Taktiken im Kampf

  • Man kann aber eine (vermutlich schwerere) Waffe nicht parieren und Ausweichen funktioniert womöglich nur begrenzt gut.
    Meisterparieren zu können ist irgendwo besser, als keines von beiden zu dürfen, auch wenn Binden natürlich besser ist, weil es doppelt wirkt.
    Für den Fall des Falles kann es nicht schaden, auch eine gewisse AT zu haben, klar, aber wenn man nach hinten raus richtig gute PA-Werte hat, ist auch die AT zwischendurch mit gewachsen und ich würde nicht nur für den Fall, Binden oder gar die PW nicht einsetzen zu dürfen, auf genau diese Stärke in genügend anderen Situationen verzichten.
    Man muss ja nicht die 5-Punkte-Differenz ausnutzen (mache ich beispielsweise nie), aber ich würde da nicht auf gleichwertige Verteilung gehen und die AT nur bevorzugen, wenn eine Parierwaffe nur eine mögliche Option, aber nicht der hauptsächliche Kampfstil.

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    Man kann aber eine (vermutlich schwerere) Waffe nicht parieren und Ausweichen funktioniert womöglich nur begrenzt gut.


    Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst. Ja ich kann nicht parieren, deshalb ist die Parade ja in so einem Fall auch nutzlos. Aber ich kann Angreifen! Ich kann mit einem Florett einen Typen mit einer Barbarenstreitaxt zerlegen wenn ich eben die AT entsprechend hoch habe.


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    Man muss ja nicht die 5-Punkte-Differenz ausnutzen (mache ich beispielsweise nie), aber ich würde da nicht auf gleichwertige Verteilung gehen und die AT nur bevorzugen, wenn eine Parierwaffe nur eine mögliche Option, aber nicht der hauptsächliche Kampfstil.


    Mei, auf die paar Punkte kommt es jetzt vielleicht nicht an. Meine Erfahrung war das meistens sowieso ein Binden mit 4-6 langt um danach den Gezielten Stich zu setzen und das es viel öfter vorkommt das man die hohe Parade (damit meine ich 25+ - mein Kerl hatte zum Schluss auch um die 22) aus irgendeinem Grund nicht nutzen kann und man dann mit einer niedrigen AT nichts gebacken bekommt.

  • Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst.


    Darauf, dass man einen Gegner zwar angreifen, aber nicht parieren kann, dieser aber parieren und vermutlich mehr Schaden anrichtet, dass dies eine schlechte Ausgangsbasis für einen Kampf ist. Das macht ihn eher zur Glückssache und allein deshalb 2 oder 3 AT-Punkte zu nehmen für solche wohl eher "Notfälle" würde ich persönlich nicht machen bei einem hauptsächlichen PW-Kämpfer.

  • Nein, in so einem Fall muss in umgekehrter Ini Reihenfolge angesagt werden. Das macht in der Praxis kein Mensch weil es (in einem Gruppenkampf) furchtbar unpraktisch ist, wir (und ich meine auch viele andere) spielen es als Hausregel so das der mit der höheren Ini abwarten kann um seine Aktion erst nach dem Char mit der niedrigeren Ini ansagen zu müssen. Wenn der mit der Ini zuerst ansagen müsste ist er im Nachteil was nicht Sinn der Sache sein kann.


    Die Regeln sagen aus, dass man mit Aufmerksamkeit das Umwandeln zu dem Zeitpunkt ankündigen muss, wenn man das erste Mal die Möglichkeit hat, anzugreifen, also wird damit eben die Ansage zu Beginn der KR umgangen. Dass das ein Nachteil für schnelle Kämpfer ist, stimmt, aber es macht wenig Sinn, hier über Hausregeln zu diskutieren. Abgesehen davon ist es ja auch egal, sobald man Kampfgespür hat, was ich bei einem Kämpfer, der Gegenhalten beherrscht, erwarten würde.

    It's hard to light a candle, easy to curse the dark instead.
    •••
    The trouble with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and trying to put things in it. -- Terry Pratchett

  • Es ist ein Grund wieso eine hohe Parade alleine nicht immer zum Erfolg führt. Andere sind das es Waffen und Situationen gibt in denen man nicht Binden kann, wobei man sich als Waffenmeister erlauben könnte auch bei zwei Paraden Ansagen zu machen. Insgesamt finde ich es etwas seltsam das anscheinend davon ausgegangen wird das ein PA-Waffen Kämpfer voll auf die Parade geht um dann mit Parade 27 in vielleicht der Hälfte der Situationen ein Binden 10 statt 5 ansagen zu können. Auf niedrigem Niveau stelle ich mir diese Möglichkeit durchaus sinnvoll vor aber bei sowieso hohen Paradewerten? Ich weiß nicht. Es kommt natürlich auch ein wenig auf das Umfeld an, spielt man vorallem Stadtabenteuer und ähnliches trifft man natürlich seltener auf einen Oger oder jemanden mit einer Zweihandaxt.


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    Die Regeln sagen aus, dass man mit Aufmerksamkeit das Umwandeln zu dem Zeitpunkt ankündigen muss, wenn man das erste Mal die Möglichkeit hat, anzugreifen, also wird damit eben die Ansage zu Beginn der KR umgangen. Dass das ein Nachteil für schnelle Kämpfer ist, stimmt, aber es macht wenig Sinn, hier über Hausregeln zu diskutieren. Abgesehen davon ist es ja auch egal, sobald man Kampfgespür hat, was ich bei einem Kämpfer, der Gegenhalten beherrscht, erwarten würde.


    Wieso macht es wenig Sinn? Die Regeln sagen auch das Aktionen eigentlich in umgekehrter Ini Reihenfolge angesagt werden müssen (WdS S.53). Angenommen K hat die niedrigere Ini ist er jetzt zunächst an der Reihe anzusagen was er mit seiner AT anstellt. Sagt er eine AT an kann P also schonmal damit rechnen diese evtl. zu Binden, ansonsten hat er nur die Möglichkeit auf die AT zu verzichten oder sie in eine PA umzuwandeln. Er könnte in der laufenden Runde seine normale PA theoretisch wieder zurück in eine AT umwandeln (mit dem 4er Malus) wenn er sie nicht aufbraucht, das stimmt


    In der Praxis macht das so keiner (wobei es in einem Duell schon sinnvoll wäre) weil es in Gruppenkämpfen halt ein uferloser Regelwust für geringen Effekt ist. Wir handhaben es wie gesagt so das Figuren mit höherer Ini gegenüber solchen mit niedrigerer abwarten und dann später wieder in den Kampf angreifen können. Das funktioniert soweit ganz gut, wobei unser Meister das jetzt auch nicht bei jedem Hinz und Kunz sondern nur bei Bossen macht (oder vergisst ;)).

    Edited 2 times, last by Goltron ().

  • Zur Aufmerksamkeit gibt es in WdS mehre Angaben, die leicht unterschiedlich sind, was das Ankündigen des Umwandeln angeht:


    S. 73 in WdS: "unmittelbar bevor er seine erste eigene Angriffs- oder Abwehrreaktion in dieser Kampfrunde ausführt."
    S. 53: "bei ihrer ersten eigenen Angriffsreaktion"
    S. 81 (zum Thema umwandeln und Aufmerksamkeit): "die Ankündigung einer Umwandelung bis zu seiner Initiativphase (also seinem erstmöglichen Angriffszeitpunkt)" ankündigen.



    Es kommt natürlich auch ein wenig auf das Umfeld an, spielt man vorallem Stadtabenteuer und ähnliches trifft man natürlich seltener auf einen Oger oder jemanden mit einer Zweihandaxt.


    Man kann auch Tiere und Dämon und weitere Waffen nicht mit (jeder) Parierwaffe parieren und so manche Waffen fallen dabei auch raus.
    Zur "voll auf PA gehen"-Fraktion zähle ich mich ohnehin nicht, aber wenn ich für einen Charakter PW kaufe, dann, um die Möglichkeiten durch die hohe PA zu haben und die zieht dann mit PA II an allem vorbei, was ohne da ist.
    Auf den Spielstil kommt es ohnehin immer drauf an. Ich staune manchmal bei den vielen Bindern und Meisterparierern und frage mich, wo den denn die gegnerische Finte in den Ansagen steckt.

  • Wieso macht es wenig Sinn?


    Naja, wenn man nun anfängt, mit Hausregeln zu argumentieren, kann jeder jedes beliebige Resultat in der Diskussion erzielen. Deshalb mach ich das nicht gerne, wenn es um eine allgemeine Frage geht.


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    Die Regeln sagen auch das Aktionen eigentlich in umgekehrter Ini Reihenfolge angesagt werden müssen (WdS S.53). Angenommen K hat die niedrigere Ini ist er jetzt zunächst an der Reihe anzusagen was er mit seiner AT anstellt.


    Aufmerksamkeit ist eine SF, die Spezialregeln beinhaltet, und Spezialregeln schlagen Allgemeinregeln. „Was er mit seiner AT anstellt“, also ob und welche Manöver ein Kämpfer macht, fällt meiner Ansicht nach auch nicht unter den erwähnten Abschnitt in WdS; dort geht es darum, ob man längerfristige Handlungen macht, reguläre Angriffs- und Abwehraktion, oder umwandelt (und letzteres wird von Aufmerksamkeit außer Kraft gesetzt). Das schwammige „ob und wie die Helden kämpfen wollen“ (WdS 52) kann man so interpretieren, dass auch Manöver angesagt werden müssen, muss man aber nicht (da hatten wir einen Thread dazu, glaub ich…).

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  • Dieser Regelabschnitt widerspricht Aufmerksamkeit und Kampfgespür in keinster Weise und wird deshalb auch nicht von diesen außer Kraft gesetzt. Ein Kämpfer der nicht die niedrigste Ini hat zieht nach wie vor seinen Nutzen aus diesen SF. Umgekehrt macht es aber keinen Sinn das ein Kämpfer mit hoher Ini durch diese benachteiligt wäre.


    Wenn ihr diese Regel (oder eine Hausregel die einen ähnlichen Effekt hat) nicht benutzt ist das eine Hausregel von euch die aber wie du schon sagst nicht auf diese Diskussion angewendet werden kann.

  • Dieser Regelabschnitt widerspricht Aufmerksamkeit und Kampfgespür in keinster Weise und wird deshalb auch nicht von diesen außer Kraft gesetzt. Ein Kämpfer der nicht die niedrigste Ini hat zieht nach wie vor seinen Nutzen aus diesen SF.


    Ich bin nicht sicher, ob ich dich richtig verstehe, deshalb frage ich hier nochmal nach: Inwiefern kann ein Kämpfer mit Aufmerksamkeit den Nutzen der späteren Umwandlungsansage nutzen, wenn man davon ausgeht, dass alle Aktionen inklusive Manövern zu Beginn der Kampfrunde festgelegt werden müssen?

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  • Er legt seine Umwandlungsaktion dann fest wenn er damit an der Reihe wäre - also nach jemanden der das wegen niedrigerer Ini vor ihm tun müsste. Spätestens mit Kampfgespür würde ich auch erlauben die Parade bei Bedarf in eine Attacke umzuwandeln. Mit der eigentlichen Attacke besteht hier möglicherweise tatsächlich ein Widerspruch (bzw. behaupte ich mal das es der Regelschreiber einfach nicht überrissen hat), den wenn ich in umgekehrte Ini Reihenfolge ansage muss ich auch ansagen was ich mit meiner Attacke mache - und kann das dann nicht mehr beliebig ändern.


    Ich muss zugeben das dieser ganze Absatz recht kryptisch beschrieben ist und in der Praxis spieltechnisch kaum umsetzbar ist (ich kenne zumindest niemanden der tatsächlich in umgekehrter Reihenfolge vor jeder Kampfrunde ansagen würde) - das irgendwelche DSA Regeln RAW nicht besonders gut funktionieren ist aber nichts neues. Die Intention der ganzen Sache ist aber doch klar das ein Spieler mit höherer Ini dazu in der Lage sein soll auf die Aktionen des Gegners zu reagieren, und nicht anders herum. Wie das letztlich zustandekommt spielt in meinen Augen keine so große Rolle, deshalb mein Beispiel mit der Hausregel mit abwarten (was so in etwa auch in den Regeln irgendwo steht und hier wohl auch von anderen so gehandhabt wird).

  • Ein Kämpfer der nicht die niedrigste Ini hat zieht nach wie vor seinen Nutzen aus diesen SF. Umgekehrt macht es aber keinen Sinn das ein Kämpfer mit hoher Ini durch diese benachteiligt wäre.


    Der Kämpfer mit der höheren Ini wird nicht wirklich benachteilt, kann aber - im Gegensatz zu dem mit der niedrigeren Ini - keinen Vorteil aus der SF ziehen.


    Er legt seine Umwandlungsaktion dann fest wenn er damit an der Reihe wäre - also nach jemanden der das wegen niedrigerer Ini vor ihm tun müsste.


    Außer jener mit niedrigerer Ini hat ebenfalls diese SF. Dann kann letzterer eventuell reagieren.


    Machen wir einfach mal ein paar Beispiele:
    1.
    A (Ini 20) gegen B (Ini 15). Keiner hat Aufmerksamkeit, Kampfegspür oder ähnliches.
    Vor beginn der Kampfrunde müssen beide sagen, ob und wie sie umwandeln. B zuerst, dann A.
    a) Beide entscheiden sich (in entsprechender Reihenfolge nacheinander) dazu, beim Standard (1 AT, 1 PA) zu bleiben.
    b) B entscheidet sich für die Offensive und deklariert, dass er die PA in eine AT umwandeln will. A kann nun entscheiden, ob er darauf reagiert (und zweimal pariert), oder beim standard 1 AT, 1 PA bleibt (und hofft, das einer der Angriffe daneben geht, bzw. einen Treffer riskiert) oder gar selbst in die Offensive geht und 2mal Angreift.


    2.
    A (Ini 20) gegen B (Ini 15) A, hat Aufmerksamkeit, B nicht.
    Im wesentlichen bleibt alles beim gleichen. B muss zuerst ansagen, dann A. A könnte sich bei Ini 20 noch umentscheiden, aber da das nahezu gleichbedeutend ist mit "Am Anfang der Kampfrunde", macht das keinen Sinn.


    3.
    A (Ini 20) gegen B (Ini 15). Diesmal hat B Aufmerksamkeit, A nicht.
    B muss vor der Runde noch keine Ansage machen, denn er darf ja dann, wenn er das erste Mal dran ist (Ini 15) bzw. wenn er zu einer Reaktion gezwungen wird (erfolgreiche AT von A bei Ini 20) definieren, ob und wie er umwandeln will. A muss Ansagen, und bleibt bei AT und PA.
    Bei Ini 20 würfelt A seine At und hat:
    a) Erfolg. B muss jetzt entscheiden ob er umwandelt oder nicht, und wenn ja wie er umwandelt. Sinnig wäre es zu parieren. Da keine zweite At zu erwarten ist, braucht er die Attacke nicht umzuwaneln. Er bleibt also beim Standard 1 Pa, 1 At.
    b) keinen Erfolg: B muss nicht parieren (A hat ja nicht getroffen), mehr noch, er muss immer noch nicht definieren ob und wie er umwandeln will, da er ja noch zu keiner Reaktion gezwungen wurde und auch seine erste eigee Aktion noch nicht dran war.
    Bei Ini 15 ist dann B mit seiner Aktion dran. Im Falle von a) hat er ja schon eine Entscheidung getroffen. Im Falle b) kann er jetzt entscheiden, ob er umwandelt. Da A's Angriff ins Leere ging, dieser nicht umgewandelt hat unbd daher keine Attacke mehr zu erwarten ist, entscheidet B sich dazu, die PA umzuwandeln und zweimal anzugreifen.


    4.
    A (Ini 20) gegen B (Ini 15). Beide haben Aufmerksamkeit.
    Im Wesentlichen läuft alles wie bei 3, da der Zeitpunkt "bei der ersten eigenen Aktion" für A wieder gleichbedeutend ist mit "zu Beginn der Kampfrunde", für B aber nicht.


    An den 4 Beispielen sieht man also: Aufmerksamkeit bringt demjenigen mit höherer Ini keinen Vorteil (aber auch keinen Nachteil). Es ist für ihn also unerheblich, ob er diese SF besitzt oder nicht. Demjenigen hingegen, der eine niedrigere Ini hat, bringt die SF einen massiven Vorteil. Erst Kampfgespür (oder Kampfreflexe?), also die SF, bei der man beliebig jederzeit eine Aktion/Reaktion umwandeln kann, bringt ihm nennenswerte Vorteile.

  • Können wir die Aufmerksamkeitsdiskussion irgendwie auslagern und uns hier wirklich wieder auf Taktiken konzentrieren? Das geht grade total unter finde ich...

    Noctum Triumphat

  • Können wir die Aufmerksamkeitsdiskussion irgendwie auslagern und uns hier wirklich wieder auf Taktiken konzentrieren?


    Würde ja gerne etwas dazu schreiben, aber bisher ist das "Gedankenspiel" ja noch nicht in Bezug auf Werte, vorhandene Sf etc. konkretisiert worden. Wäre etwas müssig da eine zig Seiten lange "Wenn-Dann-Sonst"-Verkettung zu schreiben, die alle 214.456 SF/TaW/Vor-Nachteils-Kombos, die da aufeinandertreffen könnten, abdeckt.

  • So wie ich es verstanden habe ist das hier doch eigentlich ein Thema, in dem man typische Taktiken seiner Charaktere in der eigenen Gruppe reinstellen KANN, nicht einer in dem jede mögliche Taktik gegen jeden möglichen Gegner reingestellt werden MUSS oder SOLL. Sollte ich mit dieser Annahme richtig liegen ist es halt müßig sich Seitenlang über die Reihenfolge des Aktionsansagens zu streiten, weil das eben nicht in allen Gruppen gleich gehandhabt wird.



    Um diesen Gedanken mal weiter zu verfolgen: Eine Taktik die ich mal mit meinem Zweihandkämpfer gegen einen Ausfall eingesetzt habe und die bei uns damals ging, auch wenn ich weiß, dass das in anderen Gruppen strittig ist:
    Ausfall des Gegners beginnt, mein Ritter macht gleich die MU-Probe zum stehen bleiben, schafft sie und verzichtet ganz bewusst auf seine Parade, da dieser erste Angriff kein Wuchtschlag war und er sich auf seine Rüstung verließ. Der Ausfall bricht ab, mein Ritter hat (nach unserer damaligen Lesart) seine At noch, da der Ausfall nicht so weit kam ihn zum umwandeln zu zwingen und geht zum Gegenangriff über.


    Überhaupt ist bei ihm eine durchaus häufige Taktik "schwächere Angriffe" (OT: alles bis 1W+4 ohne Wuchtschlag. IT: alles wo der Charakter denkt, dass da nicht mehr als ein Durchschnittlich starker Mensch und ein Schwert hintersteht.) zu ignorieren, sich auf die Rüstung, Eisern, hohe KO und viele LeP zu verlassen und selber die Pa in eine At umzuwandeln. Gerade wenn es nur einzelne Gegner sind und ich damit rechnen kann maximal zwei überwinden zu müssen kalkulier ich öfter mal so, dass ich ganz bewusst 2-3 Treffer hinnehme.

    Noctum Triumphat

  • Der Ausfall ist regelseitig sowieso nicht so ganz eindeutig gelöst meine ich...


    Das mit dem Umwandeln mache ich auch so, wobei unser Meister inzwischen sehr oft einen WS+4 o.ä. einbaut und viele unserer Charaktere eher leicht gerüstet durch die Gegend rennen.


    Generell habe ich unserer Spielgruppe eingebläut (wenn es die Situation erlaubt) erst mal stehen zu bleiben und den Gegner kommen zu lassen. Zunächst einmal hat das den Vorteil nicht eine Aktion fürs bewegen zu verbrauchen und dann möglicherweise ohne Parade dazustehen, man kann sich aber auch besser positionieren, eventuell vorhandene Fernwaffen länger nutzen und läuft weniger Gefahr das ein Magier plötzlich ohne Deckung dasteht.

  • Ich hatte mich in dem Beispiel bewusst allgemein gehalten, da ich mich eigentlich auf die generelle Herangehensweise von beiden Seiten beschränken wollte, ohne das Haarklein jede SF und jeder Talentwert genannt ist. Das sich das im Nachhinein als nicht sehr schlau erwiesen hat tut mir leid.
    Ausschlaggebend scheint mir inzwischen nur die Frage zu sein, wer von beiden in der Ini vorne steht - was in der Regel P sein sollte - da derhenige dann die Chance hat die Distanzklasse zu bestimmen. Weiter gehe ich davon aus, das K bei seinem Gegenhalten-Wurf zwar einen Ini-Malus in kauf nehmen muss, aber tendenziell mehr Punkte in der AT als ein Parierwaffenkämpfer hat - weswegen die Chancen im vergleichenden Wurf einigermaßen gleichverteilt sind.
    Damit ist die erfolgversprehendeste Taktik für K diejenige, die @flyx ganz am Anfang genannt hat - Abstand halten und Gegenhalten.
    Für P sehe ich in dieser Konstellation i.A. daher im Nachteil.


    So wie ich es verstanden habe ist das hier doch eigentlich ein Thema, in dem man typische Taktiken seiner Charaktere in der eigenen Gruppe reinstellen KANN, nicht einer in dem jede mögliche Taktik gegen jeden möglichen Gegner reingestellt werden MUSS oder SOLL. Sollte ich mit dieser Annahme richtig liegen ist es halt müßig sich Seitenlang über die Reihenfolge des Aktionsansagens zu streiten, weil das eben nicht in allen Gruppen gleich gehandhabt wird.


    Ja so wars gemeint! Gerade der Ausfall ist so ein Kandidat, der für taktische Überlegungen sehr Wertvoll sein kann. Jeder offensiv gebürstete Kämpfer bei einem Ausfall gegen ihn ein Problem, da ist stehenbleiben fast das einzige, was so einer tun kann! Bei einem Paradelastigen Kämpfer (mit SF defensiver Kampfstil etc. pp.) läuft man hingegen eventuell in sein eigenes verderben. In unserer Runde gestern wurde der Ausfall benutzt, um eine Formation aufzuweichen. Da nicht jede Waffe umwandeln kann ist auch hier der Ausfall unterschiedlich wertvoll. Und unter umständen lässt sich die Umgebung wie Wände oder Hindernisse für den Ausfall benutzten.

    Along the shore the cloud waves break,

    The twin suns sink behind the lake,
    The shadows lengthen
    In Carcosa.

  • Ich hatte mich in dem Beispiel bewusst allgemein gehalten, da ich mich eigentlich auf die generelle Herangehensweise von beiden Seiten beschränken wollte, ohne das Haarklein jede SF und jeder Talentwert genannt ist. Das sich das im Nachhinein als nicht sehr schlau erwiesen hat tut mir leid.


    Da die taktischen Möglichkeiten aber nunmal durch a) die vorhandenen SF und b) die genauen TaW bzw. AT/PA-Werte erst bestimmt werden (und eventuell noch durch Vor- und Nachteile beinflusst werden), sind Angaben diesbezüglich unverzichtbar. Wenn z.B. "gleicher Erfahrungsgrad" = Anfänger = keine/kaum SF bedeutet (und damit "Gegenhalten" vermutlich wegfällt), kann man auch schlecht mit einer auf dieser SF basierenden Taktiv argumentieren. Wenn andererseits "gleicher Erfahrungsgrad" = "Waffenmeister (mit entsprechender SF)", dann ist, dann kommen da noch ganz andere Faktoren (welche Vorteile hat sich der jeweilige Waffenmeister gekauft) hinzu.


    Irgendwer hat die Taktik mit "Gegenhalten" ins Spiel gebracht - was aber wenn wir K haben, der diese SF gar nicht neherrscht, stattdessen aber Wuchtschlag, Niederwerfen und Hammerschlag? Oder stattdessen Finte, Halbschwert und gezielter Stich? Hat P bereits PW II? Vieleicht dazu noch Tod von Links? Hat einer von beiden Aufmerksameit und der andere nicht? Oder gar Kampfgespür?


    Klar, man kann sich irgendwas konstruieren - aber bei so groben Vorgaben kann man Dutzende unterschiedliche Kombinationen herstellen - darunter welche, bei denen K die größeren Chancen hat, und solche, bei denen P die größeren Chancen hat. Sogar solche, bei denen K theoretisch die besseren Chancen hätte, wenn ihn ein Nachteil (zum Beispiel Prinzipientreue/Moralkodex) nicht dazu zwingen würde, eine schlechtere Taktik anzuwenden. Oder auch umgekehrt. Und so weiter und so weiter.


    Solche Gedankenspiele klappen alsoeigentlich nur (oder am besten) mit konkreten Werten. Je mehr vorgegeben, je weniger man selbst "annehmen" kann/muss, desto besser kann man auf einer einheitlichen Basis argumentieren.

  • So sicher sehe ich den Fechter in der INI nicht vorn.
    Bei beiden wird davon ausgegangen, dass sie Kampfgespür haben, beide bekommen daher +6 auf ihre Basis (die auch nicht näher angegeben ist). Der AHH-Kämpfer bekommt +1 durch seine Waffe (womöglich, AHH ist ja nicht gleich AHH, es können auch +2 sein oder 0), der Fechter +2 (das ist fest bei Rapier und Linkhand). Das ist ein nur kleiner Unterschied, der durch den W6 Wurf verändert werden kann.
    Der AHH-Kämpfer trägt eine "dicke" Rüstung, doch was die dicke Rüstung ist, steht nicht fest, ebenso wenig, ob nach TZM gekämpft wird (erlaubt tatsächlich dicken RS bei durchaus wenig BE) und welche RG er hat. Ebenso steht nicht fest, ob der Fechter ungerüstet antritt, oder nicht doch auch etwas Rüstung trägt (was ihm zu wünschen wäre, sonst tut ihm jeder Treffer seines Gegner deutlich mehr weh als umgekehrt, Ausnahme beim Gezielten Stich).
    Optimalerweise würde ich beim AHH-Kämpfer BE 2 annehmen und BE 1 beim Fechter, damit hat der Fechter rein nach Werten 2 INI-Punkte mehr, aber wenn er nun den niedrigen INI-Wurf macht und der andere den hohen? Wenn dem AHH-Kämpfer ein Niederwerfen gelingt und die INI von P dadurch sinkt? Wenn er patzt und dadurch INI-Verlust erleidet? Wenn er den Ausfall macht und INI verliert?
    Das kann umgekehrt natürlich genauso sein (bis auf die Option des Niederwerfen und da kann viel INI bei verschütt gehen), was es wieder sehr offen macht, wer überhaupt die höhere INI hat und beibehalten kann, da sie voraussichtlich sehr nah beieinander liegen wird.
    Womöglich hat der AHH-Kämpfer mehr INI. Die (sehr) leichten (bestimmbaren) Vorteile sind rein rechnerisch bei P, aber faktisch muss es so nicht sein.


    Daher haltze ich es weiterhin auch für wichtig, genaue Angaben zu haben. Wenn man nicht weiß, mit was für Manövern und TaW und Verteilung, mit welchen Basiswerten (es könnte anzunehmen sein, dass K eher KK-orientiert ist und womöglich die höheren Basiswerte hat) man es zu tun, mit welchem RS und BE, kann man nicht wirklich Taktiken entwerfen.


    Den Ausfall halte ich nicht für so übermächtig. Zum einen spielen bei dem viele Möglichkeiten mit hinein, als Angreifer INI zu verlieren, zum anderen dürfen im Ausfall nur Ansagen bis +4 gemacht werden.
    Unser P-Kämpfer mit vielleicht PW II hat eine PA von vermutlich um die 20, vielleicht sogar von um die 25 (da ja von durchaus irgendwo erfahrenen Charakteren ausgegangen wird). 4er Finten werden ihn spätestens dann nicht mehr ins Schwitzen bringen, könnte sich dabei sogar noch mit Meisterparaden hochschaukeln.


    Aber auch AHH-Kämpfer müssen nicht offensiv ausgerichtet sein, mit dem AHH kann man im Allgemeinen sich auch auf PA-Manöver auslegen und dann läuft der P-Kämpfer gegen eine Wand.
    Wie in einem anderen Thread kürzlich zu lesen war, sollte man nicht einmal davon ausgehen, dass P auf jeden Fall die PA gemaxt hat, vielleicht benutzt er seine SF zum PA-Ausgleich und hat alles auf AT gesetzt.