Von Eigenen Gnaden - Die Herrschaft der Helden

  • Jesabela - Verhör in Zweimühlen


    Neben Jesabela stehend, wendet Ron den Kopf langsam und unauffällig zu Jesabela hinab, und dann wieder zurück, damit es wirklich nicht auffällt. Die beiden Söldner geben sich Mühe, einfach nur soldatisch dazustehen. Die Gefangene, die ja eigentlich betroffen ist, wird zusehends unruhiger, die Augen gehen hin und her, bis sie sich langsam wieder zu fangen scheint. "Meinen Namen sage ich Euch ... Ardare Geißhuber. Aber mehr kann und werde ich Euch nicht sagen. Ich will keine Verräterin sein."


    Und so geht es mit dem Einreden auf die Geißhuber und ihrer Weigerung hin und her, wobei sie darauf verweist, dass derjenige, der sie angeworben hat, ihr sicher auch Schlimmes antut, wenn er erfährt, dass sie geredet hat, untermalt von Ron, der wieder die Finger knacken lässt und noch einwirft, dass sie jetzt aber gerade hier ist, so dass sie darum fürchten muss, was ihr jetzt gleich zustoßen wird. Die Beschreibung von Dämonen und der Umstand, dass Jesabela schon einmal jemanden lebendig verbrannt hat, bringen die Geißhuber dann dazu, durchaus mehr zu sagen:


    Sie sind in Gallys angeworben worden, vor einer Woche. Von einem Mann, den sie als hager und schlaksig beschreibt, mit dünnem Haar, und sehr verwittert sah er aus, irgendwie nicht gesund. Er sei im Auftrag einer sehr hohen Persönlichkeit mit großem Einfluss hier. Hundert Goldstücke sollten sie erhalten, zehn jetzt, den Rest später, wenn sie den Rat von Zweimühlen ausschalten oder wenigstens soweit unschädlich machen, dass ein Trupp Reiter die Stadt leicht einnehmen kann. Der Zeitpunkt des Anschlags war vorgegeben, nämlich auf heute in der Früh.


    "Das passt ja wie der Arsch auf den Eimer", brummt Ron. "Die Soldaten", meint er zu Jesabela. "Das ergibt ja wohl Sinn, denn andere Reiter waren nicht da. Wenigstens kein so großer Trupp."


    Die Geißhuber fährt fort: "Besonders wichtig war ihnen aber auch, dass wir den Jungen entführen oder töten, den Ihr bei Euch habt." Sie meint Jesabela. "Töten wollten wir ihn nicht, also hab ich versucht, ihn zu entführen. Das ist mir nicht gelungen. Fünfhundert Goldstücke sollten wir noch einmal bekommen, wenn wir den Jungen nach Gallys bringen und ihn dort dem Mann übergeben. Er hat uns aber auch gesagt, dass es sein könne, dass sich jemand in Zweimühlen zu erkennen gibt, von den Reitern, die Zweimühlen übernehmen, wenn Ihr ausgeschaltet seid. Dann hätten wir ihm den Jungen übergeben sollen."


    Wer diese hohe Persönlichkeit sein soll, weiß sie nicht, und das beschwört sie auch. Aber sie muss über einiges an Macht und Einfluss verfügen.


    Alles in allem hat Jesabela den Eindruck, dass die Geißhuber alles gesagt hat, was sie weiß. Es lässt sich allerdings nicht ausschließen, dass sie bei Befragung unter der Folter noch mehr sagen wird.



    Cordovan und Siona - Zweimühlen in der Burg


    Cordovan kann sich alldieweil in seinem Zimmer ausruhen, die Köchin erkundigt sich besorgt nach seinem Zustand, es gibt gutes Essen zur Stärkung. Siona kann sich dort um ihn kümmern oder auch anderes organisieren. Von Elenvina hat sich auf seine Kammer zurückgezogen, ist aber greifbar, falls ihr ihn benötigt.



    Hadred und Yarine - unterwegs nach Zweimühlen


    Als Hadred, Argail und Wolfhardt noch nicht ganz fertig sind, die Spuren zum Waldstück hin zu verwischen, müsst ihr euch vor dem Hufgetrappel in den Wald zurückziehen. Alles duckt sich zwischen Bäume und Sträucher, und dann sind sie schon heran: Zügig, aber nicht übertrieben schnell. Einundzwanzig Reiter in Dreierkolonne, mittig der Oberst, den Yarine und Hadred, aber auch Avessandra und Wolfhardt bereits kennen - jetzt gut zwei Monate zurückliegend. Eben der Oberst, der auf der Reichsstraße von den Händlern abkassiert hat. Rechts von ihm der dicke Weibel, links ein Bannerträger. Sehr edel und schmuck sieht das aus, mit den Uniformen, blinkenden Waffen und Wimpeln.


    Auf irgendwelche Spuren vor sich auf der Straße scheinen sie gar nicht zu achten, Oberst und Weibel unterhalten sich angeregt und recht unerfreulich, den Mienen nach zu urteilen. Aber natürlich achten die Kundschafter des Trupps sehr wohl auf die Umgebung. Und einer von ihnen ruft laut irgend etwas, was ihr im Wald nicht verstehen könnt. Aber der ganze Trupp bleibt scharf stehen, Pferdegewieher, aber keine Unordnung. Oberst und Weibel schauen sich nach hinten um, von wo der Ruf kam. Einer der Reiter deutet in eure Richtung, und auch Oberst und Weibel schauen genau dorthin.


    Avessandras Hand wandert ganz spontan zu einer scharfen Klinge, während sie sich weiter ins Gehölz drückt. "Scheiße!" knurrt Wolfhardt leise. "Haben die uns etwa gesehen?" Hinter euch und um euch herum hält alles den Atem an. "Wenn wir uns hier verstecken, halten sie uns doch für Räuber oder Schlimmeres", jammert leise eine der Befreiten. Die einen sind für schnelle Flucht, die anderen für Abwarten, wieder andere und die Mehrheit unter den Befreiten eher dafür, sich offen zu zeigen.

  • Svanja und Answin - Gallys


    "Ja", bejaht Svanja mit thorwalschem Akzent und nickt, wobei sie den Kopf nach oben ruckt, "es steht beim nächsten Stall in der Nähe des Haupttores, keine fünfhundert Schritt von hier. Wollen wir uns dann einfach so schnell es geht am Südtor treffen?" Sie ist auch nicht sonderlich erpicht darauf, der Rotte Söldern ins Gehege zu kommen.

  • Jesabela - Verhör in Zweimühlen


    Das war schon mal sehr informativ ..... aber, was ist mit Albiron? Hat er etwas gesehen? War er Zeuge von irgend etwas? Von irgendeiner verruchten Tat? Aber dann hätten sie ihn doch eher nicht entführt, sondern wirklich gleich getötet? In Jesabelas Kopf arbeitet es. Sie fragt noch hier und da nach, vor allem: "Wo habt ihr diesen ominösen Mann in Gallys getroffen? Habt ihr ihn noch mit jemandem zusammen gesehen?"


    Was Arsch und Eimer angeht, gibt Jesabela Ron Recht, sie hebt aber die Hand zum Zeichen, dass jetzt nicht die Zeit ist, darüber zu reden. Erst, als die Frau draussen ist, sagt sie zu Ron: "Das dürfte dann wohl passen. Aber nehmen wir an, es waren tatsächlich die kaiserlichen Soldaten? Wenn sie im Auftrag der Kaiserin hier gewesen wären, hätten sie doch diesen Anschlag nicht durchführen müssen." Es sei denn, sie wollten nicht damit in Verbindung gebracht werden und es kam ihnen nur auf Albiron an.... "Es könnte nützlich sein, sich in Gallys nach diesem Mann umzuschauen und ihn heimlich zu beobachten. Was wisst ihr über diese Stadt? Kennt Ihr vielleicht diesen Mann, den sie beschrieben hat? Oder kennt Ihr jemanden, der in Gallys gewesen ist und ihn kennen könnte?"


    Dann lässt sie die beiden anderen Gefangenen herein holen und wiederholt ihr Verhörspiel von eben. Allerdings mit dem Unterschied, dass sie durchblicken lässt, dass ihre Mitverschwörerin bereits geplaudert hat. Und sie möchte jetzt prüfen, ob die anderen ebenso kooperativ sind. Sind sie es nicht, droht Jesabela ihnen den Galgen und wieder die Dämonen an. Und, da sie ja schon alles weiss.... können sie ganz befreit reden.... Eine gute Taktik: Erst den einen zum Reden bringen und die anderen im Ungewissen lassen.

  • Jesabela - Verhör in Zweimühlen


    "Er hat uns im Gasthaus zum blutigen Widder angesprochen. Wir waren alle eben gemeinsam von einem Söldnerzug zurück gekehrt. Und ... es hörte sich nach leicht verdientem Gold an. Besonders, weil Ihr gar keine Wachen dabei hattet. Nicht so, wie jetzt", murmelt die Geißhuber.


    Ron bekundet, dass er selbst ein paar Mal in Gallys gewesen sei, wie jeder in der Gegend, der sein Gold und Silber mit dem Schwert verdient, einmal dort gewesen sein dürfte. "Ist halt die Söldnerstadt. Aber dieser Mann sagt mir nichts. Ich kann jedoch gerne einmal herumfragen, ob ihn jemand kennt oder ob wer Genaueres über die Stadt weiß."


    Dann wird der nächste Gefangene hereingebracht. Es ist der, der von dem Zwerg verprügelt und von dem dann auch festgesetzt wurde. Und abgesehen von blauem Auge und geschundenen Gesicht, ist es um seine Beherrschung nicht zum Besten bestellt. Er zittert am ganzen Leib, schaut mit unruhigen Augen hierhin und dorthin, bleibt zuletzt auf Jesabela haften, und auf Ron, der die Arme brutal vor der Brust verschränkt hat und auf ihn herunterschaut. Eine der Leibwachen von Jesabela drückt ihn auf den Hocker. Das Verhör mag beginnen.

  • Cordovan und Siona - Zweimühlen in der Burg


    Cordovan bedankt sich bei der Köchin für die Mahlzeit und versichert ihr, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht. Trotz des guten Vorsatzes, sich jetzt erst einmal ein paar Stunden zu schonen, kommt er noch nicht so Recht zur Ruhe. Zum einen wartet er gespannt auf die Ergebnisse der Verhöre und zum anderen geht er im Geiste schon den zu erstellenden Brief durch. Und dann müssen natürlich auch noch vertrauenswürdige Boten gesucht werden. "Meint Ihr, Ihr könntet die Reise- und Wildniserfahrung von anderen Leuten einschätzen?", fragt er daraufhin Siona. "Dann könntet Ihr vielleicht schon einige Anwärter suchen. Sie müssen schnell und sicher durch die Mark kommen können und natürlich zuverlässig sein."

  • Svanja und Answin - Gallys


    "'Woll, so machen wirs!" Answin nickt noch einmal bekräftigend. "Packt ein, was ihr für etwa zwei Tagesreisen an Verpflegung braucht. Ich werde nehmen, was ich in der Herberge kriegen kann." Dann geht er direkt los, um den Herrn Bitterwein zu wecken. Die restliche Pastete schlingt er im Gehen hinunter, während er im Kopf eilig letzte Vorbereitugnen plant. Proviant und volle Schläuche vom Wirt, auch wenns teuer wird, wenns passt noch einen Beutel Hafer, aber die Gäule werden auch zwei Tage Gras überstehen, zumindest Rappe hat auch schon schlimmeres mitgemacht. Decken fürs Lager haben sie immerhin schon von der Reise hierher, zuletzt hatte Bitterwein auch kaum noch geklagt.

  • Siona und Cordovan


    "Ja ich denke, das kann ich. Habt ihr schon ein paar im Sinn oder sollen sich alle, die sich das zutrauen hier melden? Ich könnte einen Aushang in der Taverne machen, das scheint wirklich oft zu klappen" fügt sie etwas scherzend an (und man findet ja wirklich oft Aushänge für eine "Quest" in Tavernen)

  • Hadred und Yarine - unterwegs nach Zweimühlen

    Hadred hält seinen Zeigefinger an die Lippen und schaut jeden bedrohlich an die hier herummurmeln.

    "Keiner bewegt sich! Niemand sagt etwas!" dann bleibt er reglos im Versteck und schaut zwischen Buschwerk in Richtung Straße.

    Dann macht er eine Handbewegung die soviel bedeuten soll wie "runter mit euch" oder "beruhigt euch".

  • Jesabela - Verhör in Zweimühlen


    Gasthaus zum blutigen Widder. Gemerkt. Hört sich nach Hors d`oeuvre, Wachtelpastete und Yaquirtaler an. Innerlich schüttelt Jesabela den Kopf. "Ja, hört Euch gerne etwas um, Herr Pulvertreu. Vielleicht weiss ja jemand etwas."


    Dann Verhör Nummer zwei, und der Mann wirkt "gut vorbereitet". Mit entsprechend bösartigem, drohendem Unterton stellt Jesabela ihm ihre Fragen. "


    "Wie ist dein Name? Woher kommst du? Wer hat dich geschickt? Was war dein Auftrag? Welchen Auftrag hatten deine Mitverschwörer? Und von wem hattet ihr diesen Auftrag? Das Meiste, oder eigentlich alles, was ich wissen will, hat deine Mitverschwörerin bereits gesagt. Du bist nur noch hier, damit ich prüfen kann, ob du bereit bist, die Wahrheit zu sagen .... dann bleibst du am Leben .... oder ob du es vorziehst, weiterhin der Verbrecher zu sein, der du geworden bist .... dann wirst du einen grauenhaften, furchtbaren, langen Tod sterben. Also erzähl mir alles, was du weisst, und besser schnell. Ihr seid also im "Gasthaus zum blutigen Widder" gewesen? Weshalb seid ihr dorthin gegangen? Und was passierte dann? Rede! Los doch ..... va em frente!"

  • Siona und Cordovan


    "Ich wüsste momentan niemanden. Vielleicht findet sich auch unter den Söldnern und Soldaten noch jemand, mit Späher-Erfahrung", schlägt Cordovan vor. "Aber ein Aushang oder Ausruf ist sicher ebenfalls nicht verkehrt."

  • Cordovan und Siona - Zweimühlen in der Burg


    Spontan würde Cordovan ausschließen, in Zweimühlen einen berittenen Boten zu organisieren. Um so lebensmüde zu sein, müsste man denjenigen recht teuer bezahlen. Und dann müsste er nicht nur zuverlässig und ein guter Reiter und ortskundig sein, sondern auch noch wissen, wo sich der Marschall aufhält. Alternativ ließe sich natürlich auch an einen Boten direkt nach Gareth denken. Aber das wäre noch wahnsinniger.


    Also stellt sich zuerst die Frage: Wohin soll der Brief?



    Svanja und Answin - Gallys


    "Ach, meine Knochen", ächzt Seine Gnaden, als er sich im Bett aufrichtet - mühsam. Bitterwein hört sich in aller Ruhe an, was Answin zu sagen hat. Und manches muss er sich zweimal erklären lassen. "Wen habt Ihr getroffen? Wann wollt Ihr losreisen?" Zwischendrin lässt er sich auch gute Ratschläge nicht nehmen: "Ihr müsst Euch unbedingt mal wieder rasieren, wirklich, gelehrter Herr Drummblatter." Seine ständigen Namensverfehlungen zu korrigieren, hat Answin längst aufgegeben. "Also geht es endlich los, ja? Das wurde ja auch Zeit. Reicht Ihr mir bitte mein Gewand?" Für einen Boron-Geweihten ist Bitterwein außerordentlich schwatzhaft - wenn er wach ist -, altersgemäß belehrend gegenüber der Jugend und ansonsten aber kein schlechter Kerl. Dagegen ist die weitere Organisation von Hafer und drei Futtersäcken ein Kinderspiel: Es gibt eine Pferdeverpflegungsstelle in der Söldnerstadt, wo es dergleichen zuhauf gibt, auch wenn es nicht billig ist.


    Svanja sammelt alldieweil ebenfalls ihre Siebensachen ein und erinnert sich, dass Pferde nicht dauernd grünes Gras fressen sollten. Obwohl, bis Zweimühlen sollte das vielleicht auch eben so gehen. Oder, wie weit ist es denn bis Zweimühlen?


    Svanja jedenfalls ist deutlich früher am südlichen und einzigen Stadttor als Answin und Herr Bitterwein. "Ihr seid also diejenige, mit der wir nach Zweimühlen reiten?" In der Stimme des Alten schwingt mit: Da hätten wir auch gleich zu zweit reisen können, Herr Treublatt. Aber dann misst er noch einmal nach. "Aber wer sie sieht, nimmt vielleicht doch reißaus, nichts für ungut, aber groß seid Ihr wirklich." Und er schaut noch einmal genauer hin mit den müden alten Augen: "Ihr seid nicht zufällig eine Priesterin? Habt Ihr mir gar nicht erzählt", wendet er sich an Answin.



    Hadred und Yarine - unterwegs nach Zweimühlen

    Es vergehen spannungsladene Sekunden, die sich wie Minuten anfühlen, in denen Weibel und Oberst sich kurz unterhalten, der Weibel dann nickt zu dem, was der Oberst sagt, der dann die Hand hebt und den ganzen Trupp weiterschickt. In schnellerem Trab als eben noch reiten sie die Straße weiter nach Norden und verschwinden hinter dem nächsten Hügelkamm inmitten der Wälder. Bald hört ihr sie nicht mehr und seht sie sogar schneller nicht mehr. Allerdings kann man von eurer Position aus auch nicht sehen, ob sie wirklich weiter geritten sind oder sich möglicherweise nur auf die Lauer gelegt haben.



    Jesabela - Verhör in Zweimühlen


    Dieser zweite Gefangene ist weitaus widerspenstiger, als Jesabela für möglich gehalten hätte. In seiner Angst verweigert der Mann die Antwort auf wirklich alles. Erst nachhaltige Drohungen und ein Faustschlag von Ron in das Gesicht des Mannes fördern ein bisschen was zutage, allerdings auch nicht mehr, als sie von der Gefangenen gehört haben: Conn Uisge ist sein Name - wenn er denn stimmt -, und er bestätigt die Anwerbung in Gallys und auch den Auftrag, den Rat der Stadt auszuschalten. Eine wichtige Nebeninformation, die ihm aus Versehen rausrutscht: Der Angriff auf Talf und ihr Auftrag hängen vielleicht irgendwie zusammen, aber mehr sagt er auch nicht, als Ron ihm das Gesicht blutig drischt. Und er weiß nicht, wer hinter dem Auftrag gesteckt hat. Als er endet, ist der Boden unter ihm recht blutig und sein Gesicht eine blutige Masse. Wenn Jesabela ihn nicht aufhält, hat Ron zuletzt sogar seinen Schlagring benutzt ...

  • Svanja und Answin - Gallys


    Svanja verabschiedet sich mit ihrem aufwärts gerichteten Kopfnicken, gibt ihrem Hund ein Handzeichen und sie gehen mit langen Schritten zu dem erwähnten Mietstall. Viel hat sie nicht für den Unterstand zu zahlen, da sie ihre Fuchsstute Skymming wesentlich kürzer eingestellt hatte als sie zuerst beabsichtigt hatte, und es ist genau der richtige Ort, um einen kleinen Sack Hafer und einen größeren Sack Heu zu erstehen. Teuer, wie sie es erwartet hat in diesen Zeiten. Aber was soll man machen, das treue Pferd soll nicht darben.


    Von zwei Tagesreisen hatte der Mann gesprochen. Sie stockt ihre eigenen Reisevorräte an Linsen und geschroteter Gerste auf, kauft einen Laib Brot und gönnt sich eine Zuckerrübe einzupacken. Und bei ihren Einkäufen sammelt sie weitere, immaterielle "Waren" auf und plaudert leutselig mit den Bäuerinnen und dem Bäcker, erkundigt sich nach der Ernte und den Vorräten und dem allgemeinen Befinden und Zufriedenheit im Allgemeinen und den letzten Entwicklungen in der Stadt und deren Umland im Besonderen.

    Am südlichen Stadttor erwartet die weißblonde Thorwalerin den bärtigen Magier und seinen Borongeweihten neben ihrer Stute stehend. Das Pferd ist ein Fuchs mit einem weißen Stern auf der Stirn und einem weißen Stumpfband am hinteren rechten Bein. Der Boroni sieht außerdem einen grau-weiß gezeichneten Firnläufer, der ein Stück weiter über die Straße streund und auf ihren Pfiff hin zu der großen Frau kommt, als Answin und seine Gnaden Bitterwein herankommen.

    "Hej und Boron zum Gruß. Ja, ich bin diejenige, mit der Ihr und Euer Begleiter nach Zweimühlen reisen. Svanja Ifirnianesdottir.", stellt sich Svanja vor und zieht dann ihre weiße Lederweste so über die Brust, dass die thorwalsche Stickerei, der Schwan aus Knotenmustern in blauem Faden, ganz sichtbar ist. "Und ja, ich bin ein Ifirn-Diar. Eine Ifirn-Geweihte, würdet ihr sagen. Freut mich, dass Ihr das seht, Euer Gnaden."

  • Jesabela - Verhör in Zweimühlen


    Nein, Jesabela hält Ron nicht auf. Wir müssen herausfinden, was hier vor sich geht. Also schaut sie auch dann ungerührt zu, als Ron alle Gewalt einsetzt. "Du bist nicht sehr kooperativ," stellt sie fest und schaut den Mann kalt an. "Glaubst du, dass diese Leute dir jetzt noch helfen, die dich in diese Lage gebracht haben? Du könntest frei leben, stattdessen wirst du dein Leben in einem Kerker beenden. Inmitten von Dreck und ohne Licht und Luft. Wie dumm kann man denn sein, das gegen ein freies Leben einzutauschen, das wir dir bieten?" Dann macht sie eine wegwerfende Handbewegung. "Schafft ihn weg und ..... gebt ihm Wasser zum Waschen. Du hast Zeit, bis morgen nachzudenken. Wenn du mir dann nicht alles gesagt hast....." Jesabela lässt den Satz unvollendet. "Und dann bringt mir auch noch gleich den dritten Gefangenen. .... Danach machen wir Mittag."

  • Svanja und Answin - Gallys


    Auf Zweimühlen scheint man hier in Gallys nicht besonders gut zu sprechen zu sein. Svanjas Fragen danach, egal, ob sie nur in die Richtung zielen, führen zu argwöhnischen Reaktionen, auch wenn die Unterhaltung zuvor freundlich gewesen ist, oder zu seltsamen Anwandlungen eines alten weißhaarigen Herrn, der gebeugt am Stock geht und von einer erstaunlich jungen Frau geführt wird. "Zweimühlen? Niemand weiß, wo dieses Zweimühlen liegt! Was wollt Ihr da?" ... Zieht zeternd ab.


    Wesentlich freundlicher ist da schon Herr Bitterwein. "Boronfried Bitterwein, Priester des Schweigsamen Gottes, sehr erfreut. Und fragt mich nicht, weshalb ich hier bin. So genau weiß ich das nicht mehr. Ein Hund? Nunja, ich denke, er kann unterwegs auch nützlich sein. Obwohl ich Hunde so gar nicht mag. Sind nur am Essen oder Schlafen. Können wir los? Ich habe ja immer noch eine Mission zu erfüllen, nicht wahr?"



    Jesabela - Verhör in Zweimühlen


    Die beiden Söldner schleifen den Gefangenen nahezu raus, und es dauert eine Weile, bis sie mit dem dritten Gefangenen wieder zurück kommen. Auch ihn setzen sie auf den Hocker vor Jesabela und Ron.

  • Yarine und Hadred

    Yarine schaut zu Hadred und ihre Finger bewegen sich in komplexen Mustern.


    Fear cuts deeper than swords.

  • Yarine und Hadred

    Auch Hadred macht Zeichen mit seinen Fingern.

    [Atak]"Ja! Pass auf dich auf! Wir schlagen uns nach Zweimühlen durch!"[/Atak] während er mit der Hand in Richtung Heimat zeigt.

    Er macht immer noch ein Zeichen, dass alle ruhig sein sollen.

    Dann nickt er Yarine zu und wartet ab, ob was zu hören ist während sie davon reitet.



  • Jesabela - Verhör in Zweimühlen


    Dem dritten Gefangenen stellt Jesabela im Grunde dieselben Fragen wie dem zweiten und behält auch die Strategie bei: Sie lässt durchklingen, dass die Mitgefangene bereits alles gesagt hat, und dass sie dem Mann hier Gelegenheit geben will, sein Leben zu retten, wenn er nur die Wahrheit sagt.

  • Svanja und Answin - Gallys


    Bei 'nur am Essen oder Schlafen' rollt Answin kurz mit den Augen. "Das kann sie euch ausführlich selbst erzählen, sobald wir die Stadt hinter uns gelassen haben. Also ja, wir können los, ich bitte sogar sehr darum." Er hilft dem Priester auf den Esel, wenn nötig, und steigt selbst auf das ihm mittlerweile recht vertraute Pferd. Sobald sie ein paar hundert Schritte Boden gemacht haben, lenkt er die Schritte des Rappen neben den Esel. "Wisst ihr… der Grund für unsere Eile ist ein Söldnerhaufen, der in nächster Zukunft Gallys mit dem Ziel Zweimühlen verlassen wird. Die werden nicht alle beritten sein, aber trödeln können wir uns dennoch nicht erlauben. Für euren zweiten Mittagsschlaf sehe ich schwarz."

  • Svanja und Answin - Gallys


    Die Thorwalerin erklimmt den Rücken ihrer Stute, die sich gleich aus eigenem Antrieb in Bewegung setzt. Das Pferd will sofort traben. Svanja muss es ermahnen, "Nej skymming, går långsam.", und zügeln, damit es im Schritt läuft. Und der Hund legt den Kopf in den Nacken und heult ein paarmal auf den ersten Schritten, wo es hinter dem Stadttor den Hügel hinab geht.

    Ihrer Haltung und Führung nach ist sie eine passable Reiterin.

  • Yarine und Hadred


    Aus eurem Versteck heraus sind die kaiserlichen Reiter weder zu hören noch zu sehen. Hinter wartet alles gespannt, während Avessandra neben Hadred die Fingerspiele zwischen euch beiden verfolgt. Sie sagt allerdings nichts dazu, sondern hält die Straße und den Wald rechts weiter im Auge.



    Jesabela - Verhör in Zweimühlen


    Scheinbar eher ruhig hört sich der Gefangene Jesabelas Fragen an. (Ab hier bitte nur noch mit MI weiter Undine .)




    Svanja und Answin - Gallys


    "Zweiten Mittagsschlaf? Wieso zweiten Mittagsschlaf? Bin ich ein alter Mann, oder was?" echauffiert sich Seine Gnaden Bitterwein gegenüber Answin. "Schlafen werde ich erst in Borons Armen, alles andere ist nur die Ruhe vor dem Großen Schlaf." Dann gibt er seinem Reittier die Sporen, soweit man das sagen kann, bleibt aber schnell hinter Answin und Svanja zurück. Der Boron-Priester hat einen längeren Zweig mit Blättern an der Hand, mit dem er seinen Esel antreibt. Über den Marktplatz, endlich Richtung Stadttor, durch das noch immer vereinzelt Bauern, Händler, Reisende und Bewaffnete tröpfeln. Svanjas heulender Hund sorgt für manchen Lacher, doch die meisten beachten ihn nicht weiter. Vorbei und im Schatten den steinernen Giganten und hinaus auf die Straße. Bald habt ihr den Hügel zu Füßen der Stadt erreicht und die Straße teilt sich - einmal Richtung Westen nach Talf und die zweite Straße Richtung Südwesten und Zweimühlen. Mit viel Glück werdet ihr Zweimühlen noch vor Anbruch der Nacht erreichen, aber eine Übernachtung in der Wildnis der Wildermark ist viel wahrscheinlicher.


    "Was ist denn das für eine Sprache?" erkundigt sich Bitterwein bei Svanja, als ihr auf der Straße die dichten Wälder erreicht und Svanja ihr Pferd mit nordischen Worten zügelt