Das orkenspalter-Kochbuch für ganz Aventurien

  • Travia zum Gruße,

    sicherlich kennt Jeder P&Pler das Problem: irgendwann bekommt man Hunger und nicht immer will man diesen mit Chips und Lieferpizza stillen. Und sicherlich haben schon viele Gruppen mit zu viel Freizeit darüber nachgedacht, dass man auch am Spieltisch etwas knabbern könnte, das im weitesten Sinne etwas mit dem Abenteuer zu tun hat. Wer Musik oder gar Kerzenschein beim Spielabend mag, der wird auch aventurisches Essen mögen. Da die jüngst erschienene offizielle Culinaria Aventurica ja leider bestenfalls eher mittelmäßige Rezensionen gesammelt hat, hatten eine Freundin und ich die Idee, doch einmal in der Community herum zu fragen. Sicherlich sind hier ein paar Hobbyköche unterwegs, die tolle Rezeptideen haben.

    Dabei sollte man natürlich praktisch denken und Rücksicht auf die Umsetzbarkeit am Spieltisch denken - was Mhaire und Jörg an der Culinaria Aventurica teilweise kritisieren (Rezepte für Pfannkuchen und Bananenmilch in einem 25€-Kochbuch?) würde mich bei einem Foren-Kochbuch nicht stören, im Gegenteil. Wichtiger wäre mir persönlich eine möglichst umfangreiche Sammlung von Rezepten, die in Aventurien als "lokale Spezialität" angeboten werden könnten. Also alles zwischen andergaster Kräutertee und Zorganer Hummerpastete ;)

    Wenn sich noch andere User beteiligen würde ich diesen Erstpost editieren, um eine Art Inhaltsverzeichnis (alphabetisch? nach Region?) zu erstellen. Bis dahin mache ich schon mal den Anfang: Link zum gesammelten Kochbuch als pdf

    Kochbuch, Band 1

    Kochbuch, Band 2

  • Bornische Pelmeni (4 Personen)



    für den Teig:
    400 g Mehl (+ 100g zum Bestäuben)
    etwa 100 mL Wasser
    etwas Salz
    für die Füllung:
    500 g Hackfleisch
    1.5 Zwiebeln
    4 EL Butter
    0.5 Bund Petersilie
    Salz, Pfeffer, Gemüsebrühepulver


    Aus Mehl, Salz und möglichst wenig Wasser einen zähen Nudelteig kneten und 30 Minuten ziehen lassen. Der Teig darf weder kleben noch reißen und kann problemlos Stunden früher vorbereitet werden.
    Für die Füllung Zwiebeln mit Salz und Pfeffer in Butter anschwitzen, mit Hackfleisch und Petersilie mischen. Je nach Geschmack kann man einen Teil des Salz durch Brühepulver ersetzen.


    Den Teig zu einer langen Wurst formen und in Scheiben schneiden; jede Scheibe ausrollen oder mit den Fingern flach ziehen und mit etwa einem Teelöffel der rohen Füllung füllen. Sorgfältig schließen; die Pelmeni fangen je nach Konsistenz der Füllung nach einer Weile an, etwas zu kleben, sodass größere Mengen leicht mit Mehl bestäubt werden sollten. Wesentlich leichter geht es mit einer solchen oder ähnlichen Pelmeni-Form.


    Die Pelmeni werden in leicht siedender Gemüsebrühe gekocht bis sie auftauchen und dann noch zwei Minuten ziehen gelassen. Dazu passen salzige Butter, saure Sahne oder Krautsalat und eingelegte Gurken.

  • Neethaner Artischockenpfanne (4 Personen)



    500 g Nudeln (z.B. Tortiglioni, Penne)
    400 g Artischockenherzen (Dose, im eigenen Saft)
    150 g schwarze Oliven, getrocknet
    Parmesan nach Belieben
    Olivenöl
    Salz, grober Pfeffer


    Nudeln al dente kochen, Artischockenherzen vierteln, Oliven halbieren. In einer weiten Pfanne Artischocken in Olivenöl kräftig anbraten, kurz vor Ende die Oliven dazu geben. Nudeln dazu geben, kurz schwenken und mit Parmesan servieren.

  • Vinsalter Palatschinken mit Vanilleeis



    4 Eier
    50 g brauner Zucker
    200 mL Milch
    100 g Mehl
    etwas Mineralwasser
    1 Glas Kirschen (ggf. etwas weniger)
    50 g Mandelblättchen
    8 Kugeln Vanilleeis
    Butter zum einfetten


    Die Eier mit der Hälfte des Zuckers schaumig schlagen, Milch und Mehl unterrühren, am Ende Mineralwasser dazu geben. Ein tiefes Backblech mit Backpapier auslegen, ggf. leicht mit Butter einfetten und den Teig darauf gießen. Alles glatt streichen und die abgetropften Kirschen verteilen. Im Ofen bei 180 °C 10-15 Minuten backen, dabei können Blasen entstehen, die später wieder zusammen fallen. Währenddessen die Mandelblättchen in einer Pfanne leicht anrösten (nicht verbrennen). Den Palatschinken mit dem Zucker und der Hälfte der Mandeln bestreuen, einrollen und in Scheiben schneiden. Die Scheiben mit den anderen mandeln bestreuen und mit Vanilleeis servieren; wer die nötigen Dukaten für Eis hat, der kann sciherlich auch einige Splitter dunkler Schokolade dazu geben.

  • Maraskanische Pastetchen für Fremdijis (2-3 Personen)



    1 Fertig-Blätterteig
    6 EL Crème fraîche
    2 Eier
    1 Zwiebel
    3-4 Lauchzwiebeln
    Salz, Pfeffer, Chiliflocken
    Butter zum einfetten
    Füllung nach Belieben


    Crème fraîche mit Eiern verrühren, gehackte Zwiebel und geschnittene Lauchzwiebel dazu geben, mit Gewürzen verrühren. Den Fertigteig in sechs gleich große Vierecke schneiden und damit die Formen eines eingefetteten Muffin-Blechs auslegen (etwas Überstand lassen). Nun abwechselnd die Creme-Masse und Füllung zugeben, Pastetchen schließen.
    Bei 200 °C etwa 18-20 Minuten backen, bis der Teig leicht gebräunt ist.
    Echte Maraskaner nehmen wohl noch einige rote Pepperoni dazu... vielleicht hat sich eine original-Pastete unter die der Fremdijis verirrt?


    Als Füllung haben sich bewährt:

    • geräucherter Lachs/Forelle + Brokkoli
    • scharfe Shorizo + Paprika
    • angeschmorter Kürbis und Schinkenspeck
  • Brokkolieintopf (4 Personen)



    750 g Brokkoli (gefroren oder frisch)
    400 g Kartoffeln
    2 Zwiebeln
    Gemüsefond
    Salz, Pfeffer, Muskat, Gemüsebrühe
    ggf. Champignons, Brot, Croutons


    Gemüse kochen, Kartoffeln zerdrücken und Brokkoli in grobe Stücke schneiden. Zwiebel schneiden, mit dem Pürierstab im Topf alles fein pürieren. Dabei etwas Gemüsefond zugeben und mit Gewürzen abschmecken, bei niedriger Temperatur sämig köcheln lassen und Wasser/Brühe zugeben, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
    Dazu passen gebratene Champignong-Scheiben oder geröstete Croutons, auf jeden Fall aber Brot.

  • Bornische Kartoffel-Piroggen (4 Personen)



    für den Teig:
    350 g Mehl
    1 Ei
    100 – 150 mL Wasser
    für die Füllung:
    600 g gekochte Kartoffeln
    250 g Quark
    1 große Zwiebel
    2 EL Butter
    Muskat, Kardamom oder Cumin
    Salz, Pfeffer


    Aus Mehl, Ei und Wasser einen glatten Teig kneten und 30 Minuten ziehen lassen. Der Teig kann leicht vorbereitet und zugedeckt im Kühlschrank aufbewahrt werden.
    Die Zwiebel hacken und in Butter anbraten. Die gekochten Kartoffeln fein stampfen und mit Zwiebel und Quark glatt verrühren. Die Masse mit Gewürzen abschmecken – sie kann vorbereitet werden, sollte aber rechtzeitig aus dem Kühlschrank genommen werden.
    Den Teig dünn ausrollen und Kreise mit einer großen Tasse ausstechen (Durchmesser maximal 10 cm) und halbrund mit etwa 1.5 EL der Füllung belegen. Die andere Hälfte umklappen und gut andrücken. Die Piroggen werden in leicht siedendem Wasser gekocht (nicht zu viele auf einmal!) und nach dem auftauchen noch ~2 Minuten ziehen gelassen.

  • Meridianische Melonenmilch (4 Personen)


    1 kg Honig- oder Netzmelone
    0.5 Zitronen (Saft)
    1 Prise Salz
    Zucker (nach Reife der Melone)
    Pfefferminze (frisch oder gefroren)
    0.5 L Buttermilch
    Ingwer


    Die Melone halbieren, Kerne entfernen, schälen und in grobe Würfel schneiden. Zusammen mit etwas Buttermilch im Mixer oder Küchenmaschiene pürieren, Minze und Zitronensaft hinzugeben und fein pürieren. Die restliche Buttermilch unterziehen und mit Salz und Zucker abschmecken, nach Belieben geriebenen Ingwer zugeben.
    Im Sommer kann man einen Teil der Buttermilch in Eiswürfelformen gefroren hinzugeben, dann ist die Milch noch erfrischender.

  • Lowanger Schmortopf (4 Personen)


    1200 g Rindfleisch (aus der Schulter)
    500 g Zwiebeln
    500 g Möhren
    750 g kleine Kartoffeln
    6 Knoblauchzehen
    2 EL Rosenpaprika
    Tomatenmark
    Butterschmalz
    Pfeffer
    Salz
    Wasser


    Das Rindfleisch in mundgerechte Stücke schneiden und in Butterschmalz portionsweise anbraten.
    Zwiebeln schälen und in Halbringe schneiden. Im verbleibenden Schmalz andünsten.
    Tomatenmark in etwa 0,5 l Wasser lösen und Zwiebeln damit aufgießen.
    Fleisch hinzugeben und ca. 60 min köcheln lassen.
    Nach 15 min. geschälte und in ca. 2 cm lange Stücke geschnittene Möhren hinzugeben.
    Mit Rosenpaprika, Salz und Pfeffer würzen.
    Kartoffeln schälen und in Butterschmalz goldbraun braten.
    Deftiger Geschmack für alle!


    Hinweis: Da Kartoffeln im Aventurien ein Luxusprodukt und entsprechend teuer sind, kann man als stilechte Beilage auch Brot nehmen.


    Das ist das erste von zwei Rezepten meiner besseren Hälfte, die auch noch an anderen Stellen im Netz zu finden sind. :-)

  • Bornländer Allerlei (6-8 Personen)


    20 Unzen eingelegtes Sauerkraut
    1 kleiner Weisskohl
    20 Unzen Fleischwurst mit Knoblauch
    3 mittelgroße Zwiebeln
    20 Unzen pürierte Tomaten
    20 Unzen Schweinefleisch
    Wasser
    Bratfett
    Pfeffer & Pfeffer
    Loorbeerblätter, Piment & Paprikapulver


    Weisskohl waschen und in feine Streifen schneiden. In einen Topf geben und mit Wasser auffüllen, bis der Kohl gerade bedeckt ist. Etwas Salz hinzugeben und etwa eine halbe Stunde köcheln lassen.
    Zwiebeln in Ringe schneiden, Fleisch und Fleischwurst in kleine Stücke schneiden. Fleisch mit Pfeffer und Salz würzen. Zwiebeln und in Bratfett anschwitzen. Dann das Fleisch und die Fleischwurst hinzugeben. Alles zusammen anbraten.
    Kohl, Sauerkraut und das Fleisch-Zwiebelgemisch in einen Topf geben und die passierten Tomaten hinzufügen.
    Loorbeerblätter und Piment nach Geschmack hinzufügen. 20 Minuten ziehen lassen. Nochmals mit Pfeffer, Salz und Paprikapulver abschmecken.
    Dazu Stangenbrot reichen.


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    Hinweise:
    1 aventurische Unze = 25 Gramm
    Irdisch könnte dem einen oder anderen das Gericht als Bigos bekannt sein.

  • Fasarer Lammragout (4 Personen)



    700 g Lammfleisch (anteilig passen auch Schwein, Rind oder Huhn)
    4 EL Olivenöl
    1.5 EL rash-el-hanout (ggf. mehr)
    500 g Zwiebeln
    5 Knoblauchzehen
    1 große Chilischote
    1 große Dose Tomaten, stückig
    150 g getrocknete Feigen oder Datteln
    1 TL Kurkuma
    1-2 EL Tomatenmark
    1 Dose Kichererbsen (400 g oder weniger, alternativ grüne Bohnen)
    0.5 Bund Pfefferminze
    350 g Couscous
    Minzjoghurt als Soße


    Fleisch in grobe Würfel schneiden und mit Olivenöl und rash-el-hanout scharf anbraten. Zwiebeln achteln, Knoblauch in Scheibchen schneiden, Chilischote hacken und jeweils zum Fleisch geben, kurz anbraten. Dazu die Tomaten und gehackten Feigen/Datteln geben, 250 mL Wasser und Tomatenmark nach Geschmack zugeben. Das Ganze kurz aufkochen und etwa 75 Minuten lang geschlossen schmoren lassen. Anschließend mit den restlichen Gewürzen abschmecken und die Kichererbsen zugeben. Zum Schluss evtl. mit dunklem Soßenbinder andicken und mit Couscous servieren; dazu passt Minzjoghurt.

  • Meine Verlobte hat mir gerade ein DIN A5 Heft in die Hand gedrückt, das "Kulinarium Aventuricae", Herausgeber: Verlag "Pentagramm des Schwertes", Wels, Österreich. Das Heft stammt aus Zeiten, in denen "Das Schwarze Auge" noch ein eingetragenes Warenzeichen der Firma Schmidt Spiele war. Ich werde gleich mal ein paar Rezepte abtippen. :)

  • Eisenwalder Elfengulasch (2-3 Personen)

    ½ Stein Langohrschaffleisch (Bauch oder Schulter)
    2 Löffel Fett
    4 Zwiebeln
    2 Knoblauchzehen
    Paprika, Salz, Pfeffer, Majoran, Kümmel
    Tomatenmark
    1 Löffel Essig
    1 Löffel Mehl
    Wasser
    3 Löffel saure Sahne

    Die feinblättrig geschnittene Zwiebel lasse man im heißen Fett goldgelb anrösten, gebe das würfelig geschnittene Lammfleisch, den Paprika, den Essig und kaltes Wasser dazu. Dann salze man es und lasse es ½ Stunde lang dünsten, wobei man das Umrühren nicht verabsäumen solle. der Saft ziemlich eingedünstet ist, staube man mit Mehl nach und füge das Tomatenmark bei. Dann gieße man wieder mit Wasser auf und lasse das Gulasch noch 10 - 15 Minuten langsam weiterkochen. Zur Geschmacksverfeinerung kann man noch etwas Knoblauch, Majoran, Kümmel sowie würzigen Rotwein oder saure Sahne unter das Gericht mischen.

    (beliebtes zwergisches Gericht bekannt aus dem nördlichen lieblichen Feld und dem Eisenwald;
    vor allem aus dem Fleisch der Eisenwalder Langohrschafe zubereitet, welche ja bekannterweise
    elfenähnliche Ohren haben, daher der etwas makabre Name.)


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    Quelle: Kulinarium Aventuricae, Herausgeber: Verlag "Pentagramm des Schwertes", Wels, Österreich

  • Hey! Ist ja witzig - das selbe habe ich mir vor 2 Stunden ebenfalls gedacht!


    Ich bin dabei und werde bald was beisteuern! ;)

  • Pilzsuppe (3-4 Personen)


    1 Liter Wasser (Anm.: ggf. Gemüsebrühe)
    1 Korb voll Pilze (Anm.: ½ Stein)
    1 Zwiebel
    2 Löffel Butter
    3 Löffel Mehl
    3 Löffel saure Milch (Anm.: oder saure Sahne)
    Salz
    Petersilie


    Man begebe sich in ein pilzreiches, aber möglichst orkarmes Waldgebiet und vergesse nicht, sich angemessen zu bewaffnen. Der dort ansässige Waldläufer wird einen gerne gegen ein geringes Entgelt zu ertragreichen Pilzgründen führen. Die sorgfältige Kenntnis der einzelnen Pilzsorten ist, wie die Erfahrung lehrt, durchaus empfehlenswert.


    Die Pilze werden vom gröbsten Schmutz befreit (Anm.: Pilze gründliche abbürsten) und fein zerhackt. Die Zweibel hacke man ebenso fein. Man lasse in einer Kasserolle die Butter zergehen, dämpfe die Pilze und die Zwiebel darin an und streue etwas Mehl darüber, um die Pilze leicht anzurösten. Nun wird mit Wasser aufgefüllt, mit Salz gewürzt und gut durchgekocht. Beim Servieren bestreue man das Gericht mit Petersielie und unterlege es mit der sauren Milch.


    (wird überall in verschiedenen Varianten zubereitet)


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    Quelle: Kulinarium Aventuricae, Herausgeber: Verlag "Pentagramm des Schwertes", Wels, Österreich
    Rezept wurde leicht abgewandelt.

  • Hey! Ist ja witzig - das selbe habe ich mir vor 2 Stunden ebenfalls gedacht!


    Ich bin dabei und werde bald was beisteuern! ;)


    Ich erwarte den aventurienweit bekannten Kartoffelsalat von Nana aus Ferdok!!! ;-)


    Grüße,
    iam

  • Kalbfleischspießchen aus Methumis (4 Personen)

    800 g Kalbfleisch
    400 g Speckscheiben
    1 EL Sonnenblumenöl
    Salz
    1 Msp Koriander
    1 Msp Fenchelsamen
    8 Holzspießchen

    Das Kalbfleisch in Stücke schneiden und mit Öl bepinseln.
    Mit Salz, gemahlenem Koriander und Fenchelsamen bestreuen.
    Das Fleisch und die Speckscheiben immer abwechselnd aufspießen.
    Die Spießchen etwa 8 Minuten in einer Bratpfanne von allen Seiten braten.

    Nimm Kalbfleisch, schneid es groß wie ein Ei, sprenge darauf Salz und zerstoßenen Koriander und Fenchel. Drücke das Fleisch zwischen zwei Tellern flach, steck einen Bratspieß hindurch, lege Blättlein von Speck dazwischen, dass sie nicht aufeinanderliegen und es zu trocken haben, wende sie am Feuer, bis sie gar sind.

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    Rezept stammt aus: Das Kochbuch der Renaissance

  • Überzogene Möhren aus Methumis (4 Personen)

    500 g Möhren
    ½ Liter Gemüsebrühe
    150 g Parmesan (oder ein anderer Hartkäse)
    1 EL Butter
    1 Msp Pfeffer
    1 EL Petersilie

    Die Möhren schälen, würfeln und in der Gemüsebrühe knapp gar kochen. Die Möhren abgießen und die Hälfte der Würfel in eine feuerfeste Form geben. Die Hälfte des geriebenen Käses darüber streuen. Die zweite Hälfte der Möhren darüber schichten und mit den restlichen Käse darüber geben. Butterflocken darauf verteilen, mit Pfeffer würzen und mit gehackter Petersilie bestreuen. Im Backofen bei 200° C für 10 Minuten gratinieren.

    Das Gericht kann als Beilage zu den Kalbfleischspießchen oder auch alleine gegessen werden.

    Wenn man eine Rübe mit Käse überzieht, geradeso, wie man einem Mann den Harnisch anlegt, so heißt man das eine „überzogene Rübe“. So weit ist die Schleckerei gekommen, dass man alles zur Wollust erfunden und erdichtet hat. Was ist‘s aber nütz, für wen ist’s gut, für was hilft’s?
    Nimm also eine wohlgekochte Rübe, zerschneide sie fein in Würfel und mach dasselbe auch mit Käse, es muss ein frischer und fetter sein, aber schneid ihn noch kleiner. Lege in eine Schüssel erst den feisten Käse, dann die Rüben darauf und so weiter, bespreng es stets mit Gewürz und Butter.
    Diese Speis‘ wird bald verdauet und man soll’s warm essen.


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    Rezept stammt aus: Das Kochbuch der Renaissance

  • Garnelen-Nudelpfanne mit Speck (4 Personen)



    500 g kurze Nudeln
    250 g geschälte Garnelen (lieber schöne als viele)
    2 mittlere Zwiebeln
    6 Scheiben magerer Schinkenspeck
    eine Hand getrockneter schwarzer Oliven (möglichst intensiv schmeckende)
    5 EL dunkle Sojasoße
    Olivenöl
    Salz, Pfeffer, Anis, Zitronensaft
    ggf. Lorbeerblatt, Basilikum, 20 mL Pastis Pastis


    Die Garnelen mit 3 EL Sojasoße, etwas Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitronensaft sowie bei Belieben einem Lorbeerblatt für einige Stunden im Kühlschrank marinieren, das Blatt wieder entfernen. Die Nudeln al dente kochen, zeitgleich die Zwiebeln in dünne Schiffchen schneiden und in olivenöl in einer großen Pfanne anbraten. Die restliche Sojasoße zugeben, dann Garnelen und Speck bei mittlerer Hitze kurz braten, eine Priese Anis-Pulver (und ggf. Pastis) zugeben. Garnelen aus der Pfanne nehmen, Nudeln und gehackte schwarze Oliven zugeben und bei höherer Hitze leicht anbraten. Die Garnelen wieder untermischen und alles mit Petersilie sowie etwas Basilikum nach Geschmack bestreuen.

  • Albernische Schinkenpastete (2-3 Personen)



    1 Fertig-Blätterteig im Backblech-Format
    1 großes Ei
    75 g geriebener Emmentaler
    100 g gekochter Schinken


    Den Blätterteig ausrollen, quer legen und die unteren zwei Drittel mit Schinken belegen. Das Ei aufschlagen und etwas Eigelb zur Seite nehmen, den Rest verquirlen und gleichmäßig auf dem Teig verstreichen (macht man mehrere Pasteten, so sollte man ein komplettes Eigelb zur Seite nehmen und das überschüssige Eiklar auf die Pasteten verteilen). Einen guten Teil des Käse darüber streuen und den Teig vorsichtig einrollen, sodass eine etwa 10 cm breite Rolle von der Länge des Backblechs entsteht. An den Rändern leicht andrücken damit nichts ausläuft und die Oberseite mit dem restlichen Eigelb bestreichen. Mit einem Messer leicht quer einschneiden und den restlichen Käse auf die Pastete streuen.
    Die Pastete bei 200 °C etwa 20-25 Minuten backen, bis der Teig braun und der Käse geschmolzen ist. Die Füllung kann leicht um beispielsweise Zwiebeln oder Mais ergänzt werden.