Custers Tod war dann eine eher freie Interpretation.

  • Turajin


    Interessanter Weise ist der Bürgerkrieg eines der wenigen Themen, bei denen in den USA die Sicht des Kriegsgegners, also der Südstaaten bevorzugt wird. So ist es auch bei diesem Film, der die Geschichte aus der Sicht der heroischen, doch für eine verlorene Sache kämpfenden Südstaatler erzählt. Ähnliches findet sich auch in anderen Filmen, in denen die Südstaatler als die letzten amerikanischen Aristokraten und gleichzeitigen Patrioten verklärt werden. Ausserdem beführwortet \"Gettysburg\" in keinster weise die Sklaverei (wäre aus politischen Gründen auch garnicht möglich). Gen. Pete Longstreet bedauert, dass nicht erst die Sklaven freigelassen, und dann auf Fort Sumter (Beginn des Bürgerkrieges) geschossen wurde. Im übrigen waren die meisten Soldaten des Südens gar keine Sklavenbesitzer, sondern meist Bauernburschen, die für die \"Sache des Süden\" ins Feld zogen.

    Seid wachsam gegenueber den Maechtigen und der Macht, die sie vorgeben, fuer euch erwerben zu muessen! (Kurt Tucholsky)

  • Es ging in dem Krieg auch gar nicht um die Sklaverei oder nicht.
    Es war ein reiner Wirtschaftskrieg. Der arme Norden war neidisch auf dem reichen Süden und der Süden wollte sich lossagen von dem wertlosen norden.


    Die Sklavengrenze lief auch gar nicht gleich mit der Nord-Süd-Grenze. Es gab einige Nordstaaten MIT und einige Südstaaten OHNE Sklaverei.
    Obendrein war Abraham \"Abe\" Lincoln, der Präsident des Nordens, gar kein Gegner der Sklaverei, im Gegenteil. Eines seiner Zitate lautet: \"wenn der Preis des Sieges die Abschaffung der Sklaverei ist, dann werde ich ihn wohl oder übel zahlen müssen\", oder so ähnlich...

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    Sinjoor Elegast Vandervenga, ehem. Kuslik-Galahan
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  • Das ist wahr, der Bürgerkrieg hatte weder als Anlaß noch als Ursache die Sklaverei, und Lee hat nur deshalb für den Süden gekämpft, weil Virginia seine Heimat war. Und Vorginia leigt bei Washington D.C. um die Ecke.


    Sklavenbesitzer waren eh die wenigsten. Nur wenige Plantagen waren so groß, daß sie auch nur mehr als ein Dutzend Sklaven besaß, und die meisten Weißen haben eh selbst auf ihren Feldern gearbeitet.
    Plantagen a la Mont Royal und Tara sind die Ausnahmen, und nicht die Regel gewesen.

  • Kennin


    Hochinteressante These über die Armut des Nordens.
    Überzeugt davon bin ich davon jedoch nicht, da sie mir etwas platt (und auch populistisch) erscheint. In der Sklaverei sehe ich dennoch nicht den direkten Hauptgrund für den Krieg. Der Norden war 1861 bereits wesentlich stärker Industrialisiert, als der agrarisch geprägte Süden. Wie auch in Europa hatte die Industrie im Norden einen sehr grossen Bedarf an Arbeitskräften und es ist mMn denkbar, dass der Norden die noch zu befreienden Sklaven als Arbeiter in seinen Fabriken nutzen wollte.
    Zudem hatte der Konflikt um die Sklavenfrage nicht erst mit dem Bürgerkrieg begonnen, sondern schwehlte schon seit der Unabhängigkeit der USA. Bereits beim Verbot des Sklavenhandels durch die Briten 1807 (die in der Folge ihre Marine gegen Sklavenschiffe einsetzten) wurde dem Süden Zugeständnisse gemacht, wonach die Sklaverei nicht verboten wurde. Der Süden begann daraufhin, Sklaven \"zu züchten\". Lange Zeit wurde auch versucht, ein Gleichgewicht zwischen den Sklavenhalterstaaten und den Freien Staaten künstlich aufrechtzuerhalten, z.b. 1820, als Missouri als 11. Sklavenstaat der Union beitrat, wurde der Staat Maine als 11. Freier Staat aus Conneticut ausgegliedert und das Gleichgewicht somit gewahrt. Die Abolitionisten konnten zudem mehrmals auf ihre Sache hinweisen, etwa Harriet Becher Stowe mit ihrem Buch \"Onkel Toms Hütte\" oder John Brown, der 1859 das Städtchen Harpers Ferry mit einigen Getreuen besetzte und einen Sklavenaufstand anzetteln wollte.
    Andererseits ging es Lincoln nicht in erster Linie um die Abschaffung der Sklaverei, sondern um die Einheit der Union.


    Quote

    Wenn ich die Union dadurch retten kann, dass ich alle Sklaven befreie, werde ich es tun. Und wenn ich die Union retten könnte, ohne einen einzigen Sklaven zu befreien, würde ich es auch tun.


    Dennoch war die Sklaverei für den Süden die Existenzgrundlage. Um die Nachfrage der industrialisierten Baumwollindustrie zu decken, war Sklaverei notwendig, wollte man weiterhin Baumwolle zu niedrigen Preisen verkaufen. Der Süden konnte es sich wirtschaftlich nicht leisten, die Sklaverei aufzugeben. Dennoch wollte er sich nicht vom Norden loslösen, weil dieser wertlos war. Er war ein Absatzmark für Baumwolle und ein Einkaufsmarkt für Industriegüter, die der Süden nicht herstellte. Erst als der Süden um seine wirtschaftliche Zukunft bangen musste, spaltete er sich ab. Die Sklaverei wurde also aus wirtschaftlichen Gründen zum Krieggrund, doch nicht um der Freiheit der Sklaven willen.

    Seid wachsam gegenueber den Maechtigen und der Macht, die sie vorgeben, fuer euch erwerben zu muessen! (Kurt Tucholsky)