Magierstab mit Klinge

  • Tatsächlich habe ich schon im Originalen Post (siehe ganz oben #1) gesagt, das der Codex keine Relevanz besitzt

    Das zweiten Teil deines Eingangspostes habe ich tatsächlich überlesen, da ich den Thread nur überflogen habe, als ich antwortete.


    Du bringst das Argument, dass die Klinge Teil des Stabes wäre. Tatsächlich ist das aber nicht so ganz geregelt. Die derzeitigen Regeln beziehen sich nur auf den Standartstab: Holzstab + Mondsilberkappe. Es kann zwar andere Materialien und Formen geben, dazu existieren allerdings keine Regeln, die muss man sich selbst machen.

    Will man beispielsweise eine zustätzliche Eisenklinge am oberen Ende, würde ich die Bindung erschweren und die pAsp-Kosten ähnlich wie beim Bannschwert erhöhen. Für eine Gleve also etwa um 5 pAsp erhöht.

    Edit: Mal wieder vergessen, dass es ja um DSA 5 geht. Wie da die Kosten und Modifikationen für die Bindungsrituale sind und ob es Regeln für alternative Stabvarianten gibt, weiß ich nicht. Falls meine Aussagen jetzt also völlig irrelevant für dich sind, bitte ich um Nachsicht. Edit-Ende.


    Das Draufschrumpfen oder Vorbohrungen im Holz sollten aber funktionieren. Dann ist das Ende leider keine magische Waffe, darum ging es aber glaube ich auch nicht.

    "Er hat die Grenzen der Unwissenheit erweitert. Im Kosmos gibt es vieles, von dem wir überhaupt nichts ahnen."
    Die beiden Männer sonnten sich in dem herrlichen Gefühl, weitaus weniger zu wissen als gewöhnliche Leute, die nur von gewöhnlichen Dingen nichts wussten.

  • Wobei ich als SL die nutzung von Stabzaubern verbieten würde, solange da Metall angeschraubt ist. (hatte iwer auch schon geschrieben)


    Wieso sollte dann keine Stabzauber mehr möglich sein wenn da Metall dran ist? Das entzieht sich mir leider. Metall is ja nicht zwingend Eisen, sondern kann auch Silber oder anderes sein. Hinzu kommt, dass beim Bannschwert ebenfalls alle "Anbauten", wie Parierstange und co mit verzaubert werden... Und viel schlimmer, das Bannschwert selbst ist aus "Metall", welchem auch immer. Deshalb finde ich es leider auch bzgl. dem Bannschwert etwas widersprüchlich.


    Holzstab + Mondsilberkappe. Es kann zwar andere Materialien und Formen geben, dazu existieren allerdings keine Regeln, die muss man sich selbst machen.


    Will man beispielsweise eine zustätzliche Eisenklinge am oberen Ende, würde ich die Bindung erschweren und die pAsp-Kosten ähnlich wie beim Bannschwert erhöhen. Für eine Gleve also etwa um 5 pAsp erhöht.

    Klingt Tatsächlich nach etwas, wo ich zumindest keinen Widerspruch im Lore sehe. Wird mal bei uns diskutiert.

  • Wieso sollte dann keine Stabzauber mehr möglich sein wenn da Metall dran ist? Das entzieht sich mir leider. Metall is ja nicht zwingend Eisen, sondern kann auch Silber oder anderes sein. Hinzu kommt, dass beim Bannschwert ebenfalls alle "Anbauten", wie Parierstange und co mit verzaubert werden... Und viel schlimmer, das Bannschwert selbst ist aus "Metall", welchem auch immer. Deshalb finde ich es leider auch bzgl. dem Bannschwert etwas widersprüchlich.

    Eine Ingame Erklärung dafür kann sein, dass "Bindung des Stabs" und "Bannschwert" zwei vollkommen unterschiedliche Rituale sind und nicht miteinander vergleichbar sind.

    Offgame gesprochen hast du einen Blinden Fleck im Regelwerk gefunden. Meiner Meinung nach leiten sich alle bisherigen Vorschläge daraus ab, wie der jeweilige Autor „sein“ Aventurien gerne hätte, also verzeih bitte, wenn sich das nicht mit deinem Aventurien decken sollte.

    Aus meiner Sicht hat es Balancing Gründe, dass ein Zauberstab, der darin gespeicherte Flammenstrahle verschießen kann, nicht auch gleichzeitig eine Hellebarde ist, die im Nahkampf W6+5 TP auf Distanzklasse S macht (sorry, ich kenne nur DSA 4). Wenn man beides möchte, sollte man sich zumindest die Zeitnehmen, die Waffe zu wechseln.

    Wenn dich und deine Gruppe das Balancing nicht stört und es in eurem Aventurien auf passt, dass ein Ritualgegenstand gleichzeitig mächtige Nahkampfwaffe ist, dann finde ich eine Regelung, wie sie Freibierbauch vorschlägt, angemessen.

  • Es wäre ein einfaches einem Stab einen Hellebarden- oder Speerkopf aufzusetzen (das sind nur Beispiele, also nagelt mich nicht drauf fest).

    Die einfachste Antwort ist vermutlich, weil Magier dann nicht mehr damit umgehen können. Zum ersten Mal gibt es mit DSA 5 ein universelles Waffentalent "Stangenwaffen". In älteren Editionen waren Speere, Stäbe etc. verschiedene Waffengattungen und mussten entsprechend einzeln gesteigert werden.


    Für den Stab sprach dabei besonders die Vielseitigkeit und die vergleichsweise gute Verteidigungsmöglichkeit. Der Angriff ist für einen Magier eher unbedeutend, da seine gefährlichste Waffe die Magie ist. Wirklich kämpfenden Magiern stehen z.B. mit dem Flammenschwert auch deutlich mächtigere Waffen zur Verfügung.


    Bajonette sind in Aventurien vermutlich unbekannt. Entweder man hat eine ordentliche Waffe oder nicht und wer so eine Waffe führt, darf das in der Regel auch. Trickwaffen (z.B. Stockdegen) sind meist weniger effektiv als richtige Waffen und dies wäre wohl auch bei so einer Steckwaffe der Fall. Wobei ein Magier, der sich sowieso nicht um Beschränkungen kümmern muss, auch gleich zu so einer ordentlichen Waffe greifen kann.


    Letztendlich ist das Bajonett für die meisten "freien" Magier wohl einfach nur unnötiger Ballast. Die Wenigsten können kämpfen, die es können haben richtige Waffen und am Ende bleibt so ein Held wie Deiner übrig, der offensichtlich ein Erfinder ist und sich etwas zusammen schustert.


    Bei Kombinationsmöglichkeiten kommt vieles auch auf die Version an. In manchen war der Stab stets ein Stab welcher auch Normen zu erfüllen hatte (z.B. besondere Endkappen), in anderen ist er einfach nur irgendein Stock. Traditionell glauben viele Magier an genaue "Vorschriften und Wirkungen" und liegen damit oft nicht einmal falsch, z.B. gibt das richtige Leder an den Füßen, das richtige Gewand oder auch die richtige Stabform (Größe etc.) in der Tat Vorteile. Zeitweise galten solche Dinge sogar als "festgeschriebene" Gesetzmäßigkeit und erst in neuerer Zeit bricht man mit alten Gewohnheiten und beginnt zu experimentieren.


    Es ist also keinesfalls gesagt, dass ein Hellebardenkopf o.ä. keine negativen Auswirkungen auf einen Zauberstab hat. Insbesondere Rituale sind oft äußerst spezifisch und akzeptieren Änderungen nicht gut. Die vorgestellten Regeln gelten für Normstäbe. Bei Abweichungen muss man sich selbst etwas einfallen lassen. Schon kleine Änderungen (z.B. ein falsches Holz) können Dinge ändern und das es keine Magierspeere (Magierhellebarden etc.) gibt könnte durchaus magische Gründe haben.


    In heutiger Zeit (DSA 5) spricht vor allem auch der Bann des Eisens gegen unnützes Metall am Magier, da diese Einschränkung nun deutlich strenger zuschlägt. Auch die Tatsache, dass das Ziel des Rituals ein Magierstab (kein Kampfstab, kein Holzspeer, keine Hellebarde, kein Drachentöter...) ist, kann bei strenger Auslegung bereits ein Hinderungsgrund sein.


    Wenn Du also mit einem Magierspieß herum laufen möchtest und Dein SL auch nichts dagegen hat, sehe ich keinen Grund für ein Verbot. Aventurisch wird so ein Kauz sicher keine Schule machen und das man einem Magier mit Hellebarde im offiziellen Aventurien begegnen wird bezweifle ich.


    "Magieharmoniestörende Auswirkungen" sind meiner Meinung nach aber die beste Ingame Begründung für das Verbot exotischer Zauberstabwaffen (also andere Waffen als Magierstäbe nach Waffenliste). Wenn normale Zauber z.B. schon zwischen Waffe, Rüstung und sonstigem Objekt unterscheiden (und entsprechend spezifisch wirken oder auch nicht wirken), dann Stabzauber sicherlich erst Recht! Denn es sind Stabzauber und keine Speerzauber, Hellebardenzauber, Knüppelzauber oder sonst was. Das gleiche gilt auch für dubiose Kombinationen. Das Bannschwert am Magierstab erschafft einen Spieß und entsprechend ist es nicht weit hergeholt, dass Schwert und Stabrituale nicht mehr funktionieren. Als SL würde ich auch mit dieser Begründung entsprechenden Spielerwünschen einen Riegel vorschieben. Könnt ihr machen, aber so lange der Stab kein Stab ist, gibt es auch keine Stabzauber mehr.

    Edited once, last by x76 ().

  • Ich fasse das Alles mal zusammen:


    Außer bestimmten Fluff-Ansichten spricht nichts dagegen. Ein intelligenter Kampfmagier (oder anderer Magier mit Kampferfahrung) könnte aber ohne weiteres auf die Idee kommen, den Stab von vorn herein - mit integrierten Löchern zur Befestigung oder gleich mit einer Klinge - so anzulegen.


    Ich bin für eine Spielwelt, in der von intelligenten Personen intelligente Handlungen gesetzt werden dürfen. Auch wenn es der "typische Vertreter" nicht tut und dann elendiglich verreckt...

  • Ich fasse das Alles mal zusammen:


    Außer bestimmten Fluff-Ansichten spricht nichts dagegen. Ein intelligenter Kampfmagier (oder anderer Magier mit Kampferfahrung) könnte aber ohne weiteres auf die Idee kommen, den Stab von vorn herein - mit integrierten Löchern zur Befestigung oder gleich mit einer Klinge - so anzulegen.


    Ich bin für eine Spielwelt, in der von intelligenten Personen intelligente Handlungen gesetzt werden dürfen. Auch wenn es der "typische Vertreter" nicht tut und dann elendiglich verreckt...

    Nicht vergessen: Baue ich an einen Zauberstab eine Klinge ähnlich einer Glefe, dann habe ich auch eine Glefe mit genau den Werten wie im Regelwerk also auch AT/PA-Mod 0/–2 ich würde damit nicht kämpfen wollen und damit im Vergleich zum Zauberstab auf insgesamt 4 PA mehr verzichten.


    P.S. ich finde im übrigen auch das ein "intelligenter" Magier sicher nicht auf die Idee kommt an seinen Ritualgegenstand irgendwelcher Zeug dran baut, was ihn irgendwie behindern würde, sei es das er als Exot wahrgenommen wird, ggf. Stabrituale erschwert würden etc.

    Ich sehe das wie ein z.B. Zimmermann auf Wanderschaft, der statt seiner schwarzen Zimmermannshose eine rosa Hose vorzieht. Geht, klar... sieht aber bescheuert aus! ;)

  • Also wenn ein Spieler drauf besteht er braucht eine Klinge an seiner Waffe würde ich sie zulassen.

    Aber ja würde auch dann die Werte einer Glefe nutzen.

    Und den Stab als Waffe beurteilen.


    Sprich wenn es in einer Stadt Waffenrecht herrscht dann wird ihm diese halt am Stadttor abgenommen etc.

    Auch würde ich halt Dinge dann wie die Missachtung des Codex etc einfach RP technisch auch ausspielen.

    Sprich wird unter Magiern nicht als einer der ihren voll und ganz beurteilt, oder das wenn es zu gesetzlichen Konflikten kommt eine Akademie die Rechtssprechung wieder in die Hände der örtlichen Gerichtsbarkeit gibt usw.


    Alles andere würde ich als Rosinenpickerei empfinden. Wenn aber jemand unbedingt den "Exoten-Magier spielen will" und damit klar kommt auch als Exot behandelt zu werden. Wieso nicht.

  • Mir stellt sich grad eher die Frage, was passiet mit der "Klinge" wenn der Stab in ein Seil oder das Flammenschwert verwandelt werden?

    Badner, das Höchste was ein Mensch werden kann



  • Also bei den 2 Zaubern würde ich sagen


    Möglichkeit 1: Das Metall wird als Fremdkörper angesehen. Der Rest des Stabes verwandelt sich. Die Klinge fällt dabei ab.


    Möglichkeit 2: Die Spitze wird als Teil des Stabes angesehen. Diese Zauber die die Form des Metalls transformieren würden sind nicht möglich. Denn anderst wie anderer Schmuck ist nun mal Metall das Material das die Astralenergie am meisten stören und auch mächtigere Verwandlungszauber keinen Einfluss auf Metall haben oder nur sehr geringe Mengen davon mit verwandeln können.

    Sprich Zauberspeicher/Längenänderung etc wäre ok.

    Seil/Schlange/Flammenschwert und Co nicht.

  • Möglichkeit 2 würde ich aussschließen, denn es ist einfach ein Fremdkörper. Nur der Stab zum Zeitpunkt der Bindung ist der Stab. Extragebamsel zählt nicht. :)

  • Und was ist, wenn die "EXTRAGEBAMSEL" schon vor der Bindung dran waren, dann sollten sie eigentlich in der Bindung mit drinn sein oder hab ich jetzt einen Denkfehler?

    Badner, das Höchste was ein Mensch werden kann



  • Seil/Schlange ist gut, so kann man die Klinge auch gut An- und Ab-bauen, durch Umwandlung in ein Seil den Stab "einfädeln" und "hart" werden lassen oder zum entfernen einfach ins Seil umformen und abziehen ...

    Waffenmod und Waffenrecht sehe ich ähnlich wie meine Vorredner/schreiber/"poster" (das klingt total besch...^^) Gleven sind nunmal eigene Waffen

    Mitverwandlung wird ausgeschlossen, da sonst jeder Gegenstand der sich zum Zeitpunkt der Umwandlung im Kontakt mit dem Stab befindet auch umformen würde ... Gegner durch Stabzauber innerhalb einer Aktion aus der Parade/Angriff in einen brennenden Haufen zu transformieren mittels "Flammenschwert" oder in einen Knochenlosen Hautsack über "Seil" wäre doch sehr makaber und sicherlich mal erwähnt worden in den unzähligen Regeln, Hintergrundbänden, Abenteuern und Romanen.


    Wenn die Klinge bereits vor der Bindung dranne wäre, wäre es kein Magierstab sondern eine Magiergleve ... und man könnte die Klinge nicht mehr entfernen ... dann kann man gleich seine Zweililie als "Magierstab" samt Bindung gestalten, wenn man aus entsprechender Region kommt.

  • Und was ist, wenn die "EXTRAGEBAMSEL" schon vor der Bindung dran waren, dann sollten sie eigentlich in der Bindung mit drinn sein oder hab ich jetzt einen Denkfehler?

    Wir sind hier ja bereits im Reich der Vermutungen, denn die Bindung ist nicht genaus geregelt. Letztendlich ist es Geschmackssache, die Stäbe aussehen. Manche bevorzugen die höchstens leicht verzierten Kampfstäbe, die die strengen Texte des WdA verlangten, andere bevorzugen ausladende und reich verzierte/verbamselte Kronleuchter, wie sie in Fantasyartwork und PC-Spielen oft zu sehen sind. Je nachdem wird die Antwort anders ausfallen.


    Ich selbst würde als SL sagen, dass keinerlei Gebamsel zum Stab zählt, sondern nur das gerade Holz, eventuelle Metallkappen und vielleicht noch etwas Griffwicklung (deren gesamte Existenz ich für nutzlos und fragwürdig halte). :)

  • Griffwicklung ist für Handlichkeit und rutscharmes halten sehr gut, außerdem senkt es die Schock-übertragung bei Treffern und mildert/dämpft somit den Stress/Schmerz für die Hände/Finger des Nutzers. Das Holz kann durch die Wicklung nicht so leicht gespalten werden und wenn es doch zum Bruch/Spaltung kommt, dann ist durch die Wicklung im bereich der Hände das Verletzungsrisiko geringer.

    Aber das führt zu weit vom eigentlichen Thema weg -> Wer einen kronleuchter der Marke "Final-Anime-Fantasy" mit sich herrumtragen möchte der kann das gerne tun, aber dann ändern sich die WM der "Waffe", und nicht zum besseren, und weiterhin würde ständig die Frage nach dem: "Wie, Wo trägst du deinen 'Kronleuchter' gerade?" und daraus resultierend die Erschwernisse auf Klettern, Verstecken, Schleichen, Athletik, etc. (Ich würde es als SL mit entsprechender BE hinterlegen, zwischen 1 - 4, je nach Ausdehnung, Länge und Gewicht der Zusatzmaterialien).

  • Wenn die rosa Hose, auf Wanderschaft im gefährlichen Aventurien, 2 RS bringt, würde ich sie auch tragen. Egal, wie sie aussieht. Und wenn der Magier von einem Mechanikus eine abnehmbare Klinge an den Stab bauen lässt, wird es ihn bei seinen Ritualen nicht weiter behindern.


    Warum nicht? Muss ja nicht jeder der weißmagische Standard-Zauberer sein. Das ist, was Rollenspieler anbelangt, noch ein sehr harmloser Exot, v.a. als Kampfmagier. Ob der jetzt ein Glefe und den Stab, oder eine Glefe am Stab hat... ist wirklich egal. Er kann sich auch einen meisterlichen Kampfstab aus Steineiche verzaubern, der ist auch schon einfach besser ist als Magierstäbe...


    Das ist auch im Sinne eines Punktesystems - höhere Individualisierung. In DSA 1 oder 2 war jeder Magier zu Beginn exakt gleich, heute nicht mehr.

  • Quote

    Ob der jetzt ein Glefe und den Stab, oder eine Glefe am Stab hat... ist wirklich egal.


    Er kann sich auch einen meisterlichen Kampfstab aus Steineiche verzaubern, der ist auch schon einfach besser ist als Magierstäbe...

    Wenn er also statt nen Magierstab mit abnehmbaren Klingen (regelseitiges Konstrukt das den SL und die Gruppe vor viele fragen und Überlegungen stellt) auch direkt nen Stab UND eine Gleve mit sich rumschleppt oder nen "verzauberten Steineichen-Kampfstab", dann erübrigt sich doch die gesamte Fragestellung des Threads.


    Was das Gewicht und den Platzbedarf von 2 Stangenwaffen angeht muss man sich nur überlegen ob der zusätzliche Stab wirklich mehr einschränkt. Wenn sie zusammengebunden sind beim Transport, dann kaum, aber dann sind sie auch nicht einsatzbereit, genauso wenig wie eine Klinge die erst in mühevoller Kleinarbeit am Stab befestigt werden muss damit sie nicht direkt nach der ersten Aktion durch die Gegend fliegt, und Somit ist es kein Mehrwert. Aus Betrachtung des Gewichtes ist es ebenfalls kaum ein unterschied ob man 1-2 Stein (Kilo) mehr Holz oder die selbe Gewichtsmenge mehr Metall mit sich rumschleppt, wenn die Ausmaße der Objekte denen die man bereits ohnehin Transportiert entsprechen (Magierstab -> Gleve/Kampfstab ... Aufsteck-Klingen -> Dolch, Essbesteck, Beil/Handspaten).

    Was die Behinderung/Einschränkung der Ausrüstung während des Kampfes oder körperlicher Ertüchtigungen (SL lässt bestimmt gerne mal auf Klettern und co. Proben statt es erzählerisch zu Handwedeln) angeht ist es da schon weitaus unpraktischer eine zweite Stangenwaffe mit sich herrumzuschleppen, die ist entweder irgendwie am Rücken befestigt und steht an Schulter oder Po über und stört oder sie ist Quer am Rücken und stört noch mehr, oder man benötigt tatsächlich beide Hände um jeweils eine Stangenwaffe festzuhalten und kann dann fast garnichts mehr machen außer gehen/laufen/sitzen/hinfallen und auch das Kämpfen ist dann unmöglich solange man nicht eine fallen lässt, was in bestimmten Situationen ungünstig bis katastrophal für denjenigen sein kann (bzw. den fallenden Gegenstand).


    Nichts kommt ohne Kosten daher, wenn man einen Magierstab mit enthaltenen Magie-gimmigs haben will, dann ist es keine gute Waffe zum Prügeln. Und will man eine potente Waffe haben, die mit denen von professionellen Kämpfern mithalten kann, dann wird man da keine Magie-gimmigs einbauen können ohne ihren Nutzen zu senken.

    Hohe PS beim Auto kommen mit erhöhtem Kraftstoffverbrauch daher, Stärkere Panzerung an Fahrzeugen erhöhen das Gewicht und senken die Geschwindigkeit/Beschleunigung und größere Kaliber mit höherer Mündungsgeschwindigkeit erhöhen den Rückstoß einer Waffe und machen sie potenziell ungenauer bzw. erschweren das Treffen ohne Hilfsmittel.

  • Ich könnte mir folgende Hausregel vorstellen:

    Der Magier bindet Stab und ein dolch- oder kurzschwert großes Bannschwert und lernt eine Sonderfähigkeit um beides zu verbinden / trennen, analog zu

  • Wenn er also statt nen Magierstab mit abnehmbaren Klingen (regelseitiges Konstrukt das den SL und die Gruppe vor viele fragen und Überlegungen stellt) auch direkt nen Stab UND eine Gleve mit sich rumschleppt oder nen "verzauberten Steineichen-Kampfstab", dann erübrigt sich doch die gesamte Fragestellung des Threads.

    Naja, ein Glefe ist einfach eine andere Waffe, mit anderen Werten. Es ist aber nur unwesentlich stärker (halt anders) als die Kampfstab-variante, die sich deutlich defensiver spielt.

    Es geht wohl dem Spieler darum, eine offensive Variante eines kämpfenden Magiers zu spielen. Ich würde das vielleicht so handhaben: Bei einem frisch indoktrinierten Magier einer nicht-Kampfmagieschule würde ich es nicht so einfach erlauben, bei einer Kampf-akademie (oder Lehrmeister) bzw. einem erfahrenerem Helden schon. Der hat dann schon genug durchgemacht um den Codex Albyricus nach einigen schweren Verletzungen vielleicht nicht mehr ganz so ernst zu nehmen.


    Ist es "typisch" aventurisch? Eher nicht, sonst würden viele solcher Magier herumlaufen. Ist es inneraventurisch vorstellbar? Natürlich.

    Wenn der Magier sich dann noch mit Mechanik oder Waffentechnik beschäftigt - als Gelehrter nicht unvorstellbar - dann verstehen sich derartige Spielereien von selbst. SCs sind auch wörtlich "Helden", also besondere Personen.


    Und abschließend: Effektivität sollte auch in Aventurien eine große Rolle spielen. Fluff hin oder her. "ein Magier würde niieeee.." zählt daher, zumindest unbegründet, für mich nichts. Und von den Regeln her ist es nicht ausgeschlossen.


    Von der Balance her sehe ich auch kein Problem: Der Magier wird einen fähig gebauten Schwertgesellen, mangels sonstiger Talente, trotzdem nicht im nichtmagischen Duell besiegen.