Von Eigenen Gnaden - Die Herrschaft der Helden

  • Zweimühlen - Jesabela, Siona und Cordovan


    Jesabela schaut Cordovan ebenso fragend an. "Der erste Grund ist, dass hier in der Wildermark die Gesetze der Wildnis herrschen." Und darum sehe ich nicht ein, wieso wir davon nicht profitieren sollen, maldicao!!! Aber das sagt sie natürlich nicht laut, weil das ein nicht so gutes Argument gegenüber einem Praios-Geweihten wäre. "Der zweite Grund ist, dass er wie ich schon erwähnte korrupt ist. Der dritte Grund ist, dass wir die Verantwortung für die Stadt und ihre Bewohner übernommen haben und ich diese Verantwortung nicht einem Oberst überantworten werde, der sich kaufen lässt und die Stadt dem nächstbesten Kriegsherrn aushändigt, der ihn dafür bezahlt. Der vierte Grund, die Kaiserin mag entscheiden, aber dann will ich auch mit ihrem Vertreter sprechen und nicht dem subalternen Vertreter ihres Vertreters. Er ist nur ein Offizier, der sich kaufen lässt, nicht der Repräsentant Ihrer Majestät. Darum sage ich, dass wir ihn kaufen, bevor es jemand anderer tut. Also wenn Ihr die Tore öffnen lasst, kann ich nichts dagegen tun, aber dann .... ist es Eure Verantwortung, Euer Gnaden. Den Ratsstimmen nach steht es eins zu eins. Wie wollen wir dieses Patt handhaben? Erst befehlt Ihr, die Tore zu öffnen, dann lasse ich sie wieder schliessen?" Hier klingt Jesabela wieder leicht ironisch. "Oder werfen wir eine Münze?" Herr Marix wäre wohl auf meiner Seite.... Wo steckt der eigentlich?

  • Zweimühlen - Jesabela, Siona und Cordovan


    "Nun, die Verantwortung sehe ich auch. Deshalb werde ich auch keinem die Stadt übereignen, der nicht vor Praios schwört, im Auftrag und für das Wohl des Kaiserreiches zu handeln. Und jeder götter- und reichstreue Mann sollte eigentlich zu einem solchen Schwur bereit sein. Aber davon ab müssen wir uns natürlich die Frage stellen, wem wir die Stadt überhaupt ohne zu zögern, übereignen würden. Die Kaiserin selbst wird kaum hier auftauchen. Es wird immer irgendein Vertreter sein", meint Cordovan ernst und es arbeitet doch ziemlich in ihm, was deutlich spürbar ist. "Ein guter Rechtfertigungsgrund mit dem wir dem Marschall erklären können, warum wir den Oberst abgewiesen haben. Und wir brauchen diese Rückendeckung möglichst schnell, denn spätestens bei seinem nächsten Besuch wird der Oberst gewiss die Stadt angreifen. Alles andere, was ihr außer der Verantwortung noch aufgezählt hat, überzeugt mich nicht. Wir können uns nicht gleichzeitig als Statthalter des Mittelreichs und der Kaiserin sehen und gleichzeitig auf die Gesetze der Wildnis pochen. Genau damit würden wir uns nämlich als die Strauchdiebe und Wegelagerer enttarnen, für die der Oberst uns ansieht. Für dessen Korruption wir keinen Beweis haben. Und ihn selbst zu bestechen, nur um den Beweis zu bekommen, macht uns nicht besser als ihn und kann ebenfalls zu unserem Nachteil ausgelegt werden. Oder welch Art des Kaufens schwebte Euch vor?"


    Er atmet ein paar Mal tief durch. "Ich würde, wie gesagt noch einmal versuchen wollen, ihn an den Verhandlungstisch zu bringen, ehe wir endgültig darüber entscheiden, die Tore zu öffnen oder geschlossen zu halten. Denn was die Verantwortung betrifft, so verlief schon das Gespräch mit dem Rabenmund nicht wirklich erfreulich und wir tun der Stadt sicherlich keinen Gefallen, sie politisch und militärisch zu isolieren. Deshalb ist meine Hoffnung nach wie vor eine Allianz mit den Kaiserlichen, die unsere Autonomie bestmöglich bewahrt, bevor das Lehen wieder ordentlich vergeben wird, und die nicht allzu sehr wie ein - wie Ihr Euch ausdrückt - Kauf aussieht."

  • Zweimühlen - Jesabela, Siona und Cordovan


    "Meine Geduld ist nicht unerschöpflich!", ruft der Oberst nach einer Weile zu euch hinauf - erneut in äußerst scharfem Tonfall. Cordovan



    Alles hängt jetzt davon ab, welche Entscheidung ihr trefft.

  • Gallys - Answin und Svanja


    Ein spontanes Grinsen huscht bei Answins Frage über Svanjas LIppen. "Nej, bin ich nicht.", bestätigt sie mit einem Kopfschütteln. "Zuletzt war ich in der Schwarzen Sichel, am Fuß der Hängenden Gletscher. Und mein Name verrät ja schon, dass ich aus Thorwal stamme..." Ihr Blick geht einen Moment in die Ferne, aber da sind nur die Häuser Gallys' zu sehen.

    "...wo ich in den letzten Götterläufen aber eher selten war. Hauptsächlich bin ich durch Weiden, das Svelltland und das Mittelreich gereist."

    Jetzt, wo er sie näher betrachtet, bemerkt er zwei Schmuckstücke an ihr: Ein Medaillon an einer Halskette mit einem "|" und eckigen "R" aus Perlmutt und einen Ring mit einer Schneeflocke aus einem weißen Gestein.


    "Ich will eine Ifirn-Diar besuchen, eine Geweihte Ifirns, die in Zweimühlen zu Rang und Namen gekommen ist. Wobei ich ihren Namen noch gar nicht kenne."

  • Flüchtlingszüge-Rochade: Yarine und Lokwai

    Yarine nickt auf den Vorschlag der beiden. "Mögen die Götter über euch wachen!" verabschiedet sie die beiden und treibt dann auch die Gruppe an, lässt nach einer Weile sogar zwei der Verletzten Frauen aufs Pferd. Sie folgt Avessandras Beispiel und verteilt ihre Rationen auf dem Marsch und hat auch sonst das ein oder andere freundliche Wort. Fragen danach was ihnen geschehen ist, verkneift sie sich, aber im MOment bereut sie es die Söldner am Leben gelassen zu haben.

    Die Flüchtlinge sammeln unterdessen ihre letzten Kräfte, auch wenn der ein oder andere seine Tränen herunterschlucken muss, wenn er an bekanntne Wegmarken vorbeikommt oder gar an Zeugnissen die auf den Überfall hindeuten.

    "Hoffen wir, dass es keine List war," meint sie zum Thorwaler

    Fear cuts deeper than swords.

  • Flüchtlingszüge-Rochade: Yarine und Lokwai

    "Das hoffe ich auch. Was dagegen spricht ist, dass das Lager von ihnen auf uns nicht vorbereitet war", beschwichtig Hadred sie.

    "Nur die Götter wissen, was genau geschehen ist. Zuerst Answin der Jüngere, den wir abgewiesen haben, kurze Zeit später dann der Überfall Talfs und unseren Bauernhöfe durch Eisenfaust Männer und was Gallys vor hat wissen wir nicht. Immer noch komisch, dass Gallys so schnell Wind von unserer Befreiunaktion mitbekommen hat." Hadred fährt sich mit der Hand durch seinen roten Vollbart. "Mir schmeckt das Ganze nicht."

  • Gallys - Answin und Svanja


    Etwas misstrauisch sieht Answin die große Frau an. Thorwal? Durchs Mittelreich? Was will sie dann hier? Und was ist ein Ifirn-Difar? Auf was die Leute alles kommen, wenn sie etwas anbeten wollen. Aber… "Zweimühlen?" Jetzt sieht er sie noch einmal an, dieses Mal interessierter. "Und wie habt ihr vor dorthin zu reisen? Habt Ihr eure eigene Bedeckung dabei oder schlagt ihr euch allein durch?" Der Blick geht unwillkürlich zu ihren Waffen. Von solch einer Geweihten habe ich in Zweimühlen nichts gesehen damals, aber das behalte ich besser erst einmal für mich. Mit etwas Glück habe ich gerade einen immerhin rudimentären Geleitschutz gefunden.

  • Gallys - Answin und Svanja


    "Nej, ich habe keinen Geleitschutz.", sagt sie und lacht leise. "Ich reise zu Fuß und mit leichtem Gepäck. Wenn sich eine Gruppe findet, dann würde ich mich der anschließen. Aber es sieht gerade schlecht für Reisende nach Zweimühlen aus, die nicht Vergeltung üben wollen.

    In welche Richtung wollt Ihr reisen?", fragt sie, ohne neugierig klingen zu wollen.

  • Zweimühlen - Jesabela, Siona und Cordovan


    Nach dem ungeduldigem Ruf des Oberst wendet sich Cordovan noch einmal zu Jesabela. "Die einzige, die uns legitimieren kann, ist die Kaiserin. Wenn der Oberst dazu bereit ist, ihr Urteil abzuwarten, ehe weitere Schritte gegen uns eingeleitet werden, müssen wir ihm die Tore öffnen. Egal wie zweifelhaft er selbst als Person ist."


    Er schaut sie kurz auffordernd und eine Antwort abwartend an und würde sich dann wieder dem wartenden Oberst zuwenden.

  • Zweimühlen - Jesabela, Siona und Cordovan


    "Dieser Oberst..... Jetzt, nachdem ich etwas nachgedacht habe..... ich habe seinen Namen schon einmal gehört, oder besser gelesen. Er war als Verbrecher gesucht und wurde dann begnadigt, was so ungefähr zwanzig Jahre zurückliegen muss. All sein Hab und Gut war damals eingezogen worden. So jemandem kann ich nicht vertrauen.... und erst recht keine Stadt übergeben. Aber ehrlich gesagt, ich wüsste keinen Grund, ihm die Stadt zu verweigern, der meiner juridischen Prüfung standhält." Jesabela zuckt mit den Schultern. "Versuchen wir Euren Weg, Euer Gnaden."

  • Zweimühlen - Jesabela, Cordovan und Siona


    Cordovan nickt Jesabela zu.


    Dann tritt er wirklich wieder vor und wendet sich an den Oberst. „Verzeiht, dass wir Euch über Gebühr warten lassen mussten. Hättet Ihr einen Herold vorangeschickt und hätte ich nicht bis vor kurzem auf dem Krankenlager gelegen, hätten wir Euch vorbereitet und der Etikette gemäß empfangen können“, neigt er demütig sein Haupt.


    Dann hebt er wieder zu sprechen an. „Was die Betrübnis meines Herrn betrifft, so kann ich euch beruhigen. Hörte ich noch vor wenigen Stunden Golgaris Schwingen rauschen, so hat mich mein Herr dennoch auf dieser Welt belassen und das ganz sicher nicht ohne Grund. Viel eher ist die Besorgnis als götter- und reichsfürchtiger Mensch daher darauf gerichtet, wer hinter den frevlerischen Angriffen auf eine Dienerin der Ifirn, einem Diener des Praios und der versuchten Entführung eines borongesegneten Kindes steckt. Doch erst einmal genug davon. Ihr verlangt mit Recht eine Antwort.“


    Der Praiot hält kurz inne. „Die Tore Zweimühlens stehen den Kaiserlichen immer offen. Jedoch verlangt Ihr auch die Auslieferung jener, die diese Stadt unrechtmäßig in Besitz genommen haben. Diese Unrechtmäßigkeit ist jedoch zweifelhaft. Seitdem uns die Verwaltung dieser Stadt zugefallen ist, gilt hier wieder das Reichsrecht, und es war stets das Bestreben des Rates, die Reichstreue und den Zwölfgötterglauben in Zweimühlen zu stärken und das vakante Lehen im Sinne der Krone zu verwahren. Es ist an ihrer kaiserlichen Majestät zu entscheiden, ob sie diese Verwaltung anerkennt. Dies bitte ich Euch abzuwarten, ehe ihr uns festsetzt und den Gerichten überantwortet. Bis dahin sollen Euch sowohl Zweimühlen als auch wir zur Verfügung stehen, um Euch jedwede Unterstützung angedeihen zu lassen, die Ihr zur weiteren Befriedung der Wildermark benötigt. Das ist es, was ich Euch bieten kann. Wenn Ihr diese Bitte im Angesicht des Herrn Praios und der anderen Elf gewährt, werden wir die Tore öffnen.“

  • Zweimühlen - Jesabela, Cordovan und Siona


    Der Weibel neben dem Oberst hört sich wie sein Befehlshaber alles an, doch sein Blick nach oben zu euch spricht Bände: Am liebsten würde er die Stadttore einrennen lassen, euch in Ketten binden und dann hinter den Pferden nach Gareth schleifen lassen, und zwar den ganzen Weg dahin. Priester oder Magier hin oder her. Als Cordovan geendet hat, wendet er den Kopf zu seinem Vorgesetzten und wartet nun dessen Befehle ab.


    "Ihr, Euer Gnaden, seid kein Abgesandter des Reiches und von ihm nicht autorisiert, hier irgendeine Stadt oder auch nur das Stück Land in Besitz zu nehmen, das Eure Schuhe berühren. Das ist keiner von euch! Es ist und bleibt Land der Kaiserin. Ich hingegen bin sehr wohl bevollmächtigt, die Ländereien Ihrer Majestät zu befreien und in Besitz zu nehmen. Denkt Ihr, ich werde jetzt mit jedem, dem es einfällt, Land der Kaiserin zu erobern, darüber verhandeln, zu welchen Bedingungen er es der Kaiserin übergibt?" von Drolenhorst schnaubt verächtlich, der Weibel schüttelt den Kopf und macht ein abfälliges Gesicht.


    Der Oberst fährt fort: "Euer nobles Ansinnen mag Berücksichtigung bei der Strafzumessung finden, über die ich indes nicht zu entscheiden habe. Ihr seid Rechtsbrecher und Hochverräter, wenn Ihr die Stadt weiter besetzt haltet, so sehr ich es bedauere, das sagen zu müssen." Er erhebt die Stimme, wie man das von einem langgedienten Soldaten erwarten kann. "Zum letzten Mal: Ich fordere Euch auf, unverzüglich die Tore zu öffnen und mir die Stadt für die Kaiserin zu übergeben. Ihr mögt Abzug nach Gareth für euren Prozess gewährt bekommen, aber nur dann, wenn nun nicht mehr als eine Minute vergeht, ehe sich diese Tore öffnen und Ihr mir die Schlüssel aushändigt."


    Von hinten hat sich inzwischen von Elenvina genähert und steht nun mit euch gemeinsam auf dem Turm - wo es jetzt im Übrigen ziemlich eng wird. "Tut es nicht", schüttelt der einarmige, alte Mann den Kopf und redet nur halblaut mit euch. "Das Reich hat bis heute nicht geholfen, und ein Oberst kann nicht den Schutz des Lehnsherrn wiederherstellen, den dieser einstmals versagt hat. Ihr habt ganz Recht - sollen die Kaiserin oder wenigstens der Marschall entscheiden und diese die Lehnstreue mit dem Lehnsschutz erhalten. Aber nicht ein subalterner Oberst. Kein Oberst ist ermächtigt, Lehen oder Lehnsschutz zu beeiden."

  • Unter dem Blick möchte Siona doch am liebsten zurückweichen, doch stützt sie noch immer Cordovan und bleibt somit etwas zittrig stehen. Als sich von Elenvina einmischt, meint sie dazu aber auch leise. "Und was, wenn er die Stadt wirklich niederbrennen lässt? Er wirkt nicht so, als würde er uns nur etwas vormachen"

  • Zweimühlen - Jesabela, Cordovan und Siona


    Hesinde, schmeiß Hirn vom Himmel...Cordovan schaut wieder zu den anderen auf dem Turm. "Es mag mehr hinter dem Ansinnen des Oberst stecken, wenn er das Angebot ablehnt. De facto habe ich ihm Zugriff auf die Mittel der Stadt gewährt, wie es einer Herrschaft beinahe gleichkommt", rekapituliert er und hält unwillkürlich eine Hand auf seine immer noch leicht schmerzende Verletzung. "Wenn er einer Verzögerung der Gerichtsverhandlung nicht zustimmt, obwohl er mein Wort hat, dass wir uns dem nicht entziehen werden, mag mehr hinter seinem Ansinnen stecken. Wir müssen uns auf jeden Fall so schnell wie möglich mit dem Marschall in Verbindung setzen. Was ist eigentlich aus dem Brief geworden, der abgeschickt werden sollte?" Er schaut fragend in Richtung Jesabela.

  • Zweimühlen - Jesabela, Cordovan und Siona


    "Die Stadt kann er kaum niederbrennen, wenn er sie für die Kaiserin in Besitz nimmt," bemerkt Jesabela und begrüsst dann von Elenvina freundlich und dankbar mit einem Lächeln. "Gut, dass Ihr da seid." Sie drückt sogar kurz seinen anderen Arm, den er noch hat. "Der Brief? Ah, der Brief! Ich muss zugeben, dass ich ihn über all die Dinge, die hier geschehen sind, vergessen habe. Um ehrlich zu sein, schien mir die Korruption dieses Wegelagerers da unten nicht so wichtig zu sein. Aber in der Tat, hätten wir an den Marschall oder an die Kaiserin an die Nachricht senden sollen. Nur gedacht hat daran niemand von uns....." Die Alleinschuld will Jesabela nun wohl auch nicht auf sich nehmen. Dann schüttelt sie den Kopf und schaut wieder nach unten vor die Stadt.... unsere Stadt.... "Ich finde, wir sollten ihn zu den Niederhöllen jagen. Das ist meine persönliche Meinung. Und als Mitglieds des Rats der Stadt sage ich, dass wir der Kaiserin die Stadt überantworten können, aber nicht einem Soldaten mit zufällig ein paar Abzeichen als Oberst. Da hat der Herr von Elenvina ganz Recht. Also sage ich, lassen wir ihn nicht hinein und tragen unsere Angelegenheit dem Marschall vor." Soweit Jesabelas Meinung.

  • Zweimühlen - Jesabela, Cordovan und Siona


    "Gut, dann wissen wir, was zu tun ist", nickt Cordovan und wendet sich wieder dem Oberst zu. Dabei stellt er sich - so gut es seine Verletzungen zulassen - so gut es geht in Positur, um seine ganze Würde und Autorität als Diener des Götterfürsten spielen zu lassen.


    "Herr Oberst, über Euer Ersuchen ist nun entschieden. Ich wiederhole ein letztes Mal unser Angebot: Wir bieten Euch Zugriff auf alle Ressourcen der Stadt und des Umlands bei gleichzeitigem Aufschub der Festsetzung des Rates bis eine Entscheidung der Kaiserin, respektive des Marschalls als direkter Stellvertreter Ihrer kaiserlichen Majestät, über die derzeitige Situation des Lehens Zweimühlen gefallen ist. Danach ist der Rat bereit, sich den Konsequenzen zu stellen. Nicht vorher. Wenn Ihr dies nicht gewährleisten könnt, bleiben nicht nur die Tore für Euch geschlossen, sondern ich muss mich auch fragen, welche Vorstellungen Ihr wohl von Praios' heiligen Wesenszügen Recht und Gerechtigkeit habt. Bis dahin sei der Segen der Zwölfe mit Euch!"

  • Hadred und Yarine - unterwegs nach Zweimühlen


    Die Befreiten nehmen dankbar jede Hilfe, Nahrung und Wasser an. Obwohl sie nicht lange in Gefangenschaft waren, kostet sie der Weg doch einige Anstrengung. Burian und Malines Gefolgsmann trennen sich kurz nach den Bauerngehöften von euch. "Hier werden sie wahrscheinlich noch vorbeikommen. Aber wenn wir sie verfolgen wollen ..." Die beiden verabschieden sich, für euch geht es über den Feldweg Richtung Straße durch die Hügel weiter. Und hier müsst ihr euch entscheiden: Wollt ihr auf der Straße bleiben, oder schlagt ihr euch durch die Wälder? Der erste Weg ist der offene und schnelle, der zweite der heimliche und langsamere. Wenn ihr möglichst zeitig zurück in Zweimühlen sein wollt, um den Hinterhalt noch vorzubereiten, wäre die Straße der bessere Weg.



    Svanja und Answin - Gallys


    Der Anwerber hat sich in ein Gespräch mit anderen Gallysern vertieft und achtet nicht mehr weiter auf Answin. Während ihr euch so unterhaltet, sammelt sich vor dem Kor-Tempel und um den Reiter ein kleiner Trupp Söldner, die nun darauf warten, dass es endlich losgeht. Noch einige Bewaffnete kommen von der Burg her, bis sich ein stattlicher Trupp eingefunden hat.


    Answin beobachtet das Treiben aus dem Augenwinkel, während er fieberhaft überlegt und die Teigtasche genießt. Sie sieht seltsam aus, aber wenn dass Äußere nicht allzu sehr täuscht ... Und die Aussichten hier sind sonst noch düsterer. "Zufällig will ich in dieselbe Richtung. Ich muss in dieselbe Richtung", antwortet er, weiter essend und nur noch so laut, dass es sonst niemand hört, der es nicht hören sollte. "Zum einen, weil ich nach einigen Bekannten dort sehen möchte." *Räusper "Zum anderen, weil ich jemanden dorthin bringen will ... bringen muss. Einen Priester des Boron. Es wäre vielleicht nicht das Verkehrteste, wenn wir uns zusammentun, oder?" Answin überlegt und streicht sich über den Dreitagebart. "Ich sehe schlimmer aus, als ich bin", grinst er.



    Jesabela, Siona und Cordovan - Zweimühlen


    "Ihr könnt Euch sicher sein, das wird Folgen für Euch haben. Denkt an meine Worte." Spricht`s der Oberst und wendet das Pferd, wobei er das Zeichen zum Abmarsch gibt. Der Weibel schaut nochmals in eure Richtung ... ein sehr bedeutungsvoller, unheilvoller Blick, und folgt dann von Drolenhorst. Die ganze Kavalkade reitet die Straße nach Norden Richtung Zweimühlener Hügellande.


    Die Stadt atmet auf. "Das sollten wir wohl ernstnehmen", konstatiert von Elenvina, während unter den Zweimühlenern Erleichterung zu spüren ist, ja hier und da sogar Jubel aufbrandet. "Keine Bange", lässt sich Ron von unten vernehmen, der seine gute Laune wiedergefunden hat. "Sollen sie nur kommen. Wir verprügeln ein paar von denen, hängen vielleicht mal einen auf, dann ist Ruhe." "Das sind kaiserliche Soldaten", raunzt ihn Maline an. "Die kann man nicht einfach aufhängen." "Muss ja keiner erfahren, wer es gewesen ist", gibt Ron vergnügt zurück und verzupft sich.


    "Eure Befehle? Euer Gnaden, Euer Wohlgeboren?" Einer der Wutzenwalder Söldner deutet auf die Tore und die Miliz, die noch unten versammelt ist.

  • Hadred und Yarine - unterwegs nach Zweimühlen

    "Hmm, Yarine ... ist dir nach Wald zumute oder eher der schnelleren Straße? Sollten die gallysischen Vergelter nur zu Pferd sein, könnten sie uns möglicherweise einholen, noch bevor wir den Hinterhalt legen. Sobald Fusstruppen dabei sind reicht es auch für den Hinterhalt. Durch den Wald geleiten wir die Befreiten sicher nach Zweimühlen. Na, was meinst du?"

  • Jesabela, Siona und Cordovan - Zweimühlen


    "Wir werden es auch Ernst nehmen", nickt Cordovan. "Wichtig ist jetzt, dass wir unsere Position stärken. Das heißt, dass dringend ein Bericht über unsere Sicht der Ereignisse an den Marschall gehen muss. Da wir nicht davon ausgehen können, dass in einer unsicheren Gegend wie der Wildermark gleich die erste Botschaft durchkommt, am Besten auf mehreren Wegen. Die Schreiben fertigen wir am Besten zusammen", meint er in Richtung Jesabela.


    Dann geht ein scharfer Blick in Richtung Ron. "So sehr ich Eure Erleichterung verstehe, so wenig ist jetzt der passende Zeitpunkt für Scherze. Mag sein, dass unter dem Nekromanten Kaiserliche hier aufgehängt wurden, aber diese Zeit ist vorbei. Den Soldaten Ihrer kaiserlichen Majestät wird nur etwas getan, wenn sie gegen Reichsrecht verstoßen."


    Schließlich wendet er sich abermals in Richtung Jesabela. "An dem Kind, dass Ihr in Eurer Obhut habt, ist irgendetwas dran. Der Oberst schien mir für einen kurzen Moment erschrocken, beinahe sogar ängstlich, als ich den Jungen erwähnte."

  • Siona blickt auch etwas nachdenklich zu Jesabela "Euer Mündel? Ja den Entführer habt Ihr ja verbrannt, aber vielleicht weiß, der andere etwas, der mich angegriffen hat" Dann ein Blick hinauf zu Cordovan. "Aber Ihr solltet zuerst wieder ins Bett und den Brief höchstens jemandem diktieren."