Hammerschlag als optimiertes Manöver durch Waffenmeisterschaft

  • Die Schönheit sei gepriesen liebe Orkenspalter-Gemeinde/Fremdijis/Garethjas,


    nach längerer Zeit möchte ich mal wieder eine Frage aufbringen, deren Auflösung mich interessiert, wozu ich im WdS jedoch nur Ansätze einer Antwort in Form von Beispielen finde (WdS, 190-191).
    Ein wesentliches Kernelement des Kampfstils meiner Maraskani, die nun schließlich mit dem Schnitter die Waffenmeisterschaft anstrebt und einen eher aggressiv-ausdrucksstarken Kampfstil
    bevorzugt, soll eine geschliffene und 'tänzerische' Variante des Hammerschlages darstellen. Da besagte Maraskani Menschenleben lieber verschont, denn nimmt, - auch bei Feinden - setzt sie stark auf die Kunst der Selbstinzenierung, die Demonstration ihrer Gefährlichkeit & Überlegenheit und blutgefrierende Androhungen maraskanischer 'Zuwendungen'.


    Die Situation ist - im Augenblick - folgende:
    a) der Hammerschlag als eine der wohl beeindruckendsten Techniken und dessen erschütternde Wirkung gegen einen besonders sturen Feind, mag andere Gegner derart erschüttern, als dass sich diese eher geneigt zeigen den Schwanz einzuziehen
    b) der Hammerschlag ist eine Technik, bei der das gesamte Können, sowie der Körper Einsatz finden, üblicherweise sich der Kämpfer dadurch jedoch eine Blöße gibt (er verliert seine Parade und könnte sich einem Nachstoß eines mutigeren Gegners kaum erwehren)
    -> Conclusio: Man haut auf einen Feind ein. Schnauft wie ein Selemferkel. Bekommt den Schnitter (ihre Waffe) kaum mehr hoch - und... wirkt (trotz der arg bedauerlichen zerfetzten Überreste des Unwissenden und Törichten in der Büchse vor ihr) gar nicht mehr so bedrohlich (sieht man vom Blut ab)... die Feinde knacken die Knöchel, grinsen unter ihren Helmen, ergreifen die Chance und rücken auf sie zu...


    Meine Maraskani besitzt:
    -> eine hohe Körperbeherrschung und einen entsprechenden Tanzenwert
    -> einen hohen Charismawert und einen recht überdurchschnittlichen Intuitions- und Mutwert
    -> einen über Jahre (echte Spieljahre) angesammelten Infanteriewaffen-TaW von 18 (+Spezialisierung: Schnitter)
    -> sie kämpft, wie schon gesagt, sehr aggressiv (die AT ist um 4 Punkte höher als die PA) und verbindet die Schwünge des Schnitters (noch die kürzeste und eleganteste Waffe aus der Auswahl der Infanteriewaffen, zudem die einzige =O maraskanische) mit aufschneiderischen Körperdrehungen (sie ist extrem eitel). Jeder Hieb wird zudem (prinzipell) mit einer Finte zusätzlich belegt (der Eleganz wegen). Viele Jahre des Aufenthalts in den Tulamidenlanden und vordergründig in Aranien sind nicht ganz spurlos an ihr vorübergezogen...


    Fazit: Der Hammerschlag soll als eine mächtige Vollkreisdrehung vollzogen werden, mit unverminderter Wucht gegen den Feind schmettern, durch reichlich Beinarbeit unterfüttert werden,
    und zum Abschluss darin münden, dass die Maraskani mit roten Wangen (und nach Abschluss der Drehung) in ihre Ausgangsposition zurückkehrt. Also eine 360°-Drehung.
    -> im WdS wird nun das hübsche Waffenmeister-Baukastensystem angeboten (zur Verfeinerung/Individualisierung des Kampfstils) und mein Ziel ist es vordergründig den Hammerschlag zu verfeinern, daher...
    a) Hammerschlag um -4 reduziert, somit nur noch Erschwernis +4 (statt +8).
    b) Nun möchte ich mittels 'Besondere Vorteile' den Verlust der PA beim Hammerschlag wegkaufen, da meine Maraskani den Schwung in eine Drehung umleitet, wodurch - mit reichlich Beinarbeit und Balance - sie in ihre Ausgangsposition zurückkehrt, faktisch für den nächsten Gegenangriff gewappnet wäre... oder etwa auch dazu sich höhnisch in Pose zu werfen/bedrohlich aufzubauen/einen Cocktail aus Offenbarung der Zwillinge & etwas Kokossaft mit einem Schuss Shatakschnaps zu schlürfen...


    Das eigentliche Problem, um das ich in bester maraskanischer Geschwätzigkeit herumplappere ist rasch dargelegt:
    Mit wie vielen Punkten (man behält, da Infanteriewaffen Steigerungsklasse-D, 13 Punkte zum Ausgeben; davon gehen bereits 4 Punkte für die Erleichterung des Hammerschlages fort, verbleiben: 9 Punkte) würde der Erhalt der PA nach dem Hammerschlag zu Buche schlagen? Die PA würde also nach erfolgtem Hammerschlag nicht verloren gehen und somit könnte im Anschluss noch pariert werden.
    Die Maßgabe reicht von 1 Punkt (sehr unrealistisch ôo, da doch eine bedeutende Optimierung) bis zu einem Maximum von 5 Punkten.


    Was schätzt ihr also, meine lieben Fremidjis, wie teuer diese doppelte und vierfache Verfeinerung des Hammerschlages ausfallen würde?


    Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und preiset die Schönheit! :thumbup: ,


    Murradin

    Edited 2 times, last by Murradin ().

  • Ich würde sagen, dass der Nachteil "Hammerschlag verbraucht alle anderen Aktionen/Reaktionen" einer der Schwerwiegeneden möglichen Nachteile im Kampfsystem ist. Entsprechend sollte das wegkaufen dieses Nachteils die höchstmöglichen Kosten betragen, sprich: bei mir als SL müsstest du dafür 5 Punkte Zahlen - und bekämst dann vermutlich statt dessen eine Einschränkung wie "Hammerschlag kann nicht mittels umgewandelter Aktion oder als Zusatzaktion aus dem Führen von zwei Waffen durchgeführt werden", um ein eventuelles "ich mache 2 (oder gar 3 - falls man das Feature für eine Einhandwaffe wählen sollte - in deinem Fall nicht gegeben, ich weiß, aber nur der Vollständigkeit halber) Hammerschläge pro Runde" zu vermeiden.

  • Hammerschlag verbraucht keine PA habe ich auch beim Wfm meiner Ritterin angestrebt und ist von der SLin auch schon abgesegnet worden. Es ist schon sehr stark, daher solltest Du das auf jeden Fall mit SL abklären, ob das passt und genehm ist (bei uns ist es das, weil die Ritterin mit etwa 20.000 AP weniger (eigene Geschichte, keineswegs die Norm) das Nesthäkchen ist).



    Wenn sie dann den Wfm im laufenden IT-Jahr bekommen wird (was OT noch dauern wird) wird das nicht verbrauchen der Reaktion allein 5VP kosten, den Höchstpreis, weil es eben tatsächlich sehr stark ist, obendrein ist die nicht verbrauchte Reaktion mit den Auflagen verbunden, sie nicht in einen weiteren HS umwandeln zu dürfen (und, auch wenn es bei einem AHH als Hauptwaffe wegfällt, würden Zusatzaktionen durch BHK II, PW II oder SK II wegfallen).



    Wenn sich Deine Maraskanerin selber um die eigenen Achse drehen möchte, statt nur die Waffe im Kreis zu drehen, dann würde ich auch da den SL fragen, ob das als Flair-Element ohne weitere Auswirkung in Ordnung ist, oder ob er dafür etwas haben möchte (noch 1-2 Punkte Aufschlag für die Drehung und trotzdem zielgenau treffen, eine Körperbeherrschungs-Probe, etc.).

  • Hi,
    Also erstmal danke, dass man deinen gradiosen Vortext lesen durfte :thumbup:


    Wie meine Vorredner nun sagten, ist der Wegfall der Parade ja wirklich eine starke einschränkung des Hammerschlags, allerdings kämpft ja äußerst gewande und charismatische Maraskani mit einer relativ leichten Waffen und in einem sehr Tänzerischen Kampftil.


    Wie wärs wenn du bei der Benutzung des Hammerschlags, eine Körperbeherrschungsprobe und eine Tanzenprobe, beide um 4 erschwert, schaffen musst, damit der Hammerschlag so wunderschön glückt, wie oben beschrieben, dafür würde ich dich dann nur 3 Punkte auf der Waffenmeisterschaft zahlen lassen.
    @Chaosharlequine Upps habe wirklich nen Satz vergesse...
    Edit: Wenn die Proben nicht gelingen, dann sie hat eben keine Parade, weil man eben aus der Puste ist, sind die Proben gelunge, darf man noch parieren, weil der tänzelnde Hammerschlag geglückt.
    Das mit dem Würfeln, muss man glaube ich für sich selbst wissen, meine Teamspeak-Gruppe, probt gerne und auch gerne viel...


    Lg

    "Maraskaner gelten als Heißblütig, laut, geschwätzig, aufsässig, respektlos und tiefgläubig, als gewaltätig und philosophisch."

    Edited 2 times, last by LordMalek ().

  • Also ich würde persönlich fast nix gegen sprechen lassen solange man nur ein Hammerschlag pro Runde akzeptiert. Allerdings finde ich jedesmal 2 Proben machen doch ein wenig nervig, also persönliche Meinung. Das Kampfsystem kann so schon sehr ausladend sein und in Würfel-Manie enden. Da dann noch jedesmal 6 weitere Würfe zu....ich weiß nicht. Und was machst du wenn du eine Probe vergeigst?



    Ich würde eher das rollenspielerisch halten und mit deinen S abklären das bei dir der Hammerschlag eben anders aussieht. Alles andere ist mir zu sehr Regeln finden. Rollenspiel lebt von Improvisation nicht von den Regeln. Die sind nur das Gerüst

    Wie ich kann hier nicht rein?! Dann beiß doch auf Granit!

  • Da der HS dadurch weder mehr noch weniger Zeit benötigt, nicht mehr oder weniger Schaden macht, sehe ich da eben auch nur eher Flair drin. Aber das muss ja der SL wissen und was eventuell Verhandlungen mit ihm ergeben.^^


    Gerade Tanzen würde ich in dem Kotext weglassen, dass kann mann bei einem Säbeltänzer für einen ganzen Kampf vielleicht machen, aber hier lese ich nur Tänzerisch in Anführungszeichen und keinen Verweis auf einen besonderen Tanzen-Wert, von daher sehe ich eine nahe Assoziation auf tatsächliche tänzerische Elemente.


    Der HS wird zwar meist so oft nicht gemacht (obwohl: mit noch möglicher Reaktion vermutlich öfter, weil er dann kein "Alles oder nichts"-Manöver mehr ist), aber zwei erschwerte Proben immer vorweg wäre mir auch zu viel, zumal das nichts daran ändert, dass die nicht wegfallende PA immer noch eine starke Angelegenheit ist.

  • Ich fände eine Tanzen o.ä. Probe vorneweg schon ganz nett. Man könnte auch noch die ein oder andere freie Aktion dabei verbrauchen. 4er Erleichterung und nur eine Aktion verbrauchen ist halt zusammen schon eine gewaltige Verbesserung, man kann dann ja recht problemlos jede Runde einen HS raushauen.

  • Die Schönheit sei gepriesen liebe Orkenspalter-Gemeinde/Fremdijis/Garethjas,


    mir scheint, der Kladj hat reichlich Früchte getragen in meiner Abwesenheit und so mancher Vorschlag, so scheint mir ebenfalls, wird von Schwester Hesinde wohlwollend abgesegnet.
    Und wer bin ich, dass ich der Großen Schwester widerspräche? Nicht umsonst ist das tugendhafte maraskanische Volk für seine Friedliebigkeit bekannt... :)


    Der weitestgehende Konsens scheint darauf hinaus zu laufen, dass der Erhalt der Parade nach einem erfolgten Hammerschlag, ein besonders herausragender Vorteil ist (dem stimme ich zu)
    und daher mit der Maximalzahl an Punkten (also 5 Punkte) vergütet werden sollte. 4 wäre zwar eine ungemein maraskanischere Zahl, aber ich verstehe, was gemeint ist.


    Was mich stutzen ließ, war eines der beiden Beispiele, die im WdS S. 190-191 zum Waffenmeister aufgeführt worden waren: Hauptsächlich dasjenige mit der alten Dame aus der Hand Borons,
    die ihren Schützlingen ihre Lehren zur Verwendung des Dolches weitergibt... darunter für 2 Punkte eine Senkung des TP/KK-Bonus um -1/-1.
    So eine Verbesserung, so schätze ich, dürfte ebenfalls unter 'Besondere Vorteile' fallen und ich halte diese Optimierung (da sie für die Waffe allgemein und damit produktiv für sämtliche Sonderfertigkeiten ausfällt)
    für extrem mächtig im Verhältnis zu den zu bezahlenden Kosten. Daher war ich ein wenig unsicher, ob für den PA-Erhalt bei einer einzigen Technik nun das Maximum an Punkten zu Buche schlägt oder eher etwa 4 oder 3.


    Was die Verwendung von Proben IM Kampf anbetrifft, so bevorzuge ich grundlegend knappe und kurze Eigenschaftsproben, da diese rasch abgehandelt werden können (im Vergleich zu einer Talent-Probe).
    Was die Verwendung von Proben VOR dem Kampf anbetrifft, so bereitet meine Maraskani das Feld in bester Platzhirsch-Manier: Geschmeidige und sichere Bewegungen (Körperbeherrschung), verführerische Dehnungen und Drehungen wie eine sich räckelnde Katze vor einem Duell in Aranien (Betören - wer Aranien kennt, der weiß weshalb) und eine gewisse fließende Eleganz der Schwünge des Schnitters (Tanzen), der sich ob seiner Verwendung (Schwingen statt Stechen) kreisförmig und rhythmisch führen lässt.


    Was soll man sagen? Sie ist ein eitles Stück, für die die Kunst der Selbstdarstellung (selbstbewusst, geschmeidig, überlegen) gerne mal gegenüber der Nützlichkeit ihrer Aktionen den Vorrang erhält.
    Durchaus also könnte ich mich als Spieler damit abfinden, wenn sie den Bonus der PA-Erhaltung beim Hammerschlag, im Anschluss an eine gescheiterte (vorbereitende) Talentprobe, einbüßt. Es wäre nur stilecht.


    Ich bedanke mich für die bislang eingetroffenen Beiträge und rufe zu weiterer reger Beteiligung auf. Denn in der Vielfalt liegt die Schönheit, meine lieben Unwissenden, also kladjscht fleißig!


    Die Schönheit sei gepriesen,


    Murradin

  • Was mich stutzen ließ, war eines der beiden Beispiele, die im WdS S. 190-191 zum Waffenmeister aufgeführt worden waren: Hauptsächlich dasjenige mit der alten Dame aus der Hand Borons,
    die ihren Schützlingen ihre Lehren zur Verwendung des Dolches weitergibt... darunter für 2 Punkte eine Senkung des TP/KK-Bonus um -1/-1.
    So eine Verbesserung, so schätze ich, dürfte ebenfalls unter 'Besondere Vorteile' fallen und ich halte diese Optimierung (da sie für die Waffe allgemein und damit produktiv für sämtliche Sonderfertigkeiten ausfällt) für extrem mächtig im Verhältnis zu den zu bezahlenden Kosten. Daher war ich ein wenig unsicher, ob für den PA-Erhalt bei einer einzigen Technik nun das Maximum an Punkten zu Buche schlägt oder eher etwa 4 oder 3.

    Die Senkung der TP/KK ist (wenn ich mich nicht sehr irre) selbst als Waffenmeister nur bei Dolchen und ggf Fechtwaffen möglich, wo die Auswirkungen angesichts schlechterer Grundwerte der Waffe sowie tendenziell geringerer Körperkraft nicht so mächtig ist.
    Bei (zweihändigen) Hiebwaffen wäre die Verbesserung aber sicherlich deutlich mehr wert und ist vermutlich zurecht ausgeschlossen. Dort sind die Schwellen ja schon so teilweise sehr niedrig angesetzt.


  • Was mich stutzen ließ, war eines der beiden Beispiele, die im WdS S. 190-191 zum Waffenmeister aufgeführt worden waren: Hauptsächlich dasjenige mit der alten Dame aus der Hand Borons,
    die ihren Schützlingen ihre Lehren zur Verwendung des Dolches weitergibt... darunter für 2 Punkte eine Senkung des TP/KK-Bonus um -1/-1.
    So eine Verbesserung, so schätze ich, dürfte ebenfalls unter 'Besondere Vorteile' fallen und ich halte diese Optimierung (da sie für die Waffe allgemein und damit produktiv für sämtliche Sonderfertigkeiten ausfällt)
    für extrem mächtig im Verhältnis zu den zu bezahlenden Kosten. Daher war ich ein wenig unsicher, ob für den PA-Erhalt bei einer einzigen Technik nun das Maximum an Punkten zu Buche schlägt oder eher etwa 4 oder 3.


    Hier würde sich dann die Frage stellen: was wäre, in Bezug auf das Kosten/Nutzen-Verhältnis, bei der SF Hammerschlag noch effektiver als dieser "Parade/2. Aktion bleibt erhalten"-Bonus? Welches tolle Feature würde, in sich allein genommen, höhere Kosten rechtfertigen? Das MAnöver wird von einem sorgfältig zu planenden und vorzubereitendem Manöver (Angreifer verzichtet auf Parade, kann aber selbst problemlos pariert werden - es muss also eine Situation erzeugt werden, in der ein solches Manöver möglichst ohne große Gefahr für den Anwender nutzbar wird, so man nicht aus reiner Verzweiflung dazu greift) zu einem "Alltagsmanöver" (hat zwar einen hohen Malus, aber da ich ja immer noch parieren kann besteht keine große Gefahr). Man bedenke z.B. die Kombinationsmöglichkeit mit "Meisterparade": in der Weise, wie der Hammerschlag normalerweise gehandhabt wird, muss ich mir den Bonus per MP über zwei Runden erarbeiten - ich muss in Runde 1 eine MP machen, um den Bonus dann nächste Runde für den HS nutzen zu können. Mit der "kostet nur eine Akton" variante kann ich innerhalb einer Runde eine MP anwenden und direkt danach den so erarbeiteten Bonus nutzen, ums den HS durchführen (entweder weil der Gegner eine höhere INI hat oder ich ihm den Vorrang lasse). Diese Reduktion auf nur 1 Aktion ist also ein enormer Vorteil, und mir würde jetzt nichts anderes einfallen, was diese SF auf gleiche oder gar effektivere Art verbessern würde. Von daher sehe ich da ganz klar nur die 5 Punkte als akzeptable Kosten - alles darunter wäre deutlich zu niedrig.


    Durchaus also könnte ich mich als Spieler damit abfinden, wenn sie den Bonus der PA-Erhaltung beim Hammerschlag, im Anschluss an eine gescheiterte (vorbereitende) Talentprobe, einbüßt. Es wäre nur stilecht.


    Bei diesem "Hammerschlag benötigt nur eine Aktion und Parade bleibt erhalten, wenn einen X-Probe(+/- Y) gelingt" sollte man allerdings auf jeden Fall beachten, wie schwer/leicht diese Probe nun zu bestehen ist (oder nicht). Wenn wir z.B. den gemachten Vorschlag mit der Tanzen/Athletik/Akrobatik/Körperbeherrschung nehmen, sollte man bedenken, welche TaW vorliegen. Ich weiß ja nicht in welchen Bereichen wir uns befinden, aber wenn ich Erfahrungen aus eigenen Runden heranziehe, dann würde ich davon ausgehen, dass bei diesem Charakterkonzept und dem EP-Bereich, in dem eine Waffenmeisterschaft realistisch angestrebt werden kann, der betreffende TaW in Tanken/Athletik/Akrobatik/Körperbeherrschung durchaus im Bereich von 10 (+/- 2) oder höher liegen dürfte, die beteiligten Eigenschaften dann ebenfalls recht hoch sind (jeweils vermutlich im Bereich 14+), und dann eine einfache Probe darauf keine wirkliche Einschränkung wäre, weil das Misslingen der Probe dann doch recht unwahrscheinlich wird.


    Zudem wäre eine wie auch immer geartete Probe halt ein weiterer Wurf, der den Kampfablauf noch weiter verlangsamt.

  • Wenn ich so darüber nachdenke halte ich den Wegfall der zweiten Aktion auch für 5 Punkte für deutlich zu heftig, zu indest in Kombination mit der 4er Erleichterung. Man schafft sich so ein Manöver das jede Runde provlemlos anwendbar und mit AT20+ auch noch Spielraum für eine Finge lässt und das wenn es durchkommt einen normalen Gegner sofort ausschaltet. Im Vergleich zu ursprünglichen Manöver vervielfacht sich der Nutzen.


    Wenn nur eine Aktion würde ich da eine saftige Erschwernis (8+) auf eine Talentprobe einbauwn und das ganze auch situationsbedingt beschränken, z.B. Nicht wenn der Char mit mehreren Gegnern in Kontakt ist.

  • Also der Hammerschlag ist richtig eingesetzt ein kampfentscheidendes Manöver. Dreifacher Schaden sind je nach Waffe mal schnell 30 oder mehr TP. (Mit Barbarenstreitaxt ohne KK-Mod zwischen 15 und 60!)
    Das ganze nun ohne PA-Verlust und nur noch auf +4 ist für mich ein Gamebreaker. Wenn man den Waffenmeister hat ist die AT so hoch das man den jede Runde als Standardmanöver raushauen kann. Jeder Kampf ist dann nach dem ersten Treffer vorbei.


    Als Spieler hat das natürlich seinen Reiz, für den SL ist das der blanke Horror. Da steht der Endboss in Gestechrüstung vorm Kämpfer und wird mit einem Schlag umgesenst.
    Plötzlich können alle NSC die Windmühle...

    Wir verfolgen im Grunde dasselbe Ziel:

    Ich möchte euch nicht töten und Ihr möchtet nicht tot sein.

    Handelt entsprechend.





  • Gerade weil es sehr stark ist, sollte es vorher abgeklärt werden, Wenn es in den Spielstil passt, ist es in Ordnung. In unserer Gruppe darf meine Ritterin, weil sie so zurückhängt und auch mit einem solchen HS (der auch noch erleichtert wird) im Schaden immer noch hinterherhängen wird, in einer Gruppe unter "gleichwertigen" Helden hätte ich den Segen wohl nicht bekommen. Ein HS, den man immer und jederzeit einsetzen kann, ohne abzuwägen, ob das Risiko passt oder nicht ist schon eine Hausnummer und da darf man sich als Spieler auch nicht wundern (sprich: diese Kombination sollte man nicht unterschätzen), wenn auf einmal alles an Gegnern fliegen geht, wenn da mehrmals pro KR so ein HS kommt, oder wenn da im Gegenzug auch mal ein Gegner mit erleichtertem HS und mit Reaktion ankommt.
    Aber wenn es in den Stil und Niveau der Gruppe passt, ist es doch gut.

  • Ich kann mir ernsthaft keine DSA-Gruppe vorstellen, wo so ein ultimatives Manöver zum Spielstil passen würde. Ist das noch DSA? Jeder Mook mit einem Treffer weggelegt, alles was kein großer Gegner ist stirbt nach der ersten verpatzten PA.


    Sowas würde mMn sämtliche vorhandene Restbalance in Trümmer schlagen. Zu mächtig.


    @Schattenkatze wie kann deine Ritterin mit einem konsequenzlosen HS jede Runde im Schadensaustoß hinterher hängen? Kämpft sie mit einem 1W+1 Stab? Wenn sie mit einem AHH unterwegs ist sind's ohne KK mod 18-30 TP pro KR. Ich kann mir kaum vorstellen, dass da irgendwie jemand wesentlich mehr Schaden austeilt. Oder zieht sie mit getarnten D&D Chars durch die Pampa?

    Wir verfolgen im Grunde dasselbe Ziel:

    Ich möchte euch nicht töten und Ihr möchtet nicht tot sein.

    Handelt entsprechend.





  • Gepreistet sei die Schönheit!,


    durchaus kritische Stimmen haben sich zu Wort gemeldet - und das finde ich gut. Denn meine eigene Unsicherheit spiegelt sich in der Kritik wider.
    Ist ein solches Manöver zu mächtig? Eine schwierige Frage, wie ich finde, wenn man sich etwa den Beidhändigen Kampf anschaut, bei dem der zweite Angriff meist unparierbar auf den Feind niedergeht,
    und keinerlei zusätzliche Erschwernisse dafür anfallen. Ebenso ist ein Todesstoß, geschickt gesetzt und mit einer vorbereitenden Meisterparade aus einer vorangehenden KR gar verherrend,
    wenn die Spitze, ungehindert vom Rüstungsschutz, viele Gegner direkt in die Bewusstlosigkeit schickt angesichts der hohen Anzahl an Wunden, die sie auf einen Schlag/Stich einstecken müssen.
    Ich schätze, es existieren viele Kampfsonderfertigkeiten, die für sich genommen sehr mächtig sind und in bestimmten Situationen sogar sogenannte 'Gamebreaker' werden können.


    Allerdings muss man sich - so meine bescheidene Meinung - auch vor Augen halten, dass die Waffenmeisterschaft tatsächlich dafür gedacht ist, allgemeine Manöver in eine spezielle Form zu überführen
    und dadurch diesen einen individuellen (beileibe keinen einzigartigen!!!) Charakter zu verleihen. Schließlich bekommt man diese a) nicht geschenkt (400 AP) und b) sind die Voraussetzungen üppig (2.500 AP in Kampfsonderfertigkeiten, GE 13, 2 Attribute, die gemeinsam eine Punktezahl von 32 ergeben).
    Ohnehin sehe ich die Waffenmeisterschaft als den veredelnden Glanzsstrich eines jeden Weges eines Kriegers: Ziel ist es doch, dass jedes Manöver, jede Erleichterung und jeder Bonus den Charakter des Kriegers widerspiegelt - und ihn überdies von gewöhnlichen, aber guten Kriegern abhebt. Sozusagen der ganz persönliche Tintenstrich. Sei es, dass ein peitschenschwingender Svellter im Regengebirge, zwischen Mangrove und Wudu-Ruine seine Peitsche zum routinierten Entwaffnen eines finsteren Al'Anfaner Forschergeistes nutzt oder ein Andergaster Ritter in seiner Brüne ohne mit der Wimper zu zucken in einen anrasenden Schwarzpelz hineinstößt, die Beine geschickt gegen den Boden stemmt und damit eine Wucht in sein Gegenhalten legt, bei der sogar ein Stier zum Stehen gekommen wäre.
    Meine Maraskani nun - eitel wie sie ist (und das ist sie, investiert sie doch gewaltige Geldsummen in Kleider aus teuersten Stoffen und in Parfüms, begibt sich in die gewagtesten Situationen um Anerkennung zu erhalten und wehklagt über den Zustand der Betten in den Gasthäusern der Garethjas - lautstark) - hat eine regelrechte Phobie vor Narben. (kleine Anmerkung: In unserer Runde gilt, dass man mit jeder erlittenen Wunde - also sobald die WS erreicht wurde - auch eine Narbe an der entsprechenden Stelle erhält.) Die Vorstellung, dass ihr Körper entstellt werden könnte, ist schlicht... der nackte Horror (no pun intended)... doch wer will schon eine schwere Rüstung tragen, wenn so eine maßgeschneiderte Tuch- oder Iryanlederrüstung so viel kleidsamer aussieht? Entsprechend ist der Verlust ihrer Parade bei einem Hammerschlag in vielerlei Hinsicht ein gar grausiges Wagnis - nicht einmal wegen des möglichen Fortgehens (die Wiedergeburt schließlich steht am Ende jedes Lebens und markiert den Neubeginn!), sondern wegen der Möglichkeit, dass ihr Antlitz entstellt werden könnte.
    ---> Und dieser Gedanke liegt im Wesentlichen der 'geretteten Parade' beim modifizierten Hammerschlag zugrunde. Mächtig aber ist das Manöver dennoch, daher...


    Nun sind einige Bedenken und Vorschläge geäußert worden, wie man die 'Verallgemeinerung' einer 'Sondertechnik' (Dank an Bruderschwester Turajin für den begründeten Hinweis) gegenarbeiten könnte:
    a) eine saftig erschwerte Probe gekoppelt mit einer Einschränkung durch bestimmte Bedingungen, vorgeschlagen von Goltron: Grundsätzlich kein Problem und völlig in Ordnung. Hier wäre ich, wie besagt, ein Verfechter einer Talentprobe vor dem Kampf, um damit festzustellen mit welchem Fuß die Maraskani heute aufgestanden ist...: Gelingt die Probe, so ist sie behände und gewandt, und fährt wie ein Flammensturm unter ihre Feinde. Misslingt die Probe, so tapst sie etwas schlaftrunken umher, verkalkuliert sich in ihrer Beinarbeit und unterschätzt den Schwung ihres Schnitters, woraus resultiert - die PA geht verloren. Ebenso könnte man verlangen, dass sie vor jedem Einsatz ihres modifizierten Hammerschlags eine GE-Probe ablegen muss, um die individuelle Situation vor ihrem Angriff zu eruieren. Steht sie gerade sicher, ist sie vielleicht abgelenkt oder zu sehr aus der Puste? Was Einschränkungen anbetrifft, so sehe ich da immer das Problem darin, dass Spieler gerne argumentieren und der Spielleiter (als Interpret der Situation) entweder zu gütig oder zu hart ist: Es heißt ja nicht umsonst im WdM, dass der Spielleiter "mit seinen Spielern spielen soll, und nicht gegen sie." Dies kann am Tisch für reichliche Kladj und Tradj sorgen - und Meinungen macht ja bekanntlich erst der Umstand schön, dass es so viele von ihnen gibt. Dennoch würde ich einem Streit gerne vorbeugen, so unwahrscheinlich oder wahrscheinlich er auch sein mag. Doch vielleicht... fällt uns noch etwas ein dazu... behalten wir uns also Goltrons Vorschlag im Sinn.
    ---> hier würde ich also zu einer Probe tendieren, denn Ziffern sind harte Fakten, an denen es nichts zu rütteln gibt
    b) Befürchtungen, dass der modifizierte Hammerschlag jede KR genutzt werden könnte, äußert die verdammte Echse H'Razzat al'Kira, die den Namen der ehrenwerten Balayan zu Elburum schändet ;) : Eine sehr treffende Feststellung! Denn was hindert einen Spieler praktisch daran jede KR ein so vernichtendes Manöver umzusetzen und damit die Feinde vor sich herzutreiben wie die Heerscharen der Priesterkaiser? Exakt das frage auch ich mich und da ein Übermaß an Proben auch nicht die Antwort sein kann (wie Chaosharlequinne ebenfalls feststellte), besteht die Frage weiter. Da wir in meiner Spielrunde den Kampf mit der Ausdauer für verloren erklärt haben, da sich dieses System schlicht nicht für uns bewährt hat und der zusätzliche Dokumentationsaufwand mehr Zeit kostete als Spielgefühl vermittelte. Natürlich ließe sich vor jedem Hammerschlag eine KO-Probe würfeln, um die Ausdauer der Kriegerin zu bestimmen, doch - wie besagt - eine Würfelorgie kann nicht die stilvollste Antwort sein.
    ---> hier wäre ich für weitere Vorschläge recht dankbar, da ein befriedigendes System schlicht noch nicht steht
    c) Einschränkungen bezüglich eines doppelten Hammerschlags in der selben KR, schlug Bruderschwester Turajin vor: Sowieso! Für mich ist der modifizierte Hammersschlag wie ich ihn vor meinem inneren Auge sehe, ein Tanz der Vernichtung, so schön wie entsetzlich: Ganz so wie Schönheit selbst! Der Klingenschwung spricht von Mut und Entschlossenheit angesichts derer ein Gegner lieber die Flucht ergreift, als dass er sich dem machtvollen Hieb aussetzt. Würde man diesen Angriff nun nahezu beiläufig nebenher laufen lassen, so wäre dessen besondere Schönheit völlig verloren.
    Von daher... doch, mir kommt eine Idee, die wahrhaft Rur-und-Gror-gefällig scheint! Und so lasst mich, meine lieben Zuhörer, doch b) und c) zusammennehmen und euch meinen Vorschlag unterbreiten:
    ---> Anstatt sich einer Würfelorgie hinzugeben, werden (und hier greife ich in gewisser Hinsicht Goltrons Vorschlag auf) exakte Vorgaben gesetzt, um die besondere Schönheit des Angriffes zu gewährleisten. In der schieren und unbedachten Masse liegt das Hässliche verborgen, aber in den heiligen Zahlen des Zweigötterglaubens ist Sicherheit zu finden. Daher: In jeder Auseinandersetzung/jedem Kampfgeschehen (gleich dem wie viele Gegner sich der Maraskani stellen!) darf sie ihren mächtigen Hieb nur Rur-und-Gror-gefällige 2x anwenden. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Man begrenzt den Spielraum des Manövers also durch eine selbst auferlegte Prinzipientreue, die absolut bindend ist, will man diese verbesserte Technik anwenden. Nun die Frage an die Gemeinde der Lauschenden: Wäre dies eine Möglichkeit und sofern ja, wären noch immer 5 Punkte die vorgeschlagene Anzahl für die Verbesserung mittels Erhalt der Parade beim Hammerschlag?


    Einigermaßen losgelöst und doch verbunden mit der Waffenmeisterschaft und dem furchterregenden Schwingen einer Waffe möchte ich eine weitere Frage stellen.
    Und zwar wie - zwar nicht in den Heiligen Rollen der Beni Rurech... oder vielleicht doch? - in einem vertrauten Werk der Garethjas geschrieben steht (Aventurisches Arsenal S. 75/84), sind manche Waffen und ihre Träger dazu in der Lage, unter Aufwendung von 4 Aktionen, in Harmonie miteinander und unter reichlich farbenfrohen Drohungen, ihren Feinden die Lust auf den Angriff deutlich zu vermiesen. Und da meine Maraskani ja gerne die Leben, auch der Unwissenden und Törichten (und vieler ihrer Gegner), bewahrt, klingt diese Möglichkeit doch recht verführerisch für mich. Im Klartext sind der Große Sklaventod und das Barbarenschwert dazu in der Lage, werden sie nur mächtig für 4 Aktionen geschwungen und wird reichlich gedroht (eine Überreden[Bedrohen]-Probe), den umstehenden Feinden einen Malus von 5 Punkten auf die AT zu bescherren, wenn den Gegnern eine Probe auf Mut (erschwert um die Hälfte der TaP* aus Überreden[Bedrohen]) misslingt. Dieser Effekt dauert so lange an bis es einem Feind gelingt den bedrohlichen Helden zu treffen. Da die Zahl 5 jedoch arg unmaraskanisch ist, wäre ein AT-Malus bei den Gegnern von 4 vorzuziehen.
    ---> Meine Frage: Mit wieviel Punkten würdet ihr diesen Besonderen Vorteil dotieren?


    Ich freue mich auf vielfältige und reichhaltige Antworten!


    Preist die Schönheit!,


    Murradin

  • Quote

    Ist ein solches Manöver zu mächtig? Eine schwierige Frage, wie ich finde, wenn man sich etwa den Beidhändigen Kampf anschaut, bei dem der zweite Angriff meist unparierbar auf den Feind niedergeht, und keinerlei zusätzliche Erschwernisse dafür anfallen.


    Alle Linkhandsonderfertigkeiten sind durch die Zusatzaktion sehr mächtig. Kosten auch recht viele AP, eine zweihändige Waffe richtet dafür mehr Schaden an und hat (meist) eine größere Distanzklasse die gewisse Möglichkeiten eröffnet.


    Quote

    Ebenso ist ein Todesstoß, geschickt gesetzt und mit einer vorbereitenden Meisterparade aus einer vorangehenden KR gar verherrend, wenn die Spitze, ungehindert vom Rüstungsschutz, viele Gegner direkt in die Bewusstlosigkeit schickt angesichts der hohen Anzahl an Wunden, die sie auf einen Schlag/Stich einstecken müssen.


    Der Todesstoß verbraucht auch beide Aktionen und hat gegenüber dem Hammerschlag auch gewisse Schwachpunkte.

    Quote


    Ohnehin sehe ich die Waffenmeisterschaft als den veredelnden Glanzsstrich eines jeden Weges eines Kriegers: Ziel ist es doch, dass jedes Manöver, jede Erleichterung und jeder Bonus den Charakter des Kriegers widerspiegelt - und ihn überdies von gewöhnlichen, aber guten Kriegern abhebt. Sozusagen der ganz persönliche Tintenstrich.


    Wenn du dir die Regeln für den Waffenmeister oder auch die vielen Beispiele im Arsenal ansiehst wird dir vielleicht eines Auffallen: Der Waffenmeister beherrscht viele Sachen ein wenig besser und nicht genau eine Sache überaventurischn gut. Darin sehe ich auch das Hauptproblem: Das Erlassen der zweiten Aktion beim Hammerschlag ist für sich genommen eine Verbesserung die der 4er Erleichterung angemessen ist - diese ist aber schon nur einmal erlaubt, du willst hier quasi durch das Hintertürchen eine zweite große Erleichterung einbauen und das zudem auch noch auf ein Manöver vereint. In meinen Augen wäre es angemessen wenn du die zweite Aktion beim Hammerschlag erlässt, diesen aber als Manöver nicht weiter erleichterst (und auch kein anderes Manöver um mehr als 2 Punkte).


    Übrigens behält man beim Hammerschlag seine freien Aktionen - du könntest nach diesem also immernoch frei Ausweichen was mir auch ganz gut zum Kampfstil deines Charakter zu passen scheint.


    @ Schattenkatze:


    Quote

    Gerade weil es sehr stark ist, sollte es vorher abgeklärt werden, Wenn es in den Spielstil passt, ist es in Ordnung. In unserer Gruppe darf meine Ritterin, weil sie so zurückhängt und auch mit einem solchen HS (der auch noch erleichtert wird) im Schaden immer noch hinterherhängen wird, in einer Gruppe unter "gleichwertigen" Helden hätte ich den Segen wohl nicht bekommen.


    Wenn es zum Spielstil passt ist alles erlaubt, eure Gruppe wo eine Waffenmeisterin immernoch so extrem stark gegenüber den anderen Charakteren zurückhängt ist aber wohl in keinster Weise mit einer üblichen DSA Gruppe vergleichbar und kann in meinen Augen auch nicht als Beispiel oder Refrenz in einer "normalen" Diskussion dienen.

  • Wenn es zum Spielstil passt ist alles erlaubt, eure Gruppe wo eine Waffenmeisterin immernoch so extrem stark gegenüber den anderen Charakteren zurückhängt ist aber wohl in keinster Weise mit einer üblichen DSA Gruppe vergleichbar und kann in meinen Augen auch nicht als Beispiel oder Refrenz in einer "normalen" Diskussion dienen


    Das ist der Grund, weshalb ich bereits zweimal darauf verwiesen habe, es mit der Gruppe abzusprechen, da es sehr stark ist, und dass ich darauf verwiesen habe, dass es bei uns nur quasi ausnahmsweise erlaubt wird, weil die Gruppe sehr hochstufig ist (außer der Ritterin haben die anderen Helden der 7G bei uns 30.000 und mehr AP, dazu im Vergleich zum Original aufgewertete Zeichen und wir haben sogenannte Epische SF, so dass der Schadensout immens ist und dafür im Gegenzug Gegner (allem voran Dämonen und Paktierer) ebenfalls aufgewertet sind (was ich bei Dämonen nur gut finde)) und es sonst eben in einer mehr im Durchschnitt agierenden Gruppe nicht erlaubt wäre, da zu stark.
    Ich nehme also unsere Gruppe keineswegs als Präzedenzfall, um anzudeuten, dass es schon passt, sondern im Gegenteil, ich halte einen erleichterten HS mit Reaktion für immens stark und als Spieler wie SL sollte man sich bewusst sein, was man sich da ins Boot holen möchte.


    @H'Razzat al-Kira: Ich schreibe gleich eine Konversation, um Deine Fragen genauer zu beantworten, als ich es gerade skizziert habe, da es in der Ausführlichkeit nicht in diesen Faden gehört.



    Ein Todesstoß ist verheerend, aber er verbraucht die Reaktion, wie schon angemerkt wurde. Eine Zusatzaktion beim BHK II ist toll, aber sie ist in ihrer Ansage restriktiert (+4 in jedweder Hinsicht) und jemand mit SK II oder PW II könnte sie parieren mit seiner 2. PA, man kann ihr ausweichen, der Gegner hat auch BHK II, oder eine fette Rüstung, die in der Hinsicht zumindest ein wenig hilft.
    Einen um 4 erleichterter HS mit Reaktion, also verdreifachter Schaden oder auch mehr, wenn man nicht einen WS mit drauf legt und immer noch parieren dürfen, falls der Gegner doch noch steht, spielt in einer ganz anderen Liga als die Zusatzaktion von BHK II (die mit den Voraussetzungen bei etwa gesamt 800 AP + einem 15. GE-Punkt in den meisten Fällen in der Anschaffung gekostet hat).


    Die Einschüchtern-Probe durch die genannten Waffen wurden aber spätestens nach 4.1 abgeschafft.
    Ich würde einschüchternes Wirken eher durch Gebärden, vor allem Wortwahl, insgesamtem Auftreten abhängig machen und nicht eine Waffe mit besonders vielen Haken eindrucksvoll zu schwingen.
    Ich würde es daher nicht von der Waffe und wie man sie schwingt, abhängig machen, sondern dann eben statt dessen die nötige Zeit aufwenden, verbal + körperliche Präsenz einzuschüchtern.
    Ich sehe nicht begründet, warum ein Charakter mit dem Schnitter in der Hand die Gegner so einschüchtern kann, dass sie kaum noch kämpfen können, ohne die Waffe, oder mit einer ungleich größeren in der Hand aber nicht. Ein solches einschüchtern zeigt nicht den besonderen Umgang mit dieser einen Waffengattung, sondern wie gut man einschüchtern kann.

  • Dann sei die Schönheit mal gegrüßt,


    diesmal versuche ich mich kurz & knapp zu halten (ja, klar...).
    Zuallererst einmal einen herzlichen Dank an Goltron und Schattenkatze für ihre Antworten.
    Das mit dem Hammerschlag habe ich mir nun nochmals durch den Kopf gehen lassen und da ich grundlegend gerne die Meinungen anderer Leute in meine Entscheidungen einbeziehe ehe ich mich stur vergaloppiere, werde ich mir das mit dem Hammerschlag auf jeden Fall nochmals intensiv durch den Kopf gehen lassen. Allzu leicht will man es sich ja auch nicht machen, wenngleich das Manöver sozusagen als die Spitze des "Glaskanone"-Prinzips gedacht war, da die Maraskani gerade mal 3 Rüstungsschutz trägt und auch im Lebenspunktebereich aufgrund diverserer Hintergründe nicht die Bestbestellteste ist.


    Dank an Schattenkatze übrigens für ihre Stellungnahme zum Prinzip des Einschüchterns im Kampf wie es unter DSA 4.0 noch geregelt war.
    Mir war nicht bekannt, dass diese Regelung aus dem Aventurischen Arsenal fallen gelassen worden war. Nun, man lernt stets dazu! :D
    Es wäre nur lediglich eine Legitimation gewesen, Feinden überhaupt ihre AT (und damit ihre Trefferchance) zu senken und damit das Zittern ihrer Knochen in ihren Büchsen abzubilden.
    Mit einer einfachen Überreden (Bedrohen)-Probe in DSA 4.1 hingegen fehlt es an den nötigen Regeln, um einen Kampfmalus (sonstwelcher Art) beim Feind zu verursachen.


    Jetzt wollte ich noch eine Anfrage stellen, da mir freundlicherweise von einem Kumpel ein Gegenvorschlag gemacht wurde, ich mir aber sehr uneinig darüber bin wie viele Punkte nun dieses "Manöver" wert wäre...
    Folgendes: Jedem ist aus dem WdS der ungelernte Wuchtschlag bekannt, mit dem wohl jeder Gelehrte, Bauer und Botenreiter um sich schlägt, in der Hoffnung damit einen pfotenlahmen Wolf niederzuringen. Für alle jene, denen das Manöver nichts sagt ein Beispiel: Hannes, der freundliche Wirt mit der Plautze aus Andergast auf Wanderschaft trifft einen netten Mann mit einem Dolch und langer Nase. Die Nase ist kein Problem. Der Dolch hingegen schon. Der nette Mann nun fordert die Herausgabe von Hannes Eigentum. Hannes findet das nicht so toll, deshalb attackiert er mit seinem Holzprügel und da er besonders hart zuschlagen will (er hat das von einem versoffenen Krieger gehört, der gerne sturzbesoffen auf seiner Theke schlief und von großen Heldentaten raunte), erschwert er sich seine AT +6. Das ergibt 3 zusätzliche TP! Nicht ganz, was sich Hannes erhoffte, aber ein deftiger Hieb ist es dennoch... (Im Klartext: Für je +2 selbstauferlegte Erschwernis auf eine AT, richtet man 1 TP mehr an ohne dafür Wuchtschlag gelernt haben zu müssen.)
    Lernt man nun den Wuchtschlag als Sonderfertigkeit, so richtet man im Verhältnis 1:1 Schaden an. (Im Klartext: Je +1 selbstauferlegte Erschwernis auf eine AT, richtet man 1 zusätzlichen TP an.)


    Was wäre nun aber mit einem meisterhaften, einem raffinierten, - sozusagen... einem veredelten Wuchtschlag, der Schwung, Kraft und Technik in sich vereint, um damit das Maximum an Effektivität herauszuholen?
    Die Rede ist von einem Wuchtschlag, der für je +1 selbstauferlegte Erschwernis auf die AT, 2 TP mehr anrichtet.
    Ich höre schon die Stimmen, die Powergaming rufen - von daher: Sachte, sachte, meine Freunde! Ein solches Manöver fordert schließlich ein gewisses Maß an Konzentration, damit es auch tatsächlich die gewünschte Wirkung (Schwerer Gegenstand trifft sehr hart und kunstfertig auf Schädel. Schädel macht besonders hübsch Knacks.) erfüllt.
    Fazit: Der verfeinerte Wuchtschlag erfordert eine +4 Erschwernis allein zur Initiation, ehe daran gedacht werden kann sich eine Erschwernis selbst aufzuerlegen.
    Beispiel: Die weltgewandte Maraskani hat endlich ihren Waffenmeister errungen. Deshalb ist sie sehr stolz. Und wie es stolze Maraskani mit Selbstgesprächen gerne tun, marschiert sie in das nächstbeste Lokal, bestellt sich das teuerste Getränk, beschwert sich lautstark über dessen Qualität und fängt einen Streit mit mindestens 3 weiteren Gästen über das Wesen der Schönheit an. Es kommt... zum Kampf. Zu spät begreift die vorlaute Maraskani, dass ihr die drei Gäste, gar brüderschwesterlich im Verbund!, den Schädel einschlagen wollen. Da kommt ihr der rettende Einfall. Sie ergreift - leicht schwankend - den Schnitter, fixiert den nächsten Tisch und mit einem Kampfschrei lässt sie die gebogene Klinge herniedersausen... neben den automatischen +4 Erschwernis (wie bei einem Niederwerfenmanöver etwa) erschwert sie sich den Angriff um zusätzlich 5 Punkte und richtet damit... 10 zusätzliche TP an. Die drei Männer kommen zum Stehen, tauschen einen Blick und verziehen sich murrend aus der Kneipe... die Maraskani darf im Gegenzug Tellerwaschen als Gegenleistung für den zerbrochenen Tisch.
    ---> In diesem Beispiel wäre also für eine Erschwernis von [+4 (automatisch) +5 (selbstauferlegt) =] +9 auf die AT ein Zusatzschaden von 10 Punkten entstanden.


    Der verfeinerte Wuchtschlag...
    a) kann nicht in Verbindung mit einer Meisterparade eingesetzt zu werden...
    b) setzt immer +4 Erschwernis automatisch voraus, die NICHT in den Zusatzschaden mit einberechnet werden (wie beim Niederwerfen etwa)...
    c) entfaltet erst ab einer zusätzlichen Erschwernis von +4 überhaupt den Schaden eines normalen Wuchtschlages (Verfeinerter Wuchtschlag +4+4 = +8 = 8 TP <-> Wuchtschlag +8 = 8 TP)...
    d) kann in seiner automatischen +4 Erschwernis nicht mehr durch den Waffenmeister reduziert werden...


    Man erhält damit ein Hohe-Kosten/Hoher-Nutzen?-Manöver, das erst ab einer hohen Erschwernis überhaupt sein volles Potential ausschöpft (bleibt man unterhalb einer selbstauferlegten Erschwernis von +4, so ist das Manöver sogar schlechter als ein handelsüblicher Wuchtschlag bei einer entsprechenden Gesamterschwernis). Durch das Verbot eines vorangehenden vorbereitenden Manövers (Meisterparade) ist die Chance zu verfehlen dazu sogar noch ziemlich hoch (und nimmt damit auch einem üblichen Wuchtschlag nicht seine Existenzberechtigung, der ja noch immer von einer Meisterparade profitieren könnte).


    Nun meine Fragen:
    a) würdet ihr diese Manöver als einen 'Besonderen Vorteil' (also als eine Verbesserung des Wuchtschlages führen) oder als ein völlig neues Manöver unter 'Erlaubte Manöver' für 5 Punkte fallen lassen?
    b) mit wieviel Punkten würdet ihr diese Weiterentwicklung des Wuchtschlages dotieren, wenn die automatische Erschwernis auf die AT (wie im Beispiel verwendet) +4 betragen würde?
    c) mit wieviel Punkten würdet ihr diese Weiterentwicklung des Wuchtschlages dotieren, wenn die automatische Erschwernis auf die AT nur +2 betragen würde?

    Ich würde mich über reichlich Antworten und Meinungen freuen, ruhig kritischer und begründeter Natur, damit ich die einzelnen Gedankengänge gut nachvollziehen kann und mir eventuelle Gedankenfehler auch auffallen. :)


    Ich verbleibe mit besten Grüßen und preise die Schönheit,


    Murradin!

  • Stark ist es allemal, +4 vorweg oder nicht. In meinen Augen tut es der WS allein auch, auch ohne verdoppelte TP, aber +4 vorweg sollte schon passend sein, vielleicht sogar +8.


    Vor allem ist es nicht ein Manöver in besonderer Situation, sondern ei ganz neu es Manöver. Das würde ich nicht über Wfm abrechnen, sondern es als reguläres Manöver mit Kosten in den Raum mit der Voraussetzung, den WS zu beherrschen. Denn verdoppelter Schaden und keine Reaktion weg ist nun schon etwas Feines.
    Da der WS erlaubt ist, sollte es eine Variante von ihm auch tun.


    (Im hypothetischen Beispiel wäre ein Faustschlag mittels Hammerschlag zum Tischzertrümmern noch eindrucksvoller. ;) )


    Bei einer solchen geradezu Panik vor Narben könnte sie sich aber nach etwas mehr RS umsehen und zur Not auch in den sauren BE-Apfel beißen (und zumindest BE 3 hinnehmen)?

  • Nicht verdoppelte TP, nur die Ansage des Wuchtschlags wird verdoppelt. Mit einer 4er Grunderschwernis die nicht zur Ansage zählt ist das in meinen Augen weitgehend nutzlos, mehr als 2 Punkte würde ich dafür nicht anrechnen. Mit einer 2er Erschwernis ist es deutlich sinnvoller, da würde ich 3-4 Punkte sagen.


    Ich weis nicht ob du es vorhin überlesen hast oder nicht gut findest, aber die zweite Aktion beim HS für 5 Punkte nicht verbrauchen wäre mmn in Ordnung wenn der Hammerschlag nicht noch zusätzlich erschwert wird (und auch kein anderes Manöver um mehr als 2 Punkte). Alternativ wäre es imho auch eine für dich passende Möglichkeit den Hammerschlag um 4 zu erleichtern, an den Aktionen nichts zu ändern und dich zur Abwehr eines Angriffs mit freiem Ausweichen zu behelfen.


    Eine Möglichkeit das nicht-verbrauchen zusätzlicher Aktionen abzuschwächen wäre auch das der Hammerschlag dann nur noch doppelten Schaden anrichtet.