Romanreihe Phileasson-Saga (früher Cover und Erscheinungsdaten zu den ersten beiden Phileasson-Romanen)

  • Für ein Lebewesen, das mehrere tausend Jahre alt ist, hat Sex wahrscheinlich einen ganz anderen Stellenwert. Hat diese körperliche Befriedigung überhaupt noch einen Wert für ein so altes Geschöpf? Das ist eben ein Mittel zum Zweck, ein Werkzeug, um die zu unterwerfen, die sich von solchen Belanglosigkeiten noch faszinieren lassen.

    Kann sie viel effektiver mit Magie simulieren und dabei ihr eigenes Ding weiter durchziehen.

    Warum Energie verschwenden, wenn man den tumben Thorwaler auch mit einem vielsagenden Augenaufschlag und etwas körperlicher Nähe um den Verstand bringen kann.

    Was ja nachweislich nicht funktioniert. Beorn ist mit der Allianz ja nie ganz glücklich. Pardona allerdings scheint Beorn ja doch ganz "niedlich" zu finden.

    Und sind wir mal ganz ehrlich, wenn man sich den Wiki Aventurica Artikel zu Pardona aufruft ist das erste Bild das man erblickt eine nackte Pardona... besonders züchtig war sie wohl "früher" auch nicht.

    Ja, weil sie nackt ist, muss man sie wohl flachlegen können und sollen...

  • Kann sie viel effektiver mit Magie simulieren und dabei ihr eigenes Ding weiter durchziehen.

    Im Bann des Nordlichts wird sie mit einem AE Pool von 160 beschrieben. So ewig weit kommt man damit wohl auch nicht. Aber ganz ehrlich, das ist kein ernst gemeintes Argument, eine Diskussion darüber lohnt doch auch nicht, kommt ja nichts sinniges bei rum.


    Was ja nachweislich nicht funktioniert. Beorn ist mit der Allianz ja nie ganz glücklich. Pardona allerdings scheint Beorn ja doch ganz "niedlich" zu finden.

    Beorn muss bei der ganzen Sache ja auch nicht glücklich sein. Der soll machen was sie von ihm will, mehr nicht.



    Ja, weil sie nackt ist, muss man sie wohl flachlegen können und sollen...

    Nö. Aber man wird sich ja was dabei gedacht haben, wie man Charaktere darstellt und aus irgendeinem Grund war es notwendig sie nackt darzustellen. Ist sie sich ihrer Schönheit bewusst und durchaus bereit sie, wenn auch eher plump, einzusetzen?

  • Das ist kein Augenaufschlag und etwas körperliche Nähe, so wie sie Abdul in Gestalt dessen eigener Nichte verführen wollte (einfach so, einen besonderen Grund oder gar Notwendigkeit gab es da nicht), oder Beorn sich im Himmelsturm sexuell hörig machte.

    Was eben nicht zwingend nötig wäre, das geht auch anders. Magie, Gewalt, ihre Dr. Frankenstein-Möglichkeiten im Roman. Sex als sicheres Mittel zu betrachten erachte ich eher als eine unsichere Währung (auch wenn es in den Roman als einziges Mittel sehr gut funktioniert, obwohl er sie gleichzeitig verabscheut und hasst - was wiederum auch so zunehmen kann, dass der dolle Sex doch nicht mehr zieht.).


    Die Armreifen brauchte sie nicht, um draußen "sicher" zu sein (ich denke, muss sie sich diesbezüglich keine Sorgen machen), sondern um sich vor den Göttern zu tarnen, wenn sie Lenyas Gestalt annimmt, um die Prophezeiungen zu bekommen.

  • Mit "Schlangengrab" habe ich gerade Band 5 der Reihe beendet. Diesmal hatte ich ihn mir gebraucht gekauft.


    Wie ich bei meinen Äußerungen zuvor sind so einige Spoiler zu Geschehnissen im Roman enthalten. Lesen bitte auf eigene Gefahr, ich setze da nicht noch zwischendurch MI-Tags.



    Mein bisheriger Höhepunkt der Reihe bleibt bislang "Silberflamme", da mir "Schlangengrab" einfach zu gemächlich daher plätschert, ohne echte Höhepunkte, ohne dass überhaupt so viel passiert, dass es in meinen Augen die 600 Seiten tatsächlich füllen sollte. Dass diese Seiten gefüllt sind, liegt daran, dass diesmal einige der begleitenden Figuren etwas mehr Raum bekommen und viel aus ihrer Sicht beschrieben wird, und weil sehr viel Raum und Seiten Beorn und seiner Mannschaft eingeräumt wird. Eigentlich ist dieser Roman eher ein Beorn-Roman.


    Wie schon in den ein oder zwei Bänden vorweg ist Beorn zwar immer noch eine harte Sau, aber dabei mutig, verlangt nichts von seinen Leuten, was er nicht auch geben würde, und ist immer noch sehr daran interessiert, auch für seine Leute einzutreten und sie zusammenzuhalten. Vorbei die Zeiten aus den etwa ersten 2-3 Bänden, als er ständig Konkurrenz um seinen Anführer-Posten sah, als er ein Mannschaftsmitglied ohne wenn und aber sofort opferte und ich das Gefühl hatte, dass seine Mannschaft Mittel zum Zweck ist und damit für ihn austauschbar. Das ist zwar im Grunde gut, dass er jetzt anders rüberkommt, aber im Grunde kann ich den jetzigen Beorn mit dem damaligen Beorn nicht immer in Einklang bringen.


    Der Prolog behandelt die Plünderung Beorns von Port Paligan und wie er sein Auge verlor, wobei die in vorherigen Bänden hochgelobte Plünderung eigentlich keine war (jedenfalls keine Plünderung, was ich mir darunter vorstelle, dem Plündern im Zusammenhang von Plündern, Brandschatzen und Kämpfe), da der Plan tatsächlich geschickt war, und es eher ein gut geplanter, schnell durchgeführter relativ unblutiger Raubzug war (quasi filmreif ;) ).

    Das ist natürlich kein Manko, aber überraschte mich doch etwas positiv, sowie vorher Andeutungen auf Port Paligan gemacht wurden, und so wie sonst immer Beorn als Plünderfahrer erwähnt wird.

    Immerhin treten im Prolog auch Nebenfiguren auf, die im weiteren Roman auch mitspielen, daher sehe ich diesen Prolog in direktem Kontext mit der eigentlichen Romanhandlung, und zusammen mit Verlust des Auges und wie er zu dem Beinamen "Blender" kam, als auch gut gelungenen Prolog an. Der im ersten Band steht zwar auch in Bezug zur Handlung, finde den aber eher unaventurisch, bei "Silberflamme" fehlten mir wichtige Hintergrunderläuterungen und die in der "Wölfin" und "Himmelsturm" fand ich eher überflüssig angesichts der nicht großen Bedeutung von Nirka und Abdul.


    Es stehen also mehr einige Nebenfiguren im Fokus, aber diese Nebenfiguren werden für mich dennoch nicht plastischer dadurch. Praioslob als Geweihter des Praios wird weiterhin von jedem Dahergelaufenen runtergeputzt und nicht Ernst genommen. Shaya verliebt sich (zum zweiten Mal), Tylstyr gewinnt an Selbstvertrauen und seine Zauber gelingen immerhin schon meistens, und er ist in Zidaine verliebt. Zidaine denkt an Rache. Tjorne kommt in Beorns Ottajasko nicht gut klar. Lailath mag das Meer nicht und hat Angst davor. Bei Elfen läuft alles über die Melodie von was-auch-immer-gerade, und auch die Nebenfiguren, aus deren Perspektive nicht beschrieben wird, haben ein oder zwei typische Merkmale, und die werden oft erwähnt.

    Das ist alles eigentlich nichts, dem teilweise so großen Raum zu geben, finde ich, weil eben wenig passiert und die Handlung kaum voran kommt, und das teilweise jetzt nicht neu ist, bzw. dann auch nicht so darüber reflektiert wird, dass es den Figuren mal andere Facetten verleiht.

    Es ist nicht direkt langweilig, aber ich fand es zwischendurch immer wieder recht zäh, während ich darauf wartete, dass etwas passiert, bevorzugt etwas Wichtiges, und kein Lückenfüller.


    Nach dem 90-seitigen Prolog, der sich spannend las, passiert auf den folgenden 100 Seiten ein Fest, dass die Beorns Thorwaler in Festum feiern, während Phileasson und seine Leute in Mendena ein Schiff suchen, mit dem sie eine Seeschlange jagen können, und hoffen schließlich, dass Bacha sie anheuert. Das und einige kleine Episoden für die Nebenfiguren, aber für 100 Seiten finde ich das recht wenig, und so begibt es sich auf den weiteren 400+ Seiten recht ähnlich, auf den kleinere Episoden passieren, aber selten die Handlung richtig voran getragen wird, oder eine Episode richtig zu Ende gebracht wird und viele altbekannte Charakterisierungen aufgewärmt werden. Es ist sicherlich persönlicher Geschmack, aber wenn an einer interessanten und/oder spannenden Stelle aufgehört wird, um wenige oder viele Seiten später am Tag drauf oder mehrere Tage später wieder eingesetzt wird das und das nicht Beschriebene mit ein paar Worten zusammengefasst wird, trifft das eben nicht meinen Geschmack.


    Als Pluspunkt betrachte ich, dass Beorn nun nicht mehr gedanklich ständig mit Pardona in die Kiste möchte, und Pardona nicht mehr sexuelle Anspielungen macht und mit ihren Reizen arbeitet. Dennoch trifft sie weiterhin nicht meine Vorstellung von der Figur, ob sie nun am Friedhof der Seeschlangen steht, das doll spannend findet, aber in Betracht zieht, da vielleicht nie wieder hinzukommen und deshalb besser jetzt da den interessanten Dingen nachzugehen (wieso? Sie hat doch alle Zeit der Welt), oder bei Kämpfen mit ganz vorn steht, durch Matsch und Schlick mitläuft ... Ist einfach im Gesamtpaket nicht meins.


    Maraskan wird allerdings bunt und laut und fremdartig dargestellt, das hat schon Flair. Davon werde ich hoffentlich einiges im Hinterkopf als Anregungen für ggf. mal eigene Darstellungen behalten.


    Geweihte sind weiterhin keine besonderen Respektspersonen, was mir bei Praioslob weiterhin noch mehr ins Auge sticht als bei Shaya. Magier können nicht viel, Geweihte aber auch nicht. Abdul, Hilbert von Puspereiken und Praioslob werden entführt und drei Wochen lang können sie sich nicht befreien, Elfen können heilen, Tylstyr kann den Igni, einen Druidenzauber und paar Hellsichtszauber. Einige Personen bekommen über mehrere Tage hinweg jeden Tag einen Heilzauber, erholen sich aber nicht. Es gibt bei Liturgien kein besonders Gefühl, Begleiterscheinungen, keine Entrückung, keine gefühlte Nähe zur Gottheit, das liest sich immer, als würden sie im Grunde auch nur zaubern und als würde es sich eigentlich nicht von Magie unterscheiden.

    Womöglich gelten für die Romane schon DSA 5 Regeln, das würde kleine Zauberrepertoires und kleine Wirkungen bei Zuabern und Liturgien erklären.


    Einer meiner anderen Kritikpunkte aus früheren Bänden besteht ebenfalls noch: Paktierer und was sie darstellen. Nachdem ich in der "Wölfin" unangenehm überrascht wurde, wie Shaya und Praioslob mit dem Wissen umgehen, steuert Praioslob in diesem Buch noch ein "Paktiererei ist eine ernste Sache" (S. 148) bei, was es halt irgendwo auch nicht wirklich trifft, wie ich meine.

    Und nachdem Zidaine dann Beorn davon erzählt hat (leider nur, in dem da steht, dass sie es ihm erzählt, in direkter wörtlicher Rede hätte ich das interessanter gefunden, außerdem wäre es dann deutlich, was genau sie erzählt und was vielleicht nicht), sagt der immerhin (womit er weiter als Phileasson kommt, der sich gar nicht dafür interessiert hatte und sich statt dessen lieber aufgeregt hatte), er wolle sich Tjornes Sicht anhören.

    Leider kommt es dazu nicht, weil er mit Zidaine in der Kiste landet.

    Ich weiß nicht genau, was Paktierer sind in der Romanreihe, aber nicht mehr als eine bisschen ernste Sache, der man nicht weiter nachgehen muss.


    Überhaupt, Phileasson: Den finde ich ganz blass in diesem Buch. Es wird selten aus seiner Perspektive erzählt, er ist kaum eine zentrale Figur, aber ein toller Anführer, weil er mit einem, kurzen Satz Begeisterung und Entschlossenheit hervorrufen kann. Außerdem ist er natürlich ein Entdecker, ohne dass abseits vom auch nur erwähnten Güldenlandbesuch ich immer noch nicht weiß, was er so entdeckt hat, ich aber wohl zwischen den Zeilen herauslesen kann, dass er manchmal auch handelt und manchmal ... vielleicht auch nicht handelt bei seinen Waren, die er auf früheren Fahrten mitgebracht hat.


    Mich holt die Roman-Reihe insgesamt bislang einfach nicht ab, geschweige denn, dass sie mich dann auch mitnimmt. Das kollidiert manchmal zu sehr mit meinem Verständnis von Aventurien, mit Pardona tue ich mich dauerhaft schwer, auch wenn sie diesmal weder Dr. Frankenstein-, noch "Schlampen"-Allüren an den Tag legt, aber jemand, der sich für eine Göttin hält und definitiv mehr als lebendes Wesen ist, stelle ich mir anders vor.

  • Band 6, "Totenmeer", habe ich gerade beendet.


    Wie ich bei meinen Äußerungen zuvor sind so einige Spoiler zu Geschehnissen im Roman enthalten. Lesen bitte auf eigene Gefahr, ich setze da nicht noch zwischendurch MI-Tags.



    Der Roman hat mir etwas besser gefallen als "Schlangengrab", da er an vielen Stellen weniger dahinplätscherte (wenn auch manchmal schon dahinplätscherte - Phileassons Mannschaft noch auf Maraskan, und bis sie auch mal die Sargasso-See erreichen, ist das Buch halb durch).

    Mittlerweile könnte die Reihe mEn auch den Titel "Die Beorn-Saga" tragen. Beorn hat - ich habe es nicht nachgehalten, aber meinem Gefühl nach recht deutlich - auch in Band 6 mehr Seiten als sein Kontrahent bekommen, und die besseren Erfolge fährt er zur Zeit auch ein. Aus Beorns Sicht wird oft geschrieben, er hat Motivationen, Vorhaben, Denken und Fühlen, die für den Leser transparent werden, was bei Phileasson wenig rüberkommt, da aus seiner Sich selten mal geschrieben wird, sondern wenn dann mehr aus der Warte des einen oder anderen seiner Mitstreiter.

    Beorn wird weiterhin halbwegs sympathisch gestaltet, vorbei die Zeiten, als er Mitglieder seiner Mannschaft opferte, ständig Konkurrenz auf seinen Posten als Anführer sah und sowieso ein mieser Drecksack war. Jetzt hat er ständig seine Mannschaft im Sinn, keine Gedanke mehr an irgendein sexuelles Verlangen auf Pardona und irgendein Hörigkeitsgefühl (jetzt hat er ja eine andere Frau für die Nächte, für die er womöglich anfängt, Gefühle zu entwickeln).

    Bei Phileasson wird nur manchmal eine stärkere moralische Komponente angedeutet und er ist kein ganz so harter Hund, aber ich finde ihn als Figur insgesamt ziemlich blass.


    Wobei es hier gegenüber anderen Büchern wieder variiert, aus wessen Blickwinkeln geschrieben wird. Aus Shayas Sicht, aus deren Blickwinkel im Band zuvor sehr viel geschrieben wurde, finden sich ein paar Absätze zwischendurch, sonst taucht sie immer nur am Rande auf, was ich sehr schade finde. Gerade nachdem sie so zentral im Buch zuvor gewesen war, fehlte mir nun die Reflektion darüber, wie sie sich jetzt fühlt und mit dem, was passiert war, umgeht. Da hätte ich gerne mehr gesehen als der häufige Eindruck, dass sie ein wenig aggressiver und mieser drauf ist, und dann auch nur in wenigen Sätzen von Pardona zusammengefasst, dass Shaya zu Lenya gekommen wäre, um Trost zu suchen (und es fehlt völlig, wie Shaya auf die sich da abgeholte Abfuhr reagiert).

    Überhaupt geschieht oft etwas, oder wird etwas gesagt, und bevor ich als Leserin erfahre, wie das ankommt, was es bewirkt bei dem jeweiligen Protagonisten, ist das Unterkapitel ist zu Ende und mit Pech setzt die nächste Szene mit der Figur Stunden später oder am Tag drauf.

    Abdul hat viel Raum, aber dessen oft kindliche, halb schusselige, teils magisch-mystische Sicht der Dinge finde ich in dieser Menge nicht spannend, ebenso wenig, dass Galandel noch immer alt wird und bald stirbt (das ganze Buch über), und Lailath wurde erst, als sie auf Solo-Aktionen ging, als Handlungsträgerin für mich interessant, ich hatte von ihr und ihrer Meeresangst und "sie-versteht-die-Menschen-nicht" schon genügend Eindrücke in vorherigen Büchern gesammelt, um das nun nicht erneut in Ausführlichkeit zu lesen.


    Vom Prolog bin ich nicht angetan, da habe ich mich schon etwas durch gequält, weil ich ihn recht zäh fand. Die beiden Magier und die Magierin auf der Suche nach dem Kelch, aber eigentlich geht es nur darum, ein super tolles früher mal fliegendes Schiff der Hochelfen, das seit Jahrtausenden in den Salamandersteinen bruchgelandet liegt, zu erkunden, und den Kelch (natürlich) dort nicht zu finden. Eigentlich ging es gar nicht um den Kelch, und viel zu dem Verhältnis der Magier fast 25 Jahre später in der Sargasso-See trägt es eigentlich auch nicht bei, auch nicht dazu, was die Bedeutung des Kelchs ist.

    Eigentlich war mir unverständlich, dass sich nicht daran gemacht wurde, das Schiff zu bergen versuchen, oder wenigstens zu erforschen, sondern es zu Gunsten ihrer Hoffnungen auf den Kelch sausen zu lassen und wieder auf jahrelange Forschung zu gehen. Das Schiff ist eine magische Sensation.

    Dazu mussten es in meinen Augen nicht fast 100 Seiten sein.


    Dazu finde ich es doch aus meiner Warte anstrengend, wenn irgendwelche Namen, Begriffe, Begebenheiten offen gesagt werden, und keiner fragt nach, was es damit auf sich hat, um dann etwas später damit unerwartet konfrontiert zu sehen. Ich weiß nicht, wozu der Mactans oft genug vorher erwähnt wurde.


    Umsetzung des Mactans fand ich eigentlich gut, nur der Kampf der war ... naja, so etwas von plötzlich zu Ende, als ich dachte, jetzt kommt der Hauptkampf des Abends.


    Mit Darstellung von Magie und Götterwirken, Frauenbild und Umgang mit Geweihten läuft die Reihe weiterhin neben meiner Spur. Der Igni wird mal mit der linken, mal der rechten Hand geführt, mal muss man was sagen, mal nicht. Tylstyr wendet kontinuierlich eigentlich nur zwei Zauber an, die Hexe Dolorita auch nur zwei, zum Glück können andere Personen andere, sonst könnte der Leser glauben, es gäbe höchstens ein Dutzend Zaubersprüche (auch wenn beschriebene Gestiken und Formeln meist nicht erwähnt werden).

    Der Swafnir-Glaube, so wie er von verschiedenen Seiten beschrieben wird, erinnerte mich zunehmend mehr an Kor-Glauben, gerade was 'der Stärkere darf dem Schwächeren alles nehmen, hat er halt Pech gehabt, wenn's sich dabei stirbt' betrifft. Phileasson betonte, dass er Schildmaieden ebenso behandelt wie (männliche) Recken. Dass man das extra betonen muss ... In diesen Büchern irgendwie schon, da kämpferische Frauen zwar nicht völlig ungewöhnlich sind, aber auch nicht ganz der Norm entsprechen.

    Praioslob überraschte mich damit, dass er sagte (und das zeitlich kurz nachdem Shaya und er Grabsegen gesprochen haben), dass Geweihte nicht aus eigener Kraft Wunder wirken können, sondern durch einen Geweihten die Gottheit einen Missstand korrigiert. Letzteres ist zwar richtig, aber dafür haben sie halt doch die Karmaenergie, um, wenn sie es für nötig halten, halt im Sinne der Gottheit einsetzen können.

    Es war zwar durchaus nicht falsch von ihm, in der Situation sich und die anderen beiden aus einer misslichen Situation nicht mittels Liturgie zu befreien, aber ganz korrekt inhaltlich als auch für einen Praioten fand ich das nicht. Zumal hätte er es, hätte es das sehr interessante Gespräch zwischen Praioslob und Zidaine in eine andere Richtung lenken können (aber da soll halt einiges noch nicht geschehen).


    Dieses Gespräch sammelt dann bei mir Pluspunkte und enthält für mich mit die besten Szenen des Buches. So stelle ich mir einen Praioten vor (bis auf die Aussage über das Wunder wirken). Endlich wurden einige Fragen gestellt und beantwortet, die ich mir auch schon stellte. (Es gab sogar eine eher unerwartete Antwort dabei, die aber tatsächlich Sinn macht). Praioslobs Argumentationskette, seine Wortwahl, sein Verhalten dabei, das fand ich sehr schön beschrieben. (Dieses Gespräch war seit "Die Wölfin" so etwas von überfällig.)

    Die einzigen Wermutstropfen dabei (für mich): Obwohl Tylstyr auch dabei ist, ist sein Anteil für die quälenden Fragen, die ihn beschäftigen, sehr gering, weil er diese Dinge über einen Zeitraum von drei Tagen nicht anspricht.

    Außerdem halte ich einen von Praioslobs Argumentationspunkten vor dem offiziellen Hintergrund nicht haltbar (aber die Romane bewegen sich ja nicht vor dem ganz offiziellen Hintergrund), und dass sich das Gespräch phasenweise über 3 Tage hinzieht und die Zeit zwischen den Abschnitten selbst rückwirkend kaum skizziert wird, finde ich schade.


    Pardona ist mittlerweile ähnlich wie Beorn (zum Glück für mich) weg von der "alles mit Sex"-Schiene, auch wenn ich ihre Freude, einem Chimärologen bei der Arbeit zuzuschauen, und dessen Arbeit zu bewundern, dann etwas seltsam finde angesichts ihrer eigenen vermutlich weit umfassenderer Fähigkeiten auf dem Gebiet (ich wüsste nicht, was er können sollte, was sie nicht besser könnte).


    Und, ach ja ... nun ist die zweite der beiden Nebenfiguren, die ich mochte, hopps gegangen.


    Oh, und das Cover gefällt mir sehr gut.

  • Schattenkatze

    Changed the title of the thread from “Phileasson-Saga/ früherCover und Erscheinungsdaten zu den ersten beiden Phileasson-Romanen” to “Romanreihe Phileasson-Saga (früher Cover und Erscheinungsdaten zu den ersten beiden Phileasson-Romanen)”.