Der gehörnte Schwarze Drache

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  • Auch Amaré tritt hinzu und liest, was dort steht. Sie braucht dazu etwas Zeit, manchmal bewegen sich ihre Lippen stumm leicht mit.

    So einige der Namen kennt sie, andere sind ihre völlig unbekannt, bei einigen glaubt sie, sie vielleicht schon mal gehört zu haben.

    Bei den ihr bekannten Namen überfliegt sie die zugeordneten Aspekte, schaut erst bei Rondra genauer hin und stellt überrascht fest, dass da Aspekte zugeordnet werden, die ihr so nicht als ihrer Göttin zugeordnete Aspekte bekannt sind, und liest daher auch bei den anderen Zwölfen genauer hin. Dort findet sie ebenfalls vereinzelt Zuordnungen, die ihr unbekannt anmuten. Wiederholt schweifen ihre Augen darüber, während sie nachdenkt und innerlich mitzählt. Zwei der Zwölfe stehen dort nicht: Efferd und Boron. Einer ihr unbekannten Namen wird mit Meere und Seefahrt assoziiert, ist das ein anderer Name für Efferd? Eine Gottheit, die für Tod steht, findet sie jedoch nicht.


    Solche Auflistungen findet die junge Frau durchaus schon fragwürdig und irgendwo auch etwas lästerlich. "Was ist das für ein Buch?", erkundigt sie sich daher. "Wer soll diese ... Götter verehrt haben? Wann war dieses 'damals'?", möchte sie aber wissen, wenn auch ihre Brauen zusammengezogen sind, ob nun von Unwillen, oder Unglauben, oder Nachdenklichkeit.

  • Jallik spricht zu Amaré: "dies scheint wohl ein altes Buch über die Geschichte Aventurien zu sein." Hagen bindet sich in das Gespräch ein und unterbricht Jallik: "Es ist die Rede von den dunklen zeiten, wie man sie heute nennt, weit vor der jetztigen Zeitrechnung und dem Fall Bosparans. Eine Zeit in der das Chaos herrschte, der namenlose offen angebetet wurde mit anderen Göttern und Dämonen. Dämonen wurden beschworen und selbst Nekromantie und Chimärologen waren öffentlich unterwegs wie heute die Geweihten." Es entsteht ein kurzes Schauern bei Hagen. "Darum ist es auch so gefährlich und ungewiss was ihr in der Ausgrabung finden könnt." Vielleicht hatte Lavolo doch unrecht vielleicht ist dies alles zu viel, sollte man vielleicht die ausgrbung abbrechen und alles ruhen lassen? Man sieht ihm an das ihn zweifel plagen und er unsicher wird.

  • Amarés Brauen ziehen sich wieder zusammen bei der Beschreibung der Dunklen Zeiten. Für sie klingt das nach einer ganz und gar ungläubigen, verwerflichen Zeit.

    "Viele der Namen kenne ich gar nicht", sagt sie noch. "Soll es auf diese Götter etwa Hinweise gesucht werden? Warum sollten solche Hinweise für irgendwas gut sein?"

  • Auch Alia wirft einen Blick auf die von Jallik gefundene Tabelle. "Es zeigt, dass auch die Götter dieser Welt einem Wandel unterliegen. Während einige Macht erlangen, geraten andere nahezu in Vergessenheit, ohne Macht aber teilweise noch immer mit Einfluss. Manche von diesen Göttern werden auch heute noch von einer kleinen Gruppe Menschen verehrt. Da wäre Sumu bei den Druiden oder Satuaria bei den Hexen. Simia ist den Überlieferungen nach der erste der Alten Elfen gewesen und lebte vor etwa 10 000 Jahren. Seit dem Fall der Hochelfen haben sie sich aber von ihm abgewand. Doch auch im Zwölfgötterglaube spielt Simia eine Rolle. Bedenkt auch, dass andere Rassen wie Zwerge, Orks und Goblins nicht an die Zwölf glauben. Vielleicht sind oder waren einige dieser Namen auch deren Glaubensrichtungen zuzuschreiben", meint Alia zu Amaré. Generell scheint die junge Frau offener für dieses Thema zu sein, zeigen ihre Worte ja auch schon, dass sie sich mit dem einen oder anderen bereits mindestens grundlegend beschäftigt hat.

  • Mhadul hört zu was die anderen sprechen. Die alten Götter und die Dämonen sind ihm zum Teil bekannt. Als die Götter aufgezählt werden lauscht er Aufmerksamer. "Ob sie wieder kommen oder wieder erstarken wissen die Götter allein."

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.

  • Hagen antwortet Amaré da dies auch esentiell wichtig ist für die Mission:" nun wenn es sich um einen alten Tempel des Namenlosen handelt muss alles von dort Zerstört werden oder weg geschafft werden. Oder wenn es sich um einen Dämonen handelt welcher angebetet wurde. Wenn dies ein Tempel war könnten dort auch alte Relikte sein. Ich denke ihr versteht worauf ich hinaus will." Fügt Hagen zum schluss noch hinzu nach einer kurzen Pause vor dem letzten Satz.

  • Shirazade hört Hagens Worten zu und nickt. Ihre Miene wirkt etwas beklommen, aber gefasst. "Ich verstehe", meint sie.

    "Why shouldn't truth be stranger than fiction? Fiction, after all, has to make sense." (Mark Twain)

  • Amaré dagegen ist sich nicht so sicher, dass sie versteht. Natürlich, der letzte Wunsch, Ausgrabung, Hinweise finden, das ist soweit eindeutig. Aber die tatsächlich höheren Bedeutungen ... das bewegt sich völlig außerhalb ihrer bisherigen Lebensumstände und dem, was sie wusste oder zu wissen glaubte. Und irgendwie glaubt sie auch immer noch, dass sich auf kosmologisch dünnem oder wenigstens sehr unsicherem Eis bewegt wird, weil es eben dem, was sie vor allem im Donnerbacher Tempel gelehrt wurde, gar nicht entspricht.

    Vor allem ist ihr das "Warum" überhaupt nicht klar, das Warum hinter diesem letzten Wunsch und Visionen.

    Dass jegliche Hinweise auf den Namenlosen Gott, allem voran Tempel und Anhänger, und Dämonenanhänger, nicht existieren dürfen, das ist dagegen schon wieder bekannter Boden.

    Doch ist die Aufgabe nicht, wie es vorher gesagt wurde, dort Hinweise auf solche Kultstätten und Anhänger zu finden und gegebenenfalls auszumerzen, sondern etwas mit anderen Göttern und einer letzten Schlacht. Das ist für sie der größte Knackpunkt.


    Was Alia da mit scheinbarer Selbstverständlichkeit ausführt, ist Amaré eher unbekannt und irgendwie auch suspekt.


    Sie nickt nur langsam über die Antworten. Da muss sie einmal in Ruhe drüber nachdenken.

  • "Ich sehe immer noch große Unsicherheit in euren Augen Amaré. Gewiss gibt es keinen Beweis das dieses Schiff wirklich existiert und ob es wirklich eine Verbindung geben soll zwischen euch allen finde ich auch sehr an den Haaren herbeigezogen. Aber ich respektiere den Wunsch meiner verstorbenen Meisterin und möchte euch eben keine Information vorenthalten. Bis jetzt hat auch noch keine ihrer Visionen stattgefunden." Er nickt euch zuversichtlich zu, ob er auch bedenken bei dieser ganzen Götter geschichte hat? "Leider weiss auch kein Medicus etwas von ihrer Krankheit und ob wirklich ein Karfunkel in ihrem Kopf sich befindet. Allerdings ist ihr Kopf seit ihrem tode kleiner geworden, als würde das Wissen verschwinden. Darum auch die morgige Beeerdigung." Hagen möchte ungern auf die vermutlich fähigste Leibwache in dieser Gruppe verzichten.

  • Ein Kopf wird kleiner, weil Wissen schwindet? Von so etwas hat sie noch nie gehört.

    "Ihr sprecht da auch von einigen außerordentlichen Dingen", erwidert Amaré lediglich. "das ist sehr viel und sehr groß, will mir scheinen."

  • Mhadul wendet sich nun doch vom Bücherregal ab und Amaré zu. "Wenn sich der Karfunkel durch einen Krankheit gebildet hat könnte es möglich sein das nach ihrem Tod er wieder verschwindet." Dann siehg er Hagen an. "Ich glaube Hesinde muss ihr Einblick in unser Leben gewährt haben sonst hätte sie nicht gewusst wann wir hier sind." Dann wandert sein Blick zu den anderen. "Oder hatte von euch wer vor heute in dieser Gegend zu sein?"

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.

  • "Ich bin nur auf der Durchreise hier. Ja, ich hatte vor, durch Rommilys zu reisen, weil es auf dem Weg liegt, aber länger als für ein Essen anzuhalten hatte ich nicht vor", erwidert Amaré auf Mhaduls Frage für sich.

    Wie ihr in diesen letzten Stunden fast gar nicht mehr aus dem Sinn gehen möchte: Viele seltsame Ereignisse tun sich auf, und schwer zu begreifende Dinge werden erzählt.

    Sie möchte da in Ruhe drüber nachdenken.

  • "Hmm ich denke dann sollten wir alle mal darüber schlafen. Ich kann hier leider nur einem von euch einen Schlafplatz anbieten. Allerdings bezahle ich euch gerne die Nacht für ein Zimmer." Hagen überreicht euch einen kleinen Beutel mit Münzen. "Ich hoffe das ihr morgen zur Beerdigung noch alle anwesend seid?"

  • "Selbstverständlich", erwidert Amaré auf die Frage nach der Beerdigung. "Wann und wo wird sie stattfinden?" Denn als Ortsfremde ist sie mit der Lage des Boronangers nicht vertraut.

    "Ich werde in ein Gasthaus gehen", fügt sie hinzu.

  • Shirazade nickt. "Ich werde da sein", verspricht sie, dann wartet sie ebenfalls auf die Angaben zu dem Wann und Wo.

    "Why shouldn't truth be stranger than fiction? Fiction, after all, has to make sense." (Mark Twain)

    • Nouveau

    Amaré erkundigt sich bei Hagen, wo der Tempel der Leuin in Rommilys zu finden ist, und ob er ihr ein angemessenes, mittelständisches Hotel oder auch gerne kleine Pension empfehlen kann, in dem sie auch zu dieser Stunde noch eingelassen wird.

    "Danke. Das nicht benötigte Geld bekommt Ihr morgen zurück", dankt sie für das im Vorfeld erhaltene Geld für die Übernachtung.


    Wenn es dann für den Moment wohl gerade nichts zu besprechen gibt, wünscht sie allen eine gute Nacht, macht noch aus, wann und wo die Beerdigung stattfinden wird, greift sich Rucksack und ihre anderen Besitztümern, die sie abgestellt hatte, und verlässt das Haus der toten Magierin, in dem ihr solch unerwarteten und seltsamen Eröffnungen gemacht wurden.


    Als erstes sucht sie eine entsprechende Unterkunft auf, damit es nicht noch später wird, bevor sie einen Schlafplatz bekommt. Ein Bett in einem Gemeinschaftszimmer wäre ihr recht. Dort bleibt ihr Rucksack zurück und sie begibt sich in das Viertel Donnerfeld, um dort den Tempel der Heiligen und Unerschütterlichen Leuin aufzusuchen.


    Sie betritt den Altarraum des Tempels, würde einem etwaigen Geweihten grüßend zunicken, aber da sie kein Anliegen hat, mit ihm zu oder ihr zu sprechen, geht sie gleich zum Altar, kniet nieder und spricht stumm ein Gebet.

    Sie nimmt sich Zeit, Zeit, die Bilder und Waffen an den Wänden zu betrachten, denkt an die Erhabenheit des Donnerbacher Tempels und das dort stets präsente Dröhnen des Donnerbachfalles, was ihr von ihrer Mutter und den Geweihten dort über Rondra und die anderen Götter gelehrt worden war, an ihre Wünsche und Hoffnungen und jene der Mutter, und denkt an das, was ihr heute gesagt und angedeutet worden war.


    Schließlich sucht sich die junge Kämpferin ein Separé oder dafür gedachten Bereich, zieht ihren Amazonensäbel und beginnt mit einem Schattenkampf. Schläge von oben, unten oder Mitte, mit Rück- und Vorhand, Paraden, vorsetzen und zurück tänzeln, gegen imaginäre Gegner, die von rechts oder links kommen, stets wachsam und in Bewegung.

    Es bleibt keine Zeit zum Nachdenken, als sie sich auf den Schattenkampf konzentriert, ihre Bewegungen, sich den Kampfabläufen überlässt, es gibt nur die Waffe als Verlängerung ihres Armes und der Schild am anderen Arm, stets hoch gehalten und imaginäre Angriffe abwehrend.

    Rondra schaut stets zu, so gibt es keine Spielereien, keine halbherzigen Bewegungen, nur Kampf.


    Schließlich, sie könnte nicht sagen, wie viele Minuten es waren, hört sie auf und hebt grüßend ihre Waffe. Ihr Atem geht schneller, aber nicht tief. Ihr Kopf ist freier, Minuten ohne Nachdenken und der körperlichen Anstrengung sind befreiend und entspannend.


    Hat sie eine Entscheidung getroffen? So recht weiß sie es immer noch nicht, aber hier im Tempel fühlt sie sich besser, weniger unentschieden. Sollte dort etwas Namenloses oder Dämonisches sein, muss es bekämpft und möglichst vernichtet werden.

    Ist etwas Wahres dran an einer nahenden, großen Schlacht, die selbst die Götter betrifft? Sie weiß es nicht, wie soll es jemand vorher wissen. Das in Frage stellen, was sie für grundlegend gehalten hat, und eigentlich noch immer hält, behagt ihr nicht. Aber Rondra ist ewig, daran gibt es für sie, in diesem Tempel, keinen Zweifel.

    Und so kann es sein, dass es Rondras Wille ist, dass sie, Amaré, mitkommt. Sei es um zu bekämpfen, was nicht existieren soll, oder um Glauben zu beweisen, wo er in Frage gestellt werden könnte, um jene zu beschützen, die des Schutzes bedürfen, weil die Vision Lavolos ein Hinweis ist, dem Amaré folgen sollte.

    Sie ist nur ein Mensch mit endlichem Begriffsvermögen, doch Götter sind ewig und unendlich in Wesen und Sein. Amaré maßt es sich nicht an, den Willen ihrer Göttin zu kennen und zu begreifen und auch nicht, dass ihre Absichten ihr, dem Menschenkind, irgendwie deutlich dargelegt werden.


    So wird sie am nächsten Tag Hagen zusagen, um so vielleicht herauszufinden, ob es Rondras Wille ist, dass sie mitkommt, zu welchem Zwecke auch immer.

    Sie geht an den Altar und kniet nieder, den Säbel mit der einen Hand am Griff haltend, das andere Ende auf die Fläche der anderen Hand legend.


    "Herrin Rondra, durchdringe mich und fülle mich mit Deinem Geist,

    dring ein in meine Glieder und gib ihnen Kraft,

    dring ein in mein Herz und gib ihm Mut,

    dring ein in mein Seele und gib ihr Zorn!

    Mein Leib sei Dein, und den Leib der Feindin will ich Dir opfern.

    Rotes Blut, heiliges Blut – Blut, wasche rein – so sei es."



    Einen Moment noch bleibt sie auf den Knien, schaut zur Statue hinauf, dann erhebt sie sich langsam, steckt ihren Säbel ein und verlässt den Tempel.

    • Nouveau

    Shirazade verabschiedet sich ebenfalls. Sie wandert durch die Straßen dieser ihr vollkommen fremden Stadt und findet schließlich Unterkunft im Schlafsaal einer schäbigen, heruntergekommenen Taverne. Die findet sie immer, und sie sind in jeder Stadt dieses Kontinents irgendwie gleich. Das Essen war gut, daher verzichtet sie auf das Angebot eines Abendessens. Stattdessen begibt sie sich direkt in den Schlafsaal, der momentan - es ist ja noch nicht so spät - nicht allzu voll ist. Von unten hört sie das Grölen und betrunkene Singen anderer Gäste - auch das kennt sie nur zu gut - , ignoriert es aber. Stattdessen setzt sie sich ans Fenster und schaut durch die Läden in den schönen Abend hinaus. Sie überlegt eine Weile.


    Schließlich holt sie aus ihrem Rucksack ein kleines Säckchen mit Tabak und einem duftenden, getrockneten Kraut, stopft sich eine Pfeife und zündet sie an. Tief inhaliert sie den aromatischen Rauch und lässt ihre Sinne eine Weile treiben - den Rauch pustet sie zum Fenster hinaus; wer weiß, ob sich die lokalen Herren irgendwie zickig haben, was ihre Leute hier so rauchen. Mit den letzten Zügen von dem verglimmenden Kraut merkt sie die Leichtigkeit und gleichzeitig Schwere, die sie überkommen, und die Zufriedenheit. Sie klopft mit ein paar schnellen Schlägen ihre Pfeife vor dem Fenster aus, räumt sie und den Tabaksbeutel wieder in ihren Rucksack und verstaut ihre Habe sorgfältig unter dem Bett, dann legt sie sich zum Schlafen hin. Sie bittet, schon halb im Traum,"Dunkler Herr, sieh diese unwürdige deiner Töchter gnädig an und sende ihr einen Traum, denn sie ist unschlüssig, was sie tun soll."


    Dann schläft sie ein

    "Why shouldn't truth be stranger than fiction? Fiction, after all, has to make sense." (Mark Twain)

  • Mhadul wartet bis die anderen gegangen sind. "Ich werd hier bleiben mit Verlaub und Wachen, ich brauche kein eigenes Zimmer." Dann geht er zu der Verstorbenen in den Raum. Dort sieht er sich noch einmal um, sucht sich einen Platzt in einer schattigen Ecke, in der er sich niederlässt. Dort sitzt er und sieht zu ihr auf. "Soviel wissen wahrscheinlich verloren." Vertraut er leise den Schatten an.

    Meistens vom Handy geschrieben, also bitte seht mir Fehler nach.