Das Kind der Sonne

  • "Oder diese Person verbirgt sich irgendwo und überlebt durch Wilderei und Diebstahl. Aber das wäre doch sicherlich auch aufgefallen, oder?" fragt Zoe in die Runde.

    Stell dir vor, es ist Klimawandel, und keiner tut was - dann kommt der Klimawandel zu dir.

  • Vater und Sohn beginnen zeitgleich zu sprechen. "Ich bin auch der Ansicht, dass...", beginnt Ferin, unterbricht sich aber, um seinem Vater den Vorrang zu geben.

    "Ich bin jedenfalls nicht gewillt in dieser Sache ein Risiko einzugehen." Der feste Griff um seinen Weinpokal verrät seine Anspannung, auch wenn Gesicht und Stimme ruhig bleiben. Sein Blick richtet sich auf seinen Sohn, verweilt dort kurz und wandert dann weiter zu den beiden Verwalterinnen. "Morgen werden wir mit der Suche beginnen. Wir werden die gesammte nähere Umgebung durchkämmen. Wenn sich dieser... Unmensch noch im Tal aufhält, muss er gefunden werden." Ferin hält den Blick seines Vaters kurz. Dann deutet er ein Schulterzucken an und richtet seine Aufmerksamkeit wieder auf seinen Teller.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Auch wenn Gwendolyn sich nicht weiter an dem prekären Gespräch beteiligt, so hört sie doch aufmerksam zu. Mit der Schlussfolgerung der Hausherren ist sie zufrieden. Die Umgebung einmal nach Hinweisen zu durchsuchen, ist gewiss nicht das schlechteste. Falls sich immernoch ein Ghul auf der Spur der Tobrier befindet, dann könnte das unheilige Wesen bei dieser Gelegenheit entdeckt werden.

  • Nachdem Cassandra sich lange zurückgehalten hatte mischt sie sich nun doch in das Gespräch ein: "Das würde ich nicht tun Hochgeboren. Zumindest nicht so. Wenn dieser Söldner mehrere Monate in der Wildnis überleben kann wird er einen lärmenden Suchtrupp sofort bemerken und schneller verschwinden, als ihr aus eurer Burg raus seid.", ruhig, aber bestimmt spricht die Jägerin trotz des Unterschieds in der gesellschaftlichen Stellung, "Lasst mich nach Spuren suchen. Eine einzelne Person wird nicht auffallen, erst recht nicht wenn sie selbst jagt. Auf diese Weise kann ich außerdem noch ein wenig Fleisch für die Flüchtlinge im Lager beisteuern." Und ich komme aus dieser dunklen bedrückenden Burg heraus. Noiona scheint meine Hilfe nicht unbedingt zu benötigen und auch nicht in Gefahr. Einen Tag kommt sie ohne mich bestimmt aus. Mit einem Seitenblick zu Noiona vergewissert sie sich, dass ihre Annahme stimmt.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Zoe nickt Cassandra zustimmend zu. Sie hat völlig Recht, denkt sie bei sich, sagt aber erstmal nichts, um nicht den Unwillen der hohen Herrschaften auf sich zu ziehen.

    Stell dir vor, es ist Klimawandel, und keiner tut was - dann kommt der Klimawandel zu dir.

  • Bei Cassandras Vorschlag, zur Ernährung der Flüchtlinge beizutragen, beginnen Mutter Xarindas Augen zu leuchten. Der Junker jedoch schüttelt unwillig den Kopf. "Ich werde niemanden alleine losschicken. Die Gefahr ist zu groß und das Gebiet zu umfassend als dass eine einzelne Person Erfolg haben könnte." Dann wendet er sich gleichermaßen an Noiona und Fürchtepraios. "Falls euer Gnaden jedoch Eure erfahrenen Kundschafter zur Unterstützung meiner Spähtrupps entbehren können, wäre mir die Hilfe äußerst willkommen." Dann schaut er Cassandra mit gerunzelter Stirn direkt an. "Was die Jagd betrifft, sprich mit meinen Verwalterinnen. Sie wissen am besten, was unser Wildbestand verkraften kann."

    Damit ist das Thema für ihn offenbar erledigt. Sein Blick wandert zurück zu den höhergestellten Herrschaften und er greift erneut nach seinem Trinkpokal um daran zu nippen. "Wenn Euer Gnaden es wünschen, ließe sich natürlich eine Jagdgesellschaft arrangieren. Ich persönlich finde gerade die Jagd auf die Steinböcke in den höheren Gebirgslagen als äußerst reizvoll. Ein ehrliches Kräftemessen auf ihrem eigenen Terrain, sozusagen. Aber ich vermute, dass Eure Prioritäten zur Zeit an anderer Stelle liegen?"

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Cassandra ringt mit Mühe den Drang nieder Junker Virian zu widersprechen. Hilfesuchend schaut sie erst zu Noiona, dann zu Zoe. 'Wenn er diesen Schurken für so gefährlich hält dann schickt er seine doch direkt in den Tod. In dem Gelände haben die sich doch schneller nen Pfeil gefangen als sie gucken können.', doch sie ist schlau genug, diesen Gedanken für sich zu behalten. Stattdessen wendet sie sich an die Verwalterinnen: "Vielleicht können wir nach dem Essen kurz sprechen? Ich kann euch jedoch schon versichern, dass ich weder an Steinböcken noch an edlen Rotwild interessiert bin." Ein stattlicher Hirsch würde zwar mehr Fleisch bieten, doch darauf macht sie sich erst gar keine Hoffnungen.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Die Borongeweihte kann die Argumente ihrer Freundin nachvollziehen und noch besser weiß sie, dass Cassandra ihre Füße nicht stillhalten will, wenn eine Gruppe losgeschickt wird, den abtrünnigen Söldner zu finden. Allerdings... Zwei Füße können an einem Tag nur so weit laufen und zwei Augen sehen weniger als die vielen eines Suchtrupps. Und was noch schwerer wiegt ist die Tatsache, dass Cassandra das Tal nicht kennt, weder die Leute noch die Gegend.

    Dass sie das immer tun muss... Noiona ist immer wieder unwohl zumute, wenn Cassandra sich nichts um Hierarchien schert. Jede Familie hat ein Oberhaupt, jede Stadt, jede Kirche, jeder Orden, jedes Land und über all dem die Götter selbst. Sogar die Tierwelt kannte doch Alphamännchen und -weibchen, Anführer und Zweitrangige. - Ihr Vorschlag zur Güte wäre gewesen, einen Einheimischen mit Cassandra mitzuschicken, der sie zu den vielversprechendsten Versteckmöglichkeiten führen könnte, und erst am nächsten Tag, falls Cassandras Suche nicht Erfolg hatte, einen ganzen Trupp loszuschicken. Jedoch beharrt Seine Hochgeboren von vornherein auf den Vorteilen einer größeren Gruppe.

    Der Junker hat sich durch diesen direkten Widerspruch - 'Das würde ich nicht tun' - nicht aus der Fassung bringen lassen, bemerkt die Noionitenschwester wohlwollend.

    Dem Blick, den Cassandra ihr zuwirft, begegnet Noiona mit einem Schulterzucken, dann mit einem Nicken.


    Der Vorabend im Jagdzimmer hatte ihnen schon vor Augen geführt, dass sich einer der Herrschaften für das Waidhandwerk begeistert. Sie selbst kann damit nichts anfangen. "Ich werde morgen mit Ihrer Ehren Gwendolyn das Flüchtlingslager besuchen. Cassandra steht es frei, stattdessen Eure Leute zu begleiten, Euer Hochgeboren."

  • Zoe beschließt, nach dem Essen Cassandra zu fragen, ob sie vielleicht auch mitkommen kann. Einen Tag draußen in den Wäldern wär jetzt genau nach ihrem Geschmack. Eine adlige Jagdgesellschaft hingegen viel weniger.

    Stell dir vor, es ist Klimawandel, und keiner tut was - dann kommt der Klimawandel zu dir.

  • Alweide nickt knapp, als Cassandra sie anspricht. "Natürlich."

    Derweil lehnt auch Fürchtepraios eine eigens für sie einberufene Jagdgesellschaft höflich aber bestimmt ab. Der Junker nimmt dies mit einem Nicken zur Kenntnis, ohne dabei jedoch gekränkt zu wirken. Nachdem niemand mehr Anstalten macht, sich noch einmal aufzutun beginnt die dunkelhaarige Magd das dreckige Geschirr abzuräumen. Einige Minuten vergehen, dann kehrt sie mit einem Tablett voller kleiner Schälchen zurück, die sie - beim Junker beginnend - den Anwesenden serviert. Bei dem Inhalt handelt es sich um gesüßten Kompott. Während sie sich zurückzieht, nähert sich Jeno mit einer bauchigen Weinflasche in der Hand. Wer es wünscht, bekommt zum Nachtisch einen bordeauxrot funkelnden Wein serviert.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Noionas Reaktion enttäuscht Cassandra, hatte sie doch auf Unterstützung gehoffft. 'Sie weiß doch, dass mein Vorschlag der bessere ist. Ich will dem Junker ja nichts böses oder seine Autorität untergraben, sondern nur... Ach egal', nach der resoluten Antwort des Junkers muss aber auch sie zugeben, dass es schwierig geworden wäre den Junker umzustimmen.

    Der gesüßte Kompott schmeckt hervorragend, doch Cassandra würde jederzeit die frischen Beeren aus dem Wald bevorzugen. Den Wein lehnt sie dankend ab und zieht sich auch aus dem Gespräch bis zu Ende des Essens zurück, bleibt im Anschluss jedoch im Speisesaal um mit den Verwalterinnen zu reden.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Gwendolyn neigt ihr Haupt kurz zu Noiona. "Die Ehre ist ganz meinerseits, Euer Gnaden. Wenn es Euch Recht ist, würde ich als Vorbereitung hierfür gern nach der Mahlzeit eine gemeinsame Inventur unserer Reiseapotheken vornehmen."

  • Fürchtepraios fühlt eine gewisse Unruhe in sich aufkommen. Noiona und Gwendolyn schienen der Fürsorge für die Flüchtlinge Vorrang vor der Ausführung des eigentlichen Auftrags zu geben, Cassandra möchte die Wälder erkunden, respektive den Junker bei der Ausübung seiner landesherrlichen Pflichten unterstützen und es wurde gar, was der Praiot gerade noch zu verhindern wusste, ein kurzweiliger Jagdausflug zur puren Verlustierung offeriert. Nun will Gwendolyn sich zurückziehen, um Salben und Kräuter zu zählen ... Herr Praios hilf, auf dass die Mission nicht an mangelnder Gruppeneffizienz scheitern mag. Erleuchte mich mit deinem unendlichen Wissen! Eine Fokussierung scheint dringlich geboten. "Vielleicht würde es uns allen zum Vorteil gereichen, dem Gespräch mit den Geschwistern Sipplingen gemeinsam beizuwohnen - ist doch nach üppigem Mahle geistreiche Konversation dem Magen fast ebenso zuträglich wie körperliche Ertüchtigung hinsichtlich einer knappen Runde per pedes. Des Weiteren wäre es höchst erquicklich, wenn auch Euer Hochgeboren und der Herr Filius die Muße fänden, noch ein kurzes Weilchen in geselliger Runde gepflegt zu parlieren. Dies wäre Uns eine große Freude."

    "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
    getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

  • "Sicherlich", antwortet der Junker auf Fürchtepraios Frage. "Wir haben recht selten das Vergnügen, Gäste beherbergen zu dürfen. Und beinahe ebenso selten erreichen uns Neuigkeiten aus Rommilys." Er scheint sich zunehmend für die Idee zu erwärmen. "Dann würde ich vorschlagen, dass wir uns nach der Nachspeise ins Jagdzimmer begeben. Vielleicht bei einem Gläschen Brand und, wenn erwünscht, einer Pfeife." Sein Blick trifft Jeno, der mittlerweile mit dem Krug die Runde beendet hat. Der Diener nickt mit einem "Sehr wohl mein Herr", und verlässt den Saal, um den Raum entsprechend vorzubereiten.

    Für den Rest der Mahlzeit wenden sich die Gespräche anderen Themen zu: Der Junker gibt freimütig einige Geschichten aus vergangenen Jahren zum Besten, als er noch regelmäßig an Turnieren teilgenommen hat; Ferin erzählt von seinem Studium in Rommilys und Mutter Xarinda berichtet dem Junker stolz von den Fortschritten, die die junge Rivanna bei der Ausbesserung der Kunstwerke im Tempel macht.

    Schließlich jedoch entschuldigt sich der Junker vorerst, "da die Herren und Damen ja noch mit meinen Verwalterinnen sprechen wollten" und begibt sich vorerst nach oben, gefolgt von seinem Sohn. Auch Mutter Xarinda macht Anstalten sich zurückzuziehen, sofern keiner der Anwesenden noch etwas mit ihr zu besprechen hätte.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • So bleibt Cassandra zunächst zurück um mit den Verwalterinnen zu sprechen. Eigentlich würde sie danach lieber ins Bett, aber wenn Fürchtepraios noch etwas besprechen will, möchte Sie zumindest wissen worum es geht. Sobald sich Junker und Sohn zurückgezogen haben spricht sie die Verwalterinnen an: "Ich würde mich der Suche ebenfalls anschließen und danach oder sogar schon vorher etwas jagen. Wäre das annehmbar? Und was darf ich jagen?"

    Das Leben ist ein Spiel!

    Einmal editiert, zuletzt von LeCicero ()

  • Vielleicht Satuarias Sippschaft? Wahrlich, eine zünftige Hexenjagd mit nachfolgend lustig knisterndem Scheiterhaufen, das wäre erbaulich! kommt es dem Praioten überraschend boshaft in den Sinn. Zunächst erschrocken über seinen spontanen Zynismus, doch darauf mit einem heiteren "Hach" nach dem Wein langend, gönnt er sich noch einen kleinen Schluck. Nun ja, Humor hält die Hoffnung lebendig. Auf stets sonniges Gemüt, Praios zum Wohle!

    "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
    getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

  • Kompott. Schwer und süß liegt es im Schälchen, ein matter Glanz auf der Oberfläche im Schein der Kerzen. Sein süßlicher Duft steigt auf und kitzelt Noionas Nase voller Verlocken.

    Noiona nimmt den kleinen Löffel zur Hand, besieht den gesüßten Früchtebrei. EINEN Löffel gönnt sich Noiona von dem Kompott, mehr nicht, und isst ihn ganz langsam und geradezu andächtig. Den dargebotenen Wein lehnt sie weiterhin ab.


    Auf Gwendolyns Vorschlag hin stimmt Noiona mit Kopfnicken zu.

    "Mutter Xarinda, auf ein Wort." Die Boroni hebt ihre weiße Hand, um die Traviageweihte einen Moment zurückzuhalten. "Ich wollte nur kurz an den Beschluss erinnern, den wir mit Euch gefasst hatten - dass Travina bis zu ihrer Niederkunft in Eurem Schrein weilen soll. Werdet Ihr sie morgen zu Euch holen?"

  • Die Verwalterinnen


    Frenja schaut Alweide von der Seite an. "Dein Gebiet", kommentiert sie knapp und legt die gefalteten Hände vor sich auf den Tisch. Im Blick, mit dem sie Cassandra mustert schwingt ein gewisses Missfallen mit. Alweide nickt. "Zumindest was die Jagd betrifft." Ihr Blick wandert von Cassandra zu Zoe. "Wegen der Suche wendet ihr euch am besten morgen direkt an die Gardisten. Sie werden die Trupps führen. Was die Jagd betrifft: Kleinwild ist für die Bauern freigegeben. Solange du es nicht übertreibst, kannst du Kaninchen, oder in höheren Lagen Murmeltiere nach belieben erlegen." Sie zögert kurz. "Es könnte jedoch zu Unmut bei den fronpflichtigen Bauern führen, da einige ihren Unterhalt mit der Jagd verbessern. Allerdings..." Alweide kraust nachdenklich die Stirn, spricht langsam weiter, "Gab es einige Beschwerden, dass die Wildschweine dieses Jahr besonders große Schäden verursachen. Seine Wohlgeboren hat bislang noch nicht die Zeit für eine größere Hatz gefunden. Wenn du es dir also zutraust, kannst du dich am Schwarzwild schadlos halten."


    Mutter Xarinda


    Mutter Xarinda schaut überrascht, als die Geweihte sie anspricht. "Natürlich, so hatten wir es doch vereinbart. Ich werde gleich morgen früh eine Bettstatt für sie herrichten. Seine Wohlgeboren hielt dies auch für eine ausgezeichnete Idee." Sie hält kurz inne, als ihr ein Gedanke kommt. "Nur, was sagen wir den anderen im Dorf? Wenn ich sie einfach so in den Tempel nehme, wird es Gerüchte geben."

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Eleawen hat sich entspannt am entfernten Ende des Tisches niedergelassen. Ihre Miene ist weder freundlich noch unfreundlich, doch als sie sich nach der Klärung der Jagdfrage an die Verwalterinnen wendet, spricht aus ihrer ganzen Haltung ohne jede Anstrengung eine Person von Stand.


    "Ich will offen mit Euch sein. Und Ihr werdet Euch sicher schon Eure eigenen Gedanken dazu gemacht haben. Dass eine ganze Delegation aus Geweihten und ihren Begleitern sich hier in Trollkopf einfinden, deutet darauf hin, dass diese Sache von einiger Wichtigkeit sein könnte. Wie wichtig" - sie pausiert kurz - "wissen wohl derzeit nur die Götter, deren Ruf man hierher gefolgt ist."


    Ihr Tonfall ist sachlich, und keine Drohung oder Vorverurteilung ist zu erkennen. Sie nimmt sich Zeit, die Gesichter der Verwalterinnen mit offenem Blick zu studieren.


    "Womöglich wird der Ausgang dieser... Queste oder wie man es nennen mag... von der Mitwirkungsbereitschaft Aller hier im Tal, und damit auch von Euch, abhängen. Fürstin Irmegunde und der Tempelvorstand der Peraine-Kirche als Eure derzeitigen und zukünftigen obersten Lehensherren werden Loyalität und Gottesfürchtigkeit sicher zu würdigen wissen."


    Sie nimmt einen Schluck Wein und lächelt zum ersten Mal.


    "Hochwürden und Fürstin Irmegunde wären sicher angetan über die gute Qualität des Essens und des hiesigen Weines. Ich werde ihnen beizeiten darüber und über die Ereignisse hier berichten und sicher auch die Familie Sipplingen nicht unerwähnt lassen. Es ist..." - sie schließt ihre Rede mit einer Pause, bei der sie sich aus ihrer entspannten Haltung löst und den Verwalterinnen direkt zuwendet - "...uns wirklich wichtig zu verstehen, was sich hier zugetragen hat."


    Sie lässt sich mit einem verbindlichen Lächeln zurücksinken und nimmt einen weiteren Schluck Wein, um dem Gespräch wieder seinen Lauf zu lassen. Vielleicht hatte ihre Ansprache ja etwas in Gang gesetzt... Das Spiel würde sie beizeiten noch mit dem Junker und seinem Sohn - möglicht getrennt - wiederholen müssen.


    Sie hofft, die weiteren Details nun Fürchtepraios überlassen zu können, der in den letzten Stunden offensichtlich mehr herausgefunden hatte als sie selbst.