Ideen zu meinem Bornländer?

  • Beim kurzen Drüberlesen fiel mir nicht viel auf, eventuell könnte man Reiten, Garethi etwas höher steigern, bornisch müsste er noch besser als Garethi können.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Ich würde bei den Vorteilen eher Eisern als Zäher Hund nehmen. Das dürfte öfter relevant sein, als man Zäher Hund braucht, wenn die LeP ins Minus gefallen sind.


    Mehrere Schlechte Eigenschaften auf 9 ist schon ordentlich. Wenn alle nur auf Mindestwert stehen, schlage ich vor, eines mal höher zu setzen, so auf 8 oder 9, für einen markanten Charakterzug. Hier schlage ich vor, vielleicht einen Nachteil dazu zu nehmen, damit nicht alle so hoch sind.^
    Dazu steht noch gar nicht fest, wogegen die Vorurteile so stark ausgeprägt sind und worauf sich die Weltfremdheit bezieht? Das sollte in jedem Fall stehen.


    Bei 3000 AP hätte ich mehr als 1 LeP und auch 0 AuP gekauft, ab er das mag persönlicher Geschmack sein.


    Auf Garethi würde ich auch noch 1 Punkt tun.
    Auf HK Wunden auch etwas tun, damit man in der Lage ist, eigene Verletzungen oder die von Kameraden grundlegend erst zu versorgen. Dass da womöglich ein Magier mit Balsam in der Gruppe sein wird, weiß man ja vorher nicht.^^


    Die grundlegenden Kampf-SF sind da, check.
    Allerdings würde ich nicht auf Talentspez. auf die Hauptwaffe und die bevorzugte Nebenwaffe verzichten.


    Was ist denn mit der linken Hand so geplant, wenn die Hauptwaffe ein Schwert ist und Schildkampf durch die Akademie nicht gelehrt wird? Bleibt das bei einer Waffe oder ist SK z.B. doch noch geplant?


    Zu den Waffen: Schwerter Hauptwaffe mit einer 15. Zweihänder 12, Infanterie 10. Nichts gegen viele Waffentalente hoch, das finde ich grundsätzlich gut, und mit der AA: Krieger kann man es auch machen, aber Zweihänder wie Infanteriewaffen sind beide lang, ist das nicht ein bisschen doppelt gemoppelt für Zweitwaffen? Die werden auch beide durch die Akademie gar nicht gelehrt.


    Die körperlichen Talente sind teilweise noch auf Startwert, oder nur 1-2 Punkte höher (außer reiten, das wurde um 3 Punkte gesteigert, damit finde ich eine 5 bei fehlendem Pferd nun gar nicht mal unangemessen). Das ist war ein teures Vergnügen, aber fast 3000 AP könnten da etwas mehr erlauben?

  • Ich kann Schattenkatze da nur zustimmen.


    Statt einem zweiten Wattentalent auf 12 und einem dritten auf 10 würde ich lieber mehr in körperliche Talente stecken. Vor allem Selbstbeherrschung, Körperbeherrschung und Sinnenschärfe.


    Auch bei den restlichen Talenten könnte man sich etwas mehr spezialisieren. Du (Ich duze jetzt mal den Charakter, das geht einfacher) kannst zwar alle Talente so zwischen 3 und 5 aber nichts irgendwie besser. Gerade als Adliger würde ich da die Gesellschaftstalente auf 7 heben und dafür weniger in Natur setzen.


    Garethi kannst du noch unterdurchschnittlich gut. Die Hälfte der Sprachkomplexität (also 9) wäre der Wert, ab dem man seinen Dialekt ablegen kann und "Hochgarethi" reden kann. Das sollte man als Adliger schon erreichen.


    Zu den Vor- Und Nachteilen:
    Ich würde die zweite erhöhte KK weglassen. Sowohl AT/PA Basis erhöhen sich schon bei einem Wert von 15 auf 9, als auch steigen die effektiven TP bei Schwert und Zweihänder jeweils bei KK 15 um 1.
    Für die 10 GP würde ich mir lieber Schnelle heilung 2 holen und auch wie Schattenkatze sage lieber Eisern statt Zäher Hund.
    Ich nehme an du hast die Schulden noch erhöht? Je nach Gruppe kann Schulden ein recht böser Nachteil sein. Wo sich der Söldner schon lässig seine Waffe mit +2 TP und +1 AT holt, muss der Krieger noch abbezahlen. Dann steht der Söldner plötzlich mit geilem Kettenpanzer mit verringerter BE da und du darfst immer noch abbezahlen.
    Da muss man in der Gruppe absprechen, ob die Helden nach Stand bezahlt werden oder alle das Gleiche als Belohnung bekommen. Jemand von Stand hat eh schon mehr Ausgaben für seinen Lebensstil. Wenn er dadurch dann weniger Geld als sein SO 5 Söldnerkumpane hat und zusätzlich noch Schulden abbezahlen muss, dann kann ist plötzlich der adlige Krieger der arme Schlucker.
    Ich würde lieber einen neuen Nachteil aktivieren und dafür die Schulden nicht erhöhen. Dann müssen auch die anderen Nachteile nicht so hoch sein.
    Zum Thema Schulden abbezahlen haben wir auch Threads hier im Forum. Link 1 und Link 2.
    Gegen was sind eigentlich die Vorurteile und worin bist du weltfremd?

    "Er hat die Grenzen der Unwissenheit erweitert. Im Kosmos gibt es vieles, von dem wir überhaupt nichts ahnen."
    Die beiden Männer sonnten sich in dem herrlichen Gefühl, weitaus weniger zu wissen als gewöhnliche Leute, die nur von gewöhnlichen Dingen nichts wussten.

  • Gerade als Abgänger Neersands würde ich in Erwägung ziehen, den Natur-Bereich auszubauen, statt niedrig zu halten. Die bekommen da kleine Boni drauf und jeder Abgänger muss danach sein Jahr im Widderorden ableisten, das bietet gute Möglichkeiten, da auch noch gut begründet das auszubauen. Da wäre aber die Frage, wie die sonstige Gruppe aufgestellt ist. Gegen einen Jäger oder etwas vergleichbares vom Fach hat man als Neersander Krieger keine Schnitte, ist niemand dabei, der richtig gut in der Hinsicht ist, kann man diese Nische ganz gut (mit) besetzen und später noch weiter ausbauen.


    Dass die Talente einmal nach den Waffentalenten von oben nach unten größtenteils zwischen 5 und 3 liegen (nur Sinnenschärfe ist auf 6) ist mir aber auch aufgefallen. Da einige Akzente setzen fände ich auch nicht schlecht.


    Die Neersander, so adlig sie auch sein müssen, sind von Haus aus keine Gesellschaftstiger (Etikette Startwert 2). Ob da Menschenkenntnis (bei einem Charakter mit Weltfremdheit und fetten Vorurteilen) von Relevanz ist, sei mal dahin gestellt. Außer tatsächlich vielleicht die 1 oder 2 Punkte auf Etikette zu tun, würde ich Gesellschaft zumindest erst einmal außen vor lassen. Lügen und feilschen sind für einen adligen Krieger auch nicht unbedingt von Bedeutung, das so ein bisschen zu können?
    Das spart nicht viele AP ein, aber ein paar und setzt eben auch Akzente, statt auch hier alles ein bisschen zu können.


    Wie relevant ist es, reiten auf 5 zu haben? Die Akademie unterrichtet nicht im reiten (reiten 1 im Endeffekt), der Charakter hat über BB kein Pferd: da könnte man sich die AP sparen. Wenn es später doch mal ans reiten geht, müsste er das halt noch lernen, aber das ginge vermutlich anderen SC auch so.
    Ansonsten würde ich als SL fragen, wo denn 4 Punkte im Reiten erlernt wurden.

  • Ich hätte jetzt die erhöhte kk auf 1 gesetzt und mir dazu Begabung für Schwerter und Zweihandschwerter geholt. Spare effektiv mehr Ap und kann sie auf meine Stats verteilen. Wäre dies sinnvoll? Und wäre es sinnvoll für ihn von der Mittelreichischen Kultur zur Nivesen zu wechseln? Es handelt sich um einen eher nördlichen Bronnjaren! Hier würde ich die Eigenschaftsboni gerne mitnehmen.

  • Wenn du in DSA 4 oder 4.1 unterwegs bist (sieht für mich so aus) sind Begabungen eigentlich nie sinnvoll. Auch die Nivesische Kultur macht für Bronnjaren nie Sinn - es sind Nomaden ohne Adlige oder Krieger. In der Stadt nimmst du mittelreichische Städte, auf dem Land die Kultur Bornland für Bornländer. Auch herausragende KK ist eigentlich viel zu teuer für ihren Nutzen und keine Empfehlung. Als Faustregel gilt: Kaufe nie AP (Gebildet, Veteran oder Breitgefächerte Bildung), Verbilligungen (Begabungen, Akademische Ausbildungen)) oder Geld (Ausrüstungsvorteil, Besonderer Besitz) von GP, es sei denn, es ist fluffig wichtig. Wertetechnisch ist das meist Mist. ;)

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

    Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse, rüge den Weisen, der wird dich lieben.

    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

    Spr9,7-9

  • Begabung für (zumindest) die Hauptwaffe habe ich für alle meine kämpferischen SC gekauft, u.a. wegen des höheren MaxTAW.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Naja, ich persönlich finde, nur für Eigenschaftsboni sollte man gar nichts wählen, sondern deshalb, weil es das ist, was das Konzept unterstützt oder gar ausmacht. Aber auch das ist Geschmackssache (ebenso, wie alle für den Kämpfer wichtigen Attribute auf 14 zu setzen und der Rest muss sehen, wo er bleibt).


    Nivese oder auch Norbarde als Elternteil löst bei mir die Assoziation eines Bastardkindes aus. Jedenfalls kann ich mir einen echten bornischen Bronnjaren mit nivesischer (ein paar von denen sind tatsächlich sesshaft, so ist das nicht) oder norbardischer angetrauten Hälfte schlecht vorstellen. Es gibt zumindest einen offiziellen Präzedenzfall, Tsadan von Norburg, der aufgrund seiner Herkunft (unehelich, Mutter Norbardin, Vater ein Verräter) so seine Probleme unter den übrigen bornischen Adligen hat.
    Mit zwei adligen Elternteilen, die am besten beide bis zu den Theaterrittern zurückzuführen sind, damit macht man im Bornland Eindruck.


    Inwieweit sich Begabungen lohnen, kommt auf die Blickweise an. Um tatsächlich AP zu sparen, muss man den TaW schon sehr hoch ziehen, und nicht jeder spielt bis zu TaW 18-20+.
    Auf der anderen Seite bekommt man einen Punkt bei der Generierung und kann Attribut +5 statt +3 steigern, was tatsächlich AP sparen kann. Außerdem symbolisiert es, dass man eben gut damit kann.


    Ich würde allerdings keine zwei Begabungen nehmen, denn zwei Waffen werden niemals gleichwertig oft eingesetzt. Es gibt eine Hauptwaffe, die man benutzt und die andere, wenn die Hauptwaffe gerade mal nicht geht.



    Als Faustregel gilt: Kaufe nie (außer bei einem One Shot vielleicht) SF von GP, denn die gibt es später auch noch, im Gegensatz zu so einigen anderen Vorteilen).


    Zugegeben brachte eine HE nach 4.0 noch mehr Vorteile, aber wenn es zum Konzept gehört, einen starken Burschen zu haben und das auch später ordentlich ausgebaut werden soll, finde ich das nicht verkehrt. Wenn ohnehin bei KK 15 oder 16 Schluss sein soll, würde ich aber auch drüber nachdenken, es zu lassen.


    EDIT:
    Im übrigen wäre ich mit dem Tsatag am 1. Namenlosen vorsichtig. Die meisten menschen (auch Eltern) reagieren sehr bedenklich bei Kindern, die während der NL-Tage geboren werden und die Wahrscheinlichkeit, dann einfach vorsichtshalber ausgesetzt zu werden, steigt an.

  • Macht etwas an einer Stelle vielleicht keinen Sinn? Die Story poste ich extra nicht, da es hier zu viel wäre.

    Die Story* ist das einzig echte Maß an dem sich messen lässt ob etwas Sinn ergibt, oder nicht. Die Werte eines Charakters sind schließlich nichts anderes als die schnöde Abwicklungsrepresentation dessen was und wer er ist. Ohne dieses Element sind sie ohne Wert, ohne Kontext und ohne Belang.


    Man kann einen Charakter und einen ganzen Kampagnenplot daran aufhängen das der Charakter durch seinen Erzfeind ein Auge und seinen Bogen verloren hat. Ohne die Geschichte wird sich dennoch jeder wundern warum der Spieler sich entschieden hat ausgerechnet einen einäugigen Bogenschützen spielen zu wollen der gar keinen Bogen besitzt.
    Ein Krieger kann Fliegen 8 haben und niemand wird es verstehen, bis er in der Geschichte lernt das er der Schüler eines Novadikriegers war, der einen fliegenden Teppich hatte.


    Die Geschichte ist alles. Die Werte sind nur ihr Spiegel.


    *P.S.: Story/Geschichte/Hintergrund ist ein Sammelbegriff für alles was ist bevor man spielt. Aussehen, Haarfarbe, Hintergrund, Geburtstag, Vorlieben, Abneigungen, Lebenserfahrungen,... Das alles.

  • Die Story ist das einzig echte Maß an dem sich messen lässt ob etwas Sinn ergibt,

    Ich widerspreche dem. :) Die Story kann extrem banal sein und 2 Sätze lang. Da könne auch jede menge aufregender Dinge geschehen, oder irgendwas dazwischen.
    Das Konzept ist es. dass meiner Meinung nach zählt und aussagekräftig ist, was passt oder nicht. Hintergrundstory erklärt eventuell ein paar Werte (oder auch nicht, wenn die sich aus R/K/P ergeben), oder eventuell Vor- und Nachteile (oder auch nicht, weil man mit der Höhenangst geboren wurde), die Hintergrundgeschichte kann auch die Idee des Konzepts weiter ausführen und erklären oder wenigstens skizzieren, aber unbedingt nötig ist eine Hintergrundgeschichte mE nicht, wenn das bisherige Leben so normal und ohne besondere Höhepunkte war, das es höchstens ein paar Sätze wert ist.

  • danke Leute für eure Anregung. Ich habe jetzt noch einige Ideen von euch einfließen lassen. Die Story poste ich aber dennoch nicht, da sie evtl jemand aus meiner Gruppe lesen könnte.


    Danke ;)

  • @Schattenkatze
    @Rattazustra
    Ich habe oft SC nur basierend auf einem Grobkonzept entworfen und bespielt, die Detailideen kamen dann in den ersten Abenteuern. Vorteile/Nachteile wurden vorab konzeptgerecht gewählt, ein nachjustieren war (fast) nie notwendig. Vorlieben oder Macken des SC haben sich oft erst nach den ersten Spielabenden ergeben, u.U. mit Auswirkungen auf die imaginierte Vorgeschichte.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • eine Frage hätte ich noch an den Titel. Er hat den Vorteil Adelige Abstammung ohne Adeliges Erbe. 4ter Sohn eines Bronnjaren. Heißt er dann Edler, Junker oder reicht das "VON" im Namen. Oder kann er sich sogar selbst Bronnjar nennen?

  • Der Titel Bronjar steht nur dem Amtierenden, seinem Vater oder seiner Mutter, zu. Ihm reicht erstmal das "von", mehr gibt es am ANfang ohne Profession Ritter und/oder Adliges Erbe nicht

    Wer den Spötter belehrt, der trägt Schande davon und wer den Frevler zurechtweist, holt sich Schmach.

    Rüge nicht den Spötter, dass er dich nicht hasse, rüge den Weisen, der wird dich lieben.

    Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so wird er in der Lehre zunehmen.

    Spr9,7-9

  • Ich habe oft SC nur basierend auf einem Grobkonzept entworfen und bespielt, die Detailideen kamen dann in den ersten Abenteuern.

    Ich habe nun auch nicht differenziert zwischen ausgefeiltem Konzept oder Grobkonzept. Konzepte kann man auch mit ein paar Worten umreißen, denn auch die grundsätzliche Idee, wie der Charakter tickt und wie er ist, ist schon aussagekräftig.
    Das (zumindest auch bei mir) die Feinheiten und Details erst später kommen, steht auf einem anderen Blatt. :)


    Bronnjaren sind die bornischen Adligen, die von den Theaterrittern abstammen. Ob sie auch zugleich nur die jeweiligen Titelinhaber sind, müsste im Buch nachgeschaut werden, und an das komme ich gerade nicht dran.
    Zumindest im Mittelreich sind Kinder von z.B. Baronen keine Junker, sondern Baronet, während Kinder von Junkern "junger Herr/Dame" sind". Da kann der Graf ein Bronnjar sein ebenso wie auch der Junker, da der Bronnjar der Adlige mit der Theaterritter-Abstammung ist und das kein Adelsrang ist wie Baron oder Junker oder Graf. . Aber im Bornland ist einiges anders in der Handhabe. Trotz des Titels geht es in diesem Thread nur ums Bornland, und so Dir das alte Bornland-Buch oder ILdsB nicht zur Verfügung steht, wird da vielleicht weiter geholfen.