Wie geht ihr mit großen Spielergruppen um?

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  • Hey,


    heute trifft sich meine Gruppe wieder für Princes of the Apokalypse und ich führe einen neuen Spieler ein. Sie sind damit dann insgesamt sechs Spieler.

    Es war bei fünf schon schwer in der Kampagne voran zu kommen, ich denke da macht ein sechster auch keinen unterschied mehr.


    Sechs SCs überrennen jeden Encounter für ihr Level. Die Anzahl der Monster pro Encounter zu erhöhen schadet meiner Meinung nach, da es sich sehr doof spielt. Leben und Rüstung der Monster erhöhen ist auch nicht immer das beste.

    Ich Pott versuche ich heute einen Teil wegzulassen und die Spieler in ein Gebiet, das 2 bis 3 Level über ihrem jetzigen ist zu lotsen. mal schauen wie das funktioniert.


    Wie regelt ihr das mit so vielen Spielern?

    Wir haben auch ganz viele MetaGame Probleme. Kein Platz auf dem Tisch, sehr langwierige Terminfindung (haben das letzte mal vor einem Jahr gespielt), etc.

  • Meine Standartgruppe für D&D besteht aus 2 Spielern (Drachenblütiger Barbar - Pathfinder of the Zealot und einem Tiefling Schurken - Arkaner Betrüger) gelegentlich schließt sich auch noch ein Kollege an (menschlicher Kämpfer - Champion).

    Wir spielen gerade Tyranny of Dragons und es funktioniert ganz gut. Ist es schwer ? Ja, besonders wenn sie zu Zweit unterwegs sind, waren manche Begegnungeb sehr fordernd und verlangten den Spielern einiges ab.

    Dennoch macht es ne Menge Spaß und funktioniert, auch ohne Anpassungen vom SL ganz gut.

    Der Goblin von dem schon Aroden sagte : "Kenn ich net!"

  • Also, bei vielen Spielern (sechs hatte ich gelegentlich auch bei Pathfinder) hilft es in der Tat, die Begegnungen anzupassen. Ja, das macht relativ viel Arbeit. Wobei ich eher dazu neige, mehr Kreaturen einzusetzen als diese zu ändern. Vielleicht kann man auch einfach ein paar niedrigstufigere Lakaien hinzufügen, die die Begegnung nicht wesentlich verändern, aber die Spieler einfach etwas beschäftigen. Bei sechs SC ist es ansonsten tödlich, wenn es nur ein Gegner ist - der ist dann ganz schnell Geschichte.

    Sie in eine gefährlichere Gegend zu schicken, kann auch funktionieren - kann aber auch zum Gruppentod führen.


    Die anderen, organisatorischen Probleme lassen sich am besten lösen, wenn man weniger Spieler hat...

  • Wir hatten bei DSA mal eine ganze Weile eine Gruppe mit 6 Spielern. Unser Ziel war es, uns 1 Mal im Monat zu treffen. Die Terminfindung haben wir per Doodle organisiert, da musste ich aber trotzdem sehr dran ziehen. Zum beispiel gab es immer wieder welche, die ich erinnern musste, dass sie an der Abstimmung teilnehmen. Wenn mal auf Anhieb kein Termin zu stande kam, an dem alle zugesagt haben, hatte ich mir den mit der größten Beteiligung herausgesucht und denjenigen gefragt, warum er da nicht kann und gegebenen Falls einen Kompromiss herausgehandelt wie "später als sonst", nicht so lange wie sonst", nur an einem bestimmten Ort, damit die Fahrt zum Anschlusstermin nicht so weit ist, etc.

    Außerdem hatten wir gesagt, wenn mal einer nicht kann, wird trotzdem gespielt und der fehlende Char fremdgesteuert oder anderweitig aus dem Plot genommen. Das klappte für etwas mehr als ein Jahr ganz gut.


    Wie genau sehen deine weiteren Meta-Probleme aus? Wenn du noch nicht einmal Platz für 7 Sitzkissen auf dem Fußboden hast, hilft der beste Ratschlag nichts :P

  • Selbst nach vielen Jahren Erfahrung als Spielleiter befindet sich meine Wohlfühlzone bei drei bis vier Spielern. Bei mehr hatte ich stets das Gefühl, dass introvertiertere Spieler an den Rand gedrängt werden und ein Teil meiner Kreativität für Chaos-Management flöten geht.


    Hier ein paar meiner Erfahrungen wie man das Spiel für mehr als vier Spieler (vielleicht) verbessern kann:

    - "Elite" Gegner zu Begegnungen hinzufügen - z.B. wird die Gruppe Goblins von einem Ork begleitet. Im MM findet sich fast immer etwas passendes.

    - Sanduhr (2Min): Im Kampf hat jeder nur diese Zeit wenn er am Zug ist. Dadurch planen die Spieler bereits ihre Aktionen wenn andere am Zug sind.

    - Cutscenes - Transitionen (z.B. kurze Reise) die man normalerweise ausspielen würde als "Zwischensequenz" zusammenfassen

    - Bullshiten - Wenn eine angepasste Begegnung wegen einer Fehleinschätzung aus dem Ruder läuft und man verdeckt würfelt, ist in so einem Fall ein drehen an den Würfeln erlaubt. Ein Fachfehler des SLs sollte zu keinem TPK führen

  • So die 10 Stunden Sitzung ist um.


    - Problem Terminfindung: Am Ende der Runde einen neuen Termin aus gemacht, hat voraussichtlich geklappt.

    - Das Platzproblem hatten wir immer noch. Es ist ein Esstisch für 8 Personen, aber da wir immer so viel zu essen und trinken haben, steht uns das leider immer alles im weg. (Ich arbeite mit DIN A0 Karten)

    - Diskussionen: Bei sehcs Spielern wird auch vor einer Begegnung viel diskutiert wie man diese angehen möchte. Ich habe zwar versucht das etwas zu minimieren, was aber leider auch nicht immer klappt. Sie waren in einer Burg und versuchten sich teil für teil durch zu meucheln. Sie standen dann im Hof und wussten nicht weiter. Selbst eine sich bald nähernde Wache brachte keinen neuen Plan.

  • Häng die Karten an die Wand. Wenn sie laminiert sind, benutze Folienstifte. Ansonsten Post-Its in Pfeil form. Einer aus meiner Runde hat bei sich ein 1m x 1.5m Whitboard, auf dem auch Magnete haften. Das wird gerne benutzt. Am ausgiebigsten beim DSA Abenteuer "Von Eigenen Gnaden", dessen Wirtschaftssimulation wir bis an die Spitze getrieben haben. Kann ich nur empfehlen (sowohl das Whiteboard, als auch das Abenteuer).

  • - Das Platzproblem hatten wir immer noch. Es ist ein Esstisch für 8 Personen, aber da wir immer so viel zu essen und trinken haben, steht uns das leider immer alles im weg. (Ich arbeite mit DIN A0 Karten)
    - Diskussionen: Bei sehcs Spielern wird auch vor einer Begegnung viel diskutiert wie man diese angehen möchte. Ich habe zwar versucht das etwas zu minimieren, was aber leider auch nicht immer klappt. Sie waren in einer Burg und versuchten sich teil für teil durch zu meucheln. Sie standen dann im Hof und wussten nicht weiter. Selbst eine sich bald nähernde Wache brachte keinen neuen Plan.

    Platzproblem: bei uns kommen nur noch Gläser mit Getränken auf den Tisch und eine Sache zum Essen. Der Rest liegt z.B. in Taschen am Boden, Getränke im Kühlschrank, etc. - Alternativ kann man auch kleine Beistelltische oder weitere Stühle zur Ablage von unwichtigen Dingen verwenden, z.B. Regelbüchern.


    Diskussion: ist normal und man sollte sie als SL einfach akzeptieren. Wenn es den Spielern offensichtlich gefällt, dann einfach hinnehmen.


    Ich leite ein Gruppe mit 5-10 Spielern. Es kommt wer kann, und ab einer kritischen Masse wird dann gespielt. Ich kenne diese Probleme zur genüge.

  • Neben der Möglichkeit die Encounter anzupassen (ich suche, wenn ich mehr Zeit habe da mal paar Sachen raus), ist es ab einer gewissen Gruppengröße manchmal vom Vorteil das Initiative System fallen zu lassen und Reih um zu gehen, sodass jeder Spieler die Chance hat, am Spielgeschehen aktiv teilnehmen zu können.

    Diskussionen pegeln sich in der Regel mit der Dauer ein, da meist sich mit der Zeit auch Verhaltensmuster rauskristallisieren.


    Entscheidend ist aber auch, womit man sich als DM wohlfühlt, ab und zu habe ich kein Problem eine Gruppe von 10 Spielern und mehr zu managen, aber am liebsten sind mir persönlich interaktive Gruppen in der Größe 6-7 Spieler plus DM.


    Vom Vorteil kann es aber sein nen zweiten DM mit in der Gruppe zu haben, der Stufenaufstiege und Charmanegment mit regelt.


    Edit: Hier der Link zum Encounter Building http://dnd.wizards.com/article…arcana/encounter-building

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