Umfrage: Ist DSA 5 besser als 4.1?

  • Also wenn ich der Magier mit 14/14/14 wäre, würde ich, statt all diese Wildnistalente oder was auch immer zu steigern, einfach Zauber und Wissenstalente hochziehen (also das Zeug, wo man KL braucht). Und bin dabei deutlich besser dran als wenn ich KL steigern würde.

  • @Goltron


    Hier musst du mir mal unter die Arme greifen. In welcher Hinsicht ist es ganz normal, sinnvoll und gewollt, dass jemand nur geringe Fortschritte in seinem Spezialgebiet machen kann und dafür aber hohe Kosten zu bezahlen hat? Und wo wird es so kommuniziert (für alte Hasen und Neu-Einsteiger)?


    Für mich ist es rein vom Regelsystem ein Unding, dass hohe Investitionen geringen Ertrag bringen. Wieso sollte ich so investieren, wenn ich mein Konzept auch viel effektiver und AP-günstiger anders darstellen kann?


    Es geht mir hier auch nicht darum, dass die Kosten von Eigenschaften zwangsweise reduziert werden müssen. Man könnte auch einfach ihren Einfluss deutlich erhöhen, sie zu einem Paket machen, bei dem ein Spezialist eben auch Vorteile genießt, wenn er sich spezialisiert.


    Die Frage, die man sich stellen muss ist, was gewinnt ein Magier, der KL von 15 auf 16 hebt. Er kann keine weiteren SF zukaufen, er bekommt +1 AsP (was netto eben 1 AP wert ist), er bekommt einen geringen Prozentsatz mehr Wahrscheinlichkeit für seine Proben (bei Proben mit einmal KL sind es ca. 1,7%) und er bezahlt dafür 45 AP.
    Was bekommt der Krieger, der KK weiter steigert. Er bekommt für seine Waffe +1TP, +0,3 AT (Schwellen sind ja 11/14/17/20), hat SF in Aussicht (wenn auch nur eine, WS III) und bekommt ein wenig mehr Traglast (wenn man damit spielt), dazu eben die Probenwahrscheinlichkeit von 1,7%. Kosten dafür sind ca. 1,5 Abenteuer von der Ausdehnung eines "Unheil über Arivor". Vermutlich also mehrere Spielsitzungen, in denen man für keinen weiteren Fortschritt spielt, um eine einzige Eigenschaft zu erhöhen.


    Tendenziell sind AP natürlich unendlich verfügbar, daher sind die Kosten gleichgültig, wenn man von unendlichen AP ausgeht als Konto. In den meisten Gruppen allerdings sind AP limitiert und eine kluge Steigerung bringt nicht nur mehr Erfolg am Spieltisch sondern auch mehr Spielspaß. Von daher sehe ich hier das Problem, dass Eigenschaften einfach keinen Reiz ausüben, um darin so viele AP zu investieren. Und das ist mMn ein deutlicher Missstand.

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  • Muss ich aber ganz ehrlich sagen, dass mir diese Entwicklung weg von sehr starken Eigenschaften und hin zu Talentfokusierung gut finde.
    In DSA 4 musst man "nur" die Eigenschaften steigern und hatte dann auch gute Chancen etwas zu schaffen wovon man kaum Ahnung hat, das finde ich jetzt besser das man seine AP lieber in Talente und vor allem SF stecken kann, anstatt sie in Eigenschaften zu investieren.

    Alles von mir Geschriebene ist nur eine Meinung und soll zum Meinungsaustausch anregen.

  • Muss ich aber ganz ehrlich sagen, dass mir diese Entwicklung weg von sehr starken Eigenschaften und hin zu Talentfokusierung gut finde.
    In DSA 4 musst man "nur" die Eigenschaften steigern und hatte dann auch gute Chancen etwas zu schaffen wovon man kaum Ahnung hat, das finde ich jetzt besser das man seine AP lieber in Talente und vor allem SF stecken kann, anstatt sie in Eigenschaften zu investieren.

    Naja hohe Eigenschaftswerte und hohe Talentwerte sind Sinnlos. Am besten ist es für jeden Charakter seine Eigenschaften auf 14 zu bringen. Erst wenn du damit fertig bist lohnt es sich, den Rest der AP ins hochsteigen von Talenten und Eigenschaften zu stecken. Die Besserstellung von Talenten sehe ich nicht - eher im Gegenteil - Eigenschaften auf die softe Steigerungsgrenze 14 zu bringen lohn sich mehr als Talente weit über die 10 zu steigern.

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  • Muss ich aber ganz ehrlich sagen, dass mir diese Entwicklung weg von sehr starken Eigenschaften und hin zu Talentfokusierung gut finde.
    In DSA 4 musst man "nur" die Eigenschaften steigern und hatte dann auch gute Chancen etwas zu schaffen wovon man kaum Ahnung hat, das finde ich jetzt besser das man seine AP lieber in Talente und vor allem SF stecken kann, anstatt sie in Eigenschaften zu investieren.

    Hier wäre ich für eine kurze Erklärung dieser Ansicht dankbar. Denn rein regeltechnisch kann ich diese Einstellung gar nicht nachvollziehen. DSA4.1 ist extrem talentlastig und hat sehr wenig Fokus auf Eigenschaften. Eigentlich reicht es aus seine relevanten Eigenschaften auf 15 zu haben, um jegliche SF zu nutzen (abseits vom Waffenmeister) und fast jedes Konzept zu bespielen. Dafür steigert man Talente eben eher hoch, weil sie mehr Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg meiner Probe haben. Wenn ich Eigenschaften von 13/14/13 habe in DSA 4.1 und einen TaW von 15 stehe ich bei einer Probe +10 deutlich besser da als wenn ich Eigenschaftswerte von 15/16/15 habe und einen TaW von 7 (bei ersterem Erfolgswahrscheinlichkeit 68%, bei letzterem Erfolgswahrscheinlichkeit 23,7%, bedeutet die Erfolgswahrscheinlichkeit bei hohem TaW im Vergleich zu hohen Eigenschaften ist fast 3x so hoch und zudem AP-technisch immer günstiger).
    DSA5 versucht sogar über diese Schiene Eigenschaften zu stärken: Geringeres Maximum an TaW ohne hohe Eigenschaften (Eigenschaft +2 maximal, bei DSA4.1 bis zu Eigenschaft +5 mit Begabung), Sonderfertigkeiten benötigen höhere Voraussetzungen (Wuchtschlag III bei DSA5 braucht KK 17 und kostet, bei Faktor 1:10, 3 mal so viel wie in DSA4.1 wo man mit KK 12 und 200 AP, umgerechnet also 20, den Wuchtschlag +6 kaufen konnte), sie haben nicht mehr als Konglomerat sondern direkt Einfluss auf Grundwerte (KO definiert LE alleine, ebenso Leiteigenschaft die AsP, GE das Ausweichen, während man vorher Mischwerte hatte). Ich sehe da eigentlich gar keine Tendenz zu schwächeren Eigenschaften. Das Problem ist nur, dass Eigenschaften extrem teuer sind und extrem wenig Nutzen bringen, trotz des höheren Fokus (denn man will ja mit Präziser Stich III und Wuchtschlag III gerne 17er Werte fokussieren, hat nur eben das Problem, dass diese Werte sonst recht wenig bringen und dafür sehr teuer sind).


    Daher kann ich die Aussage so nicht nachvollziehen.

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  • In DSA 4 musst man "nur" die Eigenschaften steigern und hatte dann auch gute Chancen etwas zu schaffen wovon man kaum Ahnung hat, das finde ich jetzt besser das man seine AP lieber in Talente und vor allem SF stecken kann, anstatt sie in Eigenschaften zu investieren.

    Mir erscheint es fast genauso. Alle Eigenschaften außer GE/KK zahlen sich in DSA5 nicht wirklich in höheren Stufen als 15 aus, freischalten kann man damit (im Moment) nicht wirklich viel.
    Die einzelnen Talente hingegen lassen sich verhältnissmäßig günstig steigern, finde ich. Daher werden zwar wohl alle mit Bedacht gesteigerte Helden alle Eigenschaftswerte auf 14 besitzen, ihre Leiteigenschaft vielleicht auf 15 oder 17 - um den aber Charakter zu einem Spezialisten zu machen, können in Talente investiert werden. Natürlich fehlt dann am einem Magier sein klicheehafter Intelligenzwert, aber er kann für die gleichen Kosten stattdessen seine ganzen Zauber für höhere QS relativ günstig steigern...
    Solange man nicht grob in anderen Talenten herumwildert, wird man im Abendteuer dann wohl doch für - ein spezielles Problem - erfahrene Helden (= Spezialist) hernehmen.


    edit: mist, sternenfänger war schneller :P

  • In DSA4 steigert der Känpfer auch die KK auf um die 18 obwohl das teuer ist. Oder sein Waffentalent obwohl der dafür ein B Talent von 0 auf 10 steigern könnte. Warum? Weil er diese Dinge ständig benutzt während Wissenstalent x vielleicht einmal in ein paar Abenteuern vorkommt oder das Talent von jemand anderem abgedeckt wird. Deshalb ist Spezialisierung auch teuer: weil es eben doch nutzen bringt wenn ich meine Spezialisierung ständig nutze, anderes aber nur sporadische. Ein Kämpfe hat mehr davon KK zu steigern und dafür TP und AT zu erhöhen als das er Charisma und Fingerfertigkeit erhöht. Sie darf natürlich nicht zu teuer sein. Trotzdem sehe ich bei weitem nicht das man in DSA5 alle Eigenschaften auf 14 und alle Talente auf 12 steigert - denn das hat in dsa4 auch keiner gemacht, obwohl Talente auf niedrigem lvl extrem billig waren oder niedrige Eigenschaften nur halb so viel gekostet haben als hohe. Allerdings ist es hier auch so das man seine wichtigen Eigenschaften zu Beginn Maxt und mit 15 die meisten SF freischalten. Letztlich verpasst DSA5 hier halt schon eine Chance es besser zu machen.

  • In DSA4 steigert der Känpfer auch die KK auf um die 18 obwohl das teuer ist. Oder sein Waffentalent obwohl der dafür ein B Talent von 0 auf 10 steigern könnte. Warum? Weil er diese Dinge ständig benutzt während Wissenstalent x vielleicht einmal in ein paar Abenteuern vorkommt oder das Talent von jemand anderem abgedeckt wird. Deshalb ist Spezialisierung auch teuer: weil es eben doch nutzen bringt wenn ich meine Spezialisierung ständig nutze, anderes aber nur sporadische. Ein Kämpfe hat mehr davon KK zu steigern und dafür TP und AT zu erhöhen als das er Charisma und Fingerfertigkeit erhöht. Sie darf natürlich nicht zu teuer sein. Trotzdem sehe ich bei weitem nicht das man in DSA5 alle Eigenschaften auf 14 und alle Talente auf 12 steigert - denn das hat in dsa4 auch keiner gemacht, obwohl Talente auf niedrigem lvl extrem billig waren oder niedrige Eigenschaften nur halb so viel gekostet haben als hohe. Allerdings ist es hier auch so das man seine wichtigen Eigenschaften zu Beginn Maxt und mit 15 die meisten SF freischalten. Letztlich verpasst DSA5 hier halt schon eine Chance es besser zu machen

    Die Frage ist ja nicht, ob ein Charakter das tut, sondern wann. Bei DSA4.1 habe ich ehrlich gesagt recht selten erlebt, dass ein klassischer Krieger seine KK von 14 auf 18 gehoben hat. Das passierte im Regelfall nur dann, wenn man schon einen größeren Sprung hatte, z.B. bei Orks oder Trollzackern mit hohen Grundboni, die mit 16 oder 17 angefangen haben. Der Rest steigerte erst einmal auf 15 und dann je nach Notwendigkeit erst, wenn es nötig war ein höheres Talent-Maximum zu erreichen oder den Waffenmeister anzustreben.
    Sonst wurden auch häufige Talente wie Magiekunde, Sinnenschärfe, Wildnisleben und Menschenkenntnis mitgezogen, weil sie günstig waren und häufig gebraucht wurden, in fast jedem AB. AT erhöht sich über KK ja auch nur in einem Faktor von 1/5. Eher hat man dahin investiert über Artefakte oder Alchemie mal hohe KK zu erreichen, denn das eigenständig anzustreben, es sei denn man hatte zu viel AP.


    Bei DSA5 ist es so, dass sie die Problematik aufgrund des Probenmechanismus deutlich gegenüber DSA4.1 verschärft. Dadurch, dass Zuschläge direkt auf die Eigenschaften gehen ist der Spezialist (wie diverse male rechnerisch dargestellt) gegenüber dem Allrounder im Nachteil. Weil Talente eben nicht nur einzelne Eigenschaften abfragen, sondern eben ein Konglomerat und niedrige Randeigenschaften dafür sorgen, dass ich schnell Punkte verwürfele.


    In DSA4.1 sehe ich die Notwendigkeit und den Nutzen hoher Eigenschaften auch nicht gegeben. Allerdings war, dank Belastung des TaW vor den Eigenschaften, die Problematik der Spezialisierung nicht so dramatisch wie es das bei DSA5 ist.


    Von den Waffentalenten haben wir übrigens nicht gesprochen. Dieses hat in der Tat eine ganz andere Relevanz als die Eigenschaft. Das Waffentalent bestimmt maßgeblich meine Überlebenschancen im Kampf. Die Eigenschaften tun dies dagegen nur marginal (1 Punkt TaW erhöht meine AT um 5%, meine PA um 2,5%, ein Punkt KK erhöht meine AT um 1,7%, meine PA gar nicht, bzw bei GE mein Ausweichen um 2,5%, die Kosten liegen aber deutlich höher).


    Ich kann daher deine Erfahrung hinsichtlich der Aussage "Das steigert ein DSA4-Kämpfer" nicht in dem oben genannten Umfang teilen. Genauso wenig wie ich deinem Argument "Es bringt ihm Nutzen, weil er es häufig nutzt" zustimmen kann. Nicht was einzelne Eigenschaftspitzen betrifft und nicht in einem generischen AB, in dem jeder mal Sinnenschärfe, Menschenkenntnis, Selbstbeherrschung, Magiekunde o.ä. würfeln darf/soll.

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  • Sumaro: womit ich nicht klarkomme, ist deine rechnerische Aussage, ich sehe das etwas anders, weil ja der Magier sein Spezialgebiet hat und die Fertigkeitswürfe das auch berücksichtigen: Ich nehme mir mal einen Magier mit Magiekunde 8 und Beispiel A) KL 18 In 13 Beispiel B ) KL 15 und IN 14 und jetzt gehen wir mal in die Wahrscheinlichkeitsrechnung kombiniert mit Regelwerk - heisst die 18 gibt mir ne 10% Chance zu den Wurf zu vergeigen, die 15 25% während zwischen der 13 und der 14 nur 5% liegen die zugunsten des "ausgeglichenen" Magiers laufen, die Wahrscheinlichkeit das er also den Wurf schafft beim Spezialisten viel höher ist, gerade wenn er hinten noch die Fertigkeit zum ausgleichen dran hat (der Spezialist würde die Probe selbst mit einer Tripel 19 noch schaffen…) - Zieh auch mal mit in Betracht, dass fast alle Wissenstalente ( und da liegt eine Stärke des Magiers ) eine doppelte KL Probe drinnen haben, also für mich hat der Spezialist in seinem Spezialgebiet durchaus sehr spürbare Vorteile :).

    Was kostet KL18 IN13 und was kostet KL15 IN14? Ich habe jetzt nicht nachgeschaut, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass du hier einen Mercedes mit einem FIAT vergleichst - so rein von den Kosten. Müsstest du nicht eher KL15 IN14 mit KL18 IN8 oder so vergleichen?


    Muss ich aber ganz ehrlich sagen, dass mir diese Entwicklung weg von sehr starken Eigenschaften und hin zu Talentfokusierung gut finde.
    In DSA 4 musst man "nur" die Eigenschaften steigern und hatte dann auch gute Chancen etwas zu schaffen wovon man kaum Ahnung hat, das finde ich jetzt besser das man seine AP lieber in Talente und vor allem SF stecken kann, anstatt sie in Eigenschaften zu investieren.

    Hö? Erstens steigen auch die Fertigkeitskosten ab FW12(!) exponenziell an, womit das gleiche Problem wie bei den Eigenschaften besteht und zweitens führt der neue Probenmodus eigentlich zu einer stärkeren Betonung der Eigenschaften.
    Deine Ansicht kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen und Sumaros Rechnung deutet ja auch daraufhin, dass sie mathematisch schlichtweg falsch ist.
    Aber ich lasse mich gerne überzeugen.

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  • Okay für mich "fühlt" es sich angenehmer an, es kann sein das es rein rechnerisch nicht so ist.
    Ich habe das Gefühl das bei DSA 5 die TaW auf einem Grundniveau deutlich wichtiger und stärker sind dh <10, als bei DSA 4.1 wo man schon jenseits der 15 sein musste um überhaupt mal was halbwegs zu können.
    Wie gesagt das ganze basiert nicht auf irgendwelchen Berechnungen, sondern ist mein ganz subjektives Gefühl vom Spieltisch.
    Auch finde ich es gut das man jetzt die Erschwernisse auf die Eigenschaften hat, denn so besteht immerhin noch eine Chance das man etwas schweres auch mit nicht so extrem hohem TaW noch gut abschließt und das auch teilweise mit noch mittelguter Qualität.
    Gehen wir von Eigenschaften von 12/12/12 aus und einem TaW von 8 was ja eine mittelprächtige Fähigkeit ist, wenn man nun versucht etwas mit einer DSA 4.1 Erschwernis von 9 zu schaffen kann man diese Probe zwar noch ganz gut schaffen, aber man wird niemals TaP* behalten und kann somit nie ein guter oder mittelgutes Ergebnis erzielen, in DSA 5 wäre das ja eine 3er Erschwernis hier ist es immerhin noch möglich wenn auch unwahrscheinlich das etwas funktioniert und was vernünftiges dabei herrauskommt, was ich als viel angenehmer empfinde als bei DSA 4.1.

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  • Okay. Das kann ich verstehen. Wie sich ein System anfühlt kann man natürlich nicht diskutieren. Der von dir genannte Vorteil war ja auch das entscheidende Argument für den Probenmechanismus, zumindest laut Redaktion. Nur sehe ich darin zugegeben eher eine Augenwischerei. Denn auch wenn man die Chance hat evtl. Qualitätsstufen übrig zu behalten, hat man doch geringere TaW und verwürfelt vergleichsweise mehr Punkte durch die neuen Regeln. Bei DSA4.1 hätte der Charakter ja nicht Probe +9 gegen TaW 8 sondern eher gegen TaW 12 o.ä. weil man deutlich höhere Talente im Gesamtbild hatte. Und die Probenzuschläge lassen sich auch nicht derart mit Faktor 1 zu 3 übertragen.

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  • Die 1:3 Regelung ist aber laut der offiziellen Konvertierungshilfe vorgeschlagen...
    Und die kleineren TaW empfinde ich auch eher als Vorteil, da es einfacher ist mit kleineren Zahlen zu hantieren als mit größeren, natürlich ist der unterschied nicht so riesig aber dennoch bemerkbar finde ich.

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  • Ich bin eher auf der Seite von @Rycanri, es muss sich gut anfühlen und das tut es für mich bei 5 mehr als bei 4.1. Aber was ist mit Sammelproben? Mit einem mauen Talentwert kann ich bei einer Erschwernis, egal wie gut ich würfle, etwa nur einen Punkt beitragen. Nach dem neuen System kann ich im Falle eines günstigen Wurfes mehr oder alles übrig behalten.

  • @Elsurion Das bewerte ich z.B. allerdings nicht positiv. Mir ist DSA schon zufällig genug und es stört mich immer, wenn Anfänger aus Versehen besser sind als ausgewiesene Experten.

  • Also wie ich schon sagte, gegen Gefühle kann und will ich gar nicht argumentieren. Ich habe einen stochastischen Nachweis gebracht, der eben abseits meiner eigenen Meinung aufzeigt wie das System wirklich funktioniert. Das kann einem wichtig sein oder auch nicht. Aber letztlich ist ein Gefühl eben kein Indikator mit dem ich argumentieren kann. Ich freue mich für alle, die an DSA5 Spaß haben. Für mich sind die Regelmechanik und das regeltechnisch kleinhalten der SC ein Kritikpunkt. Für andere ist es nicht relevant. Was die sammelproben betrifft ist das ein Mechanismus des neuen Regelwerks, so etwas kann man problemlos auch für den DSA4.1 Mechanismus adaptieren. Man muss eben nur das Niveau von Erschwernis und TaP* sammeln austarieren. Letztlich aber bleiben die mathematischen Kritikpunkte schlicht ein Fakt. Man kann sie für sich als unwichtig deklarieren aber man kann sie nicht leugnen. Was man daraus macht ist jedem selbst überlassen.

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  • Das finde ich sogar auch mal ganz nett wenn es so läuft, denn es kommt auch im Realen Leben vor das ein Experte Müll verzapft und der Azubi eine zündende Idee dazu hat.
    Wobei ich da sagen muss das der Experte wahrscheinlich eher so TaW >10 hat und der Anfänger TaW von <5 somit kann der Anfänger maximal QS 2 beisteuern der Experte deutlich mehr und deutlich häufiger.
    Aber so kann der Anfänger auch gelegentlich mal ein Korn finden und das nicht nur bei einem Kritischen Erfolg.


    Edit:
    @Sumaro Es stimmt das es mathematisch den Experten in einem Bereich schadet und den "Allrounder" stärkt, zumindest in einem Gewissen Rahmen, denn der Allrounder wird nicht in die höheren TaW kommen und bleibt somit immer etwas hinter dem Experten in bezug auf QS, natürlich hat er im Verhältnis eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit aber eben mit einer geringeren QS.
    Kleine Notiz am Rande, nicht böse gemeint, aber du meintest weiter oben DSA 5 sei nicht so schön innovativ, nun wird eine dieser neuen Ideen ins 4er addaptiert #Sammelprobe :thumbup:

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    Edited once, last by Rycanri ().

  • @Elsurion und @Rycanri ich sehe es eher so wie Sumaro. Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Präferenzen an irgendwas festmachen könntet. Wenn ihr euch mit dem neuen System wohlfühlt ist das schön und gut, ein wertvoller Beitrag im Sinne einer Diskussion ist das allerdings nicht ;) .
    Als Meister klau ich manchmal ein bisschen was vom neuen System und versuch es, ins alte zu integrieren. Geht es zum Beispiel beim Klettern mehr um eine gewagte Passage, die körperlich nicht so anstrengend ist, werden nur 3 Punkte Malus auf den Mut gelegt, und eventuell noch ein paar Punkte auf die TaP als Gesamterschwerung. Oder bei einer langen Strecke wird statt auf MU auf (leicht reduzierte) KO geprobt. Das finde ich erzählerisch manchmal sehr passend.

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  • Das mit dem "Beiwerk" war nur ein - vielleicht schlecht gewähltes - Beispiel, aber irgendwo fehlen die ABP ja, dann können eben weniger Zauber gesteigert werden o.ä.
    Ich befürchte, dass DSA5 einen Trend zu gleichartigen EW querbeet über alle SCs erzeugen bzw. unterstützen wird. Natürlich bleibt es jedem unbenommen, seine SC rein nach Konzept zu steigern, ohne auf die regeltechnische Sinnhaftigkeit zu achten. Ich habe allerdings in der Vergangenheit bei Editionswechseln durchaus Veränderungen bei existierenden oder neuen SCs in unserer Gruppe (keine MinMaxer, aber auch keine Vorteilignorierer) beobachtet.
    Bei hochstufigen DSA3 Helden mit hohen EW genügte es z.B., viele Zauber einfach nur irgendwie zu können, die Probe klappte wahrscheinlich sowieso und es gab bei vielen Zaubern keinen Unterschied, wie gut diese gelungen war (keine ZfP*). Bei DSA4 hatte ein FlimFlam mit ZFW 4 wenig Sinn, ich habe deswegen beim Umstellen meiner magiebegabten SCs auf DSA4 viele Zauber gestrichen. Gerade die Magie gefiel uns bei DSA4 besser als bei DSA3, sodass sich dieser Punkt leicht verschmerzen ließ. Die damals neue DSA-Edition hat aber zu veränderten SCs geführt, ähnliches erwarte ich, falls unsere Gruppe jemals auf DSA5 umsteigen sollte (eher unwahrscheinlich, falls doch, dann erst nach dem Studium des Komplettregelwerks).
    Um zum obigen Beispiel zurückzukommen: warum sollte der SC für den stochastisch (fast) sinnlosen Anstieg der KL auf 16 überhaupt ABP investieren? Natürlich passt eine hohe KL gut zum Charakterkonzept und wahrscheinlich würde ich meinem Magier auch die KL 16 (oder höher) "gönnen", es wäre aber schön, wenn das Regelwerk mich dabei nicht "bestrafen" würde, indem es diese ABP-Investition zum reinen Fluff degradiert.


    Ich gebe dir recht, dass ein Regelwerk nicht 100% "fair" sein muss (mich haben z.B. die "unfairen" Paketboni bei DSA4 nie gestört), DSA5 schießt aber weit über's Ziel (welches eigentlich?) hinaus und unterstützt einen Einheitsbrei von SCs mit allen EW und fast allen TAW auf 14. Nicht Spezialistentum, so dass jeder in der Gruppe seine Nische (Kampf/Gesellschaft/Natur/einzelne Magiegebiete) findet, wird regeltechnisch unterstützt, sondern Alleskönnerei. Wie geschrieben, kann man sich dem aus rollenspielerischen Gründen entziehen, der Preis dafür ist aber höher als bei DSA4 und das gefällt mir nicht.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • @Rycanri
    Die Sammelprobe ist kein innovativer Mechanismus sondern schlicht das sammeln von TaP ausformuliert. Aber sowas kann man auch für DSA4.1 machen. Was die Einschätzung betrifft Experten würden höhere QS erreichen so würde ich vorschlagen einmal nachzurechnen. Der Experte mit 18/12/12 und FW 20 gegen den Allrounder mit 15/14/14 und FW 17. Und dann dann schaut man mal wer von beiden wann welche QS über hat. Der Experte schafft, bei einer Mehrinvestition von ca 200 AP in 60 % statt 44 % aller Fälle die maximale QS. In zwei von drei Fällen erreichen also Allrounder und Experten das gleiche Ergebnis. Das nur so am Rande.

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  • Ich bin eher auf der Seite von @Rycanri, es muss sich gut anfühlen und das tut es für mich bei 5 mehr als bei 4.1.

    Frage: Fühlt es sich gut an oder fühlt es sich besser an?


    Das klingt jetzt kleinteilig, aber es ist nicht irrelevant. Wenn ich 40 Fieber hatte, fühle ich mich, wenn ich auf 38 runter bin besser, aber es geht mir noch nicht gut. Wenn ich mal 1000€ verdient habe und 100€ Gehaltserhöhung bekomme, dann habe ich ein besseres Gehalt, aber kein Gutes usw.


    Was will ich damit sagen? Nun, dass man natürlich den neuen Probenmechanismus als Verbesserung empfinden kann, die Kritik daran aber gleichwertig ist, da beides wieder unterschiedliche Ebenen betrifft. Das eine ist der Vergleich zu vorher bzw. eben Ausdruck einer gewissen Präferenz (mehr TaP* vs. höhere "Schaffbarkeit"), das andere erneut ein systemischer Ansatz, der das Problem generell angehen möchte.


    Ein wenig möchte ich hier die neue Probenmechanik insofern in Schutz nehmen, dass ein guter Ansatz im 5er vorhanden ist, nämlich die Proben, deren Namen ich vergessen habe...natürlich habe ich es vergessen :rolleyes: ...also, dass ich für pauschale QS bei bestimmten Werten auf die Probe verzichten kann (hieß das Routine?) - das gibt es doch noch und war nicht nur in der Beta, oder? Wenn man das über alle QS konsequent fortgeführt hätte, würden sich hohe EW und FW auf einer anderen Ebene wieder lohnen, nämlich der, dass ich in meinen Spezialgebieten (auch als Magier oder Geweihter) und wenn ich wirklich investiere das Risiko für mich auf faktisch 0 reduziere, einfach weil ich überhaupt nicht mehr Würfeln muss. Das wurde aber nicht in Gänze verfolgt, sondern halt nur auf einer unteren Ebene (QS 1 blieb standardmäßig übrig). Wo man da welche Grenzen setzt, wäre debatierbar, aber ich würde so eine Mechanik als guten Kompromiss zwischen Schaffbarkeit (altes System) und hohe QS (neues System) empfinden.

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

    Edited once, last by Ehny ().