Hintergrund der hexischen Repräsentation

  • Hallo liebe Orks,
    Ich spiele derzeit einen Garethischen Hexer, und stehe nun vor dem problem, dass es zu Hexen allgemein und zu männlichen Hexen im besonderen kaum Hintergrundmaterial gibt.
    Was ich gerne wüsste wäre z.B. wie leben Hexen ihre Religion aus?
    Wie läuft ein Zauberzwangritual, eine Hexennacht o.ä im Detail ab wie werden sie von ihren lehrmeistern unterrichtet?
    Hierbei kommt es mir weniger auf belegbarkeit,
    als auf Stimmigkeit an.

  • Eine Beschreibung einer Hexennacht findest du im gleichnamigen Abenteuer.


    Das Schüler-Lehrer-Verhältnis bei Hexen ist sehr intensiv. Hexen haben immer nur einen Lehrling gleichzeitig, häufig die eigene Tochter, und geben diesem im Lauf der Lehrzeit das eigene Wissen weiter. Das wird so funktionieren wie bei allen anderen Lehrberufen: Man fängt mit den Grundlagen an und geht im Laufe der Ausbildung immer weiter ins Detail.

  • DIe Feste werden als orgiastisch beschrieben, einige Hexen verehren Levthan, obwohl dieser eine Ur-Hexe vergewaltigt haben soll, die ihm zur Strafe einen WIdderkopf anhexte. SO ein Fest wäre damit schon ein religiöser Akt.

  • Soweit war ich auch schon das Abenteuer Hexennacht kann ich leider nicht lesen, da der Meister das wohl spielen will.


    Aber wie sieht das mit Gebeten aus odee äquivalenten kleinen Ritualen, welche mein Hexer zwischendurch praktiziert.
    Welche Aspekte verkörpert Satuaria eigentlich genau

  • Gebete sind wohl still und unauffällig, da Hexen sich ja wenn möglich im Verborgenen halten. Ihr Kult ist ja nach wie vor nicht in den Zwölfgötterglauben integriert, wie es z.B. mit dem Swafnir-Kult der Thorwaler geschehen ist (als Sohn Efferds und Rondras und legitimer Halbgott), darum wird er wohl bestenfalls misstrauisch betrachtet, bei fanatischeren Gesellen könnte er schon einmal angefeindet werden (Bannstrahler o.ä.). Zudem ist es eine Erdgottheit als Tochter Sumus - vielleicht solltest du tatsächlich still im Keller beten? Bzw dich wenn möglich in den Schoß der Erde begeben. Würde aus zweierlei Hinsicht Sinn machen.


  • Ihr Kult ist ja nach wie vor nicht in den Zwölfgötterglauben integriert


    Es gibt allerdings Hexen, die Peraine, Tsa und/oder Rahja als Aspekte Satuarias ansehen und daher keine Probleme haben, die entsprechenden Tempel zu besuchen. Gerade bei städtischen Hexen hilft das bei der Tarnung, denn wer nicht in den Tempel geht, ist verdächtig.

  • Wie Du Satuaria genau verehrst, hängt von deiner Schwesternschaft, deiner Herkunft oder Lehrerin ab. Hexen sind dabei sehr individuell. Wer in Gareth aufgewachsen ist, wird dort ja irgendeine Familie haben, ein Zuhause. Die haben sogar irgendeinen Beruf? Laut Gareth-Box führt den garether Hexenzirkel eine Nachtschöne an, die ist natürlich noch ebenbei Puffmutti. Zu klären, wie dein SC aufgewachsen ist wird genügend Futter geben, wie er Satuaria und den 12-Götterglauben vereint oder auch nicht. Die genannte Nachtschöne wird sicher besonderes die rahjanischen Aspekte der Satuaria vereheren, während die alte Krötenhexen der mütterlichen Versorgung der Kinder bei Peraine oder gar Travia zu finden ist. Die junge, frische Hexe wird den sprunghaften Tsa-Aspekt hervorheben, während die Zahori-Hexe sicher Phex nicht vergisst - obwohl er ein Mann ist. Die aranische Hexe wird es als politisch wichtig erachten sich mit der Peraine-Kirche zu verständigen. Die Seherin mit ihren Raben mag auch Boron und Bishdariel ihren Platz einräumen. usw.


    Du siehst die Hekunft spielt eine Rolle - es gibt keine einheitliche Kirche. Als männliche Hexe könnte natürlich genauso Levthan interessant sein. Den kann man als bösen Vergewaltiger sehen, aber genauso gut als Zeugungskraft, die man zum Kinder kriegen braucht. Genauso hat rohe Muskelkraft ihre Vorteile, solange man sie zügelt.


    Als regelmäßigkeit gibt zwei Hexenfest im Jahr - Ende Efferd und Ende Phex. Während die Efferdnächte gerne Levthan zu gesprochen werden und es entsprechend wild zu geht, sollte man im Phex die wichtigere Politik machen. ;)
    Auf jeden Fall lässt man Astralenergie in die Welt und erlebt so ein bisschen Kollektiv, das sträkt die Gemeinschaft und bringt die Nähe zur Göttin.


    zu Hexen allgemein


    Zu Hexen im Allgemeinen gibt es eine ganze Menge Hintergrund - auch ganz frei im Internet. Angefangen beim Artikel über Hexen im Wiki, der auf den Hexenkessel und einer Beschreibung (Seite 15 ff), in der eine männliche Hexe vorkommt, verlinkt.


    Darüberhinaus gibt in den üblichen Foren eine Menge Beiträge zu Hexen, ihre Magie und ihre Religion - so wie hier. Sogar ein Thema ganz allein zu männlichen Hexen.

    I ♡ Yakuban.

  • So, mal meinen eigenen Senf dazugeben. ;)
    Meine Hexen leben ihre Religion eigentlich ziemlich intensiv aus. Allerdings eher weniger durch gebete, sondern dadurch, dass sie versuchen so zu handeln, dass es Satuaria gefallen würde. (Wobei sie selbst teilweise nur eine sehr vage Vortsellung davon haben) Darunter fällt natürlich das ausleben der Emotionen, aber auch teilweise lebenserhaltung, der Schutz von Sumus Leib.... wie hexe schon sagte hängt es aber auch viel von der eizelnen Hexe, ihrer Herkunft und Schwesternschaft ab. Religiöses Hauptereigniss sind definitiv die Hexennächte. Da wird gesungen und getanzt und Satuaria (und Levthan) angerufen. das Brauen der Fllugsalbe ist verglichen dazu schon fast nebensächlich.


    Die Ausbildung zur Hexe fängt bei mir auch schon seeeeehr früh an. So etwa im Krabbelkindalter. Wenn Mama-Hexee ihrem Hexenbaby Lieder und Reime und Fingerspiele und Geschichten vorträgt. So wird Klein-Hexe anfangs spielerisch an Religion und Zauberei herangeführt. Das ganze wird natürlich im Laufe der Zeit altersgemäß angepasst.
    Das heißt natürlich, dass nur derjenige hexe werden kann, dessen Mutter oder Ziehmutter (oder Vater) Hexe ist. Andererseits bedeutet es aber auch, dass so mancher nicht magiebegabter eine durchaus hexische Weltsicht haben kann.


    Belegbar ist glaube ich keine von meinen Aussagen, aber in meinem Aventurien wird es allgemein so gehandhabt. ;)

  • Auch ein kleiner Einwurf von meiner Seite ;)


    Für meinen Svelttaler Eulenhexer ist der Glaube an Satuaria sehr essenziel. Da er aber auch schon sehr früh damit anfangen musste diesen zu verbergen, hat er entsprechend früh auch gelernt die Zwölfgötter vorzuschieben. Er benutzt lieber die Beinamen für Satuaria, die auch leicht für die von Peraine gehalten werden können, um das zu verschleiern.
    In der Gruppe hatten wir erst eine Vollmondnacht, in der er sich von der Gruppe abgesetzt hat um, wie es unsere Magierin ausdrückte, "den Mond anzuheulen". Den anderen in der Gruppe war es nur recht, da der Ort wo mein Magier sich in einklang brachte etwas unheimlich war.
    Gemäß seines Seelentieres hatte er sich auf der Spitze eines Menhires Niedergelassen und mit seiner Eule Meditiert und sich dabei dem Fluss der Energie zwischen sich, der Mutter Sumu und dem Kosmos geöffnet.
    Ansonsten bleibt er, was seine Fähigkeiten und ansichten anbelangt sehr zurück und redet nur selten darüber, was nicht leicht ist mit einer sehr neugierigen (Neugier 10) Gildenmagierin aus Gerasim ^^

    Meine Charaktere:


    Fin Brodiak, Svelttaler Kräutersammler mit Vogel


    Phelix Lassan, ein kleiner Dieb aus Albenhus

    Der Einstieg in eine kleine Geschichte von mir

  • Es gibt nicht die Satuaria"relligion", jeder Zirkel pflegt ein anderes Verhältnis zu Sumus Tochter. Dabei ist das wichtigste Fest die Hexennächte. Etwas über eine junge Hexe steht im Roman "Im Farinedelwald + Die Suche"; wobei die Aussagen nicht mehr aktuell sein dürften. Aber eine Hexenacht und Skula kommen vor.
    Über Hexen und Satuaria steht etwas im WdG; im KKO etwas mehr ... auf den Hexenband warten wir leider noch ...

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)