Western-Rollenspiele

  • Nein, kann ich nicht mit diesen. Ich komme leider nicht mal dazu, Aces & Eights zu spielen oder unser quasi regelloses-Westernrollnspiel, und das nicht nur aus Zeitgründen, sondern auch, weil in meinem Bekanntenkreis es sich schnell ausdünnt mit Western-Begeisterten (und ich nicht mal die Systeme spielen kann, die ich gerne würde).

    Auch wenn sie diese AB- oder Kampagnenmodule tatsächlich ganz schön lesen.

  • Boot Hill (habe mal Second Edition gespielt) ist zumindest so wie wir es gespielt haben, regelleicht, schnell und tödlich. Ich geh nochmal wühlen und schau mal, was sich hier irgendwo noch findet.

    (...)

    Hab die pdf tatsächlich noch. Boot Hill ist ein Relikt aus der Wargaming-Zeit (Die 2. Edition ist von 1979, die Spielart wird am Anfang des Heftes als 'tactical tabletop' bezeichnet) und sieht auch Bodenpläne vor. Mich erinnert es ein wenig an Warhammer mit seinen Schablonen, wenn es etwa an die Streuung von Schrotflinten geht, aber auch was etwa Sichtfelder betrifft. Charaktererstellung ist sehr einfach, was aber auch im Interesse des Spiels ist, denn wie gesagt, das System kann sehr tödlich sein.

    Im Grunde genommen wirft man einige d100 für die Attribute (Speed, Gun Accuracity, Throwing Accuracity, Strength, Bravery und Experience), liest aus der Tabelle die Modifikatoren ab (Der Bravery-Wert etwa modifiziert das Speed Attribut des Charakters: Zögerliche Gunman ziehen langsamer, Verwegene schneller !), rüstet den Charakter aus, errechnet die Endresultate der Attributswerte (Einen Fast-draw Revolver zieht man schneller als etwa einen Dragoon, Schrotflinten sind verheerend, aber eben auch langsam)... Und das ist es eigentlich auch schon. Waffen sind in Kategorien eingeteilt (Single Action, Double Action, Fast-Draw, Shotgun, Scattergun...) was einiges an Gestaltungsspielraum offen läßt.

    Wunden hängen von den Trefferzonen ab. Es gibt leichte Wunden (STR -3), schwere Wunden (STR -7) und tödliche Wunden (Charakter stirbt). Das läuft so ab, daß die Trefferzone ausgewürfelt wird (bei Extremitäten sind keine tödlichen Wunden möglich), jede Trefferzone bekommt dann noch einen W100 Wurf, der bestimmt, ob es eine leichte, schwere oder tödliche Wunde ist (Beispiel: Beinwunden sind von 01-40 leichte, ab 41 schwere Wunden. Ein Brusttreffer ist von 01-20 leicht, von 21-60 schwer und von 61 bis 00 tödlich.).

    Es gibt noch ein paar Optionalregeln aber an sich ist das Ganze recht einfach gehalten. Für weitere Rückfragen stehe ich gern im Rahmen meiner Möglichkeiten zur Verfügung.

    ROMANES EUNT DOMUS !

    Edited 2 times, last by Renard: Doppelpost beseitigt ! (January 22, 2023 at 10:19 PM).

  • Bin leider nicht so der Fan von Trefferzonen, aber an sich hört sich das System tatsächlich mal "anders" an - Zumindest wie kein System, welches ich kenne. Eventuell Richtung Harnmaster?

  • Joa, ist halt so ein Ding, gehört hier aber halt fest zum System, da es eben keine LE oder sowas gibt.

    ROMANES EUNT DOMUS !

  • Ich würde noch: "Down Darker Trails" von Cthulhu in den Raum werfen. Wenn man da das komische Viechzeug und das Talent "Cthulhu-Mythos" streicht, hat man eigentlich auch ein ganz schickes Western-System inklusiv Hintergrundbeschriebung (auf englisch, glaube nicht, dass das mal übersetzt wurde).