Shinxir und sein Kult

  • Ich kenne selbstverständlich die offizielle Setzung... Wobei in Blutrosen nichts von Tsatuaria stand... sondern TSA und PERaine.

    Dennoch mag ich es den Raum für Interpretationen offen zulassen, anstatt ihn: Das ist Satzung! Jeglichen (freudigen) Interpretationen zu berauben. Diese Welt lebt vom ungeklärten und daher sollte (die Redax meiner Empfehlung nach) weniger: "So ist es!" sondern viel mehr "So könnte es sein" sagen. Denn wer weiß schon wirklcih, was die Götter für Pläne haben?

    Im Übrigen heißt es Heerbann (du bannst nicht die Träger von einem verkrüppelten Geschlechts-Chromosomen).

    Edit sagt: Das sollte nicht so hartherzig klingen, wie es sich lesen mag.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):

    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

    Edited once, last by Grumbrak (October 2, 2017 at 2:08 PM).

  • Calwen weiß es xD (ohhh der Hass).

    Dennoch, am meisten hat mich eher der Haffax-Vorschlag entsetzt. Da kann man ja auch Dimiona zur Sprecherin der aventurischen Hexen machen ^^ Oder Leonardo zum Vorsitzenden der ABC, der Aventurischen Bastler Cooperation.

    Per noctem ad lucem.
    Durch die Nacht zum Licht.
    ____

    Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

  • Calwen, wer ist eigentlich Calwen?*

    Haffax ist für mich einer der interessantesten Charaktere. Grade weil nicht alle Motivationen für sein Handeln ausgesprochen worden und offen rum liegen.


    *frei nach: "Paul, wer ist eigentlich Paul" (rethorische Frage, oder wie der Aventurier sagen würde: Rethonisch Frage (frag erst, wohin du kommst, wenn du tot bist).

    Also bitte nicht wirklich darauf antworten.

    Edit sagt noch:

    Dimiona hmmja endlich mal eine interessante Frau... was passierte mit ihrem Geist, nachdem sie aus ihrem "Ersatzkörper" vertrieben wurde? Oder teilen sich die beiden den?

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):

    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Haffax war der große Stratege des Mittelreichs - deswegen auch so Siegreich mit wenige Verlusten. Deswegen hat gerade sein Verrat das [definition='106','0']MR[/definition] so erschüttert. Sein Denekn wird mM gut in "Garadan" dargestellt - leider wurde auf diese Kurzgeschichte nie wieder angespielt. Deswegen bleibt Haffax blaß zurück- da er keine menschliche Geschichte (Eltern, Geschwister, Ehefrau?) ausweisen kann, selbst sein genauer Tsatag ist unbekannt.

    Über das Militärwesen in Aventurien ist - finde ich - wenig bekannt. Es wirkt oft so das es heißt: "Da ist der Feind! Auf sie!" Ohne so richtige Planung.

    Nun wie so bei fast allen Fantasywelten.

    Die römische Armee war ja so erfolgreich - weil sie geschlossen und durchdacht vorging. Wenn die Shinxir-Krieger in diese Richtung sich befinden, sind diese aber nur innerhalb der Gruppe stark - während Rondra den Einzelkämpfer "ausbildet".

    Jassu! (freundliche Begrüßung auf Ithasos)

    Pflicht des Historikers: Das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.
    (nach Johann W. von Goethe)

    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.
    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Über das Militärwesen in Aventurien ist - finde ich - wenig bekannt. Es wirkt oft so das es heißt: "Da ist der Feind! Auf sie!" Ohne so richtige Planung.

    Nun wie so bei fast allen Fantasywelten.

    Die römische Armee war ja so erfolgreich - weil sie geschlossen und durchdacht vorging. Wenn die Shinxir-Krieger in diese Richtung sich befinden, sind diese aber nur innerhalb der Gruppe stark - während Rondra den Einzelkämpfer "ausbildet".

    Und genau der letzte Satz beschreibt den Unterschied der Kriegsgötter Shinxir und Rondra.

    [Disclaimer: Meine Ansicht]

    Rondra wäre vergleichbar mit einer Göttin wie Athene, sofern man deren planenden Kriegsaspekt und ihre List weglässt: Sie ist die Palas, die Beschützerin, die Göttin des Mutes, der Heroen, der tapferen Kämpfer deren Schilde die Schwachen schützt und deren Schwert die Bösen straft. Ihre stärksten Anhänger wären Ritter.
    Shinxir wiederum vereint die Prinzipien seiner angedichteten Eltern Travia und Praios: Nur geordnet, gemeinschaftlich, kann man Siegen. Seine Stärke ist die Planung des Kampfes, das Finden von Schwächen und das Zusammenspiel jeder einzelnen Einheit in der Armee, mit dem Gehorsam Praios und dem Gemeinschaftssinn Travias. In Armeen dürfte Shinxir eher akzeptiert werden als Rondra.
    Kor wiederum, als Rondras andere Seite, pfeift auf die Ehre. Auch hier sind die Einzelnen Kämpfer stark, denn das Motto "Töte oder sei tot" wirkt bei Kor stärker als anderswo. Gnade wird nicht gewährt, der Kampf ist eine blutige (nicht blutdürstige) Angelegenheit, in der es keine Ehre in Rondras Sinne geben kann, nein, sie ist sogar hinderlich in manchen Dingen. Die Gemeinschaft wiederum ist zwar da (Söldnerhaufen), aber viele sind Einzelkämpfer als Formationskämpfer, die bis zum bitteren Ende kämpfen, jeden Trick nutzend.
    Brazoragh muss auch genannt werden. Ähnlich wie Kor hat hier der stärkere Recht, und Kampf ist eine blutige Ernte, ein Kräftemessen, in denen man einfache Soldaten auch ruhig verheizen kann. Leider fällt mir zu Brazoragh ausser den Aspekten Stärke, Blut, Männlichkeit und Sieg nicht viel ein.

    Per noctem ad lucem.
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  • Kriegsgott =! Militär. Nur weil man an Rondra glaubt muss man seine Truppen nicht wie ein Vollidiot befehlen, und wenn man Shinxir anbetet wird man deshalb nicht automatisch zum militärischen Genie.

    Haffax finde ich seit dem Jahr des Greifen irgendwie unglaubwürdig.

    Generell ist ja der Trend zu beobachten von durchorgansierten, militärischen Strukturen wie sie früher im Mittelreich und auch im Schwertbund vorhanden waren, wieder zu einem regionalerem, kleinteiligerem "Militär" das näher am Geschehen und am Helden ist zurück(?)zukehren. Ich finde das ja nur Begrüßenswert.

    Was mit Rondra passieren wird ist schon eine interessante Frage. Es wäre durchaus passend wenn Shinxir ihren Platz in Alveran einnimmt und sie quasi zu einer Halbgottheit mit spezifischerem Aufgabenfeld degradiert wird. Da man damit aber wohl vielen Spielern vor den Kopf stoßen würde kann ich mir das nur schwer vorstellen. Ich glaube also eher das es einen großen Kampf geben wird und Shinxir letztlich den Juniorpart einnimmt, vielleicht weil man sich gegen einen gemeinsamen Feind zusammen tun muss.

  • Kriegsgott =! Militär. Nur weil man an Rondra glaubt muss man seine Truppen nicht wie ein Vollidiot befehlen, und wenn man Shinxir anbetet wird man deshalb nicht automatisch zum militärischen Genie.

    Aber genau das hat die aventurische Geschichte bei einigen Schlachten ja gezeigt, das es bei großen Schlachten manchmal darum geht, ein Militär zu befehlen statt eine gute, kleinere Einsatztruppe. Und, nein, nur durch das Anbeten wird man zum Genie. Genauso wenig wie man durch das reine Anbeten an Praios immun gegen Magie wird.


    Rondra war auch Herrin des Elements Wind. Sofern Efferd diesen Aspekt verliert, kann sie ruhig als Herrführerin Alverans weichen, ohne große Macht einbüßen zu müssen.

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  • Sorry: Das Rondra als jetzige Kriegsgottheit vielleicht nicht die Richtige ist. Sie konnte Kraft aus ihren Heroen schöpfen, wie Geron den Einhändigen, aber in Zeiten wie "die Schlachten die da kommen" wirkt ihre Art des Krieges überholt.

    Dachte das =! steht für "nicht gleich".

    Und sind die militärischen Strukturen, der Politik zum Trotz, im Mittelreich nicht stärker denn je? Auch wenn die neue Kaiserin Probleme hat, ihre Vasallen unter Formation zu zwingen. Aber ob die Schwertbünde, Theaterritter und das frühere Mittelreich besser organisiert waren... Zumindest bei einigen Kaisern der letzten Jahrhunderte will ich das stark bezweifeln.

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  • Ja eben, Kriegsgott =! Militär. Ich kann doch an einen Gott glauben ohne immer buchstabengetreu nach dessen Vorgaben zu leben. Das macht ja quasi jeder so. Dazu kommt das die Salutaristen Kriegstaktiken als guttheißen solange man es nicht übertreibt. Würde man Rondra da einfach etwas mehr Raum in ihrem Aufgabengebiet einräumen - selbst bei Praois macht man das (von den Amazonen ganz zu schweigen) - wäre das gar kein Widersprich sie auch als Kriegsgott zu verehren. Und die Gottheit würde wieder interessanter.

    Ich kann schon verstehen wenn die Redax die Setzung gemacht hat um Shinxir etwas Raum zu geben, nicht aber um ewig meckernde Spieler zu beruhigen.

    Was noch dazu kommt: Rondra ist jetzt 1000+ Jahre die Hauptgotheit fast aller Kämpfer und der „Kriegerkaste“ der Zwölfgöttlichen Lande. Jetzt zu sagen „oh, das war eigentlich ein Missverständnis“ ist in meinen Augen ziemlich albern, zumal auch ihre eigentlichen Geweihten ständig in kriegerische Handlungen verstrickt waren. Es macht keinen Sinn das sie dann so lange dieses Stellenwert unter dem (Krieger-) Adel einnimmt.

  • Wobei man für Aventurien und als pro Argument für Rondra aber auch berechtigt fragen könnte: Wer wuppt es denn in Aventurien am Ende? Meistens doch die Helden, oder? Alle Armeen der Welt hätten vor Wehrheim nix geholfen, wenn da nicht n>1 Irre in Auraleth eingedrungen wären. Alle Armeen der Welt hätten Sechs-Finger-Bob nicht aufgehalten, wenn da nicht die 7 Irren gewesen wären. Armeen hätten die Situation in der Wildermark nur immer weiter verschlimmert, wenn da nicht n>1 Irre gewesen wären, die mal eben in eine andere Globule rübergemacht hätten. Alle Armeen hätten nix genützt, wenn nicht...

    Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Ob Omegatheron, Heptarchen oder sonst etwas. Am Ende des Tages ist es immer die Heldengruppe, die das machen muss. Logisch, ist ja der Kern eines Rollenspiels. Aber das hat ja auch in Aventurien seine Auswirkungen, denn die Göttin, die Heldentum bei sich auf der Rüstung zu stehen hat, ist nun einmal Rondra. Klasse statt Masse ist ihre Devise und zu begründen, dass sie damit eben doch genug Macht ansammeln kann, um sich zu halten, ist nicht völlig abwegig.

    Für Ehnyturien hatten wir als Runde irgendwann mal festgelegt, dass es keinen reinen Kriegsgott gibt, weil Krieg in seiner Essenz am Ende immer Chaos ist. Egal wer, wie, was und aus welchen Gründen, ein Krieg ist chaotisch. Das wiederum würde bedeuten, dass eine Gottheit Krieg überhaupt nicht als Aspekt haben kann. Eine Gottheit kann nur versuchen den Zustand Krieg soweit es geht zu ordnen. Sei es durch Soldatentum/Taktik (Shinxir), Regeln zu Kampf/Prise (Kor) oder Erschaffung großer Anführer (Rondra). Alles unterschiedliche Ansätze um Ordnung in ein Chaos zu bringen. Rondra hat sich mit ihrer Art und Weise dabei eben durchgesetzt - klar, wenn man sich die Heerführer und "Special Ops" nimmt, hat man letztendlich auch die Kontrolle über die Armeen.

    Shinxir als anerkannten Halbgott hätte ich aber trotzdem gerne, weil einfach aus Spielersicht da doch eine kleine Lücke besteht :) .

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.

    - Immanuel Kant

  • @ Ehny, aber die Helden wären meistens nie soweit gekommen, wenn nicht Armeen solange den Feind aufgehalten oder abgelenkt hätten (Wehrheim, 3. Dämonenschlacht). Denn Helden können gegen eine Armee nichts ausrichten, dazu brauchen sie eigene Truppen in der Hinterhand.

    Und ich sehe für Aventurien gar nicht einmal die Armee als notwendigen Träger des Shinxir-Glaubens. Eine Ritterlanze kann ebenso in Formation und mit dem Moralkodex des Hornissengottes agieren. Tut mein Briefspielbaron zum Beispiel mit seinen Hausrittern entsprechend, getarnt als Taktik und horasische Kriegsführung. Eigentlich reicht es schon, wenn zwei Kämpfer Seite an Seite und im Vertrauen aufeinander kämpfen um Shinxir zu ehren :)

    Eben alles was mehr als 1 gegen 1 ist, ist schon weniger Rondra und mehr Shinxir oder Kor.

    In dem Sinne, für Halbgott, mindestens!

  • Naja, das gemeinsame Kämpfen haben die Rondrianer durchaus auch im Portfolio. Nicht umsonst gibt es den Blutsbund zwischen Waffenbrüdern, der auch bei den Rondrianern eine große Tradition hat.

    Ich sehe Rondra durchaus als gute Kriegsgöttin und lege eher das was die Redax dazu produziert hat zur Seite. Denn die aktuelle Rondra scheint mir nach Redax-Verständnis eher planlos zu sein (und der Move vs. Omegatherion mit ihrem Zauberschlitten ist jetzt wirklich lame gewesen). Von den Prinzipien, die sie darstellt, kann auch Rondra gut für eine Schlacht, einen Krieg und ein Heer herhalten, aber eben ein anderes Heer, als man es bei Shinxir oder Kor sehen würde.

    Ich habe in meinem Aventurien im Krieg Wildermark und Haffax drei Champions gekürt, die jeweils eine der Gottheiten vertreten werden, in einem symbolischen Kampf um Vorherrschaft und Macht in Aventurien. Ein Spieler wählte Kor, so dass Rondra und Shinxir an zwei [definition='142','0']NSC[/definition] fallen werden. Und darauf aufbauend habe ich vollkommen unterschiedliche Philosophien des Kampfes erarbeitet (aber noch nicht umgesetzt, da die Kampagne aktuell pausiert).

    Als Kult kann Shinxir mMn problemlos existieren. Es gibt 1000 Götter in Fasar, da kümmert sich doch auch niemand drum, ob Shinxir drunter ist oder nicht.

    Ob er nun das kommende Zeitalter nimmt, sollte für uns vollkommen irrelevant sein, das Ringen des Karmakorthäons dauert Jahrhunderte, ohne Zeitsprung wird das also für keinen von uns jemals interessant werden. Daher sehe ich auch keinen Grund für harte Fronten (außer man macht es wie die Redax und setzt in einer Randnotiz, das z.B. Boron jetzt das Zeitalter schon für sich erobert hat, weil er eine sterbliche Hülle auf Dere hat in die richtige Richtung laufen lassen), denn eine Auflösung wird es wahrscheinlich nicht erfahren (selbst wenn es JETZT entschieden würde, bräuchte eine gesellschaftliche Veränderung und Akzeptanz Jahrzehnte => ohne Zeitsprung nichts was passieren wird) und bereichernd für das Spiel ist es auch nicht.

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  • Die Frage ist halt, was auf der großen Karmabank mehr Macht und Bonuspunkte sammelt. Der Weg oder das Ergebnis? Klar, ohne Armee geht es nicht, aber wenn die Armee niemals den finalen Schlag führt und Paktierer, Drachen, Viertelgötter oder weiß der Deiwel was nicht noch alles besiegt, dann dürfte die Heldenfraktion den Kredit bekommen und so läuft es ja auch. Dazu kommt eben auch noch, dass sich die Heerführer oftmals eher aus Rondras Umfeld rekrutieren (Ritter, Krieger und auch Offiziere sind oft sehr rondragläubig). An wen erinnert man sich denn über Generationen, wer wird verehrt? Der strahlende Held in der Rüstung, der sich opfert und andere glorreiche Anführer oder der clevere Unteroffizier, der seine Leute gut behandelt und sich clever anstellt? Letzterer hat natürlich unter seinen Leuten den besten Ruf, aber das hat ja keine Fernwirkung. Wenn die Magierphilosophen Recht haben und sich Macht aus Verehrung speist, dann ist Rondra einfach mal die beste Machtpolitikerin unter den Kampfgöttern.

    Also nicht, dass ich ein glühender Rondrafan bin, aber wenn sie bleibt und ich glaube wie gesagt nicht, dass das Pantheon wirklich geändert wird, dann könnte man so durchaus begründen, warum sie sich halten kann. Sie hat sich einfach die Rosinen gepickt und wirft diese großzügig zu ihren Gläubigen, während der Rest nur die trockenen Brote hat. Auch außerhalb der Armee greift das. Von weißen Rittern erzählt jeder Bauer gerne, aber eine Armee oder gar ein Söldnerheer sind Vorboten großen Übels. Trotzdem pro Shinxir im Pantheon, aber ich sehe tatsächlich eine Begründung, warum Rondra vorne bleibt.

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  • Irgendetwas wird die Redax hoffentlich mit dem Ringen um Rondras Platz vorhaben. Anderenfalls hätten sie das Thema nicht in so vielen Publikationen behandelt. Und damit formt sich natürlich momentan auch eine eigene Shinxir-Fanbase, die sollten die Waldemser natürlich auch nicht enttäuschen. Hach ja (theatralisches Seufzen) man hat es nicht leicht. Das der Herr der Legionen gut ankommt, dürften die ja schon gemerkt haben, ich bin gespannt, was daraus wird. Hoffentlich was schönes, ansonsten wird's halt umgeschrieben, wie so manches anderes auch :)

    Jedoch ich persönlich hätte schon gern mehr Stellenwert für die Hornisse als einer unter 1000.

  • Da sehe ich allerdings mehr eine Sozialisierung und vielleicht einen passiven Effekt von Rondra in ihrer aktuellen Position als eine generelle Notwendigkeit. Man kann nämlich, wenn sich ein anderer Glaube etabliert, auch durchaus diese Wahrnehmung umformieren. Aktuell sind es eben die Taten der Einzelnen, die Hervorstechen, weil die Rondrianer, weil Rondra, diese Art von Heldentum besonders hervorhebt, fördert und sie in der gesellschaftlichen Wahrnehmung verankert ist.

    Wäre Shinxir Kriegsgott und Aspekt in Alveran und sein Kult hätte großen Einfluss auf Dere könnte es sein, dass sich eine ganz andere Tradition der Geschichten etabliert, eine bei der das Opfer und die Tat des Einzelnen immer hinter den Taten der Vielen und dem großen Ganzen zurückbleibt. In der die Einheiten gelobt, aber der Einzelne verschwiegen wird. In der es keine weißen Ritter gibt, sondern nur weiße Banner, etc. pp..

    Mehr Karma bringen mMn mehr stärkere und glühendere Seelen und hier ist eben der Unterschied zwischen Rondra und Shinxir sehr groß. Während der Schwarmgott viele Seelen sammelt, aber diese nicht als einzelne Herausstechen, sind die Seelen die Rondra sammelt strahlende Leuchtfeuer ihrer Tugenden, die noch darüber hinaus inspirieren und Glauben entfachen.

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  • Unterschätze das kameradschaftliche Gefühl der kämpfenden Truppe nicht. Wenn diese siegreich Heim kehren, das Herdfeuer loben und sich über die gewonnen Schlachten freuen, breite sich das auch wie ein Lauffeuer aus: "Und wieder einmal haben wir gewonnen, Shinxir sei Dank bin ich wieder zuhause im Schoß der Familie. Ja Schatz, ich danke auch dem göttlichen Heerführer für deine Rückkehr. Der Alwin von Nebenan ist ja zum Held geworden und hat sich geopfert. Aber Du solltest mal die bitteren Tränen seiner Witwe und der Kinder hören, die an Alwins Rondratugenden verzweifeln. Echt schade, aber naja, er musste ja den Helden spielen. Zum Glück bist Du ja wieder Heimgekehrt."


  • Als Kult kann Shinxir mMn problemlos existieren. Es gibt 1000 Götter in Fasar, da kümmert sich doch auch niemand drum, ob Shinxir drunter ist oder nicht.

    So einfach wird es dann doch nicht gehen können. Denn der Keim von Shinxirs Macht liegt zweifelsohne im Horasreich, wo das Silem-Horas-Edikt unter starker Beobachtung steht.

    Natürlich hat Rondra einen berechtigten Platz im Pantheon. Sie verkörpert mehr denn andere Götter eine echte Heldengöttin und schließlich befinden wir uns in einer Heldenzeit. Es wurde hier andernorts schon gesagt, Shinxir deckt natürlich Tugenden ab, die bei Betrachtung Rondras und Kors fehlen, also Aventurien wie auch das Spiel ungemein bereichern würden.

  • Das Ding ist ja, das Praios, Boron und Phex ihre Plätze bereits sichern konnten. Was spricht dagegen, dass die Redax, so bescheuert es klingt, das mit allen Göttern so machen will.

    Im Shinxir Kult stechen doch auch Aufopferungsvoll oder Taktische Genies als Helden hervor. Als Heroen. Klar, in Shinxuturien wäre es nicht Geron, sondern eine Gruppe von Helden, die die Heldentaten gemacht hätten, aber sowas tut einer Geschichte keinen Stich. Eine Thaliomell von Neetha würde man auch ob ihrer Opferbereitschaft in Shinxirkulten respektieren. Und das sie auch Helden haben zeigt ja schon Myranors Geschichte.

    Eine große Anhängerschaft dürfte man aber ungesehen, selbst in Fasar, nicht bekommen. Sind die ernsten Wunder da werden die anderen Kirchen misstrauisch.

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    Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

  • Unterschätze das kameradschaftliche Gefühl der kämpfenden Truppe nicht. Wenn diese siegreich Heim kehren, das Herdfeuer loben und sich über die gewonnen Schlachten freuen, breite sich das auch wie ein Lauffeuer aus: "Und wieder einmal haben wir gewonnen, Shinxir sei Dank bin ich wieder zuhause im Schoß der Familie. Ja Schatz, ich danke auch dem göttlichen Heerführer für deine Rückkehr. Der Alwin von Nebenan ist ja zum Held geworden und hat sich geopfert. Aber Du solltest mal die bitteren Tränen seiner Witwe und der Kinder hören, die an Alwins Rondratugenden verzweifeln. Echt schade, aber naja, er musste ja den Helden spielen. Zum Glück bist Du ja wieder Heimgekehrt."

    Das wiederum finde ich kein gelungenes Beispiel für die unterschiedlichen Sichtweisen. Denn zum einen würde man ja nur zum Helden, wenn man damit etwas bedeutendes getan hat, zum anderen wäre dieses Beispiel eben höchstens zum Hohn der unterschiedlichen Sichtweisen untereinander geeignet.

    Denn Shinxir steht ja nicht dafür jeden zu retten. Shinxir steht für die Gemeinschaft und das Opfer des Einzelnen hat darin keinen anderen Wert als das Leben der Gemeinschaft zu schützen. Der Shinxir-Gläubige würde also auch nicht sagen "Shinxir hat mich beschützt" sondern "Das Opfer der rechten Flanke hat das Zentrum bewahrt, so dass ich heimkehren konnte". Denn Shinxir hat, zumindest in meinem Verständnis, nicht den Anspruch "Keiner wird zurückgelassen" sondern "Die Gemeinschaft steht über dem Einzelnen".

    So einfach wird es dann doch nicht gehen können. Denn der Keim von Shinxirs Macht liegt zweifelsohne im Horasreich, wo das Silem-Horas-Edikt unter starker Beobachtung steht.

    Macht =/ Glauben oder Religion. Religiöse Kulte kann es überall geben, in Fasar sogar prädestiniert für alte Insektengötter.

    Außer von Boron weiß ich aktuell von keinem Gott, der von offizieller Seite genehmigt, bereits seinen Platz in Alveran gesichert hat (und hielte es auch nicht für zielführend, der ganze Kram wäre damit weitestgehend entwertet => es als hinreichend wahrscheinlich zu setzen, ist mMn durchaus ausreichend).

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