Reise in die Niederhöllen

  • EDIT Schattenkatze: Dieses Thema wurde aus einem anderen ausgegliedert und ging aus der Frage heraus, wie man einen Paktbruch mit Charyptoroth herbei führen kann.


    Ein mächtiger Schamane kann mit dem Ritual "freie Seelenfahrt" vermutlich den Pakt brechen, wenn sein Wert in Geister bannen hoch genug ist, und wäre außerdem in der Lage die Dämonen für einen entsprechenden Zeitraum fern zu halten. Mittels Schleier der Unwissenheit könnte der Char sich auch im Limbus vor Charyptoroth verstecken, wenn er einen Magier findet, welcher diesen, Balsam, und Occulus beherrscht. mit der Freien Seelenfahrt könnte die Gruppe dann in der Geisterwelt gemeinsam um die Seele des Charakters ringen, was sicher ein Gutes AB abgeben würde. Wenn es noch dramatischer sein soll: Der Charakter stirbt, und die Gruppe reist geschützt von magischen/karmalen Artefakten in die Niederhöllen um seine Seele zu retten. Dabei ließe sich gut ein Zeitlimit einbauen, was die Dramatik noch weiter erhöht.
    Bei einem Waldmenschen würde aber der (Hoch-)Schamane vom Hintergrund her wohl am besten passen.

  • In die Niederhöllen zu reisen, wenn man nicht Ilkhold Zottelhaar heißt und Götterwaffen mit sich führt, halte ich für so ziemlich die dümmste Aktion, die man fahren kann. Da wird einen keine sterbliche Kraft davor bewahren umgehend im Chaos zu vergehen und damit hat die Erzdämonin nicht eine Seele sondern mehrere zum Preis von einer erhalten...

  • Das hängt davon ab, wie episch man sein Aventurien mag. In der "normalen Gruppe", in der Magie etwas besonderes ist würde ich dir Recht geben, jedoch wenn der Gruppenkonsens auch Highfantasy mit einschließt und genügend AP vorhanden sind halte ich es für möglich. Beispiel: Gruppe Reist durch den Limbus, Sowie diverse Globulen und Sphären bis zum Sternenwall. Hier wird ein Karmales Artefakt aktiviert, welches die Gruppe für einige Tage/Stunden je nachdem wie hektisch es laufen soll vor der pervertierenden Wirkung des Chaos schützt. Dann benötigt man noch einen Zauber welcher den Lebenssinn der Dämonen täuscht, sowie den Schleier der Unwissenheit um diesen Zauber zu verbergen. Die Dämonen können dich nun nur noch profan sehen, ab jetzt ist es eigentlich ein normales (sehr forderndes) Abenteuer à la prisonbreak.

  • Klar, man kann sich immer eine Begründung aus den Fingern saugen, aber selbst im Highfantasy Aventurien mit fliegenden Festungen, leibhaftig wandelnden Göttern, Pforten des Grauens und Wunschdschinnen, die jeden unendlich reich machen können, ist die Reise in die Niederhöllen quasi noch mal eine ganz andere Liga. Selbst Leute, wie die Gezeichneten, die größten Helden eines Zeitalters, die sich mit einem leibhaftigen Gott messen, werden nicht dahin gehen, wo selbst Götter vergehen.


    Und du gehst wahrlich davon aus, dass die Niederhöllen ein "Ort" sind. Sie sind das reine Chaos. Sie sind weder Zeit noch Ort noch an irgendwelche Regeln gebunden. Das ist kein Gebiet mit einer höheren Level-Anforderung, es ist die Nicht-Schöpfung und die Nicht-Ordnung. Es ist eine Endlosigkeit, gegen den die das Zentrum der elementaren Zitadellen, die Herzen von Unheiligtümern, ja sogar die Herausforderung gegen einen alten Drachen allzu lebensfreundlich erscheinen.


    Um den Sternenwall zu überwinden brauchte es Götter, die Breschen schlugen, um eine Seele unter Myriaden Dämonen zu finden, braucht es mehr als Magie bieten kann und dann, wenn man dort ist, fehlt alles, was man zum Leben braucht, weil nichts existiert, was Nayrakis und Sikaryan hat. Es gibt keine Luft zum atmen, keine Wärme, nichts was einen Lebensraum erschaffen kann. Was es also braucht sind Mächte, die das Gefüge einer Welt im Chaos formen, schöpferische Kraft, wie sie nur ein Gott selbst hat und selbst diese erschöpft sich in der Unendlichkeit der Niederhölle.
    Das was du da beschreibst wird dem was die Niederhöllen sind nicht im Ansatz gerecht. Es hat nichts mit Highfantasy zu tun, sondern vor allem mit dem Style, den man diesem Nichtort gewährt. Denkt man das Chaos zuende, denkt man zu Ende, wie unmöglich es in der Unendlichkeit ist eine einzige Seele unter Millionen zu finden, wie wenig Magie noch bewirkt, wenn es keine Welt gibt, keine Struktur die ihr Halt gibt, nichts worin sich Matrizen verankern und Wirkungen manifestieren können, dann beginnt man langsam einen Ort zu begreifen, an dem kein Weltengesetz mehr herrscht und der einem Sterblichen nicht mehr zu bieten hat, als die absolute Perversion seiner selbst.


    Highfantasy ist es auf Drachen zu reiten, mit fliegenden Städten zu reisen, mit göttlichen Wesen zu sprechen... das was du beschreibst bricht mit allem was die Welt ausmacht. Es brauchte einen Dämon um Pardona aus den Niederhöllen zu holen und die Macht des Namenlosen, des mächtigsten Gottes. Und du sprichst von einem Schamanen auf freier Seelenfahrt...

  • Zum Chaos der Niederhöllen: Soweit mir bekannt, Sind die Dämonen kein Echtes Chaos, sondern eher eine pervertierte Ordnung (vgl. Historica Aventurica), da sie ja nicht aus dem Chaos selbst geboren werden, sondern entstehen, wenn Nayrakis mit dem Chaos in Berührung kommt. In den Dunklen Zeiten ist es möglich mittels des "Sphaeroviso Schreckensbild" (Ordnung ins Chaos S.71) in die Niederhöllen zu sehen, wobei hier explizit auf Orte verwiesen wird. Insofern ist davon auszugehen, dass es sich bei den Niederhöllen nicht um die totale Entropie handelt, sondern eher um ein Zerrbild des Sphären-inneren. Zudem ist auch die Pervertierung der Seele nicht an das bloße Betreten der Niederhöllen gekoppelt, da ja bereits Götter und Personen aus diesen befreit wurden (Pardona durch den Namenlosen und vielleicht Levthan durch Rahja, sowie eben Ilkhold Zottelhaar), es ist also nicht unmöglich bloß schwierig. Mitthilfe des oben genannten Zaubers ließe sich der Ort zuvor sogar auskundschaften. Der Natur der Niederhöllen als Pervertierung der Realität entsprechen wäre hier sehr wohl Luft zum Atmen usw., bloß, dass diese eben pervertiert wäre. Hier würde ich mit den Regeln zu schleichenden Verfall arbeiten. Die Diskussion geht allerdings grade ein wenig vom Thema des Threads ab, daher würde ich im Falle das weiterer Wunsch nach Austausch über die Natur von Dämonen und Niederhöllen besteht einen eventuell anwesenden Admin bitten das ganze in einen seperaten Thread zu verschieben.

  • Es ist eine Sache mit einem Zauber die Distanz zwischen den Sphären zu überwinden und ein gefiltertes Bild von etwas zu bekommen, was sich sonst dem Verstand widersetzen würde, ja ihn vermutlich sogar vernichten könnte, etwas ganz anderes dorthin zu gehen, wo genau das passiert. Zudem ist der Blick in die Niederhöllen mitnichten etwas, was irgendwie zuverlässige Ergebnisse liefert. Denn das was heute noch dort ist, kann morgen verschwunden sein. Eine Seele in einer Unendlichkeit ohne Raum zu finden, sich mit der manifesten Kraft von Dämonen innerhalb ihrer Sphäre zu messen, an einem Ort an dem es keine Zauberkraft mehr gibt (Denn es gibt keine Astralenergie in den Niederhöllen).
    Die Historia nehme ich zu dem Thema grundsätzlich nicht ernst, allerdings selbst wenn man anlegt, dass die Dämonen pervertierte Ordnung sind (was sicherlich teilweise durchaus korrekt ist, denn die Niederhöllen verschlingen schließlich die Seelen und was übrig bleibt wird Dämon), so ist es doch bereits genug Chaos, um derart lebensfeindlich und schrecklich zu sein, dass es keinen Erhalt von irgendetwas dort gibt. Ein Dämon braucht keine Luft, er braucht keine Wärme, er braucht keine Schwerkraft, er braucht keine Atmossphäre. Im Chaos der Niederhöllen könnten die Helden im Augenblick ihrer Manifestation durch die Kälte erstarren (es herrscht niederhöllische Kälte), elendig ersticken (es gibt keine Atemluft), von unglaublichem Druck zerquetscht werden oder von einem Vakuum erfasst von innen heraus ausbluten. Ganz abseits davon, dass man durch die schieren Eindrücke wahnsinnig und durch die schiere Gewalt der dämonischen Macht zerrissen werden könnte.


    Wie du schon gesagt hast, wenn es keine göttliche Hilfe gibt (und zwar massive, richtig ordentliche Schützenhilfe auf dem Niveau eines großen Wunders und darüber), dann gibt es keine Rettungsmission in die Niederhöllen und selbst mit diesem Eingreifen, würde genau diese Kerbe ein Leuchtfeuer im Chaos sein. Dort wo so viel Nayrakis aufgewandt wird, nur um den Heroen das Überleben zu erlauben, stellt man quasi einen Leuchtturm.


    Niemand sprach von unmöglich, aber das hat eben nichts mehr mit High-Fantasy zu tun, sondern ist im Endeffekt "lass uns mal Götter spielen". Kann man machen, aber nicht mit den von dir genannten Mitteln. Nicht in meiner Vorstellung von der derischen Schöpfung und der verzehrenden Macht des Chaos.

  • Wenn man nicht unbedingt dem DSA Kanon folgen muss, ist eine Queste in die Niederhöllen à la Odysseus Queste in den Hades sicherlich eine coole Sache. Würde mir gefallen.

  • Die Genannten Umweltbedingungen lassen sich alle magisch beheben. Eine neue Bresche muss nicht in den Sternenwall geschlagen werden, da bereits eine vielzahl kleinerer Breschen besteht (z.B. Pforten des Grauens), insofern wird hier keine Hilfe benötigt. Ich Stimme dir zu, dass es ohne Göttliche Hilfe nicht geht, jedoch muss diese nicht zwingend von den Dämonen bemerkt werden, so wäre es durchaus stimmig, wenn eine Geheime Phexliturgie/ eine Reliquie die direkte Entdeckung des karmalen Wirkens verhindert. Es gibt alle Elemente in pervertierter Form in den Niederhöllen, inklusive Astralkraft, wie sonst könnte ein Dämon einen Menschen zum Zauberer machen, bzw. selbst magische Wirkungen hervorrufen.
    Das ganze wäre definitiv nichts was man in einem Abenteuer abhandeln könnte, sondern würde vom Umfang her vermutlich sogar eine Kampagne sprengen, nichtsdestotrotz, oder grade deshalb würde ich der Aussage, dass hier Gott gespielt wird widersprechen, denn "Gott spielen" bezieht sich mMn nicht auf den Umfang, bzw. die Schwierigkeit der zu lösenden Aufgabe, sondern darauf, dass zur Bewältigung eben die Omnipotenz eines Gottes genutzt wird, etwa wenn der Namenlose im Alleingang rein stürmt um Pardona zu retten. Wird das die Aufgabe hingegen von Menschen gelöst (selbst die Göttliche Hilfe kann ja erarbeitet sein, etwa durch den Diebstahl eines Artefakts aus einem (Phex-)Tempel), im Rahmen ihrer magischen oder profanen und karmalen Möglichkeiten, wäre heroisch oder episch das passende Wort.

  • In der griechischen Mythologie war der Hades nicht die Hölle, nur die Unterwelt! Versuch mal in den Tartaros zu kommen, da hast du die Hölle! Ein Gefängnis aus dem selbst Titanen nicht entkommen können...

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    Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

  • Es gibt alle Elemente in pervertierter Form in den Niederhöllen, inklusive Astralkraft, wie sonst könnte ein Dämon einen Menschen zum Zauberer machen, bzw. selbst magische Wirkungen hervorrufen.

    Das eine bedingt keineswegs das andere. Nur weil ein Dämon Einfluss auf die Schöpfung nehmen kann und deren Essenz pervertieren, bedeutet es nicht, dass gleiches umgekehrt möglich ist. Wieso sollte ein Magier in den Niederhöllen zaubern können, wenn die Grundelemente der Schöpfung, Nayrakis und Sikaryan fehlen und etwas ganz anderes dort existiert? Wieso sollte irgendeine Art von Magie so funktionieren, wie sie derisch funktioniert? Karma, ja, ist ein Stand-Alone, wobei es auch keine Artefakte gibt, mit denen man in die Niederhöllen reisen kann, sprich die müssten mittels großem Wunder erst einmal erschaffen werden und nicht "geklaut". Außer man setzt einfach, dass natürlich ein paar Phextempel sowas bunkern, einfach für den Fall...


    Und natürlich kann man es episch nennen. Ich nenne es allerdings vorrangig für Aventurien eine Aufgabe für Götter oder ihre direkten Erwählten, die mit ihrer Hilfe vorgehen. Episch nenne ich allerdings auch Dinge wie "eine alte Hochelfenstadt finden und eine leibhaftige Hochelfen-Göttin treffen". In die Niederhöllen zu marschieren um irgendeine 08/15 Seele zu retten hat dann eher was von Supernatural-Epos, ergo "wir brauchen einfach noch was dickeres als nur den Teufel und Erzengel und Götter, es muss noch mehr geben!". Das finde ich schon nicht mehr episch sondern absurd, weil eben danach auch nichts mehr folgt. Denn entweder hat man sehr plausibel (im aller, aller besten Fall 5 kaputte SC, die geistig nicht mehr sind als Steckrüben, weil das Chaos im Zweifel den sterblichen Verstand zu Brei gequirlt hat) oder man hat eine Gruppe von Ilkhold Zottelhaars, die man dann eigentlich nur noch auf alten Drachen gen Alveran reiten lassen kann oder regelmäßig mal in die Niederhöllen zum "aufräumen" schickt.


    Es sprengt eben einfach jede Verhältnismäßigkeit im aventurischen Hintergrund und stellt auch Gezeichnete und ähnliche Größen einfach in den Schatten (in der Größe der Tat, nicht im Sinne des Erreichten => Einen dämlichen Paktierer zu retten, der aus Machtgier, Unwissenheit etc. einen Pakt eingeht, der aber sonst nichts besonderes ist zu retten ist kaum irgendwie eine Großtat, die den Aufwand rechtfertigen würde). Sprich, man generiert, aus Gründen des Epos eine Szenerie, die in ihrer Konstellation absurd ist.


    Man kann alles machen, in seinem Aventurien. Man kann auch Theurgie erlernen und sich von Praios die Trauben reichen lassen. Stimmig und hintergrundplausibel ist es eben nicht.


    Und wie ich schon sagte, du setzt vieles voraus, was ich als nicht gegeben sehe.

  • Nocheinmal: Es gibt einen Unterschied zwischen Niederhöllen und dem Chaos. Nayrakis existiert hier eben doch, wenn auch in Verderbter Form ( Dämonen, welche in der Seelenmühle aus Seelen, also Nayrakis entstehen) und da das Nayrakis dem Sikaryan erst seine Form gibt, muss es zwingend auch dieses dort geben, da eben erst diese beiden Gegensätze Existenz ermöglichen, würde wie du beschreibst in den Niederhöllen kein Sikaryan existieren, so wäre des Dämon nur eine Idee ohne eine physische Repräsentation (er wäre platonisch). Für die Existenz von Sikaryan spricht außerdem, dass sich Dämonen vom Beschwörer mit LeP bzw. Asp bezahlen lassen, man kann daher annehmen, dass Sikaryan zwar außerhalb der Sphären nicht generiert wird, durch Export aus der Schöpfung jedoch dort vorhanden ist.
    Auf Basis dieser Argumentation stellen sich die Niederhöllen dann als transzendente Ebene zwischen Negentropie und Entropie dar, in deren Ausläufern sich die Schöpfung auflöst. Daraus lässt sich umgekehrt wiederum folgern, dass die Niederhöllen abhängig sind von der Existenz der Sphären, da ohne diese auch der Zufluss an Sikaryan und Nayrakis abbrechen würde, und alles sich in Entropie verflüchtigt.

  • Können wir uns trotzdem drauf einigen, das die "WENN MAN DAS ALLES HAT"-Prämisse für die "Wir tauchen in die Niederhölle ab" so verdammt groß ist, das 99 Prozent aller Heldengruppen, einschließlich meiner die mit 4.5k AP noch im oberen Lowbereich sind, nicht möglich wären? Eher kommt Borbarad wieder, weil man in seine Globule eindring als in die Niederhöllen.


    Ich bitte höflichst zurück zum Thema zu kommen. Dieser Plan ist zur genüge diskutiert worden und er hilft mir in meiner Situation NICHT weiter.

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  • Nayrakis existiert hier eben doch, wenn auch in Verderbter Form ( Dämonen, welche in der Seelenmühle aus Seelen, also Nayrakis entstehen) und da das Nayrakis dem Sikaryan erst seine Form gibt, muss es zwingend auch dieses dort geben, da eben erst diese beiden Gegensätze Existenz ermöglichen, würde wie du beschreibst in den Niederhöllen kein Sikaryan existieren, so wäre des Dämon nur eine Idee ohne eine physische Repräsentation (er wäre platonisch).

    Dafür liefert allerdings das WdG und das WdZ keinerlei Anhaltspunkte, also die Existenz von Nayrakis und Sikaryan in der Niederhölle. Viel mehr wird beschrieben, dass Dämonen eben nicht aus gleichem bestehen und deswegen auch nichts zurücklassen, bzw. nur Schlacke, wenn sie vergehen, unabhängig von dem, woraus sie zu bestehen scheinen. Nach Borbarads Metaspekulative Dämonologie ist es übrigens exakt so, Dämonen sind lediglich Ideen, die der Beschwörer dem Chaos aufzwingt und diesem dadurch Gestalt verleiht. Die Niederhöllen an sich unterliegen einer scheinbaren Ordnung, durch Domänen ausgedrückt, doch ob dies wirklich die Natur der Niederhöllen ist und ob sie derartig gestaltet und geordnet sind, lässt sich kaum sagen.
    Das WdZ spricht davon, dass jenseits des Sternenwalles das Chaos der siebten Sphäre lauert, die "Vorhölle" wird sogar noch in die sechste Sphäre, bzw. in die letzte Schicht des Limbus gelagert. Der Sternenwall ist dann auch die Grenze zwischen Schöpfung und Chaos (wohingegen du ja die Niederhöllen als Pufferzone dazwischen beschreibst => ich würde sie eher als Erklärungsmodell bezeichnen, der Versuch eine Ordnung dort zu etablieren wo das Chaos herrscht => Natürlich muss man für die Spieler auch Festlegungen treffen, wie die Domänen, alles andere wäre eben kaum zu handhaben).


    Letztlich gehe ich durchaus mit dir konform darin, dass die direkten Niederhöllen einer gewissen Ordnung unterliegen. Mächtigste (an Göttermacht angrenzende) Existenzen formen diese und liefern ein Zerrbild der Schöpfung. Allerdings ist es genau das. Ein Zerrbild und eine Korrumpierung. Nayrakis verliert sich in dem vagen Anflug einer Ordnung, Sikaryan wird aufs gröbste korrumpiert, falls man überhaupt von irgendeiner Form dieser Existenz sprechen kann. Bedeutet, kein Zauber und kein Artefakt, keine derische Magie, hat irgendeinen Anspruch darauf überhaupt eine annähernd ähnliche Wirkung zu entfalten. Wo im Limbus bereits das Chaos der Magie dafür sorgt, dass Zauber teilweise gänzlich anders wirken, gar nicht oder deutlich machtvoller, wo in Feenwelten der einfache Hellsichtszauber zur Massenvernichtung verkommen kann, da sollten die Niederhöllen keinerlei Berechenbarkeit für aventurische Magie haben. Niemand (außer einer einzigen lebenden Entität) ist zurückgekehrt und weiß, welche Gesetzmäßigkeiten dort herrschen (oder eben auch nicht).


    Um in die Niederhöllen zu reisen (wie gesagt, abseits davon, dass es keinerlei Grund dazu gibt, es geht hier ja nicht um die Rettung der Welt oder ähnliches, sondern um einen einfachen Paktierer ohne großen Einfluss auf die Welt) und Zugriff auf seine Fertigkeiten zu behalten, müsste man die Macht besitzen, der Niederhölle Schöpfung aufzuzwingen und so eine Blase Realität mit sich zu tragen und im anstürmenden Chaos zu behaupten, erfordert unglaublich viel Macht (im göttlichen Bereich). Wenn die Ordnung der Niederhöllen nur der Form nach besteht (nämlich in den Domänen, die Zerrbild der alveranischen Macht sind, aber eben auch von anderen, machtvollen Wesen gespeist werden) bedeutet dies zugleich, dass die Naturgesetze keine Gültigkeit haben müssen. In die Domäne CPTs zu tauchen könnte so sein als würde man schlagartig in die Tiefsee gebracht, tausende von Meilen unter den Meeresspiegel und es könnte ein Druck vorherrschen, der jeden umgehend zerquetscht (schon allein weil es diese Umstände in der Wirklichkeit gar nicht gibt). Und man kann dies nicht einmal wissen, man stürzt sich durch den Sternenwall irgendwohin (angenommen man kommt soweit, denn schon die Reise durch die Vorhöllen würde eigentlich alle von dir genannten Ressourcen zur Tarnung und Bewegung aufzehren) und die sterbliche Existenz endet in einem Wimpernschlag, ohne das man irgendetwas tun konnte.

    Für die Existenz von Sikaryan spricht außerdem, dass sich Dämonen vom Beschwörer mit LeP bzw. Asp bezahlen lassen, man kann daher annehmen, dass Sikaryan zwar außerhalb der Sphären nicht generiert wird, durch Export aus der Schöpfung jedoch dort vorhanden ist.

    Oder man nimmt an, dass diese Kraft gebraucht wird, um dem Dämon seine Gestalt zu verleihen und seine Existenz zu unterhalten, denn die wenigsten Dämonen verbleiben länger auf Dere, wenn sie nicht über diverse besondere Befähigungen verfügen. Eine Ableitung des Sikaryans in die Niederhöllen wäre also nur eine einzige Theorie. Es könnte auch schlicht die Energie sein, die zum Erhalt der dämonischen Form benötigt wird.


    Können wir uns trotzdem drauf einigen, das die "WENN MAN DAS ALLES HAT"-Prämisse für die "Wir tauchen in die Niederhölle ab" so verdammt groß ist, das 99 Prozent aller Heldengruppen, einschließlich meiner die mit 4.5k AP noch im oberen Lowbereich sind, nicht möglich wären? Eher kommt Borbarad wieder, weil man in seine Globule eindring als in die Niederhöllen.


    Ich bitte höflichst zurück zum Thema zu kommen. Dieser Plan ist zur genüge diskutiert worden und er hilft mir in meiner Situation NICHT weiter.

    Ich tippe eher auf 99,9% Aber damit lehne ich mich vielleicht zu weit aus dem Fenster.


    Und ja, Seelenrettung in die Niederhöllen für einen Waldmenschenkrieger halte ich ebenfalls für ein vollkommen unsinniges und überzeichnetes Ereignis.^^


    Nur in deiner Situation hilft eben nicht viel, solange der SC gar nicht selbst den Pakt lösen will. Denn sobald jemand anderes es merkt (zumal mit wem der Pakt geschlossen wurde) dürfte eine "friedliche" Lösung vom Tisch sein und selbst wenn der Exorzismus keine letalen Folgen hat, dürfte der Paktierer danach aus dem Spiel sein. Phileasson wird sicherlich keinen Hranngar-Diener mitnehmen. Auch keinen geläuterten.

  • Ich glaube eine Reise in die Niederhöllen ist nicht machbar, egal wieviele AP man hat.


    Ich glaube zudem, dass jemand der viele Menschen bewusst in den Tod riss und sie ertränkt, an Ketten gefesselt und dass nur weil es ihm zu wenig Blutvergießen gab -
    NICHT WERT IST... ein Mörder, der es verdient hat zu sterben, egal ob Nereton und Boron sagen, dass er zu leicht oder schwer ist... soll er halt brennen.


    Kein Held rettet seinen Kameraden, wenn er so ein Unsinn macht.


    Stellt euch mal einen NPC vor, der lange mit den Helden reist... an sich auch nichts andere als ein SC, nur dass er vom SL verkörpert wird.
    Da stellt die Heldengruppe dann auch fest, dass sie die ganze Zeit verarscht wurden und es gut ist, dass der Paktierer nun tot ist

  • Ich halte eine Reise in die Niederhöllen und auch wieder zurück für machbar. IT, sowie OT! Allerdings würde ich für den unseligen Götterverräter nicht in Charyptoroths Reich einkehren um seine Seele zu retten. Er wird bei der nächsten Möglichkeit ja wieder paktieren um sein mickriges Leben zu bewahren .


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  • Reisen in die Niederhöllen halte ich für absolut nicht machbar. Die Idee mit dem Tsatempel klingt gut, aber spielbar ist der Waldmensch als Krieger danach nicht mehr. Eine weitere Option wäre, Niahm anzuquaken - irgendwie helfen kann sie sicher.


    @Astralenergie in Niederhöllen
    Die Niederhöllen der üblichen Erzdämonen sind ein ganzes Stück vom "echten" deepchaos entfernt, dem Heskatet und Asfaloth noch am nächsten stehen und das völlig unberechenbar und zunehmend unmagisch wird.


    Die Ableitung von Sirkayan in die Niederhöllen ist überwältigend wahrscheinlich - Stichwort Blutopfer, Belkelel-Vampire, Lebensraub II und viele andere - und dient der Mehrung der magischen Macht der Erzdämonen. Astralenergie fließt auch in den (ordnungsnahen) Niederhöllen, Madas Frevel war nicht auf Dere beschränkt - sonst könnten Dämonen gar nicht erst mit magischen Mitteln gerufen oder gebannt werden. Es ist korrekt, dass beschworene Dämonen auf Dere kein echtes Sirkayan haben, ihr Scheinleib (ohnehin optional, es gibt körperlose Dämonen) ist magisch aufrechterhalten - LE ohne Sirkayan. Bei ihrem Astralleib wird die Sache schwieriger: Er ist zweifellos vorhanden und kann sehr stark sein, aber er ist ebenfalls nicht vollständig und braucht magische Unterstützung, um zu existieren. Den Astralleib eines beschworenen Dämonen sehe ich als beschworene und angepasste (verg. Borbarad-Philo) Instanz, als Abziehbild einer individuellen und theoretisch lokalisierbaren Kernmatrix in den Niederhöllen.

    Hoch an der Wand hängt Hochkant-Kant.


    Beherrscher des Kophtanischen Imperavi nach Zant...
    und lobet Thargunithread, die Herrin der Threadnekromantie!





  • Reisen in die Niederhöllen halte ich für absolut nicht machbar.

    Die Limbologen Aventuriens wären anderer Meinung denke ich.
    Absolut nicht machbar schließt ja sogar die Theorie aus und gerade da ist es ja nach offiziellem Regelwerk möglich in die äußeren Sphären zu reisen und die Schwierigkeit besteht in der Rückreise. Aufgrund des Aufbaues der Sphären und dem Limbus dazwischen würde ich vorallem ein Absolut[size=12] nicht gelten lassen wollen.


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  • Oh... Na dann können wir das Thema ja für die Reise in die Niederhöllen karpern... :P


    Dort kann man sicher keine AsP regenerieren, also muss man sich mit magiekundigen Charakteren, Sangurit-Kristallen und Astralspeichern bzw. Zaubertränken eindecken. Mit Auge des Limbus in der Variante Tor zu den Niederhöllen ist der erste Schritt schnell getan. Man reise in einem luftdichten Kasten aus sechs Fortifex-Wänden (gefüllt mit Atemluft und Glyphen, um diese ständig zu erneuern) dorthin, umgeben von einem mächtigen Gardianum (Schild gegen Dämonen und Schild gegen Zauber als Varianten), belegt mit einigen Psychostabilis. Ängste-Lindern-Artefake schützen davor, am Ziel gleich wahnsinnig zu werden. Ein auf Personen umgeänderter Gefunden! (Zauberwerkstatt) kann mit viel Glück die richtige Seele in Myriaden finden. Mit einem ebenfalls in der Zauberwerkstatt modifizierten Geisterbann schickt man die Seele nach Dere (statt wie in der Grundvariante in den Limbus), wahlweise könnte man auch die Seele in einem Schamanistischen Geisterkerker transportieren. Nun öffne man mit einem mächtigen Auge des Limbus-Artefakt ein Tor und landet in irgendeiner Globule oder auf Dere oder einer anderen Sphäre, vielleicht tut auch ein mächtiger Transfersalis seinen Dienst. Ich vermute, dass man sich in den Niederhöllen wie im Limbus durch schieren Willen bewegt, denn wiedoert gibt es in diesen keine Gesetze, die ja das Gegenteil von Chaos darstellen.
    (Nein, das klappt natürlich nicht. Nur der Namenlose als mächtigste Entität überhaupt hat es bisher geschafft, eine Seele -Pardona - aus der Seelenmühle zu holen)

    Ein rutschiger Weg bringt zwei, die sich helfen, nicht zu Fall. Zwei dreifach geflochtene Seile halten das größte Gewicht. Der stärkste Löwe - zwei Jungen können ihn wegstoßen.

    -Frei aus dem Gilgamesch-Epos

  • "Reise" inkludiert eine Rückfahrtmöglichkeit,

    Vielleicht ein Auge des Limbus in der Variante Tor zu den Niederhöllen? Ist zwar gewaltig erschwert (10+3W6 oder so), aber so käme man wieder raus - allerdings mit unvorhersehbarem Ziel - in einer beliebigen Sphäre oder Globule, wie oben beschrieben eben. Nur das Agieren in den Niederhöllen ist eine Unabwägbarkeit - gibt ja keine Setzungen dazu, nehme ich an...

    Ein rutschiger Weg bringt zwei, die sich helfen, nicht zu Fall. Zwei dreifach geflochtene Seile halten das größte Gewicht. Der stärkste Löwe - zwei Jungen können ihn wegstoßen.

    -Frei aus dem Gilgamesch-Epos