Boroni unter sich

  • Noiona, Cassandra und Karim

    Karim erwidert das Nicken, bevor er sich ein wenig gegen die Mauer lehnt und einfach die frische Luft genießt. Hier jetzt Waffenübungen zu vearnstalten erscheint ihm irgendwie auch unpassend und so wartet er einfach ab. Ein Tag Ruhe klingt auch geradezu verlockend, es ist schon eine ganze Weile her, dass er so etwas genießen konnte.

    Fear cuts deeper than swords.

  • Verstehend nickt Cassandra und nimmt sich vor mehr über die Kirche des Raben und ihr Geweihten in Erfahrung zu bringen. Sicherlich könnte sie auch Noiana ausfragen, doch sie will vor ihrer neuen Freundin nicht total unwissend da stehen. Lesen hat sie vor einiger Zeit leidlich gelernt und nun hat sie endlich eine Möglichkeit sich auch darin fortzubilden. Zumindest will sie Noiana verstehen, wenn sie von kirchlichen Dingen spricht.

    "In den Wald.", erwidert sie augenzwinkernd, "Wenigstens einmal die Woche muss ich einfach raus und für mich sein. Danach bin ich deiner Einladung gefolgt. Du sagtest, du willst wieder in Richtung des Darptischen Reichs aufbrechen? Wäre es möglich dich zu begleiten?"

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Noiona nickt mit einem Lächeln in den Mund- und Augenwinkeln, als Cassandra ihr Bedürfnis nach Ruhe und Einsamkeit ausspricht. Manche suchen dafür die Tempel des Stillen Gottes auf, andere eben die Gefilde Firuns unter freiem Himmel.


    "Nach meinem Besuch in Punin, in unserem Haupttempel.", bestätigt Noiona ihre Rückreise. "Warst du schon einmal im Gebrochenen Rad?"

  • "Nein. So weit bin ich noch nie gereist... Wie sieht er aus? Der Tempel meine ich. Ich muss zugeben, dass dies einer der ersten Tempel ist, die ich je besucht habe.", etwas nervös dreht sie ihre Tasse in der Hand. Sie hat vor und nach der Jagd immer zu Firun gebetet und auch seine Gebote geachtet. Zumindest die, die ihre Eltern ihr beigebracht haben, doch hat sie dafür nie einen Tempel betreten.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • "Er sieht aus wie das Boronrad.", sagt Noiona und fährt dabei mit einer Fingerspitze ein Stück weit die Umrisse ihres Kettenanhängers nach, der dieselbe Form hat. "Im Inneren fällt es nicht so sehr auf. Zweimal war ich bisher da, zu meiner Weihe und vor ein paar Jahren, als ich durch den Kosch und in den Osten gewandert bin." Noch einmal schlürft sie von ihrem Kräutertee und gießt sich einen Schluck nach.

    Einer der ersten Tempel...? Für die Klosterschwester ist das schwer vorstellbar, schließlich ist sie ihre Kindheit und Jugend hindurch mit den täglichen Gebeten in der klostereigenen Boronkapelle aufgewachsen. "Es ist so: In jedem Borontempel gibt es die Halle des Todes. So heißt der Raum, in dem alle Zutritt haben, das ist hier die Haupthalle und die Seitennischen. Dahinter gibt es meistens außerdem die Halle der Träume. Dorthin dürfen nur Geweihte."

    Noiona verstummt und wirft Cassandra Blicke aus dem Augenwinkel zu.

    Dann suchen ihre fahlen Augen wieder den Mann im weißen Mantel der Golgariten. Sie blickt von ihm zur Teekanne und zurück.

  • "Kommen viele Leute in den Tempel? Also den in Punin? Es muss schwierig sein einen Ort der Stille in so einer großen Stadt zu schaffen..", auch Cassandra hat Neuankömmling bemerkt und mustert ihn neugierig. Sein Pferd hatte sich am Huf verletzt hatte sie um Vorbeigehen mitbekommen.

    Das Leben ist ein Spiel!