Zu wenig Verführungen durch Dämonen in Abenteuern?

  • Im Gegenteil: Jähzorn ist Belhalhar und wahrscheinlich auch Blakharaz gefällig.


    Und ebendeswegen hat sich der Golgarit das langsam abtrainiert. Er durfte auch erst seine Weihe erhalten bzw. wollte diese selber erst haben wenn er sich sicher war das er jediglichen Zorn abgelegt hatte.


    Gerade Schlechte Eigenschaften resultieren ja, zumindest aus älteren DSA-Versionen so hergeleitet, aus der Beeinflussung von Dämonen:
    Blutsucht, Brünstigkeit, Streitsucht, Vorurteile die bis zum Hass gehen, All-Machtsfantasien ala Größenwahn oder ein fanatischer Gerechtigkeitssinn. All das sind Dämonengefällige Eigenschaften die viele Menschen besitzen, nach dem Motto "das Böse ist in uns allen".

    Per noctem ad lucem.
    Durch die Nacht zum Licht.
    ____


    Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

  • Quote

    Im Gegenteil: Jähzorn ist Belhalhar und wahrscheinlich auch Blakharaz gefällig.


    Blakahraz fände ich diskussionswürdig, Belhalhar passt bestimmt. Schützt aber in meinen Augen nicht vor Belhalhar-Verführungen, denn auch der sollte sich seine Fische durch Manipulation, Subtilität und die richtigen Verlockungen, Verführungen und Angebote an Land ziehen, nicht dadurch, dass er wen fuchsig macht und der dann aus spontanem Jähzorn heraus "Ja, ich will!" (:D) antwortet.
    Kein Jähzorn schützt damit irgendwo nicht nennenswert bis rein gar nicht vor Belhalhar- oder sonstigen Einflüsterungen, Verführungen und Paktangeboten.
    Das wäre einfach eines Erzdämonen und und seiner Möglichkeiten nicht angemessen. Die schummeln sich in die Entrückung von Geweihten rein und lassen sie glauben, sie wäre die jeweilige Gottheit. Da schützt doch kein Jähzorn und umgekehrt ist Jähzorn allein kein Kriterium, das ein Erzdämon anklopft.


    Als angehender Boroni vor einer Weihe den Jähzorn los werden finde ich gut, weil das jetzt nicht so sehr zu Boron passt und dafür spricht, dass man innere Gelassenheit sucht.


    Quote

    Blutsucht, Brünstigkeit, Streitsucht,


    Die sind ja auch in 4.0 als Paktierer Nachteile eingeführt wurden und erst mit 4.1 generell als allgemeine Nachteile freigeschaltet worden.
    Nur Jähzorn gehört da nicht zu, der ist da schon viel älter.

  • Wie handhabt ihr das? Haben bei euch die Erzdämonen ähnlich wie die Götter einen ständigen Einfluss auf die Helden? Ggf auch auf die Schattenseiten?


    Götter und Dämonen sind erst einmal NSC wie jeder andere NSC auch: Sie haben Pläne (wenn auch etwas umfassendere als selbst ein imba Drachenhalbling aus dem Horasiat), helfen oder helfen nicht. Ich pflege in meiner Gruppe einen recht mystischen Spielstil und verwende (mit voller Absicht) recht häufig Träume, so dass "komische Träume" unter Umständen noch nicht einmal gleich auf Spielerebene als eventuelle Dämonenanbandlungen erkannt werden können (hihi, ich sehe jetzt schon Pyroalchis Schweißausbrüche, wenn er das hier liest :whistling: ). Bisher wurde bei mir jeder Spieler(charakter) mindestens einmal mit einer direkten Verführung konfrontiert, allerdings immer mit Ablehnung. Am nächsten dran war ich bei Pyroalchis Ritter, wo sich, als wir entsprechend der bespielten Kampagne mit Belhalhar zu tun hatten und der dann irgendwann meinte: "Weißt du, du brauchst nur ein Wort zu sagen und ich kann dir helfen deine Heimat im Nu zu befreien und dann müssen deine Leute nie wieder Angst vor irgendwelchen Kriegsherren haben..." Die Ablehnung des Paktes ist Leomar unter der Voraussetzung tatsächlich schwer gefallen.


    Ein Minderpakt ist da eine etwas kniffligere Geschichte und hierfür haben wir tatsächlich eine Liste irgendwann mal angelegt, wo sehr dämonengefällige Handlungen aufgelistet sind (unter Gruppenkonsens, als wir irgendwann mal in den Raum gestellt haben, wie wir denn mit dem Aspekt "Pakte kann man unfreiwillig kriegen" vs. "Spieler entscheiden über ihre Charaktere" umgehen wollen). Wenn man es da zu bunt treibt, kann man sich unter Umständen schon mal einen Minderpakt einhandeln. Auch das ist bisher noch nicht vorgekommen (wir sind einfach zu lieb ^^ ). Was jetzt listenwürdig ist und was nicht, wird auch nach Abstimmung festgelegt. Die einzige, die da jemals mehrere Striche hatte war (oh Wunder) die Gruppenmaigerin. Da hatte ein gewisser Hüter verbotenen Wissens durchaus schon mal deutlicheres Interesse bekundet. Spieler/Charakter sind inzwischen allerdings nicht mehr in der Gruppe, so dass diese Geschichte nie zu ende erzählt wurde.

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Ich spiele schon lange mit dem Gedanken, einen profanen Gelehrten zu spielen, der alles versucht, um selbst Magie wirken zu können. Ich muss nur noch eine Ausrede finden, warum er sich nicht den Borbaradianern anschließt, aber dann habe ich einen SC, der in gefährlicher Nähe zu Iribaar wandelt.

    Non serviam!


    Beherrscher des Kophtanischen Imperavi nach Zant...
    und lobet Thargunithread, die Herrin der Threadnekromantie!




  • Steht nicht bei den Geweihten irgendwo, dass der Gegenerzdämon es einmal zumindest versuchen darf?
    Beim Boroni bin ich noch am grübeln.
    Verführungen gab es aber durchaus schon öfter. Richtig zu gebissen hat noch keiner. Der Magier schwankt zwar, aber er ist dann doch zu intelligent denke ich. Aber mal sehen. Allerdings spielen wir so gut wie nichts offizielles, wobei ich meine mich zu erinnern, dass es da ein paar Abenteuer gäbe, wo Pakte angeboten würden beim erwähnten Wildermark-Spaß oder bei der in 80 Tagen um die Welt-Geschichte.


    Aber ich vertrete zumindest nicht die Ansicht, dass ein SC automatisch zum NPC werden muss nur weil ein bisschen paktiert. Ich dachte man kann alles spielen? Natürlich müssen die Rest SCs irgendwie dazu passen, aber ich sehe es jetzt nicht als schwer, besonders oder unangenehm an mal keine Strahle-Helden zu haben.

    I ♡ Yakuban.

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    Steht nicht bei den Geweihten irgendwo, dass der Gegenerzdämon es einmal zumindest versuchen darf?


    Ja. Entrückung ist so schön verführerisch für die Erzdämonen, sich unter Vorspiegelung, die Gottheit zu sein, einzuschleichen (hatte ich weiter oben schon mal erwähnt).


    Ein Erzvampire und ein (fiktiver) hochrangiger Dämon des NL waren bei uns schon mal zeitweise erfolgreich. Die Erkennung der Situation und Einwirken von guten Freunden haben dann aber zu einem Absprung gesorgt, bevor der ganz große Schritt getan wurde.
    Manche SL haben es drauf, auf SC und ihren Spielern zu spielen wie auf einem gut gestimmten Instrument. :D

  • Jetzt wo ich drüber nachdenke gab es mal die Wunderschöne Stand-Off-Szene zwischen meinen Drakonier-Eismagier der auf Dämonenjagd gegangen ist und einem Irribarpaktierer in einer wirklich schicken Robe die einen alle möglichen Formeln gezeigt hat. ...die Szene ist schon so lustig das ich sie eigentlich gleich noch in den "Lustige Szenen Thread" schreiben muss


    Der Paktierer wollte mir von seinem Meister Wissen über den Elementarismus anbieten das seit den Magierkriegen verschollen gegangen ist. Schön blöd wenn der Drakonier dann eine Abschrift des Grozen Elementaricums besitzt :D



    Wo wir gerade bei Verführungen sind: Wie verführt einen der Namenlose 8| Wir haben zumindest einen Rasthulla-gläubigen Fasarer Schwarzmagier mit Größenwahnkomplexen, der könnte bei seinen Allmachtsfantasien wirklich mal vom Güldenen angesprochen werden. Ich denke mal das schafft der Namenlose am besten zu seinen "Feiertagen" oder?

    Per noctem ad lucem.
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    Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

  • später hatten wir eine komplette Schurkengruppe, weil ich es irgentwie geschafft habe, nach und nach alle Spieler mit ihren SCs so "umzudrehen"


    Das ist ja noch ein seltener Glücksfall. In der Regel bedeutet das nur all zu oft PVP, bei dem einer den Kürzeren zieht oder zumindest die Gruppe zerbricht. Echte Helden machen wohl kurzen Prozess mit dem Paktierer. Zumindest wird er wohl meist nicht mehr lange Paktierer sein. "Rettung" ist schließlich nicht ausgeschlossen für den wankenden Kameraden. Kommt eben sehr auf die Gruppe, die Helden und auf den Grad der Verderbnis an. Auch der Erzdämon dürfte eine große Rolle spielen. Ein Tasfareldiener ist nicht so auffällig, wie ein verwesender Nekromant und dürfte vielleicht auch allgemeinen Abenteurergelüsten eher entsprechen...


    @NL
    In der Regel wird man wohl in einen Geheimkult eingeführt, wenn man ein vielversprechender Kandidat ist (wie bei anderen Geheimgesellschaften auch).


    Längere Zeit unwissend für einen Geweihten gearbeitet/mit ihm gelebt/gedient (...) zu haben und diesem dadurch verpflichtet/ausgeliefert/verbunden (...) zu sein kommt wohl auch häufiger vor. Vom NL selbst kontaktiert zu werden, dürfte dagegen wohl die extreme Ausnahme sein.


    Der kürzlich in Aranien ausgehobene NL Kult, hat seine Opfer auf der Straße angeworben. Als Einstiegsgeschenk haben die Bettler 1 Dukaten bekommen. Die Zahl der Anhänger stieg so sehr schnell, wie auch die Bettler nicht wirklich wussten, worauf sie sich eingelassen haben...

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  • Hier geht es um Verführungen durch Dämonen.


    Verführung durch Geweihte des Namenlosen haben wir auch bereits: Namenlose Verführung