Das Kind der Sonne

  • Keller (Eichbart, Eleawen, Ferin)


    "Danke für das Licht" sagt er beiläufig während er die Leiche und die Wunden sich nun mal genauer anschaut, auch wenn vielleicht doch nicht die besten Lichtverhältnisse bestehen. Dann kann er sich vielleicht noch nachher mit der Borongeweihten zusammenschließen um noch eine Zweitmeinung dabei zu haben von einer vielleicht doch etwas angeseheneren Stellung und um seine Begründungen und Verdachte zu Untermauern.

  • Unterwegs in der Burg (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    "Es..", sie schluckt und wurde eigentlich gerne Fürchtepraios antworten lassen, doch Jeno blickt nur sie an, "Es gab einen Todesfall in der Nacht. Cella ist gestorben." Sie senkt den Blick und knetet nervös ihre Finger.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Eingangshalle (Noiona)


    Nicht einmal Boroni mögen es, eine Todesnachricht zu überbringen. Zumindest Noiona in den meisten Fällen nicht, wenn die Trauer der Hinterbliebenen, die Verzweiflung oder die Erschütterung die Erleichterung und die Gewissheit, dass Gebrechen oder Krankheit nun ein Ende hat, überwiegen. Und hier ist eindeutig nicht mit Erleichterung zu rechnen.

    "Lissara", wispert Noiona stimmlos und ringt sich ein Lächeln ab. Und entscheidet sich, mehr Worte zu machen: "Du heißt Lissara, nicht wahr? Ich bin Schwester Noiona und vom Orden der Noioniten. Hast du schon von ihm gehört?"

  • Im Keller (Eichbart, Eleawen, Ferin)


    Als Eichbart den Bauch mit den Wunden entblößt schluchzt Ferin auf. "Wer tut so etwas? Warum? Ich... wir waren... ich hätte zu ihr stehen sollen, sie einfach heiraten egal, wass mein Vater sagt." Sein leerer Blick scheint direkt durch Eichbart hindurch zu sehen. "Ich dachte, wir hätten noch Zeit, ich könnte ihn noch umstimmen. Dass wir einen Weg finden. Und jetzt... jetzt..." Seine Stimme bricht erneut. "Warum?"


    Eingangshalle (Noiona, Lissara)


    Als die bleiche Frau in dem um ihren Leib schlotternden Nachthemd im Halbdunkel ihren Namen haucht, zuckt das Mädchen ängstlich einen weiteren Schritt zurück. Doch das Lächeln und die darauffolgenden Worte scheinen sie etwas zu beruhigen. Bei Noionas erster Frage, mustert die Kleine lange prüfend das Gesicht der Geweihten. Ein Blick, der viel zu Ernst, zu wissend für ein Kind diesen Alters wirkt. Dann nickt sie zögernd. Und ihre Haltung entspannt sich ein wenig. Bei der zweiten Frage weicht sie Noionas Blick zum Boden hin aus und scharrt verlegen mit einem Fuß. Zunächst scheint sie gar nicht zu reagieren doch dann - ein angedeutetes Kopfschütteln?


    Unterwegs in der Burg (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    "Cella gestorben?" Jeno erbleicht. "Wie das? Warum?" Er wirft einen gehetzten Blick über die Schulter. "Ich kann leider nicht weg... Dem Herrn ist nicht wohl, er braucht mich." Er fährt sich mit zitternder Hand durch das Haar. "Holt am besten Mutter Xarinda. Sie wird...", er verstummt, scheint selbst nicht so richtig zu wissen, was Mutter Xarinda tun soll. "Und sie hat eine Schwester im Dorf. Athina. Jemand muss ihr Bescheid geben."

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

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  • Unterwegs in der Burg (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    Einen Moment steht Cassandra hilflos da. Diese Antwort passte mit keiner ihrer Erwartungen zusammen. "Mutter Xarinda? Und Athina heißt ihre Schwester? Wir brauchen außerdem einen Tisch und ein paar Lampen...", fällt es ihr wieder ein. Sie birgt das Gesicht für einen Moment in den zitternden Händen und als sie wieder aufschaut stehen Tränen der Erschöpfung in ihren Augen.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Im Keller (Eichbart, Eleawen, Ferin)


    Eichbart hat genug gesehen. Der Tod wurde auf jeden Fall durch den Blutverlust herbeigeführt. Langsam und andächtig deckt er die Wunden wieder zu und steht dann auf. Dann versucht er Ferin zu beruhigen und auszufragen: "Ihr habt aber denke ich mal noch keine Kinder erwartet? Verzeiht die Frage aber gab es vielleicht jemanden der ebenfalls um Sie geworben hat und es nicht mehr ausgehalten hat euch zusammen zu sehen. Und wenn er sie nicht haben kann dann darf Sie niemand mehr haben? Ich weiss das hört sich sehr nach der Geschichte eines Hellerromanes an." Er schüttelt nur den Kopf. Aber die Art wie sie getötet wurde sieht eher nach einer spontanen Tat, vermutlich aus Jähzorn.

  • Unterwegs in der Burg (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    Holla! Es wird doch nicht noch ein Unglück geschehen sein? So fahrig hatte Fürchtpraios den Leibdiener bisher nicht erlebt. Ganz im Gegenteil wirkte er ansonsten stets recht besonnen. Mit dessen offensichtlichem Versuch, die drei abzuwimmeln - so kommt es ihm zumindest vor - sorgt er nun gerade für einen exakt konträren Effekt. Der Praiot nutzt die entstehende Pause und hebt leicht seine Stimme, als er aus der dritten Reihe über die Köpfe von Cassandra und Pandraig hinweg spricht: "Guter Jeno, all dies ist gewiss beizeiten indiziert. Doch zunächst würden wir dann doch präferieren, Euer Wohlgeboren persönlich über die Geschehnisse in Kenntnis zu setzen." Dann legt eine Hand an den Mund und ruft laut vernehmlich: "Junker Virian! Herr von Oppstein, es gibt wichtige Kunde! Hättet Ihr, trotz Eurer Unpässlichkeit, die Güte, uns für einen kurzen Moment zu empfangen?" Wollen doch mal sehen, wie es um ihn bestellt ist, wenn sein Diener dermaßen unstet ist.

    "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
    getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

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  • Im Keller (Eichbart, Eleawen, Ferin)


    "Kinder?", Ferin starrt Eichbart einen Moment verständnislos an. "Nein... nein. Ich... wir haben uns noch nicht so lange... Erst seit ich wieder hier bin. Ich wollte sie heiraten, aber mein Vater... er sagte es sei nicht standesgemäß." Nun schleichen sich doch Trotz und Bitterkeit in seine Stimme. "Wenn es um das Lehen geht, bin ich ihm nicht gut genug; nicht legitim", er spuckt das letzte Wort förmlich aus. "Aber Cella heiraten durfte ich doch nicht. Da fiel ihm mein Stand wieder ein." Dann sackt er wieder in sich zusammen. "Drei Tage ist es gerade mal her, dass ich ihn gefragt hab. Ich wollte nur noch etwas warten, ein paar Tage; vielleicht einen Mond. Und jetzt ist sie...", seine Stimme verklingt zu einem Wispern, "tot."

    Das Wort hängt bedeutungsschwanger einige Momente in der feuchten, kühlen Luft des Kellers. Dann blinzelt Ferin. "Jemand anders? Nein... ich glaube nicht. Wobei, Caris hat ihr, glaube ich, mal den Hof gemacht. Bevor wir... aber ich glaube nicht, dass er zu... einer solchen Tat... in der Lage wäre. Oder dass er seine Avancen überhaupt so ernst nimmt." Zweifelnd schüttelt Ferin den Kopf. "Außerdem ist das Tor zur Nacht verschlossen. Wenn jemand aus dem Dorf hier herauf gekommen wäre, hätte es den Wachen auffallen müssen."


    Unterwegs in der Burg (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    "Einen Tisch? Nun in der Halle steht einer. Sagt Cella..." Jeno verstummt. "Lissara. Sie kann den hohen Herren und Damen das Frühstück..." Er verstummt, ratlos. Dann zuckt er zusammen, als Fürchtepraios in plötzlich anspricht und seine Augen weiten sich erschrocken. Die befehlsgewohnte Stimme weckt lebenslang trainierte Reflexe in ihm und er nimmt Haltung an, nur um im nächsten Moment wieder in sich zusammenzusacken, die bekümmerte Miene aschfahl. "Er kann Euch nicht hören, Euer Gnaden... oder doch? Ich weiß nicht", murmelt er matt. "Er... mein Herr... er ist nicht ganz bei sich... Es ist..." er stößt einen schweren Seufzer aus, schluckt. "Verzeiht, er kann Euch nicht empfangen." Seine Hand, die den Türrahmen hält zittert merklich, als er nun Fürchtepraios mit einem flehenden Blick aus wässrigen Augen von unten herauf ansieht.

    Aus dem Innern des Raumes erfolgt keine Reaktion.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

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  • Unterwegs in der Burg (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    "Nicht ganz bei sich? Wie ist dies gemeint? Ist Junker Ferin über den Zustand seines Vaters bereits informiert?" fragt der Praiot in fast schon scharfem Ton.

    "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
    getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

  • Unterwegs in der Burg (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    Jeno zögert noch einen Moment sichtbar hin und hergerissen zwischen seiner Loyalität und der Autorität des Geweihten. "Er... ist nicht mehr er selbst", bringt er schließlich hervor. "Wie eine leere Hülle... Er reagiert nicht." Der Leibdiener schluckt. "Ferin? Nein. Ich glaube nicht. Wo ist er? Habt Ihr ihn heute schon gesehen? Cellas Tod... Ihr müsst es ihm schonend beibringen."

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Im Keller (Eichbart, Eleawen, Ferin)


    Hmm das macht die Sache doch etwas schwieriger. Aber somit gäbe es eine weitere Person die man befragen sollte. "Wie sieht es mit alten Geheimgängen aus, vorbei an den Wachen?" Lautet Eichbart seine letzte Frage an den armen Mann.

  • Eingangshalle (Noiona, Lissara)


    "Wir helfen Menschen, die sehr traurig sind oder viel Angst haben. Sie dürfen eine Zeitlang in einem unserer Häuser wohnen, wir reden und beten. Und wenn es ihnen besser geht, gehen sie wieder heim.", erkärt Noiona. Sie konzentriert sich auf das Mädchen, in dem Wissen, dass die Bilder, die ihr sonst beim Weitersprechen ihre jüngste Erinnerung auftischen würde sie ablenken würden. "Cella hat mir gestern anvertraut, dass es eine Sache gibt, vor der du große Angst hast. Möchtest du mit mir nach Warunk kommen, und wir nehmen uns zusammen der Sache an?"

  • Im Keller (Eichbart, Eleawen, Ferin)


    "Alte Geheimgänge?", Ferin wirft Eichbart einen interessierten Blick zu. "Selbst wenn es die geben sollte - wie sollten die Bauern davon erfahren haben? So etwas erzählt man doch nicht einfach herum." Sein Tonfall macht relativ deutlich, dass dies wohl auch Fremde ausschließt. "Aber angenommen es gibt einen Geheimgang: Schon allein die Vernunft würde doch gebieten, dass einem Eindringen von außerhalb Einhalt geboten wird."


    Eingangshalle (Noiona, Lissara)


    Wieder ruht der aufmerksame, stumme Blick auf Noiona, während sie die Aufgaben ihres Ordens erläutert. Lissaras Augen weiten sich, als Noiona ihren Vorschlag unterbreitet und sie schüttelt, einen Schritt zurückweichend, vehement den Kopf. Dabei lässt sie Noionas Gesicht nicht aus den Augen, studiert aufmerksam ihre Reaktion, jede noch so winzige Regung.

    Irgendetwas in der Miene der Geweihten scheint Lissara jedoch wieder zu beruhigen. Vielleicht ist es auch nur die Ruhe, die sie ausstrahlt, die das Vertrauen des Mädchens weckt. Sie macht einen zaghaften Schritt auf Noiona zu, greift nach ihrer Hand, zieht sachte daran. Dann wendet sie sich um und versucht Noiona in den Gang hineinzuziehen.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    Edited once, last by Sahadriel ().

  • Unterwegs in der Burg (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    "Pandraig, eilt rasch und holt Ferin herbei! Mag ihn Cellas Tod auch bereits schwer erschüttert haben, so sollten wir mit dieser Meldung nicht säumen!" Dann wendet Fürchtepraios sich Jeno zu: "Vielleicht sollten Hochwürden Noiona einen Blick auf Junker Virian werfen. Immerhin ist geistige Umnachtung eine ihrer Domänen und schnelle Hilfe scheint geboten!" Er schaut den Leibdiener an und da beginnt es ihn zu dauern, diesen guten Mann so bestürzt zu sehen. "Doch können wir hiermit auch warten, bis Mutter Xarinda eingetroffen ist." Ich sollte ihn nicht so unter Druck setzten, ist er ja lediglich bemüht, seinem Herrn loyal zu dienen. Ach, dass sich die Ereignisse nun auch so überschlagen ... "Was meint Ihr, Cassandra?"

    "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
    getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

    Edited once, last by Zwerg Nase ().

  • "Ähm...", macht Cassandra hilfreich. Die überschlagendenen Ereignisse überfordern sie: "Ich denke Noiana kann ihm bestimmt helfen, doch wenn er Mutter Xarinda gut kennt sollte sie vielleicht mit dabei sein.", meint sie schließlich. 'Was hat das alles zu bedeuten? Gestern war noch alles in Ordnung und heute...'

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Eingangshalle und Kammer (Noiona, Lissara)


    Das Herz wird ihr schwer, als sie die plötzliche Angst im so ernsten Gesicht des Mädchens aufkeimen sieht. Sie will nicht? Hat sie mich verstanden? Dieses kindliche Vertrauen und diese Direktheit, die so gut wie allen Erwachsenen die schwarzen Roben ihrer Kirche verbietet, mit der sie unversehens nach ihrer Hand greift, erinnern Noiona an einen anderen Jungen, vor einigen Jahren, im fernen Kosch. Gorm hatte es auch nicht leicht gehabt... Oh Sankta Marbo und Sankta Noiona, schaut gnädig auf diese Kinder!, schickt sie als stummes Stoßgebet gen Alveran. Und sie eilt leise und ohne zu fragen hinter dem Kind her.


    Wenig später hält sie das Bild in Händen und blickt von dem Papier auf das Mädchen. "Das ist Cella? Und... deine Eltern?", fragt sie behutsam und deutet zuerst auf die Frau im Zentrum, dann auf die beiden Figuren an der Peripherie des Blattes, oben links. Dann probiert sie etwas aus und hebt für ihre nächste Frage eine Hand vor ihre Lippen: "Und der Vogel?" Sie hat schon eine Vermutung, welchen Namen sie ihr nennen wird... wenn sie denn etwas zu ihr sagt. Noiona fällt auf, dass die Kleine noch gar nicht gesprochen hat und sie sehr aufmerksam beobachtet.

  • Vor der Kammer des Burgherrn (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    "Äh ja, mach ich", antwortet Pandraig und fügt dann noch ein verspätetes "Euer Gnaden" hinzu, ehe er sich umwendet.

    Jenos Miene hellt sich auf, so etwas wie Hoffnung schleicht sich in seinen Blick als er Fürchtepraios ansieht. "Ja natürlich! Die Boroni. Sie tenkann ihn bestimmt heilen. Könnt... Würdet Ihr sie bitten, einmal nach meinem Herrn zu sehen?" Bedauernd fügt er hinzu: "Ich würde sie selbst bitten, aber ich wage es nicht, meinen Herrn in diesem Zustand allein zu lassen."


    Kammer (Noiona, Lissara)


    Lissara nickt mit einem scheuen Lächeln, das jedoch bei Noionas zweiter Frage wieder verschwindet. Ein weiteres, zögerliches Nicken. Bei der dritten Frage ändert sich ihr Blick. Schmerz kann die Geweihte darin erkennen und Lissaras Augen glänzen feucht. Mit einem Schlucken schaut sie zu Boden und versucht die Tränen wegzublinzeln.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • sKammer (Noiona, Lissara)


    Ganz langsam streckt Noiona eine Hand aus, beobachtet, ob das Kind zurückweicht, und legt ihr schließlich, wenn sie sie gewähren lässt, die Hand auf den Kopf. Sanft streichelt sie über ihre Haare. Mit der anderen Hand fischt die Geweihte nach einem Taschentuch aus einer eingenähten Tasche der Kutte... und muss feststellen, dass sie immer noch ihr schwarzes Nachthemd trägt. Das Gefühl ihrer frierenden Füße hat sie beim Gang durch die Burg so weit von sich geschoben, dass sie sie gar nicht mehr bewusst wahrnimmt.


    Schwarze Schwingen, schwarze Worte. Ein altes Sprichwort und Anspielung darauf, dass Boronis selten die Überbringer froher Botschaften sind.

    Mit einer Geste und Kopfbewegung fordert sie Lissara auf, sich auf das Bett zu setzen und nimmt neben ihr Platz. "Dass sie jetzt beim Herrn Boron sind oder sogar in einem der Paradiese hat dir bestimmt schon ein Priester gesagt. Vielleicht Mutter Xarinda? ...Und dass sie bestimmt stolz sind, so ein tapferes Mädchen zu haben.

    Du kannst dir noch ein paar Tage überlegen, ob du mitkommen willst. Aber ich muss dir noch etwas sagen. Etwas schlimmes, mein Kind." Noiona schaut das Mädchen ernst an, und ernst und traurig wird ihr Blick wahrscheinlich erwidert.

  • Vor der Kammer des Burgherrn (Cassandra, Fürchtepraios, Pandraig)


    "Wir werden sie alsbald hierum bitten, ad momentum ist sie gerade unabkömmlich." Dann fällt ihm ein: "Ach, der junge Herr bat doch um Tisch und Lampen! Nun, er wird ja eh gleich eintreffen. Derweil dürfte es wohl indiziert sein, simplificant hier zu warten."

    "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
    getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

  • Lissaras Kammer (Noiona, Lissara)


    Als sie die sanft Berührung der Geweihten spürt, sieht Lissara überrascht auf. Während Noiona ihren Kopf streichelt entspannen sich die Gesichtszüge des jungen Mädchens ein wenig und sie bringt ein tapferes Lächeln zustande. Der stummen Aufforderung folgend nimmt sie auf dem Bett Platz und nickt zu Noionas Worten, wobei sie vor sich auf den Boden schaut. Als diese jedoch schlechte Nachrichten ankündigt, rückt Lissara unwillkürlich ein paar Finger von ihr ab und schaut in banger Erwartung zu ihr empor.


    Im Keller (Eichbart, Eleawen, Ferin)


    Noch ehe Eichbart etwas erwidern kann, erklingen hastige Schritte auf der Treppe. Wenige Augenblicke später platzt Pandraig in den Kellerraum. "Tschuldigung, Herr Ferin." Der Blick des Stallknechts flackert zwischen Ferin, Eichbart und Eleawen umher, vermeidet es jedoch die Leiche zu streifen. "Es geht um Euren Vater. Jeno sagt, er is...", angestrengt sucht er nach Worten, "...es geht ihm nich gut. Ihr müsst sofort kommen. Also, das hat nich der Jeno gesagt, sondern der Priester." Ferins Augen weiten sich, als er zu Pandraig aufblickt. "Mein Vater...?" Sein Blick wandert hilfesuchend zu Eichbart und Eleawen, dann wieder zurück zu Pandraig. Der nickt mit einem unglücklichen Gesichtsausdruck. "Ja, Herr. Ihr müsst sofort kommen. Bitte." Ferin seufzt. "Also gut." Dann hebt er vorsichtig Cellas Kopf von seinem Schoß und legt ihn behutsam auf dem Boden ab. Mit einer Hand streicht er ihr das Haar aus dem Gesicht, dann haucht er ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. Schließlich richtet er sich langsam, mit müden Bewegungen auf und blickt erneut die beiden anderen an. "Ich werde dieser Sache auf den Grund gehen. Würdet Ihr die... Wache an meiner statt fortsetzen?" Eleawen nickt. "Natürlich." Dann wendet sich der Junkerssohn um und folgt Pandraig.

    Als die Schritte verklingen, herrscht einen Moment Stille. Dann wendet sich Eleawen an Eichbart. "Ihr könnt ihm folgen, falls Ihr es wünscht. Ich denke, es genügt, wenn einer von uns hier unten wacht."


    Vor der Kammer des Burgherrn (Cassandra, Fürchtepraios)


    Jeno verbeugt sich ein wenig steif. "Ganz wie Ihr wünscht, Euer Gnaden." Er zögert einen Augenblick. "Soll ich Euch einen Stuhl bereitstellen? Es wird sicher nicht allzulange dauern, bis der junge Herr kommt, aber..."

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein