Schloß Strobanoff

  • So schwer man es sich vorstellen mag, so herrscht im Bornland doch nicht immer Winter. Die Sommer mögen kurz sein, aber es gibt sie, und das Leben geht im Bornland auch dann weiter. Oder vielmehr: gerade dann. Denn in den fünf kurzen warmen Monden muss man alles erledigen wofür ein mittelreichischer Bauer bis zu acht Monde Zeit hat. Man steht vor Sonnenaufgang auf, arbeitet bis zum Umfallen im Feld und übernachtet nicht selten auch dort. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Kinder auch in dem Feld geboren werden, und dann geht die Mutter unmittelbar weiter an die Arbeit. Auf die Allerjüngsten passen ihre Geschwister auf, allerdings müssen Kinder schon ab dem Alter von etwa 8 Jahren bei der Feldarbeit auch schon mit anpacken. Freie Tage gibt es in dieser Zeit kaum, sondern nur wenige Feste, die man dann mit Gusto und großer Hingabe zu feiern versteht. Für den Adel ist der Sommer ein Anlass, aus der Stadt in ihre Anwesen auf dem Land umzuziehen und das Leben maßgeblich auf die Terrasse und in den Garten zu verlagern. Ausgedehnte Spaziergänge, Jagd-, Bade-und Picknick-Ausflüge, sowie der abendliche Tee auf der Terrasse mit Nachbarn gehören zu dem typischen Tagesablauf der Bronnjaren.


    So reist ihr Anfang Rondra 1029 BF, aus verschiedensten Teilen Aventuriens kommend, bei sengender Hitze, auf einer der Handelsstraßen durch ein geschäftiges Land. Am Ende eines solchen Tages freut sich ein Jeder auf ein kühles Plätzchen mit ein wenig zu Essen und zu Trinken und eventuell netter Gesellschaft. Warum ihr euch gerade im südöstlichen Teil des Bornlandes, dem Festenland, befindet – nun da mag jeder seinen eigenen Grund haben. Doch kommt euch allen der Gasthof „Zum Schwert“ in der Stadt Schwertbergen, am Fuße eines steilen Hügels, auf dem sich der eindrucksvolle Wohnturm der Barone Pilavtis befindet. Die Stadt selbst – mit wohl um die 800 Einwohner und manchem Geheimnis- macht einen nicht minder wehrhaften Eindruck – fast alle Gebäude haben ein Erdgeschoß aus Bruchstein und sind von Mauern umgeben.

    Die Tageszeit – es dürfte so auf die Tsastunde zugehen - wie und die Jahreszeit hat zur Folge, dass vor dem Gasthaus die Tische schon recht gut gefüllt sind und aus der geöffneten Türe ist Musik und Lachen zu hören und ein Duft von Gebratenem und Gesottenem liegt in der Luft…….

    Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche. (Ernesto Guevara)

  • Einer der Gäste hält plötzlich inne, als er seinen Löffel mit Eintopf zum Mund führen wollte. Neben ihm stehen zwei geschorende Firnläufer und starren ihn schwanzwedelnd an. Noch bevor er reagieren kann ertönen ein lauter Pfiff und ein ruf: "Charina, Joselito, kommt her!". Die beiden Hunde lassen vom Gast ab und laufen auf einen Nivesen zu, der seine Hand zu einem entschuldigenden Gruß erhoben hat. "Ich hoffe die beiden haben euch nicht belästigt. Sie tun nichts, sie sind bloß neugierig und dieser Eintopf duftet in ihrer Nase genauso köstlich wie in unserer. Schmeckt es denn auch?", ruft er.

    Der Nivese steht an einem Karren, den er wohl gerade an den Rand des Gasthauses schieben wollte. Er trägt eine graue Wollhose, deren Beine er bis knapp über die Waden aufgekrempelt hat, und eine grüne, verschwitzte Tunika, die halb aufgeknöpft ist. Um sich vor der Sonne zu schützen, trägt er einen Strohhut.

  • Langsam hebt Eikbart eine Augenbraue. Man sieht ihm, insbesondere seiner Robe an, dass dies die wohlverdiente Mahlzeit am Ende eines langen Reisetages ist.

    "Am Ende eines langen Reisetages ist mir alles recht. Und ich habe schon schlechteres gegessen. Betteln müssen Seine Hunde also woanders!"

    Mit einem leichten Schmunzeln wendet er sich wieder seinem Teller zu, scheint allerdings gespannt auf die Antwort zu warten.

  • Als eine junge, recht dralle Schankmaid aus dem Gasthaus kommt und nachdem sie Krüge voll Bier und Meskinnes auf den Tischen verteilt hat, wendet sie sich an den Fremden mit dem Karren, "Den Karren könnt Ihr auf den Hof stellen und wenn Ihr dabei Hilfe benötigt, werde ich Albin rufen." Damit deutet sie nach links am Gasthaus vorbei und dreht sich um, ruft in das Gasthaus hinein und kurz darauf erscheint ein etwas 11 Götterläufe zählender Bursche mit wuschligen braunen Haaren, der sich, wenn gewünscht des Karrens annimmt.

    Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche. (Ernesto Guevara)

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  • "Einen langen Reisetag, den hatten wir vier auch", erwidert der Nivese, bevor ihn die Schankmaid anspricht. "Ja, sehr gerne", antwortet er ihr.

    Bis Albin erscheint, kramt er im Karren nach einem hölzernen Eimer. Dann sagt er zu dem Jungen: "Der Karren ist schwer, aber ich glaube das schaffst du alleine. Und kannst du mir danach diesen Eimer mit Wasser füllen und bringen?"

  • Bei dem Ruf des Nordbaden Nivesen blickt Vaelin kurz auf, widmed sich aber schnell wieder seinem Eintopf.

    Eis ist nicht Tot, es ist Erinnerung.
    Eis will keine Starre, es will Geduld und Warten.
    Eis zerstört nicht, es bewahrt.
    Kälte bringt nicht Schmerz, sie sucht Stärke.
    Kälte ist nicht Leid, sie gebiert Hoffnung.
    Kälte fordert kein Leben, sie prüft es.
    Sein Zorn jedoch, so entfacht
    ist Tod, ist Starre, ist Zerstörung.

    Seine Strafe: Schmerz, Leid und Verderben

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  • Albin nickt und nimmt den Eimer entgegen - sah es erst so aus, als würde er den Karren nicht bewegen können, ist er doch kräftiger, als es scheint und so verschwindet der Karren schließlich auf den Hof, von dem herüber das Geräusch vom Hammer auf dem Amboß zu hören ist. Die Schankmaid wendet sich wieder an den Nivesen, "Was darf ich Euch denn bringen? Eintopf oder etwas Braten? Oder vielleicht Pelmeni? Und auch etwas zu trinken? Benötigt Ihr auch ein Zimmer für die Nacht?" 

    Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche. (Ernesto Guevara)

  • Weg zum Gasthaus "Zum Schwert"

    Wulfen blickt kurz auf, als der den Ruf des Nivesen hört. Er muss doch schmunzeln bei dem Anblick des Nivesen und der Reaktion Vaelins. "Nun, es ist vielleicht nicht so heiß wie bei euch im Süden, aber wir im Bornland haben halt beides: Hitze und klirrende Kälte. Und was besseres als unseren Meskinnes habt ihr noch nicht getrunken." Der für andere hart Akzent klingende des Bornländischen Geweihten zeigt, daß das Bornland seine Heimat ist. Die Reaktion des Magister lässt ihn kurz die Augenbraue heben, andererseits hat er von einem Magier keine andere erwartet. "Da es doch recht voll ist, habt ihr vielleicht Lust, euch zu uns zu gesellen? Ich habe kein Problem mit Hunden, mein junger Begleiter hoffentlich auch nicht."

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  • Binjok schaut zwischen dem Bornländer und der Schankmaid hin und her, gerade etwas überfordert, von zwei Seiten gleichzeitig angesprochen zu werden. "Sehr gerne, ich komme gleich darauf zurück", ruft er kurz zu den Tischen herüber, zur Maid fährt er fohr, "oh ja, etwas zu trinken, unbedingt! Etwas Dünnbier aus dem größten Humpen, den ihr habt, bitte."

    Binjok blickt auf die Schüssel des Herrn, mit dem er zu Beginn aneinander geraten ist und deutet darauf: "Das was dieser Herr dort hat, dass sieht gut aus. Bring mir doch bitte vier Portionen davon", dann fügt er hinzu, "wir vier bräuchten auch eine Bleibe für die Nacht. Wenn die Tiere nicht mit ins Haus dürfen, begnüge ich mich auch mit einem Platz im Stall." Dabei macht er mit beiden Händen eine weite Geste, die seine vierbeinigen Begleiter einschließt. Jetzt fällt auf, dass ihn ein dritter Hund begleitet. Ein schwarz-grau melierter Nivesischer Steppenhund sitzt stramm bei Fuß und ist beinahe regungslos.

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  • "Solange sie nicht so bissig sind wie die Straßunde aus meiner Heimad habe ich kein Problem damit unseren Tisch mit ein paar weiteren Gästen zu teilen."

    Eis ist nicht Tot, es ist Erinnerung.
    Eis will keine Starre, es will Geduld und Warten.
    Eis zerstört nicht, es bewahrt.
    Kälte bringt nicht Schmerz, sie sucht Stärke.
    Kälte ist nicht Leid, sie gebiert Hoffnung.
    Kälte fordert kein Leben, sie prüft es.
    Sein Zorn jedoch, so entfacht
    ist Tod, ist Starre, ist Zerstörung.

    Seine Strafe: Schmerz, Leid und Verderben

  • Die Schankmaid lächelt leicht und ihr Gesicht wirkt dabei hübscher als vermutet, "Ihr braucht wegen der Hunde nicht in den Stall zu gehen. Wir haben noch ein größeres Einzelzimmer, das sollte für euch passen." Dann wendet sie sich um, "Sagt Euer Gnaden, wolltet Ihr ein Doppelzimmer mit Eurem Begleiter?"

    Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche. (Ernesto Guevara)

  • Eikbart bemerkt erst jetzt den Geweihten ihm gegenüber. Er trinkt den Krug Bier vollständig aus, greift seinen Teller und durchquert den Raum. Den Teller auf den Tisch stellend, verbeugt er sich: "Euer Gnaden; Eikbart von Tannbruck, zu Diensten." Mit Blick auf die durchbrochene Borte des Geweihten wandert sein Blick schnell zu dessen Händen, dann zum Hals, bis er leicht irritiert wieder beim Gesicht ankommt. "Gegen Hunde habe ich sicher nichts, Ich hoffe doch sehr, dass Ihr mir meinen Witz nicht übelnehmt" Und nach einer Pause, die zu kurz ist, als dass der Geweihte etwas sagen könnte: "Ich darf mich doch zu euch setzen? Ich habe hier ein Stück Papier mit mir unbekannten Schriftzeichen, vielleicht mögt Ihr es Euch ansehen?" Bei den letzten Worten klopft er leicht auf die Tasche an seiner Seite. Wenn keine offene Ablehnung des Geweihten zu erkennen ist, nimmt Eikbart sich einen Stuhl und setzt sich dazu. 

  • "Das hört sich gut an, dankeschön", sagt Binjok zur Schankmaid und erwiedert das Lächeln. Dabei entblößt er eine Lücke, wo früher sein linker Eckzahn war.

    Er geht in Richtung des Geweihten und des Südländers und macht dabei ein schnalzendes Geräusch. Das scheint eine Aufforderung an die Tiere zu sein, denn sie folgen ihm daraufhin.

    "Um die beiden Geschwister braucht ihr euch keine Sorgen zu machen. Die tun keiner Fliege etwas zu Leide. Nur versucht nicht Uro zu streicheln. Der ist fremden gegenüber etwas misstrauisch", erwidert der Nivese auf dem Tulamiden.

  • Zwei weitere Reisende kommen in die Gaststube, ein Mann ( Avonasac ) und eine Frau, deren Äusseres an eine Norbardin erinnert. Die beiden sind gemeinsam unterwegs und scheinen einander näher zu kennen. Sie sieht sich innen drin kurz um, grinst beim Anblick der Hunde und schnuppert kurz in Richtung Küche. "Travia zum Gruss, gute Leute", ruft sie mit einem Lächeln und streicht sich verschwitzte schwarze Haarsträhnen aus dem Gesicht. "Habt Ihr noch einen Tisch frei für zwei müde und hungrige Wandersleute?"

    "Age is an issue of mind over matter: If you don't mind, it doesn't matter." (Mark Twain)

  • Der Mann sieht sich im seinem einrn Auge im Raum um hält sich aber hinter der Frau er dürfte diese mengen an Menschen eher nicht gewohnt sein.

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.

  • Gasthaus "Zum Schwert"


    Wulfen nickt kurz, als der Magister sich vorstellt. Dabei kann dieser dann auch genauer einen Blick auf den Halsreif werfen, der aus gut gearbeiteter Bronze besteht und mit Hesindegefälligen Symbolen verziert ist. "Aber gerne, aber bevor wir uns geistiger Arbeit widmen, soll auch der Leib nicht zu kurz kommen. Setzt euch ruhig zu uns." Als die beiden Wanderer ankommen, muß Wulfen doch mit sich ringen, ernst zu bleiben, ist es doch nicht ganz seine Art an einem so vollen Tisch zu sitzen.

    "Travia zum Gruße, ihr Wandersleute. Es ist zwar alles voll, aber hier mögen sich noch zwei Plätze finden, denke ich." Als der Mann näher kommt, nickt Wulfen dem Mann zu. "Da habt ihr dem Großen Jäger Ehre erwiesen. Eure Wunde deutet auf eine lange und gute Jagd hin. Wenn ich mich vorstellen dürfte, Wulfen Ljasewitsch Alwinnen, Erzpriester vom Sacer Ordo Draconis zu Diensten der Herrin Hesinde zu Festum" Da sein Begleiter nicht reagiert, antwortet Wulfen der Schankmaid. "Ich denke, so es denn möglich ist, würde ich gerne ein Einzelzimmer haben. Ebenso gerne Speis und Trank, etwas Meskinnes und auch Braten, dieser duftet wirklich vorzüglich."

    Einmal editiert, zuletzt von Iskarion ()

  • Ein wenig sortieren muss die Schankmaid jetzt schon bei den vielen Neuankömmlingen, "Natürlich haben wir ein Zimmer für Euch, Euer Gnaden. Und soll sich der Stallbursche weiter um Euren Goldfelser kümmern?" meint sie dienstbeflissen zu Wulfen. Dann schaut sie einmal in die Runde, "Was darf ich denn zu essen bringen? Und wollt Ihr hier über Nacht bleiben?" wendet sie sich an den anderen Geweihten mit seiner Begleitung, wohl wissend, dass die Stadttore irgendwann geschlossen werden. Ihre Augen richten sich auf die verschwitzte Studiosa, "Meine Dame, wenn Ihr ein Bad benötigt, wir haben mehrere Badezuber zur freien Verfügung."

    Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche. (Ernesto Guevara)

  • Gasthaus "Zum Schwert"


    Wulfen nickt der Schankmaid zu. "Ja, da ich über Nacht bleiben werde, sollte er noch einmal Futter bekommen, mein Gepäck zusammen mit meinem Stab bringt doch bitte auf mein Zimmer. Einen Badezuber würde ich später auch gene in Anspruch nehmen, wenn es etwas kühler geworden ist." Dann wendet sich der Geweihte an die anderen. "Vielleicht habt ihr ja auch noch Tiere, die der Fürsorge dieser braven Leute bedürfen? Wie ich sehe, kommt Ihr ja auch von weit her."


  • "Wir haben keine Tiere dabei, aber danke der Nachfrage." Die Dunkelhaarige lässt sich mit einem zufriedenen Seufzer auf den angebotenen Stuhl sinken und streckt die müden Füsse von sich. "Ich werde mich gleich am Brunnen etwas frischmacgen vor dem Essen, habt Dank. Wenn Ihr einfach eine Waschschüssel hättet...? Ein Bad muss es nicht gleich sein. Oh, und ich hätte gern Suppe oder Eintopf oder Grütze, was ihr gerade da habt." Sie reisst entsetzt die Augen auf. "Bitte verzeiht meine schlechten Manieren. Sumudai Maurenbrecher ist mein Name, und dies ist mein Weggefährte Firunew."

    "Age is an issue of mind over matter: If you don't mind, it doesn't matter." (Mark Twain)

  • "Gutlinde habe ich schon in die Obhut des Stallburschen gegeben, aber etwas Meskinnes wäre jetzt genau das richtige"
    Dann rückt er seinen Stuhl etwas um den Tisch herum, um den anderen Platz zu machen und wendet sich an die Schankmaid: "Meine Liebe, will Sie mir nicht noch etwas Eintopf und ein Gläschen Meskinnes bringen?" Trotz der Anrede in der dritten Person ist seine Stimme bei diesen Worten freundlich und ein Lächeln schleicht sich auf sein Gesicht, das er auch beibehält, als er sich Sumudai und ihrem Begleiter mit knappen Worten vorstellt, während er interressiert das Tuch an Ihrem Gürtel und etwas skeptisch die Kleidung der Frau begutachtet: "Eikbart von Tannbruck, Adeptus des Kampfseminars, zu Diensten"