Geld verdienen in DSA?

  • Aber wenn man ganz realistisch an die Sache ran geht, mit Hasen jagen, Holz sammeln kann man seine Lebenshaltungskosten decken, aber nicht reich werden. Auch wenn man das sein ganzes Leben macht. Mit etwas gesunden Menschenverstand sieht das jeder ein.

  • Es gibt so viele Möglichkeiten die Helden "kontrolliert" zu belohnen, ohne das man sie mit Geld überhäuft oder dazu zwingt was anderes zu machen als Abenteuer zu erleben.

    Ich werde es mit einem komplett anderen Ansatz versuchen im nächsten Abenteuer: einer der Helden wird mit Geld zugeschüttet und kann die anderen Helden davon wie seine Söldner bezahlen. Der Held mit Geld hat aber einen Auftrag, der ihn durch halb Aventurien führt. Mal schauen, wie er sich bei der Entlohnung und Ausrüstung seiner Mitspieler schlägt.

  • Ich bin nicht sicher, ob das eine gute Idee ist – das kann zu vielen Spannungen in der Gruppe führen oder alle bekommen am Ende doch den gleichen Anteil. Belohne sie lieber mit mittelgroßen Beträgen, so das sich sich um Lebenshaltungskosten keine Sorgen machen müssen. Oder bau Kost, Logis usw. in einen Auftrag oder als Belohnung ein.

  • Unser Meister belohnt uns mit Essen, Logie und anderem Luxus wie Kutschfahrten oder "Networking".


    Ein Abenteurer, der seit Tagen nur Brot oder Hartwurst bekam, wird dankend eine Woche als Gast verbringen mit Bad, Rasur, gewaschener Kleidung und vor allem guten Essen. Unsere Gruppe zumindest, denn jeder Tag ohne Ausgaben ist ein Gewinn.

  • Ich werde es mit einem komplett anderen Ansatz versuchen im nächsten Abenteuer: einer der Helden wird mit Geld zugeschüttet und kann die anderen Helden davon wie seine Söldner bezahlen. Der Held mit Geld hat aber einen Auftrag, der ihn durch halb Aventurien führt. Mal schauen, wie er sich bei der Entlohnung und Ausrüstung seiner Mitspieler schlägt.

    Ist bei uns auch eine Zeit lang geschehen, als wir einen Adligen in der Gruppe hatten, der immer die Belohnungen bekommen hat. Dieser hat dann das Gold "fair" auf alle Leute aufgeteilt. Kam dabei kaum zu Diskussionen, beim Aufteilen wurde meist auf SO und "Leistung" im AB geschaut

  • Kann da nemthos nur zustimmen, es gab da glaube nicht ein einziges mal Diskussionen zu. Wichtig ist vor allem, dass fair nicht gleich viel bedeutet, weil das hätte niemals funktioniert aufgrund der Lebenshaltungskosten z.B.

  • Ich werde es mit einem komplett anderen Ansatz versuchen im nächsten Abenteuer: einer der Helden wird mit Geld zugeschüttet und kann die anderen Helden davon wie seine Söldner bezahlen. Der Held mit Geld hat aber einen Auftrag, der ihn durch halb Aventurien führt. Mal schauen, wie er sich bei der Entlohnung und Ausrüstung seiner Mitspieler schlägt.

    Ich finde den Ansatz "Reisekasse" bekommt einer sogar besser.


    Wenn man eine unreife Gruppe hat, die Charakter Besitz mit realem Wohlsein verbindet, könnte das wie einige Vorposter anmerken zu Schwierigkeiten führen.

    Wenn man eine normale, reife, erwachsene Gruppe spielt ist das ein durchaus "normaler" Ansatz. Z.B. bekommt der reisende Ritter das Gold für eine Belohnung und teilt es dann unter seinem Leibmagier, Söldner, Knappen und Medicus auf...

    Das die nicht alle gleich viel bekommen ist doch klar und was für die Gruppe "gut" ist, kann ja durchaus am Lagerfeuer besprochen werden: Lieber ein neues Schwert für Geron W. oder doch lieber 2 Heiltränke für Bruder Hilbert und noch etwas Geld für das beschlagen der Pferde übrig behalten.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • gehöre zu der Gruppe von nemthos, bei uns hat der Adelige das Geld im wesentlichen bekommen, bzw als wir mehrere hatten haben die 3 das Geld aufgeteilt nach ihrem SO das Geld bekommen. Diese wiederum haben dann das Geld nach ihrem ermessen zwischen der Gruppe und einer Reisekasse aufgeteilt. Aus dieser Reisekasse wurde tatsächlich nur sowas wie Schifffahrt oder mal nen Gasthaus bezahlt (meistens hat man aber für die Unterkunft selbst zu zahlen). Das neue Schwert für Geron muss dieser schon von seinem eigenen Geld bezahlen und konnte sich dafür höchstens etwas aus der Reisekasse leihen, es galt aber in einem IT Jahr muss das Geld wieder da sein, sonst wird gepfändet (war in meinem Fall z.B. meine neue Rüstung, die ich nicht sofort bezahlen konnte, aber über die Zeit bei der Reisekasse abgestottert habe). Sachen die zur eigenen Verwendung sind wurden immer selbst gezahlt. Die Reisekasse ist auch noch für sowas wie Kletterzeug und Arztkoffer verwendet worden, aber halt nur, wenn sowas wirklich alle brauchen/brauchen können.

  • Was mich erstaunt ist das kaum eine Gruppe jemals einen Vertrag aufzusetzen scheint. Also Charaktergruppe, nicht Spielergruppe. Erstaunt in sofern als das Söldnergruppen das historisch ja fleißig taten und sogar Der Hobbit beginnt mit einem umfangreichen Abenteuer-Vertragswerk.


    Ich würde es als Kämpfer mit potenziell niedrigem SO nämlich absolut nicht einsehen wenn ich weniger von der Beute bekäme als der Herr von und zu, solange der nicht mein Arbeit- und Auftraggeber ist. Wenn er das allerdings ist hat er gefälligst dafür Sorge zu tragen das ich dafür das nötige Handwerkszeug bekomme. Ich kauf dann doch nicht mein Schwert von meinem eigenem Geld. Oder ist es grün mit den anderen Beteiligten das ich das Schwert nur dann verwende, wenn es mir selbst nutzt? Oder erwarten sie das ich da Kratzer für das Gruppenwohn reinmache? Und was ist wenn ich im Kampf verstümmelt werde? Soll ich mich dann ernsthaft auf die Solidarität und Altersversorgung einer Gruppe verlassen, die mir mit Pfändungen droht, weil ich den Kredit für meine Brünne nicht abstottern konnte? Als würde ich das nicht bereits dadurch tun das ich sie trage und zum Wohl und Verdienst der Gruppe einsetze. Oder haftet die Gruppe im Gegensatz dafür auch für Materialverluste im Zuge der Arbeit?


    Ich denke genau zwei Ansätze sind innerhalb der Welt legitim umsetzbar:

    1) Alle arbeiten für X? Dann bekommt X das Geld und muss zusehen wie er es so verteilt das alle zufrieden sind. Wie auch immer er das macht ist ihm überlassen. Wenn irgendwer nicht mehr zufrieden sein sollte ist das ja sein Problem. Das setzt aber eine sehr klare Gruppenstruktur voraus.

    2) Alle sind gleichberechtigt und bekommen den gleichen Anteil. Wie bei Piraten. Ggf. bekommen Spezialisten und Anführer 1,25 bis 2 Anteile. Wie bei Piraten.

  • Alle bekommen das gleiche (z.B. 5D) sorgt aber dafür, dass der Adelige wie ein Penner leben muss und nichtmal sein Lebensunterhalt bezahlt ist und gleichzeitig der Söldner eigentlich nicht weiß wohin mit seinem Geld, weil er in 1-2 Monaten mehr verdient halt als in seinem Leben bisher.

    Wie gesagt bei uns gab es IT wie OT nie Probleme damit und ich denke alle bekommen die selbe (absolute) Summe funktionier schlicht nicht, wenn die Spreizung des SO mehr als nur 2-3 ist, weil dann einer gnadenlos überbezahlt ist und der andere gnadenlos unterbezahlt ist.

  • 2) Alle sind gleichberechtigt und bekommen den gleichen Anteil. Wie bei Piraten. Ggf. bekommen Spezialisten und Anführer 1,25 bis 2 Anteile. Wie bei Piraten.

    Meine Gruppe geht aktuell nach diesem Prinzip vor. Der Auftraggeber zahlt für jeden Tag den die Helden unterwegs sind Betrag X. Und alle bekommen gleich viel Y von X.

    1) Alle arbeiten für X? Dann bekommt X das Geld und muss zusehen wie er es so verteilt das alle zufrieden sind. Wie auch immer er das macht ist ihm überlassen. Wenn irgendwer nicht mehr zufrieden sein sollte ist das ja sein Problem. Das setzt aber eine sehr klare Gruppenstruktur voraus.

    Danach richtet sich die Gruppe wenn wir Lehen AB's spielen. Der Ritter bekommt alle Einnahmen des Lehen und verteil dieses dann entsprechend nach unten weiter.


    Funktioniert sehr gut, aber wie du schon angemerkt hast braucht es eine klare Struktur und ist mMn nicht mit allen Gruppen/Spielern durchführbar.

    Siehst reiten Du, jene neune? Die finster und verloren sind.


    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,

    ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.


  • Alle bekommen das gleiche (z.B. 5D) sorgt aber dafür, dass der Adelige wie ein Penner leben muss und nichtmal sein Lebensunterhalt bezahlt ist und gleichzeitig der Söldner eigentlich nicht weiß wohin mit seinem Geld, weil er in 1-2 Monaten mehr verdient halt als in seinem Leben bisher.

    Ich sage ungern als erstes bei einer Antwort direkt nein, aber: Nein. ?(


    Wenn der Adelige leben würde wie ein Penner, dann träfe das ja auch auf den Söldner zu. Oder ist das ein einfacheres Wesen, das glücklich ist mit billigerem Krempel? Keineswegs. Der einzige Grund weshalb der Söldner überhaupt Söldner ist, ist das er leben möchte wie jemand der Geld hat. Weil er für sich und seine neuen Freunde einen Schweinsbraten bestellen will und weil er den guten Schnapps trinken möchte. Einen Söldner der nicht weiß wohin mit seinem Geld kann es eigentlich gar nicht geben. Gute Waffen und gute Rüstungen sind sündhaft teuer und außerdem muss er für seine Zeit nach dem Söldnerleben sparen.


    Ein herumreisender Adeliger hingegen, der kein Einkommen aus seinem Adeligsein hat, IST de facto ein Penner. Mehr noch als der Söldner, weil der aufsteigt und der Adelige absteigt. Was unterscheidet ihn von seinen Mitreisenden? Sozialstatus und Adel sind Herrschaftskonzepte. Herrschaft ist nicht passiv, sie ist aktiv. Wenn man sie nicht aufrecht erhalten kann bricht sie zusammen und von unten wird sie konstant erodiert. Niemand hat jemals gesagt "Hurra! Ein Adelsmann! Endlich jemand der uns dummen, ignoranten Stinkern sagt was wir zu tun haben! Ich hoffe er nimmt dieses ganze überschüssige Geld das ihr hier habe. Ich armer Tropf könnte damit ja eh nichts gescheites anfangen."

    Spätestens wenn es hart auf hart käme würde ein für sich selbst reational denkender Kämpfer den Herrn Adeligen mit einigen existenziellen Fragen konfrontieren, oder schlicht Dienst nach Vorschrift machen. Wie eine solche Dynamik aussehen kann zeigt Martin recht gut in ASOIF bei Bronn und Tyrion. Deren Beziehung funktioniert weil Tyrion hervorragend zahlen kann und zwar deutlich über Bronns SO. Sobald er das nicht mehr kann wird es zur Belastungsprobe, ebenso wie später für Jaimie. Und am Ende ist Bronn adelig. Wäre er das geworden, wenn er immer nach SO Besoldungsverordnung bezahlt worden wäre?


    Diese Form der Zementierung gesellschaftlicher Ordnung über SO-Verteilung führt das ganze Söldnerkonzept ad absurdum. Warum sollte irgendjemand sein Leben freiwillig und bewusst riskieren, wenn NICHT das schnelle Geld winken würde? Wann immer kein Zwang involviert ist macht Geld die primäre Motivation aller Söldner aus. Besonders der Söldner im klassischen Fantasykontext. Kaum jemand entscheidet sich schließlich als Söldner einen halb verhungerten elenden Bastard zu spielen, der als Reismann seinem Tod auf dem Schlachtfeld in Fusswickeln und rostiger Brünne hinterherschlurft.

    Ich behaupte nicht das so etwas nicht in einer Rollenspielgruppe unter Spielern funktionieren kann, aber wenn es unter den Charakteren funktioniert sind einige von denen entweder ziemlich unterwürfige Würste, oder es ist eine Menge SOD im Spiel.

  • Ich finde es schon schön, wenn Helden motiviert sind mehr verdienen zu wollen, als sie für das reine Überleben brauchen.

    Ich fände es schade, wenn der Ritter oder Ronnie oder alles, was gerne Gutes um des Guten Willens tut, dennoch zugleich daran denken muss und angewiesen sein muss, in jedem Falle eine Bezahlung herauszuschlagen, weil er sonst nichts tun kann und verhungern muss. Dass man eventuell sich darum kümmert, dass etwaige Spesen bei Reisen oder absehbar höheren Ausgaben erstattet werden, ist eine Sache, aber immer daran denken zu müssen und aktiv dafür eintreten zu müssen, das fände ich schade.


    Einerseits muss der Charakter sehen, wo er bleibt, sich tatsächlich kümmern (und sich nicht nur darauf verlassen, dass der SL zu passenden Zeit schon über genügend Geld stolpern lässt), andererseits wäre Geld als bis hin zum zentralen Mittelpunkt ("Guter Mann, ich rette gerne Euren entführten Sohn, doch zuerst: das macht X D und Y S,) eine unglückliche Grundlage. Denn einerseits würde man dann doch eher einer geregelten Arbeit nachgehen, und andererseits ist Geld/Einkommen für einige Charaktere eben nicht der zentrale Mittelpunkt.

    So ist der SL dann irgendwo doch gefragt, dass er ein bisschen mitdenkt, dass Heldenmut und Selbstlosigkeit weder den Magen füllt, noch die standesgerechte Übernachtung zahlt, doch ist er nicht ganz allein dafür zuständig, weil die Spieler und ihre SC ja auch zusehen sollten, das, was sie haben, beieinander zu halten.


    Ansonsten gibt es ja auch noch, statt Geld für die bessere Waffe oder Bücher zu kommen zu lassen, solche Belohnungen auch mal aus den AB heraus direkt zu vergeben, direkt maßgeschneidert auf Wünsche zugeschnitten, statt Geld in die Hand zudrücken: "kaufe es Dir selber".


    (Wie Gewehte es handhaben (können), findet sich hier: Der Rondrageweihte und sein leerer Geldbeutel).

  • Ich würde das gerne wie mit den AP handhaben; die Spieler können etwas sammeln und je nachdem wie sie damit haushalten können sie sich was tolles leisten oder dauerhaft ein wenig Komfort.

    Um ehrlich zu sein finde ich ea ein wenig arm, wenn man den Spielern zum Schluss eines Abenteuers maßgeschneidert eine Belohnung vom Wunschzettel spendiert.


    Im aktuellen Abenteuer dürfen meine Helden die Pferde behalten. Außerdem haben sie schon indirekt Bekanntschaft mit einem bekannten Pferdezüchter gemacht. Ob sie die Tiere am Ende zu Geld machen oder behalten wollen überlasse ich ihnen.


    Zu der Sache mit dem Ritter oder Rondrianer, der gerne gutes tut:

    Spielt man einen reisenden Rondrianer wird man sich wohl durchaus bewusst sein, dass man sehr minimalistisch unterwegs ist. Jedoch kann man unterwegs mal auf einen Rondratempel zurückgreifen.

    Anders sehe ich das bei einem fahrenden Ritter: Der reist durchaus mit einem größeren Budget aber er hat auch größere Ausgaben. Und damit meine ich nicht nur den Luxus, den er sich gönnt.

    Eigenes Pferd samt Pflege, die Ausrüstung und Kleidung muss stets in Schuss und repräsentativ sein. Ebenfalls wird ein Ritter häufiger zur Kasse gebeten, Zölle fallen höher aus und diese blöde Sache mit Adel verpflichtet. Turniergebühren sind nicht ohne und im Zweifel hat man noch einen Knappen und die wollen manchmal auch was essen.

    Ein Ritter ist nunmal Adel und ausgezeichnet seit vielen Jahren ausgebildet. Guter Wille hin oder her aber bezahlt werden wollen sie trotzdem. Zumindest von denen, die es soch leisten können.

    Bei den anderen sind die Taten wohl pro bono :D

  • Vielen Spielern und Spielleitern wäre bereits enorm geholfen, wenn sie ein besseres Verständnis von Gastrecht und Etikette hätten.


    Als Adeliger, Ritter, Barde, Schausteller, aber auch als Handwerker und ganz besonders als Priester, kommt man ziemlich weit mit keiner einzigen Münze in der Tasche. Zumal Reisende allgemein gute Möglichkeiten haben, irgendwo unterzukommen, wenn sie interessant sind.


    Die Welt ist langweilig. Neuigkeiten kommen zu Fuß, ebenso wie Geschichten, Legenden, Mythen, Lieder,... Wer etwas spannendes zu erzählen hat, der findet viele offene Türen in der Welt, dazu eine Schüssel mit Essen und ein Stück Brot.


    Wenn man sich dann noch davon verabschiedet, dass ein reisender Baron *selbstredend* standesgemäß speist, dann ist man noch einen Schritt weiter. Selbstredend tut er das nämlich nicht. Alles ist relativ. Das Leben auf Reisen ist nicht so angenehm wie das Leben daheim. Am Lagerfeuer isst auch ein Baron, Ritter, oder Priester Schmalzbrot, Haferbrei und gebratenes Eichhörnchen.


    Der Spielleiter muss sich dann nur nicht so sehr damit zicken, Beute auch angemessen zu vergüten, bzw. sinnvoll zu dimensionieren. Wenn man eine leichte Armbrust erbeutet, dann wird man die auch locker für 50-100 Silber los. Und da fragt auch niemand nach der Waffenbesitzkarte, der Seriennummer, oder der Trageerlaubnis. Der Vorteil besiegter Gegner ist ohnehin, dass man ihnen 100% ihrer beweglichen Güter nehmen kann. Und auch ein Priester ist sich nicht zu schade einem Toten die Münzen abzunehmen. Warum auch nicht? Die gehören schließlich eh nicht dem Räuber im Wald, der sie ohnehin nur gestohlen hat.


    Durch die Vermeidung unnötiger Kosten und eine angemessene Dimension von Beute ist bereits eine Menge getan. Wenn dann obendrein noch die Belohnungen für echte Heldentaten angemessen ausfallen, ist das Thema schnell vom Tisch. Wer beispielsweise einen Drachen erschlägt, der einen Landstrich tyrannisiert hat, der kann schon mindestens mit einem Rittergut als Belohnung rechnen. Und wenn er es nicht will kann er es natürlich auch verkaufen.


    Zu kaum einer Zeit war die Gesellschaft gleichzeitig so starr und so flexibel, wie zwischen Antike und Vormoderne. Also genau dem Referenzrahmen, in dem Aventurien vor sich hin fantelaltert.

  • Um ehrlich zu sein finde ich ea ein wenig arm, wenn man den Spielern zum Schluss eines Abenteuers maßgeschneidert eine Belohnung vom Wunschzettel spendiert.

    Für im übertragenenen Sinne Katze vom Baum retten gibt es nichts Dolles (das gilt auch für monetäre Belohnung oder Bezahlung), aber generell, egal für was, berühmte Leute für Epische Taten, findest Du das da auch nicht ansprechend, Wünsche zu erfüllen (eine persönliche Geste zu erhalten, statt Bargeld, oder Nutzgegenstände, die behalten werden dürfen)?

    Ich z.B. fände es als Spielerin toll, wenn sich ein NSC aufrecht und persönlich bedanken möchte, sich schlau macht und dann mit etwas um die Ecke kommt, das tatsächlich ein langgehegter Wunsch war. Finde ich wiederum meinerseits tatsächlich schöner, als zuzusehen, dass das Geld zusammenkommt, um sich die langgewünschte Waffe, Bücher mit einer seltenen Formell oder einem magischen Artefakt selber zu kaufen (das eine ist halt für mich die persönlichere Geste, als sinngemäß die Kreditkarte zu bekommen mit der Auflage, sich was schönes zu kaufen, damit man sich selber nicht kümmern muss).


    Anders sehe ich das bei einem fahrenden Ritter: Der reist durchaus mit einem größeren Budget aber er hat auch größere Ausgaben. Und damit meine ich nicht nur den Luxus, den er sich gönnt.

    In unseren Gruppen spielen wir ohne "man hat das Geld, das dem Stand entsprecht" (weil auch das irgendwo her kommen muss und irgendwie in den Geldbeutel geraten muss), da haben auch Adlige kein Geld, nur weil sie adelig sind, und die sich alles leisten können. Geld haben und damit haushalten kann daher durchaus ein wichtiger Punkt sein, eben weil ein gewisses Auftreten (und Unterkunftsuche^^) und Versorgung der eigenen Person und des Pferdes wichtige Punkte in der Buchführung sind.

    Dennoch wäre es gerade als Adliger und Ritter unschön, erst mal die Hand aufhalten zu müssen, um seinen Idealen und Überzeugungen zu folgen, bzw. als Aventurier einem Ritter überhaupt schnöde Bezahlung anzubieten ("Was, bin ich ein Söldner, der seine Klinge vermietet!").

  • Ich verfahre mit einem fahrenden Ritter wie mit einer Anwaltskanzlei spezialisiert auf Umweltschutz:

    Einerseits will man der Umwelt helfen, lehnt sich gegen große Konzerne auf und unterstützt pro bono kleine Klimaschutzgruppen.

    Andererseits benötigt man nunmal leider auch gelegentlich einen großen Fisch, der gut bezahlt, weil die Anwälte und Infrastruktur bezahlt werden will. Denn niemand vertraut einer Kanzlei, die in einer Garage sitzt und die Anwälte erst zurückrufen können, wenn sie wieder irgendwo im W-LAN sind.


    Was individualisierte Belohnungen angeht...langsam denke ich, dass ich einfach unkreativ bin. Was genau kann man sich denn wünschen, was nicht einfach mit Geld zu kaufen ist ohne dabei aber "over the top" zu sein? Ländereien und Titel zu verschenken sind schon eine Hausnummer wie auch spezielle magische/karmale Artefakte.


    "Geht zum Schmied und lasst euch eine Rüstung auf Kosten der Baronie anfertigen."

    Finde ich auch schon wieder ungünstig. Es gibt dann jemanden, der will keine neue Rüstung, ein anderer möchte eine maßgeschneiderte Rüstung mit Verbesserungen, was aber seeehr teuer werden kann, was wohl nicht im Sinne des Gönners war, und auch Zeit kostet.


    Da mag ich mehr die Mischung aus Rollenspiel-Belohnung wie "seid einige Tage unsere Gäste und genießt die Vorzüge" mit praktischer Belohnung wie "außerdem wird der Quartiermeister eure Vorräte aufstocken und ggf. ersetzen und eine Kutsche wird euch zur Verfügung gestellt um euch nach XYZ zu bringen" und zuletzt etwas, das die Spieler horten und sammeln können, was sie sich ins Inventar schreiben können und somit am Ende von ihnen als die eigentliche Belohnung wahrgenommen wird wie "außerdem eine gefüllte Geldkatze für jeden/eine Kassette mit erlesensten alchemistischen Zutaten/schmuckvolle Seidengewänder".


    Vielleicht bin ich mit folgender Einstellung alleine, aber ich freue mich besonders über kleine Dinge. Ich bin aber auch vom Menschentyp her ein Sammler. Eiserne Spangen mit Siegel, die man sich an die Schwertscheide machen kann, eine besondere Fibel, ein kunstvoll in Leder gebundenes Notizbuch mit einzigartiger Prägung.

  • Klassische Belohnung, die weder Land sind noch Geld:


    Ein kompetenter Diener/Knecht/Waffenknecht

    Ein gut abgerichtetes Reitpferd

    Ein paar Packpferde

    Proviant für 40 Personenwochen

    Freie Wahl in der Waffen- und/oder Rüstkammer

    Das Versprechen das der beste verfügbare Barde eine Ballade über die Tat komponieren wird

    Beteiligung an einem lukrativen Geschäft/Unternehmen/Schiff/Kolonie


    Aber eine der universellsten Sachen überhaupt: Gesiegelte Empfehlungsschreiben.


    Die öffnen einem viele andere Türen und ermöglichen ggf. Zugang zu Lehrern, Privatbibliotheken, Transportmitteln, Gastrechten, etc.

  • eine nette belohnung aus einem offziellen abenteuer.


    Ein Gemälde von hohem Wert man muss es aber der Gallerie zur ausstellung überlassen. (Stwht hald dann dort gestiftet von z.b Alrik Untreu)


    So ähnlich war der text

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.