Villa Orkendread

  • \"Ich hoffe, er wird nur nicht zu arrogant. Aber sein Großvater war bereits ein Wehrheimer und auch Drego hat in der Reichsarnee gedient, darum war es etwas einfacher. Aber was eure Töchter angeht, ich bin sicher eine von beiden wird die Werkstadt weiterführen.\"

  • \"Nun, wenn man Rabanna fragt, so will diese eher Prinzessin werden.\" schmunzelt Bernhelm und trinkt seinen Becher leer. \"Aber Ihr werdet sie und ihre Schwester ja kennenlernen, wenn die beiden sich die Welpen anschauen.\"

  • \"Das werde ich dann.\" Sie nimmt den leeren Becher entgegen. \"Ihr solltet jetzt nach Hause gehen, sonst macht sich eure Frau noch Sorgen.\"
    Sie steht auf und blickt Bernhelm an.

  • \"Genau das hatte ich vor.\" Bernhelm lächelt und steht auf. \"Ich danke Euch nochmals für Eure Gastfreundschaft, Travia möge Ihre Hand über Euch halten.\" Er nimmt seinen Korb. \"Ich würde dann morgen mit den beiden kleinen vorbeikommen, um die Welpen anzusehen. Euch wünsche ich noch einen schönen Tag.\" Er nimmt freundlich Abschied und verläßt das Anwesen.

  • Die beiden Zornbrecher blicken Bernhelm misstrauisch an, als er an ihnen vorbeigeht. \"Möge Travia auch euch behüten\" Yala schließt das Tor hinter Bernhelm.

  • Am späten Vormittag kommt Bernhelm erneut zum Anwesen. An der Hand hat er zwei Mädchen, die eine Dunkelblond, die andere Brünett und ihm sehr ähnlich sehend. Seine beiden Töchter scheinen sehr aufgeregt zu sein.


    \"Und Papa, wir dürfen wirklich einen Hund haben?\" fragt die eine.
    Die andere fügt hinzu, ohne ihrem Vater überhaupt die Chance zu geben, der ersten zu antworten: \"Einen gaaanz Kleinen? So richtig süß?!\"
    \"Ich nenn ihn Firu!\" meint das blonde Mädchen.
    Das brünette Kind jammert allerdings: \"Nein, das geht nicht. ich wollte ihn doch schon Fleckchen nennen- wenn er Flecken hat.\"


    Bernhelm seufzt. \"Immer mit der Ruhe, Kinder. Wir suchen uns einen niedlichen kleinen Hund aus und zu Hause überlegen wir dann gemeinsam, wie wir ihn nennen. Ein Name muss ja auch zum Wesen eines Tieres passen.\"


    Rovena überlegt noch einen Augenblick, was ihr Vater damit meint, nickt dann aber. Rabanna sieht das große schwere Tor. \"Darf ich klopfen?\"


    \"Ja, mach nur!\" grinst Bernhelm. Auf ihr zaghaftes Klopfen mit dem Türklopfer lächelt er aber: \"Etwas stärker, Liebes. So hört dich niemans.\"


    Er hilft ihr, an der Tür zu klopfen und wartet dann, ob ihnen jemand öffnet.

  • Schon bevor Rabanna und Bernhelm klopfen können öffnet Kordan ihnen die Tür. \"Hallo ihr, Mutti muss noch etwas mit Ari erledigen, aber ich kann euch zu den Hunden bringen.\" In diesen Augenblick springt ein großer Bornländer herran, der sich schwanzschwingend auf die Besucher zubewegt. Kordan blickt nur kurz in die Richtung und schon setzt sich der Hund auf seine Hinterbeine. \"Kommt mit!\" Kordan geht an den Rosenbeeten und den Brunnen vorbei durch die Tür in das Kaminzimmer. Der Raum wird durch 2 Glasfenster mit Licht durchfluted. Diese Fenster sind ungefähr einen halben Schritt breit und eineinhalb Schritt hoch. Sie sind von einen zwei Finger breiten bunten Rand umrandet, allerdings gibt es keine Einfassung oder sonst irgendwelche Übergänge. Der Raum ist 4*5 Shritt groß und an der rechten Seite gibt es einen großen Kamin, der von zwei Steineren Schlangen begrenzt wird.


    In einen Laufstall tummeln sich fünf kleine Bornländer. Zwei von ihenn ringen gerade miteinander. Auf einer Decke liegt die Mutter, die jeden Neuankömmling genau beobachtet.

  • Mit Begeisterung laufen die beiden Mädchen an den Laufstall. \"Oh, sind die süß!\" ruft Rabanna. Ihre Schwester fragt vorsichtig: \"Darf ich die streicheln?\"
    Bernhelm hält sich schmunzelnd zurück und beobachtet die Szene.

  • Kordan hält die beiden zurück. \"Sie sieht es nicht gerne, wenn Fremde ihren Kindern zu nahe kommen. Wartet, ich gebe euch zwei.\" Er steigt über die Eingrenzung und greift zwei Welpen beim Nacken. Beide sind, für einen Bornländer überraschend regelmässig schwarzgestreift und auch beide haben eine schwarze Schnauze. Einer der beiden schaut sich neugierig um, während der andere etwas ängstlich nach unten schaut.

  • Rabanna streichelt begeistert den etwas Forscheren. \"Oh, ist das aber ein Hübscher! Und schau mal, Papa, er scheint gar keine Angst vor mir zu haben.\"
    Die stille Rovena hat sich des kleinen Ängstlichen angenommen. Mit schüchternem Lächeln streichelt sie das Tier- sehr behutsam.


    Bernhelm fragt Kordan: \"Haben die Kleinen schon Namen?\"

  • \"Der eine\" Er zeigt auf den in Rabannas Armen \"heißt Dalo, der andere Toja.\"


    Er blickt Rovena an sagt hastig: \"Rovena, setz Toja schnell ab, mach einfach.\"

  • Rovena gehorcht und guckt erschrocken. \"Hab ich was falsch gemacht?\" fragt sie ängstlich.

  • In diesen Augenblick erleichtert sich Toja auf den Fussboden. \"Nein, nein, aber ich wollte nur nicht, dass sie dich vollpinkelt. Sie sind noch nicht Stubenrein. \" Kordan schaut die kleine Welpin kurz böse an und holt einen Holzkübel mit einigen Putzlappen um die gelbe Lache auf den Boden zu beseitigen.


    Toja schien regelrecht beleidigt von Kordans Blick. Sie schaut schuldbewusst zu Rovena hinauf und fängt zögerlich mit den kleinen Schwanz an zu wedeln.

  • \"Oh, ich glaube, sie schämt sich.\" meint Rovena betroffen und beugt sich zu der Kleinen herunter, um sie liebevoll zu streicheln. Rabanna ist noch mit dem forschen Welpen beschäftigt. \"Papa, ich will diesen da. Er ist ein ganz frecher.\" strahlt sie.
    Rovena schluchzt. \"Aber ich habe diese hier auch schon ganz furchtbar gern.\"


    Bernhelm seufzt und schaut in den Geldbeutel. \"Wird mir deine Mutter auch zwei verkaufen, Kordan?\" fragt er zaghaft. \"Ich kenne meine Töchter und sie haben beide gerade ihr Herz verschenkt. Da kann man nichts machen.\"

  • \"Könnt ihr den beiden des Futter bezahlen? Wenn ja, freun sich die sicher, das sie zusammen bleiben. \"


    Er schaut Bernhelm in die Augen.


    \"Ihr kommt aus Tobrien?\"

  • \"Das Futter kann ich wohl bezahlen. Mein Geschäft läuft zur Zeit nicht schlecht und ich habe schon einige gutzahlende Stammkunden. Und ja, ich komme aus Tobrien, hört man das so sehr?\" Bernhelm hat sich zu den beiden Hunden hinuntergebeugt und streichelt beiden über den Rücken.

  • \"Es war euer Blick. Ihr habt so geschaut, als ob ihr euch an ein verlorenes zuhause erinnert hättet. Entweder ihr kommt aus dem Svelttal oder aus Tobrien. Und eure Töchter haben keine Sveltländischen Namen.\"


    Bernhelm bekommt ein merkwürdiges Gefühl, als dieser 7 oder 8 jährige Junge solche Vermutungen Anstellt. Vor allem hat sich seine Ausdruckweise geändert: Er vormuliert in vcöllig dialektfreien Gareti und äuserst gewählt, wie es nur wenige Erwachsene können.

  • \'Was für eine Menschenkenntnis für ein Kind. Fast ein bisschen unheimlich, wenn er nicht so ein netter Junge wäre.\' denkt sich Bernhelm.
    \"In der Tat, wir haben ein Zuhause verloren, aber in letzter Zeit habe ich in dieser Stadt immer häufiger das Gefühl, als hätte ich ein neues Zuhause gefunden....\" meint er ruhig, sein Blick zeigt allerdings, dass er innerlich sehr bewegt ist, in Erinnerungen versunken.


    Rovena reißt ihn aus seinen Gedanken. \"Papa, wir können also beide haben? Ja?\"
    \"Ja, Liebes, von mir aus gerne. Wenn man uns die beiden Kleinen verkauft.\" Er streichelt ihr über den Kopf.
    \"Danke, Papa.\" Rovena umarmt ihn und auch Rabanna strahlt bis über beide Ohren.

  • In diese Situation tritt Yala. Sie blickt Bernhelm und dann Kordan an. \"Kordan, hast du schon deine Schreibübungen gemacht? Wenn nein, mach sie jetzt.\" Sagt sie streng. Kordan zieht sich schuldbewusst und wortlos zurück. Dann wendet sie sich den Gästen zu: \"Wie ich sehe, habt ihr schon zwei in die engere Wahl genommen. Welcher soll es dann sein?\" Sie wendet sich den beiden Kindern zu. \"Hallo ihr beiden. Ich bin Yala, und wie heißt ihr beiden?\"

  • Rovena schaut neugierig zu Yala auf: \"Ich heiße Rovena und das ist meine Schwester Rabanna.\" Sie zeigt auf das dunkelhaarige Mädchen. \"Ja, ich bin Rabanna,\" meint diese und fügt stolz hinzu: \"Ich bin älter. Über ein Jahr!\"


    Bernhelm begrüßt Yala: \"Ich freue mich, Euch wiederzutreffen. Wir haben uns die Kleinen schon ein wenig angesehen. Meine Töchter haben nur jeweils einen anderen Favoriten unter den Welpen. Deshalb würde ich Euch gern die beiden abkaufen- natürlich nur, wenn Ihr sie nicht schon jemand anderen versprochen habt.\"