Alptraum ohne Ende

  • Gasthaus


    Rondria zuckt mit den Schultern "Ich kenn mich mit der neuen Struktur der Praios Kirche nicht aus. Damals nannten sie sich noch Priesterkaiser, weil angeblich Praios selbst den obersten von ihnen zum Kaiser ernannt hat. Damit haben sie die alte Ordnung zerschlagen und alle die sich dagegen auflehnen wollten hinrichten lassen. Irgendwann haben sie deshalb die gesamte Rondra Kirche verfolgt." Sie hält kurz inne und trinkt einen weiteren Schluck. "Wen verfolgen sie diesmal aus nichtigen Gründen? Und warum haben sie uns nun aufgehalten?"

  • "Danke, und mit euch ebenso Exzellenz." erwidert Leonbrecht die Abschiedsformel des Großinquisitors. Dessen Anweisungen hat er mit erster Miene ohne Erwiderung zur Kenntnis genommen. Auf weitere Gespräche unter X-Augen ist er nicht aus, sondern verläßt Raum und Lager mit Waffen und Pferden sobald alle anderen bereit sind. Dabei wechselt er wie gewohnt Worte, meidet aber die Besprechung zu thematisieren bis nur noch die Gefährten in Hörweite sind.


    "Das entwickelte sich doch gar nicht schlecht." bewertet er mit einem Lächeln, stößt aber hörbar erleichtert die Luft aus. Auf fragende Blicke hin fasst er die positiven Neuigkeiten noch einmal zusammen und zählt sie an einem Finger ab: "Eins: Ich halte nicht viel auf Visionen, aber wir wissen zumindest nicht weniger als vorher. Zwei: Niemand von uns ist angeklagt, in Haft oder - schlimmer - wird die nächsten Wochen von einem Bannstrahler begleitet. Drei: falls wir auf ein Bataillon Gehörnter stoßen wissen wir wo der Ordensmeister und seine Recken zu finden sind. Vier: Der Großinquisitor hat zwar empfohlen, was wir seiner Meinung nach tun sollten, aber wir sind nicht in seine Dienste getreten. Ich nehme meine Anweisungen nur von meinem Lehnsherren und Kaiser entgegen. In dieser Angelegenheit haben wir also weiterhin freie Hand." Das stimmt vermutlich nicht so ganz, aber der Ritter scheint es mit dem Recht und der Obrigkeit ziemlich genau zu nehmen. "Fünf: Rondria ist nicht mit Thaliomnels Lied auf den Lippen und ihrem Säbeln in der Hand durch die Reihen des Praiosgefolges gemäht. Sechs: wir werden in den nächsten Wochen nicht von einem Bannstrahler begleitet." Als er diesen Punkt wiederholt muss er grinsen. "Ja, ich halte das für einen wichtigen Erfolg."

    Dann wird seine Miene wieder ernst: "Wir müssen einen Weg finden Mutter Linai vertraulich zu informieren." Er stoppt sein Pferd und blickt zurück. "Das hätten wir den Praiosdienern auftragen sollen, dann ist die Wahrung der Vertraulichkeit in ihrer Verantwortung nicht in unserer." Er überlegt kurz und reitet dann weiter. "Dass wir die Hochgeweihte einweihen ist nur rechtens und das weiß der Großinquisitor auch. Wir müssen nur sicher gehen, dass kein uneingeweihter davon erfährt..." grübelt er.

  • Sandro neigt militärisch knapp das Haupt beim Abschied, dann sieht er zu den Bannstrahlern. "Kor mit euch." Dann geht er mit Leonbrecht hinaus. Draußen gürtet er seine Waffe und reitet mit den anderen zum Dorf zurück. Als sie außer Sichtweite sind verzieht beginnt er zu lachrn. "Die will ich mal in Al'Anfa sehen, da weht ein anderer Wind."

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.

  • Auch Jago scheint ein wenig überrascht zu sein. "Drei Wochen?" wiederholt er, fasst sich aber. "Wie Ihr wünscht, Exzellenz." Und zu seinen Gefolgsleuten: "Ihr habt es gehört, wir brechen so schnell wie möglich auf." Euch würdigt er noch eines kurzen Blicks, dann rauscht er mit seinem metallisch klirrenden Gefolge nach draußen, wo ihr ihn schon Befehle und Anweisungen rufen hört. Natürlich ist er bei weitem wenige für einen Aufbruch gerüstet als ihr - jedenfalls so eure Vermutung. Wenn ihr gleich aufbrecht, behaltet ihr einen guten Zeitvorteil.

  • Allacaya beschränkt sich auf eine freundliche Verbeugung vor dem Inquisitor, obwohl es für Freundlichkeit aus ihrer Sicht keinen Grund gibt. Wer sind die, dass sie zu beurteilen wagen, wer ungläubig oder gläubig ist?


    Auf Leonbrechts Scherze kann Allacaya darum auch nur schmal lächeln. "Ich für meinen Teil sehe mich auch nicht in irgend jemandes Diensten. Aber .... wir haben drei Wochen, um zu verhindern, dass sie einen Teil Eurer Kirche auf .... Häresie untersuchen. Ihr habt sie gesehen. Wenigstens der Anführer derjenigen, die sich Bannstrahler nennen, ist auf Blut aus. Wer weiss, was er sich ausdenkt, wenn er den Berg erreicht hat. Egal, was er dort wirklich findet. Oder wer weiss, was ihm sonst in den Kopf kommt. Wir müssen uns beeilen, denke ich..... Suchen wir Rondria und Akilos?" Innerlich atmet die Elfe tief ein und aus, froh, dieser bedrückenden Atmosphäre entkommen zu sein.

  • Gasthaus


    "Die Ordnung zerschlagen? Dabei heißt es doch, die Ordnung sei so wichtig. Aber jetzt, wo du es sagst, die waren in ziemlicher Unordnung und haben sich auch untereinander gestritten." Endlich kommt der volle Becher, dieses Mal trinkt Akilos immerhin langsamer. "Der Hohepriester von Baliho hatte eine Vision." Er senkt die Stimme. "Auf einem schneebedeckten Berg in der Roten Sichel hatten eine Eidechse und ein Greif gemeinsam ein Ei, daraus schlüpfte eine Eidechse, die sich in eine schwarze Schlange verwandelte und beide Eltern aufgefressen hat. Und schon direkt beim simplen Erzählen meint er schon, dass die Eltern ja doch beides Greifen sein müssten, anstatt einfach mal auf Praios zu hören. Und dass der Ursprung des Schlangenkindes auf Tsa und Praios hinweist, darauf sind sie nicht gekommen, stattdessen wollten sie wohl am liebsten gleich Tsaiane anklagen." Er verdreht die Augen. "Ich hoffe, dass Leonbrecht sich keine Zugeständnisse aus den Rippen leiern lässt, nicht dass wir am Ende durch einen von diesen… diesen Hesindeverlassenen Chaoten verfolgt werden."

  • Rondria schnaubt nur. "Dann haben sie es jetzt auf Tsa abgesehen? Wofür brauchen sie diesmal einen Sündenbock, aber was die schwarze Schlange bedeuten soll, weiß ich auch nicht. Ich denke aber weiterhin, dass die dortige Bevölkerung vom Weg abgekommen ist und nicht das Tsakind. Schwarz könnte auf verbrannt hindeuten, da sie auf dem Scheiterhaufen gestorben ist, aber was die Schlange dann soll." Sie zuckt ratlos mit den Schultern. "Ist der Wein gut? Wenn die noch länger brauchen, brauche ich auch entweder ein weiteres Bier oder was anderes"

  • Während die anderen schon im Aufbruch begriffen sind, zögert Roban noch. Nach kurzem Nachdenken nähert er sich dem Großinquisitor. "Euer Exzellenz, dürfte ich Euch noch kurz sprechen?" Er blickt sich um. "Vielleicht in einem etwas kleineren Kreis?"

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Roban


    Lumina schaut Roban überrascht an - sie dachte wohl wie die Übrigen, dass er bereits gegangen sei. Und auch da Vanya hatte sich schon erhoben, um zu gehen, nachdem die Bannstrahler die Halle verlassen haben. "Ist es denn wichtig?" fragt der Hochgeweihte Baucken nach, als sich seine Überraschung gelegt hat. Sein Blick sagt, dass er sich schlicht nicht erklären kann, was jemand wie Roban ohne seinen Herrn mit dem Inquisitor zu besprechen haben könnte. Da Vanya schaut den Bannstrahlern nach und dann Roban an: "Es gibt nichts zu dieser Sache, was ich ohne den Erwählten besprechen würde. Aber da er bereits gegangen ist ...", formuliert er diplomatisch und scheint wohl etwas weniger standesbewusst als Baucken. "Oder geht es um etwas anderes?" Er setzt sich wieder und gibt mit einer Handbewegung zu verstehen, dass er einen kurzen Augenblick entbehren kann.


    Leonbrecht, Sandro, Allacaya und Tsaiane


    Um euch herum gerät unter die Bannstrahler Aufregung und Aufbruchstimmung. Euch selbst beachtet man kaum, nur hin und wieder etwas fragend. Da fällt euch auf, dass Roban fehlt. "Ich fürchte, ich sollte hier bleiben", meint Tsaiane noch leicht erschüttert. "Irgend jemand muss es Mutter Linai sagen - und meinen Leuten auch. Ich muss sie warnen", stößt sie hervor, um möglichen Widerspruch zu unterdrücken. "Oder wer sonst sollte das tun können?"

  • Roban


    Ein wenig nervös fingert Roban an der Krempe seines Hutes herum, den er noch immer in den Händen hält. Nach der Erlaubnis zu sprechen tritt er noch etwas näher heran und spricht mit ruhiger Stimme, sodass ihn nur die unmittelbar Umstehenden verstehen können. "Ich denke schon dass es wichtig sein könnte. Ich wollt es nur nich eher sagen, weil... na ja, die Lage war eh schon so angespannt und..." Dann strafft sich seine Haltung. Jetzt gibt es kein zurück, also blickt er Da Vanya direkt in die Augen. "Bevor sich Leonbrecht uns... unserer Dienste versichert hat, hatte ich versucht, anderweitig nen Auftrag zu kriegen. Gestern wurde ausgerufen, dass Leute für die Verfolgung eines Räubers gesucht wurden. Wie sich dann aber rausgestellt hat, war das nur vorgetäuscht. Eigentlich ging es darum, dass... der Auftraggeber Söldner gesucht hat, die Hinweisen auf die Anwesenheit eines Schwarzmagiers nachgeh'n. Korobar war der Name, glaub ich. Jedenfalls gab es Hinweise... verschwundene Menschen... Schauergeschichten der Leute vom Land, dass dieser sich zwischen den Sicheln rumtreibt. Also da, wo wir auch hinwoll'n." Roban lässt den Geweihten einige Momente Zeit um die Information zu verarbeiten. "Es könnte also sein, dass der irgendwas mit den Visionen zu tun hat." Er zuckt entschuldigend mit den Schultern. "Ich... dachte nur, Ihr solltet das wissen, damit Eure Gruppe darauf vorbereitet is, falls an den Gerüchten was dran is. Aber grade eben... Seine Exzellenz und die Magier sind sich eh fast an die Kehle gegangen, da wollt ich nich noch Öl ins Feuer gießen, indem ich auf schwarze Magie hinweise, wenn Ihr versteht."

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Roban

    Da Vanya, Baucken und die beiden Magier aus Perricum und Gareth hören sich Roban geduldig an und stutzen, als er den Namen "Korobar" erwähnt. Sogar da Vanya scheint dieser Name etwas zu sagen, aber er schaut zu den beiden Magistern der gildenmagischen Akademien. "Korobar?", fragt er direkt.


    Von Uckelsbrück, der Magister aus Gareth, gibt schließlich nach kurzem Überlegen die Auflösung: "Der Korobar? Wenn er das ist, dann ... den haben sie doch damals im Tobrischen fast zu Tode gehetzt. Den "Schrecken der Tobimora" nannten sie ihn damals, Exzellenz, sicher erinnert Ihr Euch."


    "Ah ja, selbstverständlich." Jetzt fällt es auch da Vanya wieder ein und schaut wiederum Roban an. "Der Mann verfügt über keine magischen Kräfte mehr. Sie wurden ihm ausgebrannt", fährt er mitleidlos fort. "Ein Schwarzmagier ist er also nicht mehr, nur noch eine schwarze Seele, das mag sein."


    "Da scheint mir jemand auf der falschen Fährte zu sein, wenn er einen Schwarzmagier sucht" lächelt von Uckelsbrück süffisant.


    "Wer sucht denn nach ihm?", wirft die Magistra eine andere, naheliegende Frage ein.

  • Roban


    Roban beobachtet aufmerksam die Reaktionen. Immerhin hören sie zu, auch wenn sie seine Warnung offenbar auf die leichte Schulter nehmen. Bei der Frage nach dem Namen zögert er, bevor er wieder mit ruhiger Stimme zu sprechen beginnt. "Es tut mir Leid, aber ich denke den Namen kann... darf ich Euch nicht sagen. Aber er hat gesagt, er arbeitet für die KGIA." Er hofft einfach mal, dass die Herren und Damen damit etwas anfangen können. Falls er erklären muss, was die KGIA genau ist käme er doch in Schwierigkeiten. Schließlich hat er bei der versuchten Anwerbung zum ersten mal davon gehört. Bisher hat er zumindest nur die Informationen weitergegeben, die von Wiedbrück wohl allen Bewerbern bereitwillig gegeben hat. Allerdings hat er das Gefühl, dass die Bekanntgabe des Namens unangebracht wäre.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Roban

    "Der KGIA?" Die Magistra klingt verwundert. Es entspinnt sich jetzt ein Gespräch zwischen den beiden Magiern, Baucken und da Vanya.


    "Das verstehe ich auch nicht", meint von Uckelsbrück. "Weshalb sollte der KGIA Korobar jagen - wenn wir von demselbe sprechen?"


    Da Vanya: "Der KGIA hat doch damals selbst an der Jagd auf Korobar teilgenommen. Von Wiedbrück zum Beispiel, daran kann ich mich erinnen, ist dabei gewesen. Sie müssten wissen, dass Korobar kein Magier mehr ist, nur noch ein einfacher Bandit. Oder ist da noch mehr?" Hier wendet er sich wieder Roban zu. "Hat er möglicherweise eine größere Anzahl Schurken um sich geschart und macht damit die Gegend unsicher?"


    "Davon hätten wir hier in Baliho gehört, Exzellenz", wendet Baucken ein. "Ganz bestimmt. Aber vielleicht sollten wir den Erwählten dennoch warnen?"


    "Das können wir selbstverständlich, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Korobar ohne seine Zauberkräfte es wagen würde, einen Trupp unseres Ordens anzugreifen. Aber noch einmal: war da noch mehr, was der KGIA verlauten ließ?", wiederholt da Vanya seine Frage an Roban.

  • Als der Name von Wiedbrück fällt, erlaubt sich Roban ein kaum wahrnehmbares Nicken. So kann er die Informationen weitergeben, ohne dass es ihm später zur Last gelegt werden kann. Im Zweifelsfall redet er sich mit einem Versehen heraus.

    Auf Da Vanyas eindringliche Frage hin nimmt er sich noch einmal etwas Zeit nachzudenken, schüttelt dann jedoch den Kopf. "Ich fürchte nein, Euer Exzellenz. Nur das, was ich Euch bereits gesagt hab: mindestens fünf Reisende sind verschwunden zwischen Baliho und den Sicheln, und die Bevölkerung spricht von einem schwarzen Schatten der umgeht und Land und Volk verdirbt. Das war'n die beiden Sachen, die er uns erzählt hat. Allerdings hat er uns ja am Ende auch nich angeheuert und darum vielleicht einiges für sich behalten."

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Roban

    "Dann habt Dank für Warnung - obwohl ich nicht davon ausgehe, dass dieser Korobar, nachdem er kaum noch eine Gefahr darstellt, für uns von Interesse sein wird", schliesst da Vanya und wendet sich an einen der übrigen Praios-Geweihten, die in der Nähe stehen. "Schickt dem Erwählten einen Boten und lasst ihm vorsichtshalber davon berichten. Man weiß ja nie, wozu auch ein harmlos geglaubter ehemaliger Zauberer imstande sein kann." Richtig ernst nimmt das Problem um diesen Korobar hier wohl niemand.

  • Roban nickt knapp. Er hat die Informationen weitergegeben, was Da Vanya damit macht liegt bei ihm. "Ich danke Euch, dass Ihr mir zugehört habt."


    EDIT: Dann wendet er sich um und verlässt das Zelt, wo er sich zunächst einmal suchend nach den anderen umsieht. Als er sie noch bei den Tieren stehen sieht, hält er zielstrebig auf die Gruppe zu.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    Einmal editiert, zuletzt von Sahadriel ()