Ferien für Erzdämonen?

  • Ich habe eine Frage/Überlegung zur grundlegenen Natur von Dämonen, die Ich an einem Speziellen Beispiel erläutern will:
    Belkelel ist bekannt als Erzdämonin der "dunklen Extase" (mir fällt grad kein besserer begriff ein). Als solche gilt sie während der Aktuellen Zeitlinie verantwortlich für Sodomie, Inzest etc. Genau wie alle anderen Erzdämonen ist das eine Thematik die innerhalb der vorherschenden Rasse vertreten ist. Die frage die ich mir jetzt stelle ist Folgende: was ist, wenn diese Thematik die vorherschende Rasse überhaupt nicht kratzt? Hierfür ist Belkelel ein gutes Beispiel, da ihre Thematik gerade auf die Achaz nicht zutrift, welche im 10. Zeitalter die Vorherschende Rasse bzw. Teil der Vorherschenden Rassen waren. Hatte Belkelel also während des 10. Zeitalters ein anderes Themengebiet? War sie in den Ferien und hat einfach nichts gemacht? War sie eine art Halb-Erzdämon, der sich halt nur um einen kleinen Teil der Weltbevölkerung gekümmert hat?

    Trust me, I'm an enginseer!

  • Ich persönlich habe die Theorie, dass sich die Erzdämonen immer nasch den vorherrschenden Göttern richten. Bei den Achaz sahen die Erzdämonen also etwas anders aus (obwohl die zwischen Göttern, Dämonen, Halbgöttern und mächtigen Wesen wie Resen, Satinav etc. kaum differenzieren)

  • Problem: Die Erzdämonen kennen wir fast nur aus aventurischen Ansichten - und da dort ZWÖLF Hauptgötter sind, muß es natürlich auch 12 Erzdämonen sein ... aber stimmt das? Sicherlich, in dne Niederhöllen gibt es Zonen die negative Elemente enthalten, also Wasser, Feuer etc. Irgendwie verbinden sich die Erzdämonen damit und schöpfen daraus Kraft?
    Wenn man bedenkt, die alt die Dämonenkrone ist, müssen wir davon ausgehen, daß es etwa 12-13 Zonen der Niederhölle gibt; wenn wir der "verrückten" Geschichtsschreibung glauben wollen.
    Dann sollten wir den Faktor Zeit nicht vergessen. Tausend Derejahre mögen für einen Gott eine Woche sein, für einen Dämonen gar kürzer - immerhin hängen sie da Draußen herum ... oder schlafen wenn sie "gebannt" wurden - wie in der 2.Dämonenschlacht.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich stimme mit @Windweber überein, wobei sich natürlich die Frage nach Ursache und Wirkung stellt.
    Die Niederhöllen bestehen aus vielen kleineren und größeren Domänen, von denen einige den heutigen Aventuriern unbekannt sind. Dabei stellt jede Domäne den Gegensatz zu einem Prinzip dar, dass einer der "Guten" (also nicht nur Zwölfgötter sondern auch ähnliche Wesenheiten wie Halbgötter und Giganten) verkörpert. Die Verkörperungen der im jeweiligen Zeitalter wichtigsten Prinzipien stellen die zwölf Götter Alverans und die jeweiligen Gegenstücke erhalten durch den Mangel an Glauben des einfachen Volkes mehr Macht als andere Domänen, weshalb die jeweiligen Herrscher zu Erzdämonen aufsteigen.
    Verliert ein Prinzip im Laufe der Zeiten an Bedeutung, so so verlieren sowohl der entsprechende Gott als auch sein erzdämonischer Widersacher an Macht, bis sich ein Konkurrent den Platz in Alveran bzw. an der Spitze der niederhöllischen Heerscharen sichern kann.

  • So würde es wohl ein aventurischer Gelehrter sehen - aber die Niederhöllen sind das CHAOS - da gibt es keine sinnvolle Ordnung wie in Alveran. Wir wissen schon so wenig - mit HA etwas mehr - über Alveran, aber über die Niederhöllen wissen wir fast gar nichts. Dämonen sollen in eine Form gepreßt werden, wenn sie von Dort ins Hier beschworen werden. Ich stelle mir die Niederhöllen als ein Ort vor wo H.R. Giger und S. Dali sich austoben würden - und Lovecraft ebenso.
    Gibt es eine Hierachie dort drüben? Kämpfen Dämonen um den Titel Erzdämon? Arbeiten Erzdämonen zusammen? Oder müssen wir uns das so vorstellen, wie die Heptarchen sich gegenseitig nach Machtstreben fast selbst zerstörten?

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  • Mir scheint „Erzdämon“ eher ein von Menschen verwendeter Titel zu sein, als eine Kategorie von Wesen: Neben den zwölf Erzdämonen gibt es weitere unabhängige, mächtige Dämonen (z.B. Aphasmayra, WdZ S.207f), mit denen man auch genauso paktieren kann. Das wäre ähnlich wie die Einteilung in Götter und Halbgötter, die prinzipiell alle Primordiale Mächte (WdG S.14) sind. Die Zwölfgötter sind besonders mächtig und haben durch ihre Sitze in Alveran einen weiteren Vorteil, aber darüberhinaus besteht kein fundamentaler Unterschied zu anderen Göttern.

    Jene unabhängigen Dämonen, die den derzeit in Alveran residierenden Göttern entgegengesetzt sind, haben vermutlich einen Vorteil gegenüber den anderen, weil ihre Eigenschaften als Gegensätze der vorherrschenden Götter besondere Aufmerksamkeit der Sterblichen genießen dürften. Ob das nun direkt auf den Gegensatz zu Alveran zurückzuführen ist, bleibt offen – es könnte auch sein, daß die Interessen des vorherrschenden Volkes die Sitzverteilung in Alveran beeinflussen. Allerdings ist die Tatsache, daß das alveranische Pantheon nicht schon immer so war wie im aktuellen Zeitalter in Aventurien kaum bekannt.

    Kurz: Ich gehe davon aus, daß unabhängige Dämonen, deren Hauptgeger gerade nicht in Alveran sitzt, im Prinzip genauso weitermachen wie vorher, wenn auch vermutlich mit weniger Macht.

    „Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, daß die Beschwörung eines Humus-Elementars nicht ganz so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Aber wie, bei allen Zwölfen, kann man versehentlich einen Elefanten beschwören?“ (aus dem DSA4 Forum)

  • Also: zuerst zur Definition von Belkelels Zuständigkeitsbereich. Dunkle Ekstase? Sehe ich nicht so. Vergewaltigung und Machtmissbrauch im sexuellen Bereich wohl eher. Sodomie und Inzest sind meiner Meinung nach nicht damit ident. Es mag große Schnittflächen geben, aber es sind nicht dieselben Dinge. Ich halte auch im echten Leben diese beiden Sachen nicht für automatisch unmoralische Dinge, auch wenn das vorerst mal schockierend wirken mag.


    Folgend meine detailliert dargelegte Sicht zu sexuellen heiklen Themen mit ein paar Beispielen von Hörensagen. Starker Tobak, der wahrscheinlich einige Leser stark brüskieren könnte und wohl auch etwas an der Ingamedebatte vorbeigeht, aber nachdem ich's schon getippt habe... Wer lesen möchte, soll es tun, wer nicht, kann die nachfolgende MI überspringen.


    Na toll - hatte vergessen den Text als MI zu kennzeichnen. Hatte den Beitrag zwar als Ganzes im Zwischenspeicher, aber beim Abändern war dann der MI-Teil plötzlich verschwunden und der Zwischenspeichertext ließ sich nicht einfügen. Glück im Unglück: Der restliche Text wurde seltsamerweise nicht davon tangiert? Na ja -alles in allem ärgerlich, aber zumindest das fürs Ingame-Relevante blieb bestehen...



    Ich bin mir zwar sicher, dass bei Reptilien Heißblütigkeit per se nicht vorliegt, aber nicht, ob es nicht Sexualakte unter ihnen gibt, die erzwungen werden. Ich habe jetzt mal bei YouTube gesucht, bin aber nur auf Videos bezüglich Tierquälerei gestoßen. Auf Google kurioserweise auf Verschwörungstheorien, die behaupten, dass die menschliche Rasse aus dem Verborgenen von einer Elite von Echsenhybriden gelenkt wird, die von Aliens erzeugt wurden und Inzest betreiben, um ihre Blutlinie rein zu halten. Warum bin ich eigentlich nicht verwundert, dass das Internet solche abstrusen Dinge ausspuckt... Alles in allem dürftest du recht haben: Belkelel ergibt als Erzdämonin in dem Zeitalter der Echsen wenig Sinn. Ich gebe aber zu bedenken, dass es damals bereits Warmblütler gab, diese aber nicht das erwählte Volk des Äons darstellten.


    Ich vertrete da eine ähnliche Ansicht wie Windweber, jedoch gehe ich nicht davon aus, dass nicht allein der Götterhimmel in das endlose Chaos projiziert wird, sondern alle Existenz, und da das Chaos keine endliche Ausdehnung kennt, sich diese pervertierte Abbildung in unvorstellbar zahllose Facetten streut. Da Alveran mit seinen starken göttlichen Präsenzen dem Chaos so nahe liegt, wirkt es auch naheliegend, dass sie am stärksten projezieren. Je weiter man aber in das Chaos taucht, umso diffuser wird die geformte Natur das Chaos und ganz außen (sofern das in einer Unendlichkeit ein adäquater Begriff ist) haben wir dann pures, gesetzloses, formloses Chaos im Gegensatz zu der ersten Sphäre... Je nachdem welche Präsenz nun dem Chaos näher rückt, also in Alveran einzieht, rückt eine Gegenpräsenz der Schöpfung als Ganzes näher, gewinnt an Kraft und wird greifbarer. Ich weiß nicht, ob diese Hypothese der Hintergrund unterstützt, aber so wäre es auch naheliegend, dass Dämonen außerhalb der 12 klassischen Domänen schwerer zu beschwören sind, da sie momentan durch die Konstellation der Sphären in weitere Ferne gerückt sind...
    Die Dämonenkrone, auf die Zakkarus hier eingeht, haut das ganze Modell natürlich wohlweislich über den Haufen. So ist es ja oft bei DSA: wenn du glaubst eine plausible Erklärung für einen Sachverhalt zu haben, springt dich von irgendwo eine augenscheinliche Unstimmigkeit an. Aber wer weiß - vielleicht ändert sich mit der Beschaffenheit der Zeitalter und der Schöpfung auch die Form der Dämonenkrone...


    zakkarus: Ich würde Giger und Dali eventuell noch Bosch und für Iribaars oder Logramoths Domäne vielleicht auch Escher hinzufügen

    Mathematics is just a form of historicity. You can tell anecdotes, digress and get to the point. Every story, fictional or real, represents the cosmos as a mathematical formula. It is part of the cosmic game, the juggling of stardust and energy, because our brains and hence any discourse are just an expansion of what we call the universe. We are the spaceship, we are the captain and we are part of space. Beyond that, there is no truth to be found.
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  • Tatsächlich habe ich einmal die Theorie vertreten (un weil ich HA ignoriere, tue ich das noch), dass der Dämonensultan selbst die Erzdämonen aus sich hervorbringt, um die Ordnung perfekt angreifen zu können, die Merkmale der Hauptbeschützer perfekt untergraben zu können. Ändern sich die göttlichen Machtverhältnisse, verschlingt er seine Erzis und spuckt neue wieder aus, die den Bedingungen perfekt gewachsen sind. Bisweilen verschlingt er auch Götter, um sie als Erzis wieder aus zu spucken, so z.B. Charyptoroth.

  • Interessante Thesen soweit, Möglicherweise ist die Existens der Erzdämonen auch mehr eine Projektion der Aventurischen gesellschaft. Aufgrunddessen, wie die gesellschaft tickt, haben einige wesenheiten mehr Angriffsfläche und sind allgemein stärker als andere, sodass sie als mächtiger erscheinen ohne es zu sein. Interessant auch Windwebers letzte these. Ob wohl Kha theorethisch das gleiche mit Dämonen machen könnte, sie sozusagen mit Ordnung anstecken ?(

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  • Es gibt inneraventurisch die These, dass es neben den Niederhöllen auch die Oberhöllen gibt. DIe Niederhöllen liegen so nah an der Ordnung, dass sie von dieser beeinflusst werden - die Dämonen nehmen Gestalt und Zuständigkeiten passend zur ausströhmenden Ordnung an. Die ferneren Oberhöllen sind das absolute Chaos des Dämonensultans.

  • Bosch ja, aber Escher - wegen den zwei Bildern? Da gibt es weitaus bessere optischillusionische Maler.
    Ja, und erst seit dem HA wissen WIR das es den Dämonensultan überhaupt gibt. Alles Wissen über die Niederhöllen sein reine Vermutungen - außer ein Beschwörer hieß Pickman ...

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  • Vorab: Ich habe die HA nicht gelesen, aber da die Redax diese ja eh nochmal überarbeitet, können wir es wohl bis auf weiteres diese Quelle boykottieren.


    Ich stimme mit Windweber und Shintaro überein - bei einem derartigen Chaos in den Niederhöllen muss es zwangsläufig auf einen permanenten Machtkampf zwischen den Myriaden der Dämonen hinauslaufen, bei dem momentan 12-13 Dämonen die Sphäre regieren. Wie lange das so ist und sein wird, bleibt ungewiss.
    Ich möchte allerdings noch einen Schritt weitergehen: Wenn die erste Sphäre die Ordnung und die siebte das Chaos repräsentiert, nimmt die Ordnung also nach außen hin ab. Die Sterne stehen auch nicht gerade in Reih und Glied - warum sollte Alveran viel geregelter ablaufen? Ich kann mir vorstellen, dass ein ebenso heftiger Machtkampf zwischen den Angebeteten stattfindet, bei dem sämtliche Halbgötter und Götter nicht-zwöfgöttlicher Religionen in ihrem Wirken abgedrosselt werden. Durch die Zwölfe an der Spitze ist eine Herrschaft gegeben, durch den Ordnungsgott Praios gesichert.

    Du meinst es gibt bei den Achaz keinen Sexismus oder Diskriminierung? Kein Ablenkung durch Unterhaltungsmedien? Keine Gewalt aufgrund von übermäßigen Alkoholkonsum oder gar Fortpflanzungstrieb? Aber dafür ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das über leibliche Verwandte hinausgeht?? Ja, klingt schon schrecklich. Da sind Säugetierschweinereien sicher besser. -hexe
    #hexenfanclub :thumbsup:


    Achaz tragen keine schönen Schuhe. Sie sind schöne Schuhe. -Sanyadriell

  • Hm, jedem Erzdämonen unterstehen - angeblich - Dämonen und der Dämonensultan hockt in der Mitte und summt zu einer Flöte. Irgendwie erinnert mich manches an Lovecraft. Dämonen sind ja nicht "böse" sondern völlig anderes. Wenn Dämonen in den Niederhöllen keine feste Form haben, gilt dies dann auch für die "Erzdämonen"?
    Ähm, dieser Ordnungsgott hat einst Dämonen erschaffen - jedenfalls so wird über das Ende seines ersten Volkes berichtet.

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  • Dämonen sind ja nicht "böse" sondern völlig anderes.

    Endlich erkennt das mal einer, wie sagt mein Ucarion Corellion Samuel von und zu Brabak, Dämonen sind zu tiefst missverstandene Wesen

  • Theorie dazu: Das chaos ist lediglich eine art spiegelwelt: eigene ordnung etc, nur halt vollkommen inkompatibel mit der derischen ordnung. Diese dämonoide welt könnte rein von der geometrie her sogar genauso aussehen wie die derischen Sphären, mit dem dämonensultan in deren erster ^^

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  • Gedosch zum Gruß


    Erzdämonen und Ferien ... hmm ... wenn die eine oder andere Schwiegermutter dort Einzug hält bestimmt ... aber spaß beiseite ... =;))


    Wieso muss Chaos immer als nur Chaotisch verstanden werden. Ich denke eher das Chaos etwas ist was nicht lange einer strikten Regel folgt, aber zeitweilig schon. Immerhin gibt es ja anscheinend so was wie eine Hierarchie innerhalb des Chaos: Niedere Dämonen, gehörnte Dämonen, Erzdämonen, Dämonensultan. Oder nennen wir es nicht Hierarchie sondern das recht des Stärkeren. Zudem sind Dämonen recht ... hmm... hinterlistig ... früher folgten alle Dämonen dem Dämonesultan, aber der eine oder andere kleine Dämon beschloss Pakte mit Lebenden Wesen in eigener Sache, gewann an Stärke und wurde so über kurz oder lang zum eigenständigen Dämon.


    Zudem glaube ich auch das das Kräfteverhältnis zwischen den Erzdämonen gewissen Schwankungen unterworfen ist. Dabei rede ich aber nicht von Jahren, sondern eher von den Zeitaltern. Im Echsenzeitalter wird Belkelel wahrlich nicht die Stärkste unter den Erzdämonen gewesen sein, aber mit aufkommen der Rassen die Spaß an der Sexualität haben ist die "Energie" die Belkelen aus der "schwarzen Extase" ziehen kann weit aus größer und Sie wurde mächtiger. Evtl. war sie früher ja kein Erzdämon.


    Und genauso verhält es sich auch z.B. bei Mishkara der Herrin der Seuchen. Erst mit der stetig wachsenden Bevölkerung von Dere wurde sie zur mächtigen Erzdämonin da Ihre "Geschenke" viel mehr Opfer fanden.


    Gedosch zum Dank

  • Die Hierachie ist "Menschenwerk". Ich glabue eher, daß einige mächtige Dämonen sich mit den "Anti-Elemente" der Niederhöllen verbunden haben, ähnlich wie die Splitter auch Teil dieser Negativelemente sind. Die meisten Dämonen werden schmerzhaft in eine Form beschworen - es tut ihnen also weh wenn man sie nach Dere ruft. Kein Wunder das sie so übel gelaunt sind. :)
    Es gibt - natürlich - Ausnahmen.
    Ich versuche mir gerade vorzustellen, was für Dämonen "Ferien" wären ... eins zu werden mit ihrer Umgebung?

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    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


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    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)


  • Ich versuche mir gerade vorzustellen, was für Dämonen "Ferien" wären ... eins zu werden mit ihrer Umgebung?

    Also weg von aufgezwungenen Formen, kurzsichtigen Aufträgen eingebildeter Sterblicher? Ich denke das trifft's für die meisten.

  • Hach soviel zu schreiben so wenig Text um die Leser nicht zu langweilen.


    Wo fängt man an? Ok, vielleicht hier: Dämonen sind ja nicht "böse" sondern völlig anderes.


    Ähhh.... Negativ. Dämonen wollen die ganze Schöpfung, Dere, die Elemente der 2. Sphäre, Kha, Götter&Halbgötter vernichten. Das und sie vielleicht noch quälen in Belkelels Fall auf sexuelle Art, bei Belhalhar im leidvollen langsamen Kampf, Irribar in den Wahnsinn treiben usw.
    Also ein riesiger Genozid. Ich denke, das reicht noch für: Sie sind böse. Total böse. Wer irgendwie mit "Sie sind halt anders" kommt, nun: Man kann wirklich jedes Verbrechen relativieren. Die Bösen haben immer Gründe. Doch wer sich diese Gründe heraussucht, sie sich zu eigen macht, verliert sich wie eine Figur von H.P. Lovecraft in den quälenden Fragen nach Wieso? Warum? und dem Willen mehr zu wissen.
    Ich finde Absolutheiten sollten im Epic Genre auch sein. Lasst sie böse sein. Die Setzung ist eindeutig.


    Wer diese Setzung nicht akzeptiert, ich weiß nicht. Denn ich weiß gar nicht mehr wie oft ich diesen Satz gelesen habe als Spieler bekommen habe oder als Info. Zu oft jedenfalls, der taucht echt ständig auf. Selbst Nekros und Beschörer schützen sich massivst vor ihnen.




    2. Punkt: Ja Erzdämonen haben keine feste Form. Sie können auf Dere zwar gerufen werden, sehen dann aber zumeist anders aus. Außer Belhalhar/Xarfai. Dieser Dämon bevorzugt die Gestalt einer riesige Echse, genauer einem schwarzen Schlinger, mit 6 Armen: 2 Schwerter/Säbel, 2 Flammenpeitschen, 2 Ochsenherden.
    Agrimoth/Widharcal kann nie in er offiziellen Geschichtsschreibung eine humanoide Gestalt annehmen, sondern wird immer gepiresen durch große Wunder seiner Schändungen: Zumeist der dargestellte Vulkan mit verpessteter Glut, der nicht enden wollende Wirbelsturm, die verdorrten Wälder...
    Irribar hingegen hat ständig und zugleich nichts als Form. Ja es gibt eine feste Zuordnung um zu diesem Dämon zu beten, die des Jünglings. Aber Irrrsinn&Wahn sind vielgestaltig und der Blender kann sich gar nicht auf eine feste Form festlegen.
    Lolgramoth/Thezzpai ist ständig in Bewegung und wird nie eine endglültige Form erlangen. Das ist sein Wesen.


    Steht alles im Tractatus Contra Daemonis. Gtes Werk dazu. Und auch um zu sehen, was Dämonen Menschen antun. Und dass sie das wollen.



    Was viel schwieriger ist, ist die Basis. Das Wesen der Niederhöllen zu fassen. Es zu er- und begreifen. Und das ist durch die relative schwere Setzung eigentlich unmöglich. Okay, in den Niederhöllen herrscht unendliches Chaos und in den Oberhöllen nochmehr. Häh? Moment? Sind das jetzt Reihen, Summen oder Folgen die mathematisch gen unendlich gehen? Aber wie genau ägt man sie ab? Wo ist mehr, wo weniger schnell die Tendenz zur Unendlichkleit gegeben? Was ist mal Multiplikatoren und Divisionen bei dieser Unendlichkeit? Und von welcher rede ich jetzt? Die Paradiese die dies auch sein müssen bei so vielen die da hineingehören? Der der Sterne? Denn auch diese sind unendlich im derischen Kosmos der 6. Sphäre verteilt. Von der Unendlichkeit des Totenreiches oder der 2. Sphäre, den Elementen? Ist das Mysterium von Kha nicht auch ins sich geschlossen unendlich, weil es kein Mittel gibt, es zu dirchdringen, aufzubrechen oder zu verändern?
    Und was ist mit den 12 Aspekten der Erzdämonen, der der freien und der des Namenlosen sowie der freien Dämonen. Zumindest die 14(!) Aspekte von den 12 Erzdämonen sind jeweils unendlich, genauso wie die des Dämonensultans&des Namenlosen[Ich weiß ich weiß: Vorausgesetzt beide sind nicht identisch].


    Ok, jetzt reicht´s! Sonst will das wegen Kopfschmerzen keiner mehr lesen. Ich krieg schon beim schreiben welche und habe mich oft mit solchen mathematischen Probs herumschlagen müssen. Die Setzung ist schön: Chaos und Unendlichkeit. udn sie schafft mehr Probleme bei genauer Betrachtung als man glauben kann. Denn: De facto sind alle eure Erklärungen dann richtig und alle auch falsch.
    Warum richtig: Weil es in der Unendlichkeit auch unendlich viele Lösungen gibt.
    Und falsch? Weil bei Dere nunmal eine bestimmte Konstelation eintritt.
    Und warum vergeht in den Niederhöllen Zeit? Wenn Energie, Form und Raum keine Rolle spielen, wenn Geschaffenes zu nichts hinweggerafft wird und neu Chaos zu gebären. Aber wieso unterwerfen sich die Niederhöllen so perfekt dem Schema Zeit. Denn sie sind Chaos - als Veränderung. Und was ist Zeit anderes als Veränderung? Wieso gilt ausgrechnet diese Regel so besonders so allumfassend für diese Sphäre, wo sie doch im limbu gar nicht gilt und alle anderen Regeln in derNiederhölle (zumeist) sinnlos sind.


    Ich sag´s ja: Mathematiker hassen es mit Unendlichkeiten zu rechnen. V.a. wo fangen sie an und wo hören sie auf? Wo sollen denn die Reiche der Erzdämonen jemals Berührungspunkte zu Dere haben wenn sie überall unendlich sind? Das geht nicht, denn schließlich hätten sie dann eine Grenze. Un sobald ein Limes geschaffen wurde kann man mathematisch ein Modell begreifen, Daten&Kennziffern bestimmen.




    Die Wahrheit ist: Es ist eine Satzung. Ein sehr schönes Modell wo jeder Spieler, Spielleiter und DSA-Interessierte seine eigenen Vorstellungen hineinbringen kann. Und mehr nicht. Für sich genommen ergeben solche Dinge zumeist keinen Sinn. Und obwohl sich DSA um Logik und Stringenz bemüht, wird das nie komplett der Fall sein. Zumal eine Welt, auch eine dämonische, die unendlich ist, so instabil wäre, dass sie es bald nicht mehr sein kann. Dazu gibt es seit dem 18./19. Jahrhundert Abhandlungen.



    Auch die Erklärung, warum Dämonen per se nicht vernichtet, nicht bekehrt oder zurück in die Ordnung gebracht werden können, ist mir ein Rätsel. Schöießlich geht das bei Göttern: den Hütern und Wesen des Nayrakis und damit der Ordnung ja auch. Ja es ist eine Setzung. Doch wie und warum genau, das verstehe wer will. Ich nicht. Und ich wills auch gar nicht. Es ist einfach so-


    Fest steht: Ja man kann - jeder kann so er/sie weiß wie - in die 7. Sphäre eindringen, ihr Schaden zufügen oder sie verändern und das sogar dauerhaft. Siehe die letzten Abenteuer zu Nirraven. Oder Pardona und der Namenlose. Sie kamen sogar zurück - und herrschen seitdem über verschiedene dämonische Aspekte, Pardona über Dämonen bei Anrufungen&Beschwörungen, sogar als mächtigste Herrstellerin von Chimären(neben der Skrechu) und als Beherrscherin von mehr wahren Namen einschließlich einiger der Erzdämonen als jeder andere lebende Aventurier; der Namenlose sogar mit einem Teil der Herrschaft über die Niederhöllen. Ihre Macht geht soweit, dass selbst Borbarad sie nicht direkt anzugreifen wagte.
    Auch Charyptoroh muss einen Weg und einen Plan gehabt haben, wiederzukehren. Und das nicht als Erzdämonin, wenn dieser auch nicht aufging. Gegenfrage: Wer hat das dämonische Meer und alle Eigenschaften der Seeungeheuer denn beherrscht vor ihr? Hat sie dieses Wesen vernichtet? Aber schon einfache Dämonen kann man nicht vernichten. Wie dann Gehörnte, Vielgehörnte oder gar einen Erzdämon überhaupt nur verletzen?



    Außerdem ist der Wechsel zwischen freien und Erzdämonen nicht so leicht zu erbringen. Borbarad hat Shahayazad gerufen. Den Sphärenspalter. Aber auch er war kaum mächtig genug, einen Erzdämon zu rufen, geschweige denn einen zu kontrollieren. Die Kontrolle ist nur einmal bestätigt bisher und das war die Spektabilität von Brabak um das Jahr 584 bis 600 herum, siehe dazu die Spielhilfe "Hallen Arkaner Macht". Und Lolgramoth hat sich bitter an ihm gerächt. Sie zu rufen ist also nahezu unmöglich bis unmöglich, sie zu beherrschen völlig sinnlos. Den die Kontrolle entgleitet einem garantiert. Die einzigen Erzdämonen die mit Sicherheit gerufen wurden sind ansonsten nur die bei der 1. und 2. Dämonenschlacht im Zeitraum der gesicherten Aufzeichnungen, also ab dem Auftreten der Menschen als herrschende Rasse.
    Also kann so ein Wechsel eigentlich kaum so erfolgen wie von euch beschrieben. Und wie verdrängt man ein unbesiegbares Wesen?!


    Ihr seht: Vieles davon 1:1 aus dem offziellen Aventurien übernommen. Und doch ist eine Einigung oder auch nur eine sinnvolle Aussage hier kaum möglich. Und ich dene, jetzt höhr ich mal auf. Eh zuviel geschrieben*lol*

    Edited once, last by Gast ().

  • Die Frage, ob Gutes entsteht, weil man Böses im Griff hat oder Gutes nur ein Unterlassen von Bösem ist, löst- wie ich glaube - nicht die Ausgangsfrage.


    Tatsächlich ist ein entscheidender Teil der Lösung der Setzungsgedanke "Es ist so weil es so einen *schönen* Rahmen gibt".


    Zusätzlich sollte man hinterfragen, ob die Erzdämonen und ihre Konsorten wirklich auf Dere böse-oder-was-auch-immer sein wollen, oder ob sie nur da sind, weil sie gerufen werden und ansonsten in ihrer eigenen Sphäre sich einen gemütlich-chaotischen ewigen Sonntagnachmittag machen wollen.
    Vorstellbar ist damit, dass Herr BLL und die seinen z.B. während des Echsenzeitalters ganz damit zufrieden waren, nicht in eine unangenehme Sphäre und Form gezwungen zu werden und einfach so waren, in der 7ten Sphäre.



    Die Existenz einer solchen Entität müsste dann entweder durch Erforschung z.B. eines fähigen Magiers entdeckt werden oder durch eigene Offenbarung. Dafür zwei Möglichkeiten: entweder sagt sich die Frau Dar'klajid, kuck amal, da gibt es ja Wesen in der niederen Sphäre, die kann man viel einfacher dominieren, und die gehen ja auch richtig ran! Sind zwra noch nicht viele, aber das wird schon ncoch...
    Oder der Neid ist ihm auch nicht fremd und er strebt einen ähnlichen Einfluss an wie die Kollegen AMZ und andere - offenbart sich auf Dere.


    Wenn die scheinbare Domänenaufteilung auch nur so etwas darstellt wie ein loser Burgfrieden - weil der Einfluss der Ordnung noch zu groß ist oder weil Dere als Spielplatzgewählt wurde - liegt die Motivation, das niederhöllisch-kalte Bettchen der 7ten Sphäre zu verlassen auch darin, dass bemüht auf Dominanz untereinander es da gar nicht so ein schöner fauler Praiostagsnachmittag sein kann.