Aventurisches Liedgut

  • Gab es nicht eine Horasreicher Hyme auf der Melodie von der Englischen Nationalhymne?

    In der Tat - das war dann wohl: Herrsch' Horasia (auf: "Rule Britannia", Text von Stephanie von Ribbeck)

    Als Horas einst setzte den Fuß an Land

    Alveran öffnete weit sein Tor.

    Der Göttervater hob segnend seine Hand

    und Greifenchöre sangen vor:

    Herrsch', Horasia,

    herrsch' über Meer und Land!

    Praios gab all dies in deine Hand.

  • Im Land des Schwarzen Bären findet man noch diese beiden - ohne Angabe einer irdischen Äquivalenz, wobei ich ein gewisses Wiedererkennen habe.

    Erkennt das irgendwer als Anspielung auf bekannte Texte? Erinnert mich irgendwie an historische Bauernklagen, den Vormärz etc.

    Lied vom Elend

    Sieh, Bruder, was geschieht

    in deinem Borneland,

    in dem man gar nichts sieht

    als Mühsal, Not und Schand.

    Der Bauer pflügt das Feld

    dem Wind und Sturm entgegen,

    kriegt weder Lohn noch Geld,

    man zahlt mit Schimpf und Schlägen.

    Der Herr besitzt den Boden,

    er herrchet göttergleich

    und lässt die Bauern roden,

    die machen all ihn reich.

    Musst, Bruder, dich dreinfinden,

    die Götter haben's g'wollt,

    dass der Herr dich tut schinden,

    macht deine Müh zu Gold.

    Trink, Bruder, aus den Humpen

    voll Tränen, Schweiß und Blut,

    leg ab den elend Lumpen

    und wirf ihn in die Glut.

    Der Tod steht auf der Schwelle

    und grüßt dich: '''s ist vorbei!"

    rührt sich nicht von der Stelle,

    nun, Bruder, bist du frei!


    Winterlied

    Herr Firun hat aufs ganze Land

    ein weißes Tuch gebreitet,

    es glitzert wie ein Festgewand,

    es knirscht, wenn man draufschreitet.

    Und gläsern Eis bedeckt den See,

    das Bächlein und den Weiher,

    die Föhre trägt ein Kleid aus Schnee,

    rein, wie ein Hochzeitsschleier.

    Und weiße Mützen, weich wie Bausch,

    auf Schornstein, Zaun und Zinnen,

    die ganze Welt ein einz'ger Rausch

    aus frisch gebleichtem Linnen.

    Vom Himmel jetzt kein Regen rinnt,

    nur Ifirnssterne schweben,

    und fröhlich tanzend mit dem Wind

    die Pracht sie weiterweben.

    Doch diese Pracht ist kalt, so kalt,

    so ledigjeden Lebens,

    Stein ist der Acker; Erz der Wald,

    und alle Lieb vergebens!

    Hohl hallt der Wölfin Klagelied,

    dumpf knurrt ihr leerer Magen,

    und ob sie auch den Hasen sieht,

    sie ist zu schwach zum Jagen.

    Der Hase find't nicht Kraut noch Blatt,

    so sehr er scharrt und schauet,

    er ist so müde, ist so matt,

    glaubt nimmer, dass es tauet.

    Das Kraut ist längst vom Frost geknickt

    und unterm Schnee begraben,

    und durch den Stum, den Firun schickt,

    schallt schrill der Schrei des Raben.

    Horch, Liebchen, horch nur, wie er schreit,

    mach dich bereit zum Sterben,

    der Winter währt zu lange Zeit,

    drum Mensch und Vieh verderben.

  • Eine konkrete Vorlage kann ich nicht ausmachen (obwohl in der Hinsicht einiges kenne)

    Vom Text her muss ich an Martin Opitz und seine Zeitgenossen (frühes 17. Jahrhundert) denken, natürlich in modernerer Sprache.

  • Ich vermute, da war jemand sehr kreativ und hat sich diverser ... Topoi bedient. Definitiv eine Sternstunde aventurischer Dichtkunst.

    "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
    getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

  • Da das hier vor allem ein Sammelthread ist, weise ich mal noch auf Folgendes hin:

    1.) Die wunderbare Liedersammlung des Bornlandes von Maximillian von Roeder:

    https://www.ulisses-ebooks.de/product/239800…sche-Liederbuch

    2.) Die Lieder von BioBoing auf YT (vielleicht nicht wirklich IT, aber sehr lustig):

    https://www.youtube.com/watch?v=y1xpfsNuASE (nur ein Beispiel)

    3.) Die Lieder von Sam Fisher auf YT, aus dem Kontext einer Al'Anfa Con:

    https://www.youtube.com/watch?v=0B0eo73x-nU (ebenfalls nur ein Beispiel)

  • Definitiv keine Sternstunde aventurischer Lyrik, aber was einem eben so beim Abenteuerschreiben als "Beifang" einfällt. Zwei Texte eigener Dichtung auf bekannte Lieder.

    An des Bornfluss hellem Strande, Volkslied aus dem Bornland, neuzeitlich

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    „An des Bornfluss hellem Strande

    Stehen Burgen hoch und stolz

    Ihre Dächer sind zerfallen,

    Nordwind weht durch ihre Hallen,

    Rantzen lauern rings im Holz.

    Rondras Ritter sind verschwunden,

    Nimmer klingen Schild und Speer.

    Doch der Wandersmann kann sehen

    Still in Stein und Nebel stehen

    Ihrer Ritter letztes Heer.

    Anshags Reiter ritten südwärts

    Trugen Banner hell und rot.

    Lebewohl zur Trennungsstunde,

    Wider Priesterkaiserhunde,

    Das Heer ritt in den Tod.

    Wenn der Wandrer zieht von dannen,

    Eingedenk dem alten Sang,

    Fühlet neuen Stolz im Herze,

    Gemischt mit stillem Schmerze,

    Lang verfolgt ihn dieser Klang.

    (zu singen auf die irdische Melodie von „An der Saale hellem Strande“)

    Lowanger Spottlied auf die Orks („Schwarzpelze“), Verfasser unbekannt, neuzeitlich

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    „Eine Schlittenfahrt ist lustig,

    eine Schlittenfahrt ist schön,

    Denn da kann man manchem Schwarzpelz

    Eine lange Nase dreh´n!

    Holahi, holaho,

    holahia, hia, hia, holaho!

    Wenn wir mit dem Schlitten fahren,

    kommen wir schnell durch das Land

    und wenn uns der Schwarzpelz ärgert,

    ist die Armbrust stets zur Hand!

    Holahi, holaho,

    holahia, hia, hia, holaho!

    Denn der Schwarzpelz ist stets hungrig,

    dabei aber krachend dumm,

    ihre Frauen sind sehr hässlich,

    darum hurt der Schwarzpelz rum!

    Holahi, holaho,

    holahia, hia, hia, holaho!

    Kommen wir dann nach Lowangen,

    ja dann ist die Freude groß,

    Schwarzpelze hat´s da keine,

    Die sind wir dann endlich los!

    Holahi, holaho,

    holahia, hia, hia, holaho!“

    (zu singen auf die irdische Melodie von „Eine Seefahrt die ist lustig“)


  • Ich bitte die verschiedenen Schrifarten etc. zu entschuldigen.

    Aus meinem neuesten Abenteuer fürs Scriptorium (in Arbeit)

    inoffizielle Hymne Mengbillas, Verfasser unbekannt, neuzeitlich

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    „Stolzes Mengbilla, stolzes Mengbilla,

    Oh, du meine stolze Heimatstadt,

    An des Meeres Strande, im dem schönsten Lande,

    Oh, du meine stolze Heimatstadt!

    Stolzes Mengbilla, stolzes Mengbilla,

    Oh, du meine stolze Heimatstadt,

    Schiffe hast du schöne, dazu tapfre Söhne,

    Oh, du meine stolze Heimatstadt!

    Stolzes Mengbilla, stolzes Mengbilla,

    Oh, du meine stolze Heimatstadt,

    Dich die Neune schützen, deine Münzen blitzen,

    Oh, du meine stolze Heimatstadt!

    Stolzes Mengbilla, stolzes Mengbilla,

    Oh, du meine stolze Heimatstadt,

    Steh zu dir auf ewig, aller Sorgen ledig,

    Oh, du meine stolze Heimatstadt!"

    (zu singen auf die irdische Melodie des sorbischen Volksliedes „Mej ty dobru noc“)

    Und noch ein umgedichtetes Volkslied fürs Bornland

    " Höre Uriel, was wir klagen", neuzeitlich, gesungen ursprünglich von ehemaligen Anhängern Uriels von Notmark

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    „Im Dunkeln spiegeln sich Sterne,

    in des Bornflusses breiter Flut,

    das Bornland liegt tief im Schlafe,

    Herr, wir bitten dich, hüte es gut!

    Das Bornland liegt tief im Schlafe,

    Herr, wir bitten dich, hüte es gut!

    Liegt das Land auch tief im Schlafe,

    treue Reiter stehen auf Wacht,

    haben für das Bornland gefochten,

    in längst stille vergangener Nacht!

    Haben für das Bornland gefochten,

    in längst stille vergangener Nacht!

    War der Sieg uns auch nicht gewogen,

    unserm Feldherrn bleiben wir treu,

    sind für Uriel ins Felde gezogen,

    schwören unsere Eide neu!

    sind für Uriel ins Felde gezogen,

    schwören unsere Eide neu!

    Keine Stunde soll man schlagen,

    da wir nicht Ochs und Eiche gedacht,

    woll`n die Treue im Herzen tragen,

    auch in Finsternis und Mitternacht.

    Woll`n die Treue im Herzen tragen,

    auch in Finsternis und Mitternacht.

    Nach den Hörnern wir noch lauschen,

    von Vallusa, den Weiden der Pein!

    wenn Golgaris Schwingen rauschen,

    hören wir auf treu zu sein!

    Wenn Golgaris Schwingen rauschen,

    hören wir auf treu zu sein!

    Höre Uriel, was wir klagen,

    der Bronnjarenstand nimmer ist frei!

    Kehr zurück und ziehe die Klinge,

    schlage unsere Fesseln entzwei!

    Kehr zurück und ziehe die Klinge,

    schlage unsere Fesseln entzwei!“

    zu singen auf die irdische Melodie von "Hohe Tannen weisen die Sterne"

  • Hier ein kleines Schmankerl aus Band VIII "Elfenkrieg" der Phileasson-Saga von Hennen und Corvus.

    Sehen sie nun: Beorn den Blender, den berühmtesten Plünderfahrer Thorwals, die Geißel des Südens, den Räuber von Porto Paligan, den einzige Konkurrenten von Alsleif Phileasson, genannt der Foggwulf, um den Titel "König der Meere", mit seiner einzigartigen aventurischen, thorwalschen Darbietung von "Yesterday" von den Beatles:

    Beorn der Blender.jpg

  • War mal wieder Fleissig:

    Thalionmellied des Donnerordens
    Original:“ Blood upon the Risers“ Amerikanisches Fallschirmjägerlied
    https://www.youtube.com/watch?v=vzrYgDnewSI

    Sie war eine kleine Knappin und sie zitterte am Leib

    Sie Prüfte ihre Sachen auf das diese Warn bereit

    Nun stand sie dort und harrte vieler Hufe Donnernd Chor

    Du Fährst heut nach Alveran empor

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Mutig mutig welch ein Grauenhafter Tod

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Und sie fuhr nach Alveran empor

    So lauft um euer Leben schrien die Kämpfer allesamt

    Die kleine rief verängstigt „Nein“ und ging dann ernst voran.

    Am Horizont da stieg schon eine Sandwolke hervor

    Und sie fuhr nach Alveran Empor

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Mutig mutig welch ein Grauenhafter Tod

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Und sie fuhr nach Alveran empor

    Die Wilde Horde stürmte durch die Ebene so Weit

    Alleine auf der Brücke Stand die Heldin kampfbereit.

    Die Beine liefs ihr warm Herab, ihr Schwert das zog sie vor

    Und sie fuhr nach Alveran Empor.

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Mutig mutig welch ein Grauenhafter Tod

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Und sie fuhr nach Alveran empor

    Rastullah schrie der Reiter, trieb sein Ross, hieb nach ihr aus

    Sie machte einen Satz, schlug ihn aus seinem Sattel Raus.

    Sie stritt nun wie gelernt die Feinde drängten zu ihr vor

    Und sie fuhr nach Alveran Empor.

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Mutig mutig welch ein Grauenhafter Tod

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Und sie fuhr nach Alveran empor

    Ein erster Pfeil der traf sie und es war ihr wie ein Schlag.

    Ein Dunkelroter Faden rann den Schwertarm ihr herab.

    Der Schmerz begann noch nicht doch gleich zu Rondra ging ihr Wort

    Und sie fuhr nach Alveran Empor.

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Mutig mutig welch ein Grauenhafter Tod

    Blutig Blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Und sie fuhr nach Alveran empor

    Sie sang das Lied der Herrin und nun weiter ging die Schlacht

    Bald war ihr Leib gespickt mit Pfeilen ein Arm hing herab.

    Die Lanze ging durch ihren Hals, doch weiter hieb sie vor

    Und sie fuhr nach Alveran Empor.

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Mutig mutig welch ein Grauenhafter Tod

    Blutig Blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Und sie fuhr nach Alveran empor

    Und als sie fiel da war es aber lang noch nicht vorbei

    Sie zerrten ihr die Rüstung ab und Hacken sie entzwei.

    Und als ihr Herz im Staube lag Trat Rondras Zorn hervor

    Und sie fuhr nach Alveran Empor.

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Mutig mutig welch ein Grauenhafter Tod

    Blutig Blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Und sie fuhr nach Alveran empor

    Der Fluss schwoll an die Erde bebt, den Himmel Grollts entlang.

    Die Flutwelle der Feinde Schar und Thalionmel verschlang

    Das Dankgebet der Neethaner steig auf in Rondras Ohr

    Und sie fuhr nach Alveran Empor.

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Mutig mutig welch ein Grauenhafter Tod

    Blutig Blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Und sie fuhr nach Alveran empor

    Und viele kleine Knappen fanden also bald sich ein

    Sie schworen sich so tapfer wie Thalionmel zu sein.

    Am Feind in Rondras Nahmen ziehen sie das Schwert hervor

    Und sie fahrn nach Alveran Empor

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Mutig mutig welch ein Grauenhafter Tod

    Blutig blutig welch ein Grauenhafter Tod

    Und sie fuhr nach Alveran empor

    Make Rondra Badass again!

  • Und auch ich habe für meine Kleinkampagne mal wieder den "Dichter" hinausgekehrt ;)

    Gut, das ist wirklich grober Unfug, aber mir gefiel es trotzdem.

    Havener Volkslied "Oh mein Schätzchen Clementine"

    „In Havena, dort am Strande

    Fischt ein Fischers, s`ganze Jahr

    Er sucht Schätze, mit dem Netze,

    hat `ne Tochter: Clementine.

    Clementine, sie war mein Liebchen

    Und sie war mit immer treu.

    Noch etwas, wusst` ich zu schätzen:

    In ihrem Kopf da war nur Heu!“

    Refrain:

    Oh mein Schätzchen, oh mein Schätzchen,

    oh mein Schätzchen Clementine,

    in der Unterstadt verschollen,

    ist nun meine Clementine!

    Ihre Augen glichen Sternen,

    wenn die Wolken davor zieh`n,

    ihre Wangen war´n wie Rosen,

    die dabei sind, zu verblüh`n.

    Ihr Kleid war`n altes Segel,

    ihre Schuhe waren groß,

    ich sah sie sie niemals waschen,

    den Gestank wurd` sie nie los!

    Refrain

    Eines Morgens, es war Ebbe,

    zog sie in die Unterstadt,

    zu suchen für den Vater,

    da es dort Schätze hat!

    Sah sie stehen, sah sie gehen,

    von meinem Platze an der Brück.

    Sah sie hinken, sah sie winken,

    doch sie kam niemals zurück.

    Refrain

    Ja, ich wollte sie dort suchen,

    doch traut ich mich nicht hinein.

    Mut war noch nie meine Stärke,

    so verlor ich Clementine.

    In Havena, dort am Strande,

    sehe ich den Fischer steh`n.

    Doch küss ich die ander`n Mädchen,

    so vergess ich Clementin!

    – „Oh, mein Schätzchen Clementine“, havener Volkslied, Verfasser unbekannt, neuzeitlich,

    zu singen auf die irdische Melodie von „Oh, my darling Clementine“)

  • Weil ich einen schrecklichen Ohrwurm hatte, hab ich mich auch nochmal versucht.

    An einem Lied, das sich erstaunlich gut für unser Hobby eignet.

    Auf die Melodie von Udo Jürgens - Ich war noch niemals in New York:

    Ich nenne es - überhaupt nicht hochtrabend:

    Die Sehnsucht des Bornländers

    oder

    Eine Hymne auf Aventurien

    Und nach dem Abendessen sagte er
    Lass mich noch eben ein‘ Meskinnes holen geh'n
    Sie rief ihm nach nimm dir die Schlüssel mit
    Ich werd‘ inzwischen nach der Kleinen seh'n

    Er zog die Tür zu, ging stumm hinaus
    verließ das kleine, düstre Haus
    Es roch nach Kiefernwachs und Traurigkeit.
    Und vor der Türe dachte er, wie wenn das jetzt ein Aufbruch wär
    Ich müsste einfach geh'n für alle Zeit
    Für alle Zeit...

    Ich war noch niemals in Khunchom, ich ritt noch niemals durch die Khom
    Lebt nur in Sjepengurken mit zerriss'ner Hos‘
    Ich war noch niemals in Gareth, ich focht noch niemals mit ’nem Gnom
    Einmal ein Held sein und aus allen Zwängen flieh'n.


    Und als er draußen auf dem Dorfplatz stand
    Da fiel ihm ein, dass er fast alles bei sich trug
    Den Dolch, den Lederwams und etwas Geld
    Vielleicht wäre ein Nachtritt schon genug

    Er könnt' das Pferd nehmen dort am Eck, darauf, Galopp und einfach weg
    Die Sehnsucht in ihm wurde wieder wach
    Noch einmal voll von Träumen sein, sich aus der Enge hier befrei'n
    Er dachte über seinen Aufbruch nach, seinen Aufbruch nach...

    Ich war noch niemals in Vinsalt, ich war noch niemals hoch zur See
    Lebt nur in Sjepengurken mit zerriss'ner Hos‘
    Ich war noch niemals in Thorwal, sucht in Albernia eine Fee
    Einmal ein Held sein und aus allen Zwängen flieh'n.

    Dann steckte er den Meskinnes ein
    Und ging wie selbstverständlich heim
    Durchs Treppenhaus mit Kiefernwachs und Traurigkeit
    Die Frau rief "Mann,
    Wo bleibst Du bloß, die Nachtruhe geht gleich los"
    Sie fragte "War was?" - "Nein, was soll schon sein."


    Ich war noch niemals in Angbar, ich war noch nie auf einem Berg

    Lebt nur in Sjepengurken mit zerriss'ner Hos‘
    Ich war noch niemals in Riva, ich trank noch nie mit einem Zwerg
    Einmal ein Held sein und aus allen Zwängen flieh'n.


    Seid herzlich aufgefordert, eure eigenen Refrains zu ergänzen!

  • Und wieder geht es ins Bornland, diesmal ein umgedichtetes deutsches Landsknechstlied.

    Der stille Born (zu singen auf die irdische Melodie von „Unsre liebe Fraue“)

    Wir sind die edlen Reiter

    Vom stillen Bornfluss,

    nun sind wir Hungerleider

    und haben Überdruss!

    Das Korn steht auf dem Felde,

    der Bauer zieht den Hut,

    es fehle uns am Gelde,

    doch nicht am freien Mut!

    Refrain:

    Die Trommeln, die Trommel,

    das Horn, das Horn, das Horn!

    Bronnjaren werden streiten,

    kalt fließt der stille Born!

    Vorwärts, voran!

    Wir schlucken Staub beim Reiten,

    der Beutel hängt uns leer,

    müssen für Suppe streiten,

    verlor`n ist Gut und Ehr!

    Und wollen wir warm sitzen,

    wenn Winterwinde weh`n,

    so müssen stolze Schitzen,

    als Schreiber dienen gehen!

    Refrain

    Die Trostflasche in der Hand,

    sie gluckert leider hohl.

    Storrebrandt schluckt das Bornland,

    bekomm`s ihm nimmer wohl!

    Er denkt beim Festtagsschmause,

    wie er Deren erwürb,

    ich hab acht Kind` zu Hause,

    die weinten wenn ich stürb!

    Refrain

    Doch dereinst kommt der Tage

    wo unsre Fahnen weh`n,

    wo`s heißt zum End` der Plage

    gen Festum ziehen geh`n!

    Man hört noch frohe Kunde,

    von alter Herrlichkeit,

    erwartet treu die Stunde,

    erwartet eure Zeit!

  • Das Mädele von Firunen

    (angelehnt an die Melodie von "Muss i denn zum Städtele hinaus" - hab da etwas umgebastelt.)

    An der Lirmitz sind die Moore tief, Moore tief,
    Und im Winter sind sie zugefror’n

    Von Firunen einst ein Mädele lief, Mädele lief
    Weil es nachts gerufen word
    Komm mein Mädele zu mir, Mädele zu mir
    Wirst dich bei mir hoch erfreu’n
    An der Lirmitz sind die Moore tief, Moore tief,
    Und im Winter sind sie zugefror’n

    So lief sie im Schlaf, in dunkler Nacht, dunkler Nacht
    Und ward dann nimmer mehr geseh’n
    Komm mein Mädele zu mir, tanze mit mir hier
    Auf dem glitzernd schönen Eis
    An der Lirmitz sind die Moore tief, Moore tief,
    Und im Winter sind sie zugefror’n


    Und sie tanze auf dem glatten Eis, glatten Eis
    Und krachte in die Tiefe ein
    Komm mein Mädele zu mir, bleibe bei mir hier
    Wirst unsterblich sein
    An der Lirmitz sind die Moore tief, Moore tief,
    Und im Winter sind sie zugefror’n



  • Und wieder am Dichten, diesmal etwas "Unterhaltsames", eine Umdichtung des irdischen Volksliedes "Schockschwere Not". Einige Stellen mehr oder weniger stark abgeändert, eine Strophe ganz neu eingefügt.

    SCHOCKSCHWERE NOT oder DES HELDEN KLAGESANG

    Als ich des Nachts nach Hause schlich,

    ich fürchtete mich fürchterlich.

    Kein Zetern drang mir an das Ohr,

    ich dachte mir: „Was geht da vor?“.

    Nur aus der Grube hinterm Haus,

    da lugten ein Paar Füße raus!

    Mein nordthorwaler Eheweib haucht gerad das Leben aus.

    Refrain

    Hej! Schockschwere Not!

    Mein Eheweib ist tot,

    was fängt man jetzt mit Deren an

    da ich nach Hause kann?

    Hej! Schockschwere Not!

    Mein Eheweib ist tot,

    was fängt man jetzt mit Deren an

    da ich nach Hause kann?

    Sie war so gut, sie war so lieb,

    Auch wenn sie's oft mit andern trieb.

    Der Praiospriester Praiodan

    Der klopfte öfters bei ihr an.

    Derweil ich zog so durch die Welt

    Auf Heldenfahrt für`s Taschengeld,

    Als Vater von sechs Kindern, für den mich wohl keiner hält!

    Refrain

    Sie war nicht schön, sie war nicht schlank,

    diesem thorwaler Blut sei Dank!

    Das Bett war grad so breit wie sie,

    Drum schlief ich oft beim lieben Vieh.

    Doch nächstens fiel`s ihr manchmal ein,

    Dass ich ihr sollt zu Willen sein,

    Da flehte ich: "Oh Travia, lass mich jetzt nicht allein!"

    Refrain

    Auf Heldenfahrt, da dachte ich,

    kein Dämon ist so fürchterlich,

    und selbst der wilde Dekapus,

    wird bei ihr gleich zum Hasenfuß!

    Und wenn ich dann nach Hause zog,

    so schlug sie mich beinah halbtot.

    Weder Oger und noch Drachenpack schaffte mir solche Not!

    Refrain

    Doch Trübsal scheint mir ohne Sinn,

    Denn tot ist tot und hin ist hin!

    Premer Schnaps holt ich mir hervor,

    Da klopft es auch schon an das Tor!

    Dort draußen steht ein schwarzer Mann,

    Und spricht mich ziemlich traurig an:

    „Boron bin ich, ich will sie nicht, du kannst sie wiederhab`n!"

    Hej! Schockschwere Not!

    Mein Eheweib ist tot!

    Gevatter, ach behalt sie nur,

    Die holt Thargunitoth!

    Hej! Schockschwere Not!

    Mein Eheweib ist tot!

    Gevatter, ach behalt sie nur,

    Das kommt schon noch ins Lot!

  • Ich hatte vor vielen Jahren auch mal versucht was auf die Melodie hinzubekommen. Ich hab nur was ähnliches gefunden. Worauf das geschrieben wurde, weiß ich nicht mehr genau. Vielleicht war es was von Hasenscheiße... Waden eines Barden... vielleicht. Ist jedenfalls auch viele Jahre her. Die Datei sagt 2011 :D
    (Männer bekommen in anderen Texten auch ihr Fett weg, wollte ich nur erwähnen)

    Ode an die Tote

    Ich sitz allein in meinem Haus

    Leb nur für mich, tagein, tagaus

    Mein olles Weib

    Das ruht in Ewigkeit

    Weder Zank, noch Zederei

    Nur noch Ruhe, kein Geschrei

    Mein olles Weib

    Das ruht in Ewigkeit

    Das ist die Ode an die Tote

    Denn jetzt bin ich endlich frei

    Es ist alles schön im Lote

    Mir ist alles einerlei

    Ich bin frei

    Am schlimmsten war ihr Essen

    Kein Hund wollt das fressen

    Mein olles Weib

    Das ruht in Ewigkeit

    Ihr Essen, oh welch ein Graus

    Jetzt gibts Garküchenschmaus

    Mein olles Weib

    Das ruht in Ewigkeit

    Das ist die Ode an die Tote

    Denn jetzt bin ich endlich frei

    Es ist alles schön im Lote

    Mir ist alles einerlei

    Ich bin frei

    Das ist die Ode an die Tote

    Denn jetzt bin ich endlich frei

    Es ist alles schön im Lote

    Mir ist alles einerlei

    Ich bin frei

  • Ich nehme an, "Herrsch Horasia" (auf die Melodie von "Rule Britannia") aus dem AvBo 121 ist bekannt?

    Außerdem habe ich, als "Bella Ciao" die Charts gestürmt hat, mal dieses alte Arbeiter-Lied versucht auf Aventurien umzudichen:

    Süßer, leb wohl (ein Lied über die Befreiung Tobriens)

    "Eines Morgens, in aller Frühe -

    Süßer leb wohl, leb wohl, leb wohl, Süßer!

    Eines Morgens, in aller Frühe,

    trafen wir auf unsern Feind

    Oh Golgariten, kommt nehmt mich mit euch -

    Süßer leb wohl, leb wohl, leb wohl Süßer!

    Oh Golgariten, kommt nehmt mich mit euch,

    denn ich spür der Tod ist nah!

    Und wenn ich falle, ihr Golgariten -

    Süßer leb wohl, leb wohl, leb wohl Süßer!

    Und wenn ich falle, ihr Golgariten,

    bettet mich zur letzen Ruh!

    Und wenn die Leute, ihr Golgariten -

    Süßer leb wohl, leb wohl, leb wohl Süßer!

    Und wenn die Leute, ihr Golgariten

    an meinem Grab vorüber gehn.

    Dann soll'n sie sagen, ihr Golgariten -

    Süßer leb wohl, leb wohl, leb wohl Süßer!

    Dann soll'n sie sagen, ihr Golgariten,

    dass ich für die Heimat starb."

    Ominibus ceteris caesis solum is et eius legiones steterunt.

  • Hat da wer den vollständigen Text zu?

    Auf Seite eins dieses Fadens müsste da was dazu sein.

    Ich weiß nicht, ob das alles ist, aber zumindest etwas.

    Edith hat das für Zorro versucht, etwas deutlicher zu schreiben.