Ein Magier für den Meister

  • Allerdings habe ich keine Ahnung wie ich das alles unterbringen soll. Wann soll ein junger Magier Zeit dafür gefunden haben einen Freund zu finden? Zumal ich ungern einen weiteren Magier als Freund haben mag. Wann soll er sich verliebt haben? Und in wen? Und wieso hat sich mich nur verlassen?

    Vielleicht war es gar keine Sie, sondern ein Er? Und Er stand nicht so auf Jungs? Oder die Sie wollte nichts von Herrn?


    Freundin/Freund als auch geliebte Person könnten ebenso aus dem Umfeld der Magierakademie kommen. Da gibt es genauso Dienerschaft, Köche, Botenjungen, etc. Oder irgendein Handwerker, Dienstleister, der viel mit der Akademie zu tun hat? Die Handwerkerin, eine Goldschmiedin, war mit der Ausbildung fertig und zog los, um mehr zu lernen. Dein Magier musste zurück bleiben und seine Ausbildung fertig machen. Sie zu suchen könnte auch ein Grund sein, warum er sich auf 'Abenteuer' auf macht.

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  • Solange ein Mensch nicht von einem Roboter/Golem versorgt und in Einzelhaft gehalten wird, ohne jeden Kontakt mit anderen Menschen, wird Gelegenheiten für ihn geben Freundschaften zu schließen und sich zu verlieben.


    Sogar im Gegenteil. Je weniger Kontakt ein Mensch mit anderen Menschen hat, desto eher schließt er Freundschaften und desto schneller und leichter verliebt er sich, weil die Abwesenheit enger Bindungen einen inversen Effekt auf die Bindungsfreudigkeit hat. Heutzutage wird das Thema zunehmend unübersichtlich, weil Kontaktlosigkeit nicht bedeutet das wir zwingend ohne Input wären und ohne sozialen stimulus, weil es Internet und Telemedien gibt. In Aventurien ist das aber definitiv nicht der Fall.


    In wen könnte er sich also verliebt haben? In praktisch jeden in Frage kommenden Menschen, dem er begegnet ist. Putzkraft, Lieferant, Stadtschreier, Nachtwächter, Koch, Botenläufer, Kurier, externe Lehrkraft, Handwerker, Kontraktor, Alchimist, Apotheker, und so weiter. Mit oder ohne /-in.

    Kein Zitat ist so genial, dass man es jeden Tag wieder und wieder lesen müsste.

  • Ein Magier ist zudem auch nicht eingesperrt und gerade in Punin ist man in einer Großstadt, wo man auch mal raus kommt. Daher kann der/die Freund/in alles mögliche sein. Entweder ein Bediensteter in der Akademie oder ein Handwerkersohn, dessen Vater halt den Laden direkt neben der Akademie hat.


    Was man auch machen könnte, weil man eben in Punin ist und weil da ja auch was mit Wahrsagerin steht: Der Held war als Kind fasziniert von den Zahori, die machen können, was sie wollen, reisen können wohin sie wollen und sich auch noch kleiden können, wie sie wollen. Das ganze Gegenteil eben vom streng reglementierten Leben des Magierzöglings, der seinen gesamten Tag komplett durchstrukturiert hat. Der Jungmagier ist daher immer mal wieder zu den Zahori, die am Stadtrand lagerten gegangen. Entweder ganz offiziell als Teil eines "Jahrmarktbesuches" oder heimlich nachts. Bei den Zahori fand er dann auch den/die gute/n Freund/in (Zahori sind oft arm und bleiben das aufgrund ihres Standes auch). In der gleichen Sippe kommen dann die Wahrsagerin und vielleicht später sogar die erste Liebe dazu. Irgendwann dann bekam der Zahori-Clan aber richtig Ärger mit den Oberen, so dass sie Punin seither meiden (Liebe zieht weg). Darüber hinaus hättest du damit auch das Vagabundenleben, was den Magier am Ende nach Havena spült direkt mit in die Wiege gelegt. Puniner Magier hin oder her, aber er lässt keine Gelegenheit aus die staubige Bibliothek gegen die Straße auszutauschen.

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant